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Sprichwörter über
Recht und recht

Recht und recht ist nicht Rechts, sondern in der Mitte. Für alle gilt das gleiche Recht, und wenn etwas recht ist, dann ist es richtig und gut.

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Deutsche Sprichwörter über Recht und recht

Adel hat kein Erbrecht.

All Ding im Hui sich kehren um, was recht ist, kam bald werden krumm.

Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
Jedermann recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
(Bei Entscheidungen die Wünsche oder Bedürfnisse aller zu berücksichtigen ist bei den Unterschieden der Menschen unmöglich. Bei manchen Entscheidungen hat man aber auch den Eindruck, die Meinung, Wünsche oder Bedürfnisse anderer sind überhaupt egal, alle anderen werden ignoriert oder übergangen.)

Allermanns Knecht kann's nicht jedem machen recht.

Allzu gerecht macht's meist schlecht.
Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, auf dass du nicht dich, noch deinen Bruder verderbest!
Sei nicht allzu weise.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Der Prediger Salomo 7, 16: „Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest.“ Andere ähnliche Sprichwörter gehen wahrscheinlich ebenfalls auf diese Bibelstelle zurück.)

Allzu gerecht tut Unrecht.

Armut ist gut, wer's glaubt und ihr recht tut.

Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.
Armut ist keine Schande, aber Ursache zur Armut geben ist Schande und Unrecht.
(Ein Sprichwort, dass schon 1605 in der Sammlung von Petri steht und im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander unter Armut Nr. 215. Ein Sprichwort, das etliche Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zur Kenntnis nehmen sollten. Es ist deren Schande und Unrecht, dass die Armut weiter zunimmt. Leider lesen die Verantwortlichen keine Sprichwörter oder halten sich nicht daran. Wer soll den wenigen Reichen noch etwas abkaufen, wenn keiner mehr etwas hat?)

Armut selten recht tut.

Auf alle Pferde gerecht, wie ein Postsattel.

Auf rechten Füßen ist gut stehen.

Aufrecht hat Gott lieb.

Aufrecht und redlich, kühn dabei, deines Lobes und Ehren Feldzeichen sei.

Aus Gewohnheit wird zuletzt Recht.

Aus Recht ist Schinderei, aus Gerechtigkeit ist Klage geworden.

Ausweichen muss man zur Rechten.

Bedingen bricht Landrecht.
Bedingt Recht bricht Landrecht.
(Bedingt Recht = Vertrag, Übereinkommen, Abkommen)

Bei Gott steht das Recht.

Besser ist Gnade denn Recht.

Besser recht Nichts denn unrecht Was (etwas).
Besser recht Nichts, als unrecht

Billigkeit muss das Recht meistern.

Böse Gewohnheiten machen kein Recht.

Da bist du vor der rechten Schmiede!

Das enge Recht ist ein weites Unrecht.
Enge Recht, weit Unrecht.
Eng Recht ist ein weit Unrecht.

Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat groß Gewinnen schon gebracht.
Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat manchem großen Nutz gebracht.

Das Geschrei ist wie ein falscher Spiegel, der ein Ding recht oft ganz falsch zeigt.
(Geschrei = Gerücht)

Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich.

Das Gute tu gut, das Rechte recht.

Das Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt.

Das ist der rechte Salat für das Maul.

Das ist recht Hudelmanns Gesind, das langsam schafft und trinkt geschwind.
(Hudelmann = Lumpenmann, liederlicher Mann, ein auf Müßiggang, Faulheit und Kurzweil bedachter Mensch, hudelmanns Gesind = schlechtes Gesindel. Im 16. und 17. Jahrhundert oft vorkommendes Wort.)

Das Recht bedarf Hilfe.

Das Recht hat eine wächserne Nase.

Das Recht hilft den Wachenden.

Das Recht ist allzeit ein frommer Mann, aber der Richter ist oft ein Schalk.

Das Recht ist an beide Füße gerecht wie ein polnischer Stiefel.
An beiden Füßen gerecht, wie ein polnischer Stiefel.

Das Recht ist des Stärksten.

Das Recht ist des (für) [der] Wachenden, das Glück des (für) [der] Schlafenden.

Das Recht ist eine schöne Braut, wenn sie in ihrem Bette bleibt.

Das Recht ist gut, aber die Rechtspraktika taugt nichts.

Das Recht ist simpel, ungewiss und untreu.

Das Recht ist wohl ein guter Mann, aber nicht immer der Richter.

Das Recht mit krummer Hand wird leichtlich umgewandt.

Das Recht scheidet wohl, es freundet aber nicht.

Das Recht schiert haarscharf.

Das Recht soll man mit Erbarmung mischen.

Das Recht soll vor der Theologie das Barett abziehen.

Das Recht wär' wohl gut, wenn man's nicht krumm machte.

Das Recht wird weder weiter noch enger.

Das scharfe Recht will einen gelinden Meister haben.

Das schärfste Recht ist das größte Unrecht.

Dass es recht sei, zwei Pfründe zu haben, verstehen nur die nicht, welche bloß eine haben.

Dass viele Unrecht gehen, macht deshalb den Weg nicht Recht.

Das Tischrecht heißt: Nimm für gut, wie man dir tut.

Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack.

Dem Hennengreifer ist eine rechte Frau nicht hold.

Dem Narren wäre zu helfen, wenn man die rechte Ader träfe.

Dem Recht ist (tut) öfters Hülfe not.
Dem Recht will nachgeholfen sein.

Den Bösen missfallen, ist das rechte lob.

Der Heireri sieht nit wohl, hört nit wohl und kann nit recht reden, drum muss er ein Pfarrer werden.

Der heißt ein rechter weiser Mann, wer Nützliches, nicht viele Dinge kann.

Der Herr muss selber sein der Knecht, will er's im Hause haben recht.

Der Hypochonder ist bald kuriert, wenn euch das Leben recht kujoniert.
(kujoniert, kujonieren = altes, noch wenig gebrauchte Bezeichnung für überwiegend unnötig und schlecht und bösartig bedrängen, drangsalieren, unwürdig behandeln, schikanieren, jemanden als Dummkopf behandeln, bei der Arbeit schlecht behandeln. Dieses Sprichwort steht so 1837 in der Sammlung von Wilhelm Körte unter Nr. 3101. Schon vorher wurde der Spruch in Goethes (1749–1832) Gedichten unter Sprichwörtliches veröffentlicht.)

Der ist recht arm, welcher von Gott verlassen ist.

Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld.

Der muss wohl rechtschaffen blind sein, der die Sonne nicht sehen kann.

Der Neid ist eine rechte Eule, so das Licht eines andern Glücks nicht vertragen kann.

Der Neid ist gegen ihn selbst ein rechter Richter, gegen andern ein Tyrann.

Der Schöff weiset zurecht.

Der Stärkste hat recht.

Der Winter kommt des Jahrs einmal, kommt er nicht zur rechten Zeit, so kommt er zur Unzeit.

Des Vaters Strafe ist die rechte Liebe.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 3, 12: „denn wen der Herr liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.“)

Die Eule trägt ihr Recht auf dem Buckel.

Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.

Die Henne trägt das Hauptrecht auf dem Schwanze.

Die Holsten verteidigen ihr Recht mit dem Schwert.

Die Leute führen das Recht in der Tasche.

Die linke Hand ist der rechten nicht so nötig als Einigkeit den Lehrern in reiner Lehr.

Die Narren haben mehr Glück als Recht.
Narren haben mehr Glück als Recht.

Die rechten Toten muss man nicht in den Gräbern suchen.
(Sailer meint dazu 1810 in „Die Weisheit auf der Gasse“: „Denn der Tod des Geistes ist der rechte Tod.“)

Die Rechte sind links und rechts, wie man sie dreht.

Die Rechtlichkeit und der Palmesel kommen jährlich nur einmal ans Licht.

Dieses ist das Hochzeitrecht: Du musst künftig sein der Knecht.

Die Worte eines Weisen sind wie ein kostbares Edelgestein, das zu rechter Zeit und Ort vermittels einer verborgenen Kraft Wunderwerke von sich spüren lässt.

Die Zeugen, denen man das Recht in die Hand legt, reden am besten.

Drei Dinge vergleichen sich am besten, die Kirche so von Lebendigen und Toten, das Rathaus so von Recht und Unrecht und der Tod, der Starke und Schwache nimmt.

Dreimal ist Bubenrecht.

Du hast recht, du kommst neben die Mutter Maria in den Himmel.

Du musst Recht finden und nicht Recht bringen.

Eben Recht (recht) ist weder eng noch weit.

Eilen ist des Rechts Stiefmutter.

Ein Dieb hat viel Rechts.
(Das bedeutet, man muss ihnen erst ihre Taten beweisen, bevor sie als Diebe verurteilt werden können.)

Eine Hand voll Gewalt (Macht) ist besser als ein Sack voll Recht.

Eine Handvoll Gold ist schwerer, denn ein Sack voll Recht und Wahrheit.

Eine Henne hat das Recht über neun Zäune.

Eine Jungfrau schön gerad und lang, vertreibt herzen sorg und leid, wenn man's gebraucht zu rechter Zeit.

Einen Betrüger muss man recht und listig fassen.

Eine rechte Liebe wird neunmal nichts.
(Dazu zitiert 1837 Wilhelm Körte ein Zitat von Euripides: „Des Herz hat nicht geliebt, der nicht für immer liebt.“)

Eine schlimme Magd und loser Knecht, die schicken sich zusammen recht.

Eines Richters Amt ist Gottes Amt, wer's nicht recht führt, der wird verdammt.

Eine Statt ohne Recht ist ein Leib ohne Seele.

Ein Feind tut dem andern so weh, als er kann, aber nicht allzeit mit gleich großem Recht.

Ein Quäntlein Gunst wiegt mehr denn ein Zentner Recht.
Eine Unze Gunst und ein Quäntlein Gold wiegt mehr als ganze Schiffe und Wagen voll Recht.

Ein rechter Bergman fährt nicht ein ohne Licht, Feuerzeug und Kompass.

Ein rechter Hausvater ist der Erste auf, (und) der Letzte nieder.

Ein rechter Held ein treuer Schatz.

Ein rechtschaffener Heldenmut hat sein Vorteil an der Gerechtigkeit seiner Waffen, seine Waffen beruhen an der Gottesfurcht und sein Sieg auf der Ehre.

Ein unbeflecktes Leben ist das rechte Alter.

Ein verruchtes Weib ist ein rechtes Fegefeuer.
(verrucht = aus dem mittelhochdeutschem: eigtl. = acht- oder sorglos. Meist in der Bedeutung gemein, schändlich; ruchlos, lasterhaft, sündig, verworfen gebraucht.)

Erhalten recht bringt kaum die Unkosten wieder.

Er hat den rechten Schlüssel zur Harfe gefunden.

Er hat mehr Glück als Recht.

Er hat's Maul am rechten Ort.

Er kam nie recht, außer einmal, da warf man ihn die Stiegen hinab.

Es braucht lange Zeit, der Welt recht an den Puls zu fühlen.

Es darf mir keiner ein Hofrecht in die Stube machen.

Esel und Müller Knecht, ohne Schläge nichts machen recht.

Es gehen viel Stierbuben auf einen rechten Ackersmann.

Es geht nicht mit rechten Dingen zu.

Es gibt drei Recht: Recht und Unrecht, und wie man's macht, ist auch recht.

Es hat mancher mehr Glück als Recht.

Es hat nicht jeder Arzt die rechte Hand zum Heilen.

Es ist besser der Gewalt mit dem Recht widerstehen als (denn) mit dem Eisen.

Es ist der rechte Zapfen für die Flasche.

Es ist ein Witzbold, er wird den Arsch kaum in ein rechtes Bettstroh bringen.

Es ist kein besser Recht denn ein Mägdlein und ein Knecht.

Es ist nicht alles recht, was dem Esel wohlgefällt.

Es ist recht, dass der Mist stinke.

Es kann keiner sein eigen Richter sein, viel weniger sein eigen Rechter.

Es kann nicht sein ein recht Gericht, da der Pfennig das Urteil spricht.

Es verliert mancher seinen Hafer, eh er zum rechten Acker kommt.

Es ward auf Erden nie so schlecht, es ging Gewalt stets vor Recht.

Faustrecht war nie schlecht.
Kolbengericht und Faustrecht war nie schlecht.
(Kolbengericht = Kampfgericht mit gerichtlichem Zweikampf von ebenbürtigen Kontrahenten. Der Sieger des Zweikampfs hatte mit dem Sieg, vergleichbar mit einem Gottesurteil, seine Rechte bewiesen. Wenig gebrauchter Begriff aus dem frühen Mittelalter bis spätestens zum Ende des 15. Jahrhunderts. Die Stärke des Siegers hat aber so wie heute nichts mit dem wirklichen Recht und noch weniger mit Gerechtigkeit zu tun.)

Freiheit drückt den Hut frisch in die Augen und wandert aufrecht.

Freundschaft und guter Wille macht kein Recht.

Fürchte Gott, tue Recht, scheue niemand.

Furcht ist ein böser Knecht, sie tut die länge nicht recht.
Geben und nehmen ist das gleiche Recht.

Gedinge bricht Landrecht.

Geht's in der Welt dir etwa schlecht, tu, was du willst, nur – habe nicht recht!

Geige den Leuten, wie du willst, du geigst selten allen recht.

Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.

Geld, Gewalt und Gunst, brechen Recht und Kunst.

Geld vor, Recht nach.

Gelübde bricht Landrecht.

Gerechte tun das Rechte recht.
(Mit dem rechten Recht ist nicht das Recht der Gesetze gemeint, da die für manche ungerecht sind. Der Kommentar von Wilhelm Körte 1837 dazu: „Das rechte Recht ist, wenn das Zünglein der Gerechtigkeitswaage in der Mitte steht. Es geht hierüber ein altes Gerücht, dass, sobald das Zünglein ins Gleiche komme, die Welt untergehen werde. – Es hat den Anschein, dass wir der Welt Untergang und des rechten Rechts Aufgang wohl nicht erleben werden!“)

Geschriebenes Recht ist ein breites, dünnes Netz, die Mücken bleiben drin hängen, die Hummeln brechen hindurch.

Geschriebenes Recht ist eine große Glocke: wenn nur der Schwengel nicht so leicht herunterfiele.

Gewalt geht vor Recht. (Das klagt manch armer Knecht).

Gewalt, Geld und Gunst, schwächt Ehre, Recht und Kunst.

Gewohnheit will Recht haben (werden).

Glimpf*12 ist besser denn Recht.

Glück fragt nicht nach Recht.

Glück und Recht sind der Wachenden.

Gnade ist besser denn Recht.

Gnade geht vor Recht.

Gott behüte mich vor einem Richter, der auf dem rechten Ohr nicht hört, bis man's ihm schmiert, und vor einem Schneider, der viel Mäuse hat.

Gott ist der rechte Kriegsmann.

Gott selbst kann es nicht allen recht machen.

Große Freundschaft und Geschlecht machen krumme Sachen recht.

Groß Herr, groß Recht, klein Knecht, klein Recht.

Gunst geht vor Recht.
Gunst geht vor Recht, das weiß ich armer Knecht.

Guter Wille ist kein Recht.
Guter Wille macht kein Recht.

Gut Recht bedarf oft guter Hilfe.

Hätte jedes Kind seinen rechten Namen, so hießest du nicht Peter Götz.

Hätten wir alle einen Glauben, Gott und das gemeine Beste vor Augen, guten Frieden und recht Gericht, eine Elle, Maß und Gewicht, gleiche Münze und gutes Geld, so stünd' es wohl in aller Welt.

Hundert Jahre Unrecht ist noch keine Stunde Recht.
Hundert Jahre Unrecht macht (wird) keine Stunde Recht.
Hundert Jahre Unrecht war nie eine Stunde Recht.
Tausend Jahr Unrecht, war nie eine Stund' Recht.
(Ob hundert oder tausend macht keinen Unterschied. Ein Sprichwort, das auch heute gültig ist, aber selbst in so manchen Regierungen und Chefetagen noch unbekannt zu sein scheint.)

Ich bin zur rechten Stunde gekommen.

Ich kam nie recht denn einmal: Da warf man mich die Stiege hinab.

Ich kann mit dem Daumen nicht mehr so recht nachkommen.

Ich will die Nase schnäuzen, damit ich es auch recht sehe.

Im Kriege schweigt das Recht.

Im Krieg schweigen Gesetz und Recht, es gilt Herr wie der Knecht.

In der Welt geht es nimmer recht, es sei denn ein des andern Knecht.

In Nöten lernt man recht die heimlichen Feinde kennen.

Ist das Bett beschritten, ist das Recht erstritten.
(Ein altes Rechtssprichwort. Es bedeutet, wenn neu verheiratete Eheleute zusammen im Bett gewesen sind, ist die Ehe rechtsgültig.)

Jahr und Tag ist die rechte Gewähr.

Jeder versteht, was gut und recht ist, und jeder folgt dem Bösen.

Jeder Zeit ihr Recht macht manchen armen Knecht.

Je mehr Gesetze, je weniger Recht.

Je weniger Gesetz, je besser Recht.

Kein besser Recht denn das Gegenrecht.

Klugheit ist das rechte graue Haar.

Landesbrauch ist Landesrecht.

Lass fahren, wer fährt, wohl dem, der recht zurückkehrt.

Lässt Gewalt sich blicken, geht das Recht auf Krücken.
Wenn die Gewalt kommt, geht das Recht auf Krücken.

Leibesnot bricht das Recht.

Liebe, Zank und Rechtshändel machen einen verständig.

Lose Leute futtern viel Rechts.

Lübisch Recht, Glüpisch Recht.
(Lübisches Recht war früher das Recht der Stadt Lübeck. Glüpisch bedeutet heimtückisch oder hinterlistig. Laut dem Kommentar von Wilhelm Körte von 1837 meinte das Sprichwort früher, das Recht würde Rollwagen gleich so hin und her geschoben, wie und wohin man will. Danach fragte Körte, obs jetzt noch wahr ist, die Lübecker werdens wohl wissen.)

Machst du's gut, hast du's gut, machst du's schlecht, geschieht dir recht.

Mancher kann den rechten Punkt zwischen zu früh und zu spät nicht treffen.

Man fragt zuerst: was trägt es ein? und dann erst, ob es recht und fein.

Man hat mehr verrecht, denn errecht.
Man hat viel mehr verrechtet, als errechtet.
Man tut mehr verrechten, als errechten.
(verrechten = vor Gericht bringen, gerichtlich verurteilen; oder eine monatliche Abgabe, Steuer, Pacht oder Miete entrichte(n; oder durch Prozesse Geld oder Werte durchbringen und erschöpfen. Das bedeutet, man bezahlt wesentlich mehr, als man einnimmt. Das gilt für Gerichtsprozesse genauso wie für Vermietung und andere Geldgeschäfte, bei denen man sich eigentlich Gewinne verspricht, aber letztlich nur Kosten hat.)

Man kennt allererst recht den wert von dem Taler*33, wenn man ihn von anderen leihen muss.

Man könnte den Leuten nicht recht tun, wenn man sich die Nase abbiss.

Man meint oft, der Himmel hängt voll Geigen; sieht man recht zu, so sind es kaum Nussschalen.

Man muss dem Kind den rechten Namen geben.

Man muss dem Recht seinen Lauf lassen.

Man muss der Kalbzeit ihr Recht lassen.

Man muss der Zeit ihr Recht tun.

Man muss einem jeden sein Recht tun, sonst wird nichts Gutes draus.

Man muss rückwärts gehn, um recht zu springen.

Meisterssohn bringt das Recht mit sich.

Missbrauch lehrt den rechten Brauch.

Mit großen Herren rechten, ist mit zehn Mannen fechten.

Mit Lügen und Intrigen erlangt man mehr als mit Wahrheit und Recht.

Mit rechten Leuten gehts einem recht.

Mit Rechten und Kriegen gewinnt niemand viel.

Mit Recht heißt der ein kluger Mann, der seinen Geck verbergen kann.

Mit Recht verliert man das mit Schwänken, was man gewonnen hat mit Ränken.

Nach Nürnberger Recht behält der die Schläge, der sie hat.
Nach dem Nürnberger Recht muss der die Prügel behalten, der sie bekommen hat.

Nach dem Nürnberger Recht hängt man den Dieb nicht eher, als man ihn hat.

Nehmt für gut, wie man euch tut, ist (ein) altes Tafelrecht.

Nicht genug ists, Schriften führen, sondern sie recht allegieren.
(allegieren - aus dem Lateinischen, zitieren, sich darauf berufen, ein Zitat anführen.)

Not bricht Recht.

Not hat kein Recht.

Obrigkeit, bedenk dich recht, Gott ist dein Herr und du sein Knecht.

Ohne Adams Rippe und guten Wein kann niemand recht fröhlich sein.

Ohne die rechte Ladung ist der Schuss gefährlich.

Ohne Umkehren ist kein Rechtlaufen.

Ohne viel Unrecht kam man selten zum Recht kommen.

O wie wohl ist ein Bauersmann, wenn er's nur recht erkennen kann.

Rache macht ein kleines Recht zu großem Unrecht.
In der Rache wird ein kleines Recht zum großen Unrecht.

Recht beten, (ist) halbe Arbeit.

Recht bleibt allzeit recht.
Recht bleibt Recht, aber man verdreht's gern.
Recht bleibt Recht, so man's nicht verdreht.

Recht bleibt und lässt sich nicht verdrücken, ihm weicht Bosheit mit allen Tücken.

Recht blieb wohl recht, wenn's arme Leute werden möcht.

Rechte Beter sind auch gute Danker.

Recht edel werden ist viel mehr, denn edel sein von Eltern her.

Rechte Eheleute sollen nicht gute Tage haben, es muss Unglück und Mühe da sein, oder es ist nicht recht für Gott.
(Ein altes Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert, das man nicht teilen sollte. Man kann auch ein gutes gottgefälliges Leben führen, ohne Unglück oder große Mühen. Das Problem ist nur, meist neiden es einem die anderen und sorgen mit Mühe für Unglück und Probleme.)

Rechte Liebe grauet nicht.

Rechte Liebe überträgt viel.

Rechte Liebe verlöscht nicht bald oder wendet sich nicht leicht.
(So steht es als ein Sprichwort 1605 in der Sprichwörtersammlung „Der Teutschen Weissheit“ von Friedrich Peters (Petri). Wander macht daraus gleich zwei, die erste Hälfte unter Liebe Nr. 666 und die zweite Hälfte unter Liebe Nr. 667.)

Rechte Liebe wird vergnügt, wenn sie ihresgleichen kriegt.
(Das bedeutet, die Ehe bleibt nicht Kinderlos.)

Rechte Maß halt mit dem Glas, es zerbricht sonst und macht nass.

Rechten Adel spürt man an adeligen Tugenden, nicht an Kleidern oder Ketten.

Rechten ist bös, wo Gewalt Richter ist.

Rechten ist fechten.

Rechten ist kriegen: von beiden weiß Gott das Ende.

Rechten ist recht, aber unfreundlich.

Rechten kostet Geld.

Rechten macht Sorge und Kosten lang.

Rechten Reichtum stiehlt kein Dieb.

Rechten, Spielen und Bauen, Bürger werden und trauen, Bulen und naschen, macht gemeiniglich ledige Taschen.

Rechten und borgen macht Kummer und Sorgen.

Rechter Krieger Messer steckt hart, müssen sie es zücken, so kommt's nicht ohne Blut wieder in die Scheide.

Rechter Mann hilft, wo er kann.

Rechter Reichtum kam nie um.

Rechter Richter richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.

Rechte Schulkunst ist so hoch, dass sie mit keinen Geld bezahlt werden kann.
(Ein Sprichwort 1605 in der Sprichwörtersammlung „Der Teutschen Weissheit“ von Friedrich Peters (Petri). Wenn man den Zustand der Schulen im allgemeinen und den der Gebäude oder der Schulabgänger im Besonderen ansieht, dann könnte man es für wahr halten und alle haben es schon immer gewusst.)

Rechtes leidet nichts Schlechtes.
Was Recht's, leidet nichts Schlecht's.
Was Rechtes leidet nichts Schlechtes.
Etwas Rechtes leidet (bringt) nichts Schlechtes.

Rechte Zeit halten ist ehrlich.

Rechte Zeit und Statt, find't allezeit Gnad'.

Recht fasten heißt Sünde meiden.

Recht findet allzeit seinen Knecht.

Recht findet sich.

Recht gestorben ist besser, denn böslich gelebt.

Recht getan ist viel (wohl-) getan.

Recht haben und Recht bekommen sind zwei Dinge.
Recht haben und recht bekommen sind zwei paar Schuhe.
Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge
Recht haben und Recht bekommen, zwei unterschiedliche Dinge.
Recht haben und recht bekommen sind zweierlei.
Zwischen Recht haben und Recht bekommen liegen Welten.
(Viele weitere Variationen sind seit fast 200 Jahren an vielen Stellen zu finden.)

Recht hast du, aber schweigen musst du.

Recht im Gericht tu jedermann, sieh die Person des Mannes nicht an, setz Gott und sein Wort nicht hinten an.

Recht ist Recht.

Recht ist über hübsch.

Rechtmäßiger Ernst ist keine Tyrannei.

Recht muss Recht bleiben.
Recht muss doch recht bleiben, und dem fallen alle frommen Herzen zu.

Recht muss Recht finden.
Recht wird Recht finden.

Recht ohne Gnade ist Tyrannei.

Recht richten ist recht.

Recht scheidet wohl, aber es freundet nicht.

Recht schimmert doch den Leuten in die Augen, wenn man's gleich verdunkeln wollte.

Recht tun hat guten Namen zum Gefährten.

Recht tun hat mich betrogen, ich tat recht und ward verlogen.

Recht tun ist das Beste.

Recht tun ist keine Sünde.

Recht tun ist schwer dem, der's nicht gewohnt ist.

Recht tun lässt sanft ruhn.

Recht tun verliegt sich nicht.

Recht und gleich ist allen Haders*14 Ende.

Recht und gleich wird mit Gottes Segen reich.

Recht und schlecht, das ziert den Mann.

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