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Luhya Sprichworte
Die Luhya (Luyia, Luhia, Abaluyia) sind eine bantusprachige Bevölkerungsgruppe in Ostafrika, die größtenteils in der Provinz Western von Kenia in der Region um den Mount Elgon bis nach Uganda hinein leben. Luhya ist der Name der Sprache und auch der Volksgruppe. Sie sind mit ca. 5,3 Millionen Angehörigen (2011) die zweitgrößte (über 15 % der Bevölkerung Kenias) ethnische Gruppe in Kenia. Das Wort Luhya oder Luyia bedeutet in einigen Dialekten „Clan“, und Abaluhya (Abaluyia) bedeutet also „Leute des Clans“ oder „Leute des gleichen Herdes“

Die Luhya gibt es erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts als Volksgruppe. Es ist eine Zusammenfassung von Gruppen verwandter Sprachen, Kultur, Politik und Sozialstrukturen im Westen Kenias, zur Unterscheidung von den benachbarten Luo im Süden, den nilotischsprachigen Gruppen im östlichen und nördlichen Hochland und den Teso im Westen. Die Luhya bilden ca. 18 politische und soziale unabhängige Einheiten die eigene Dialekte der von Luhya sprechen, sich aber alle untereinander verstehen. Die gemeinsamen Luhya-Identität bezieht sich vor allem aus der Unterschiedlichkeit zu den benachbarten Volksgruppen, darüber hinaus ist die Zugehörigkeit zur jeweiligen ethnischen Untergruppe wichtiger. Zu diesen Untergruppen zählen die Bukusu, Kisa, Marama, Maragoli, Nyala, Samia, Tachoni, Tsotso, Hanga (Wanga) und andere. Eine weitere lebt im Norden Tansanias und vier in Uganda.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Luhya_(Ethnie)
          https://en.wikipedia.org/wiki/Luhya_people

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Bier, das verderben will, gärt ungleichmäßig.

Das Feuer brennt den Feuermacher.

Dem Gefräßigen schwillt den Magen.

Denk nach, bevor du handelst.
(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Erst besinn's, dann beginn's.)

Der mit vielen Onkeln, schläft hungrig.
(Sprichwort der Maragoli Das bedeutet, auch wenn man viel Besitzt, wird einem trotzdem immer etwas fehlen.)

Der Teufel wendet sich gegen seinen Freund.

Die Augen der Schwiegertochter schmälern, was sie gesehen haben.

Die Lebenden vergessen die Toten.

Die Reise hin, ist nicht länger als die Reise zurück.

Die Schuld der Antilope ist beim Jäger.

Die Unterdrückung des Hungers führt zum Tod.

Du baust nur eine Brücke, wo ein Fluss ist.

Du leidest unter dem Rauch vom Brennholz, das du selbst gesammelt hast.

Eile eile hat keinen Segen.
(Ähnliche Bedeutung wie die deutschen Sprichwörter: Eile mit Weile. oder Heiraten in Eile bereut man mit Weile.)

Ein Bote kann nicht geschlagen werden.

Ein Champion Bulle ist es von Geburt an.

Ein Hund bellt und beißt nicht zur selben Zeit.

Ein Hund verlässt keinen Platz, wo er einen Knochen ergreift.

Ein Kind, das reist, ist weiser und kenntnisreicher als die Mutter.

Ein Kind zeigt dir in die Richtung und dann findest du deinen Weg.

Ein kleiner Vogel kann keinen größeren Rat geben.

Ein Nachtläufer macht es alleine, aber jeder Dorfbewohner kennt ihn.

Ein schneller Esser wäscht seine Hände vor anderen.
(Ähnliche Bedeutung wie das Sprichwort aus Nigeria: Wer zuerst kommt, trinkt sauberes Wasser. oder das Zulu Sprichwort: Das frühe Pferd bekommt gutes Trinkwasser.)

Es ist leicht, in einer Menschenmenge mutig zu sein.

Gewöhn dich nicht an anderer Menschen Dinge.

Ich bin groß genug, um gesehen zu werden.

Nur ein erfahrener Mensch klettert auf einen rutschigen Baum.

Nur jemand anderes kann deinen Rücken kratzen.

Reichtümer sind wie Tau.

Schlechtes Tanzen bricht keine Verlobung (Verpflichtung).
Schlechtes Tanzen zerstört nicht die Liebe.

Sogar ein erfahrener Schwimmer ertrinkt.

Versprechen wie Tage werden bald fällig.

Was auch immer die Axt besiegt hat, wird der Wind davonblasen.

Was auch immer schlecht ist, muss ausgespuckt werden, nicht einmal eine Henne schluckt eine Raupe.

Was du essen wirst, schläft allein (ist verborgen).

Was eine Frau verdient hat, du wirst es nicht in Frieden essen.

Was ein Hund nicht fressen soll, muss giftig sein.

Was ich gesehen habe, ist mehr als das, was ich gegessen habe.

Wasser trinken zum Durst löschen tötet nicht.

Wenn du die Kuh eines Fremden melkst, beobachte das Tor.
(Tachoni Sprichwort. Die Tachoni sind eine Gruppe des Luhya-Volkes. Der Reichtum der Tachoni ist die Anzahl der Kühe. Die Kühe befinden sich oft in den von Bäumen umschlossenen Gehöften, deren Tore offen standen. Wenn jemand die Milch von fremden Kühen stehlen wollte, musste man diese Tore im Auge behalten, weil man bei Entdeckung dadurch fliehen musste. Wenn die Milchdiebe gefangen wurden, war eine schwere Strafe bis zur Verbannung aus der Dorfgemeinschaft die Folge. Das Sprichwort bedeutet, man sollte sich der Konsequenzen seiner Taten bewusst sein. Mitglieder der Gemeinschaft sollen das Eigentum anderer respektieren. Es sollte die Dorfbewohner vor abweichendem Verhalten oder schlechten Taten warnen. Es dient zur Erziehung, soll Disziplin und Zusammenhalt fördern und den Frieden der Gemeinschaft sichern.)

Wenn ein Kind einen Pilz entwurzelt, wird es am nächsten Tag zurückkehren.

Wettbewerb erschöpft in die Lunge.

Zwei Dornen stechen sich normalerweise nicht einander.

Zwei Knochen verwirren einen Hund.

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Sprichworte der Bukusu

Die Bukusu sind einer Stämme der Luhya Volksgruppe in Kenia. Sie nennen sich BaBukusu und sind mit 34% aller Luhya der größte Stamm dieser Volksgruppe. Die Bukusu unterteilen sich in mehrere Clans, die Ekholo genannt werden. Dazu gehören unter anderem Bakibi, Bakibumbi, Batilu, Babhichachi, Baengele, Batukuika, Batecho, Bachemai, Bakoi, und Balunda.
Die Bukusu lebten in befestigten Dörfern und hatte keine Zentralgewalt. Die höchste Autorität war der Dorfvorsteher, genannt Omukasa , der gewöhnlich von den Männern des Dorfes gewählt wurde. Es gab auch Heiler und Propheten, die wegen ihres Wissens über Stammes-Tradition, Medizin und Religion großes Ansehen genossen.
Die Bukusu Familien waren meist polygam, wobei die erste Frau einen besonderen Status über den Zweitfrauen besaß. Frauen waren nicht nur für die Kindererziehung, sondern auch ein Status. Darüber hinaus bedeuteten mehr Frauen auch mehr Hände für die Feldarbeit. Das bedeutete einen Vorteil in ihrer Gesellschaft, die auf Landwirtschaft gegründet wurde.
Söhne erbten den Clan ihres Vaters und ihnen waren nicht erlaubt, Frauen ihres eigenen oder dem Clan ihrer Mutter zu heiraten. Der erste Sohn der ersten Frau war gewöhnlich der Haupterbe seines Vaters, und er bekam einen besonderen Namen, der diesen Status bezeichnete.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Bukusu

Ein Kind fürchtet sich nicht, auf gefährlichem Boden zu treten, bis es stolpert und verletzt wird.
(Das Sprichwort bedeutet, das Kinder und Jugendliche auf die Warnungen und Ratschläge der Älteren hören sollten, um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen.)

Was in den Magen führt, ist für den Kopf.
(Gutes Essen trägt zur physischen Kraft bei. Bei den Bukusus werden viele Lasten auf dem Kopf getragen. Die Stärke des Kopfes ist dabei auch von der Nahrung abhängig. Es wird auch gebraucht, wenn Kinder lieber spielen als richtig essen wollen, um sich zu entwickeln.)

Wenn eine Person eine Krankheit verbirgt, werden wir Schreie der Verzweiflung hören.
(Das Sprichwort soll eine Warnung sein, Krankheiten oder andere negative Dinge zu verheimlichen. Unbehandelt führt die Krankheit vielleicht zum Tode und man verzweifelt. Man sollte auch im Augenblick für einen selber nachteilige Dinge nicht verschweigen, sondern sich helfen lassen, um ein möglicherweise schlimmeres Ende zu vermeiden. Eine Sünde oder ein Vergehen (gegen Gott) sollte nicht versteckt werden, sondern es sollte Vergebung gesucht werden, da nichts verborgen bleibt. Vergebung bringt Heilung für die Seele und führt zu einem besseren Leben.)

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Sprichworte der Nyala

Die Nyala (Abanyala) leben im Busia Bezirk am Viktoriasee in Kenia und sind einer von 18 Stämmen der Bantu ethnischen Gruppe der Luhya (auch Abaluyia oder Luyia). Mit ca. 5,3 Millionen Menschen (16% der Einwohner Kenias) sind die Luhya die zweitgrößte ethnische Gruppe in Kenia. Ihre Sprache heißt ebenso Luhya wobei jeder Stamm einem ausgeprägten Dialekt besitzt. Das Wort Luhya oder Luyia bedeutet „Clan“ und Abaluhya (Abaluyia) bedeutet „Menschen des Clans“. In ihrer Kultur ist Polygamie, dass ein Mann mehrere Frauen heiratet, möglich, wird aber heute nur noch von wenigen praktiziert. Der erste Sohn der ersten Frau war der Erbe, auch wenn eine andere Frau einen älteren Sohn hatte. Frauen und Töchter waren früher vom Erbe und wichtigen Entscheidungen ausgeschlossen. Mit den staatlichen Gesetzen ist eine Erbschaft und Eigentum für Frauen heute möglich.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Luhya_people

Deine Stärke ist die Quelle deiner Nahrung.
(Das bedeutet, das man mit seiner Kraft und eigener Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt verdienen soll. Wenn man zu faul zum Arbeiten ist, wird man verhungern.)

Die Toten können das Getränk nicht mehr trinken.

(Das Sprichwort bedeutet, dass zukünftige Probleme sich nicht ankündigen. Wenn aber ein Problem auftritt, wird man damit fertig.)

Ein Begräbnis bietet die Gelegenheit zur Versöhnung an.

(Das enge Zusammenleben der Großfamilie brachte öfter Grund für Konflikte und Streit. Beim Tod eines Familienmitglieds legte man die Differenzen beiseite und hielt zusammen, um einander zu trösten und zu unterstützen. Zusammen suchte man Lösungen für die Probleme trotz der Unterschiede zu finden.)

Wasser unterscheidet (diskriminiert) nicht.

(Man sollte keinen Menschen begünstigen oder benachteiligen, in einer Gemeinschaft sollen alle ohne Vorurteil gleich behandelt werden.)

Wo sich Hühner zum Fressen versammeln, wirf keine Hirse.

(Das bedeutet, wenn man Probleme hat, soll man sie nicht allen weitererzählen, besonders da nicht, wo es Schwätzer gibt.)

Zwei Nägel zerdrücken eine Laus.

(Das bedeutet, wenn man zusammenarbeitet, kann man arbeiten schaffen und Probleme lösen, die man allein nicht bewältigen kann.)

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Sprichworte der Samia

Die Samia ( Abasamia ) leben in mehreren Clans im westen Kenias Busia Bezirk am Viktoriasee und im osten Ugandas und sind einer der Stämme der Bantu ethnischen Gruppe der Luhya (auch Abaluyia oder Luyia). Erst in der Kolonialzeit wurde ihr Siedlungsgebiet von den Europäern durch die Grenze geteilt.
Das tägliche Leben von Samia wird von Bräuchen und Traditionen geprägt. Zum Beispiel sollte eine Frau, die ihren Mann verliert, mit einem Bruder des Verstorbenen wiederverheiratet werden, damit die weiteren Kinder der Witwe ihren Verwandten ähneln. In in ihren verschiedenen Zeremonien und Feiern (Hochzeiten, Beerdigungen, Verehrung der Vorfahren oder Sportveranstaltungen) hat Musik einen großen Stellenwert.
Sie betreiben Fischerei im Viktoriasee und angrenzenden Flüssen, Ackerbau und Viehzucht. Ihre Ernährung besteht aus Maniok Brot aus Sorghum oder Hirse, anderen Getreideprodukten, Gemüse, Fleisch, heimischen Geflügel und Fischen. Samia sollen wegen des häufigen Verbrauches von frischem Fisches sehr kluge Leute sein.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Samia_tribe_(Luhya)

Ein Hund hockt genau wie seine Mutter.

Lächel nicht so viel auf die eine Portion Essen, sie wird dir mit den Knochen serviert.

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