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Plutarch  Zitate

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Plutarch wurde um 45 in Chaironeia (Chäronea) in Böotien geboren und starb um 125. Er war ein antiker griechischer Schriftsteller und Philosoph, der zahlreiche biografische und philosophische Schriften verfasste. Sein bekanntestes Werk, die Parallelbiografien, stellt jeweils die Lebensbeschreibung eines Griechen und eines Römers vergleichend gegenüber. Als Philosoph bekannte er sich zur Tradition des Platonismus.

Plutarch lebte in der Zeit, in der das Römische Reich den Höhepunkt seiner Ausdehnung hatte und es keine bedrohlichen äußeren Gegner gab. Die griechischen Stadtstaaten hatten ihre Freiheit verloren ins Römische Reich eingegliedert worden. Mit begrenzter Autonomie standen sie unter der Amtsgewalt römischer Statthalter. Trotzdem erlebte die griechische Kultur in den ersten beiden Jahrhunderten n. Chr. eine neue Blüte.

Er studierte in Athen bei dem Platoniker Ammonios und wurde auch mit den Epikureern, Stoikern und verschiedenen anderen athenischen Philosophenschulen bekannt. Nach seinen Studien hatte Plutarch zahlreiche politische, priesterliche und öffentliche Ämter in Chaironeia, Delphi und zeitweise auch in der Provinz Achaia. Neben seinem Leben in Chaironeia unternahm Plutarch zahlreiche Reisen nach Griechenland, Kleinasien, Alexandria in Ägypten und Rom.

Er verfasste biografische und philosophische Schriften, von denen zahlreiche verloren gingen. Von ca. 260 Schriften, die in der Antike als Werke Plutarchs galten, behandeln mehr als die Hälfte philosophische Themen. Unter der modernen Bezeichnung Moralia sind 78 Schriften bekannt, darunter einige unechte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Plutarch

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Alle Vergnügungen auf alle Weise genießen zu wollen, ist unvernünftig, alle ganz vermeiden, gefühllos.
(Das Gelage der Sieben Weisen)


An die Geehrten und Einflussreichen heften sich die Schmeichler und mästen sich so; bei Wechselfällen jedoch sind sie rasch verschwunden.

Armut ist keine Schande an sich, sondern wo sie ein Zeichen von Leichtfertigkeit, Mangel an Selbstbeherrschung, Gedankenlosigkeit oder Verschwendung ist.

„Auch so ist es gut!“
, sagte der junge Mann, der nach dem Hunde warf und seine Stiefmutter traf.
(Das Gelage der Sieben Weisen)


Bart und Mantel (allein) machen keinen Philosophen.

Bier ist unter den Getränken das Nützlichste und unter den Arzneien das Schmackhafteste.

Das Erste haben wir vergessen und das Letzte nicht verstanden, weil wir inzwischen das Erste vergessen hatten.
(Spartaner bei einer langen Rede von samischen Gesandten)


Das Gedächtnis ist die Schatzkammer der Gelehrsamkeit.

Das Maß des Lebens ist eine Leistung an Gutem, nicht seine Länge.

Das schlimmste unter den wilden Tieren ist der Tyrann, unter den zahmen der Schmeichler.
(Das Gelage der Sieben Weisen)


Das Schöne nachahmen und etwas schön nachahmen, ist nicht dasselbe.

(Wie ein Jüngling die Dichter lesen soll)


Dem großen Haufen zu gefallen ist nichts anderes, als dem Weisen zu missfallen.

Denn ich halte es andererseits auch durchaus nicht für angemessen, dass die Väter durchweg nur hart und streng gegen ihre Kinder sind; sie sollen vielmehr bei Gelegenheit auch nachsichtig gegen deren Fehler sein und sich selbst daran erinnern, dass auch sie einst jung gewesen.
(Über Kindererziehung)


Der Anfang des guten Lebens liegt im guten Zuhören.

Der Anfang des rechten Lebens ist, wie wir glauben, das rechte Hören.
(Moralia I, Über das Zuhören, Kapitel 18, Schlusssatz)

Der Atheist glaubt, der Abergläubische wünscht, dass es keine Götter gibt.
(Moralia)


Der Bogen bricht, wenn er zu sehr gespannt wird; aber die Seele verliert ihre Kraft durch untätige Ruhe.


Der Charakter ist weiter nichts als eine langwierige Gewohnheit; und wer etwa die moralischen Tugenden Gewohnheitstugenden nennen wollte, würde keinen Fehler begehen.
(Moralia)


Der Edle sieht bei einer Gabe auf die Gesinnung des Gebers, nicht auf den Wert der Gabe.


Der Geist ist nicht wie ein Gefäß, das gefüllt werden soll, sondern wie Holz, das lediglich entzündet werden will.
(Moralia I, Über das Zuhören, Kapitel 18)


Der Haushalt ist der beste, in dem man nichts Überflüssiges will, nichts Notwendiges entbehrt.

(Das Gelage der Sieben Weisen)


Der Menge gefallen heißt den Weisen missfallen.

(Moralia I, Über die Erziehung der Kinder, Kapitel 9)

Der Tod ist das Ende aller Dinge des menschlichen Lebens, nur des Aberglaubens nicht.

(Moralia II, Über den Aberglauben, Kapitel 4)

Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das angenehmste.


Die Aussicht auf Ehre und die Furcht vor Strafe sind die beiden Grundpfeiler der Erziehung der Jugend, jene treibt zu den edelsten Bestrebungen an, diese schreckt von schlechten Taten ab.

Die besten Dinge sind die schwersten.

Die Dichtkunst ist eine redende Malerei, die Malerei aber eine stumme Dichtkunst.

(Wie ein Jüngling die Dichter lesen soll)


Die Erholung ist die Würze der Arbeit.

Die Kunst besteht darin, in allem den Mittelweg einzuhalten.
(Moralia I, Über die Erziehung der Kinder, Kapitel 9)


Die Liebe macht blind für den geliebten Gegenstand.

(Moralia)


Die Quelle und die Wurzel aller Trefflichkeit ist eine wohl geordnete Erziehung.

(Über Kindererziehung)


Dies ist das Ehrwürdigste: Man muss junge Leute gewöhnen, die Wahrheit zu sagen.

Dumm und feige ist, wer aus Furcht vor Verlust den Besitz des Nötigen ablehnt.
(Leben des Solon, Kapitel 7)

Du trägst Cäsar und sein Glück.
(Aus der Lebensbeschreibung Plutarchs von Cäsar. Soll Cäsar in einem Sturm seinem Bootsmann vor der illyrischen Küste gesagt haben, als der wegen dem Sturm den Mut verlor.)

Ehre erweisen bringt oft mehr Ehre als Ehre empfangen.

Ein angenehmes und heiteres Leben kommt nicht von äußeren Dingen: Der Mensch bringt aus seinem Inneren wie aus einer Quelle Lust und Freude in sein Leben.
(Über Tugend und Laster)

Eine gute Leibesbeschaffenheit in der Jugend ist die Grundlage eines guten Alters.
(Moralia)


Ein Fürst erlangt am meisten Ruhm bei seinen Bürgern, wenn er die Alleinherrschaft in eine Volksherrschaft verwandelt.

(Das Gelage der Sieben Weisen)


Ein Fürst ist am glücklichsten, wenn er es dahin bringt, dass die Untertanen nicht ihn, sondern für ihn fürchten.

(Das Gelage der Sieben Weisen)


Ein kleiner Zank macht die Liebe nur angenehm.

Ein lästiger und ungezogener Tischgenosse zerstört alle Lust.
(Das Gelage der Sieben Weisen)


Einsicht verschafft das Gute, erhält es, mehrt es und macht rechten Gebrauch davon.

(Trostschrift an Apollonius)


Erholung ist die Würze der Arbeit.

(Moralia)


Er schärfte den Seinen ein, kühn mit Verleumdungen zu packen und zu beißen, sodass, auch wenn der Gebissene die Wunde behandelt, die Narbe bleibt.

(Moralia I, p. 65D, Über den Schmeichler und den Freund, Kapitel 24 / über Medios)
(Francis Bacon danach: „Verleumde nur dreist, etwas bleibt immer hängen.“)

Es ist schlimm, erst dann zu merken, dass man keine Freunde hat, wenn man (wirklich) Freunde nötig hat (bräuchte).

Es ist schon wünschenswert, von guter Abstammung zu sein, aber der Ruhm dafür gebührt den Vorfahren.
(Über Kindererziehung
)

Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber das Verdienst gebührt den Vorfahren.


Es zeugt von guter Bildung und Besonnenheit, wenn Männer sich bei scheinbarem Glück in ihrem Wesen nicht ändern und im Unglück ihre volle Würde bewahren.
(Trostschreiben an Apollonius)


Fürchterlich ist es, wenn die Finsternis des Aberglaubens einen Menschen befällt und seine Vernunft verwirrt.

Gehorsam ist immer eine Kunst, die der Regent selbst lehren muss, und wer gut leitet, dem folgt man gern.
(Parallelbiografien)


Habe ich eine Tat vollbracht, so soll die mein Denkmal sein; und wenn nicht, so helfen alle Bildsäulen nichts.


Ich brauche keinen Freund, der sich jedes Mal mit mir verändert und mein Kopfnicken erwidert, denn das tut mein Schatten besser.

Ich verzeihe allen gern ihre Fehler, nur mir nicht meine eigenen.

Im Unglück ist die Erinnerung an das erlebte Gute der beste Trost.

Jegliches Laster kann man durch die Tugend, keineswegs durch das entgegengesetzte Laster vermeiden.
(Moralia)


Kein einziges, ausgesprochenes Wort hat je so viel genützt wie diese vielen Worte, die verschwiegen blieben.


Kein Essen, kein Getränk, so schlecht es auch zubereitet ist, kann so widrig und schädlich sein wie eine Unterhaltung, die über Tisch zur unrechten Zeit oder auf eine unbesonnene Art in Gang gebracht wird.

Kein Tier ist wilder als der Mensch, wenn sich Leidenschaft und Macht einen.

Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.

Lieber der Erste hier als der Zweite in Rom!

(Leben des Cäsar, 11)

Man darf ferner, wie ich behaupte, die Kinder nicht durch Schläge und Misshandlungen zu gutem Betragen anhalten, sondern nur durch Ermahnungen und vernünftiges Zureden.
(Über Kindererziehung)


Man muss in der Seele wie bei einem Gemälde das Heitere und Leuchtende in den Vordergrund stellen.

Man muss nur solche Lehrmeister wählen, die von unbescholtenem Lebenswandel, untadeligem Charakter und reich an Erfahrung sind; denn die Quelle und der Grund aller Tüchtigkeit ist eine vollendete Erziehung.

Man soll ebenso wenig nach den Augen als nach den Fingern heiraten.
(Moralia I, Ehevorschriften, 24)

Mit Blut und nicht mit Tinte geschrieben.

(Über die drakonischen Gesetze sprechend)


Nachlässige Eltern ziehen keine guten Kinder.

Nachlässigkeit richtet selbst vorzügliche Anlagen der Natur zugrunde, Belehrung aber verbessert eine schlechte Anlage.
(Über Kindererziehung)


Nicht nur Lob, sondern auch Tadel zur Unzeit bringt Schaden.

(Moralia)


Ohne Religion sinkt der Mensch zum Tier herab; es fehlt ihm zu einem blutdürstigen Ungeheuer weiter nichts als Löwenzähne oder Wolfskrallen.

Schweigen und ohne ein Wort zu reden, sich in Gesellschaft miteinander vollstopfen ist nur den Schweinen eigen.

Tapferkeit und Klugheit sind immer seltene Tugenden unter den Menschen, aber die seltenste ist wohl die Gerechtigkeit.

(Parallelbiografien)


Übermäßiges Lob blähet den Jüngling auf und machet ihn eitel.

(Über Kindererziehung)


Vergiss nicht, wenn du wütend bist, nichts zu tun oder zu sagen, bevor du dir das Alphabet aufgesagt hast.

Verleumde kühn; etwas bleibt immer haften.

Von den Menschen lernen wir reden, von den Göttern schweigen.

Wem eine edle und wahrhaft fürstliche Erziehung zuteilgeworden ist, der hat erst schweigen und dann reden gelernt.

Wenn einer in der Trunkenheit etwas Sträfliches begeht, so muss er doppelte Strafe erleiden, als wenn er es in der Nüchternheit begangen hätte.
(Das Gelage der Sieben Weisen)


Wenn ich dir was gebe, bettelst du umso mehr. Der Erste, der seine Hand auftut, ist schuld an deiner Gemeinheit, weil er dich zum Faulenzer machte.

(Königs und Feldherrnsprüche (ein Spartaner zu einem Bettler))

Wer bei einem Lahmen wohnt, lernt das Hinken.
Wohnst du neben einem Lahmen, so wirst du hinken lernen.
(Über Kindererziehung
)

Wer mit Lob geizt, beweist, dass er arm an Verdienst ist.

Wer nicht schifft, fürchtet sich nicht vor dem Meer, wer nicht Soldat ist, nicht vor dem Krieg, wer zu Hause bleibt, nicht vor Straßenräubern.
(Über den Aberglauben)


Wer sich von der Trauer beherrschen lässt, der getraut sich bald nicht mehr zu lachen, das Tageslicht zu genießen oder an geselligen Mahlen teilzunehmen.

Wer wenig bedarf, der kommt nicht in die Lage, auf vieles verzichten zu müssen.
(Moralia VI, Von der Bezähmung des Zornes, 13)

Wir übersehen die Fehler unserer Freunde; sollte man es uns da verargen, dass wir die Fehler unserer Kinder übersehen?


Worte sind oft nur Vorhänge der Gedanken.

Zur rechten Zeit zu schweigen, ist ein Zeichen von Weisheit und besser als alles Reden. Noch nie hat es einen gereut, geschwiegen, wohl aber viele geredet zu haben. Das Verschwiegene kann man immer noch ausplaudern, es ist aber unmöglich, das Gesagte wieder zurückzunehmen.