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Fernöstliche Weisheiten

Fernöstliche Sprichworte

Alles Streben des höheren Menschen gilt höheren Dingen; das Trachten des gewöhnlichen ist auf Gewöhnliches gerichtet.

Am Ende war das Leben weniger als der Blick auf das weiße Fohlen, das hinter der Zaunlücke vorbeitrabte.


Auch ein Blinder ist beleidigt, wenn man ihm sagt, dass er schlecht sieht.


Auch ein leichter Regen, dauert er lang, kann eine Überschwemmung hervorrufen.


Auch hundert gute Ratschläge vermögen ein Paar geschickte und erfahrene Hände nicht zu ersetzen.


Auch wenn man seine Frau nicht liebt, glaubt man bei der Scheidung, ein kleines Vermögen verloren zu haben.


Aufgewirbelter Staub stört nicht die Vorangehenden, sondern die Nachfolgenden.


Bitterer als der Verlust eines Goldklumpens ist dir die Erinnerung an eine Frau, die du hättest haben können.


Das Andenken eines gütigen Mannes währet lange. Der Mann schlechten Rufes ist bald vergessen.


Das Herz eines zuverlässigen Menschen lernt man nur kennen, wenn man etwas von ihm verlangt.


Das Herz ist kein Tischtuch, das man vor jedermann ausbreitet.


Das Mädchen sucht den klugen Mann, der Jüngling die schöne Frau.


Das treffende Wort kann dem Dolch deines Gegners die Schärfe nehmen.


Deine Wohltaten kennt man nur daheim, deine bösen Taten aber auch in der Ferne.


Der Ärmel eines Frauenkimonos enthält mehr Feuchtigkeit als alle Schwämme der Weltmeere.


Der edle Mensch ist der wahrhaft höchste.


Der edle Mensch ist mit einem Edelstein vergleichbar: Man muss ihn schleifen, um seine wahren Qualitäten hervorzuholen.


Der Erfahrene zieht sich zurück, solange er noch Licht vor den Füßen hat.


Der Himmel versperrt nicht jeden Weg.


Der immer nur von heute auf morgen Lebende verbringt ein Tröpfeldasein.


Der Mensch kennt seine Schwäche so wenig wie der Ochse seine Stärke.


Der Mensch tut nichts Gutes, ohne dabei angetrieben zu werden; die Glocke tönt nicht, ohne geschlagen zu werden.


Der Weise legt sich keinen Schatz zurück. Je mehr er gibt, desto mehr hat er.


Die gut reden können, haben nicht immer die besten Dinge zu sagen.


Die Herzen, die sich am schnellsten geben, nehmen sich am schnellsten wieder zurück.


Die Worte eines Lügners sind wie ein Netz aus feinem Garn, in dem er sich zuletzt selbst verstrickt.


Die Zunge des Törichten ist das Messer, mit dem er sich das Leben eines Tages abschneidet.


Eine hübsche Frau, die in eine Familie kommt, hat die hässlichen gegen sich.


Eine Lüge, die wahrscheinlich klingt, wird eher geglaubt als eine Wahrheit, die einem recht unwahrscheinlich vorkommt.


Eines Jahres Aussichten bestimmt der Frühling, die eines Tages das Morgenrot, die der Familie ihre Eintracht, die des Lebens der Fleiß.


Ein kluger Vogel schont seine Flügel, ein kluger Mensch spart seine Worte.


Ein Wind ist für jeden Segler des Lebens unberechenbar: der des Todes.


Es weht durch offene Tür der Wind ins Haus, in dem viele Töchter sind.


Ganz gleich, wie hoch der Baum auch wächst, seine Blätter fallen doch nach unten zu seinen Füßen.

(ähnlich in China)


Geh deinen eigenen Weg und schlag nicht den Pfad des anderen ein.

Gesundheit ist der größte Reichtum. Zufriedenheit ist der wertvollste Schatz. Liebe ist der beste Freund des Herzens. Lachen ist die größte Freude.

Gute Menschen leiden tief.


Gute Menschen werden hintergangen, wie gute Pferde gern geritten werden.


Hast du ein Schicksal, so begegnest du ihm auch, und sei es erst nach tausend Meilen; hast du aber keines, so erblickst du es auch nicht mit bewaffnetem Auge.


Hoffe nicht auf Zukünftiges, denke über Vergangenes nach.


Im Gespräch mit einem wirklichen Menschen lernt man an einem Abend mehr als in zehn Jahren aus Büchern.


In einem Streit sind beide Teile schuldig.


Je mehr du dich bei deiner Arbeit beeilst, desto länger du dann auch bei ihr verweilst.


Je weniger ein Mensch sich selber spürt, desto glücklicher ist er.

Kommt einmal der Bote des Todes zu dir, um dich zu holen, dann bleibt keine Zeit zum Unterhandeln.

Lebe so, dass, wenn du die Welt verlässt, alle weinen und du allein lächelst.

Lieber einer, der zuzuhören versteht, als einer, der zu reden versteht.

Lobst du dich selbst, so bist du ein Dummkopf; lobst du aber deine Frau, so bist du ein solcher zum Quadrat.


Man braucht gar nicht erst alt zu werden, um alt zu sein; dies kann man schon in einem einzigen Jahr.


Man irrt nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu kennen.

Mit dem Augenblick des vollen Erblühens setzt der Verfall ein.

Nicht ausgesprochene Worte sind Blumen des Schweigens.


Niemand kann die Höhe des Himmels ermessen, ohne die Berge zu erklimmen.


Nimm dir Zeit zum Überlegen und Beratschlagen. Wenn du aber dann weißt, was du willst, dann bringe dein Vorhaben schnell zum Abschluss.


Ob man reich wird, hängt vom Schicksal ab, ob man Geld erwirbt, vom Fleiß.


Solange das Mädchen jung und schön, will es sich nur einen jungen Burschen auserkoren; ist beides aber verloren, so nimmt es gerne auch einen alten Toren.


Sooft ein Mann sich auch verheiraten mag, er heiratet stets ein Weib der gleichen Art.


Suche nicht das Abenteuer, aber gehe ihm auch nicht aus dem Weg.


Tadle dich, wie du andre tadeln würdest; entschuldige andre, wie du dich entschuldigen würdest.


Tausend Männer können in Eintracht zusammenleben; zwei Frauen können es nicht, auch wenn sie Schwestern wären.


Viel Höflichkeit beleidigt niemanden.


Vor der Tür einer Witwe gibt es viele Redereien.


Während der Himmel noch am Menschen schafft, fängt die Erde schon an, sein Grab zu bereiten.


Wahrlich beständig ist allein der Wandel.


Was man einem ins Gesicht sagt, ist kein Klatsch.


Wen der Himmel strafen will, dem schickt er eine schöne Frau in den Weg.


Wenn das Herz verletzt ist, dann ist die Sprache stürmischer als der Wind auf dem Meer.


Wenn der Himmel regnen will und dein Mutter wieder heiraten, so gibt es kein Kraut dagegen.


Wenn du dich schon beugst, beuge dich tief.


Wenn ein Mensch parteiisch ist, dann hält er den Tag für die Nacht und weiß für schwarz.


Wenn ich mein Geheimnis verschweige, ist es mein Gefangener. Lass ich es aber entschlüpfen, so bin ich sein Gefangener.


Wenn man dir nicht zuhört, dann lass dein vieles Reden sein.


Wer auf der Straße spricht, muss bedenken, dass im Grase Leute liegen.


Wer Bambus malen will, muss ihn im Herzen haben.


Wer bei einem Toren in die Lehre geht, wird selbst ein Tor.


Wer nichts zu verlieren hat, ist reich.


Wer nicht zeitig aufsteht, bewältigt sein Tagwerk nicht; wer in der Jugend nichts lernt, kann es später nicht mehr nachholen.


Wer schweigt, wenn es Zeit zu reden ist, gilt zu Recht als Dummkopf.


Wer sich über das Wohlergehen anderer freut, der ist wahrlich ein edler Mensch.


Worüber denken Menschen nach? Was überlegen sie? Alles in der Welt kehrt zurück zu Gemeinsamem, aber auf verschiedenen Wegen; ist sich einig, doch erst nach zahllosen Überlegungen.


Wo zehn Frauen sich heute niederlassen, entsteht schon morgen ein Gerichtsgebäude.
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Ban Gu
Ban Gu (auch Bān Gù) lebte von 32 bis 92 (in Luoyang hingerichtet) und war ein chinesischer Historiker der Han-Dynastie. Ban Gu war Berater des Hofbeamten Dou Xian und wurde nach dem Staatsstreich gegen die Dou-Sippe unter Kaiser He hingerichtet. Ban Gu war der Hauptautor des Han Shu (Geschichte der Früheren Han-Dynastie), von seinem Vater begonnen und von seiner Schwester Ban Zhao fortgeführt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ban_Gu

In Armut soll man umso fester, im Alter umso willensstärker sein.


Ist das Wasser zu klar, wird kein Fisch darin sein. Ist der Mensch allzu klug, so bleibt er allein.

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Matsuo Bashō
(eigentlich Matsuo Munefusa) war ein japanischer Dichter. Er lebte von 1644 (* in Akasaka) bis zum 28.11.1694 († in Ōsaka). Er gilt als bedeutender Vertreter der japanischen Versform Haiku. Bashō wurde in eine Samuraifamilie niederen Ranges hineingeboren, deren Lebenswelt er sich widersetzte.
Anstatt die für ihn vorgesehene militärische Laufbahn einzuschlagen, wurde er ein Wanderer, der den Weg und die Geschichte des Zen studierte und sich klassischer chinesischer Poesie zuwandte.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Matsuo_Bash%C5%8D


Der alte Kirschbaum blüht; eine Erinnerung an vergangene Jahre.

er Mond und der Schnee. Ich lebe und betrachte das Schöne. Das Jahr geht zu Ende.

Komm, lass uns gehen, Schnee schauen, Sake trinken, taumeln wie Flocken.

Schnell ist der Mond. Die Blätter der Bäume halten den Regen auf.
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Khwaja Mir Dard
Khwaja Mir Dard lebte von 1721 bis 1785 in Indien und war ein beliebter Dichter in Urdu. Er ist einer der drei großen Dichter der Delhi School (die beiden anderen sind Mir Taqi Mir und Sauda, die als die Säulen der klassischen sind Urdu Ghazal gelten).
Dard war in erster Linie ein Mystiker und prominentes Mitglied der Naqshbandi Mujaddidi Ordnung in Delhi. Er betrachtete die phänomenale Welt wie einen Schleier der ewigen Realität und dieses Leben als Begriff des Exils aus unserem richtigen Zuhause.
Dard erhielt seine Ausbildung in informeller Weise zu Hause. Er lernte Arabisch, Persisch und Sufi. Er verzichtete mit 28 auf irdischen Genüssen und führte ein Leben der Frömmigkeit und Demut.
Das Geheimnis zu Dards Berufung als Dichter liegt nicht in seiner Mystik, sondern in seiner Fähigkeit, diese Mystik in Poesie zu verwandeln, und transzendentale Liebe in Bezug auf menschliche und irdische Liebe zu präsentieren.                           Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Khwaja_Mir_Dard

Der Seele Frohsinn hängt nicht ab von Rosen und von Grün. Dort, wo ein Herz sich aufgetan, ist Garten voller Blühn.
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Meister Dōgen
Dōgen Zenji, auch Kigen oder nach dem von ihm gegründeten Tempel Eihei-ji Eihei. Er lebte vom 26.1.1200 in Uji; bis zum Spätsommer 1253 in Kyōto und war ein Lehrer des japanischen Zen-Buddhismus und einflussreicher Abt.           Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/D%C5%8Dgen

Alles ist Kosmos: Die Steine, die Berge, die Bäume, die Blumen, die Kräuter, die Sterne. Die gesamte Natur ist Kosmos und ebenso die nicht-Natur, das Künstliche und alle Werke des Menschen, die materiellen ebenso wie die spirituellen, sowie Raum und Zeit.


Der gesamte Kosmos, das ganze Universum ist im Hier und Jetzt vereint: das unendlich lang Vergangene wie das unendlich weit in der Zukunft Liegende. Die Ewigkeit findet man im Hier und Jetzt.


Der Vollmond der längsten Nacht, über dem rotbraunen Herbstlaub der erste Schnee. Wie sollte man nicht in Versuchung geraten, sich daran zu erinnern?

Habt Mitleid mit der Schildkröte, die auf dem Rücken liegt, und gebt dem kranken Spatz zu fressen. Vollbringt alles Notwendige aus dem Wunsch heraus, eurem Nächsten Gutes zu tun, ohne eine Belohnung zu erwarten.

Nähert euch allen Dingen und allen Wesen mit dem freundlichen Gesicht der Milde.
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Du Fu
(auch Tu Fu) Er wurde 712 in Duling/Chang'an China geboren und starb 770 heimat- und mittellos, wahrscheinlich an Malaria, auf einer Bootsreise in Leiyang China. Er war ein chinesischer Dichter, Lyriker und Gelehrter. Er traf zweimal Li Bai, den zweiten berühmten Dichter der Tang-Zeit, über den er mehrere Gedichte schrieb.                   Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Du_Fu

Verlorenes Geld kannst du wiederfinden, verlorene Zeit nie.
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Han Fei
Han Fei (auch Han Fe Dse, Han Feizi.) war chinesischer Philosoph des Legalismus und ein Mitglied der Herrscherfamilie des Staates Han während des Endes der Streitenden Reiche. Er lebte von ca. 280 v. Chr. und starb 233 v. Chr. in Qin im Gefängnis an Gift. Er vertrat die Auffassung, dass die Menschen von Natur aus schlecht waren, und befürwortete strenge staatliche Kontrolle und schwerste Strafen. Legalismus vorausgesetzt handelt jeder nach dem Prinzip, Bestrafung zu vermeiden und gleichzeitig zu versuchen, Vorteile zu erzielen. Somit muss das Gesetz diejenigen, die es befolgen belohnen, und die es brechen, streng bestrafen. Die gesamten Aufzeichnungen von Han Fei sind im „Han Feizi“, ein Buch mit 55 Kapiteln.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Han_Fei
          http://en.wikipedia.org/wiki/Han_Fei

Alles Regieren muss durch das Benutzen der menschlichen Natur geschehen.

Alle Theorie und alle Praxis sollten auf den praktischen Nutzen gerichtet sein. Dinge, die sich nicht miteinander vertragen, sollten auch nicht nebeneinander bestehen.

Der beste Weg, Übeltätern das Handwerk zu legen, ist, das Übel in ihrem Geist auszumerzen an nächster Stelle käme, ihnen üble Rede zu verbieten, und an letzter Stelle, ihnen Übeltun zu untersagen.

Der Mensch stolpert nicht über Berge, sondern über einen Ameisenhaufen.

Der Mensch stolpert nicht über Berge, sondern über Ameisenhügel.

Der Rechte Weg (das Dau, Tao, Dao) ist es, wodurch alle Dinge so sind, wie sie sind.

Die geistige Kraft des Menschen ist innerlich; jeder Besitz äußerlich. Vergeudet sich der Geist nicht an Äußerlichkeiten, so bleibt das Selbst unversehrt. Als wahres Besitztum kann man nur die Unversehrtheit des Selbst bezeichnen. Denn wahres Besitztum ist Besitz des Selbst.

Gute Medizin schmeckt bitter, aber ein weiser Mensch nimmt sie, wenn sie ihm verordnet wird; ehrliche Worte sind dem Ohr unangenehm, aber ein Erleuchteter hört auf sie.

Leichte Strafen sind wie Ameisenhaufen. Darauf setzen die Verbrecher ihren Fuß.

Mit Fähigkeiten, aber ohne Macht, ist das Üble nicht zu regieren.

Übertriebene Belohnungen verderben das Volk; übertriebene Strafen büßen ihre Wirkung ein.

Unbeteiligtsein führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen; Ruhigsein - dem Fluss des Bewegten die rechte Richtung zu geben.

Wenn das Gesetz regiert, können Dinge einfach ihrem Lauf nach getan werden.

Wenn man einen mittelmäßigen Herrscher dazu bringen kann, sich an die Gesetzesbestimmungen zu halten und die Handwerker, seien sie noch so unbegabt, Winkel.-, Rund.- und Stabmaß richtig zu gebrauchen, so wird nichts mehr fehlschlagen.

Wenn man ein Menschenantlitz schnitzt, so schnitze man zunächst die Nase möglichst groß und die Augen möglichst klein. Eine große Nase kann man kleiner, aber eine kleine nicht größer machen. Kleine Augen wiederum kann man größer, zu große aber nicht kleiner machen.


Zu reden, ohne zu wissen, ist unklug. Zu wissen und zu schweigen, ist feige (unloyal).

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Huangbo Xiyun
Huangbo Xiyun (auch Huang-po Hsi-yün, chinesisch Huángbò Xīyùn, jap. Ōbaku Kiun) lebte bis † 850. Er war einer der größten chinesischen Chan-Meister und Lehrer von Linji Yixuan (jap. Rinzai Gigen) und somit auch Wegbereiter des chinesischen Linji-Chan und des japanischen Rinzai-Zen.
Schon in jungen Jahren verließ er seine Eltern und trat in ein Kloster auf dem Berg Huangbo ein, dessen Namen er annahm.              Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Huangbo_Xiyun

Der Geist kann nicht benutzt werden, um etwas vom Geist zu suchen.


Erleuchtung lässt sich nicht erlangen, und der sie findet, sagt nicht, dass er weiß.


Es gibt keine fromme Übung oder Handlung, die zu innerer Erfahrung führt.


Es gibt nur die eine Wirklichkeit, die nicht zu verwirklichen und nicht zu erlangen ist.


Gewöhnliche Menschen blicken auf ihre Umgebung, während Schüler des Weges auf das Bewusstsein blicken. Der wahre Dharma aber ist, dass man beides vergisst.


Mit den Gedanken entstehen alle Dinge. Mit den Gedanken verschwinden alle Dinge.

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Hung Ying-ming
Hung Ying-ming war ein chinesischer Weiser im 17. Jahrhundert. Er lebte als Einsiedler in den Bergen von Südost-China, in der Nähe des Yangtze. Autor von „Meister der Drei Möglichkeiten“, den drei Glaubensrichtungen in China: Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus.

Das Herz sei nicht ohne Wahrheit. Ist es voll Wahrheit, zieht nie mehr Begierde ein.


Der Edelmann, der sich als gut ausgibt, ist nicht besser als der Lump, der bewusst Böses tut. Der Edelmann, der der Ehre untreu wird, reicht nicht an den Lumpen hin, der sich freiwillig bessert.

Die Fülle der Singvögel und Blüten, die Tiefe des Gebirges und der Zauber der Täler: das sind gewiss die Illusorischen Seiten von Himmel und Erde. Das Austrocknen von Gewässern und Bäumen, das Auswaschen der Steine und das Abbröckeln der Felsen: nur darin wird der Welt wahres Selbst sichtbar.

Die Gebrechen des Alters zieht man sich alle in der Jugend zu. Die Nöte, die uns im Niedergang ereilen, wurzeln alle in der Zeit der Blüte. Daher fürchtet der Edle besonders Überfluss und Völligkeit.

Große Männer mit Scheu behandeln. So wird das Herz sich nicht gehen lassen. Die Niedrigen mit Scheu behandeln. So wirst du nicht als hochnäsig gelten.


Haarausfall, Zahnverlust, die zeitliche Form verwelkt. Vogelsang, blühende Blumen, wisse, das ist die Wahrheit deines eigentlichen Wesens.


Wühlt kein Wind Wellen über dem Herzensgrund auf, ist alles, was du siehst, blaue Berge und grüne Bäume. Sind die Dinge in deinem Inneren in Bewegung, siehst du überall Fische springen und Falken fliegen.
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Yoshida Kenkō
Yoshida Kenkō (eigentlich Urabe no Kaneyoshi) lebte von ca.*1283 in Kyōto bis um †1350 in der Provinz Iga, heutige Präfektur Mie und war ein japanischer Höfling, Dichter und buddhistischer Mönch.
Urabe no Kaneyoshi war Nachkomme des Vizeministers des Ministeriums für Zivilverwaltung, Urabe no Kaneaki in Kyōto. Kaneyoshi war zunächst Vizekommandant der Palastgarde zur Linken, gab aber nach dem Tod des Herrschers Go-Uda um 1324 sein Leben am Kaiserhof von Kyōto auf, um buddhistischer Priester der Tendai-Sekte zu werden und unter dem neuen Namen Yoshida Kenkō ein Leben als Mönch, jedoch nicht in allzu großer Zurückgezogenheit, zu führen. Er blieb dem Alltagsleben und der Dichtkunst verbunden und fand mit seinem poetischen Werk sogar Eingang in eine offizielle kaiserliche Lyrik-Anthologie.
Sein heute bekanntestes Werk ist die Prosa-Sammlung Tsurezuregusa (dt. „Betrachtungen aus der Stille“), welche um 1334–1339 entstand und um 1352 postum veröffentlicht wurde.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Yoshida_Kenk%C5%8D

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an, so erscheint der Himmel nicht anders als am Tage zuvor, aber doch ist einem seltsam frisch zumute.

Der Mond in den Herbstnächten ist unvergleichlich schön. Wie arm ist der Mensch, der da keine Unterschiede kennt und glaubt, dieses Gestirn sei zu allen Jahreszeiten gleich!

Die Jugend ist die Zeit, in der man sich selbst ruiniert... Das Alter übertrifft die Jugend zwar an Weisheit, die Jugend aber das Alter an Anmut.

Nichts spendet größeren Trost, als alleine, still für sich, im Lampenschein vor einem Buch zu sitzen und auf diese Weise Freundschaft mit Menschen aus längst vergangenen Tagen zu schließen.

Wie schmerzlich ist mir der Gedanke, dass all die Dinge, die man ständig um sich hat, einen unbekümmert überdauern, so als sei nichts geschehen.
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Kipa
Leibarzt des chinesischen gelben Kaisers um 2500 v. Chr.

Die Menschen ernähren sich schlecht, arbeiten zu viel und haben zu wenig Zeit für sich.
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Li Bai
Li Bai (Pinyin Lǐ Bái, auch Li Po, als Li Tai Po Ende des 19. Jahrhunderts in Europa bekannt geworden.) Er wurde 701 geboren und starb 762 und war der bedeutendste lyrische Dichter Chinas in der Tang-Zeit. Er war kurze Zeit Hofdichter in der Tang-Hauptstadt Chang'an. Lange Zeit war er auch als fahrender Geselle auf Wanderschaft durch China und traf zweimal Dù Fǔ, den zweiten berühmten Dichter der Tang-Zeit. Er soll seine Gedichte sehr schnell ohne eine Korrektur geschrieben und sehr gerne getrunken haben. Beim Versuch, in betrunkenem Zustand das Spiegelbild des Mondes aus einem Fluss zu retten, soll er einer Legende nach ertrunken sein. Andere sprechen von einer Quecksilbervergiftung infolge seiner alchemistischer Studien oder von einer Alkoholvergiftung wegen seiner Trunksucht.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Li_Bai

Die Welt ist voller kleiner Freuden, die Kunst besteht nur darin, sie zu sehen, ein Auge dafür zu haben.


Frohsinnige Menschen sind ideenreich.


Sich selbst zu ärgern, macht Spaß. Andere zu ärgern, macht glücklich.


Verflucht sei der Krieg, verflucht das Werk der Waffen.


Wer einen Sieg über sich selbst errungen hat, ist stark. Wer einen Sieg über sein Weib errungen hat, lügt.


Zwei Dinge, die sich gut vertragen. Wein trinken und die Laute schlagen.

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Liezi
Auch Liä Dsi, Lieh Tzu, Liä-Tse oder Meister Lie, um 450 v. Chr. chinesischer Philosoph der daoistischen Richtung. Er ist der Autor des Tschung Hü dschen ging (Das wahre Buch vom quellenden Urgrund, ins Deutsche übersetzt von Richard Wilhelm).
www.zeno.org/Philosophie/M/Liezi /Das+wahre+Buch+vom+quellenden+Urgrund

Alles wahrhaft Große auf Erden wächst aus etwas Geringem empor.


Der Tod ist die Rückkehr des Wesens. Die Alten nannten so die Verstorbenen: die Heimgegangenen
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Was ist, wie es ist, ohne dass man den Grund dafür erkennen könnte, dass es so ist, das ist Schicksal.
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Lin Yutang
Lin Yutang (10.10.1895 - 26.3.1976) war ein chinesischer Schriftsteller, Übersetzer, Sprachwissenschaftler und Erfinder der chinesischen Schreibmaschine. Er schrieb in Chinesisch und Englisch und übersetzte chinesischen Texte ins Englische.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Lin_Yutang


Neben der edlen Kunst, Dinge zu verrichten, gibt es die edle Kunst, Dinge unverrichtet zu lassen.
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Liu Xiang
Liu Xiang (auch Liú Xiàng, Liu Hsiang; mit dem Geburtsnamen Liu Gengsheng und dem Ehrennamen Zizheng) lebte von 77 v. Chr. (79 v. Chr.) bis 6 v. Chr. (8 v. Chr.) und war ein Autor und kaiserlicher Bibliothekar der Han-Dynastie in China. Er wurde in Xuzhou geboren und ihm wird die Verfasserschaft des Zhanguo Ce zugeschrieben, der „Gesammelten Strategeme der Streitenden Reiche“. Sein Sohn Liu Xin war ein berühmter Astronom. Er entwickelte das Astronomische System der dreifachen Übereinstimmung.                 Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liu_Xiang_%28Autor%29

Das Wort, das schon dem Mund entschlüpft, holt auch ein Viergespann nicht ein.

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Li Yu
Li Yu, auch bekannt als Li Liweng, war ein chinesischer Dramatiker, Romanautor und Verleger und lebte während der späten Ming und frühen Qing- Dynastie. Er wurde 1610 in Rugao, in der heutigen Jiangsu- Provinz geboren und starb 1680. Er reiste mit seiner eigenen Truppe, war Schriftsteller-Unternehmer und schrieb Klassiker der chinesischen erotischen Literatur.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Li_Yu_(author)

Beschreiben kann man nur das Fassliche, aber nicht das Vollkommene.

Charm ist im Menschen wie das Brennen beim Feuer, das Leuchten bei der Kerze, das Funkeln bei kostbaren Steinen, Gold und Silber. Es ist etwas Geistiges.

Die Kleider müssen zum Menschen passen, wie der Mensch zur Landschaft passen muss.

Die Wunder der Phantasie sind zehnmal schöner als die der Wirklichkeit, und darum werden nur sie durch die Jahrtausende erzählt, zehnmal mehr als wirkliche Geschichten. Und wer über Frauenschönheit sprechen will, muss immer in das Dunkel der Phantasie gehen.

Für die Bildung ist nichts zu groß, nichts zu klein. Sie ist der Polpunkt für alles, was man tun und was man lernen muss.

Für jedes Ding in der Welt gibt es einen Schlüssel, der es öffnet; und literarische Bildung ist der Schlüssel, der alles öffnet.

Hält bis tief in den Tag dich Schlummer umfangen, ist dein halbes Leben nutzlos vergangen.

Man muss immer daran denken, dass der, der Gesetze der Schönheit aufstellt, streng sein muss, aber der, der sie anwendet, milde.

Wer während eines Wortwechsels in Zorn gerät, streitet nicht mehr um der Wahrheit willen, sondern nur noch um seiner eigenen Eitelkeit willen.
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Lü Buwei
Auch Lǚ Bùwéi, Lü Bu We, Lü Bu-wei, Lü Puwei oder Lü Pu-wei.
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Lu Chiu-Yüan
Lu Chiu-Yüan (auch Lu Jiuyuan, Lu Xiangshan) lebte von 1139 bis 1193 und war ein chinesischer Gelehrter und Philosoph, der die Schule der universellen Geist gegründet, die zweite Neo- konfuzianischen Schule. Lu Philosophie des Geistes: Einheit des Geistes und der Wege. Die Einheit des Geistes bedeutet, dass der Geist der Menschlichkeit und der Geist des Way (Dao) ein und dasselbe sind.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Lu_Jiuyuan und http://biography.yourdictionary.com/lu-chiu-yuan

Das Universum ist nichts anderes als mein Verstand und mein Geist ist nichts anderes als das Universum

Die Selbsterkenntnis ist die Quelle allen Wissens.

Ein Mensch, dem nicht an jedem Tag eine Stunde gehört, ist kein Mensch.
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Lu Yu
Er wurde *733 in Jingling, Fuzhou (heute der Kreis Tianmen, Provinz Hubei) in China geboren und starb + 804 in China. Er war ein chinesischer Philosoph und Verfasser des chinesische Buches „Chajing“ „Das Buch vom Tee“. Es ist ein schmales Buch in zehn kurzen Kapiteln über den Tee aus dem Jahr 760 der Tang-Zeit. Es ist das berühmteste Buch über alle Aspekte des Tees in Ostasien. Es ist die erste dem Tee gewidmete Monographie und behandelt praktisch jeden Aspekt der über den Anbau, die Teeherstellung und der Teekultur.
Quellen: http://en.wikipedia.org/wiki/Lu_Yu
            http://www.china-guide.de/china/chinesische_teekultur/g.teeheilige_lu_yu.html

Man soll Tee an Frühlingsabenden in einem Bambushain trinken. Tee ist das Getränk der Weisen.
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Meng Kun-liu

Wenn du Abstand hältst, bist du den Dingen am nächsten. Nur so erkennst du, wie sie zueinander liegen und was wirklich wichtig ist.
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Mozi
Mozi (auch Mo-tsu, Mo-tse, Mòzi, Meister Mo, Mo Di, Mo Ti, Mo Te, Me-Ti, Mòdí oder Micius), lebte im späten 5. Jahrhundert v. Chr. (um 480-400 v. Chr.) in Nordchina und war Begründer und Namensgeber des Mohismus, einer Schule der chinesischen Philosophie. Der Mohismus ist eine am Wohlergehen des Volkes ausgerichtete Denkrichtung, hat aber im 2. Jahrhundert v. Chr. vollends an Bedeutung verloren. Im Gegensatz zu Konfuzius soll Mozi einen Teil seiner in großem Umfang erhaltenen Schriften selbst verfasst haben.
Quelle: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Mozi

Es gibt so viele Meinungen, wie es Menschen gibt.


Selten nur sterben ausgezeichnete Menschen nicht an dem, was sie auszeichnet.


Wenn Untertanen und Söhne ihren Fürsten und Vätern keine kindliche Pietät bezeugen, dann nennt man das Verwirrung. . . . Wenn selbst der Vater gegenüber seinem Sohn, der ältere gegenüber seinem jüngeren Bruder oder der Fürst gegenüber seinem Untertan keine liebevolle Gesinnung hegt, so ist dies auch ein Zustand, den man Unordnung im Reiche nennt. . . . . Und wenn die Würdenträger ihre Familien gegenseitig in Unordnung bringen und die Lehnsfürsten sich untereinander bekämpfen, dann ist es ebenso. . . . . Alle Fälle von Verwirrung im Reiche sind darin enthalten. Und untersucht man, worin sie ihren Grund haben, so ist es immer der Mangel an gegenseitiger Liebe.

Wer etwas verurteilt, muss etwas anderes haben, das er an seine Stelle setzen kann.
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Hua Mulan
Hua Mulan ist die Heldin eines alten chinesischen Volksgedichtes (sogenannte Yuefu), das wohl zwischen 420 und 589 nach Christus entstand und erst einige Jahrhunderte später in schriftlicher Form festgehalten wurde.
Sie ein Mädchen aus gutem Hause und soll im 5. Jahrhundert nach Christus, wahrscheinlich während der nördlichen Wei-Dynastie (386–534), gelebt und sich als Mann verkleidet haben, um an Stelle ihres Vaters in den Krieg zu ziehen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hua_Mulan

Den eigenen Weg zu gehen, erfordert den größten Mut.
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Sei Shōnagon
Sie lebte von ca. 966 bis um 1025 und war Schriftstellerin und Hofdame am japanischen Kaiserhof während der Heian-Zeit. Von 1001–1010 führte sie 10 Jahre lang ein Tagebuch unter dem Titel makura no sōshi (Skizzenbuch unter dem Kopfkissen, dt. Kopfkissenbuch), das zu den Klassikern der japanischen Literatur zählt.   Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sei_Sh%C5%8Dnagon 

Glücklich bin ich, wenn einer glücklich ist, den ich liebe.
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Shen Dao
Shen Dao (auch Shen Dào, Shen Tao, Schen Dse oder Shenzi ) lebte ca. 395-315 v. Chr. in der Zeit der Streitenden Reiche und war chinesische Philosoph von Zhao und Gelehrter an der Jixia-Akademie in Qi.

Als ich noch nicht geboren war, was wusste ich da von den Freuden des Lebens? Heute – da ich noch nicht tot bin, was weiß ich davon, ob es im Tod nicht auch Freuden gibt? Vermag mich also das Leben nicht mehr zu knechten, warum sollte dann die Aussicht auf Gewinn mein Herz noch bewegen! Vermag mich der Tod nicht mehr zu schrecken, was sollte mich dann Verlust noch ängstigen!

Dem Tag, der ohne Widrigkeit erging, folgt eine Nacht, von Träumen ungestört.

Der Schreiner, der vom Särgezimmern lebt, bedauert kaum, wenn andre sterben. Wo Vorteil lockt, versiegt die Scham.
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Shen Nung
(auch Shennong, Chen Nung, Tsching Nung) 2737? - 2697 v. Chr. chinesischer Kaiser, bekannt als „Sohn des Himmels“ Gelehrter und Kräuterkenner, entdeckte vor ca. 5000 Jahren den Tee. Der Wind wehte einige Blätter in sein heißes Wasser, welches sich danach grün färbte. Das Getränk erfrischte ihn und der Tee war entdeckt.

Tee weckt den guten Geist und die weisen Gedanken. Er erfrischt deinen Körper und beruhigt dein Gemüt, bist du niedergeschlagen, wird Tee dich ermutigen.
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Su Shi
(Er gab sich den Beinamen Su Dongpo oder Su Tung-p’o) 1036 - 1101 chinesischer Schriftsteller, Dichter, Künstler, Kalligraph und Staatsmann in der Song Dynystie. Er schrieb etwa 2.700 Gedichte und wichtiger Vertreter der Tuschemalerei.                 Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Su_Shi

Das Denken tut dem Menschen nicht gut, weil man dabei kaum bemerkt, dass man stetig etwas verliert.


Das Gedanken machen ist noch schlimmer als das Wünschen.
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Tien Yi-Heng
chinesischer Philosoph

Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst.
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Tsao Hsüe Kin
(auch Cáo Xuěqín, Zao Xue-jin, Tsau Hsüä-tjin und andere) *1715 bis †1764(?) Er war ein chinesischer Schriftsteller und Autor des chinesischen Romans „Der Traum der roten Kammer“. Er ist durch dieses einzige Werk bekannt geworden, welches zur Weltliteratur zählt. Er schrieb über 10 Jahre daran und hatte bei seinem Tod erst 80 von 100 geplanten Kapiteln fertig. Erst 1791 wurde es mit 120 Kapiteln veröffentlicht.                             Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cao_Xueqin

Dem Groll des Augenblicks entsagen erspart Verdruss von vielen Tagen.

Der Weise passt sich den Umständen an. Er trachtet nach gütlicher Lösung und vermeidet hässliche Konflikte.


Zehntausend Batzen von gelbem Erz sind leichter gewonnen als ein Herz.

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Tscheng I
Tscheng I lebte von 1033 bis 1107 und war chinesischer. Philosoph, Politiker und Mitbegründer des Neukonfuzianismus.

Beim Reden ist schätzenswert nicht die Zahl, sondern die Nützlichkeit der Worte.

Das Reichtum und Ehren dazu verleiten, hochmütig zu werden, ist sicher schlimm. Dass aber Gelehrsamkeit auch dazu verleiten kann, hochmütig zu werden, ist keineswegs weniger arg.

Wer lernen will, muss erst zweifeln können.

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Tseng-Kuang
auch Kuang-Tseng, Chinesischer  Philosoph

Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeiten haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.

Man ist ohne Geld geboren und kann es auch ins Grab nicht mitnehmen.

Man kann nicht hundert Jahre leben, aber Sorgen macht man sich für tausend.

Nur die Hälfte des Weges zurückzulegen und dann schwach zu werden, das ist das, was du am meisten fürchten sollst.

Über Vergangenes mach dir keine Sorgen, dem Kommenden wende dich zu.

Wer trinkt, soll auch richtig trinken, wer singt, soll auch kräftig singen.
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Wang Wei
Wang Wei (chinesisch Wáng Wéi) lebte vom um 700 bis um 760 und war ein chinesischer Dichter, Maler, Musiker und Staatsmann der Tang-Dynastie. 29 seiner Gedichte wurden in die klassische und weit verbreitete Anthologie Dreihundert Tang-Gedichte aufgenommen. Gleichfalls gilt Wang Wei als einer der größten Maler, Kalligraphen und Musiker seiner Zeit, diese Werke sind jedoch nicht überliefert. Er versuchte, die äußere Form der Dinge zu durchbrechen und die wahre Wirklichkeit, das Wesen der Dinge in seiner Kunst sichtbar zu machen. Aus dieser spirituellen Sicht der Dinge resultiert auch Wang Weis dichterische Eigenart, Subjekt und Objekt, Gefühl und Landschaft ineinanderfließen zu lassen und in ihrer Verwobenheit darzustellen. Das 'Reich jenseits der weißen Wolken', das des Öfteren bei ihm Erwähnung findet, stellt das Reich der Transzendenz dar, das erfahren aber nicht ausgesprochen werden kann.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wang_Wei

An jedem Fest denkt man doppelt an die Familie

(Wird von Chinesen gern zitiert, wenn sie an großen Feiertagen fern von ihren Familien sind. Wang Wei denkt am 9. Tag des chinesischen Monats an seine Brüder in der Heimat.)


Du fragst, ob sich das Leben lohnt, oh horch: Das Lied des Fischers überm Sand.

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Xunzi
Auch Hsün-Tse oder Hsün-Tzu. Xunzi lebte von ca. 298 v. Chr. bis um 220 v. Chr. und war ein chinesischer Philosoph um das Ende der streitenden Reiche. Xúnzĭ ist auch der Name seines Werkes.              Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Xunzi

Auch dem edlen Menschen ist die Tugend nicht angeboren. Wie alle anderen Menschen muss er sie erlernen.

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Yang Xiong
Yang Xiong (auch Yáng Xióng oder Yang Hsiung) lebte von 53 v. Chr. bis 18 n. Chr. und war ein chinesischer Philosoph und Dichter der Han-Zeit.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Yang_Xiong

Durch Klugheit versteht sich der Mensch darauf, Unbrauchbares brauchbar und Wertloses wertvoll zu machen. So gibt es für ihn eigentlich nichts mehr, das überflüssig oder nachteilig wäre.


Des Menschen Wesen ist eine Mischung aus Gut und Böse. Wer das Gute in sich vervollkommnet, wird ein guter Mensch, wer das Böse in sich vervollkommnet, ein böser Mensch sein. Die Seelenkraft im Menschen, ist sie nicht das Pferd, auf dem er dem Guten oder Bösen entgegenreitet?

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Zhuāngzǐ
Chuang-tzu, Tschuang-tse, Dschuang Dsi bedeutet „Meister Zhuang“. Sein persönlicher Name war Zhuāngzhōu. * um 365 v. Chr.; † 290 v. Chr.) Zhuangzi war ein chinesischer Dichter und Philosoph des Taoismus.

Nach Zhuang Zhou wird das zu Teilen von ihm verfasste Werk „Zhuangzi“ bezeichnet. Es bekam im Zuge der Verehrung Zhuang Zhous als daoistischen Heiligen im Jahre 742 unter Kaiser Xuanzong den Ehrentitel „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zhuangzi

Damit ich gut sterben kann, muss ich gut leben.


Das Dasein der Dinge gleicht einem galoppierenden Pferd: Mit jeder Bewegung ändert es sich; jeden Augenblick wird es verwandelt.


Das größte Wort spricht, wer abtut das Wort! Die größte Tat vollbringt, wer abtut die Tat.


Der Berufene sucht auch Dinge, die sich erzwingen lassen, nicht zu erzwingen, darum bleibt er frei von Aufregung. Die Menschen der Masse suchen Dinge, die sich nicht erzwingen lassen, zu erzwingen, darum sind sie fortwährend in Aufregung. Weil sie ihrer Aufregung freien lauf lassen, so haben sie immer etwas zu machen und zu erstreben. Die Aufgeregtheit aber richtet auf die Dauer zugrunde.


Der vollkommen Weise benutzt sein Bewusstsein wie einen Spiegel: er läuft den Dingen nicht nach, er heißt sie nicht willkommen, er antwortet, aber er hält nicht fest. So kann er die Welt überwinden und kommt selbst nicht zu Schaden.


Der Weise umfängt alle Dinge. Gewöhnliche Menschen unterscheiden zwischen den Dingen und bilden sich auch noch etwas darauf ein. Deshalb sage ich: Wer unterscheidet, der sieht nicht.


Der Wert eines Abkommens beruht auf seiner Dauer.


Dschu Ping Mau gab sein ganzes Vermögen dafür hin, von Meister Dschi Li Yi das Drachentöten zu erlernen. Nach drei Jahren war er in dieser Kunst bewandert, doch gab es nirgends eine Gelegenheit, seine Geschicklichkeit zu zeigen.


Ein Weg entsteht, indem man ihn geht.


Ein Weg wird erst dann ein Weg, wenn einer ihn geht.

Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.

Heutzutage verlieren die Leute ihre Freude, wenn das Vorübergehende sie verlässt. Darum sind sie mitten in ihrer Freude stets in Unruhe. Die also ihr Selbst verlieren an die Außenwelt, ihr Wesen preisgeben an die anderen, das sind verkehrte Leute.

Im Leben ohne Rang, im Tode ohne Titel, nicht sammelnd irdische Güter, nicht sammelnd irdischen Ruhm: So sind die ganz Großen.

Ist das Auge vollkommen, dann sieht es klar. Ist das Ohr vollkommen, dann hört es deutlich. Ist die Nase vollkommen, dann verspürt sie den feinsten Geruch. Ist der Mund vollkommen, dann empfindet er jeden Geschmack. Ist das Herz vollkommen, dann erfasst es das höchste Wissen. Ist das Wissen vollkommen, dann erreicht es die höchste Menschlichkeit.


Jede Fähigkeit kommt dadurch in Gefahr, dass man Sie zu übertreiben sucht.


Man soll nicht den Geist von gestern benutzen, um die Ereignisse von heute zu verstehen.

Nicht nur der Körper kann blind und taub werden, sondern auch der Geist.

Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als derjenige, der alle Antworten weiß.


Ruhe bringt Gleichgewicht und Leichtigkeit.


Sagt nicht, dass die Toten tot sind. Etwas von ihrem Wesen lebt weiter in ihren Nachkommen.

So kommt das Auge durch Scharfsichtigkeit in Gefahr, das Ohr kommt durch Feinhörigkeit in Gefahr, die Seele kommt durch Begierden in Gefahr. Jede Fähigkeit kommt dadurch in Gefahr, dass man sie zu übertreiben sucht.

Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling und das Gras wächst von allein.


Unser Leben ist endlich. Das Wissen ist unendlich. Mit dem Endlichen etwas Unendlichem nachzugehen, ist gefährlich. Darum bringt man sich nur in Gefahr, wenn man sein Selbst einsetzt, um die Erkenntnis zu erreichen.


Wenn das Innen verkümmert und das Außen glänzende Formen annimmt, was nützen die Gesetze?

Wenn die Schuhe recht sind, vergisst man die Füße. Wenn das Herz recht ist, gibt es kein Für und Wider.

Wenn Wissen und Gelassenheit sich gegenseitig ergänzen, entstehen Harmonie und Ordnung.


Wer beaufsichtigt es? Wer erhält es? Wer setzt es in Bewegung, ohne selbst zu handeln?


Wer sein Wissen angleichen will dem Wissen anderer, dringt nie in die Tiefe und ist verdammt zur Seichtheit.


Wer sich an seine fest geprägten Gefühle hält und sich danach richtet, der ist mit sich immer im Reinen. Was braucht der sich auf andere Erkenntnisse zu verlassen?


Willst du für ein Jahr vorausplanen, so baue Reis. Willst du für ein Jahrzehnt vorausplanen, so pflanze Bäume. Willst du für ein Jahrhundert planen, so lehre Menschen.


Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit.
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Zhu Xi
Zhu Xi (auch Chu Hsi) lebte von* 1130 bis † 1200 und war der bedeutendste Neokonfuzianer Chinas. Er lehrte während der Song-Dynastie an der berühmten Akademie der Weißen Hirsch-Grotte und war Lehrer und Berater des Song-Kaisers. Er gründete mehr als 50 private höhere Lehranstalten und bildete als Privatlehrer einige Tausend Schüler heran. Außerdem schrieb Zhu Xi mehr als 70 Werke. Kurz vor seinem Tod korrigierte er seine Anmerkungen zum Buch „Das Große Lernen“, das bis ins 20. Jahrhundert als Standard für die Beamtenprüfung diente. Zhu Xi fügte „Das Große Lernen“ zusammen mit den Gesprächen des Konfuzius, dem Buch Mitte und Maß und dem Buch von Mencius zu den sogenannten Vier Büchern zusammen.
Das Life Magazin setzte ihn unter den hundert wichtigsten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrtausends auf den 45. Platz.                     Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zhu_Xi

Alle Dinge haben ihre Wurzeln und ihre Zweige, alle Taten einen Anfang und ein Ende. Wenn man weiß, was zuerst und was zuletzt kommt, ist man dem Ziel nah.

Den Menschen vernachlässigen und über die Natur grübeln heißt, den Sinn des Alls nicht verstehen.

Der Herrscher kann mit dem Boot und das Volk mit dem Wasser verglichen werden. Das Wasser kann das Boot tragen, aber es kann auch das Boot umkippen.

Der Mensch, der sich nicht seine Arbeit vollkommen widmet, wird nicht die großen Erfolge erzielen.

Der Mensch ist von Natur aus böse, wenn er dennoch gut ist, so ist dies die Frucht der Kultur.

Was ist es, das den Staat schädigt? Wenn Gemeine das Volk regieren und Macht besitzen.

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