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Sprichworte aus Guyana
Flagge von Guyana
Wappen von Guyana
Flagge von Guyana
Wappen von Guyana
Guyana ist ein Staat am Atlantik in Südamerikas zwischen Venezuela und Suriname. An der Grenze zu Venezuela und Brasilien befindet sich das Guayana-Gebirge, nach dem der Staat benannt wurde. Es hat eine Fläche von 214.970 km² und 735.554 Einwohner (Juli 2014). 85 % des Landes sind dünn besiedelter tropischer Regenwald im Hinterland. Die Besiedlung beschränkt sich weitgehend auf den Küstenraum. Im Hochland leben nur einzelne Indianerstämme. Ein Meeresspiegelanstieg durch den Klimawandel von einem Meter würde in Guyana das flache Küstengebiet überschwemmen, in dem 70 % der Bevölkerung leben und 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes liegen.

Guyana bestand im 17. und 18. Jahrhundert aus den durch die Niederlande gegründeten Kolonien Essequibo, Demerara und Berbice. Der Besitz dieser Gebiete wechselte bis 1815 mehrmals zwischen den Kolonialmächten Niederlande, Großbritannien und Frankreich. Auf dem Wiener Kongress 1815 gingen die Gebiete an Großbritannien. 1831 wurde hieraus die Kolonie Britisch-Guayana gegründet. 1834 wurde die Sklaverei abgeschafft, die ab 1838 durch Kontraktarbeiter aus Britisch-Indien ersetzt wurden. Am 26. Mai 1966 wurde Guyana unabhängig von Großbritannien und am 23. Februar 1970 zur Kooperativen Republik erklärt. Guyana ist der einzige südamerikanische Staat, der die Todesstrafe auch im Zivilrecht beibehalten hat und zuletzt 1997 vollstreckt wurde.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Guyana

Wahlspruch von Guyana:   „Ein Volk, Eine Nation, Ein Schicksal“

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Aller Maniok erhält die gleiche Haut aber nicht genauso den gleichen Geschmack.
(Das bedeutet, auch wenn Menschen gleich aussehen oder das Gleiche anziehen, ihr Charakter und ihre Eigenschaften sind verschieden.)

Babys, die im Haus weinen und vor der Tür sind gleiche Dinge.
(Das bedeutet, man sollte die eigenen Kinder genauso behandeln wie die fremden Kinder.)

Bauch voll hinterher betrunken.
(Das bedeutet, wenn man sich satt gegessen und genügend getrunken hat, neigt man dazu, nichts mehr zu tun und faul zu werden.)

Büsche bekommen Ohren und deine Geheimnisse bekommen Zungen.
(Das bedeutet, auch wenn man etwas geheim halten will, erfährt es irgendjemand und erzählt es weiter. Einer erzählt es dem Nächsten und bald weiß es jeder. Mit ähnlichen Sprichwörtern wird in vielen Ländern vor Mitwissern oder Verrätern gewarnt. Ähnliche Sprichwörter in Deutschland: Auch die Wände haben Ohren. und Büsche haben Ohren und Felder Augen.)

Das Aussehen des Puddings ist nicht der Geschmack.
(Man sollte die Dinge nicht nur nach ihrem Aussehen beurteilen.)

Der Mond läuft, bis das Tageslicht ihn fängt.
(Das bedeutet, man kann seine schlechten Taten nicht für immer verheimlichen kann. Eines Tages kommen sie ans Licht und man wird gefangen.)

Der Mund des Mannes macht der Frau den Hof, aber der gleiche Mund weist ihr die Tür.
(Am Anfang wirbt der Mann mit schönen Worten um die Frau. Wer der Mann die Frau lange genug kennt, wird ihm langweilig und er spricht unfreundlich zu ihr und schimpft.)

Der Teufel versucht, aber er zwingt nicht.

Die Kuh auf der Weide erinnert sich nicht an Hund und Metzger, bis sie sie sieht.
(Wenn man sich sicher fühlt, ahnt man manchmal nichts von der nahen Gefahr.)

Die Zunge hat keine Zähne, aber sie kann doch beißen.
(Die Zunge steht für gesprochene Worte, mit denen man bissige Bemerkungen machen kann und weh tun, vergleichbar mit Bisswunden.)

Du kannst den Knochen nicht mit Kaugummi kauen.

Eine Pflicht baut einen Damm.

Eines Mannes Geld lässt zu viele Männer weinen.
(Das bedeutet, wenn ein reicher Mann stirbt, weinen etliche Hinterbliebene nicht aus Trauer, sondern in Erwartung eines reichen Erbteils.)

Ein guter Dieb ist der beste Wächter.

Es ist nicht gut, deinen Fuß in jedem Strumpf zu stecken.
(Das bedeutet, man sollte sich nicht verzetteln und sich überall einmischen oder alles machen wollen.)

Fische spielen im Meer, sie wissen nicht, das sie morgen in der Suppe kochen.
(Wenn man sich des Lebens freut und alles schön findet, kennt man die Probleme noch nicht, die sich schon im Hintergrund nähern.)

Fluche nicht, wenn du gehst, nicht, wenn du zurückkommst.
(Man sollte den Ort, wo man herkommt, nicht verfluchen oder anders schlecht machen, möglicherweise kommt man irgendwann wieder zurück.)

Gegenläufige Brise (Wind) bringen Krähe und Adler leicht auf eine Linie.
(Jeder hat einmal Schwierigkeiten. Manchmal können Gegner nur gemeinsam Probleme lösen und verbünden sich dafür zeitweilig.)

Große Bäume fallen um und Ziegen beißen in die Blätter.
(Wenn große oder bedeutende Menschen fallen, werden sie von der Allgemeinheit nicht mehr gefürchtet, verehrt und respektiert. Wenn einer in Ungnade fällt, machen ihn die anderen ihn schlecht.)

Gute Fische schwimmen nicht in die Falle.

Gut und Böse kommen oft aus derselben Quelle.

Hunde kaufen Rum, Kühe trinken ihn, die Schweine im Stall sind betrunken.
(Das bedeutet, alle sind bei einer Sache dabei, alle beteiligen sich, aber hinterher fühlt sich betroffen, ist keiner Schuld und keiner ist es gewesen.)

In jedem Busch ist nachts ein Mann.
(Im Dunklen sieht man nichts und jeder Busch sieht unheimlich aus und man kann sich vor jedem kleinsten rascheln und Geräusch fürchten und sich alles Mögliche vorstellen.)

Jede Geschichte hat zwei Seiten.
Jedes Seil hat zwei Enden.
(Jedes Ding kann man von verschiedenen Seiten betrachten, alles hat mindestens zwei Seiten, die möglicherweise ganz verschieden aussehen.)

Jeder beste Freund hat einen nächsten besten Freund.
(Das bedeutet, jeder beste Freund hat auch andere Freunde, die man selbst nicht kennt. So kann es kommen, dass Dinge und Geheimnisse, die man nur seinem besten Freund erzählt, sie auch nur seinen besten Freunden erzählt, aber das sind eben andere. Irgendwann weiß es jeder, da irgendwie alle mit allen um hundert Ecken befreundet sind.)

Jedes Geflügelfutter hat eine eigene Krähe.
(Jeder muss selbst sehen, was gut für ihn ist.)

Katzenfüße sind weich, aber ihre Kratzer sind schlecht.
(Manche Menschen tun freundlich und verständnisvoll, die in Wirklichkeit böse und schlecht sind und nur darauf warten, zum eigenen Nutzen dem anderen zu schaden.)

Kauf niemals nachts ein schwarzes Tuch.
(Man sollte nur Geschäfte oder Verträge abschließen, wenn alles klar ist ohne versteckte Fallen. Das gilt auch für alles andere im Leben.)

Kein guter Zimmermann bekommt eine gute Werkbank.
(Das bedeutet, wenn man gut in seinem Fach ist, kann man auch mit schlechtem Werkzeug, oder ohne Unterstützung gute Ergebnisse erzielen. Gute Werkzeuge und Hilfe brauchen schlechten Handwerker, um überhaupt etwas zu schaffen.)

Kein schnelles Feuer wird Erbsen kochen.
(Erbsen müssen erst lange Quellen und später längere Zeit kochen. Das bedeutet, alles braucht seine Zeit und manches eben länger.)

Königinnen regieren Bienenstöcke, nicht Könige.

Kümmer dich nicht um die Vögel, sie können den Baum nicht ärgern.
(Es spielt keine Rolle, ob man sich über die Zustände bei der Arbeit oder im Land ärgert. Egal wie man die Zustände findet, man muss arbeite zum Geld verdienen und im Land leben.)

Langsames Feuer kocht harte Kuhfelle.
(Das bedeutet, wer Geduld hat und warten kann, hat Erfolg, wo andere aufgegeben haben.)

Laster verletzen nicht, aber deinem Gewissen tun sie weh.
(Obwohl man schlechte oder falsche Dinge tut, die einem scheinbar nicht schaden, sie schaden dem eigenen Gewissen und man hat die Wahl, sie zu lassen.)

Menschen können gleich aussehen, aber alle verhalten sich anders.

Nach dem Lachen kommt weinen.

Nicht alle, die in die Kirche gehen, gehen dorthin, um zu beten.

Nicht alles was Gelehrte wissen, kommt von dem, was sie von ihrem Lehrer gelernt haben.

Nicht in jedem Krabbenloch ist eine Krabbe.
(Das bedeutet, nicht alle Erwartungen erfüllen sich.)

Nicht jeder große Kopf macht Sinn.
(Nicht jeder große Mensch ist auch stark oder mutig. Manches sieht anders aus, als es ist, vermutete Eigenschaften stellen sich hinterher als falsch heraus.)

Nicht jeder Schüler hat sein Wissen vom Lehrer gelernt.
(Das bedeutet, man lernt nicht nur in der Schule von Lehrern, sondern man lernt immer im täglichen Leben. Aus allen Erfahrungen im Leben und durch Selbsterkenntnis lernt man dazu.)

Nichts ist, was wie die Kürbisranke läuft, er muss eines Tages austrocknen.
(Das bedeutet, jedes Leben endet einmal, wie eine Kürbisranke, die am Jahresende austrocknet, egal wie die Pflanze begossen wird.)

Niemand setzte alle beiden Füße in den Fluss, wenn man sehen will, wie tief er ist.
(Vergleichbare Sprichwörter gibt es auch in anderen Ländern in Amerika und Afrika. Wenn man mit beiden Füßen in unbekanntes Wasser geht, kann man versinken, wenn es zu tief ist. Um kein Risiko einzugehen, bleibt immer ein Fuß auf festem Land, und man probiert nur mit einem Fuß. Genauso sollte man sonst im Leben kein zu großes Risiko eingehen. Egal was man probiert, man muss immer ein Scheitern oder Totalverlust einkalkulieren, der aber nicht den Ruin der Existenz bedeuten darf. Man muss den Verlust verkraften können, wenn nicht, ist das Risiko zu groß.)

Niemand will schmutziges Pulver.
(Das bedeutet, wenn man einen schlechten Ruf hat, wird man nicht respektiert und keiner etwas mit ihm zu tun haben.)

Nur das Messer kennt das Innere vom Kürbis.
(Erst wenn ein Mensch Krisen, Fehler oder Schicksalsschläge erlebt hat, kann man sein Inneres erkennen.)

Orange gelb, aber du weißt nicht, ob es süß ist.
(Das bedeutet, man kann nicht alles nach dem äußeren Ansehen beurteilen.)

Schildkröten können nicht gehen, wenn sie nicht den Kopf aus ihrem Panzer strecken.
(Der Panzer schützt die Schildkröte. Um zu laufen, streckt sie Kopf und Beine heraus und wird damit für mögliche Feine angreifbar. Ohne dieses Risiko einzugehen, kommt sie aber nicht vorwärts, kann nichts fressen und würde verhungern. Das bedeutet, alles hat ein Risiko, man muss immer Risiken eingehen, um vorwärts zukommen und sich zu entwickeln.)

Schildkröten wollen keinen Ärger und ziehen sich in ihr Haus zurück.
(Man sollte immer auf Ärger und Enttäuschungen vorbereitet sein und sich zurückziehen können.)

Verschwenderischem Mann schmilzt das Geld wie Butter in der Sonne.

Versuche nicht, deinen Fuß in jeden Strumpf zu zwingen.

Wenn das Haus deines Nachbars in Flammen steht, wirf Wasser auf dein eigenes.

Wenn das Ohr nicht hört, wird das Auge besser sehen.

Wenn deine Augen nah sehen, muss dein Mund nicht reden.

Wenn dein Finger weh tut, wirfst du ihn nicht weg.
(Das bedeutet, wenn jemand in der Familie schlecht oder gar kriminell ist, gehört doch zur Familie.)

Wenn die Mächtigen in harte Zeiten geraten, werden sie von allen respektlos behandelt.

Wenn Mutter tot ist, ist die Familie erledigt.
(Das bedeutet, die Mutter hält die Familie zusammen. Wenn sie nicht mehr da ist, ist kein Zusammenhalt mehr gegeben und die Familie zerstreut sich.)

Wenn Wasser auf dem Boden verschüttet ist, kannst du es nicht wieder aufheben.
(Verschüttetes Wasser versickert gleich im Boden und ist nicht zurückzuholen. Das bedeutet, ein geschehenes Unglück, kann nicht wieder ungeschehen gemacht werden. Es nützt nichts, darüber Trübsal zu blasen.)