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Bulgarische Sprichworte


Flagge Bulgarien
Wappen Bulgarien
                      Flagge von Bulgarien                                                       Wappen von Bulgarien

Die Republik Bulgarien liegt in Südosteuropa am Schwarzen Meer. Das Land hat 7.364.570 (1.2.2011) Einwohner und ist 110.994 km² groß und ist NATO- und EU-Mitglied. Außer fast 85% Bulgaren leben noch Minderheiten von Türken, Roma, Russen, Armenier, Walachen und muslimische Pomaken in Bulgarien.

Schon in der Jungsteinzeit lebten hier Menschen. Als die weltweit früheste Kulturform gilt die Warna-Kultur aus dem Ende der Kupferzeit 4400 bis 4100 v. Chr. Bereits in der Kupferzeit war sie sozial und technisch so weit entwickelt, dass sie Gold gewinnen und bearbeiten konnte und einen der ältesten Goldschätze der Welt hinterließ. Um 450 v. Chr. gründeten die Thraker ein eigenes Reich. Deren Orakel von Perperikon war neben dem Orakel von Delphi eine der wichtigsten Kultstätten in der antiken Welt. Nach der Eroberung durch die Römer 29 v. Chr. begann die Romanisierung der Bewohner.

Am Beginn der Bulgarischen Staatlichkeit wurde 632 das Großbulgarische Reich gegründet. Eindringende Slawen gründeten nach dessen zerfall gemeinsam mit der verbliebenen thrakischen und römischen Bevölkerung das Erste Bulgarische Reich (679 bis 1018) welches Byzanz 681 anerkannte. Zwischen 1393 und 1396 kam ganz Bulgarien unter osmanische Herrschaft, die fast 500 Jahre andauerte. Die blutige Niederschlagung des April-Aufstands durch die Türken 1876 führte zum russisch-türkischen Krieg 1877/1878. Mit dem Frieden von San Stefano wurden die Grundlagen für den modernen bulgarischen Staat gelegt. Am 3. März 1878 wurde die Unabhängigkeit Bulgariens erklärt, welche die Türken am 22.9.1908 anerkannten.

1944 wurde Bulgarien von der Roten Armee besetzt, geriet unter sowjetischen Einfluss und wurde Volksrepublik und Teil des Warschauer Paktes. Das Ende der kommunistischen Ära kam nach großen Demonstrationen 1990 durch die erste freie Wahl. Bulgarien trat 2004 der NATO bei und wurde 2007 in die Europäische Union aufgenommen.

Wahlspruch von Bulgarien:  „In der Einigkeit liegt die Stärke“

   Quelle:  http://de.wikipedia.org/wiki/Bulgarien

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Als das Meer sich in Honig verwandelte, verlor der arme Mann seinen Löffel.

Als Gott die Frau gestrickt hat, hat die Wolle nicht gereicht; als er jedoch den Mann gestrickt hat, ist Wolle übrig geblieben. Also beschloss er, sie zusammenzubringen, auf dass sie sich gegenseitig flickten.

Altjungferntum ist viel schlimmer, als schlecht verheiratet zu sein.

Anderer Leute Eier haben zwei Eigelb.

An der Leine fängt der Hund keinen Hasen.

Arbeite, als ob du hundert Jahre leben würdest, denke, als ob du morgen stürbst.

Arbeit ohne einen Mann ist Blitz ohne Regen.


Armut und Pläneschmieden sind Zwillingsschwestern.

Auch der Balkan läuft nur bis an's Schwarze Meer.

Auch der dunkelste Brunnen spiegelt das Licht der Sterne.


Auch der Lom* ist tief genug zum Ertrinken.

(*Nebenfluss der Donau)


Auch die beste Frau hat noch eine Teufelsrippe in sich.


Auf den höchsten Bergen wachsen keine Eichen mehr.


Auf einen Kopf passen keine zwei Mützen.


Aus einem Griechen kann man zehn Juden machen.

Aus einem Stück Holz: ein Fächer und ein Heiligenbild.


Aus einer Krähe wird niemals eine Taube.

Bares Geld ist die sicherste Medizin.

Befrage den Leidenden, nicht den Wanderer.

Bei der Geburt weinen wir, beim Tode sehen wir warum.

Besser an Korn als an Obst reich.

Besser eine Unze Barmherzigkeit, als ein Pfund Gold in der Kirche.


Besser mit Klugen in die Hölle, als mit Narren ins Paradies.

Bevor du den Neger weiß gewaschen hast, bist du selber schwarz geworden.

Bewahre die Blume, um die Frucht zu essen.

Bist du eine Biene, so gibt es im Bienenstock Platz für dich.


Bis zum Meer für einen Bruder, durch das Meer für eine Geliebte.

Blase, eh du dich verbrüht hast.

Brauchst du ein Haus - nimm ein fertiges; brauchst du ein Weib - nimm kein fertiges.


Da hast du dir einen Igel in die Unterhose gesteckt.

Da ist der Wolf satt und das Lämmchen noch ganz.

Das Bad löset die Schürfe, aber die Schwären bleiben zurück.

Das buckelige eigene Kind geht vor dem geraden Stiefkinde.

Das Haus ist immer groß genug, wenn die Bewohner in Eintracht leben.


Das Jahr - eine lange, dunkle Nacht.


Das Reine wird leichter schmutzig.


Das Schlachthaus bringt den Städter um, die Gerichtshöfe den Bauern.


Das Wasser mag schlummern, aber nicht der Feind.


Dein eigenes Unglück ist dir nützlicher, als eines anderen Triumph.


Den Fliehenden erreicht die Kugel eher als den Kämpfenden.

Denke bescheiden, fühle stolz.


Den Tag erkennst du schon an seinem Morgen.

Der Adler sagt vom Raben zwar nicht mein Sohn, aber der Rabe sagt vom Adler mein Vater.


Der Brauch ist kein Gesetz, hat aber dessen Kraft.


Der Büffel bedarf wohl des Stachels, aber das Ross nur des Zaumes.


Der Eber glaubt verhungern zu müssen, wenn das Eichhörnchen seine Mast um eine Eichel kürzt.


Der echte Eremit zieht sich von sich selbst zurück.

Der eigene Schmerz ist besser als eines anderen Glückseligkeit.

Der Einbruch der Nacht ist der beste Hirte, er treibt alle in die Hürde.


Der Frosch sah, wie sie den Ochsen beschuhten, und hob gleichfalls sein Bein.


Der Heiligen Plätze vererben sich leichter als ihre Heiligkeit.


Der Hunger ist mächtiger als jeder Kaiser.


Der Hunger sieht nichts außer Brot.

Der hungrige Mensch isst auch trockenes Brot.

Der Kopf mit einer Zunge kostet mehr.


Der Narr badet sich wohl in 
Tarnovo*6 und fragt danach, wo die Jantra*3 fließet.

Der Pechvogel stirbt sogar an einem Grießbrei.


Der Peitschenknall am jenseitigen Ufer der Donau hat werteren Klang, als der Kuhreigen am diesseitigen.


Der Riese geht durch seine Stubentür aufrecht, aber der Zwerg bückt sich, wenn er durch das Stadttor von Schumla
*4 schreitet.

Der Schuldige flieht, auch wenn er nicht verfolgt wird.


Der schwache Mann wird stark, der starke Mann stirbt.


Der Sieger verspürt keine Müdigkeit.


Der Stichling gibt nur so lange an, wie der Hecht nicht da ist.


Der Sturm reißt die großen Bäume aus, die kleinen biegt er.

Der Svetifora*5 dünkt sich dem Balkan an Höhe gleich, aber der Maulwurfshügel am Fuße der Svetifora dünkt sich höher als der Balkan.

Der Teufel verdeckt seine Schwärze gern hinter einem Popenrock.

Der Teufel weiß alles außer dem Platz, wo Frauen ihre Messer schärfen.


Der Timok*7 rauscht mehr als die Donau.

Der Tod ist das Echo des Lebens.

Der Tod spricht die Wahrheit.


Der Tropfen ist am größten, wenn er am Fallen ist.


Der überfromme Heilige ist nicht einmal Gott angenehm.


Der Vater ist der Gast im Hause.


Der Vater leidet durch seine Kinder, und durch seine Kinder geht es ihm gut.

Der verheiratete Sohn ist nur wie ein Nachbar.


Der wahre Eremit zieht sich von sich selbst zurück.


Der Wein macht selbst die Oma jung.


Der Wolf schützt das Schaf vor dem Fuchs, damit er es selber fressen kann.

Des Geistlichen Sohn ist des Teufels Enkel.

Des Geizhalses einzige Wohltat ist sein früher Tod.


Des Nachbarn Henne legt immer größere Eier.

Des Negers Teufel ist weiß.


Die an der Donau blicken nach dem Schwarzen Meer, die am Schwarzen Meer nach der Donau.


Die Axt ohne Stiel schreckt den Wald nicht.


Die besten Ärzte der Welt sind: die Natur, die Zeit und die Geduld.

Die besten neuen Dinge sind gut vergessene alten.

Die Donau hat nicht bloß Wasser, sondern auch Kaviar.

Die Ente des Nächsten erscheint stets als Gans.

Die Erde ist des Menschen einziger Freund.

Die Fliegen gehen auf denjenigen los, der sie am meisten verscheucht.


Die Fliege und den Politiker tötet man am besten mit einer Zeitung.

Die Frau zeigt ihren Mann in ihrem Gesicht, der Mann seine Frau in seinen Kleidern.

Die größten Bäume reißt der Sturm aus, die kleinen biegt er.


Die gute Hausfrau kann selbst aus einem Steinchen eine Suppe kochen.

Die hübsche Frau wünscht sich drei Männer: einen reichen, sie zu ernähren, einen schönen, sie zu lieben, und einen Räuber, sie zu schlagen.


Die kleinen Flocken häufen mehr Schnee auf als die großen.

(Das bedeutet, man sollte auch die kleinen Leute achten, die durch ihre Arbeit mehr für die Allgemeinheit tun als mancher Reiche oder Adlige, die wenig zum allgemeinen Wohlstand beitragen.)

Die kleinen Heiligen werden Gott ruinieren.

Die Krähe entlaust den Büffel nicht, um ihn zu säubern, sondern um sich zu ernähren.


Die Küste gehört auch schon zum Meer.


Die Lüge geht der Wahrheit immer voraus.


Die Macht betet niemals.


Die Quellen hüpfen in den Bergen und schleichen im Tal.


Die schönsten Äpfel fressen die Säue.


Diesseits der Berge baut man den Tabak und jenseits derselben raucht man ihn.

Die Zeit baut eine Festung und zerstört sie.


Die Zeit wird nur durch die Zeit besiegt.

Draganka
*1, die Mutter, flatterhaft, Draganka*1, die Tochter, liederlich.
(Sprichwort mit der gleichen Bedeutung in Deutschland: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sprichwörter mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung in verschiedenen Ländern.)

Du hast die Pfanne schon bereit gemacht, als der Fische noch im Wasser war.


Du musst nicht bloß das Horn des Büffels, sondern auch das des Bockes meiden.


Eh man nicht genug Rauch geschluckt hat, kann man sich des Feuers nicht erfreuen.

Ein alter Topf kocht eine schmackhafte Suppe.

Ein durstiges Pferd trinkt auch trübes Wasser.


Eine beschürzte Frau hat keine Zeit, schlecht zu sein.


Eine Frau verschweigt nur ihr Alter und die Dinge, die sie nicht kennt.


Eine Henne, die viel kakelt, legt kleine Eier.

Ein eigener Rock wärmt mehr als ein fremder Pelz.

Einen Schatz kann man ausgraben, nicht jedoch mit ins Grab nehmen.


Eines Hundes Bosheit, des Pfeffers Schärfe und menschliche Güte sind schätzenswert.

Eine verzärtelte Frau spinnt nicht.
(Das Sprichwort meint das Spinnen mit einem Spinnrad. Zur Entstehungszeit des Sprichworts war es üblich, das Frauen in der Zeit, in der sie nichts anderes zu tun hatten, die Wolle der geschorenen Schafe zu einem Faden zu spinnen. Verzärtelte oder verwöhnte Frauen vertrieben sich die Zeit lieber mit unnützen Spielereien oder anderem, und notwendige Arbeiten blieben liegen und mussten von anderen zusätzlich erledigt werden. Zum Glück haben sich die Zeiten seitdem geändert und alle haben meist genügend Freizeit.)

Ein Gast zur Unzeit ist schlimmer als ein Türke.

Ein geladenes Gewehr versetzt einen in Schrecken: ein ungeladenes zwei.


Ein guter Amboss fürchtet den wuchtigen Hammer nicht.

Ein guter Bischof hält sich nicht für einen Heiligen.

Ein gutes Wort reist weit, ein schlechtes noch weiter.

Ein Hahn hat niemals zu viele Hennen.

Ein Haus ohne Frau ist ein Brunnen ohne Eimer.

Ein Heim ist vereinsamt durch des Vaters Fluch, aber entwurzelt durch den der Mutter.

Ein Hund an der Leine fängt nie einen Hasen.

Ein hungriger Bär tanzt nicht.

Ein Kopf ohne Sorgen ist wie ein Kürbis im Garten.

Ein Mann glaubt zu wissen, eine Frau weiß es besser.


Ein Müßiggänger gibt einen guten Propheten ab.

Ein sanftes Wort öffnet ein eisernes Tor.


Ein Stein kann dreihundert Krähen vertreiben.

Ein Streit zwischen einem Mann und einer Frau dauert so lange, wie ein Tuch zum Trocknen braucht.

Ein Verdruss ist keiner, wenn er keinen weiteren nach sich zieht.

Ein Wort ist kein Pfeil, aber es kann ins Herz bohren.

Er ist in Islemjé und besucht die Messe nicht.
(Islemjé ist ein alter Name der Stadt Sliwen südöstlich des Balkangebirges in der osmanischen Zeit in Bulgarien. Vergleichbares deutsches Sprichwort: Er ist in Rom gewesen und hat den Papst nicht gesehen. Das bedeutet, man ist an einem Ort gewesen und hat das wichtigste, sehenswerteste und eindrucksvollste seiner Art an dem Ort nicht gesehen. Wenn einem das Beachtenswerteste seiner Art entgangen ist, ist es so, als wäre man nicht dort gewesen.)

Erkundige dich nicht über einen Mann, sieh auf sein Werk.

Erst ein Kräutlein, dann ein Blümlein.

(Das bedeutet, vor dem Schönen kommt das Nützliche.)

Erst liegt es am Marmor, ob es ein Block werden soll, dann am Steinmetz, ob eine Statue daraus entstehe.

Erst unter das Beil, dann unter die Säge!

Erst wenn der Wagen umgefallen ist, sieht man, was es noch für Wege gab.

Es genügt nicht „Vater unser“ zu sagen, man muss auch „Amen“ sagen.

Es gibt auch andere Tiere im Walde als Wölfe.

Es gibt mehr Schafsfelle auf dem Markt als Wolfsfelle.


Es ist besser, zu sehen als zu hören.

Es ist eine stolze Werft, die die Schiffe verachtet.

Es ist gut, sogar mit Leuten aus der Hölle befreundet zu sein.

Es kann einer auf der Donau geschickt fahren, der auf dem Meere untergeht.

Essbare Vögel leben nicht lange.


Es sind mehr Küstenfahrer als Seefahrer.


Es wäre ein Wunder, wenn Jugend wissen und Alter handeln könnte.

Es wird nicht aus allem Honig Met gemacht.

Es wünscht wohl einer dem Hausen die Blase ab.
(Hausen sind eine Gattung aus der Familie der Störe mit zwei Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Das Sprichwort bedeutet, man sollte sich nichts Unmögliches, Unerfüllbares oder Närrisches wünschen.)

Etwas zu lernen, kostet dich eine Anstrengung, es wieder zu vergessen, zwei.

Frage nach der Tiefe des Bachs, bevor du ihn zur Furt wählst.


Fragen ist weder ein Unglück noch eine Schande.


Frag mich nicht, wohin ich gehe, sondern frage mich, woher ich komme.

Fremde vergeben, Eltern vergessen.

Fremde Weidegründe sehen immer fetter aus als die eigenen.

Frösche werden durch den Storch erschreckt, die Frau durch das Alter.

Fürchte Gott und den, der Gott fürchtet.

Für den Hungrigen ist die Gans der schönste Singvogel.

Für den Verrückten ist jeder Tag ein Fest.

Für die Augen gibt es keine Grenzen.

Für Gold verkauft der Abt das Kloster.


Geduldig - gerettet.

Geduld macht Seide aus dem Maulbeerblatt.

Gehen lernt man durch Stolpern.


Gelbe Ziege, gelbes Zicklein.

Gesund sein in Armut ist einer Krankheit gleich.

Gib der Donau den Lom* und sie will auch die Kara*.
(* Nebenflüsse der Donau)


Gib mir keinen Reichtum, gib mir einen guten Nachbarn.

Gib mir lieber heute Brot und Salz als morgen ein gebratenes Huhn.

Gibst du fremden Hunden Brot, werden dich bald deine eigenen fressen.

Glaub deinen Augen und nicht deinen Ohren.

Gleiche dem Stör: Was an ihm nicht Fleisch ist, ist Kaviar.
(Man sollte sich an denen ein Beispiel nehmen, die produktiv sind und etwas leisten und nicht an denen, die nichts tun und nur von der Arbeit anderer leben.)

Gleiche der Olive, die Öl gibt, wenn man sie presst.

Gott gedenkt eher an die Sümpfe, als an die Störche.

Gott hilft dem, der früh aufsteht.

Gott ist nicht sündenlos, er erschuf die Welt.

Gott schließt eine Tür, aber er öffnet zehn andere.


Gott spricht auf Erden für die Reichen, aber im Himmel wird er für die Armen sprechen.


Gott zahlt nicht jeden Samstag.


Greif' die Gelegenheit beim Bart, denn hinten ist sie kahl.

Großer Kopf, großer Kopfschmerz.

Gurken und Mädchen faulen leicht.


Guter Wein berauscht nicht, nur die Menschen berauschen sich.


Halte dich nicht für den Herrn des Hauses, wenn du dein Haus mit leeren Händen betrittst.

Hast du auch sonst keinen Feind - mit dir selbst hat dir deine Mutter den größten mit auf den Weg gegeben.


Hast du Brot, so gibt es eine Fülle von Hunden.

Hast du den Bären heute in Nachbars Weinberg gesehen? Erwarte ihn morgen in deinem.

Hast du Ehrfurcht vor dem Alter, so hast du Ehrfurcht vor Gott.

Hast du einen Rücken, so gibt es hundert Sättel für ihn.

Hat der Fuchs noch Zähne, geht er nicht ins Kloster.

Hat die Frau die Schürze um, so hat sie keine Zeit, schlecht zu sein.


Heute weiß es der Razim
(großer Brackwassersee neben der Donaumündung am Schwarzen Meer.) und morgen trägt es die Donau ins schwarze Meer!

Hörst du auf die Leute, so kannst du im Meer Hasen jagen und im Wald Fische fangen.


Hübsche Frau, alter Wein - viele Freunde.

Hunger sieht nichts als Brot.

Hungrige Augen schlafen nicht.

In einem kleinen Fluss gedeihen keine großen Fische.


In einem weisen Kopf sind hundert Hände.

In Tultscha*8 muss man russisch und in Schumla*4 türkisch reden.
(Tultscha ist heute eine Stadt in Rumänien, Schumla ist heute eine Stadt in Bulgarien. Als das Sprichwort entstand, gehörte Tultscha zum russischen und Schumla zum Osmanischen (türkischen) Machtbereich. Keine der ansässigen Völker hatte große Sympathien für die anderen. Das bulgarische Sprichwort bedeutete, das man sich an die herrschenden Verhältnisse anpassen sollte, um eigene Schwierigkeiten möglichst zu vermeiden.)

In Zeiten großer Gefahr darfst du mit dem Teufel gehen, aber nur bis über die Brücke.


Ist der Wagen einmal umgekippt, so fehlt es nicht an Ratschlägen.

Ist die Birne reif, fällt sie von selbst vom Ast.

Jede Großmutter ist auch ein Arzt.

Jeder gesellt sich zu dem, der ihm Ebenbild ist.

Jeder hat einen Pfennig Wert von Weisheit.

Jeder leitet den Fluss zu seiner eigenen Mühle.

Jedes Werk fürchtet seinen Meister.

Je nachdem, wie du deinen Hund fütterst, so hütet er deine Schafe.

Je schlechter das Öl, desto mehr spricht es von seinem Dufte.


Je schwerer die Arbeit, desto kleiner der Verlust.

Je weniger Reichtümer du sammelst, desto weniger Kummer wirst du anderen bereiten.

Jugend hat keine Grenzen, Alter hat das Grab.
Kann man auch von der Rose Suppe kochen, wie von der Nessel?
(Dies Sprichwort bedeutet, dass man bei schönen Dingen auch an den Nutzen denken sollte.)

Kaum wollte der Arme ein Tänzchen wagen, da ist schon die Pauke geplatzt (platzte die Pauke).

Kein Held ohne Wunde.

Kein Reichtum ohne Gesundheit.

Klapse auf den kleinen Hintern, damit der große nicht ausgepeitscht wird.

Könnte der Stör fliegen, so würde der Rabe schwimmen können.

Kurzes Abendessen - langes Leben.


Langes Abendbrot macht dem Magen große Not.

Lässt du etwas hinter dir, so wirst du auch etwas vor dir finden.

Lauter Donner, leiser Regen.

Leg ein gutes Wort ein für ein schlechtes Mädchen, über ein gutes magst du sprechen, wie du willst.

Lerne mein Sohn, um nicht zu arbeiten.

Lieber erschieße ein Mädchen, als dass du es verleumdest.

Mache die Kotze (Decke) so, als solltest du selber darauf ruhen.
Mach jedes Bett so, als ob du darin ruhen solltest.

Man braucht den Palmenbaum eben nicht umzureißen, um die Datteln zu bekommen.

Manche Gelegenheit ist entschlüpft, weil man nicht an die Tür geklopft hat.


Man gedenkt gern der Olive, wenn vom Ölbaum gesprochen wird.

Man gleitet auf den Gletschern leicht aus.

Man gräbt nicht aus jeder Erde Harz.

Man hat nur so lange Freunde, als man ihrer entraten (verzichten) kann.

Man kennt ein Dorf durch seine Straßen.

Man muss das Netz nicht bloß werfen, sondern auch ziehen.

Man muss die Gläubigen fern vom Kloster suchen.


Man muss einen Wald verlangen, wenn man einen Baum erhalten will.


Man muss nicht bloß heuen, sondern auch streuen.
(Das bedeutet, man soll nicht nur vom vorhandenen nehmen und verbrauchen, sondern arbeiten und etwas Neues schaffen.)

Man schießt wohl mit einer silbernen Kugel einen goldenen Büffel.

Man soll auch mit den Händen gehen lernen und langen mit den Füßen.


Man wird nicht gekreuzigt, man kreuzigt sich selbst.

Meine erste Frau war meine Frau, meine zweite mein Herr. die dritte meine Ikone.

Miss neunmal, schneide einmal.

Mit Schweigen ärgert man den Teufel.

Mit Wasser kann man alles waschen, nur den schlechten Ruf nicht.

Möchtest du wissen, wo guter Wein ist, so frage, wo die Priester und Mönche hingehen.

Möge Gott so von dir denken wie deine Nachbarn.

Mutter, gibt mir Glück bei der Geburt, und dann wirf mich, wenn du willst, auf den Kehrichthaufen.

Nach dem Knüppel fühlt man den Stock nicht.

Nagt eine Maus an den Kleidern, sind alle Mäuse schuld.

Nicht jede Beere ist eine Weinbeere.

Nimm einen großen Bissen, aber sprich kein großes Wort.


Nur einmal geht der Fuchs in die Falle.

Nur zwei Dinge behält die Frau verbissen für sich: ihr Alter und was sie selbst nicht weiß.

Ohne Arbeit ist der Urlaub nicht süß.

Paradies und Hölle sind weder über noch unter der Erde zu finden.

Parvan*1 ein Narr, Parvan ein Geck.

Peitsche den Sattel, damit der Esel nachdenklich wird.

Prügle den Lehrling, noch ehe er den Wasserkrug zerbrochen hat.

Prügle den Wilden, und er wird noch wilder.

Reichtum erkauft keine Gesundheit, sondern zehrt an ihr.

Rutsch lieber mit dem Fuß aus als mit der Zunge!


Salze nicht anderer Leute Speisen.

Saurer Wein verschenkt sich leichter als süßer.


Scharfer Essig zersetzt den eigenen Behälter.

Schau dir die Diener an, und du kennst den Herrn.

Schenkt dir dein Gutsherr ein dreibeiniges Pferd, so danke, als wäre es ein vierbeiniges.

Schlag deinen Pelzmantel, und er wird dich wärmer halten, schlag deine Frau, und du wirst sie zärtlicher lieben.

Schlimmes, mach dich auf die Socken - es kommt noch Schlimmeres!

Schüttelt sich die Erde, halte dich am Himmel fest.

Schwarz ist die Büffelkuh, aber ihre Milch ist weiß.
(ähnliche Sprichwörter auch in England und Gambia)

Schwere Last gibt Gott nur denen zu tragen, die er liebt.

Selbst Butter und Honig können dich mit der Zeit krankmachen.

Selbst eine Ameise wirft einen Schatten.

Sieh dir die Mutter an und wirb um die Tochter.

Sieh nicht auf die Rinde, sondern auf das Mark.

Siehst du nach der Lerche, so höre auch nach der Blaukrähe.

Sind die Kinder schlecht, so sollten sie kein Vermögen erben; sind sie gut, so brauchen sie keins.

So im Herzen, so im Munde.

Solange das Schiff auf dem Meer ist, gehört es dem Steuermann.

Solange der Baum jung ist, kannst du ihn nach deinem Willen beugen.

Solange der Fuchs noch einen Zahn hat, wird er nicht fromm.

Solange du das Böse nicht erfährst, kannst du auch das Gute nicht erkennen.

Solange ein Mann gesund ist, ist selbst Wasser ein schmackhaftes Getränk.

Stojan*1 fischt den Stör und Parvan*1 streicht sich den Kaviar aufs Weißbrot.

Streite lieber mit deinem Schlüssel als mit deinem Nachbarn.

Trau deiner Hündin eher als deiner hübschen Frau.

Trau nicht der Wintersonne und keinem Frauenherzen.

Ohne nasse Hosen werden keine Krabben gefangen.
Trockene Hosen fangen keine Fische.
(Wer etwas haben oder erreichen will, muss auch Rückschläge und die damit verbundenen Nachteile in kauf nehmen. Auf dem Weg zum Erfolg liegen oft Hindernisse und man hat manchen Misserfolg bis zum Ziel. Vergleichbares Sprichwort in Deutschland: Wer Fische fangen will, muss sich nass machen.)

Tu eine gute Tat und wirf sie ins Meer.

Untersuche dein Schiff, ob es ein Leck hat, ehe du die Mündung der Donau verlässt.

Verfolge nicht den Kleinen, denn du wirst ihn zum Helden machen.

Verlierst du den Halt an der Mähne, so greif nicht nach dem Schwanz.

Versuche nicht, dem Gemüsehändler Gurken zu verkaufen.

Viele Omas, dünnes Kind.

Vom Wort zur Tat wie vom Blatt zur Wurzel.

„Von hier aus reiche ich bequem zu deiner Frau“, sagte der Gast. „Und ich zum Feuerhaken!“, antwortete der Hausherr.

Vor Gott kannst du sagen: Ich kann nicht, aber nicht vor den Menschen.


Vorhängeschlösser sind für gute Menschen, Mauern sind nutzlos für schlechte.

Warte, bis man dich zur Hochzeit einlädt, zum Begräbnis geh uneingeladen.

Warten wir, bis die deutschen (Soldaten) kommen.

Was dem Wanderer der Weg ist, ist dem Frosch sein Tümpel.

Was die Mutter spinnt, das webt die Tochter.

Was eine Aprikose ist, neigt zur Weichheit.

Was eine Aprikose werden will, das neigt zur Weiche.

Was immer man den Armen gibt, ist nicht verloren.

Was man nicht für Geld kaufen kann, kann man für mehr Geld kaufen.


Was zu früh aus dem Balkan springt, fällt zu bald in die Donau.
(Das bedeutet, man sollte sich nicht übernehmen und etwas versuchen, was voraussehbar über die Kräfte geht.)

Wein ist ein Getränk, das nur im Fass, nicht aber im Kopf still ist.

Weiße Hände - andrer Leute Arbeit.

Weit reicht das gute Wort, noch weiter das schlechte.

Wenn alle den Nüchternen betrunken nennen, so wird er`s auch.

Wenn das Herz nicht sprechen will, dann werden es die Augen.

Wenn dein Haus brennt, entkommen seine Schulden durch den Schornstein.

Wenn der Kopf den Füßen nicht befiehlt, möge der Himmel beiden helfen.

Wenn der Priester sich betrinkt, ist das Dorf berauscht.

Wenn der Tropfen nahe dem Fall ist, ist er auch dem Zerstäuben nahe.

Wenn der Wagen entzwei ist, sieht man viele gerade Straßen vor sich.

Wenn der Wagen erst mal umgefallen ist, dann sieht man, was es noch für Wege gab.

Wenn der Zar den Schlüssel von Tultscha
*8 verlangt, so gib ihm auch den von Hirsowa*2.

Wenn die Hand gibt und nicht das Herz, geschieht nichts.

Wenn die Hengste sich stoßen, bekommen die Esel besseres Heu zu fressen.

Wenn die Liebe erkaltet, erwärmt sich der Zank.

Wenn die Ratten genug zu fressen haben, wird das Schiff sicher in den Hafen segeln.

Wenn die Raupe den Ginster verschont hat, droht ihm neue Gefahr durch den Besenbinder.

Wenn du das Schlechte nicht siehst, kannst du das Gute nicht schätzen.


Wenn du den Kameltreiber zum Freund hast, baue deine Tore hoch.


Wenn du dich zum Lamm machst, wird der Wolf dich fressen.

Wenn du eine Kerze anzündest, um Gott anzubeten, steck zwei für den Teufel an.

Wenn du ein Schaf bist, Wölfe werden dich immer finden.

Wenn du keinen Feind hast, hat deine eigene Mutter ihn geboren.

Wenn du mit den Blinden schlafen gehst, wirst du schielend aufwachen.

Wenn du nach einem Priester suchst, frage den Gastwirt, nicht den Küster.

Wenn du tust, was die Leute dir sagen, wirst du nach Hasen im Meer angeln und nach Fischen im Wald jagen.

Wenn du Weinschierling*9 bist, werden deine Freunde dich nicht für Schierling halten; du selbst aber wirst dich dem Wein zuzählen.

Wenn ein Dummkopf einen Stein ins Meer schmeißt, können ihn hundert Weise nicht herausholen.

Wenn Frauen nicht sündigten, so gäbe es keine Priester für ihre Beichte.

Wenn Gott auf die Hunde hörte, würde es Brote regnen.

Wenn Gott stirbt, dann wählen wir den heiligen Nikolaus zu seinem Nachfolger!

Wenn Macht gewalttätig ist, währt sie nicht lange.

Wenn man nur vom Zuschauen ein Handwerk erlernen könnte, wäre jeder Hund ein Metzgermeister.

Wenn man zwei Hasen hinterher ist, fängt man keinen einzigen.

Wenn schon eine Krähe, dann soll sie auch zottelig sein.

Wenn Unglück dich nicht gefunden, warte einen Augenblick, und du wirst es finden.
Wer abwesend ist, ist gut.

Wer anderen auf den Zahn fühlt, wird gebissen.

Wer an Träume glaubt, führt die Winde zur Weide.

Wer auf Kredit trinkt, berauscht sich doppelt.

Wer bei den Krebsen ist, soll rückwärts gehen.

Werde ein Schaf, und du wirst den Wolf sehen.


Wer den Weizen hat, will auch den Reis haben.


Wer die Bienen zieht, will auch den Honig ziehen.


Wer die Furcht mitnimmt, den begleitet die Gefahr.


Wer durch sich selber fällt, beschwert sich nicht.

Wer einen Wolf ruft, lädt das Rudel ein.
Wer nach einem Wolf ruft, dem kommt eine ganze Herde herbeigerannt.

Wer früh zu Abend speist und früh heiratet, bereut es nie.

Wer gern trinkt, wird ohne Ehefrau schlafen.

Wer in den Honigtopf greift, schleckt sich auch die Finger ab.

Wer in der Mühle war, hat Mehl an seiner Kappe.

Wer ins tiefe Wasser fällt, hält sich sogar an einer Schlange fest.

Wer in Sünde lebt, ist lebendig begraben.

Wer in unser Dorf kommt, muss auch unseren Tanz tanzen.


Wer lange suppt, lebt lange.

Wer langsam geht, kommt weit.

Wer mir die Möglichkeit gibt, mein täglich Brot zu verdienen, ist zugleich mein Vater und mein Bruder.

Wer mit der Hoffnung stirbt, stirbt sogar sehend.

Wer mit Dreck spielt, macht sich die Hände schmutzig.

Wer mit Honig Handel treibt, muss sich die Finger lecken.

Wer nicht dienen kann, kann auch nicht herrschen.

Wer nichts hat, kann leicht versprechen.

Wer niemandem schadet, kann auch niemandem nützen.

Wer Schatten liebt, muss nicht zu hoch auf den Balkan steigen.

Wer seine Ochsen schlägt, schlägt seinen Geldbeutel, wer aber seine Frau schlägt, schlägt seinen Kopf.

Wer sein Wort bricht, dem wird es gebrochen werden.

Wer sich am Feuer wärmen will, muss auch den Rauch schlucken können.

Wer sich zwischen zwei Stühle setzt, fällt auf den Boden.

Wer ständig aufs Fremde blickt, sieht das Eigene nicht mehr.

Wer ständig gen Himmel spricht, wird auf der Erde nicht erhört.

Wer unter dem Birnbaum sitzt, wird Birnen essen.

Wer zum viel gelobten Erdbeerfeld geht, braucht keinen großen Korb.

Wie die Schafe, so die Wölfe.

Wie es kommt, so geht es auch wieder weg.

Wie kann es einen Wald ohne einen krummen Baum geben?

Willst du, dass eine Aufgabe nicht erledigt wird, dann beauftrage einen anderen damit.

Willst du einen Menschen kennenlernen, so gib ihm Autorität.

Willst du lange leben, so öffne dein Herz.

Willst du mit dem großen Löffel essen, so musst du mit der großen Hacke ernten.

Willst du Ruhe, bleib im Kloster.

Willst du wissen, wo es guten Wein gibt, so frag, wohin die Popen gehen.

Wir haben die Schlacht gewonnen, jetzt müssen wir den Krieg gewinnen.

Wir mögen Brüder sein, aber unsere Geldbeutel sind keine Schwestern.

Wirst du zum Schaf, so frisst dich der Wolf.

Wo die Henne kräht, geht das Haus in Trümmer.

Wo du eine Kirche siehst, findest du zwei Gasthäuser.

Wo eine Kirche steht, ist die Kneipe nicht weit.

Wo es viele Schwänze gibt, gibt es wenige Köpfe.

Wo große Trommeln dröhnen, sind kleine nicht zu hören.

Wo Liebe ist, da ist Gott.

Worte sind härter als Fäuste.


Züchtest du keine Schafe, sterben dir auch keine weg.

Zu einem trefflichen Pferde findet sich auch ein guter Sattel.

Zuviel Arbeit ist schwer, keine Arbeit noch schwerer.
*1 Draganka, Parvan, Stojan - Namen von Menschen

*2 Hirsowa(Hârşova) ist eine Stadt an der Donau, in der rumän. Dobrudscha, Distrikt Constanza, mit ca. 10000 Einwohnern (2011). Die Stadt war mehrmals Schauplatz von Gefechten zwischen Russen und Türken.

*3 Jantra ist ein Nebenfluss der Donau in Nordbulgarien. Er ist 285 km lang und entwässert ein Gebiet von 7.862 km² und hat damit das größte Wassereinzugsgebiet in Nordbulgarien.

*4 Schumla ist heute eine Stadt in Bulgarien, sie gehörte früher zum Osmanischen (türkischen) Machtbereich.

*5 Svetifora (Schöpferberg) ein mit hohen Wäldern bekränzter Berg in Bulgarien, im südosten der Stadt Tarnovo.

*6 Tarnovo ist eine Stadt in Bulgarien mit ca. 73.000 Einwohnern (2009) am Fluss Jantra. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Oblast und der Gemeinde Veliko Tarnovo. Veliko Tarnovo war Hauptstadt des Zweiten Bulgarischen Reiches 1186 - 1393.

*7 Der Timok ist ein rechter Nebenfluss der Donau, der aus mehreren kürzeren Flüssen gebildet wird, die alle den Namen Timok tragen und zusammen 203 Kilometer lang sind. Quellhöhe befindet sich 1078 m, die Mündungshöhe 45 m über dem Meeresspiegel (1033 m Höhenunterschied). Der Name Timok leitet sich vom ursprünglichen lateinischen Namen Timacus ab. Der Fluss fließt durch Serbien, die letzten 15 Kilometer des Flusses bilden die natürliche Grenze zum Nachbarland Bulgarien. Die Einmündung in die Donau liegt exakt im äußersten Nordwestzipfel Bulgariens und stellt den nördlichsten Punkt Bulgariens dar.

*8 Tultscha ist heute eine Stadt in Rumänien. Früher gehörte Tultscha zum russischen Machtbereich.

*9 Weinschierling andere alte Namen sind auch (gemeiner) Sauerdorn, Sauerach, Essigbeere oder Essigdorn. Die Namen rühren von weinsauren Beeren her. Die Pflanze ist heute unter dem Namen Gewöhnliche Berberitze oder Echte Berberitze (Berberis vulgaris) bekannt.