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Finnische Sprichworte
Flagge von Finnland
Wappen von Finnland
                          Flagge von Finnland                                         Wappen von Finnland


Finnland ist eine parlamentarische Republik in Nordeuropa und seit 1995 Mitglied der Europäischen Union. Finnland grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee.

Die beiden offiziellen Landessprachen sind Finnisch und Schwedisch. 92 % der Bevölkerung sind finnisch-, 6 % schwedischsprachig.

Ab dem 12. Jahrhundert war das dünn besiedelte Land ein Teil Schwedens. Nach 1809 gehört Finnland als autonomes Großfürstentum zu Russland. 1917 erlangte das Land die staatliche Unabhängigkeit. Finnland hat 5,4 Millionen Einwohnern und ist nur etwas kleiner als Deutschland.

1885 wurde die Schwedische Literaturgesellschaft Finnlands gegründet. In deren Volkskulturarchiv werden volkskundliche Überlieferungen und Sprichwörter gesammelt und erforscht. Bis um 1900 wurden ca. 60.000 finnlandschwedische Sprichwörter aufgezeichnet. Danach kamen durch weitere Sammlungen mehrere zehntausend Sprichwörter dazu. Außerdem gibt es noch die finnischen und die Saamischen Sprichwörter (die Saamen = Lappen, eine Minderheit in Finnland) in Finnland. Bis heute gibt es eine wissenschaftliche Sprichwortforschung in Finnland.

   Quelle:  
http://de.wikipedia.org/wiki/Finnland

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Finnische Sprichworte      von A bis D
Finnische Sprichworte      von E bis Z
Sprichworte                    aus Lappland
Eher kriegst du vom Steine eine Zunge, als von den Bösen ein gutes Wort.

Ehrlichkeit erbt das Land.

Ein Ast findet immer Abnehmer, wenn jemand nur die Fichte fällt.

Ein Blinder kann nicht den Blinden leiten.

Eine alte Kuh erinnert sich nicht, ein Kalb gewesen zu sein.

Eine arme Frau hat viel Verdruss: weinende Kinder, nasses Brennholz, ein undichter Kessel und ein mürrischer Mann.

Eine Blüte ist die Liebe, Früchte trägt sie in der Ehe.

Eine Braut muss immer arbeiten, ein Kind darf immer schlafen.

Eine fleißige Mutter erzieht faule Kinder, eine faule fleißige.

Eine Frau kann unterwegs umkehren, aber selbst der geringste Mann wird das nicht tun.
Eine Frau mag unterwegs umkehren, ein noch so erbärmlicher Mann tut das nicht.

Eine gute Glocke wird weit gehört, eine schlechte noch weiter.

Eine gute Schelle hört man weit, eine böse Nachricht noch weiter.

Eine halbe (kleine) Lüge verschönt die Rede.

Eine Lüge hat kurze Spuren.
(In Deutschland gibt es das Sprichwort: Lügen haben kurze Beine. In vielen anderen Ländern gibt es vergleichbare Sprichwörter, die besagen, dass am Ende die Wahrheit immer herauskommt.)

Einem geschenkten Pferde sieht man nicht in den Mund.
(Sprichwort in Deutschland: Einem geschenkten Gaul schaut (sieht) man nicht ins Maul. Gleiche oder ähnliche Sprichwörter auch in anderen Ländern.)

Einem Seehunde braucht man das Bellen nicht zu lehren.

Ein feiger Richter ist schlimm genug, ein dummer aber noch schlimmer.

Ein Fleck im Gold und ein Makel am weisesten Mann werden sofort aufgedeckt.


Ein gutes Kind bringt selbst die Rute, ein schlechtes verbessert sich nicht durch die Rute.

Ein gutes Pferd bringt Sorgen, eine schöne Frau bereut man.

Ein gutes Wort verwundet nicht.

Ein Hase bleibt immer ein Hase.

Ein Herr bleibt Herr selbst in der Hölle.


Ein Herz, das die Trauer nicht kennt, ist kalt und bleibt der Freude fremd.


Ein Jahr macht Alte älter, noch eins, aus Kindern Leute.
Ein Jahr macht den alten Menschen älter, zwei Jahre erziehen das Kind.

(Das bedeutet, selbst ein Jahr kann schon große Veränderungen im Leben bewirken.)


Ein Junger ist gesund, wenn er gegessen hat, ein Alter, wenn er in der Nacht gut geschlafen hat.


Ein Kind und ein Narr sagen die Wahrheit.


Ein Kleiner nimmt eher einen Halm von der Erde als ein Großer einen Stern vom Himmel.

Ein kleiner Stumpf bringt den Schlitten zum Wanken.

Ein König wird getadelt, ehe er etwas Schlechtes, und gelobt, ehe er etwas Gutes tut.


Ein Mädchen hüte sich, mit Herren Beeren zu pflücken.


Einmal betrügt man den anderen, sich selbst fürs ganze Leben.


Einmal sieht man das Pferd, aber ein Jahr lang auch ein Mädchen.

Einmal wird man geboren, einmal stirbt man, beides nicht zweimal.

Ein Mann bleibt ein Mann, auch wenn überwunden.
Ein Mann ist ein Mann, selbst ein ruinierter.

Ein Mann geht aus dem Haus, um Geschäfte zu machen, eine Frau um sich zu zeigen.

Ein Mann hat nicht allen Verstand.

Ein Mann ist oft noch zu jung, um zu heiraten, aber nie zu alt, um zu lieben.

Ein Mann ohne eine Frau ist ein Mann ohne Gedanken.


Ein Mann ohne Pferd hat wenig Sorgen, ein Mann ohne Frau gar keine.


Ein Mann wird für einen Tag benötigt, ein Hund für eine Woche, eine Frau immer.


Ein Mann wird sein Land verkaufen, ehe er sein Wort bricht.


Ein Schaf blökt, und die ganze Herde ist durstig.

Ein Schatten verlangt nach einem Füllen, ein Haus braucht einen Mann.

Ein schäumender Strom friert nicht ein.

Ein schlechter Mensch schämt sich nicht, der Hund hat kein Ehrgefühl.

Ein schlechter Wächter macht viele Diebe.

Ein Schmied taugt nicht zum Schulmeister.

Ein schüchterner Mann kriegt keine schöne Frau.
Der Eichelhäher braucht keine fremden Federn, um sich zu schmücken.
Eintracht hat eine geräumige Wohnung, Zwietracht eine enge.
Eintracht schafft Platz.

Ein vermodernder Baum neigt sich lange, ehe er fällt.


Ein Wort hilft, ein Wort stürzt.


Es ist besser, ein Narr zu sein als einen anderen zum Narren
zu halten.


Es ist ein armer Vogel, der sich mit fremden Federn schmückt.


Es ist genug Raum auf der Welt für Geschrei.


Es ist gut eines Mannes Braut zu sein, aber schlecht und gefährlich mehr als einen Bräutigam zu haben.

Es ist gut, sich eine Frau im Dorf zu suchen, aber nicht auf der Straße.

Es ist kein Tag so lang, dass der Abend nicht kommt.

Es ist leicht zu schwimmen, wenn einem der Kopf hochgehalten wird.


Es ist schwer ein Pferd zu tränken, das den Kopf nicht niederbeugt.


Flaschen werden geblasen und Löcher geschossen, aber die Arbeit nimmt ihre Zeit.


Fort mit dem Kehricht aus der Stube und fort mit dem Mädchen aus dem Hause.

Frauen und Katzen müssen immer geprügelt werden; tun sie nichts Böses, so denken sie es.

Fremde Klugheit bleibt nicht im Kopfe, herbeigetragenes Wasser nicht im Brunnen.


Fremdes Land hat nur Heidelbeeren, das eigene hat Erdbeeren.

Froh ist die schlecht Angezogene, aber nicht immer die Ausgezierte.

Früh in die Kirche, spät zum Gericht.

Füchse werden mit Füchsen gefangen.

Fürchte dich immer ein wenig, sodass du dich niemals zu sehr fürchten musst (brauchst).


Für das erste Beste soll man sich nicht begeistern, und über das erste Schlechte nicht aufregen.

Für den glücklichen Menschen ist jedes Unkraut eine Blume, für den unglücklichen Menschen sieht jede Blume wie ein Unkraut aus.


Für ein Mädchen schickt es sich besser, still zu sein.

Für einen Armen lohnt es nicht, etwas billig zu kaufen.

(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Wer billig kauft, kauft teuer.)

Früh zur Mühle und spät zur Kirche, so kommt man bald zurück.

Gegeben ist ein versprochenes Geschenk.

Geh nicht auf das Eis eines Sees, wenn du die Stimme des Kranichs hörst.


Gelegenheit macht Diebe.

(Gleiches Sprichwort auch in Deutschland.)

Geschäfte sind so, wie sie ausgeführt werden, Gesetze so, wie sie gelesen werden.

Gesegnet ist der Gast der Wirtin, elend der Gast des Wirtes.

Gesungen sind die Worte zärtlicher, gespielt die Lieder hübscher.

Geteilte Freude ist doppelte Freude.
(Gleiches Sprichwort auch in Deutschland.)

Gib dem Geizigen, solange er verlangt, dem Hunde, solange er sieht.

Gib dem Hunde Fleisch und du bekommst die Beine zurück.


Gib der Katze alles, wonach sie miaut und sieh auf alles, worauf der Hund bellt.


Glaube kann den Menschen niemals mit einem Löffel eingeträufelt werden.


Glaube nicht den Tränen des Meeres, denn seine Augen sind immer voll Wasser.


Glauben ist nicht Wissen.


Glauben ist weniger wert als Wissen.


Gott gibt Verstand, aber Hoffnung nimmt ihn wieder.


Gott hat uns die Zeit geschenkt; von Eile hat er nichts gesagt.


Gott schuf zwar die Zeit, aber von Eile hat er nichts gesagt.

Gott sorgt für der Kühe Euter, ehe geboren sind die Kälber.

Große Worte spalten den Mund nicht.

Gute Kinder sind der Eltern Reichtum, Glück, Heil und Segen.


Gute Mädchen, artige Töchter; wo kommen denn die garstigen Weiber her?

(Russisch: Alle Mädchen sind gut, schön und hübsch. Wo kommen bloß die vielen bösen Weiber her?)

Guter Nachbar ist besser als Bruder in der Ferne.
(Ähnliche Sprichworte auch in anderen Ländern.)

Guter Rat ist wie Schnee, je leiser er fällt, desto länger bleibt er liegen.


Gute Sitten machen das Mädchen hübsch.

Gut verwahrt ist das Mädchen nur unter der Erde.


Haare und Verstand halten sich nicht auf demselben Kopf.


Hebe den Knüppel nicht zu hoch, er könnte dir auf den Kopf fallen.


Herr bleibt Herr auch in der Hölle.


Herren und Narren soll man keine halb fertige Arbeit zeigen.

Hilf dem Manne bergauf, nicht bergab.


Hinderlich sind die Felsen im Meere, und der Arme auf dem Wege des Reichen.

Hitze taugt nicht in Geschäften.

Hoffnung erhält den Armen am Leben, Furcht tötet den Reichen.


Honig auf der Zunge, Gift im Sinne.


Höre auf die Fichte, an deren Wurzel du dein Haus hast.


Hunde kommen, wenn man sie ruft. Gute Gäste ungeladen.


Im Krieg kommt es auf einen Mann nicht an.


Immer muss sich der Mensch um irgendetwas sorgen.

Im Morast ist ein großer Fuß gut, in der Kirche ein netter Schuh.

Im Munde ist der Besoffenen Herz.


In dem Hause lebt man nicht gut, wo das Kind Ältestes ist.


In der Gefahr taugt auch der Schlechte.


In der großen Welt wird man zwar nicht reich, aber klug.


In der Gruppe konzentriert sich die Dummheit.

In der Hose eines anderen ist gut im Feuer sitzen.

In der Sauna verraucht der Zorn und die Galle trocknet aus.


In der Tasche ist keine Sitte und im Beutel keine Ehr', er sei voll oder leer.


In der Verwandtschaft gibt es auch Wölfe.


In einem Siebe wächst es nicht zu Hunderten.


Ins Feuer mit dem Haar der Frau, in den Wind mit dem Haar des Mannes.

In wessen Wasser ich rudere, dessen Lied singe ich.

Jeder füllt seinen eigenen Sack.


Je mehr man im Kot herumstochert, desto mehr stinkt er.

(Dies ist eine Erfahrung, die in etlichen Ländern gemacht wurde und ähnliche Sprichworte zur Folge hatte.)

Je mehr man läuft, desto mehr Hügel sieht man.


Je mehr Pech ich habe, desto kühner wird mein Mund.


Käme nur der Sommer mit seinen Fliegen, dann hätte der Arme auch Freunde.

Kaufe dir ein Pferd von reichem Hause, aber heirate aus einem armen.

Kauf dir kein Messer, aber nimm dir eine Frau.

Keine Nacht ist so lang, dass ein Tag ihr nicht folgt.


Klug ist, wer viel hört, aber wenig redet.


Krähen zürnen stets mit Raben, Raben zanken stets mit Krähen, keiner lobt des andern Stimme, jeder schilt des andern Federn.

Kümmernisse sind unsere Zügel, schlechte Tage unser Zaum.

Lache den Teufel aus, schlage den Frechen, vertreibe den fremden Hund, aber das Kind des Armen rühre nicht an!


Lass dich nicht von einem guten Ding in Entzücken und nicht von zweien in Schrecken versetzen.

Lassen wir es doch in die Stube schneien, gehen wir nur unter das Bett.

Lass Gott den Abend kommen, ohne dass man seiner erwähne.

(Das bedeutet, an einem fröhlichen Tag, kommt der Abend schneller als man denkt oder ihn erwartet.)

Lässt Gott den Hanf missraten, so segnet er das Land mit Flachs.


Laufend reiset man nicht.

Laufe nicht mit Kälbern um die Wette.

Lebe nicht nach des Narren Sinn, sei selbst klüger.

Leg nicht alle Eier in denselben Korb.


Lehmfarbene Wolken regnen, fette Kühe geben Milch.

Leih deine Feder aus, so schreibst du selbst mit dem Finger.

Liebe ist ein schöner Garten, die Ehe ein Feld von Nesseln.


Lieber ein Sommer ohne Kuh als Weihnachten ohne Frau.


Lieber ein Werst*5 länger, als eine Spanne*4 Gefahr.

Lieber in der Heimat auf einer Insel als in der Fremde auf dem Kontinent.

Lieber magere Eintracht als dicker Streit.

Liebes Mädchen! Denk nicht an den Degenträger, die Sorgen sind seine Stube, die Degenscheide seine Vorstube.

Lobe das Wetter am Abend und den Sohn, wenn er graue Haare hat.

Lobe dein Pferd morgen, deinen Sohn, wenn er einen Bart hat, deine Tochter, wenn sie verheiratet ist, dich selbst nie.

Lobe den Kleinen, tadle den Großen, aber setz dich in den Schlitten des Großen.

Lobe den Tag am Abend und den Buben, wenn er einen Bart hat.


Mach aus einer Fliege keinen Stier.

(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Mach aus einer Mücke keinen Elefanten.)

Mach nicht eher den Stall, ehe du ein Pferd hast.

Man bekommt, was man bestellt.

Man betrübt sich nicht um das Wenige, aber über das ungleich Geteilte.

Manche haben Glück, die meisten haben den Sommer, alle haben Gott.

Manches Mädchen wünscht sich wieder zurück in das elterliche Haus neben die zärtliche Mutter.

Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten.

Man kann mit den Adligen nicht Beeren pflücken gehn, sie nehmen die Beeren und die Körbe.

Man kann nicht höher als sein eigener Kopf springen.

Man kann (soll) nicht mit einer Kelle fordern, wenn mit einem Löffel gegeben wurde.


Man kann nicht so weich Ski fahren, dass man die Spuren nicht sieht.


Man lässt oft die guten Mädchen sitzen und heiratet die schlechten.

Man mag alles bereuen, außer Frühaufstehn und früh anfangen.

Man muss dem Mann helfen, wenn er den Berg erklimmen will, nicht, wenn er schon wieder unten ist.

Man muss die Dinge nehmen, wie sie kommen. Und wenn sie nicht kommen, muss man ihnen entgegen gehen.

Man wird nicht reich durch Gewinn, sondern durch Sparen.


Meine Verwandten können laufen wie die Wölfe, meine Schwäger hüten die Schafe, selbst bin ich ein Mann.

Met ist nicht in jedem Kruge, Klugheit nicht in jedem Kopfe.

Mit alten Frauen und Wölfen hat der Herr die Welt verdorben.

Mit dem Beutel am Hals wird niemand gehängt.

Mit dem Netz der Feigheit werden nie gefischt des Glückes Störe.

Mit Gewalt kriegt man keinen Eidam*2, gegen den Willen keinen Freund.

Mit schmierigen Skiern kommt man nicht in den Himmel.
(Mit „schmieren, bestechen“ kommt man im Beruf auch nicht immer vorwärts.)

Mit Spielen bekommt man kein Brot, mit Narrheit keine Kleider.


Mit Worten darf man scherzen, aber Fratzen zu schneiden ist unnötig.


Morgenstunde ist Gold wert.


Mut besiegt einiges Leiden, Geduld das übrige.


Nach dem Menschen bleibt nur die Spur seiner Arbeiten.


Nach der Hochzeit ist man ein Jahr lang froh, nach dem Begräbnis zwei Jahre lang traurig.


Narren kennen das Gute nicht.


Nicht auf jeder Tanne sitzt ein Eichhorn.


Nicht aus jedem Mehl wird gebacken ein süßer Hochzeitsfladen.

Nicht beides zugleich, gut und schnell.

Nicht der ist ein Mann, der Geld erhält, sondern der es behält.


Nicht durch große Einkünfte wird man reich, sondern durch kleine Ausgaben.


Nicht entgeht dem Tode, wer der Geburt nicht entgangen ist.


Nicht jeder, der in Hosen herumläuft, ist dadurch auch schon ein Mann.

Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch gelobt, und nichts so gut, dass es nicht auch getadelt wird.

Nichts ist, wie es früher war, außer Schlaf und Hunger.

Nieder blickt der Gast, Höheres aber erwartet er.

Niemand ist so arm, dass er nicht helfen könnte, niemand ist so reich, dass er nicht Hilfe brauchte.

Niemand kann Ski fahren, ohne Spuren zu hinterlassen.


Niemand stirbt zweimal.


Niemand wird geboren mit der Axt in der Hand.


Niemand wird gehangen mit einem Geldbeutel um seinen Hals.


Nur ein bisschen schwanger, sagte die Magd.

Rate keinem, der klüger ist als du.

Reichtum kann man verstecken, aber nicht Armut.

Reich wird man nicht dadurch, dass man viel bekommt, aber durch Sparsamkeit.

Rühre nicht an des Hundes Strick, auch da kann er dich beißen.

Russe bleibt Russe, selbst wenn man ihn in Butter brät.

Schätze deinen Wert und respektiere den anderen.

Scheuer Barsch, nasser Arsch.

Schlafend bearbeitet man nicht sein Land, sitzend nicht die Felder des Vaters.


Schlage das Schwein und wasch das Ferkel, ihr Schreien ist doch dasselbe.

Schone auch ein gutes Pferd.

Schönes Wetter nach den Wolken, Freude nach dem Weinen!

Schönheit ist vergänglich, Hässlichkeit aber nimmt stets zu.

Schönheit legt man nicht in den Kessel.


Schreien hilft nicht aus der Not, das Brummen nicht in traurigen Tagen.

Schritt für Schritt nimmt man die Stufen.

Schüttele nicht das Verfaulte, necke nicht den Verrückten.

Schweine und Tyrannen sterben nur selten einen normalen Tod.


Sei mäßig auch beim Betteln, damit du in dasselbe Haus nicht zweimal gehst.


Sei still, Kalb, und lass die erwachsene Kuh brüllen.

Selbst der Blinde bekommt zufällig etwas Fett in seinen Löffel.

Selbst der Mond scheint nicht, ehe er aufgeht.

Selbst der strengste Winter hat Angst vor dem Frühling.

Selbst die Enthaltsamkeit hat ihre Grenzen!

Selbst die Sonne scheint nicht lange von einer Seite.

Selig ist das Weib zu Hause, der arme Mann auf Reisen.

Siede nicht schon Teer, wenn dir noch die Tannen fehlen.

Sie sind wie ein Hemd und ein Hintern.
(Vergleichbares deutsches Sprichwort: Sie sind ein Herz und eine Seele.)

Sogar das Pferd ruht, wenn's den Weg durchlaufen hat.


Sogar der Mond scheint nicht eher, bis er aufgeht.


Sogar die Milch schmeckt nicht dem erzürnten Mann.


Sogar die Schlange geht dem Schlafenden vorbei.


So hilft das Kind: Einen Fisch nimmt es aus und zwei verzerrt es.

Solange das Messer noch geschliffen wird, lebt der Ochse in Sicherheit.

Solange ist nicht große Not, als man noch einen Rat hat.


Spät nieder und spät auf, bringt den Untergang ins Haus.


Spielen ist die Arbeit der Kinder.


Spielerisch wie ein Witwenhintern.


Spotte über den Mann, aber nicht über seine Mütze.


Springe nicht eher, als bis der Bach kommt.

(Auch in anderen Ländern soll man warten, bis man an den Bach kommt: In Bulgarien soll man nach der Tiefe fragen, bevor man ihn durchquert, in Schweden nicht Hallo rufen und in der Türkei nicht die Hosen hochkrempeln.)

Steck' den Finger in den Mund, der am längsten ist.
(Das bedeutet, man nimmt die nächstbeste Hilfe, wenn man in Not ist. Deutsches Sprichwort mit vergleichbarer Bedeutung: Der Ertrinkende klammert sich am Strohhalm fest.)

Stecke nicht alles in den Mund, was das Auge sieht.

Stets auf Besserung hofft der Kranke, stets auf Sonnenschein der Wanderer.

Suche das Gute wie der Fisch die Tiefe.

Tadelst du die seichten Bäche, dann sei selbst ein tiefer Sund, tadelst du die leeren Wasser, dann sei selbst ein volles Meer!


Tadle nicht das Alte, ehe du das Neue kennst.

Töte den Elch, wenn du jung bist, und du wirst in seinem Fell schlummern, wenn du alt bist.

Über die Vermählten freut man sich, die Verstorbenen beweint man, beides ein Jahr lang.

Übersieh nicht das Wenige.

Um das Pferd handelt man im Stall, um das Mädchen wirbt man in der Stube des Vaters.

Ungezogen sein ist nicht schwer, aber gut zu sein, das kostet etwas.

Unter der eigenen Haut fließt Blut; unter der der andern Wasser.


Verachtung bricht dem Kind das Herz.


Verkaufe nicht den Bär, ehe du ihn erwürgt hast.


Verliert der eine nicht, kann der andere nicht gewinnen.


Vermutung ist nicht Gewissheit.


Vernachlässige nicht einen armen Verwandten oder eine kleine Wunde.


Versäuft der Vater das Pferd, vertrinkt der Sohn den Wagen.


Versprochen ist gegeben.


Verstand legt man nicht in den Kopf.


Verstand und Haare gedeihen nicht auf dem selben Kopf.


Verstand verwundet nicht den Kopf des Mannes.


Von der Wurzel her besteigt man den Baum.

Von einem Pferd gebissen zu werden ist Schande, von einer Frau geschlagen zu werden ist größere Schande.

Von einer kalten Kohle bekommt man kein Feuer.

Von jedem Dorf führt der Weg nach Turku.

Von oben nimmt man nicht, was übrig bleibt.

Wärme ruiniert die Knochen nicht.

Warme Tage im Winter sind immer kalt, und kalte Tage im Sommer immer noch warm.

Was du nicht geheim halten willst, das sage deiner Frau.


Was Honig der Biene, das ist Liebe dem Menschen.


Was im Kriege gewonnen wird, wird im Kriege aufgegessen.


Was kann der Wind dem Stein schon anhaben.


Was man leise sagt, ist eine Lüge.

Wasser hat der Arme in Fülle, und Schmutz fehlt dem Reichen auch nicht weniger.

Wasser ist das älteste Heilmittel (die älteste Arznei).

Was singend kommt, geht pfeifend wieder weg.
(Das bedeutet, wie etwas gekommen ist, so wird es wieder gehen. Vergleichbares deutsches Sprichwort: Wie gewonnen, so zerronnen.)

Was verkehrt gewonnen, vergeht verkehrt.

Weiber schmücken sich mit Bändern, Männer schmücken sich mit Ruhm.


Weine und klage nicht ohne Ursach, beides kannst du noch mit allem Rechte tun.


Wen Gott bei der Stirnlocke fasst, der wird leicht zum Himmel heraufgezogen.

Wenn alles vorüber ist, wird der Schwede weise.

Wenn das böse Weib bäckt, so ist ihr alles im Wege, die Hunde, die Katzen.

Wenn der Fisch nicht beißt, spart man zumindest den Köder.


Wenn die Ehe ganz ohne Streit geht, ist der Mann taub und die Frau blind.

Wenn die Reichen sich streiten, gibt es Frieden für die Armen.

Wenn du deinen Freund auch nur ein einziges Mal betrügst, so betrügst du dich selbst für immer.


Wenn du dein Werkzeug weggibst, musst du selbst die Finger benutzen.

Wenn du dich bei dem Herrn anschmeichelst, füttre auch seine Hunde.

Wenn du einen Freund auch nur ein einziges Mal betrügst, so betrügst du dich selbst für immer.


Wenn du einen Ungeschickten anstellst, musst du selber hinter ihm hergehen.


Wenn du ein Geheimnis nicht bewahren willst, dann sag es deiner Frau.


Wenn du glücklich bist, behalt es für dich.


Wenn du nicht den Griff in Händen hast, so wetze nicht das Messer.

Wenn eine Frau pfeift, dann lacht der Teufel.


Wenn er weit ist, brüllt er; wenn er nahe ist, stößt er: Das ist die Sitte eines bösen Ochsen.


Wenn Gott einem das Leben nimmt, so gibt einem der Teufel schon die Erben.


Wenn man allein schläft, erkältet man sich.


Wenn man die Schulden aufnimmt, sind sie wie ein Bruder, wenn man sie zahlt, wie ein Neffe.


Wenn man durch Zweifel läuft, ist der Weg zum Himmel lang.


Wenn man sie will, ist sie eine Himbeere, wenn man sie nimmt, ein Apfel, aber nach der Hochzeit ist sie bitter.

Wenn man vor dem Wolf flieht, kommt einem der Bär entgegen
(begegnet einem der Bär).

Wenn man wüsste, wo man hinfällt, würde man dort vorher Stroh auslegen.


Wenn Schnaps, Teer und Sauna nicht helfen, dann ist die Krankheit tödlich.


Wenn sich etwas in die Länge zieht, wird es komplizierter.

Wenn vom Geweih gesprochen wird, flieht das Rentier.


Wenn zwei Diebe sich zanken, bekommt der Bauer seine Kuh zurück.


Wer alles gleich erledigt, hat mehr freie Zeit.


Wer anderen nicht hilft, war selbst nie in Not.

Wer an Träume glaubt, fürchtet seinen eigenen Schatten.


Wer auf den Tod eines anderen wartet, braucht eine lange Kerze.


Wer beim Sielen böse wird, der soll nicht mitmachen.


Wer bei schlechtem Wetter nicht zur Kirche geht, geht bei gutem Wetter zur Hölle.

Wer das Saatkorn isst, erspart sich den Erntewagen.


Wer der Geburt nicht entgangen ist, entgeht nicht dem Tode.


Wer die Vergangenheit preist, tadelt die Gegenwart.


Wer die Wahrheit eingesteht, wird kein Nachtquartier erhalten.

Wer die Wahrheit sagt, hat nie ein Nachtlager bekommen.


Wer durchs Spiel wird reich (warm), wird an guter Sitte bleich (arm).


Wer einen breiten Mund hat, muss auch einen breiten Rücken haben.


Wer einen kleinen Hügel von Geld hat, hat einen Berg von Freunden.


Wer ein fremdes Pferd striegelt, erhält die Haare für seine Arbeit.


Wer ein halbes Wort nicht versteht, der wird auch von einem ganzen nicht weise.


Wer ein Häuflein Geld hat, der hat ein Schock Freunde.


Wer ein übersehenes Mädchen heiratet, der bekommt eine auserlesene Frau.


Wer fragt, verirrt sich nicht.


Wer geben will, der fragt nicht.

Wer ins kalte Wasser springt, taucht ins Meer der Möglichkeiten.

Wer ins Meer gefallen ist, geht vorsichtig am Bach entlang.


Wer in Trauer versenkt ist, denkt nicht an Honigkuchen.


Wer jeden Feiertag hält, leidet jeden Hunger.


Wer kein Feuer anzünden kann, kann nicht lieben.


Wer mit den Wölfen heult, wird auch mit den Wölfen gejagt.


Wer mit einem Ferkel nach Deutschland geht, kommt mit einer Sau zurück.


Wer nicht irgendetwas Altes hat, ist nicht reich.


Wer nicht mit seinen Ohren hört, lernt es mit seinem Rücken.


Wer nichts übel nimmt, wird sich nie bessern.


Wer ohne Ursache zürnt, der versöhnt sich ohne Grund.

Wer ohne Zucht erzogen wird, der ohne Ruhm und Ehre stirbt.


Wer ohne Zucht heranwächst, der stirbt ohne Ehre.


Wer sich mit einem Weibe zanken kann, hat sich die Zunge nicht am Brei verbrannt.


Wer sich nicht schämt, etwas zu sagen, wird sich auch nicht schämen, es zu tun.

Wer sich über ein Flüsschen lustig macht, sollte ein tiefes Meer sein.

Wer sieht, der heiratet nicht, und wer heiratet, sieht nicht.


Wer spät aufsteht, vernichtet Haus und Hof.


Wer viel arbeitet, hat ein Recht, viel zu essen.


Wer vor dem Wolf flieht, dem begegnet der Bär.


Wessen Hand sich bewegt, dessen Mund wird schmecken.


Wie die Wellen sich bewegen, so sind des jungen Mannes Gedanken.


Wie du die Braut geehrt hast, so ehre nun auch die Gattin.


Wie ist die Welt doch so groß und weit, sprach die Alte, als sie einen Stock zur Saunaluke hinausstreckte.


Wie man in den Wald ruft, so schallt es wider.

„Wir haben beide gut gerudert“, sagte die Fliege zum Fuhrmann, als das Boot am anderen Ufer war.


Wir leben, wie wir können, nicht so, wie wir wollen.

Wo Aas ist, da versammeln sich die Raben.

Wo das Gesetz schwach ist, da ist die Not allmächtig.


Wo das Rentier sich wälzt, da bleibt das Haar.


Wo es zu eng für einen ist, da ist es am besten für zwei.


Wo ich geboren bin, weiß ich, auch, wo ich gelebt habe; aber ich weiß die Stelle nicht, wo ich sterben muss.


Wo Liebe ist, da ist auch Reichtum und wäre es auch in der ärmsten Hütte.


Wo man den Schmerz fühlt, da hält man die Hand hin; wo das Liebchen ist, dahin geht das Auge.


Wo viel Rentiere kalben, wuchert das Moos.


Zankend lässt man sich nicht trauen.


Zart sind des Faulen Hände.


Zeit ist Geld.


Zeit ist Geld, sagte der Arbeitslose, als er seine Uhr verkaufte.


Zu lange Freude endet mit Tränen.


Zum Glück stirbt das Weib, zum Unglück das Pferd.


Zur Freude ist der Kuckuck im Walde, das kleine Kind auf der Diele.

Zu seiner Zeit anfangen, zu seiner Zeit aufhören.

Zwei Finnen brauchen kein Dolmetscher.


Zwei harte Steine machen noch kein gutes Mehl.


Zwei Könige passen nicht in ein Schloss.

Zwei machen einen Handel, und der Dritte erhält eine Ohrfeige.

(Der Horcher/Spion bekommt die Ohrfeige, wenn er erwischt wird.)

Zweimal heiratet der Bedauernswerte, dreimal der vom harten Schicksal Verfolgte.

Zwei Weise können im Reden gegen einen törichten Lappen nicht aufkommen.

Finnische Sprichworte      von A bis D
Finnische Sprichworte      von E bis Z
Sprichworte                    aus Lappland

*1 Åbo - Schwedischer Name der finnischen Stadt Turku. Sie wurde im 13. Jahrhundert gegründet, ist ein Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum und war während der schwedischen Zeit die wichtigste Stadt in Finnland. Zwischen 1809 und 1812 war sie die Hauptstadt des Großfürstentums Finnland.

*2 Eidam - veralteter Ausdruck für den Ehemann der Tochter = Schwiegersohn, auch Tochtermann. Mittelhochdeutsch eidem und althochdeutsch eidum. Ursprüngliche Bezeichnung für den Mann, der in die Familie einheiratet und damit am Erbe der Tochter teilnimmt. Belegt sind bis ins 9. Jahrhundert bekannt. Die Ehepartnerin des Sohnes, heute Schwiegertochter, wurde früher mit Schnur oder Söhnerin bezeichnet. Zu Schwiegerkindern besteht keine biologische Verwandtschaft, sondern eine Schwägerschaft, sie sind angeheiratete, so genannte affine Verwandte.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwiegerkind

*3 Klete - im Baltikum von Finnland bis Ostpreußen beheimatete Form eines Speichers, Kornhauses oder hölzerne Laube. Er kann zum Schutz vor Feuchtigkeit auf Steinen gebaut sein und im Sommer als Wohnung genutzt werden.

*4 Spanne- ist ein altes deutsches Längenmaßeinheit außerhalb des Internationalen Einheitensystems von etwa 0,2 m. Je nach Ort war die Spanne unterschiedlich, da die zugrunde liegende Handspanne bei jedem Menschen unterschiedlich ist und es gibt auch unterschiedliche Abstände an der Hand zu messen, die alle als Spanne definiert sind (Abstand zwischen Daumen- und Kleinfingerspitze (große Spanne) oder zwischen Daumen- und Mittelfingerspitze (kleine Spanne).
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Spanne_(Längenmaß)

*5 Werst- war ein Längenmaß im zaristischen Russland. Ein Werst entsprach 1066,78 Metern = 500 Saschen ( dt. Faden) Die alte Werst war bis ins 18. Jahrhundert 700 Saschen. 1 Saschen = 3 Arschin = 2,1337 Meter, 1 Arschin = 28 Zoll = 71,12 Zentimeter.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Werst