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Sprichworte aus Ruanda
Flagge von Ruanda
Siegel von Ruanda
Flagge von Ruanda
Siegel von Ruanda
Ruanda ist ein dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika zwischen Burundi, der Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania. Wegen seiner hügeligen Landschaft wird Ruanda auch „Land der tausend Hügel“ genannt. In Ruanda befindet sich die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen dem Nil und dem Kongo. Ruanda hat eine Fläche von 26.338 km² und über 12.340.000 (2014). Mit einer Bevölkerungsdichte von 468 Einwohner pro km² ist Ruanda damit das am dichtesten besiedelte Land Afrikas. Der Name Rwanda leitet sich vom altruandischen Verb kwanda ab und bedeutet vergrößern, ausdehnen - Rwanda = das wachsende Land (deutsch: Ruanda).
Trotz Kolonialzeit mit Wechsel der Oberhoheit wegen des 1. Weltkriegs von Deutschland zu Belgien bestand innerhalb der Kolonie das im 14. Jahrhundert gegründete Königreich Banyarwanda (bekannt als Königreich Ruanda) weiter. In einem Volksentscheid über die Monarchie entschied sich 1961 die Mehrheit für die Umwandlung Ruandas in eine Republik. Am 1. Juli 1962 wurde Ruanda als Republik von Belgien unabhängig.

Wahlspruch von Ruanda:  Einheit, Arbeit, Patriotismus

   Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Ruanda

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An eine böse Ziege bindest du deine nicht an.

Anstatt dich selbst zu loben, solltest von Gott gelobt werden.

Arbeit ist gut, solange du nicht vergisst, zu leben.

Das Herz eines Mannes ist ein Sack, der nicht für alle offen steht.
Das Herz eines Mannes ist kein Sack, der offen für alle ist.

Das Schicksal von zwei Fingern ist, zusammenzuleben.
(Der Mensch ist kein Lebewesen, das alleine leben kann. Menschen können nur mit anderen zusammenleben. Die anderen können auch weiter entfernt sein, aber ohne ander geht’s nicht.)

Das umfangreichste Land ist der menschliche Bauch.

Das Verbrechen des anderen schreit.

Das, was du liebst, ist besser als das, was du besitzt.

Dem Busch, in dem die Armen nach Holz suchen, fehlt es nicht an Dornen.

Dem Schmied erzählt man nicht dasselbe wie seiner Frau.

Der Älteste und sein Vater sind im gleichen Alter.

Der Arme misst seinen Stock nach seiner Größe.
(Gleiche Bedeutung wie die deutschen Sprichwörter: Ein Armer muss sich nach seiner Decke strecken. oder Jeder strecke sich nach seiner Decke.)

Der Baum fällt immer zum Abhang, zu dem er sich neigt.

Der Dieb ist derjenige, der auf frischer Tat ertappt wird.

Der Dünger der Freundschaft ist aus Worten gemacht.
(Freundschaft kann nur ohne Gewalt entstehen und sie muss regelmäßig gepflegt und erneuert werden.)

Der Feind bereitet ein Grab, aber Gott bereitet dir einen Weg zur Flucht.
(Ähnliches Sprichwort auch in Burundi. Im Hinterhof befindet sich im Zaun um das Haus oder im Kral meist eine niedrige und schmale Öffnung. Dadurch ist ein Unbemerktes hinein- und hinausgehen möglich oder es dient als Notausgang, von vom Haupteingang Gefahr droht.)

Der kleine König des Menschen ist sein Herz.

Der reiche Mann tanzt nie schlecht.

Der Tod hält sich in Bereitschaft für diejenigen, die lachen.
(Über den Tod sollte man nicht lachen, schon gar nicht auslachen.)

Der Töpfer isst aus einer zerbrochenen Schale.
(Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.)

Der Weg warnt den Reisenden nicht

Des anderen Bauch schreit und niemand hört es.
(Das bedeutet, die Leiden eines anderen kann man meist nicht vollständig verstehen oder nachvollziehen.)

Die Augen heben sich nicht, andere zu begrüßen.
(Das bedeutet, auch wenn man den anderen ansieht und der es als Begrüßung ansieht, kann es ganz anders gemeint sein. Ein freundlicher Blick kann auch nur geheuchelt sein, weil man dem anderen unerkannt etwas Schlechtes wünscht.)

Die Dämmerung bedeutet schon Morgen.
(Vergleichbare Bedeutung wie die deutschen Sprichwörter: Heut und morgen ist auch ein Tag. oder Morgen ist auch noch ein Tag.)

Die Dummheit kitzelt ihren Besitzer, und der lacht.

Die Geduld eines jungen Mädchens bringt den Eltern Freude; und am Ende eine Feier.
(Sprichwort auch in Burundi. Traditionell heiraten die Mädchen unberührt, was für konservative Eltern eine Freude bedeutet, die mit der Hochzeitsfeier gekrönt wird.)

Diejenigen, die den Reichtum haben, sind diejenigen, die gierig sind.
(Sprichwort auch in Burundi. Das bedeutet, wer viel hat will meist noch mehr.)

Die Kuh, die weiden will, fängt bei der Einfriedung an.

Die Schärfe (Schläue) der Zunge besiegt die Schärfe der Krieger.
(Das bedeutet, Diplomatie und Verhandlungen können oft mehr ausrichten als rohe Gewalt und Krieg.)

Die Schlange sagte: „Ich klettere auf einen Baum und ich habe keine Arme.“

Die Schnecke ist sich der Sauberkeit voraus bewusst, niemals bleibt der Schmutz zurück.
(Das bedeutet, man kann nichts von anderen verlangen, was man selbst nicht tut.)

Die Straße bietet keine Informationen für den Reisenden.

Die Tränen des Mannes fließen nach innen.

Die von Gott geschützte Pflanze wird nie vom Wind verletzt.

Die wilde Katze denkt nicht an den Ort, wo sie die Hühner gestohlen hat.

Du kannst dem entkommen, was hinter dir herläuft, aber nicht dem, was in dir läuft.

Du kannst den Jungen aus dem Land nehmen, aber du kannst das Land nicht aus dem Jungen nehmen.

Du kannst ein Pferd zum Wasser bringen, aber du kannst es nicht trinken lassen.

Du kannst nicht vergeben, wenn du vergisst.
(Das bedeutet, wenn etwas vergessen oder totgeschwiegen wird, ist es nicht möglich, den Tätern oder Schuldigen zu vergeben. Man muss darüber Reden, um darüber hinwegzukommen und um ohne die Belastungen der Vergangenheit weiter zu kommen oder neu zu beginnen.)

Du kennst nie den Namen desjenigen, der den Spaten machen wird, der dich rächen wird.
(Das bedeutet, die Zukunft ist immer ungewiss und unsicher.)

Du stellst die Falle, wenn die Ratte gegangen ist.
(Das bedeutet, man macht etwas zu spät, wenn die Frist abgelaufen ist und es keinen Sinn mehr macht.)

Du wäschst deinen Nächsten, ohne dass er davon sauber wird.

Du weigerst dich zu laufen und dann fällst du beim Gehen.
(Das bedeutet, auch bei scheinbar ungefährlichen Tätigkeiten kann man Pech haben, überall besteht ein Risiko.)

Ein bösartiges Wort verrottet nicht.

Eine Wolke mildert die Sonne.

Ein Mädchen wird nur einmal schwanger.

Ein Name ist kein Mann.
(Gleiche Bedeutung wie in Deutschland das sprichwörtliche Zitat aus Faust I, von Johann Wolfgang von Goethe (1808). In Marthens Garten sagt Faust zu Margarete:
„Ich habe keinen Namen; Dafür! Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, Umnebelnd Himmelsglut.“
Name (der kann auch falsch sein) oder Herkunft sagen nichts darüber, ob es ein guter oder schlechter Mensch ist. Das erkennt man auch nicht an seinen Worten, das sieht man nur an den Taten.)

Ein Sprichwort kommt nie wie aus dem Nichts.

Enden und Anfänge sind identisch.
(Es gibt kein Ende oder Anfang, es gibt nur den ewigen Kreislauf, alles wiederholt sich irgendwann.)

Es gibt keinen Ort, wo Frieden in der Nacht herrscht.

Es stirbt, wer geboren ist.
(Der Tod ist den Menschen mit der Geburt schon vorbestimmt.)

Fremde Rettung kommt, wenn der Regen vorbei ist.
Hilfe aus dem Ausland kommt immer, wenn der Regen aufgehört hat.
Gesetze sind schwerer als Steine.
(Das bedeutet, es ist sehr schwierig, für alle gerechte Gesetze zu schaffen. Wenn sie einfach sind, sind sie für einige nicht gerecht, wenn sie lang und kompliziert sind, werden sie nicht immer verstanden und als ungerecht empfunden.)

Gott geht über jeden Schild.

Gott übt Rache in der Stille.
(Sprichwort auch in Burundi und Togo)

Häuser können die ganze Nacht brennen (Es kann die ganze Nacht brennen), es geht immer morgens aus.
(Das bedeutet, Konflikte und Streitigkeiten können nicht immer andauern, irgendwann sind sie vorbei.)

Hennen halten Ruhe, wenn der Hahn dabei ist.

Im Gericht der Vögel gewinnt eine Kakerlake nie ihren Fall.
In einem Gericht von Hühnern gewinnt eine Kakerlake nie ihren Fall.
(Sprichwort auch in Burundi. Ein einzelner unterliegt meist der Mehrheit, besonders dann, wenn die Umgebung und Situation gegen den Einzelnen ist. Dieses Sprichwort thematisiert die Ungerechtigkeit und das Unsoziale in Politik, Wirtschaft oder in der Nachbarschaft, wo keiner auf Privilegien oder Vorteile zugunsten von Minderheiten verzichten will. Dies besonders, wenn der andere sich scheinbar nicht wehren kann.)

In einem Fiedlerhaus sind alle Tänzer.

In jemand anderes Haus, lass deine Mängel vor der Tür.

Jeder Hügel ist eine Begräbnisstätte.

Jedes gackernde Huhn war zuerst ein Ei.

Klugheit ist besser als Reichtum.

Langsam, langsam ist der beste Schritt.
(Ähnliche Bedeutung wie die deutschen Sprichwörter: Langsam, aber sicher. und Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.)

Man hält nie den Tod.
(Der Tod kommt immer unerwartet.)

Man lebt durch den Tag, man geht nie Schritte über den Tag hinaus.
(Man lebt nur in der Gegenwart, die Zukunft ist noch nicht und die Vergangenheit ist nicht mehr.)

Menschen, die einander helfen, können einen Elefanten ins Haus bringen.

Morgige Dinge werden von denen erzählt, die morgen kommen.
(Die heutigen Menschen leben heute in der Gegenwart und handeln heute. Was die Zukunft bringt, kann man nur raten, damit werden sich die Menschen, die nachkommen beschäftigen, nicht die heutigen.)

Nach dem Takt, den man trommelt, wird auch getanzt.

Niemand fürchtet die Nacht; man fürchtet, was aus ihr heraustritt.
(Das bedeutet, man fürchtet nicht das Unbekannte, sondern das, was das Unbekannte bringt.)

Niemand hasst sich selbst mehr, als der, der andere hasst.

Niemand weiß, in welche Richtung die Hörner eines Kalbs wachsen.

Nur Gott erschafft, der Mensch erzieht nur.

Ringer, die einander lieben, zeigen dem anderen, wo die Löcher sind.
(Auch wenn man miteinander konkurriert und im Wettstreit ist, kann man den anderen anerkennen und respektieren. Man kann andere auch unterstützen, ohne das es einem selbst schadet.)

Schwangerschaft und Feuer können nicht geheim gehalten werden.

Über den letzten Grund der Weisheit denkt man im Alter nach.

Um dem Donner zu entkommen, sprich darüber.
(Über eine Gefahr kann nur gesprochen werden, wenn sie vorbei ist. Das bedeutet, wenn man darüber spricht, ist sie vorüber.)

Vom Wort eines Älteren wird ein Knochen abgeleitet.
(Sprichwort auch in Burundi. Afrikaner haben traditionell Respekt und Ehrfurcht vor den Älteren. Er ist in einer übergeordneten Behörde und hat Verantwortung oder es ist jemand mit Fachwissen in einem Bereich. Ein älterer stellt gesammelte Erfahrung und Praxis, so dass dieser den Weg ebnet, Lehre und Führung übernimmt. Die Worte eines Älteren sind als hörenswert und lesenswert anerkannt und kostbar. Älterer oder Elder bedeutet, Person von Bedeutung.)

Von einem kleinen Bananenbaum ist es leicht, ein Blatt abzuschneiden.

Was die Spitze des Hügels erreicht, kann nicht zurückgerufen werden.
(Was einmal gesagt wurde, kann man nicht mehr zurückholen. Egal, welche Konsequenzen eine Rede hat, die anderen haben es gehört und werden es nicht vergessen.)

Was die Tochter im Rock juckt, juckt auch bei ihre Mutter.

Was du deinem Freund nicht gibst, gibst du ihm auch nicht als Erbe.
(Vergleichbare deutsche Sprichwörter mit ähnlicher Bedeutung: Versprechen ist eins und Halten ein anderes. und Viel versprechen, wenig halten, lässt die Freundschaft bald erkalten.)

Was du deiner Stiefmutter wünschst, kommt zu deiner Mutter zurück.
(Vergleichbare Bedeutung wie das deutsche Sprichwort: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.)

Wenn das Kind fällt, weint die Mutter, wenn die Mutter fällt, lacht das Kind.

Wenn dein Bart erscheint, verschwindet die Kindheit.
Wenn dir ein Bart sprießt, ist deine Kindheit vorbei.

Wenn dein Bruder sich die Füße verbrennt, nimmst du deine vom Feuer.

Wenn der Leopard weg ist, werden seine Jungen gefressen.

Wenn du einen Hund schüttelst, schüttelst du seinen Besitzer.
Wer einen Hund schlägt, meint seinen Herrn.

Wenn du ein Haus baust und ein Nagel bricht, hörst du auf zu bauen, oder wechselst du den Nagel?
Wenn du etwas baust und ein Nagel bricht, solltest du aufhören es fertig zu bauen, oder solltest du den Nagel tauschen?
(Sprichwort auch in Burundi. Das bedeutet, ein Missgeschick kann einen auf den Weg zum Ziel nicht aufhalten. Es könnte auch bedeuten, das man den Plan etwas ändern muss, um sein Ziel zu erreichen. In jedem Fall bedeutet es nicht, das man nicht zum Ziel gelangt.)

Wenn du nicht gelitten hast, kannst du nichts beschützen.

Wenn man in Frieden lebt, dient das Messer als Rasiermesser.

Wenn sich dein Mund in einem Messer verwandelt, wird es deine Lippen abschneiden.
(Das bedeutet, wenn man Schlechtes oder Nachteiliges von anderen sagt, wird es sich am Ende doch gegen einen selbst wenden. Wenn man versucht, andere zu verleumden oder durch Gerüchte zu schaden, hat man meist zum Schluss selbst das nachsehen und den Schaden. Es wird ein Schnitt ins eigene Fleisch.)

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, gibt es ein Sprichwort, das dazu passt.
(Sprichwort auch in Burundi.)

Wer allein gereist ist, kann sagen, was er mag.

Wer Bettwäsche findet, strebt nach einem Bettkameraden.
(Das bedeutet, die meisten sind nie zufrieden mit dem, was sie haben. Sobald ein Wunsch erfüllt ist, wird mehr oder zusätzlich etwas weiteres oder anderes gewünscht.)

Wer das rohe Fleisch teilt, teilt nicht die Brühe.

Wer ein Kleid trägt, weigert sich nicht, ein anderes dazuzunehmen.

Wer es eilig hat, vergisst, was er suchte.

Wer keine Kinder gebar, hinterlässt ein Sprichwort.
(Das bedeutet, Familie ist nicht alles, man kann auch etwas anderes der Nachwelt hinterlassen.)

Wer mehr Mitgefühl als die Mutter zeigt, versucht das Kind zu essen.
(Keiner kann mehr Gefühle für ein Kind empfinden, als die eigene Mutter. Wenn jemand anderes das vorgibt, hat er wahrscheinlich heimliche Hintergedanken oder Absichten.)

Wer nicht bestohlen wurde, richtet keine Bewachung ein.

Wer nicht für die Vögel anbauen will, riskiert, an Hunger zu sterben.

Wer seinen Feind anlächelt, versteckt nie seine Zähne.

Wer weit ist, macht sich seinen Kummer an der Spitze des Hügels klar.

Wer zu stark ist, zerreißt den Strick.

Wir müssen zwei Mühlsteine schärfen, um Korn zu mahlen.

Wo der Bart erscheint, verschwindet die Kindheit.

Zu langes Warten erzeugt Hagel.

Zwei Männer leben nicht zusammen im selben Haus.