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Sprichworte aus Gabun
Flagge von Gabun
Wappen von Gabun
Flagge von Gabun
Wappen von Gabun

Gabun ist ein Staat in Zentralafrika am Atlantik (Golf von Guinea) zwischen Kamerun, Äquatorialguinea und der Republik Kongo. Durch das Land verläuft der Äquator. Das Land ist 267.667 km² groß und hat nur 2.025.000 Einwohner (Schätzung 2017), die zu ca. 40 verschiedene Völker bzw. ethnische Gruppen gehören. Damit ist Gabun eins der am dünnsten besiedelten Länder Afrikas. Es hat etwa 75 % der Fläche Deutschlands mit einer Einwohnerzahl, ähnlich wie Hamburg, die zur Hälfte in den 3 größten Städten leben. Die Amtssprache ist Französisch von der ehemaligen Kolonialmacht. Dank seiner Ölvorkommen zählt es zu den wohlhabenderen Ländern Afrikas, von dessen Reichtum aber nur eine Minderheit profitiert.

In Lambaréné, dem Hauptort der Provinz Moyen-Ogooué, befindet sich das von Albert Schweitzer begründete und bis zu seinem Tod 1965 von ihm geleitete Urwaldkrankenhaus.

Im 15. Jahrhundert wurde auf dem Gebiet des heutigen Gabun der Bantu-Staat Loango gegründet. Der Name Gabun stammt von den portugiesischen Seefahrern, die vor der Küste auf dichten Seenebel stießen, der sich wie ein Mantel (portugiesisch „gabão“) um alles legt. Französischen Siedler erlangten 1839 eine erste Hoheit über das Gebiet. 1854 wurde Gabun mit anderen französischen Siedlungen vereinigt, 1888 Teil von Französisch-Kongo und 1910 als selbstständiger Teil von Französisch-Äquatorialafrika wieder ausgegliedert. Bei der Auflösung Französisch-Äquatorialafrika 1958 erlangte Gabun als Gabunische Republik die Autonomie und am 17. August 1960 die volle Unabhängigkeit von Frankreich.

Wahlspruch von Gabun: „Einigkeit, Arbeit, Gerechtigkeit“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gabun

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Alles, was der Sturm bringt, wird vom Winde verweht.

Anstatt dich in den Augen des anderen zu verlieren, versuch, dich dort zu finden.

Auch eines mageren Elefanten Hoden füllen einen Topf.

Bevor du eine Frau heiratest, schau den Kopf ihrer Mutter an.

Das Auge kann den Berg nicht vermeiden.

Das einzige Kind stirbt oder ist hungrig oder isst sehr viel.

Das Hühnerei berät seine Mutter eines Tages.

Das Leben ist ein Palmzweig, den die Winde nach ihrem Belieben neigen.

Das Leben ist wertlos für einen ohne Haus.

Das Vieh ist so gut wie die Weide, auf der es weidet.

Der Flieger landete immer, unabhängig von der Dauer seines Fluges.

Der Fluss macht Umwege, denn niemand hat ihm den Weg gezeigt.

Der Frosch wollte so groß sein wie der Elefant und platzte.

Der Hexendoktor zahlt niemals zurück, was ihm gegeben wird.

Der Idiot, der den Regen fürchtet, springt ins Wasser.

Der Narr spricht, der weise Mann hört zu.

Der Ruin einer Nation beginnt in den Häusern seines Volkes.

Der Tag schluckte die Nacht, die Nacht verschluckte den Tag.

Der Tod bläst keine Trompete.

Der Zeuge einer Ratte ist eine andere Ratte.

Die breite Brust erhält die Stiche der Speere.

Die Federn des toten Adlers werden überallhin verstreut.

Die Frau ist ein Fluss, der Mann ein reißender Strom.

Die Hand vergisst nie den Mund.

Die Hörner der Kuh sind für sie nicht zu schwer zu tragen.

Die Nacktheit eines Kindes kann groß sein, sie wird nicht die des Vaters überschreiten.

Die Ratte zieht nicht am Schnurrbart des Tigers.

Die Schwachen drängen die Starken vor ihnen.

Die Zeit vergeht, und der Mensch geht mit ihr.

Die Zunge des Mannes ist wie der Regen nach der Trockenheit. Die Zunge der Frau ist wie Regen nach der Regenzeit.

Du warst die erste Frau, du weißt, wie es ist.

Egal wie voll der Fluss ist, er will immer noch wachsen.

Ein Dorf ist kein vorläufiger Lagerplatz.

Ein einzelner Stock kann rauchen, aber er wird nicht brennen.

Eine Katze kann in ein Kloster gehen, aber sie bleibt noch eine Katze!

Eine Klinge schneidet keine andere Klinge ab. Ein Betrüger wird keinen anderen Betrüger betrügen.

Einem Dorf fehlt es nicht an einem Ältesten.

Einer, der allein läuft, kann nicht von einem anderen überholt werden.

Eines Mannes Reichtum kann ihm überlegen sein.

Eine Wunde durch Rache verursacht ist oft enorm.

Ein Feigling schwitzt im Wasser.

Ein Geheimnis einer unwürdigen Person anzuvertrauen ist wie das Tragen von Getreide in einer Tasche mit einem Loch.

Ein loser Zahn wird nicht ruhen, wenn er nicht herausgezogen wird.

Ein Narr will einen Ochsen mit einem Elefanten paaren.

Es gibt niemand, der reich wurde, weil er einen Feiertag brach, und niemand, der fett wurde, der das Fasten brach.

Es ist leicht, im Alter ein Mönch zu werden.

Es ist nicht, weil die Ameise ein kleines Geschlecht hat, das sie nicht uriniert.

Für einen, der nichts weiß, ist ein kleiner Garten ein Wald.

Gast sein ist gut. Heimkommen ist besser.

Gierige Esser essen ihre Finger.

Gute Worte machen kurze Palaver.

Jeder, der meine Mutter geheiratet hat, ist mein Vater.

Kleider anziehen beim Laufen gehen aus während des Laufens.

Lege das Ruder erst dann nieder, wenn das Boot an Land ist.

Man muss laufen, um sich den Ältesten anzuschließen, und nicht, um sie zu überholen.

Morgen gehört uns nicht.

Regen fällt nicht auf ein Dach allein.

Ruhelose Füße können in eine Schlangengrube gehen.

Sagen ist eine Sache, die Umsetzung in der Praxis ist eine andere.

Schlechte Freunde werden dich davon abhalten, gute Freunde zu haben.

Selbst wenn er dünn ist, bleibt der Elefant noch der König des Waldes.

Tatzentiere sterben nicht durch Prügel.

Versprechen sind die Ursache von Lügen.

Was vor uns liegt, wissen wir nicht.

Was zu aufgeblasen ist, wird oft in Fragmente zerspringen.

Wenn dein Nachbar eine Banane nach dir wirft, wirf ein Stachelschwein nach ihm.
(Das bedeutet, man sollte immer auf die Verhältnismäßigkeit achten, wenn man etwas tut.)

Wenn du den Rauch in der Savanne siehst, befürchte den Zahn des Tigers.
(Pygmäen Sprichwort)

Wenn du dich über die Segnungen von heute freust, vergiss nie die Jahre der Hungersnot.

Wenn du dich versteckst, leuchte kein Feuer.

Wenn du eine Biene tötest, werden sich alle anderen auf dich stürzen.
(Pygmäen Sprichwort)

Wenn du nicht draußen rufst, wer wird die Tür öffnen?

Wenn ein Narr verflucht ist, denkt er, dass er gelobt wird.

Wenn man einen Teil für sich legt, ist es gewöhnlich nicht zu klein.

Wenn man nicht in Eile ist, wird sogar ein Ei wandern.

Wenn Spinnweben sich vereinigen, können sie einen Löwen binden.

Wer durch Ertrinken stirbt, ist mit Wasser übersättigt.

Wer ein Ei in der Tasche hat, tanzt nicht.

Wer fehlerfrei ist, wird niemals sterben.

Wer mit einem Esel lebt, macht Geräusche wie ein Esel.

Wer nicht antwortet, erklärt seine Zustimmung.

Wer seinen Hund töten will, beschuldigt ihn, Läuse zu haben.

Wer sich von der Krankheit erholt, vergisst wahrscheinlich Gott.

Wer stark durchnässt ist, fürchtet den Regen nicht.

Wer zu tief für einen Fisch gräbt, kann mit einer Schlange herauskommen.

Wir ernähren uns von Höflichkeit und Nächstenliebe, und nicht von der Verwandtschaft.

Wo alles abgebrannt ist, kommt das Feuer nicht wieder.

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Sprichworte der Ambede

Die Ambede (auch Limbede, Mbédé, Mbede, Mbere, Mbeti und Mbété) sind eine ethnische Volksgruppe in Gabun und der Republik Kongo. Es sollen heute geschätzt zwischen 40.000 und 80.000 von ihnen in der Provinz Haut-Ogooué in Gabun leben. Ihre Sprache Mbere gehört zu den Bantusprachen.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mbere
            https://fr.wikipedia.org/wiki/Mbete_(peuple)

Der Büffel kann sich nicht über seine Stärke vor dem Elefanten rühmen.

Die Sonne vergisst kein Dorf.

Nur ein Finger kann nicht den ganzen Rücken einölen.

Wenn die Nadel nicht erfolgreich ist, folgt der Faden nicht.

Wenn du den Eierkorb trägst, tanz nicht.

Wenn du den Hund liebst, liebst du auch seine Flöhe.

Wenn du dich an einen Baum lehnen willst, dann stell sicher, dass er dich halten kann.

Wer auf die Haut schlägt, verletzt das Fleisch.

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Sprichworte der Pové

Die Pové sind ein Bantu-Volk, das in der Provinz Ogooué-Lolo in Gabun lebt. Ihre Anzahl wird auf ca. 8.000 Mitglieder geschätzt (2017). Bekannt sind die Pove durch ihre flachen und länglichen Masken, die oft mit weißen Pigmenten bedeckt sind. Sie waren Bestandteil für rituelle und geheime Zauber und Praktiken und werden heute meist für Touristen gefertigt.
Quelle: https://fr.wikipedia.org/wiki/Pove_(peuple)

Der Chili ist nicht scharf, aber seine Frucht ist scharf.

Die Viper beißt, wenn man sie tritt.

Nie hat der Mais Recht gegenüber dem Huhn.

Wer ein Wespennest geschüttelt hat, muss wissen, wie man läuft.

Wer zu anderen eingeladen wird, lässt seine Fehler vor der Tür.


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Sprichworte der Punu

Die Punu (auch Bapunu, Ipounou, Ipunu, Pouno, Puno und Yipounou) sind eins der vier großen Völker Gabuns. Sie machen ca. 25% der Gabunischen Bevölkerung aus und sind nach der Fang-Ethnie die zweitgrößte ethnische Gruppe in Gabun. Die Punu leben in Südgabun in den Provinzen Ngounié und Nyanga und auch in der benachbarten Republik Kongo in der Region Niari. Sie kamen im 18. Jahrhundert in ihr heutiges Siedlungsgebiet . Sie lebten in unabhängigen Dorfgemeinschaften in Clans gegliedert. Der Zusammenhalt fand über die Mukiji-Gesellschaft statt, deren Aufgabe es war, die bösartigen Geister des Waldes im Bann zu halten. Ihre Sprache ist die Bantusprache Ypunu, die zu den Niger-Kongo-Sprachen gehört und in Gabun (um 2000) von ca. 123.000 Menschen gesprochen wird
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bapunu
          https://de.wikipedia.org/wiki/Punu
          https://fr.wikipedia.org/wiki/Punu_(peuple)

Das Huhn mit Augen pickt keine faulen Erdnüsse.
(Das bedeutet, jeder kann sich mal täuschen. Wer aufpasst, wird meist keine schlechten Dinge bekommen.)

Das Kind und der Vater, die Frau und der Mann, der Sklave und der Meister, der Korb und der Korbhalter, der Mörser und der Stößel.
(Das ist eine Reihe von Paarbeziehungen, die in der traditionellen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen.)

Der Fisch, der einen Fluss hinaufschwimmt, vergisst die Mündung nicht.
(Das bedeutet, man sollte immer wissen, woher man kommt, um sich bei Gefahr oder Not in eine sichere Umgebung zurückziehen zu können. So kommt ein Reisender zurück nach Haus oder das Kind zu den Eltern.)

Der Kenner des zu folgenden Weges nimmt einen bevorzugten Platz gegenüber den Trägern der Last ein.
(Es ist überall so, die Verantwortlichen mit den Kenntnissen geben den Weg vor, diejenigen ohne das notwendige Wissen verrichten die Arbeiten und müssen folgen.)

Die Krabbe gräbt ein Loch für den Wels.
(Das bedeutet, der eine hat die Arbeit und ein anderer den Nutzen.)

Ein alter umgestürzter Baumstamm kann sich zersetzen und verschwinden, während die Geschichte unzerstörbar ist.
(Alles Materielle vergeht mit der Zeit und verschwindet. An die Vergangenheit mit ihren Höhepunkten wird nicht vergessen, auch nach langer Zeit wird man sich noch erinnern. In Afrika ohne Schrift wurde die Vergangenheit jahrhundertelang durch die Geschichtenerzähler und Sprichwörter am Leben gehalten. Heute in Europa weiß die junge Generation schon nichts mehr von der Zeit vor 20 Jahren, der deutschen Teilung oder dem 3. Reich, anders sind die jüngsten Wahlergebnisse nicht zu erklären, trotz der sogenannten Informationsgesellschaft, oder vielleicht gerade deshalb.)

Freundschaft ist gute Gesundheit.
(Wenn man gesund ist und gewissen materiellen Wohlstand besitzt, hat man auch Freunde, die davon profitieren.)

Großzügigkeit ist ein Ballwechsel.
(Das bedeutet, gute nachbarschaftliche Beziehungen beruhen auf Gegenseitigkeit. Vergleichbares deutsches Sprichwort: Wie du mir, so ich dir.)

Hähnchen vorhanden, Ball vorhanden.
(Um ein Hähnchen vom weglaufen abzuhalten, wurde ihm mit einer kurzen Schnur ein Stück Holz an ein Bein gebunden. Es musste das Stück Holz hinter sich herziehen und konnte deswegen nicht weit laufen. Wer ein so gesichertes Huhn nehmen wollte, musste auch das Stück Holz nehmen, es war sozusagen ein untrennbares Paar. Das Sprichwort bezeichnet so alle Arten von untrennbaren Paaren.)

Wer an der Produktion des Giftes leidet, erntet nicht die Früchte der Sünde.
(Früher schüttete einer beim Fischfang Gift in einen Fluss, während andere flussabwärts die inzwischen verendeten Fische nur noch herausfischen mussten. Wer nicht aufpasste und sich dabei selbst vergiftete, hatte das Nachsehen. Das Sprichwort bedeutet, wer bei seinem Tun selbst zu Schaden kommt, hat nichts mehr davon, nur andere. Es wird auch in Beziehung auf die eigenen Kinder gesagt.)

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Sprichworte der verschiedenen
Ethnien in Gabun



Sprichworte der Ambede

Sprichworte der Fang

Sprichworte der Myènè

Sprichworte der Mpongwè

Sprichworte der Orungu

Sprichworte der Pové

Sprichworte der Punu


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