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Platon  Zitate

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Platon wurde 428/427 v. Chr. in Athen geboren und starb 348/347 v. Chr. ebenfalls in Athen. Er war Schüler des Sokrates und seine vielseitigen Begabungen und Originalitäten seiner Leistungen als Denker und Schriftsteller machten ihn zu einer bekannten und einflussreichen Persönlichkeit. Der jungen Literaturgattung des Dialogs verhalf er zum Durchbruch und schuf damit eine Alternative zur Lehrschrift und zur Rhetorik als Darstellungs- und Überzeugungsmittel. Ein Kernthema für Platon war die Frage, wie unzweifelhaft gesichertes Wissen erreichbar ist und wie man es von bloßen Meinungen unterscheiden kann.

Platon gründete die Platonische Akademie, die älteste institutionelle Philosophenschule Griechenlands und langlebigste Institution dieser Art. Nach Rückkehr von einer Reise kaufte Platon um 387 v. Chr. bei dem Akademeia genannten Hain (benannt nach dem attischen Heros Akademos) im Nordwesten von Athen ein Grundstück, wo er seine Schule gründete. Im Laufe der Zeit wurde der Name vom Hain auf die Schule übertragen und die Schulmitglieder nannten sich Akademiker. So entstand die Akademie, die erste Philosophenschule Griechenlands. Auf Platons Akademeia geht der heutige Begriff Akademie für wissenschaftliche oder künstlerische Hochschulen oder andere Akademien zurück.

Im Ersten Mithridatischen Krieg eroberte der römische Feldherr Sulla 86 v. Chr. Athen, Platons Akademie-Hain wurde verwüstet und der Unterrichtsbetrieb endete. In späteren Jahrhunderten wurden noch mehrere verschiedene kurzlebige platonische Schulen in Athen gegründet.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Platon
            https://de.wikipedia.org/wiki/Platonische_Akademie

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Alles Große steht im Sturm.

Alles Gute ist schön, Schönes aber gibt es nicht ohne inneres Maß.

Am aller erdrückendsten sind doch die Leute, die Gesetze erlassen und ständig erneuern, stets im Glauben, den Betrügereien im Geschäftsleben Schranken setzen zu können, ohne zu ahnen, dass sie in Wirklichkeit einer Hydra Köpfe abschneiden. Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennen lernen als im Gespräch in einem Jahr.

Am höchsten ehren die Götter die Tugend im Geleit des Eros.

Ängste bleiben nie dieselben an einem Menschen: Die einen entstehen, die andern vergehen.

Ausschließliche Hingabe an körperliche Übungen macht den Menschen roher als nötig, aber dieselbe Hingabe an die Musik macht ihn weicher als gut für ihn ist.

Beim Spiel kann man einen Menschen besser kennen lernen, als im Gespräch in einem Jahr (bei Gesprächen im ganzen Jahr).

Das Beste, was man hoffen kann zu vollbringen, ist, den anderen an das zu erinnern, was er bereits weiß.

Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele.

Das Gute wird bei uns Menschen weit überwogen von dem Übel.


Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann.

Das Staunen ist der Anfang der Erkenntnis.

Das Unterliegen im Kampf mit sich selbst ist nichts anderes als Unwissenheit, wie die Herrschaft über sich selbst nichts anderes ist als Weisheit.

Das Urteil der Menge mache dich immer bedenklich, aber niemals verzagt.

Dass wahrhaftig das Menschengeschlecht nicht aus dem Unglück herauskommen würde, bevor ein Schlag wahrer und echter Philosophen an die Staatsverwaltung gelangte, oder dann, bevor die regierenden Kreise in den Städten durch ein göttliches Wunder ernsthaft zu philosophieren begännen.

Den Guten nenne ich glücklich. Wer aber Unrecht tut, den nenne ich unglücklich.

Denken was wahr, und fühlen was schön, und wollen was gut ist: darin erkennet der Geist das Ziel des vernünftigen Lebens.


Den Tod fürchten, ihr Männer, ist nichts anderes, als sich weise dünken und es doch nicht sein; denn es heißt, sich ein Wissen einzubilden, das man nicht hat.

Der Andere kann auch recht haben.

Der Beginn ist der wichtigste Teil der Arbeit.

Der Fehler begleitet den Menschen.

Der Gott der Liebe ist dem Mangel allzeit zugesellt.

Der höchste Grad von Ungerechtigkeit ist geheuchelte Gerechtigkeit.
Die schlimmste Art der (von) Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.


Der Körper ist das Grab der Seele.
Der Körper ist für uns ein Grab.


Der Schlaf ist ein kurzer Tod, der Tod ein langer Schlaf.


Der Tugendhafte begnügt sich, von dem zu träumen, was der Böse im Leben verwirklicht.

Der Unwissende wird also bei den Unwissenden mehr Glauben finden als der Wissende.

Des Geistes Auge fängt erst dann an, scharf zu sehen, wenn das des Leibes seine Schärfe zu verlieren beginnt.

Die größte Behinderung des Lebens liegt darin, ständig auf die Gesundheit zu achten.
Die ständige Sorge um die Gesundheit ist auch eine Krankheit.


Diejenigen, die über das Göttliche nicht gut reden, muss man nicht belehren, sondern bessern.

Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.
Wer zu klug ist, in die Politik zu gehen, wird bestraft. Er wird von Leuten regiert, die dümmer sind.
Die größte Strafe aber ist, von Schlechteren regiert zu werden, wenn einer nicht selbst regieren will; und aus Furcht vor dieser scheinen mir die Rechtschaffenen zu regieren, wenn sie regieren.


Die Liebe ist ein Fest - es muss nicht nur vorbereitet, sondern auch gefeiert werden.

Die Menschen fürchten Ungerechtigkeit, weil sie Angst haben, ihr zum Opfer zu fallen, nicht weil sie es verabscheuen, sie zu begehen.

Die Menschen lieben lernen ist das einzige wahre Glück.

Die Natur ist ein Brief Gottes an die Menschheit.

Die Philosophie bietet mir einen Hafen, während ich andere mit den Stürmen kämpfen sehe.

Die Seele ist an ihren Körper gefesselt und mit ihm verwachsen, gezwungen die Wirklichkeit durch den Körper zu sehen wie durch Gitterstäbe, anstatt durch ihre eigene ungehinderte Sicht.

Dieser glaubt doch, etwas zu wissen, was er nicht weiß, ich aber, der ich nichts weiß, glaube auch nicht zu wissen. Ich scheine doch wenigstens um ein Kleines weiser zu sein als dieser, weil ich, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen glaube.

Die Staaten blühen nur, wenn entweder Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren.

Durch Erziehung wird der Mensch erst wahrhaftig Mensch.

Ehre verdient schon, wer nichts Unrechtes tut, aber mehr doppelte Ehre, wer es denen, die Unrecht tun wollen, nicht gestattet.

Einem Kind, das die Dunkelheit fürchtet, verzeiht man gern; tragisch wird es erst, wenn Männer das Licht fürchten.

Ein Leben, das man nicht hinterfragt, ist nicht lebenswert.


Ein tüchtiger Mann muss immer beides sein: leidenschaftlich und nachsichtig.

Es gibt ein Auge der Seele. Mit ihm allein kann man die Wahrheit sehen.

Es gibt nur einen richtigen Weg für jedes Lob, nämlich darzulegen, welcher Art der ist, von dem die Rede ist, und welche Wirkungen von ihm ausgehen.

Es ist besser, Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu begehen.

Gerechtigkeit wird nur dort herrschen, wo sich die vom Unrecht nicht Betroffenen genau so entrüsten wie die Beleidigten.

Glaubst du, man könne in Bewunderung mit etwas verkehren, ohne es nachzuahmen?

Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist.

Gute Menschen brauchen keine Gesetze, um gezeigt zu bekommen, was sie nicht dürfen, während böse Menschen einen Weg finden werden, die Gesetze zu umgehen.

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen.

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.

Jede Seele ist unsterblich; denn das Stetsbewegte ist unsterblich.

Lasst uns guten Muts sein in Bezug auf den Tod, da das kein Übel für uns sein kann, was das natürliche Gesetz der Götter, die über das Wohl der Menschen walten, zu unserem Besten eingesetzt hat.


Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die dummes Zeug reden.

Liebe ist die Sehnsucht nach der Ganzheit, und das Streben nach der Ganzheit wird Liebe genannt.


Man darf die Erziehung nicht gering schätzen, da sie unter den größten Gütern, welche den besten Menschen zuteilwerden, den ersten Rang einnimmt.

Man kann nicht denken, wenn man es eilig hat.

Man sagt, jeder müsse sich selbst für einen gerechten Mann ausgeben, gleichviel, ob er es wirklich ist oder nicht, und wer sich nicht für gerecht erkläre, der sei nicht bei Sinnen.

Man soll seinen Kindern eine tüchtige Portion von Zucht und Sitte hinterlassen, nicht aber Gold.

Mit dem Gewähren der Liebesgunst steht es, wie ich gleich zu Anfang sagte: Es ist an und für sich weder schön noch hässlich, ist also nicht ein Gegenstand einfacher Beurteilung, sondern in schöner Weise vollzogen ist es schön, in hässlicher dagegen hässlich.

Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele.

Nach dem Tode geht die Seele, die sich aus dem Leibe zurückzieht, wenn sie heilig gelebt hat, zu einem Wesen hin, das ihr ähnlich ist, zu einem göttlichen Wesen, das unsterblich und voll Weisheit ist, bei welchem sie sich eines wunderbaren Glückes erfreut, befreit von ihren Irrtümern und ihrer Unwissenheit und von jeder Tyrannei der Furcht wie der Liebe, sowie von allen anderen mit der menschlichen Natur verknüpften Übeln. Sie bringt in Wahrheit mit den Göttern die ganze Ewigkeit zu.

Nach meiner Ansicht ist aber der Übeltäter und Ungerechte in jedem Falle unglücklich. Besonders unglücklich ist er aber, wenn er für sein Unrecht nicht bestraft wird.

Nicht der Lehrstoff entzündet, sondern der Lehrer.

Nicht jeder Eros ist schön und wert, gepriesen zu werden, sondern nur der, der zum schönen Lieben führt.

Nicht nur der Greis kann zum zweiten Mal ein Kind werden, sondern auch der Betrunkene.

Nichts Unvollendetes kann für etwas Maßstab sein.

Niemand, der sich nicht selbst überzeugt, wird von dir überzeugt werden.


Niemand straft den Missetäter, weil er sich vergangen hat - denn das Geschehene kann er nicht ungeschehen machen -, sondern um des Künftigen willen, auf dass weder der Täter selbst wieder Unrecht tue noch ein anderer, der Zeuge seiner Züchtigung war.

Denn niemand kennt den Tod, und niemand weiß, ob er nicht vielleicht das größte Gut für den Menschen ist.
Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter allen Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüssten sie gewiss, dass er das größte Übel ist.


Nun freilich starren Sinnes zu behaupten, dass das, was ich gesprochen habe, auch unbedingte Wahrheit sei, das schickt sich nicht für einen, der zu denken pflegt.

Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.
(Dies ist kein Platon Zitat. Es wurde von General Douglas MacArthur in seiner Abschiedsrede in West Point am 12. Mai 1962 fälschlich als Zitat von Platon angegeben.)

Schlecht ist der gemeine Liebhaber, der den Leib mehr als die Seele liebt.

Schönheit bietet eine natürliche Überlegenheit.

Siehst du also irgendwo in einem Staat Bettler, so steht fest, dass sich dort auch Diebe, Beutelschneider, Tempelräuber und Meister in allen andern Schandtaten versteckt halten.

Unersättlichkeit in der Freiheit und Gleichgültigkeit gegen alles andere verwandelt sie und macht Menschen für die Gewaltherrschaft bereit.

Vom Schönen und weisen und Guten nähren sich und an diesem wachsen die Flügel der Seele. Am Hässlichen und Bösen welken sie und fallen ab.

Von je ist es meine Art, dass ich von meinen Regungen keiner anderen folge als dem Gedanken, der sich mir beim Nachdenken als der beste erweist.

Von zwei Übeln wird niemand das größere wählen, wenn er das kleinere wählen kann.

Wartest du auf eine Gelegenheit zum Philosophieren, so hast du sie schon verpasst.

Wenn der Gerechte auf Erden erscheinen wird, wird er gegeißelt, gefoltert, in Ketten gelegt, an beiden Augen geblendet werden, und schließlich wird man nach allen Martern ihn ans Kreuz schlagen, damit er zur Einsicht kommt, dass es nicht das Richtige ist in dieser Welt, gerecht zu sein, sondern es nur zu scheinen.

Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen.

Wenn eine Einkommenssteuer erhoben wird, dann wird der Aufrichtige - bei gleichem Einkommen - mehr zahlen als der Unaufrichtige.

Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse getötet.

Wer sich ausschließlich körperlich bildet, wird allzu roh. Wer sich auf musische Bildung beschränkt, wird weichlicher, als ihm gut ist.

Wer zur Gemeinschaft unfähig ist, ist es auch zur Freundschaft.

Wie auch das alte Sprichwort sagt, erfreut der Gleichaltrige den Gleichaltrigen.

Zeit - Ihre Existenz ist nur an die Gegenwart gebunden, Vergangenheit existiert nicht mehr, das Zukünftige gibt es noch nicht. Das Jetzt ist unteilbar. Das Bild der Welt ist unumwandelbar und letztlich uneinsehbar, es ist eine Welt der Ideen.