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Sprichworte aus Weißrussland / Belarus

Flagge von Weißrussland / Belarus
Flagge von Weißrussland / Belarus

Wappen von Weißrussland / Belarus (rechts)
Wappen von Weißrussland / Belarus
Weißrussland, amtlich Republik Belarus, ist ein osteuropäischer Binnenstaat zwischen Polen, Ukraine, Russland, Lettland und Litauen. Weißrussland hat eine Fläche von 207.595 km² und 9.504.700 (2017) Einwohner. Ca. 83 Prozent der Gesamtbevölkerung sind ostslawischen Weißrussen, die das Staatsvolk bilden. Daneben leben 8,3 Prozent Russen, 3,1 Prozent Polen, 2,4 Prozent Ukrainer und einige andere Minderheiten im Land. Die offiziellen Amtssprachen des Landes sind Weißrussisch und Russisch, neben denen auch eine Mischform beider, das Trassjanka, besteht. Das Russische dominiert jedoch das öffentliche Leben. Weißrussland erklärte am 25. August 1991 seine staatliche Unabhängigkeit, die faktisch im Dezember 1991 vollzogen wurde.

Seit dem 16. Jahrhundert ist der Name Belarus überliefert, der im 19. Jahrhundert in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen wurde. Die deutsche Übersetzung von Belarus in „Weiße Rus“ ist jedoch falsch. Rus war der ostslawische Name für skandinavisch-slawische Herrschaftsgebiete wie das der Kiewer Rus. Das Adjektiv bely bedeutet „weiß“, was im Mittelalter „westlich“ bedeutete, was übersetzt „Westliche Rus“ bedeutete. Der westliche Teil der Kiewer Rus fiel im 13. Jahrhundert nicht unter die Herrschaft der Mongolen-Tataren und wurde „Weiße Rus“ genannt, im Gegensatz zum tributpflichtigen östlichen Gebiet, das als „Schwarze Rus“ bezeichnet wurde.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weißrussland

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50 der Sprichwörter aus Weißrussland wurden von der Russistin Gisela Reller auf Reportagereisen in die Sowjetunion, die sie für die Illustrierte FREIE WELT unternahm, jahrzehntelang zwischen 1964 und 1990 vor Ort gesammelt. Weitere bisher unveröffentlichte Informationen über dieses und 50 anderer  Völker der ehemaligen Sowjetunion auf der Webseite von Gisela Reller:   www.reller-rezensionen.de/
   
Informationen zu 50 Völker Russlands, von Abasiner bis Zachuren, in einem Lesebuch mit 1001 Sprichworten und über 100 Fotos und ethnografischen Illustrationen von Gisela Reller:
„Die Heimat ist eine goldene Wiege“, ISBN 978-3-8305-3934-6, erschienen am 27.08.2019.
Ein Blick ins Buch:   
www.bwv-verlag.de/detailview?no=3934

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Alt wie ein Hund, aber dumm wie ein Klotz.

Auf dem Markt ist selbst ein Ochse trächtig.

Auf fremdem Buckel reitest du nicht ins Paradies.

Aus einer Nadel ist kein Meißel zu machen.

Bei einer guten Bäuerin legt selbst der Hahn Eier.

Das Glück ist weit hinter den Bergen, das Unglück hinter deinem Rücken.

Den gestrigen Tag holt man nicht ein, dem morgigen entgeht man nicht.

Der Dieb hat einen Weg, der Verfolger zehn.

Der Eine brennt die Ziegel und der Andere deckt sein Haus damit.

Der Geizige rafft zusammen, der Teufel näht den Sack.

Der Magen sagt – genug, die Augen sagen – mehr.

Des Popen Arme sind länger als deine Arme.

Die Fastenzeit ist keine Brücke – man kann sie umgehen.

Die Not hat keine ständige Bleibe.

Drohe dem Hecht nicht mit dem Meer, dem Habenichts nicht mit der Not.

Egal wie viel ein Schwein frisst, es wird immer noch grunzen.

Ehe man zu Gott gelangt, nimmt einem der Teufel die Seele; ehe man zum Zaren gelangt, zieht einem der Herr die Haut ab.

Ehre den Lehrer mehr als den Krämer.

Eigener Zwieback schmeckt besser als fremde Piroggen.
(Piroggen = osteuropäische Teigtasche mit Fleisch, Pilzen, Kraut oder anderem gefüllt.)

Eine gute Nonnenschaft reicht von der Stirn bis zum Mund.

Einen Guten verdirbt die Schenke nicht, einen Bösen bessert die Kirche nicht.

Ein fettes Huhn ist leicht zu rupfen.

Ein Frosch quakt auch ein Pferd an.

Ein Fuchs führt sieben Wölfe hinters Licht.

Ein magerer Acker gibt mehr als ein reicher Herr.

Er selbst ist gut, aber für keine Kopeke Verstand.

Er weinte wie eine Katze.

Fremdes Geld scheuert die Taschen durch.

Geld verloren – nichts verloren; Gesundheit verloren – etwas verloren; Verstand verloren – alles verloren.

Hast du den Faden gefunden, findest du auch das Knäuel.

Hast du keine Enkel, kannst du keine kaufen; hast du viele Enkel, kannst du sich nicht verkaufen.

Heiratet der Arme, ist selbst die Nacht kürzer.

Höre auf die Menschen und gebrauche deinen Verstand.

Hundert Werke begonnen, aber keines gelingt.
Ich habe mehr vergessen, als du weißt.

Ist ein Käfig da, findet sich auch ein Vogel.

Keinen Fehler macht, wer nichts tut.

Kein Wald ohne Wolf, kein Dorf ohne Dieb.

Lässt du den Teufel in die Kirche, klettert er auch auf den Altar.

Lieber mit einem Klugen etwas verlieren als mit einem Dummen etwas finden.

Man lässt nicht alle Birkenreiser auf dem Rücken tanzen.

Mutterhände sind immer weich.

Nicht immer tagt es, wenn der Hahn kräht.

Nicht jede Kopeke ist gut.

Nimm, ohne dich zu erinnern; gib, ohne zu vergessen.

Nur Rebhühner haben keine Heimat, lassen überall ihren Ruf erschallen.

Ohne die Augen zu schließen, wirst du nicht einschlafen.

Reich wirst du, wenn dein Ferkel Hörner kriegt.

Reisen räumt mit Vorurteilen auf.

Schlechte Lieder sind besser als gute Tränen.

Seit er Herr geworden ist, stößt er die Tür mit dem Fuß auf.

Solange es nicht donnert, bekreuzigt sich der Bauer nicht.

Stark ist nicht, wer Pferde zügelt, stark ist, wer sich selbst zügelt.

Trotz alledem: Essig ist kein Wodka, der Gevatterin keine Ehefrau.

Übel der Hirt, der des Wolfes Feind ist.

Unfähig der Koch, der an Hunger starb.

Von einer Verbeugung fällt der Kopf nicht ab.

Was dem Pan gestattet, ist Iwan noch lange nicht erlaubt.
(Pan = Hirtengott)

Was für ein Gast, so die Bewirtung.

Wenn deinem Kalbe erst ein silbernes Euter gewachsen ist, dann wirst du leicht goldene Milch daraus melken können.

Wenn der Bock die Ziege sieht, so weis er, was er will.

Wenn du einen Kopf hast, dann hast du auch Verstand.

Wenn du zu ertrinken drohst, greifst du auch nach einem Rasiermesser.

Wer das Wissen hat - bei dem ist die Macht.

Wer den Hund schlagen will, findet auch einen Knüppel.

Wer gern angelt, wird kein Bauer.

Wer kein Geld hat, schläft ruhiger.

Wer mehr weiß, der fragt mehr.

Wer mit dem Feuer spielt, spielt letztlich mit Asche.

Wie du rufst, so antwortet man.

Wie du zu den Menschen, so sind die Menschen zu dir.

Womit man in die Wiege kommt, damit kommt man in den Sarg.

Zur Hölle ist das Tor breit, zum Himmel schmal.