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Sprichwörter über
Worte, Wörter und Antworten

Worte, Wörter und Antworten in deutschen Sprichwörtern, die alle nur aus Wörtern bestehen.

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Deutsche Sprichwörter über Worte und Wörter

Allen Worten ist nicht zu glauben.

Allzu gute Worte haben wenig Glaubens.

Almosen geben armet nicht, Kirchengehen säumet nicht, Wagenschmieren hindert nicht, unrecht Gut wuchert nicht, Gottes Wort trügt nicht.

An dem Wort erkennt man (den) Toren wie den Esel an den Ohren.
Man kennt den Esel an den Ohren, an den Worten kennt man Toren.
Man kennt den Esel an den Ohren, bei den Worten den Toren, am Angesicht den Mohren.

Anfechtung lehrt aufs Wort merken.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Der Prophet Jesaja 28, 19: Luther-Bibel 1545: „Kompt sie des morgens, so geschichts des morgens. Also auch, sie kome des tages oder des nachts, denn alleine die Anfechtung leret auffs wort mercken.“ Luther-Bibel 1912: „Kommt sie des Morgens, so geschieht's des Morgens; also auch, sie komme des Tags oder des Nachts. Denn allein die Anfechtung lehrt aufs Wort merken.“ Lutherbibel 1984: „Sooft sie daherfährt, wird sie euch erfassen. Denn Morgen für Morgen wird sie kommen, des Tags und des Nachts. Da wird man nur mit Entsetzen Offenbarung deuten.“ Lutherbibel 2017: „Sooft sie kommt, wird sie euch erfassen. Denn Morgen für Morgen wird sie kommen, des Tags und des Nachts. Da wird man nur mit Entsetzen Offenbarung deuten.“ Neue evangelistische Übersetzung: „Sooft sie heranbraust, reißt sie euch mit, und Morgen für Morgen tobt sie heran. Selbst in der Nacht habt ihr keine Ruhe mehr. Und jedes Prophetenwort wird euch eine Schreckensnachricht sein.“
Über die Jahre wird der alte Text etwas anders in die jeweilige aktuelle deutsche Sprache übersetzt. Dem Sprichwort ist es egal. Es wurde vor Jahrhunderten wörtlich genauso zitiert wie heute. Heute zum Verständnis nur manchmal mit dem Hinweis auf die alte Bibelübersetzung, warum also immer neue Bibelvarianten?)

An Rechnung machen, an Worten, am dünken und gesponnen Tuch geht viel ab.

An Worten und grauem Tuch geht (kriecht) viel ein.
An Worten und ungenetztem Tuche geht viel ein.

Auch ein weiches Herz darf harte Worte zu rechter Zeit nicht scheuen.

Auf böse (närrische) Worte gehören taube Ohren.

Auf Hörensagen gar nicht bau, auf bloße Worte mitnichten trau.

Aus einem schlechten Wort entsteht oft große Unlust, Krieg und Mord.

Aus kleinen Worten oft großer Zank.

Auf böse Worte gehören taube Ohren.
Auf närrische Worte gehören taube Ohren.

Auf Hörensagen gar nicht bau, auf bloße Worte mitnichten trau.

Aus einem schlechten Wort entsteht oft große Unlust, Krieg und Mord.

Aus kleinen Worten oft großer Zank.

Bei verlorener Sache sind die meisten Worte.

Beschissen Werk und gute Worte, sind ärger denn Diebstahl und Mord.

Besser ein lebendiges Wort als hundert tote.

Böse Ware braucht viele Worte.
Böse Ware muss man aufschwatzen.

Breite Worte, anderthalb Schuh lang.
Breite Worte glatt schleifen.
Glatte Worte schleifen.
(Breite und glatte Worte schleifen bedeutet, jemanden mit feinen Worten überlisten, den anderen durch schöne Worte betrügen, Komplimente machen und einschmeicheln. Seit Jahrhunderten vielfach geübt und immer modern, nur die Worte und Bezeichnungen haben sich geändert.)

Das Pferd beim Zaume, den Mann beim Wort.

Das redende Wort trifft das Herz.

Das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.

Dem Beklagten gebührt das letzte Wort.

Dem Hungrigen ist harr' ein hartes Wort.
(harr' = harren, warten. Der Magen muss vor allem andern befriedigt werden. Das Überleben muss gesichert sein, bevor man sich um irgendetwas anderes kümmert.)

Den Menschen hält man bei dem Rocke, Gott bei seinem Worte.

Den Ochsen beim Horne, den Mann beim Worte, die Frau beim Rocke.
Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.
Einen Ochsen ergreift man bei den Hörnern und den Mann bei den Worten.

Der Bauch lässt sich mit guten Worten nicht aufhalten.
Der Bauch lässt sich mit (leeren) Worten nicht abspeisen.

Der eine ist das Wort, ein anderer der Hort.

Der Gute fragt mehr nach Worten, als der Narr nach Schlägen.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 17, 10: „Ein Scheltwort dringt tiefer bei dem Verständigen als hundert Schläge bei dem Toren.“)

Der ist ein Mann, der starke Worte reden kann.

Der Mann ist nicht besser als sein Wort.

Der Reiche redet eitel Zentnerworte.

Der tut weislich, der Öl auf Essig, Honig auf Galle, Wasser auf starken Wein und auf scharfe Worte eine sanfte Auslegung gießt.
(weislich = wohlweislich, in weiser Voraussicht, klug.)

Des Reichen Wort gilt, denn es ist mit Gold gefüttert.

Des Verleumders Wort sind Schläge, die einem durchs Herz gehen.

Die beste Zucht sind gute Worte und harte Strafe.

Die Waffen verletzen den Leib, böse Worte das Gemüt.

Die Wahrheit bedarf nicht viel Worte, die Lüge kann nie genug haben.

Die Worte eines Weisen sind wie ein kostbares Edelgestein, das zu rechter Zeit und Ort vermittels einer verborgenen Kraft Wunderwerke von sich spüren lässt.

Die Worte sind gut, sprach der Wolf, aber ich komm ins Dorf nicht.

Dir ist es in Worten wie manchem im Sinn.

Durch heuchlerische Worte werden weise Narren betrogen.

Ehrenworte binden nicht.
(Ehrenworte sind meist nur Höflichkeitsfloskeln, wie heutzutage beispielsweise die Anrede und die Grußformel in Briefen und E-Mails. Höflichkeiten sind trotzdem besser als die allgemein um sich greifenden Rohheiten und Beschimpfungen, die in der Öffentlichkeit oder anonym im Internet immer häufiger vorkommen.)

Ehrenwort ist drum kein wahr Wort.

Ehr kommt aus den Werken, nicht aus den Worten.

Ehrliche Herzen können einem eher ein hart Wort zu gute halten als grobe Sauköpf.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
(Kein Sprichwort, sondern ein Werbeslogan. Dieses angebliche Sprichwort hat sich in den letzten 100 Jahren auch auf Deutsch verbreitet. Ursprünglich wurde es immer als chinesisches Sprichwort zitiert, inzwischen aber oft ohne diesen Zusatz. Es ist aber weder ein chinesisches noch deutsches Sprichwort, sondern überhaupt kein Sprichwort. Das Zitat stammt aus der Anzeige einer amerikanischen Zeitschrift der Werbebranche vom 8. Dezember 1921.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Bild_sagt_mehr_als_tausend_Worte )

Einem verlogenen Maul glaubt man nichts, wenn ihm Gott gleich ein wahr Wort beschert.

Einen Schalk kennt man bei den Worten, wie ein Kraut bei dem Geruch.

Einen Widersacher gewinnt man selten mit bösen Worten.

Eines Mannes Wort ist keines Mannes Wort.

Ein freundliches Wort erfreut.

Ein gesprochenes (versprochenes) Wort ist ein verschossener Pfeil.

Ein geworfener Stein, ein verschossener Pfeil, ein gesprochnes Wort sind nicht zu widerrufen.

Ein gutes Wort ist halbes Futter.

Ein gutes Wort kostet nichts.

Ein gutes Wort löscht oftmals besser als ein Eimer Wasser.

Ein gut Wort findet eine gute Stadt.
Ein gut Wort findet eine gute Stätte.
Gutes Wort findet guten Ort.
Gutes Wort findet gute Statt.
Gut Wort find't guten Ort.
(Agricola sagte 1530 in seinen Sprichwörtern dazu: „Die Erfahrung lehrt, dass kein gut Wort verloren sei, es findet alle Zeit da es ruhet und ohne Schaden abgeht. Und im Fall, dass jemand seinem Feinde und Schänder gute Worte gibt, so er doch wohl Ursach hätte, ihn wieder zu schänden, so findet doch das gute Wort eine gute Stadt. Erstlich bei seinen Zuhörern, die seine Sanftmut loben müssen, zum andern, auch bei dem Feinde. Denn hernach, wenn er sich recht bedenkt, so der Zorn vorüber ist, so muss er sich vor dem schämen, der ihm so viel gut gehalten hat. . .“)

Ein gut Wort richtet (wohl) mehr aus als ein Fähnlein Landsknechte.

Ein Mann, ein Wort.
Ein Mann ein Wort, ein Wort ein Mann.
Ein Wort dringt so tief wie sieben Brief.
Ein Wort ein Wort, ein Mann ein Mann.
Ein Mann ein Mann, ein Wort ein Wort.
Mann ein Mann, Wort ein Wort.
Ein Mann soll ein Mann sein, ein Wort, ein Wort.
(Früher galt das Wort eines jeden mehr als heute, es war praktisch gleichbedeutend mit dem Mann (Menschen). Das Wort stand für die Ehre und Ehrlichkeit des Sprechers, daher auch das Sprichwort: „Ein Mann, ein Wort!“ Erklärung zu den obigen Sprichwörtern aus dem Buch „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864“ auf Seite 231: „Das Wort des Mannes muss für ihn so unwandelbar sein, wie seine eigene Persönlichkeit trotz des Wechsels der Verhältnisse stets als die gleiche erscheint, denn des Mannes Wort ist seine Ehre, steht also so aufrecht wie der Mann selbst; Wort und Mann wird geradezu für gleichbedeutend genommen oder doch für dessen beste Handhabe erklärt die Zuverlässigkeit des verpflichteten Teiles vertritt zugleich die Beweisförmlichkeit.“ Nach dieser Aussage sind sehr viele Beiträge und Kommentare in diversen sogenannten „Sozialen Netzwerken“ ehrlos, ohne Ehre, wie es im deutschen Recht früher verstanden wurde, und demnach auch die Schreiber. Selbst erfahrene Politiker reden unbedacht (oder absichtlich?), obwohl sie es besser wissen müssten, und sprechen hinterher von Missverständnissen oder fehlenden Informationen. Manche Politiker populistischer Parteien provozieren absichtlich mit sogenannten „Missverständnissen“ um Aufmerksamkeit zu erhalten, um sich hinterher mit Richtigstellungen zu rehabilitieren, Beachtung und Gewinn zu schlagen. Diese haben dem Wortsinn nach keine Ehre. Bei „Missverständnissen“ wird man auf andere Posten versetzt, möglicherweise befördert, aber Verantwortung will keiner haben.)

Ein Mann - ein Wort, eine Frau - ein Wörterbuch.
(Immer wieder behauptet, von manchen Untersuchungen bestätigt und von anderen widerlegt, nie abschließend geklärt. Vielleicht sollte man nachprüfen, ob dies Sprichwort mehr von Männern oder Frauen benutzt wird. Wahrscheinlich wäre das Ergebnis ziemlich eindeutig.)

Ein Sprichwort, ein Wahrwort.
Sprichwort, Wahrwort.

Ein tröstliches Wort ist Arznei dem Trauernden.

Ein tröstlich Wort ist des Gemütes Speise.

Ein unnützes Wort gibt das andre.

Ein Verehrer gibt gute Worte.

Ein Wort bricht einem kein Bein.

Ein Wort dringt so tief als sieben Briefe.

Ein Wort gehört ist bald vergessen: Schreib's, so bleibts.

Ein Wort geredet zu rechter Zeit mit guter Bescheidenheit und Glimpf*12, ist wie Pomeranze und Zitronen in silbernen Schalen.

Ein Wort gibt das andere.
Ein Wort holt das andere.

Ein Wort ist ein Hauch, ein Hauch ist Wind.

Ein Wort ist ein Wind, wer's sehet, ist ein Kind.
Ein Wort ist ein Wind.

Ein Wort ist für den Weisen mehr, als eine ganze Predigt für den Narren.

Ein Wort ist genug für den, der's merken mag.

Ein Wort ist kein Pfeil. (und ein Schons kein Donnerkeil.)

Ein Wort oft kann, Zorn richten an.

Ein Wort ohne Galle ist ein Ei ohne Salz.

Ein Wort wohl ein Ansehen hat, wenn drauf erfolgt die Tat.

Ein Zänker will immer das letzte Wort haben.

Ein zeitig Wort find allzeit Gnad.

Er bleibt bei seinen Worten wie der Hase bei der Trommel (bei seinen Jungen).

Er bleibt bei seinem Worte, wie der Pelz auf dem Ärmel.
Er bleibt bei seinen Worten wie ein Pelz auf dem Ärmel.

Erfahrung lehrt aufs Wort merken.

Er gibt Worte um Schläge.

Er (Es) ist zu halten, wie 'n Aal bei'm Schwanze und ein Weib bei'm Worte.

Er verkauft Winde, schleift glatte, breite Worte, trägt den Atem feil, redet aus der Lunge, nicht aus dem Herzen.
(Das Sprichwort meint einen Lügner.)

Er will uns mit Worten speisen.

Es ist das zehnte Wort nicht wahr.

Es ist etwas Großes, Gottes Wort und ein Stück Brot haben.

Es ist leider jetzt und nicht neu, dass man gibt süße Worte und falsche Treu.

Es ist nicht alles Gottes Wort, was gepredigt wird, es bringt auch mancher seine eigene Ware (mit) zu Markte.

Es kann ein Bauer so wohl ein weises Wort reden als ein großer Doktor.

Es liegt nicht an viel Worten, sonder an viel tun.

Es müsste ein hart Wort sein, dass sich nicht sagen ließe.

Es soll einer neunmal ein Wort im Mund umkehren, eh er es sagt (er's aussagt).

Falsche Wort mit gutem Schein sind die betrüglichsten (betrügerischsten).

Find man den Schwätzigen ohne Geld, man findet ihn nicht ohne Worte.

Fische fängt man mit Angeln, Menschen (Leute) mit Worten.
Pferde fängt man mit den Zäumen, die Menschen mit den Worten.

Folget meinen Worten, aber nicht meinen Werken.
(Früher wurde das von den Kirchenleuten gesagt, die Gottes Wort predigten und sich selbst nicht dran hielten. Heute möglicherweise auch, wenn man von den Missbrauchsskandalen hört. Ebenso könnte man heute meinen, Politiker und Wirtschaftsbosse reden zu hören.)

Freundliche Worte machen die Zähne nicht stumpf und ein helles Ansehen.

Für Geld und gute Worte kann man alles haben.

Für Gottes Wort und Vaterland, nimmt man mit fug das Schwert zur Hand.

Gelinde Worte stillen den Hader*14.

Geschenke machen dem Wort Gelenke.

Gib ihm gute Worte und tu darnach, was du willst.
Gib ihm gute Worte und tue, was du willst.

Gib mir gute Worte, das ist mir ein halb Essen.

Gibt einer gute Worte, so meint man, er fürchte sich.

Gottes Wort durch die Kirchenväter auslegen, heißt Milch durch 'nen Kohlsack seigen.

Gottes Wort trügt nicht.

Gottes Wort wär` nicht so schwer, wenn nur der Eigennutz nicht wär`.

Große Herren machen nicht viel Worte.

Große Worte, kleine Werke.

Große Worte und dick gelogen haben manchen Mann betrogen.

Große Worte und Federn gehen viel auf ein Pfund.

Große Worte und nichts dahinter.

Großprahler haben's in Worten, wie's Eichhorn im Schwanz.

Gutes Wort ist halbes Futter.

Gutes Wort und böses Spiel betrügt der Alten und Jungen viel.

Gute Waren gewinnen das Geld aus dem Beutel, gute Worte das Herz aus dem Leibe.

Gute Worte, arge Tück, viele Grüße, böser Blick, ist jetzt der Brauch auf Erden.

Gute Wort aus falschem Herzen sind nichts den Gift und Schmerzen.

Gute Worte, betrogen Werk, sind falscher Leute Werk.

Gute Worte, böser Kauf.

Gute Worte erfreuen die Narren.

Gute Worte, Händ' und Suppen sind wohlfeil zu Hofe.

Gute Worte kühlen mehr als kaltes Wasser.

Gute Worte machen niemals (kein) Halsweh.

Gute Worte müssen böse Ware verkaufen.
Gute Worte verkaufen böse Ware.

Gute Wort ohne Gunst ist ein Stück von Judas' Kunst.

Gute Worte sonder meinen haben mehr betrogen als einen.

Gute Worte und alte Gulden*13 verführen manchen Gesellen.

Gute Worte und falsche Treu ist jetzo der Welt nicht neu.

Gute Worte und harte Strafe halten Untertanen im Gehorsam.

Gute Worte und nichts dahinter geben sie im Sommer und Winter.
(auch: Viel Lärm und nichts dahinter.)

Gute Worte, Zaum und Sporen machen das Pferd fromm.

Heb kein Zank noch Hader*14 an, mit dem der viel Wort machen kann.

Höfliche Worte machen die Zähne nicht stumpf.

Höfliche Worte vermögen viel und kosten doch wenig.
Höfliche (Gute) Worte vermögen viel und kosten wenig.
Schöne Worte helfen viel und kosten wenig.

Hüte dich vor der Tat, der Worte (Lügen) wird wohl Rat.

Ich strafe mein Weib mit guten Worten, sagte jener Bauer, da warf er ihr die Bibel an den Hals.

In viel Worten ist viel Sünde.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel; Die Sprüchen Salomos 10, 19: Luther Bibel 1912: „Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug.“ Luther Bibel 2017: „Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.“ )

In Worten zart, zu Werken hart.

Jeder ist seiner Worte beste Ausleger.

Je mehr der Held mit Worten prahlt, je schlechter er mit Taten zahlt.

Je mehr man aus Gottes Wort holt, je mehr man da findet.

Je mehr Worte, je ärger Gebet.

Je weniger Worte, je besser Gebet.

Kein Sack ist so schlecht, er ist ein gutes Wort wert.

Kräuter, Stein und Wort hab'n an Kräften großen Hort.

Kurze Worte haben Ende.

Lass dich Gottes Wort zum gehorsam leiten, so hast du Glück zu allen Seiten.

Lass ein böses Wort eine alte Freundschaft nicht zertrennen.

Leere Worte füllen den Sack nicht.

Lügen fordert viel Wort.

Man braucht viele Worte, um ein Wort zurückzunehmen.

Man fasst das Pferd beim Zaum, den Mann beim Wort.

Man hört an den Worten wohl, was Kaufmannschaft er treibt.

Man kann nicht alle Worte auf die Goldwaage legen.
Man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Man muss die Worte nicht auf die Goldwaage legen.

Man muss die Worte verstehen nach dem Handel, davon sie reden.

Man muss ihn bei den Kleidern halten, nicht bei den Worten.

Man muss nicht jedes Wort zum Bolzen schnitzen (drehen).

Man nimmt den Mann beim Wort und den Hund beim Schwanz.

Man soll sein nicht spotten, allein mit Worten.
(Erklärung dazu 1530 von Agricola in seiner Sprichwörtersammlung: „Spotten geschieht allein mit Worten. Derhalben was der erste Teil dieses Spruchs verbietet, das lässt der andere Teil wieder zu und ist höhnisch geredet.“)

Mit gelehrten Worten überredet man Bauern.

Mit Gesetz und Worten regiert und leitet man die Welt.

Mit glatten Worten täuscht man die Leute.
Mit guten Worten täuscht man die Leute.

Mit großen Herren soll man seidne Worte reden.
Mit Herren soll man nur seiden Worte reden.

Mit guten Worten fängt man die Leute.

Mit Worten richtet man mehr aus als mit (den) Händen.
Mit Worten richtet man mehr aus denn mit den Händen, drum brauchen die Mönche lieber das Maul.

Mit Worten speist man nicht wohl, denn der Leib wird davon nicht voll.

Niemand will ein Sklave seiner Worte sein.
Es will niemand ein sclaf seiner wort sein.

Not stiftet Mord oder bringt gute Wort'.

Ohne Klöppel spricht die Glocke kein Wort.

O schnöde Lieb, wie blind du bist, durch gute Worte und arge List.

Recht im Gericht tu jedermann, sieh die Person des Mannes nicht an, setz Gott und sein Wort nicht hinten an.

Reicher Leute Wort muss Salomos Weisheit sein, was ein Armer sagt, wird verlacht.

Richt deine Gedanken, Wort und Tat nach weiser Leute Lehr und Rat.

Rufen muss Wort haben.

Schämelworte folgen der Faulheit und Buhlschaft.
Schämelworte folgen der Fülle und Buhlschaft.
Schämelwort weicht der Faulheit und Buhlschaft.

Schandtaten lassen sich mit Schandworten nicht gut machen.

Scheltworte sind gemeinlich erlogen.
Schimpfworte sind erlogen.

Tugendsame Frauenworte dringen durch Mark und Bein.

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Antworten sind Worte, die man auf andere Wörter entgegnet

Auf eine dumme Frage gehört keine Antwort.

Auf eine Frage gehört eine Verantwortung.
(Ein altes Rechtssprichwort. Der Angeklagte hatte vor Gericht auf die Klage und die Fragen des Anklägers zu Antworten und damit die Verantwortung für den Beweis seiner Unschuld.)

Auf eine geschwinde Frage gehört eine langsame Antwort.

Auf eine gute Frage gehört eine gute Antwort.

Der gut ins Holz ruft, kriegt eine gute Antwort.

Der Mönch antwortet, wie der Abt singt.

Der Satan ist ein Meister im Plaudern, wenn er nicht wohl antworten kann.
(Erklärung dazu 1833 von Samuel Christoph Wagener in dessen Sprichwörter Lexikon: „ Ein Lügner sucht mit vielen Worten seiner Unwahrheit Glauben zu verschaffen, während der Wahrheitsfreund durch einfachen Vortrag der Wahrheit Glauben findet und den Sieg davon trägt.“)

Der Sohn antwortet für den Vater nicht.
(Das Rechtssprichwort bedeutet, es gibt keine Sippenhaftung. Der Sohn kann nach dem Tod des Vaters für dessen Taten nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Untersuchung zum Rechtsgrundsatz des Sprichworts vom ersten Nachweis im „Sachsenspiegel“ um 1230 bis heute in den aktuellen Gesetzen Deutschlands: https://forhistiur.de/2000-10-maihold/)

Eine gelinde Antwort stillet den Zorn.
Gute Antwort bricht den Zorn.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 15, 1: „Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt Grimm.“ Ähnliche Bibelstelle: Die Sprüche Salomos, 25, 15: „Durch Geduld wird ein Fürst überredet, und eine linde Zunge zerbricht Knochen.“)

Eine offenbarliche Lüge ist keiner Antwort wert.
Eine öffentliche Lüge ist keiner Beantwortung wert.
Eine öffentliche Lüge ist keiner Antwort wert.
Offenbare Lüge ist keiner Antwort wert.
Öffentliche Lüge ist keiner Antwort wert.
(Das bedeutet, einer offenbare Lüge, die auch ein Blinder als Lüge erkennen muss, ist der Mühe einer Antwort nicht wert. Ebenso ist es nicht wert, einem offensichtlichen und für jeden erkennbaren Lügner zu antworten.)

Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss.

Eine törichte Rede bedarf keine weise Antwort.

Ein jeder muss für das Seine antworten.

Ein Narr, der fragen darf, sieht gescheiter aus als ein Gescheiter, der antworten muss.

Ein Narr fragt in einer Stunde mehr, als zehn Gescheite in einem Jahr beantworten können.

Ein Narr kann mehr fragen, als zehn Gescheite beantworten.

Es gehört nicht auf alle Fragen (ein) Antwort.

Auf alle Fragen gehört nicht Antwort.
Nicht auf jede Frage gehört eine Antwort.

Es ist noch manche Frage, die ihre Antwort nicht hat.

Es ruft sich nicht wohl, wenn niemand antworten will.

Guter Gruß, gute Antwort.
Gut Gruß, gut Antwort.

Ich frage nach Äpfeln und du antwortest mir von Birnen.

Ich rede von Enten, und du antwortest mir von Gänsen.

Keine Antwort ist auch eine Antwort.

Liebe ohne Gegenliebe ist eine Frage ohne Antwort.

Manches Schweigen ist eine beredte Antwort.
Schweigen ist auch eine Antwort.

Mit Stillschweigen (ver)antwortet man viel.
Mit Schweigen verantwortet man viel.

Närrische Frage, närrische Antwort.

Quad verstehen tut quad antworten.

Schweigen ist oft besser als sich verantworten.

Schweigen verantwortet viel, zeitige Rede kommt wohl.

So manches Wort, so manche Antwort.

Viele Worte bleiben ohne Antwort.

Was ich nicht weiß, darf ich nicht verantworten.

Wer antwortet auf unnützes Gespei, der macht aus einem Unglück zwei.

Wer antwortet, ehe er hört, dem ist's Narrheit und Schande.
Wer antwortet, ehe er hört, der zeigt an seine Torheit und wird zuschanden.
Wer antwortet ungefragt, der ist nicht gescheit.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Die Sprüche Salomos, 18, 13: „Wer antwortet, ehe er hört, dem ist es Torheit und Schande.“)

Wer einfältig fragt, der kriegt eine richtige Antwort.

Wer mich nicht fragt, dem darf ich nicht antworten.
Wer am wenigsten redet, hat am wenigsten zu verantworten.

Wie die Frage, so die Antwort.
Wie Frage, so Antwort.

Wie man dir ruft, so antworte.
Wie man einen ruft und grüßt, also antwortet er.

Wisse viel und wenig sag, antworte nicht auf jede Frag.
 
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