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Sprichwörter über
Frauen, Jungfrauen, Huren und Mädchen

Fast die Hälfte der menschlichen Weltbevölkerung sind Frauen. Selbst der Anteil der Kinder teilt sich schon in weibliche und männliche Kinder. Die Frauen selbst werden in den Sprichwörtern wiederum in mehrere Untergruppen aufgeteilt. Dazu gehören Frauen, in vielen Sprichwörtern, früher auch als Weiber bezeichnet, Jungfrauen oder Jungfern, Mädchen, Mütter, Töchter, Huren und Witwen. Bei sehr vielen Sprichwörtern merkt man, dass auch die über Frauen von Männern aus Sicht der Männer gemacht wurden. Von Gleichberechtigung ist meist nichts zu merken, betont wird dagegen oft die männliche Dominanz. Das ist wahrscheinlich dem Alter der meisten Sprichwörter geschuldet, die aus einer früheren von Männern beherrschten Zeit stammen. Selbst nach dem 2. Weltkrieg waren viele Rechte von Frauen eingeschränkt. Sie durften nicht ohne Erlaubnis ihrer Männer arbeiten, Geld besitzen und eigene Bankkonten führen, einen Führerschein machen und anderes mehr.

Bis Männer und Frauen in Sprichwörtern gleichwertig behandelt werden, wird noch viel Zeit vergehen. Voraussetzung dafür wäre auch eine gleichwertige Behandlung im wirklichen Leben, die auch heute noch nicht in allen Bereichen und überall verwirklicht ist. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, da die Erziehung der Kinder auch heute noch meist eine Aufgabe der Frauen ist. Es wäre ihnen ein Leichtes, die Kinder gleichberechtigt zu erziehen.   Warum tun sie es dann meist nicht?


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Deutsche Sprichwörter über Frauen

Abends putzt sich des Kuhhirten Frau.

Ach, es ist zu spät, sprach die Frau, als der Knecht sie bei dem Leichenzug ihres Mannes um Heirat anging.

Alle Frachten lichten, sagte der Schiffer, da warf er seine Frau über Bord.

Alles mit Maß, sagte der Schneider, da schlug er seine Frau mit der Elle tot.

Alter Mann macht junger Frau Freude wie der Floh im Ohr.

An einer Frau und an einer Mühle gibt es immer was zu flicken.

Bescheidene Frauen haben an den Ohren noch Augen.

Besoffene Frau ist ein Engel im Bett.

Blödes Herz buhlt keine schöne Frau.

Böse Frauen machen die besten Käse.

Böse Hunde sind gute Wächter, sagte (sang) ein Bauer von seinem bösen Weibe (seiner Frau).

Brave Hausfrau bleibt daheim.

Das Alter in den Rat, die Frau ins Bad.

Das Gesinde soll arbeiten; was im Hause zu feiern ist, das können Herr und Frau selber verrichten.

Das Gold wird probiert durchs Feuer, die Frau durchs Gold, der Mann durch die Frau.

Das kann die blinde Frau mit dem Stocke fühlen.

Das Münchner Kind'l kennt keinen höhern Turm als den Frauenturm.

Das war ein Wurf, sagte Hans, da schmiss er seine Frau zum Dachfenster hinaus.

Deinen Freund wähle eine Stufe über dir, deine Frau eine Stufe unter dir.

Dem Hennengreifer ist eine rechte Frau nicht hold.

Dem Mann ist es keine Ehre, eine Frau zu schlagen.

Den Ochsen fasse beim Horn, den Mann beim Worte und die Frau beim Rock.
Den Ochsen beim Horne, den Mann beim Worte, die Frau beim Rocke.
Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.

Der Engländer sagt, dass eine Frau weise genug sei, wenn sie so viel Verstand hat, unterzutreten, wenn es regnet.
(Früher meinte man, Frauen bräuchten nicht viel lernen (außerdem könnten sie es auch nicht), da sie sowieso heiraten und Kinder bekämen. Dabei ist zu viel Wissen oder Klugheit hinderlich, denn sie würden dann weniger den Anordnungen der Männer folgen und ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen, es bring also nur Probleme.)

Der Frau Augen kochen wohl, die der Magd nicht.
Der Frauen Auge kochet wohl.
Der Hausfrau Augen kochen wohl.

Der Groschen, den die Frau erspart, ist so gut, als den der Mann erobert (erwirbt).

Der Hausfriede kommt von der Hausfrau.

Der Knecht soll dem Herrn, die Magd der Frau dienen und die Philosophie der Theologie.

Der Männer Ehr ist auch der Frauen Ehre, der Frauen [Weiber] Schand ist auch der Männer Schande.
Der Männer Ehr, der Frauen Ehre.
(Ein Sprichwort, dessen zwei Teile meist als ein Sprichwort zitiert werden. Nur vereinzelt kommt eine Hälfte alleine vor, wie beispielsweise 1810 bei Sailer, der beide Hälften einzeln schreibt. Es bedeutet, dass Mann und Frau jeweils Anteil am anderen haben. Wenn dem Einen Ehre zuteilwird, wird damit auch der andere geehrt. Umgekehrt färbt auch die Schande des Einen auf den anderen ab. Mann und Frau sollten im Guten und Bösen gegenseitig für den anderen einstehen und sind mit dessen Schicksal verbunden.)

Der Mann (gehört) in den Rat, die Frau ins Bad.

Der Mann ist das Haupt, die Frau sein Hut.

Der Mann kann nicht so viel zum Tor hereinbringen als die Frau zum Hinterpförtchen heraustragen.

Der Mann taub und die Frau stumm, gibt die besten Ehen.

Der Mann wird reich, dem die Frauen übel geraten und die Immen wohl.

Der Mann zerbricht die Häfen*15, die Frau die Schüsseln.

Der reichen Frauen Henne legt immer Eier mit zwei Dottern.

Des Mannes Ehre ist der Frauen Tugend.

Des Mannes Mutter, (ist) der Frauen Teufel.

Die Frauen sind unrichtige Uhren.
Weiber sind unrichtige Uhren.

Die Frau hat die Hosen an.

Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.

Die Frau muss selber sein die Magd, soll`s gehen, wie es ihr behagt.

Die Hausfrau darf nicht sein eine Ausfrau.
Eine Hausfrau sei keine Ausfrau.

Die Hausfrau (Hausmutter) hat fünf K zu besorgen: Kinder, Kammer, Küche, Keller, Kleider.

Die vierte Frau bringt die Schüppe.
(Schüppe = Schüppe = Schaufel. Möglicherweise ist damit die Schaufel gemeint, mit der das Grab für den Mann ausgehoben wird. Da die meisten Sprichwörter scheinbar von Männern gemacht wurden und die sowieso meist keine so gute Meinung über Frauen hatten, waren diese wohl so anstrengend, dass ein durchschnittlicher Mann die 4. Frau nicht mehr überlebt hat.)

Drei Frauen (Weiber), drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.

Drei Frauenhaare ziehen stärker als ein hänfen Seil.

Ehefrau, Schneckenhaus, denkt nimmer draus.

Ein Aff, eine Frau, ein Kind, ein trunkener Mann, kein Ding lang heimlich halten kann.

Eine fleißige Hausfrau ist die beste Sparbüchse.

Eine Frau aller Frauen Ehre.

Eine Frau aller Frauen Schande.

Eine Frau edel von Natur ist ein Preis über aller Figur.

Eine Frau hat kein ander Schwert, denn (ohne) die Zungen.

Eine Frau kann mit dem Fingerhut mehr verschütten, als der Mann mit dem Eimer schöpfen kann.

Eine Frau mag ihre Ehre wohl kränken.

Eine Frau sitzt nicht auf Eid und Pflicht.

Eine Frau spinnt oder näht so bald eine Kuh aus dem Stall als eine hinein.

Eine schöne Frau in Armut, die ihre Ehr behalten tut und liebt dazu ihren Mann, die trägt der Ehren wohl eine Krone.

Eine schöne Frau und schöner Gang im Bergwerk kann einen auch wohl betrügen.

Eine Schwieger(mutter) und Sohnsfrau sollte man nicht zusammen malen.

Eine versoffene Jungfer und trunkene Frau sind zwei offene Türen.

Eine weise Frau baut ihr Haus.

Eine zornige Frau, ein Kamin voll Rauch und eine löcherige Pfanne sind schädlich im Haus.

Ein Frauenhaar zieht stärker als ein Glockenseil.
(Das Sprichwort meint nicht die physische (körperliche) Kraft, sondern den Einfluss, den Frauen mit ihren Haaren auf die Männer ausüben können und oft genug auch tun. Eine Eigenschaft der Frauen, die sie auch in anderen Ländern beherrschen. Zum Beispiel zieht ein Frauenhaar in Israel sogar mehr als zehn Ochsen, in Japan stärker als ein Rindergespann und in China verwickeln sich selbst große Elefanten in nur einem Frauenhaar.)

Ein Haus darin zwei Frauen sind, wird nicht rein gefegt.

Ein jeder Dieb stiehlt Frauenlieb.

Ein jeder schläft bei seiner Frau auf seine Weise.

Ein junges Weib bei einem alten Mann ist des Tags eine Ehefrau und des Nachts eine Witwe.

Ein Mann - ein Wort, eine Frau - ein Wörterbuch.

Ein Mann kann sich eher zu Tode grämen als eine Frau.

Es geht nichts über Reinlichkeit, sagte die alte Frau und wandte alle Weihnachten ihr Hemd um.

Es geht nicht wie bei der Äpfelfrau, dass man sich den dicksten heraussucht.

Es gibt nur eine böse Frau auf der Welt, aber jeder glaubt (meint), er habe sie.

Es gilt gleich Vater oder Pater, sprach die Frau bei Nacht.

Es ist besser ichts denn nichts, sagte die Frau und ruderte mit einer Nadel.

Es ist ein Kraut, heißt mulier, davor hüt dich semper.
(Aus dem Lateinischen; mulier = Frau, Weib; semper = immer, stets, jederzeit)

Es ist ein schlimm Zeichen, wenn die Henne kräht und die Frau das Meisterlied singt.

Es ist kein Mann, er hat einen ('nen) Wolfszahn; es ist keine Frau, sie hat ihn au.

Es ist leicht, eine schöne Frau zu bekommen, aber schwer, schön (sie) zu behalten.

Es ist leichter eine Herde Flöhe, denn eine Frau zu hüten.

Es ist nicht mehr Betrug als an den Frauleuten.

Es ist nichts Lieberes auf Erden als Frauenliebe, wem's kann werden.

Es kostet mich im Laden mehr, sprach der Mönch, als ihm die Frau einen Blaffert für die Messe gab.
(Ein Blaffert (auch Plappert oder Blaphart) von französisch blafard (bleich, hell), ist eine Münzart. Er wurde als Groschenmünze des Spätmittelalters besondere im oberdeutschen Raum verbreitet. Er entwickelte sich ab 1420 aus dem Schilling, der etwas weniger wert war.)

Es meint jede Frau, ihr Kind sei ein Pfau.

Es sind nicht alle gute Hausfrauen, die gut spinnen können.

Fettes Mägdlein, magere Frau.

Fische und Frauen sind am besten am Sterz.
Fische und Frauen sind nirgends besser denn am Sterz.

Frauenart greift dem Mann an den Bart.

Frauendienst ward nie umsonst.

Frauenfleisch ist leichter zu bekommen, denn Kalbfleisch.

Frauengunst war nie umsonst.

Frauen haben lange Kleider und kurzen Mut.

Frauen haben langes Haar und kurzen Sinn.
(Dieses Sprichwort ist mit der Bezeichnung Frauen oder Weiber oder ganz ohne diesen Hinweis in Umlauf. Es deutet darauf hin, das dieses Sprichwort wie etliche andere von Männern gemacht wurde und das die den Frauen keine große Intelligenz zutrauten. Ein Vorurteil, das viele Männer dank ihrer beschränkten Intelligenz auch heute noch haben.)

Frauenkleider decken wohl.

Frauenlieb, Herrengunst und Rosenblätter verkehren sich wie Aprilwetter.

Frauenlieb ist fahrende Hab', heute lieb, morgen schab' ab.

Frauenlist verborgen ist.

Frauen, Pferde und Uhren soll man nicht verleihen.

Frauenrat ist gut, aber nicht allzeit.

Frauenrat und Rübensaat gerät alle sieben Jahre.

Frauen und Geld regieren die Welt.

Frauen und Jungfrauen soll man loben, es sei wahr oder nicht (erlogen).

Fräulein von der Hutsche, wenn sie fahren will, hat sie keine Kutsche.

Frau Untreu ist Königin bei Hofe.

Frau Venus und das Geld regieren jetzt die ganze Welt.
Frau Venus und Geld regieren die Welt.

Frau Venus und das Kartenspiel und gute Gesellen kosten viel.

Für Müllers Henne(n), (des) Bäckers Schwein und der Witfrau Knecht soll man nicht sorgen.

Fürstengunst, Aprilenwetter, Frauenlieb und Rosenblätter, Würfelspiel und Kartenglück wechseln (verändern sich) jeden Augenblick.

Gebt der Frau Flügel, und sie ist entweder ein Engel oder eine Gans.

Gehorsam und Geduld wachsen nicht im Frauengarten (Weibergarten).

Gib einem Buben eine Frau und einem Kind einen Vogel, es ist beider Schade (so ist beider Untergang vor der Tür).

Gib einer Frau zehn gute Ratschläge; sie befolgt einen elften.

Großen Herrn und schönen Frauen soll man wohl dienen, doch wenig trauen.

Gute Magd wird gute Frau.

Hab' meine Frau ins Bad geschickt, die kranke, man hat sie mir geflickt – ich danke.
Ich hab' meine Frau ins Bad geschickt, die Kranke, man hat sie hinten und vornen geflickt, ich danke.
Ich hab' meine Frau ins Bad geschickt, die kranke; man hat sie mir geflickt, ich danke.
(Ein Sprichwort über die früher zweifelhaften Zustände in Baden am Stein (Hauptort des Bezirks Baden, Kanton Aargau, Schweiz). So soll laut Freiherrn von Reinsberg-Düringsfeld der Cardinal Aeneas Sylvius Piccolomini aus Siena, der spätere Papst Pius II. (1405 - 1464, Papst 1458 - 1464), in seinen Briefen sehr pikante Schilderungen vom dortigen Leben hinterlassen haben.)

Haus ohne Mann, Haus ohne Rat; Haus ohne Frau, Haus ohne Staat.

Herrengunst, Frauenlieb' und Rosenblätter, verändern sich wie Aprilwetter.

Hüte dich vor blonden Frauen und Autos, die die Russen bauen.

Ich kann alles, (sprach die Magd;) die Frau bedienen und dem Herrn bei Nacht aufwarten.
„Ich kann alles“ – sprach die Magd – „die Frau bedienen und dem Herrn aufwarten.“
(Bei diesem Sprichwort kann man genau sehen, wer von wem abgeschrieben hat und was jeder einzelne am Sprichwort geändert hat. Erstmalig erscheint das Sprichwort 1824 bei Melchior Kirchhofer seiner Sammlung schweizerischer Sprichwörter „Wahrheit und Dichtung“. Daraus entnimmt es 1840 J, Eiselein und fügt „! sprach die Magd;“ ein. 1862 übernimmt es so E. Hoefer in sein Buch „Wie das Volk spricht“. Wander fügt 1870 in seinem Deutschen Sprichwörter Lexikon, 2. Band, „am Tage“ hinzu (Ich kann alles, sagte die Magd, am Tage die Frau bedienen und nachts dem Herrn aufwarten.). Letztendlich lässt Wilhelm Binder 1873 „bei Nacht “ weg und fügt dafür Anführungszeichen für die wörtliche Rede hinzu („Ich kann alles“ – sprach die Magd – „die Frau bedienen und dem Herrn aufwarten.“). Jeder versucht, das Sprichwort nach seinen eigenen Vorstellungen zu verändern.)

Ich wollte lieber eine Wanne voll Flöhe hüten, als die Nonnen in Frauenthal, sagte der Abt (Johannes von Wettingen).
(Der Abt Johannes von Wettingen hatte das Aufseheramt über 4 Frauenklöster, von dem er 1509 entbunden zu werden wünschte, da die Nonnen ein seiner Ansicht nach ein unchristliches Leben führten, sich nicht an seine Anordnungen hielten, sondern dauernd widersprachen (Die Worte der Nonnen wollte er nicht wiedergeben, da sie zu schlimm wären.) und sich nur nach ihren eigenem Gutdünken richteten. Das 1231 gegründete Kloster Frauenthal besteht noch heute, mit einer ca. zwanzigjährigen Unterbrechung während der Reformationszeit im 16. Jahrhundert. Heute (März 2018) leben noch 10 Klosterschwestern im Kloster und seit 1957 hat das Kloster einen inzwischen selbstständig gewordenen Ableger in den USA.)

In Gottes Namen schlug der Mann seine Frau tot.

Ist der Mann unvorsichtig und die Frau eine Törin, so geht alles den Krebsgang.

Ja, liebe Frau Bas, wenn es regnet, wird man (machts) nass, wenn es schneit, so wird man weiß, und wenn's gefriert, so gibt es Eis.

Je schöner Frau, je kürzer Leben.

Die karge Frau geht am meisten zur Kiste.

Kein hoffärtiger Tier, denn so eine ('ne) Magd (eine) Frau wird.

Kein Kleid steht den Weibern (einer Frau) besser als (denn) Schweigen.
Kein Kleid, das einer Frau besser steht, als schweigen.

Kinder Weinen macht Frauen singen.
Der Kinder Weinen macht die Frauen singen.

Kluge Männer suchen wirtliche Frauen.

Mancher ist reich an Geld und arm im Beutel – bei seiner Frau.

Mancher von Frauen übel red`t, der doch nicht weiß, was seine Mutter tät.

Man kann des Guten nicht zu viel tun, sagte jene Frau, da ertränkte sie sich im Weihkessel.

Männer sollen reden, Frauen schweigen.

Mann, nimm deine Hau, ernähr deine Frau.

Mann und Frau sind die nächsten Verwandten, wenn sie zwei Paar Beine übereinanderlegen.

Mein Mann ist auch etwas im Kartenspiel, spricht die Frau, wenn er Ratsherr ist.

Mit Hunden fängt man Hasen, mit Lob die Narren und mit Geld (Gold) die Frauen.
Nordost, ist der lübschen Frauen Trost.

Ofen und Frau sollen daheim bleiben.

Ohne Frauen und Wein, kann niemand fröhlich sein.

Ohne Zucht ist eine Frau wie eine geschmückte Sau.

Panzer, Bücher und Frauen muss man erst versuchen.

Pfeffer bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd.
Pfeffer bringt den Mann aufs Pferd, d' Frau bringt er unter die Erd'.

Praktisieren ist die Kunst, sagte die Frau, da setzte sie den Lappen neben das Loch.

Schöne Tage soll man abends loben und schöne Frauen morgens.

Schon wieder Geld, das die Frau nicht weiß.

Solcher Ehemann ist der best, der`s Herz bei der Frauen lässt.

Sparwort ist bei Frauen teuer.

Tugendsame Frauenworte dringen durch Mark und Bein.

Volle Kammern machen kluge Frauen.

Vornehme Frauen gebären in drei Monaten.

Wär' auch ein Haus so breit wie der Rhein, gehört nur ein Herr und eine Frau hinein.

Was die Frau erspart, ist so gut, als was der Mann erwirbt.

Weinende Braut, lachende Frau.

Wenig reden altert die Frauen.

Wenn dem Schwaben die Frau am Karfreitag stirbt, heiratet er noch vor Ostern wieder.

Wenn der Mann die Frau einmal schlägt, schlägt er sie mehr.

Wenn der Mann einlöffelt und die Frau ausscheffelt*29, muss die Wirtschaft zugrunde gehen.
Wenn der Mann/die Frau einlöffelt und die Frau/der Mann ausscheffelt*29, so geht die Wirtschaft zugrunde.

Wenn dich eine Frau hasst, so hat sie dich geliebt, liebt dich oder wird dich lieben.

Wenn die Frau den Durchlass geborgt hat, so bringt der Mann nimmermehr etwas für sich.

Wenn die Frau eine Wasche hat, so hat der Mann eine seltsame Frau und ein böses Hemd.

Wenn die Frauen gut gehen und die Kühe (Bienen) gut stehen, kann der Mann [Mensch] reich werden.
(In diesem Sprichwort bedeutet das: „gut gehen“ soviel wie: „rasch wegsterben“. Das Sprichwort bedeutet also, der Mann wird reich, wenn er seine reiche Frau beerben kann.)

Wenn die Frau ihre Scham verliert, so geht sie daran ohne Zaum: das heißt den Schemel unters Bette stoßen.

Wenn die Frau sonst nichts weiß zu sagen, so klag sie über ihre Hausmagd.

Wenn die Frau tot ist, hat die Schwägerschaft ein Ende.

Wenn die Magd Frau wird, jagt sie den Herrn aus dem Hause.

Wenn Gott eine Närrin haben will, macht er eine Frau zur Witwe.

Wenn zwei Frauen zusammenkommen, wird die Dritte in die Hechel genommen.

Wer ein säugendes Kind hat, der hat eine singende Frau.

Wer Frauen hütet, wütet.

Wer leidet, dass sein Tisch knappt, sein Ofen raucht, Kieselstein im Schuh bleibt, der mag seine Frau herleihen.

Wer mir's tut, dem tu ich's wieder, sprach die Frau, als sie ihres Mannes Hemden flickte.

Wer mit der Magd liebäugelt, macht sie zur Herrin der Frau.

Wer mit sechzig Jahren eine junge Frau heiratet, ladet den Tod zu Gast.

Wer seine Frau lobt und sein Kompost, der wär' sie beide gerne los.

Wer sein Weib zuckert, wird eine süße Frau finden.

Wer zu Magdeburg will Bürger sein, muss der Frau gehorsam sein.
(Wortspiel: Magde - Burg = Mädchen Burg.)

Wie der Baum, so die Birne; wie die Mutter (Frau), so die Dirne.

Wie die Frau, (al)so die Magd.
Wie die Magd, so die Frau.

Wie du mir, so ich dir, sprach die Frau zu dem Mann in der Brautnacht.

Will die Frau nicht zur Hoffnung kommen, so musst du sie in den Schatten eines Klosters stellen.
(zur Hoffnung = guter Hoffnung, das heißt schwanger werden. Das Sprichwort zeigt, welche schlechte Meinungen in früheren Zeiten teilweise über Klöster, Mönche und Kirchenleuten allgemein verbreitet waren. Da Mönche zur Keuschheit verpflichtet sind, wird ihnen oft nachgesagt, ihrem sexuellen Drang heimlich nachzugehen. Eine einzelne willige Frau in Klosternähe wäre dazu eine gute Gelegenheit, besonders wenn der Ehemann unfruchtbar sein sollte. Gleiches gilt auch für das nachfolgende Sprichwort, bei dem die Frau selbst aktiv wird.)

Will die Frau zur Hoffnung kommen, so muss sie eine Wallfahrt zu einem Ordensheiligen tun.

Willst du eine Frau nehmen, (so) zieh mehr die Ohren denn (mehr als) die Augen zurat.

Wird die Frau zur Bübin, so erfährt es der Mann am letzten.

Wo die Frau im Hause regiert, ist der Teufel Hausknecht.

Wo die Frau wirtschaftet, wächst der Speck am Balken.

Wo eine Frau, macht's den Mann grau.
(Das bedeutet, der Mann bekommt graue Haare. 1837 erklärte Wilhelm Körte in seinem Sprichwörterbuch dazu: „Man muss eine kleine Frau nehmen, weil man unter mehreren Übeln das kleinste wählen soll.“ Es verwundert nur, das die meisten Männer trotzdem eine Frau wollen. Wahrscheinlich stammt das Sprichwort von dem einen, der „die böse Frau“ tatsächlich abbekommen hat, von dem das anderes Sprichwort handelt: Es gibt nur ein böses Weib, aber ein jeder meint, er hätt' es.)

Wo Gänse sind, da ist Geschnatter, und wo Frauen, da sind viel Mären.

Wo keine Frau, da geschieht dem Kranken weh.

Zeitliche (zeitige, frühe) Frauen, alte Käsemutter.
(Käsemutter = früher eine Frau, die die Käse macht. Sie war für alles mit der Käseherstellung zusammenhängende verantwortlich und weisungsberechtigt. Neben Käseherstellung gehören auch die Käsekammer, das Milchwesen mit Buttern dazu. Es kann auch die Aufsicht über die Milchkühe oder anderes zu ihrem Aufgabenbereich gehören, abhängig von der Größe der Landwirtschaft oder der Anzahl von Knechten und Mägden.)

Zeit, Wind, Frauen und Glück, verändern sich all' Augenblick.

Zu aller Stund weint die (eine) Frau und pisst der (ein) Hund.

Zuviel ist zu viel, sagte jener Mann und hatte seine Frau totgeschlagen.

Zwei Frauen in einem Haus sind ihrer drei zuviel.

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Deutsche Sprichwörter über Jungfrauen und Jungfern

 
Alle Mädchen sind Jungfern, solange der Bauch schweigt.

Auf die Jungfernschaft kann man keine Semmel borgen.
Auf eine Jungfernschaft kann man keine Semmel borgen.

Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.
Bisweilen zieht ein einziges Jungfernhaar stärker als hundert Ochsen.

Da liegt es, sagte jene gute Magd (Jungfer), da entfiel ihr das Kind beim Tanze.

Der Pfaff in Waffen, die Jungfer geil, im Märzen Blüte, bringt wenig Heil.

Die Jungfer gibt's billig und willig.
Eine Jungfer gibt's billig und willig.

Die Jungfernschaft ist ehrenwert, doch nimm vorlieb, was Gott beschert.

Die Jungfrauen sind betrüglich.

Die Jungfrauen sind von bösem Sinn, falsch reden, das ist ihr Gewinn.

Die Jungfrauschaft ist unwiederkäuflich.

Die Jungfrau sieht schön aus, hat aber bösen Sinn.
(Mancher mit schönem Aussehen hat einen schlechten Charakter und hat Böses im Sinn, nicht nur Jungfrauen.)

Eine hässliche Jungfrau ist ein langweiliger Aspekt.
(Aspekt = aus lateinischen aspectus - „das Hinsehen“, - Blickwinkel, Betrachtungsweise, Gesichtspunkt.)

Eine Jungfer (Jungfrau) steht für einen Mann.

Eine Jungfer, wie du willst, eine Witwe, wie sie will.

Eine Jungfrau, die nach Männern jagt, die wird zuletzt eine alte Magd. Das niemand ist, der ihr begehrt und ist ihr auch kein Glück beschert.

Eine Jungfrau ohne Scham, ein Acker ohne Sam, ein Junger Gesell ohne Zucht bringen selten gute Frucht.

Eine Jungfrau ohn' Scham, ein Mensch ohne tun, der März in der Blum' und ein Sommer ohne Tau, des wird man am Ende nicht froh.

Eine Jungfrau schön gerad und lang, vertreibt Herzen sorg und leid, wenn man's gebraucht zu rechter Zeit.

Eine Jungfrau schwächen ist, wie eine Kirch erbrechen.
Wer da mag 'ne Jungfrau schwächen, mag wohl auch 'ne Kirch' erbrechen.
Wer darf eine Jungfrau schwächen, der darf auch wohl eine Kirche brechen.
Der eine Jungfrau darf schwächen, darf auch wohl ein Kastell brechen.

Eine Jungfrau, so heiratet, ehe sie verständig ist, stirbt, ehe sie sparsam wird.

Einem Jungfernschänder geht's nimmer wohl.
(Manchmal ist veraltete oder unmodern gewordene Sprache deutlicher und ausdrucksstärker als jede moderne Ausdrucksweise oder neue Wort. Wer jemand anderen vergewaltigt, fühlt sich möglicherweise, stark, überlegen oder anders positiv. Wer vergewaltigt, übt Gewalt aus und Gerede über mögliche oder ausgebliebene Gegenwehr oder gesetzliche Spitzfindigkeiten verharmlosen nur und ändern nichts am schändlichen Tun.
Wenn wie früher jemand geschändet wurde (nicht wie heute vergewaltigt), war schon durch die Wortwahl klar: Der Schänder hat schändlich gehandelt und dadurch erst recht Schande über sich gebracht, unabhängig von möglichen äußeren Begleitumständen wie Gegenwehr, Schreckensstarre, Gesetzen oder anderem. Wer andere schändet (Jungfer oder nicht, wen und wann auch immer) bringt Schande über sich, lebenslänglich, wer an einen Gott glaubt, noch darüber hinaus.) Worte beeinflussen das Denken der Menschen und dadurch ihr Handeln.)

Einen lieb und niemand mehr, ist allen Jungfrauen eine Ehr.

Eine schöne Jungfrau ohne Geld kriegt mehr Buhler als Freier.

Eine versoffene Jungfer und trunkene Frau sind zwei offene Türen.

Ein schönes Gesicht wird keine alte Jungfer.

Er kauft bei reichen Jungfern Seide.

Er muss ein scharf Gesicht haben, der eine Jungfrau kennen soll.

Es ist armer Jungfern Schade, dass sie schön sind.
(Druckfehler in der Sammlung von Karl Simrock. Unter Nr. 5338 steht bei ihm falsch „Schande“ und nicht das richtige „Schade“. Genauso wie Armut keine Schande ist, ist es auch nicht Schönheit, nur dadurch wird Aufmerksamkeit erregt, in dessen Folge Schaden entstehen kann.)

Es ist ausgerechnet wie die zehntausend Ritter im Kalender und die elftausend Jungfrauen zu Köln.
(Das Sprichwort soll sich auf die heilige Ursula und ihren Märtyrertod beziehen. Der Legende zufolge soll sie mit elftausend Jungfrauen auf einer Pilgerreise nach 303 der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian zum Opfer gefallen sein. Wahrscheinlich waren es aber wesentlich weniger, möglicherweise nur 11, die als elf schwarzen Tropfen, Flammen oder Tränen auf dem Kölner Wappen bis heute überdauert haben. Ob es die heilige Ursula tatsächlich gegeben hat ist umstritten, da es nur Legenden aber keine geschichtlichen Beweise ihrer Existenz gibt. Das bedeutet, das Rechnungen wie die elftausend Jungfrauen stark angezweifelt werden können.)

Es ist nicht allweg gut, die Jungfer zu küssen.

Es sind nicht alle Jungfern, die Kränze tragen.
Nicht alle sind Jungfern, die Kränzlein tragen.

Jungfernlieb ist fahrende Hab, heute lieb, morgen schab' ab.
Jungfrauen lieb ist fahrend Hab', heut heißt's: „mein Schatz“, morgen: „schab ab!“
(fahrende Habe = bewegliches Vermögen, Besitz)

Frauen und Jungfrauen soll man loben, es sei wahr oder nicht (erlogen).

Fürwitz ist Jungfrauen wenig nütz.

Fürwitz macht die Jungfrau teuer.
Vorwitz macht [die] Jungfern (Jungfrauen) teuer.

Geduld ist eine Jungfrau, hätte sie sich verehelicht, man hätte ihr längst einen Scheidungsbrief gegeben.

Hätt' ich nur erstlich einen Mann, was gehn mich andre Jungfern an?

Ist der Apfel rosenrot, der Wurm ist darinnen, ist die Jungfrau hübsch und schön, sie ist von bösem Sinne.

Ist der Finger beringt, so ist die Jungfrau (das Mädchen) bedingt.
Ist die Jungfer beringt, so ist sie bedingt.
(Ein altes Rechtssprichwort. Früher durften nur verheiratete und verlobte Frauen Ringe tragen. Eine unverheiratete Frau mit Ring hatte also ein Eheversprechen gegeben, das nur sehr schwer rückgängig gemacht werden konnte.)

Jungfernfleisch ist kein Lagerobst.

Jungfernherz ein Taubenhaus, fliegt einer ein, ein andrer aus.

Jungfernschänder schändet Gott wieder.
(Manchmal ist veraltete oder unmodern gewordene Sprache deutlicher und ausdrucksstärker als jede moderne Ausdrucksweise oder neue Wort. Wer jemand anderen vergewaltigt, fühlt sich möglicherweise, stark, überlegen oder anders positiv. Wer vergewaltigt, übt Gewalt aus und Gerede über mögliche oder ausgebliebene Gegenwehr oder gesetzliche Spitzfindigkeiten verharmlosen nur und ändern nichts am schändlichen Tun.
Wenn wie früher jemand geschändet wurde (nicht wie heute vergewaltigt), war schon durch die Wortwahl klar: Der Schänder hat schändlich gehandelt und dadurch erst recht Schande über sich gebracht, unabhängig von möglichen äußeren Begleitumständen wie Gegenwehr, Schreckensstarre, Gesetzen oder anderem. Wer andere schändet (Jungfer oder nicht, wen und wann auch immer) bringt Schande über sich, lebenslänglich, wer an einen Gott glaubt, noch darüber hinaus.) Worte beeinflussen das Denken der Menschen und dadurch ihr Handeln.)

Jungfern und Gläser schweben in steter Gefahr.

Jungfern und Herren kostet Vernunft viel Seufzer.

Jungfer von Flandern gibt einen um den andern.

Jungfrauen sollen einsam sein und sich nicht machen zu gemein.

Manche ist Jungfrau und im Herzen Weib.
Manche scheint eine Jungfrau nur und ist, bei Licht b'sehn, eine Hur'.
Manche scheint eine Jungfrau nur, ist sie doch bei Licht eine Hur'.

Manche Jungfer will wohl keinen Mann haben, sie ist aber gern bei dem Volke, das Frauen machen kann.

Märzengrün, Jungfrau kühn.
März grün, Jungfrau kühn.

Mit frischen Rosen und Jungfern darf man nicht lange scherzen.

Nimmst du eine Jungfrau, so heißt's, wie du willst, nimmst du eine Witwe, so heißt's, wie sie will. Bist du der andere, dritte oder vierte Mann, so bist du nicht am besten dran.

Nimmt nicht die Jungfrau selbst sich in acht, umsonst ist alle Hut und Wacht.

Probieren macht die Jungfern teuer.

Rosen und Jungfern sind bald verblättert.

Schöne Jungfer (Jungfrau) trägt ihr Heiratsgut im Angesicht.
Schöne Jungfrau hat ihr Heiratsgut im Angesicht.

Schöner Jungfer ohne Geld sind der Freier viel bestellt.

Üble Jungfer, die gern Scheren macht.

Versagen ist Jungfrauen Sitte, doch tun sie es, wenn man sie bittet.
Versagen ist der Weiber Sitte; doch wollen sie, dass man sie bitte.
(Versagen = ablehnen. Das Sprichwort bedeutet, dass angeblich alle Mädchen und Frauen „Ja“ sagen, auch wenn sie „Nein“ sagen. Schon im Mittelalter ein weit verbreiteter Irrglauben von vielen Männern, der sich bei manchen bis heute gehalten hat. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele Männer der deutschen Sprache nicht mächtig sind, und den unterschied zwischen den zwei gegensätzlichen Worten „Ja“ und „Nein“ nicht kennen. Solchen Zeitgenossen kann man meist auch sonst keine große Intelligenz oder gute Erziehung, Benehmen und Bildung nachsagen.)

Verschwiegen, züchtig, häuslich sein, das ziert gar wohl die Jungfräulein.

Von gewanderten Jungfern hält man nicht viel.

Wankelmut ist keine Jungfrauenzier.

Wären die Jungfern stachlig geborn, als wie die wilden Hagedorn, so gäb' ich sicher den Bescheid, sie blieben Jungfern allezeit.

Was schmeckt unversucht? sprach der Abt zur Jungfrau.

Weibern und Jungfrauen war Ausgehen nie so gut, daheim bleiben war besser.

Wenn eine Jungfer fällt, so fällt sie auf den Rücken.

Wenn eine Jungfrau reif ist, so hätte sie gern einen Mann.

Wenn eine Jungfrau Wein trinkt und den Gesellen mit Augen winkt, und scharrt mit Füssen auf der Erden, so ist sie ein Hur oder wills bald werden.

Wenn ein Recht angeht, so bald findet sich Jungfrau Fraus auch.
(Fraus = römische Göttin von Verrat, Betrug, Täuschung und Nachteil und Schaden. Fraus hatte Kopf und Gesicht einer Frau mit dem Körper einer Schlange und ein Schwanz mit dem Stachel eines Skorpions. Das Sprichwort bedeutet, sobald ein Recht formuliert wird, sinnen andere darauf, wie man es zum eigenen Vorteil und Schaden der Rechteinhaber umgehen oder durch Betrug und Täuschung umgehen könnte. Noch heute findet sich ein Teil der lateinischen Version des Sprichworts „Inventa lege, inventa est fraus legis.“ die Bezeichnung „fraus legis“ als Bezeichnung für das Verhalten, den Wortlaut eines Gesetzes zu beachten, aber den beabsichtigten Sinn zu umgehen. Man umgeht das Gesetz und erreicht etwas, was das Gesetz verhindern oder ausschließen sollte, aber da es dem Wortlaut nach nicht gebrochen wird rechtlich nichts dagegen getan werden. Ein beliebtes Mittel von Lobbyisten von großen Unternehmen, die dem Gesetzgeber mit ihrem „Sachverstand“ bei der Formulierung von Gesetzestexten zu helfen (Tatsächlich wird der Industrie geholfen).)

Wenn man eine Jungfrau nicht mehr lieben will, so soll man sie heiraten.
(Ein altes Sprichwort, das seine frühere Gültigkeit auch heute nicht verloren hat. Warum sollte man heiraten, wenn man den anderen nicht mehr liebt? Wie soll man sich die fast 50-prozentige Scheidungsrate nach nur wenigen Ehejahren erklären? Eine erschreckend hohe Gewaltbereitschaft in Partnerschaften und Familien spricht eine ebensolche Sprache.)

Wenn man keine Jungfern hat, muss man mit Huren tanzen.
Wenn man nicht Jungfern hat, tanzet man mit Huren.
(Soll wohl aus der Not eine Tugend machen heißen? oder der der Versuchung erliegen.)

Wenn sich die Jungfer aufs Küssen legt, (so) legt sie sich auch aufs Kissen.

Wer eine Jungfrau schändet, stirbt übeln Todes.
Wer Jungfern schänd't, nimmt kein gut End.
(Manchmal ist veraltete oder unmodern gewordene Sprache deutlicher und ausdrucksstärker als jede moderne Ausdrucksweise oder neue Wort. Wer jemand anderen vergewaltigt, fühlt sich möglicherweise, stark, überlegen oder anders positiv. Wer vergewaltigt, übt Gewalt aus und Gerede über mögliche oder ausgebliebene Gegenwehr oder gesetzliche Spitzfindigkeiten verharmlosen nur und ändern nichts am schändlichen Tun.
Wenn wie früher jemand geschändet wurde (nicht wie heute vergewaltigt), war schon durch die Wortwahl klar: Der Schänder hat schändlich gehandelt und dadurch erst recht Schande über sich gebracht, unabhängig von möglichen äußeren Begleitumständen wie Gegenwehr, Schreckensstarre, Gesetzen oder anderem. Wer andere schändet (Jungfer oder nicht, wen und wann auch immer) bringt Schande über sich, lebenslänglich, wer an einen Gott glaubt, noch darüber hinaus.) Worte beeinflussen das Denken der Menschen und dadurch ihr Handeln.)

Wer Kammerjungfern freit und gern Kaldaunen isst, der frage nicht nachher, was drin gewesen ist.

Wie die Jungfer, so ist ihr Hündchen.

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Deutsche Sprichwörter über Huren


Alte Huren sind der Buhler beste Boten.

An der Hunde Hinken, an der Huren Winken, an der Weiber Zähren und des Krämers (der Krämer) schwören, soll sich niemand kehren.

Argwohn ist des Teufels Hure.
Argwohn ist des Teufels Metze.
(Der Argwohn kann so viel Unheil anrichten, dass man ihn ein Werkzeug in der Hand des Teufels nennen kann.
Metze = Bezeichnung aus dem Spätmittelalter für Prostituierte. Ursprünglich ein Mädchen von geringem Stand Andere Bedeutung kann auch eine Koseform vom Vornamen Mechthild, Mathilde sein.)

Armut hat viel zu Huren gemacht und viel an Galgen gebracht.

Armut ist ein loser Hurenbalg und lehrt partieren.
(partieren = frühes Neuhochdeutsch, ab ca. 15. Jahrhundert: von Partiri - Zertheilen, zweien, scheiden, sondern, teilen; einzelnen Stimmen in Partituren anordnen.)

Arm wie eine (die) Hur in der Karwoche.
So arm, wie 'ne Hure in der Marterwoche

Auch eine Hur hat oft ein fromm Kind.

Aus einer argen Hur wird selten ein gut Eheweib.

Aus frommen Eltern kommen oft Huren und Buben.

Besser mit einem bösen Weibe in der Ehe gelebt, denn mit einer frommen Hure in Unzucht.

Den Dieb soll man henken, die Hur ertränken.

Der Bauch macht Huren und Buben.

Der gewinnt viel, der eine Hure verliert.

Der Huren beut man den Krug, dem Dieb den Galgen.

Der Huren Mund ist eine tiefe Grube, wem der Herr ungnädig ist, der fällt darin.

Der Huren Schönheit ist gleich den Früchten, so auf hohen Felsen wachsen und nur von Raben und anderen Raubvögeln genossen werden.

Der Passbrief zum Spital sind Karten und Huren.

Der Raben Bad und der Huren Beichte sind unnütz.

Die Hur kommt leicht ins Haus, aber langsam wieder draus.
Die Hure kommt schnell ins Haus, aber langsam (wieder 'raus) heraus.

Die (Deine) Mutter ein Hur, der Vater ein Dieb, hast du Geld, so bist du lieb.
Deine Mutter ein' Hur', dein Vater ein Dieb; hast du Geld, so bist du lieb.

Die nicht will eine Hure sein, sollt' auch nicht führen Huren-Schein.

Die Rache wird nimmer zur Hure.

Die Welt ist ein Hurenhaus der Sünden.

Eine alte Hure und neuer Wirt scheren am schärfsten.

Eine Hure nimmt lieber mit einem Auge vorlieb als mit einem Buhler.

Eine Hur' ist jedermann gerecht.

Einer Hure Trost ist, dass sie die erste und letzte nicht sei.

Einer muss einen Dieb und Buben zum Knecht und eine Hur und Diebin zur Magd haben oder leiden.

Ein frei edel Geblüt vor den Huren sich hüt.

Einmal Hure, immer Hure.

Ein Wolf und eine Hure bessern nicht.

Eselslauf, Nonnenlieb und Hurenfrömmigkeit sind unbeständig und nichts wert.

Es gilt mir gleich, ob eine Hur mich lobt oder ein Dieb schilt.

Es ist keine Hur(e) so bös, sie zöge gern ein fromm Kind.

Es ist kein Geschlecht, darin es nicht Huren und Buben gibt.

Es ist Schumpe wie Hure.
(Schumpe = Meretrix = Hure)

Es sind nicht alle Huren, die einem Manne zu Willen sind.

Es wird keine eine Hur von eines Mannes wegen.

Gerät das Kalb nach der Kuh, hast du im Haus der Huren zwu.

Hasen und Huren sind bös zu zähmen.
Hasen und Huren sind schwer zu zähmen.
Huren und Hasen sind schwer zu zähmen.
Mönche und Huren sind schwer zu zähmen.

Hätt' ich Geld, so wär' ich lieb, und wär' ich ein Hur', mein' Mutter ein Sack und mein Vater ein Dieb!

Huren haben Mausfallen mit Speck darauf.

Hurenlieb so lange währt, als das Feuer auf dem Herd.

Huren sind Kohlen, die schwärzen und brennen.

Hurentränen, Säckelzieher.

Huren und Buben, ein Gespann.

Huren und Buben (Narren) kommen ungerufen.

Huren und Buben sprechen immer von ihrer Ehre.

Huren und Buben verstehen sich bald.

Im Mai gehn Huren und Buben zur Kirche.

Ist der Vater ein Dieb und die Mutter eine Hure, so geraten die Kinder nicht desto besser.

Ist die Mutter ein Hure, so ist die Tochter nicht fromm.

Junge Hure, alte Betschwester.

Junge Hure, alte Kupplerin.

Junge Huren, alte Wettermacherinnen.

Kommt die Hur ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel.

Manche scheint eine Jungfrau nur und ist, bei Licht b'sehn, eine Hur'.

Most, Wein und Hurerei machen toll.

Mutter eine Hur, Tochter ein Hürlein.

Nonn oder Hur, Mönch oder Bub.

Raben baden und Huren beichten sind Dinge von Nichten.
(Das bedeutet, es sind nutzlose Dinge, es ist vergebene Mühe.)

Schöne Hur ist ein lebendiger Sarg.

Schwaben gibt der ganzen Welt Huren genug und Bayern Diebe.

Sei Hur' oder Dieb, hast du Geld, so bist du lieb.

Sein Geld ist eine Hure.
Sein Geld ist eine Hure, will immer nur unter fremden Leuten sein.

Stroh im Schuh, Spindel im Sack, Hur im Haus gucken allzeit (immerdar) heraus.

Tanz ist der Huren Finanz.

Vernunft und Verstand sind des Teufels Huren.
(Laut Körte ein altes Pfaffenwort: „denen Vernunft und Verstand im Wege stehen. Sie sagten auch: Verstand und Vernunft können Gottes Wort nicht verfechten; sie sind nur große Wettermacher und Hagelsieder in der Schrift! Freilich machen sie anderes Wetter in der Schrift, als es die Pfaffen gerne haben, welche lieber im Dunkeln munkeln und immer nur vor dem Teufel warnen, aber nicht anders, wie jener Dieb auf der Flucht, der immer aus Leibeskräften rief: Haltet den Dieb!“)

Virtus in medio, sagte der Teufel, da ging er zwischen zwei Huren.
(Virtus in medio - Lateinisch = Tugend in der Mitte)

Von Huren geschah nie einem Mann Gutes denn einem, der ward gehängt: da kam er der Marter ab.

Was (von) Huren geboren, ist zu huren erkoren.

Was (von) Huren säuget, das ist zum Huren geneiget.

Wein, Hurenlieb und Kartenspiel hat gebracht in Not und Armut viel.

Wenn die Huren schimpfen, so bricht die Schand(e) aus.

Wenn die Huren spinnen, so ist die Nahrung krank.
Wenn Huren spinnen, so ist die Nahrung schwach.

Wenn die Hure trunken ist, so ist sie eine Törin.

Wenn die Schlange anfängt zu zischen, der Hund zu knurren und die Hure zu weinen, so will die Erste stechen, der andere beißen und die dritte beschmeißen.

Wenn eine Jungfrau Wein trinkt und den Gesellen mit Augen winkt, und scharrt mit Füssen auf der Erden, so ist sie ein Hur oder wills bald werden.

Wenn man keine Jungfern hat, muss man mit Huren tanzen.
Wenn man nicht Jungfern hat, tanzet man mit Huren.
(Soll wohl aus der Not eine Tugend machen heißen? oder der der Versuchung erliegen.)

Wer bei einer Hure niedersitzt, der stehet bei einer Hure wieder auf.

Wer die Hure nimmt zur Eh, bedarf keines Unglücks meh.
Wer eine Hure nimmt zur Ehe, bedarf keines Unglücks mehr.

Wer die (eine) ['ne] Hure zur Ehe nimmt, ist ein Schelm oder will einer werden.
Wer eine Hure zur Ehe nimmt, will zum Schelm werden.

Wer einen Fuß im Frauenhaus (Hurenhaus) hat, der hat den andern im Spital.
Wer den einen Fuß im Hurenhaus hat, hat den andern im Spital.
Im Hurenhause einen Fuß, im Spital den andern.

Wer mit Huren zu Acker fährt, der eggt mit Buben (Gecken) zu.

Wer von einer Hure scheidet, hat 'ne (eine) gute Tagesreise gemacht.
Wer von einer Hure scheidet, macht eine gute Tagreise.

Wirten und Huren darf man nichts schuldig bleiben.

Wirte und Huren bezahlt man vor dem Zapfen.

Würfelspiel und Hurenlieb, macht manchen zum Dieb.

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Deutsche Sprichwörter über Mädchen


Alle Mädchen sind Jungfern, solange der Bauch schweigt.

Alles hat seine Wissenschaft, sagte das kleine Mädchen, da hatt' es das Licht mit dem Hintern ausgepustet.

Alles kommt an den Mann, nur ich nicht, sprach das Mädchen.

Ander Städtchen, ander Mädchen.

Aus Knaben werden Leute, aus Mädchen werden Bräute.

Bevor die Mädchen flügge, sind sie voller Tücke.

Die Buben haben Lust zu reiten und zu kriegen, die Mädchen zu Docken (Puppen) und zu Wiegen.

Die Erste in der Kirche, die Letzte beim Tanz sind zwei Blumen im Mädchenkranz.

Die Mädchen beten gern vor dem Spiegel.
Die Mägdlein beten gern vorm Spiegel.

Die Mägdchen (Mägde) sind von dem gleichen Zeug, daraus Knechtgen (Knechte) gemacht werden.

Die Mägdlein lassen sich nicht umsonst lieb haben.

Die Mägdlein sollen nicht viel trinken, sondern fern denken; sie sollen nicht viel essen, auch dazu wenig sprechen.
(Mägdlein = Mädchen, junge Frauen. Dieses und einige andere Sprichwörter lassen erahnen, wer sie gemacht und verbreitet hat. Manche Männer würden es auch heute noch gerne sehen, wenn sich die weiblichen Menschen auch heute so folgsam wie vor Jahrhunderten an die männlichen Vorschriften halten würden.)

Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen beim Tanz, ein Pfaff im Opfer.
Drei sind nicht müde zu machen: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen im Tanz und ein Priester im Opfern.

Ein gut Pferd sucht man im Stall, ein brav Mädchen in seinem Haus.

Ein Jahrmarkt ohne Diebe, schön Mädchen ohne Liebe, eine Scheuer*31 ohne Mäuse, ein Bettler ohne Läuse, eine Vettel ohne Schelten: Die fünfe find't man selten.

Ein Mädchen bekommt so leicht ein Leck, als ein weißes Kleid ein Fleck.
(Kommentar zum Sprichwort 1837 von Wilhelm Körte: „Mädchen-Tugend ist weißer und reiner als ein gefallener Schnee; man kann sie auch mit einem Spiegel von reinem, hellem Kristall vergleichen, welchen der leiseste Hauch verdunkelt und befleckt.“ Wie meist, beschreibt Körte nur den Idealfall, oft ist das Leben aber nicht immer so.)

Ein Mädchen darf nicht so lange müßiggehen, als 'ne Taube ein Korn aufnimmt.

Ein Mädchen macht keinen Tanz.

Ein Mädchen muss nach einer Feder über drei Zäune springen.
Mädchen müssen nach einer Feder über drei Zäune springen.

Ein Mädchen muss nicht so lange müßiggehen, als eine Taube ein Korn aufnimmt.

Faule Mädchen, lange Fädchen.
(Wer beim Nähen faul ist, näht nicht viel und es bleibt immer ein langer Faden übrig. Im Deutsches Sprichwörter-Lexikon von Karl Friedrich Wilhelm Wander steht es so im 3. Band unter Mädchen Nr. 111 mit den entsprechenden Quellen der Sprichwörtersammlungen von Körte (1837) Nr. 4007, Braun (1840) Nr. 2460 und Simrock (1846) Nr. 6722. Ebenfalls steht es in „Das Sprichwort als Philosoph“ von Ida von Düringsfeld (1863) auf Seite 84. Bei Wander steht es zusätzlich aber auch falsch im 1. Band in Spalte 913 „Lange Fädchen, faule Mädchen“, das Sprichwort in verkehrter Reihenfolge, ganz ohne Quellenangabe. In allen von ihm aufgeführten Quellen findet es sich entsprechend kein Mal. Dieses „falsche“ Reihenfolge wurde seitdem mehrfach von ihm abgeschrieben und steht so in einigen neueren Büchern und so verkehrt herum bei den Sprichwörtern bei wikiquote.de.)

Friss Dreck und sch– Gold, so werden dir die Mädchen hold.

Ist der Finger beringt, so ist die Jungfrau (das Mädchen) bedingt.
(Ein altes Rechtssprichwort. Früher durften nur verheiratete und verlobte Frauen Ringe tragen. Eine unverheiratete Frau mit Ring hatte also ein Eheversprechen gegeben, das nur sehr schwer rückgängig gemacht werden konnte.)

Kein Mädchen ohne Liebe, kein Jahrmarkt ohne Diebe; kein Bock ohne Bart, kein Weib ohn' Unart.

Mädchen sagen nein und tun es doch.

Rüben nach Christtag, Äpfel nach Ostern und Mädchen über dreißig Jahr haben den besten Geschmack verloren.

Unter uns Mädchen gesagt.

Wen ein Mädchen lachet an, den will sie drum nicht alsbald han.

Wenn Mädchen bitten, so gewähren die Männer.

Wenn man ein Mädchen will zur Närrin machen, so darf ihr nur sagen, dass es schön sei.

Zwielicht und Pfaffenhut tun keinem Mädchen gut.

Zwinge mich, so tu ich keine Sünde, sprach das Mädchen.

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