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Japanische Sprichworte
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Flagge von Japan
Japan, Kaiserliches Siegel
Flagge von Japan
Kaiserliches Siegel in Japan
Japan ist ein ostasiatischer Staat und mit 377.835 km² der flächenmäßig viertgrößte Inselstaat der Welt. Mit über 126 Millionen Einwohnern ist Japan das zehnt-bevölkerungsreichste Land der Erde.

Der Landesname setzt sich aus den Schriftzeichen „ni“ („Tag“ oder „Sonne“) und „hon“ („Ursprung“, „Wurzel“ oder „Beginn“) zusammen. Japan ist deshalb auch als das „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt, die man auf der Flagge wiederfindet. Der Begriff kann „Nippon“ oder auch „Nihon“ ausgesprochen werden. Die Nomenklatur des Landesnamens stammt von der offiziellen Korrespondenz der japanischen Herrscher mit der chinesischen Sui-Dynastie (6.–7. Jahrhundert) und bezieht sich auf die von China aus gesehen östliche Lage des Landes.Das frühere malaiische Wort für Japan, „Jepang“ (heute „Jepun“), wurde einer chinesischen Sprache entlehnt. Portugiesische Händler brachten ihn im 16. Jahrhundert mit nach Europa.

Das Nationale und Kaiserliche Siegel Japans wird auf Japanisch „Kiku no Gomon“ (Chrysanthemenwappen) genannt. Das Siegel zeigt eine stilisierte Chrysantheme mit 16 Blütenblättern. Das Kaiserliche Siegel wird nur von Mitgliedern der kaiserlichen Familie verwendet. Die Meiji-Verfassung sah die alleinige Verwendung des Siegels durch den Tennō vor, aus diesem Grund benutzte jedes Mitglied der kaiserlichen Familie eine leicht veränderte Version des Siegels. Es gibt kein Gesetz, welches das Kaiserliche Siegel zum Staatswappen erklärt. Es wird trotzdem weitestgehend als solches genutzt.

Die mythologisch Gründung Japans fand am 11. Februar 660 v. Chr. statt. Erste bestätigte Kontakte mit China gab es zwischen 300 v. Chr. bis ca 300 n. Chr.. Von ca. 300 bis 710 n. Chr. gab einen enge politische Kontakte mit dem Nachbarland Korea und Einwanderung von Korea. Ab dem 5. Jahrhundert fand die Übernahme der Chinesischen Schrift statt. Im 8. Jahrhundert wurde der Buddhismus stark gefördert und die Staatsform nahm sich China als Vorbild. Zwischen 794 und 1185 nahm die höfische Kultur in Heian-kyō (Kyōto) einen Aufschwung, die Macht des Kaisers wurde aber allmählich geschwächt und Kriegerfamilien etablierten sich. Zum Ende begründete die Minamoto-Familie das erste Shōgunat.

Zwei Invasionsversuche Kublai Khans 1274 und 1281 in Japan scheiterten wegen Taifune, später als „Kamikaze“ (Götterwind), interpretierte. Zwischen 1333–1573 verlor das Shōgunat die Kontrolle durch mächtige unabhängige Daimyō, die ihre eigenen Armeen unterhielten und die „Zeit der streitenden Reiche“ (sengoku jidai) begann. Nach einem über 100-jährigen Bürgerkrieg wurde Japan wieder geeint. In der Edo-Zeit von 1603 bis 1867 waren Aus- und Einreise für Japaner und Ausländer verboten. Mit Ausnahme von beschränktem Austausch mit China und den Niederlanden, denen 1639 als einzigen Europäern der Aufenthalt in Japan auf der künstlichen Insel Dejima vor Nagasaki gestattet wurde, bestand kaum Kontakt zu anderen Staaten. 1854 segelte US-Admiral Matthew Perry mit seiner Flotte von vier Kriegsschiffen unbehelligt in den Hafen des heutigen Tokio, um einen Brief des US-Präsidenten Millard Fillmore zu übergeben. Die Leichtigkeit, mit der er in den Hafen einlaufen konnte, offenbarte die Schwäche des Regimes. Dies führte zu einem Aufstand regionaler Herrscher und brachten eine Wiedereinsetzung des Kaisers mit nur geringer politischer Macht. Japan erhielt eine moderne Verfassung und ein Parlament, Japan wurde zur konstitutionellen Monarchie. Korea wurde 1910 von Japan kolonialisiert, was eine andauernde Belastung der Beziehungen bewirkte. Im Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) stand Japan auf Seite der Entente und übernahm nach Kriegsende deutsche Territorien. Nach demokratischen Experimenten mit einem parlamentarischen System scheiterte die Demokratie durch Instabilität und das Militär übernahm die faktische Kontrolle.

Zwischen 1926 und 1945 besetzte Japan weite südostasiatische Territorien. Japan vertrieb mit Unterstützung Siams und diverser Einheimischer die europäischen Kolonialmächte aus den Ländern, um sein eigenes Kolonialreich auszubauen. Erst nach dem Abwurf von 2 Atombomben am 6. und 9. August 1945 kapitulierte Japan am 15. August 1945 bedingungslos. Um 12.00 Uhr mittags verlas der Kaiser den „kaiserlichen Erlass zur Beendigung des Krieges“.

Nach dem 2. Weltkrieg blieb der Kaiser im Amt. Am 3. Mai 1947 trat die Nachkriegsverfassung in kraft und am 28. April 1952 endete die Besatzungszeit und Japan erlangte wieder die volle Souveränität. Japan ist seit 1947 eine parlamentarische Monarchie, ohne dass die Verfassung jedoch einen Monarchen als Staatsoberhaupt festschreibt.

   Quelle: 
 http://de.wikipedia.org/wiki/Japan
              http://de.wikipedia.org/wiki/Nationales_und_Kaiserliches_Siegel_Japans

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Japanische SprichwörterA - D / → E - M /   N - Z

Nach dem Regen wird die Erde hart.

Nach drei Jahren ist auch das Unbrauchbare zu brauchen.

Nachts spiegelt sich der Mond im See, doch im Wasser bleibt keine Spur.

Nicht alle verheirateten Frauen sind Ehefrauen.

Nicht die Arznei tötet, sondern der Arzt.
Nicht die Medizin, sondern der Arzt, der sie verschrieb, tötet den Kranken.

Nicht die Frage des anderen, sondern dein eigenes Gerede stürzt dich ins Unglück.

Nicht die Liebe ist es die den Menschen irreführt, er führt sich selbst irre.


Nicht einmal dich selbst darfst du deinem Herzen anvertrauen.

Nicht sehen ist eine Blume.
(Das bedeutet, man macht sich ein schönes oder leichtes Leben und blendet die Wirklichkeit aus. Man ignoriert die Realitäten, die einen früher oder später aber einholen werden.)

Nichts ist so sichtbar, als was man verbergen will.

Nichts ist teurer als das, was du umsonst bekommst.

Nichts sagen ist eine Blume.
(Deutsches Sprichwort mit ähnlicher Bedeutung: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.)

Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend.


Niemand ist ohne Eitelkeit und ohne Ausschlag.


Noch nach drei Jahren kann die Liebe erkalten.


Noch nie hat einer Waren, die er lobte, gekauft.


Nur aus einem unbewegt stillen Herzen kann etwas Vollkommenes aufblühen.

Nur der Ehemann kennt den Ehebrecher nicht.

Nur die Gegensätze lehren einen die Welt kennen: Wer nicht ums Dunkel weiß, kann das Licht nicht erkennen.

Nur tausend sind bereit zu loben, aber zehntausend sind bereit zu verleumden.


Nur wer das Licht auslöscht, gewahrt im Fensterviereck die Tiefe der Sternennacht.


Ob du eilst oder langsam gehst, der Weg vor dir bleibt derselbe.

Ob ein Mensch gut oder böse ist, hängt von der Gewohnheit ab.

Ob in alter Zeit, die da lebten, die Menschen ebenso wie ich, vor Sehnsucht nach der Liebsten, Mühe hatten zu schlafen?


Ob man das Leben singend oder weinend verbringt, ändert nichts an dessen Dauer.
Ob man es weinend oder lachend verbringt, ein Leben bleibt ein Leben.

Obwohl es regnet, werde ich nicht nass; deine schützende Liebe ist mein Schirm.


Öffne dein Herz auch dann nicht deiner Frau, wenn sie dir bereits sieben Kinder geboren hat.

Oft lohnt es sich, auf den Schweigsamen zu hören.

Ohne Frauen würde es weder Tag noch Nacht geben.


Ohne gelegentliches Bücken lässt die Welt dich nicht hochkommen.

Quäle deine Seele nicht mit Dingen, die unvermeidbar sind. Grüble nicht über die Sorgen der kommenden Zeit. Sprich nicht dauernd über unerquickliche Dinge, höre auch nicht darauf, wenn andere dir damit in den Ohren liegen.

Reichtum macht aus einem Dummkopf einen Herrn.

Reichtum und Ruhm sind wie Wolken und Rauch.


Reich und achtenswert ist nicht ein und dasselbe.


Riefe der Fasan nicht, so würde ihn der Pfeil nicht treffen.
Ruft der Fasan nicht, dann trifft ihn auch kein Pfeil.
Würde der Fasan nicht schreien, würde er nicht geschossen.


Sage, was du sagen willst, morgen.


Sag nicht alles, was du weißt, iss nicht alles auf, was du hast.

Schicke das Kind, das du liebst, auf Reisen.

Schlägst du blindwütig drauflos, trägst du selber die größten Wunden davon.

Schlecht in der Sprache, schnell in der Tat.

Schmücke die Artikel, die du loswerden willst, mit Blumen.

Schneller als ein Pfeil entflieht die Zeit, und keine Kunst und keine Erfindungsgabe kann den verlorenen Tag je wieder zurückrufen.

Schöne Kleider machen schöne Affen.

Schöne Kleider stehen selbst einem Pferdeknecht gut.

Schön und schnell verträgt sich nicht.

Schweigen ist eine Blume.

Schwierigkeiten machen ein Juwel aus dir.


Sehen ist Gift für die Augen.


Sei wie der Baum, der die Hand mit Blüten bedeckt, die ihn schüttelt.


Selbst das Stolpern über einen Stein ist der Anfang einer Verbindung.

Selbst der klügste Mann passt nicht immer in seine Zeit.

Selbst der Spiegel der Klugheit bekommt blinde Stellen.

Selbst der Wahrsager kennt sein eigenes Schicksal nicht.

Selbst die Wünsche einer Ameise reichen zum Himmel.

Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.

Selbst in das runde Ei kann man Ecken schneiden.

Selbst wenn der Weise dein Feind, mach zu deinem Freund nicht den Dummen.

Selbst wenn sie schweigt, bleibt eine schöne Frau nicht unbemerkt.

Sich an den einfachen Dingen des Lebens zu erfreuen, bedeutet sein Leben zu genießen.

Sieh den gefangenen Dieb an, und du wirst dein eigenes Kind erkennen.

Sie vertreiben mit dem Bambusrechen, was sie mit dem Ohrlöffel zusammengekratzt haben.

Sobald die kleine Quelle versiegt, trocknet der große Strom aus.

Sobald die Steine schwimmen, versinken die Blätter.

Sobald es um Geld geht, sind Eltern und Kinder Fremde.

Sobald man schreiben kann, fangen die Sorgen an.


Sogar ein Narr hat eine Fähigkeit.
(Ähnliche Bedeutung wie die deutschen Sprichwörter: Jeder kann, so viel er tut. Jeder macht`s, wie er`s versteht.)

Solange es Leben gibt, gibt es Hoffnung.

Solange man sie nicht gegessen hat, weiß man nicht, wie Gans und Taube schmecken.

Solange Vater und Mutter leben, sollst du nicht in die Ferne reisen.
(Früher mussten die Kinder sich um ihre Eltern kümmern und sie versorgen, wenn diese alt waren und es nicht mehr selbst konnten. Die Kinder sollten also erreichbar sein, wenn die Eltern Hilfe oder Unterstützung brauchten. Mit dieser Hilfe konnten die Kinder die Sorge und Ernährung der Kinder durch die Eltern vergelten.)

Solange wir lachen, befinden wir uns in der Gesellschaft der Götter.

Sooft man sein Haus für Neujahr mit Kiefern schmückt, setzt man einen Meilenstein auf dem Weg zur Unterwelt.

So viele Wünsche und nur eine kleine Welt.

Sprich mit einem Reichen nicht über Armut!

Sprichst du vom nächsten Jahr, lacht der Teufel.

Sprich von morgen, und die Maus in der Zimmerdecke wird lachen.

Statt die Katze zu verjagen, stell den Teller weg.

Statt nach Lob trachte lieber danach, nicht getadelt zu werden.

Statt zehnmal zu lesen, schreibe lieber einmal ab.

Stelle dich an die Spitze, auch wenn es nur die Spitze einer Kartoffel wäre.


Sterben ist leicht, leben ist schwer.


Tausend Sehende, tausend Blinde.

Tiger und Leoparden schonen ihre Klauen, wie der Weise seinen Mund schont.

Trau einer Frau solange, wie deiner Mutter Augen auf ihr ruhn.


Übe die Kunst, aufzugeben.


Übe lieber Sparsamkeit, als nebenher zu arbeiten.

Über dem Bemühen, die Hörner des Ochsen gerade zu biegen, geht die Sonne unter.


Über Dinge, die dich selbst angehen, musst du andere fragen.


Überquere auch den seichten Fluss, als ob er tief wäre.

Übertriebene Höflichkeit wird leicht zur Unhöflichkeit.

Um das Dorf zu erwecken, musst du zuerst den Priester erwecken.


Um einen Ehestreit schert sich kein Hund.


Um ein Unglück kümmere dich drei Jahre nicht, und es wird zum Segen.


Um kämpfen zu können, brauchen wir nicht nur starke Arme und einen schnellen Geist, wir brauchen den Glauben.

Ungeliebte Kinder haben keine Angst vor der Welt.

Unter schönen Frauen gibt es viele dumme.

Urteile nicht über Dinge, von denen du nur Echo und Schatten kennst.


Verarmt die Familie, dann zeigt sich, ob die Kinder gut sind.

Verdacht erzeugt Gespenster.

Verkauft man Salz, dann regnet es; verkauft man Mehl, dann weht der Wind.
Will man Salz verkaufen, regnet es, will man Mehl verkaufen, so weht der Wind.

Verleihe das Vordach, und man nimmt dir das Haus.

Verleih Geld an eine Stadt, aber niemals an einen Menschen.


Verschüttetes Wasser kann man schwer wieder in eine Schale zurücktun.
Verschüttetes Wasser kehrt nicht in die Schüssel zurück.

(Was geschehen ist, ist geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.)
Vier Blinde beurteilen einen Elefanten.
Vier Blinde beurteilen einen Elefanten.

Die Legende von den Blinden und dem Elefanten
In einer indischen Kleinstadt lebten vier Blinde, die sich keinen Elefanten vorstellen konnten. Eines Tages kam ein Elefant in die Stadt. Sie gingen zu ihm und wollten ihn sich ansehen.
Als sie vor dem großen Tier standen, umfaste der Erste ein Bein des Elefanten, daraus schloss er: Ein Elefant gleicht einer großen Säule.

Der Zweite ertastete die Stoßzähne des Elefanten und kam zum Ergebnis: Der Elefant ist wie ein großer Rettich.
Der Dritte stand an der Seite und betastete die Seite und widersprach den beiden: Ihr seid nicht gescheit! Der Elefant sieht aus wie eine große breite Wand.
Der Vierte entrüstete sich und faste den Schwanz an: Ihr anderen seid wirklich blind! Das muss doch jeder Blinde sehen, ein Elefant ist wie ein Strick.
Sie stritten sich und konnten sich nicht einigen. Jeder beharrte auf seiner eigenen Erkenntnis, stritten miteinander und schimpfte die anderen wären nicht nur auf den Augen blind.
Die Geschichte entstand vor langer Zeit wahrscheinlich in Südasien. Sie ist als Legende oder Gleichnis in vielen verschiedenen Variationen verbreitet. Mal ändert sich die Anzahl der Männer, mal sind sie blind oder der Raum ist stockdunkel, mal ändern sich die Körperteile und die damit verglichenen Dinge. Aber nie erkennen sie das Gleiche oder einigen sich auf eine gemeinsame Erkenntnis.
Sie bedeutet, wenn mehrere sich das Gleiche ansehen, sieht trotzdem jeder etwas anderes. Für die Wirklichkeit oder Wahrheit sind die Menschen blind. Nicht nur das man von einer anderen Seite dieselben Dinge anders sieht, viele verleugnen andere Sichtweisen oder das große Ganze, von dem man selbst nur eine Teilansicht hat. Die Wirklichkeit oder Wahrheit kann je nach eigenem Verständnis oder Realität von jedem unterschiedlich gesehen und verstanden werden. Jeder konstruiert sich seine eigene Welt. Eine absolute Wahrheit, für die der ganze Elefant steht, können die Menschen durch ihre unvollständige Erkenntnisse nie erreichen.

Vom Hörensagen her ist es ein Paradies, beim Anblick die Hölle.

Von Armut zu Reichtum ist eine schwere Reise, aber der Weg zurück ist leicht.

Von weitem grüßen ist besser als in der Nähe zanken.

Vor anderer Leute Mund kann man kein Tor errichten.

Vor der Gewalt zieht sich das Recht zurück, wie die Strohsandale vorm Gewitterregen.

Vor der Tür einer Witwe wird viel Gutes und Böses geredet.

Wärme ein Ding zehn Tage lang an, und es wird in einem Tage wieder kalt.

Was blüht, schwindet dahin.


Was den Schatten liebt, ist kalt.


Was drei wissen, weiß bald die ganze Welt.

Was du deinen Eltern schuldig bist, weißt du erst, wenn du selber Kinder hast.

Was du hassest, wirst du lebend sehen.

Was du verkaufen willst, verziere mit Blumen.

Was einmal Mode war, wird wieder Mode werden.


Was fern ist, wird jeden Tag fremder.


Was man hasst, breitet sich in der Welt aus.


Was man tut, das wird man.
Was man tut, geschieht einem.

Was nicht besser wird, bleibt nicht gut.

Was schnell heiß wird, kühlt rasch ab.

Was seine Erfüllung fand, nimmt ab; so geht es in der Welt.

Wasser in der Ferne löscht kein Feuer in der Nähe.


Was voll ist, läuft über.


Wechsle die Hände, wechsle die Dinge.

Weder Lob noch Tadel bringen den Weisen aus dem Gleichgewicht.

Wegen der Lachgrübchen einer Frau werden ganze Schlösser zugrunde gerichtet.

Weibervolk und kleine Leute sind schwer zu behandeln.

Weidenzweige brechen nicht unter der Last des Schnees.

Weil der Bambus geschmeidig ist, fürchtet er nicht den Sturm.

Weil es Narren gibt, sehen die Weisen so gut aus.

Weisheit und Tugend sind wie zwei Räder an einem Wagen.


Wenn das Geld endet, endet auch die Liebe.

Wenn das Unglück geschehen ist, hilft es nichts, sich in den Nabel zu beißen.

Wenn das Wasser fällt, tauchen die Steine empor.

Wenn der Fußboden zu sehr erhöht wird, ist die Decke zu niedrig.

Wenn der Glaube vorhanden, kann man selbst einen Heringstopf anbeten.


Wenn der Mann krank ist, verfällt das Haus; wenn die Frau krank ist, die Liebe.


Wenn der Reis Früchte trägt, senkt sich sein Haupt; wenn der Mensch zu Reichtum kommt, hebt er sein Haupt.


Wenn der Tiger brüllt, stellt sich der ganze Wald auf die Zehen.


Wenn die Knochen nicht wären, könnte man mit dem anderen eins werden.


Wenn die Liebe den Willen unterstützt, was macht es für Mühe, Berge abzutragen?


Wenn die Not groß ist, rufe die Eltern.

Wenn die Not groß ist, schneidet man sich sogar die Nase ab.

Wenn die Sonne untergeht, wird uns der Weg lang.

Wenn die Steine schwimmen, dann versinken die Blätter.


Wenn die Unvernunft vorbeigeht, tritt die Vernunft zurück.

Wenn die Wildgans aufsteigt, richtet auch die Schmeißfliege ihre Flügel.

Wenn die Zeit gekommen ist, platzen auch die Pfirsiche, die im Schatten wachsen.

Wenn dir der Bauch nicht wehtut, lass ihn nicht untersuchen.


Wenn du blindlings zuschlägst, erhältst du selbst die größten Wunden.


Wenn du einen Mann hasst, las ihn leben.


Wenn du ein Hund wirst, werde Hund einer reichen Familie!


Wenn du ein Kind liebst, gib ihm viele Schläge; wenn du es hasst, gib ihm viel zu essen.


Hast du es eilig, so mache einen Umweg (nimm den längeren Weg)

Wenn du es eilig hast, mach einen Umweg.

Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.

(Fälschlich teilweise auch als chinesisches Sprichwort verbreitet. Das Sprichwort bedeutet, wenn man etwas überstürzt, macht man leicht Fehler und muss es noch einmal machen. Das dauert länger, als wenn man es langsam und gut gemacht hätte. Wenn man etwas möglichst schnell, aber gut erreichen will, sollte man lieber den sicheren Weg wählen, auch, wenn er etwas länger ist. Sprichwort mit gleicher Bedeutung in Deutschland: Eile mit Weile.)

Wenn du hundert Yen hast, kaufe dir für fünfzig Yen Brot, für die anderen fünfzig aber Hyazinthen für die Seele.


Wenn du ins Bambusdickicht stocherst, lässt du die Schlangen herauskriechen.

Wenn du siehst, wie es anderen ergeht, denke an dich selbst.


Wenn du vergnügt sein willst, umgib dich mit Freunden, wenn du aber glücklich sein willst, umgib dich mit Blumen.

Wenn ein Affe dumm ist, greift er nach dem Mond.


Wenn eine Dirne die Wahrheit sagt, wird das Ei viereckig.


Wenn eine Frau ohne Eifersucht ist, nimmt ihr Mann hundert Schwächen in Kauf.

Wenn eine Frau ohne Eifersucht ist, wiegt das hundert Mängel auf.


Wenn es bergab geht, ist niemand alt.


Wenn es einem geschenkt wird, nimmt man sogar ein Begräbnis am Neujahrstag.


Wenn es kalt ist, gibt es keine schmutzigen Kleider.

Wenn es nicht der eigene ist, lässt der Schmerz sich drei Jahre ertragen.

Wenn man arm ist, stiehlt man.

Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen.

(Das bedeutet, es nützt nichts, die Augen zu verschließen und etwas nicht sehen wollen, an den Tatsachen und den Folgen wird sich trotzdem nichts ändern.)

Wenn man den Tiger reitet, kann man schwer absteigen.

(Das bedeutet, wenn man etwas angefangen hat, muss man dabei bleiben, man kann nicht zwischendurch aufhören. Wenn man absteigt, wird man vom Tiger gefressen, man muss wohl oder übel weiterreiten. Genauso sollte man nicht aus einem fahrenden Zug oder einem fliegenden Flugzeug springen, es wäre tödlich.)

Wenn man einen Freund mit Torten bewirft, wird dieser mit Torten zurückwerfen.


Wenn man einen Pflaumenbaum pflanzt, wächst kein Pfirsichbaum.


Wenn man etwas mit ganzem Herzen tut, braucht man keinen Helfer.

Wenn man in ein Dorf kommt, soll man sich an das Dorf anpassen.

Wenn man lange genug wartet, wird das schönste Wetter.


Wenn man über die Dinge von morgen spricht, lachen die Mäuse in der Zimmerecke.


Wenn sich die Haut des Bauches spannt, erschlafft die Haut der Augen.


Wenn sich in deinem Herzen ein Verlangen regt, denke an die Zeit, da du in Not warst!


Wenn Unrecht die Straße entlang kommt, verschwindet das Recht.


Wenn zwei Verliebte streiten, kümmert es nicht einmal einen Hund.


Wer alles glaubt zu wissen, weiß gar nichts.

Wer allzu klug ist, findet keine Freunde.

Wer am Wasser groß geworden ist, stirb auch am Wasser.

Wer andere beschäftigt, den beschäftigen sie.

Wer auf einen Dummen hört, dem geht die Sonne unter.


Wer auf Liebespfaden wandelt, für den sind zwei Meilen nicht länger als eine.


Wer den ersten falschen Zug macht, verliert immer das Spiel.

Wer dir überlegen, den beneide nicht, wer dir unterlegen, den verachte nicht.


Wer drei Tage lang gebettelt hat, kann nicht mehr davon lassen.

Wer einem anderen den Tod wünscht, schaufelt sich das Grab.

Wer einen Taler raubt, wird gehängt, wer ein Land raubt, König.


Wer ein Hund werden will, soll zumindest Hund in einem großen Hause werden.

Wer einmal angefangen hat, Gift zu essen, soll gleich alles aufessen.

Wer einmal gestürzt ist, fürchtet die Höhe.


Wer einmal niest, wird gelobt; wer zweimal niest, wird gehasst; wer dreimal niest, wird geliebt; wer viermal niest, hat oder bekommt eine Erkältung.


Wer es einem Vorgesetzten gleichtun will, beginnt mit den schlechten Eigenschaften.


Wer essen will, soll den Koch nicht beleidigen.

Wer gefallen ist, fürchtet die Höhe.

Wer Gelbsucht hat, sieht alles gelb.


Wer Geld hat, hat keine Feinde.


Wer Geld hat, kann sich sogar vom Teufel bedienen lassen.


Wer Glück hat, den strafen die Götter nicht.


Wer Großes will, muss zuerst das Kleine tun.


Wer hoch hinauf will, muss unten anfangen.

Wer Hohes ersteigen will, muss unten beginnen. Wer Fernes erlaufen will, muss den ersten Schritt tun.

Wer hundert Meilen laufen muss, sagt sich am besten, dass neunzig erst die Hälfte ist.
Wer hundert Meilen laufen muss, sollte neunzig als die Hälfte ansehen.

(Das bedeutet, man soll sich nicht zu früh und zu schnell verausgaben. Man sollte seine Kräfte schonen, dass man auch später noch Reserven hat und nicht möglicherweise kurz vor Erreichen des Ziels aufgeben muss.)

Wer „ich hasse dich“ sagt, meint „ich liebe dich“.
Wer sagt: ich hasse, sagt: ich liebe.

Wer im Wohlstand lebt, denkt an das nächste Jahr; wer im Elend lebt, an den Augenblick.

Wer in dieser Welt hochkommen will, muss sich bücken.

Wer keine Kinder hat, kann nicht weinen.

Wer kein Ungemach ertragen kann, ist nicht zu großen Dingen berufen.

Wer kräftigen Leibes ist, der mag leicht einen bezwingen. Wer über einen starken Verstand verfügt, bezwingt zwei.

Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere.

Wer liebt, erkennt schwerlich die schlechten Eigenschaften des Geliebten, wer hasst, erkennt schwerlich die guten Eigenschaften des Gehassten.

Wer mit dem Feuer spielt, macht in der Nacht das Bett nass.

Wer mit dem Wasser vertraut ist, kommt darin um.

Wer mit zehn Jahren ein Wunderkind ist, hat mit fünfzehn Talent und ist mit zwanzig ein Durchschnittsmensch.

Wer nicht in die Höhle des Tigers gehen will, kann kein Tigerjunges fangen.

Wer nicht kitzlig ist, stammt aus einem Ehebruch.

Wer niemals Verfolgung litt, wird niemals ein Buddha werden.

Wer Reis verschwendet, bekommt Augenweh.

Wer ruhig leben will, darf nicht sagen, was er weiß, und nicht glauben, was er hört.



Wer schnell verspricht, bald vergisst.


Wer schön schreiben kann, schreibt auch schön mit einem schlechten Pinsel.

Wer schreit, der lügt. Die Wahrheit hat immer eine leise Stimme.

Wer seine Unwissenheit zugibt, zeigt sie einmal; wer sie zu verbergen sucht, zeigt sie viele Male.

Wer sich allzu sehr Kinder wünscht, bekommt keine.

Wer sich einmal die Zunge an heißer Suppe verbrannte, pustet, selbst wenn er kalte Speisen isst.
Wer sich mit Suppe den Mund verbrannte, bläst sogar kalte Speisen.

Wer sich im Schatten eines größeren entfalten will, dem wird schnell kalt.

Wer sich verliebt, hat das Ende seines Glücks erreicht.


Wer von anderen abhängt, soll sich selbst bei ihrem Hund beliebt machen.


Wer von der Hoffnung lebt, wird wenigstens nicht dick!


Wer vor dem Schweigenden redet, ist schnell nackt.


Wer will bei Krähen Männchen und Weibchen unterscheiden?

Wer zu viel Aufmerksamkeit beansprucht, trübt den Tee des Gastgebers.

Wer zwei Hasen jagt, fängt keinen.

(Ein Mann muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden und erleidet nicht selten Schiffbruch dabei)

Wie das eine, so ist alles andere.

Willst du zu viel, so ist das, als ob du gar nichts willst.

Wir haben nicht zwei oder drei Leben zu verlieren, vielmehr nur eines: lasst uns ja zusehen, dass wir es recht benutzen.

Wirkung ist die Vergeltung der Ursache.

Wo am wenigsten Herz ist, da ist die meiste Zunge.


Wo die Angst ist, da ist der Weg.

Wo es nicht brennt, steigt kein Rauch auf.


Wo es stinkt, sammeln sich Fliegen.

Wo ich lebe, ist es am schönsten.

Wo kein Ärmel ist, kann man keinen schütteln.
(Wo nichts ist, kann man nichts bekommen. Deutsches Sprichwort mit ähnlicher Bedeutung: Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen.)

Wo Menschen sich freuen, freue dich mit.

Wo Menschen trauern, trauere mit.

Wo viel Verkehr ist, wächst nichts.

Zehn Jahre sind auch schon alte Zeiten.

Zögere nie, wenn es gilt, Gutes zu tun.


Zorn und Reue hat man selbst.

Zu einem Mädchen, das man hinter Schloss und Riegel hält, kommen Insekten.

Zuerst hat man das Kind auf dem Arm, dann auf dem Schoß und schließlich auf dem Rücken.

Zugluft, auch wenn sie bloß aus einem schmalen Spalt kommt, ist kalt.

Zu großer Mut ist kein Mut.

Zu loben, sind nur tausend Menschen bereit, zur üblen Nachrede aber zehntausend.

Zu viele Köche verderben die Brühe.
(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Viele Köche verderben den Brei.)

Zuviel getan heißt nichts getan.
 
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