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Sprichworte aus Nigeria
Flagge Nigeria
Wappen Nigeria
                           Flagge von Nigeria                                            Wappen von Nigeria

Nigeria ist ein Bundesstaat in Westafrika, der an Benin, Niger, Tschad, Kamerun und den Atlantik grenzt. Es ist mit 152.217.341 (Juli 2010) Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas.

In vorkolonialer Zeit existierten auf dem Gebiet des heutigen Nigeria verschiedene Staaten, wie z. B. die Yoruba-Königreiche Oyo und Ife im Süden, das Königreich Benin im Südwesten, das Kalifat von Sokoto im Nordwesten und die Emirate der Hausa im Norden. Von 1861 bis zur Unabhängigkeit am 1.10.1960 war Nigeria eine Kolonie Großbritanniens. Seitdem wechselten sich mehrere Demokratien und Militärdiktaturen gegenseitig ab.

Es ist ein Land mit großer kultureller Vielfalt: Im ganzen Land werden 514 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen. Außer dem Christentum und dem Islam gibt es zahlreiche westafrikanische Religionen. Die größten und politisch einflussreichsten Völker in Nigeria sind die in Norden lebenden Haussa und Fulbe, die zusammen 29 Prozent der Bevölkerung ausmachen und zur Gruppe Haussa-Fulani zusammengefasst werden, die Yoruba mit 21 Prozent in Südwesten und die Ibo mit 18 Prozent im Süden. Hinzu kommen etwa 400 zum Teil sehr kleine ethnische Minderheiten, unter ihnen die Ijaw (10 %) im Süden, die Kanuri (4 %) im Nordosten, die Ibibio (3,5 %) im Südosten und die Tiv (2,5 %) im Osten, sowie zahlreiche kleinere Völker wie die Umon.

Wahlspruch von Nigeria: 
„Unity and Faith, Peace and Progress“
               auf deutsch: „Einheit und Glaube, Friede und Fortschritt“

   Quelle: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria
              http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Nigerias

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Anderer Menschen Weisheit verhindert, dass der König ein Narr genannt wird.
Die Weisheit anderer bewahrt den Häuptling davor, dass man ihn einen Narren nennt.


Arbeiter schwitzen in der Sonne, und die Restaurantgäste sitzen im Schatten.

Auch Kinder einer Mutter sind nicht immer einer Meinung.

Auch kleine Mäuse graben Gruben.

Auch wenn eine Rasierklinge schärfer ist als eine Axt, kann man mit ihr keine Bäume fällen.

Auf leeren Eimern kann man am lautesten trommeln.

Aufschub verdirbt die Dinge nicht, sondern macht sie besser.

Aus dem Mund eines Kindes spricht seine Familie.

Aus Jungen werden Männer; aus Mädchen werden Bräute.

Bitter und süß gehen zusammen spazieren.


Das Auge kann das Ohr nicht sehen.

Das Böse ist ein Hügel: Jedermann steigt auf seinen eigenen und zeigt auf einen anderen.

Das Gras hat Ohren.

Das Pferd verweigert niemals einen Galopp zum Hause.

Das Schaf, das mit den Hunden zieht, wird deren Abfälle fressen.

Das ungehorsame Huhn gehorcht in einem Topf Suppe.
(Sprichwort auch in Benin)

Das, was heute vernünftig ist, ist zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht unvernünftig.

Dem Tod gehört das Haus - er ist kein Fremder, aber an dem Tage, an dem er kommt, ist er einer.

Der alte Mann läuft vor dem Tode fort, aber das Kind steht und schaut ihn sich an.

Der Blinde weiß erst, dass du ihn gesehen hast, wenn du ihn auf den Kopf haust.

Der Bogen bricht und wird ein Spazierstock, die Hacke nutzt sich ab, und nur der Griff bleibt übrig.

Der Doktor wird nie getötet, weil der Patient stirbt.

Der einzige Schutz gegen das Feuer besteht darin, zwei Häuser zu haben.

Der Faule sieht das religiöse Fasten als Arbeit an.

Der Fisch stirbt, wenn ihn der Fluss verschmäht.

Der Fluss mag austrocknen, aber das Bett behält seinen Namen.

Der Frosch springt während des Tages nicht ohne Grund.

Der Furchtsame hat keine Freude an der Welt.

Der Gast, der am Morgen kam, heißt den, der am Abend kommt, willkommen.
(Wenn man nur lange genug in einem fremden Haus ist, tut man so, als wäre man der Hausherr.)

Der Jäger reibt sich nicht selbst mit Öl ein und liegt neben dem Feuer, um zu schlafen.

Der Krebs liebt das Wasser, aber nicht, wenn es kocht.

Der Mann, der keine Frau mit anderen Bewunderern heiratet, heiratet überhaupt keine Frau.

Der Mensch ist die beste Medizin des Menschen.

Der Mund, der Pfeffer isst, ist der, den der Pfeffer beeinflusst.

Der Regen fällt nicht nur auf ein einziges Dach.

Der Schwanz eines Kamels baumelt hoch über dem Boden.

Die einbeinige Grille beginnt bereits am Abend, ihr Loch zu graben.
(Schwache oder Menschen mit Behinderungen benötigen mehr Zeit und Aufwand, um das Gleiche, wie die „Normalen“ zu erreichen.)

Die Erde ist die Mutter aller.

Die Frau ist listiger als ein König.


Die Hand des jungen erreicht nicht das hohe Regal, die des Ältesten nicht in den Kürbis.

Die Handfläche betrügt einen nicht.

(Was man hat, das hat man und was man in der Hand hält, hält man fest.)

Die Kalebasse des freundlichen Menschen bricht nicht.

Die Küchenschabe (Kakerlake) kann wunderschön singen und tanzen, aber die Henne hindert sie daran, ihre Kunststücke auch tagsüber vorzuführen.

(Singende Kakerlaken gehören in die Welt der Märchen, genauso wie aufrecht gehende Ameisen oder Spinnen, die Gericht halten. Viele einfache Menschen können singen oder tanzen oder haben andere Talente. Sie werden von der Masse nicht beachtet, weil sie den anderen zu unbedeutend erscheinen. Manche Menschen werden auch gezielt benachteiligt und unterdrückt von scheinbar größeren oder mächtigeren Menschen. Die sind mit dem Sprichwort gemeint, weil sie ihre Talente nicht sichtbar für alle zeigen dürfen, nur heimlich, wenn es keiner sieht.)

Die Leute meinen, dass die Armen nicht so weise sind wie die Reichen, denn wenn einer weise ist, warum ist er dann arm?

Die obere Hand ist besser als die untere.
(Die obere Hand gibt etwas in die aufgehaltene unter Hand. Deutsches Sprichwort mit der gleichen Bedeutung: Geben ist seliger denn Nehmen.)

Die Schildkröte atmet, nur ihre Schale verhindert, dass wir es sehen.
(Was arme und unbedeutende Menschen tun und denken interessiert und bemerkt gewöhnlich niemand.)

Die Stärke des Leoparden besteht in der Furcht vor dem Leoparden.

Die Termite, die sich beim Fliege überschätzt endet als Krötenfutter.

Die Tränen der Waisen rinnen im Inneren.
(Auch ein Mafa Sprichwort in Kamerun und Nigeria)

Die Zähne, die lächeln, können auch beißen.

Dornen und Füße vertragen sich nicht.

Du kannst deine Hand nicht benutzen, um die Sonne zu zwingen, unterzugehen.

Du weißt, wen du liebst, aber du kannst nicht wissen, wer dich liebt.

Egal, wie dunkel es ist, die Hand kennt immer den Weg zum Mund.

Egal, wie groß eine Frau ist, es ist der Mann, der ihr Halt gibt.

Eidechsen können nicht ins Haus kommen, wenn die Wände keine Risse haben.
(Einer Familie kann man nichts anhaben, wenn der Zusammenhalt untereinander funktioniert.)

Ein Ältester, der viele Sprichwörter kennt, kann jeden Streit schlichten.

Ein Baum macht noch keinen Wald.

Eine Frau versteht sich auf 99 Tücken, aber selbst der Teufel hat noch nicht die Hundertste entdeckt.

Eine Henne fliegt nicht über ihren Stallzaun.

Ein Einäugiger wird Gott erst in dem Moment danken, da er einem Blinden begegnet.

Eine Kröte sollte ihr Essen nicht auf hohen Bäumen suchen.

Einen wahren Freund muss man mit beiden Händen festhalten.

Eine reife Melone fällt von allein herab.

Einer schwanzlosen Kuh treibt Gott selbst die Fliegen weg.

Eine Ziege kann den Schwanz einer anderen Ziege nicht tragen.

Ein großer Kopf ist eine schwere Last.
(Sprichwort auch auf den Kapverdischen Inseln)

Ein guter Tag für den Adler ist ein schlechter Tag für das Huhn.


Ein Hahn, der zu Besuch ist, kräht nicht.

Ein hässlicher Mensch mit gutem Charakter ist schön; ohne Charakter ist ein schöner Mensch hässlich.

Ein Leopard kann einen Bären zum Sohn haben.

Ein Mann, der den Boden eines Suppentellers mit einem Foo Foo Ball berührt, sucht nicht mehr nach Suppe.
(Foo-Foo ist eine art Knödel aus Yams, Süßkartoffeln, Tannia (malanga), Eddoes (Taro), Cassava (Yucca) oder anderem Knollenartigem tropischen Gemüse, welches in der Erde wächst. Es wird gekocht, geschlagen oder püriert und dann zu Kugeln geformt. Foo-Foo stammt aus Afrika und wurde mit dem Sklavenhandel in die karibische Küche gebracht. Wenn der Foo Foo Ball schon auf dem Grund des Tellers liegt, ist die Suppe so gut wie alle. Das bedeutet, es lohnt sich nicht nach etwas zu suchen, was nicht mehr vorhanden ist.)

Ein Mann mit Bart sollte nicht ins Feuer blasen.

Ein Mann wandert nicht weit davon, wo sein Mais röstet.

Ein Sprichwort ist das Pferd der Unterhaltung: Wenn sie nachlässt, belebt das Sprichwort sie wieder.
(Sprichwort auch in Niger)

Ein weißes Hemd und rotes Öl können keine Freunde werden.

Ermutigung in der Kriegsführung ist wichtiger als die eigentlichen Kämpfe.

Ertrinke lieber in einem großen Gewässer als in einem kleinen.

Es ist die Frau, deren Kind von einer Hexe gegessen worden ist, die am besten die Übel der Hexerei kennt.

Es ist die Wahrhaftigkeit, welche die Götter unterstützen.

Es ist nicht schwer, die Netze einer Witwe zu zerreißen.


Feines hört man erst, wenn man leise wird.

Freiwillig arbeiten ist schlimmer als Sklaverei.


Freuen wir uns darüber, dass Gott dem Esel keine Hörner gab.

Gib deinem Nachbar kein lahmes Huhn.
(Man soll den Nachbarn nicht betrügen oder anders schädigen, damit man in Frieden leben kann.)

Gib den Füßen Ruhe, aber auch dem Herzen.


Gott gibt und erinnert uns nicht dauernd daran. Die Welt gibt und erinnert uns unaufhörlich.

Größe und Schönheit gehören nicht allein den Göttern.


Halte einen wahren Freund mit deinen beiden Händen.

Hässlichkeit mit einem guten Charakter ist besser als Schönheit.

Hat die Ziege etwas, so isst sie zusammen mit den Hühnern; hat das Huhn seinen Teil, so fliegt es aufs Dach des Hauses.


Ich war so lange unglücklich, bis ich einen anderen entdeckte, der Grund dafür hatte und der lachte.

Im Augenblick der Krise bauen die Klugen (Weisen) Brücken und die Dummen Dämme.


In seinem eigenen Heim glücklich zu sein, ist besser, als ein Chef zu sein.

Ist der Leopard unterwegs, fangen die Affen an zu spielen.

Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung für diese Welt.


Je stiller der Fluss, desto gefährlicher.


Kein vernünftiger Mensch schärft seine Machete, um eine Bananenstaude zu schneiden.

Kinder sind wie Entenschmalz.
(Kinder muss man vor zu großen Belastungen wie Arbeit, Hitze oder anderem schützen, weil sie Schaden nehmen könnten, wie Entenschmalz bei zu großer Hitze.)

Kinder verleihen einem Haus Glanz.

Klein ist das Eichhörnchen. Aber es ist kein Sklave des Elefanten.


Lass es nicht merken, wenn du die Zehen dessen zählst, der nur neun Zehen hat.

Man kann einem Mann während seiner Abwesenheit nicht den Kopf rasieren.

Man liebt den andern nicht, wenn man sich nichts von ihm schenken lassen will.

Man muss sich um seine Zähne kümmern, solange sie noch im Mund sind.
(Vergleichbares Sprichwort in Deutschland: Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist.)

Man soll die Hühner nicht zählen, bevor sie im Sack sind.

Man soll nicht mehr trinken, als der Bauch aufnehmen kann.

Mehr als ein Speer verursacht die Lüge Schmerzen.

Mit Geld kommen ist besser als bald kommen.

Mut ist der Vater des Erfolgs.
(Ähnliches Sprichwort in Liberia.)

Nicht in der Stadt, erst in der Wildnis lernt man den Mann kennen.

Nicht jede Backe ist zum Ohrfeigen da.

Nicht wo ich geboren bin, sondern wo es mir gut geht, da ist meine Heimat.

Niemand kann einem anderen die Tränen trocknen, ohne sich selbst die Hände nass zu machen.

Niemand weiß, wo sich der Skorpion versteckt.
Sä keine Erdnüsse aus, wenn ein Affe zuschaut.
Ohren können nicht größer sein als der Kopf.

Regen macht keine Freundschaft mit irgendjemandem,
er fällt auf jede Person, die er draußen trifft.


Reichtum verringert sich beim Gebrauch;
Lernen erhöht sich beim Gebrauch.


Sä keine Erdnüsse aus, wenn ein Affe zuschaut.
(Man soll das Schicksal nicht herausfordern und eine absehbare Gefahr ignorieren.

Auch Sprichwort in Kamerun)


Schöne Dinge wachsen mitten in den Dornen.
(Sprichwort auch im Kongo.)

Schönheit wird nicht verkauft und gegessen.


Schulden sind wie Fußstapfen von einem Nilpferd.

Schuld ist wie der Fußabdruck eines Nilpferds.
(Da ein Nilpferd sehr groß und schwer ist, sind seine Fußspuren entsprechend groß und tief. Solch große Spuren sind nur mit Mühe und Aufwand wieder zu entfernen. Genauso schwer ist es, eine Schuld zu sühnen oder Schulden zurück zu zahlen.)

Schwarze Ziegen müssen früh gefangen werden, bevor es dunkel wird.


Seine größte Macht liegt in unserer Furcht vor ihm.

Sei nicht allzu froh, wenn du liebst, denn in der Liebe ist auch Täuschung.

Sei vorsichtig mit der Liebe; wer liebt, ist Nachbar der Enttäuschung.

Sofern keiner das Wachstum hemmt oder den sprießen Palmkernöl Sämling zerstört, wird es auf jeden Fall zu einer Palme wachsen.
(Sprichwort der Esan in Nigeria. Wenn ein junger Palmkernölsämling gepflanzt wird, braucht er eine intensive Pflege. Der Sämling muss besonders in Dürre Jahren bewässert, ständig von Unkraut befreit und vor Fraßfeinden geschützt werden. Erst wenn er groß ist, spendet er Schatten für die Menschen, bietet den Vögeln Schutz und dem Landwirt die Früchte. Das Sprichwort bedeutet, man muss Ausdauer und Hoffnung auf Besserung haben, besonders in Notlagen und schlechten Zeiten. Wenn jemand mit den Härten des Lebens konfrontiert wird, zitieren andere zur Aufmunterung das Sprichwort.)

Sogar der Niger muss die Inseln umfließen.

Solange das Leben anhält, hört die Kuh nicht auf, den Schwanz zu bewegen.
(Vergleichbares deutsches Sprichwort.: Man hofft, solange man lebt.)


Sprichwörter sind das Palmöl, mit dem Worte gegessen werden.


Unwissend zu sein ist schlimm; nichts zu wissen zu wollen noch schlimmer.

Vergiss nie den Gegenstand deiner Reise.

Viele Worte lassen den Korb nicht voll werden.
(Sprichwort in etlichen Ländern Afrikas.)

Vor dem Schießen kommt das Zielen.

Wann immer ein Mensch einen Stock in den Wald zerbricht, lass ihn überlegen, wie es sein würde, wenn er selbst zerbrochen würde.

Warmes Wasser vergisst nie, dass es einmal kalt war.

Was dem einen sein Fleisch, schmeckt dem anderen wie Gift.

Was ein Alter im Sitzen sieht, kann ein Junger nicht einmal im Stehen erblicken.
(Sprichwort in verschiedenen Teilen Afrikas.)


Was ein Mann besitzt, ist nicht stärker als er selbst.

(Ein Vorgesetzter oder Herrscher achtet darauf, dass seine Untergebenen und Untertanen nicht stärker und mächtiger als er selber werden. Man will immer das Sagen und die Kontrolle behalten.)

Was sich selbst erniedrigt, ist bereit zu fallen.


Was süß im Mund ist, wird bitter im Magen sein, und was bitter im Mund, süß im Magen.

Wenn Charakter vorhanden ist, wird aus Hässlichkeit Schönheit; wenn nicht, wird aus Schönheit Hässlichkeit.
Wo Charakter ist, da ist Hässlichkeit Schönheit; wo kein Charakter ist, da ist Schönheit Hässlichkeit.


Wenn das Krokodil nicht im Fluss ist, fangen die Frösche an zu spielen.


Wenn deine Seele hüpfen soll, dann lass deine Beine tanzen. Und wenn dein Geist springen soll, dann lass deine Seele träumen.


Wenn der
Affe zuschaut, pflanze ich keine Erdnüsse.
(Sprichwort der Tiv in Nigeria und Kamerun)

Wenn der Bart des Nachbarn brennt, sollte man den eigenen Bart schnell nass machen.

Wenn die Alten auf Reisen sind, wachsen die Jungen schnell an Erfahrung.


Wenn die Maus die Katze auslacht, ist das Mauseloch nicht weit.


Wenn du dein Herz einer Frau schenkst, wird sie dich umbringen.

Wenn du ein Kind mit der Rechten züchtigst, zieh es mit der Linken an dein Herz.


Wenn du keine Lumpen als Kleidung haben willst, spiel nicht mit einem Hund.

Wenn du „Miss dieses Jahr“ schön findest, findest du „Miss nächstes Jahr“ umso schöner.

Wenn ein Affe unter Hunden ist, warum fangen sie nicht an zu bellen?

Wenn eine Frau zwei Worte spricht, nimm eins und lass das andere.

Wenn ein großer Herr dir Unrecht tut, lächle ihn an.


Wenn ein Hund einen Löwen sieht, hält er die Schnauze.

Wenn Krokodile ihre eigenen Eier fressen, was würden sie mit dem Fleisch eines Frosches machen?

Wenn man niemanden in der Krone des Apfelbaums kennt, muss man unreife Äpfel essen.


Wenn Teller gestapelt werden, lässt sich das Klappern nicht vermeiden.
(Bis sich bei einer Diskussion alle Teilnehmer auf eine Meinung geeinigt haben, gibt es viel Lärm und Gerede. Genauso klappern die Teller, bis sie alle ordentlich auf einem Stapel ausgerichtet stehen. Jeder Teller symbolisiert einen Diskussionsteilnehmer, der seine Meinung äußert (jeder Teller klappert) bis alle einig sind (alle Teller auf einem Stapel stehen.))

Wer eine Schönheit heiratet, heiratet Schwierigkeiten.


Wer ein Haus hat, weiß, wo das Wasser hereintropft.


Wer Elefantenfleisch auf dem Kopf trägt, sollte nicht nach Grillen im Boden suchen.
(Sprichwort auch in Burkina Faso.)

Wer geduldig wartet, sieht den Rücken der Welt.

(Ähnlich im Deutschen: Willst du lange leben gesund, iss wie die Katze, trink wie der Hund. Wer geduldig ist und sich nicht unnötig in Gefahr begibt und auch sonst maßvoll lebt, kann lange leben und alt werden.)


Wer ins Loch greift, wird von der Schlange gebissen.

(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.)


Wer mich belästigt, lehrt mich, stark zu sein.


Wer mit Sprichwörtern so vertraut ist wie mit der Streitfrage, ist meistens der Schiedsrichter.


Wer nur zurückschaut kommt nicht vorwärts.


Wer Palmnüsse hat, sollte ein paar davon an die Rohrratten abgeben, da diese nicht auf Palmen klettern können.


Wer rotes Öl trägt, bewegt sich vorsichtig.


Wer sagt, er wolle seine Axt verschlucken, dem halte sie hin.


Wer sich laut unterhält, sucht nach Zeugen.


Wer sich versteckt, darf nicht husten.


Wer Steine wirft, wirft Kraft seines eigenen Arms fort.


Wer tut, was er sagt, ist kein Feigling.


Wer zuerst kommt, trinkt sauberes Wasser.


Wer zu vorsichtig mit seinem Leben ist, wird immer vom Fall eines trockenen Blattes getötet.

(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Wer jede Gefahr scheut, ist am meisten in Gefahr.)


Wer zwei Dinge liebt, ist das Opfer.


Willst du Ruhe finden, so wirf einen Stein in den stillen See. Willst du Gott finden, so wirf deine Uhr in den Fluss.

Wir sind, was wir denken.


Worte und Frauenlippen sind wie Pfeil und Bogen.


Züchtigst du ein Kind mit der Rechten, so zieh’ es mit der Linken an dein Herz.


Zu große Gefräßigkeit tötet die Rohrratte.

(Die Rohrratten oder Grasnager sind Nagetiere und nicht mit den Ratten verwandt. Sie gehören in die Gruppe der Stachelschweinverwandte. Sie leben in Afrika südlich der Sahara. Sie fressen Gräser, Schilf und Früchte, aber auch Zuckerrohr, Mais, Hirse, Maniok, Süßkartoffeln von den Feldern. Wegen der angerichteten Schäden werden sie gejagt und sind ihrerseits ein wichtiges Nahrungsmittel der Menschen. Wenn sie zu viel von den Feldern fressen, landen sie selber als Nahrung auf dem Tisch.)

Zwei Stücke Fleisch verwirren die Fliege.
(Das bedeutet, ein Mann muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden. Wenn er das nicht schnell und eindeutig genug macht, erleidet nicht selten Schiffbruch dabei)

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