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Sprichwörter über
Glück, glücklich und das Glücksrad

Deutsche Sprichwörter über das Glück

Ander Mann, ander Glück.
Andrer Mann, anderes Glück.

Auf Erden kam nie ein Glück so hoch, dem Unglück nicht könnt folgen noch.

Augenblick gibt das Glück.

Behüt' uns Gott vor großem Glück, gnädigem Herrn und gesunder Speis.

Beschaffen Glück ist unversäumt.

Darnach sich einer schickt, darnach es ihm glückt.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

Das Glück, es klopft bei manchem an, der Narr lässt's vor der Türe stahn.

Das Glück fliegt: wer's fängt, der hat's.

Das Glück fürchtet die Klugen.

Das Glück gibt vielen zu viel, aber keinem genug.

Das Glück hat Flügel.

Das Glück hat Weiberart, liebt die Jugend und wechselt gern.

Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen.

Das Glück hilft den Kühnen gern, von weißer Leber bleibt es fern.

Das Glück ist dem Frommen feind.

Das Glück ist der beste Leim, der (so) die Gemüter zusammenfügt.

Das Glück ist der Einfältigen und böser Leut Patron.

Das Glück ist ein Geber und ein Nehmer.
Das Glück ist ein Nehmer und ein Geber.
Das Glück ist ein Gebiger, Nehmiger.

Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du.

Das Glück ist ein Rindvieh, es findet immer seinesgleichen.
Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen.

Das Glück ist ein so starker Wein, dass diejenigen, die einmal daran trunken werden, nicht eher als im Tode den Rausch ausschlafen.

Das Glück ist gläsern.

Das Glück ist kugelrund, es trifft wohl manchen Pudelhund.

Das Glück ist kugelrund, läuft einem in den Mund, dem andern in den Strund, verändert sich all Stund.
Das Glück ist rund, es läuft dem einen in den Mund, dem anderen in den Strund und ändert sich zu aller Stund.

Das Glück ist mit dem Tüchtigen.

Das Glück ist mit den Dummen.

Die Dummen haben das meiste Glück.

Das Glück ist rund, dem einen läuft's ins Haus, den andern draus.

Das Glück ist rund, halt dich an die Tugend.

Das Glück ist rund, wer's kriegt, dem ists gesund.

Das Glück ist wandelbar und unbeständig, wälzt sich von einem zum andern.

Das Glück kommt über Nacht.

Das Glück kommt von ungefähr wohl über neunzig Meilen*20 her.

Das Glück lässt sich eher erschleichen denn erlaufen.

Das Glück muss den Mann, nicht der Mann das Glück suchen.

Das Glück muss man erobern.

Das Glück muss man regieren, das Unglück überwinden.

Das Glück schenkt nichts, es leiht nur.

Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.

Das Recht ist des (für) [der] Wachenden, das Glück des (für) [der] Schlafenden.

Davonlaufen ist ein kurzer Auszug, wenn's Glück einem den Zins aufkündigt.

Dem Feigen zeigt (weist) das Glück den Rücken.

Dem Glück ist niemand stark genug.

Dem ist kein Glück beschert, der sein sich wehrt.

Den Narren bringt sein eigen Glück um.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 1, 32: „Denn den Unverständigen bringt ihre Abkehr den Tod, und die Toren bringt ihre Sorglosigkeit um,“)

Der eine hat Glück, der andre sät darauf.

Der Fromme fürchtet das Glück, der Böse das Gesetz.

Der Narren Glück, ihr Unglück.

Der Neid wächst aus Glück und Heil.

Der Schuldige hat bisweilen das Glück, selten die Zuversicht, verborgen zu bleiben.

Der Weise trägt sein Glück bei sich.

Des einen Glück, des andern Ungeschick.
Des einen Glück, des andern Unglück.
Des einen Glück ist des andern Unglück.
Des einen Glück ist des andern Unglück und des einen Unglück ist dess andern Glück.
Des einen Glück ist des anderen Leid.
Des einen Schad oder Verderben ist des andern Glück.
Des einen Unglücks Ausgang ist des andern Anfang.
(Egal was zuerst kommt, das Glück oder das Unglück des einen ergibt das andere des anderen. Es bleibt das gleiche Sprichwort, egal, in welcher Reihenfolge. Im Sprichwörter Lexikon von Wander werden trotzdem mindestens 6 verschiedene daraus, manchmal nur mit einem Wort Unterschied oder gleich beide Reihenfolgen in einem.)

Des Glücks Gewalt hat Monds Gestalt.

Die Freude ist der Schlüssel zum Glück.

Die Kunst bedarf des Glücks, und das Glück bedarf der Kunst.

Die Narren haben mehr Glück als Recht.

Die Schwalben fliegen nur dem Sommer, die Tauben insgemein den weißen Dächern und die Freunde dem Glücke nach.

Donnert das Glück, kehr dich nicht dran, lass das Wetter vorübergahn.

Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.

Einem glückt, was Hunderten missglückt.

Ein Frommer vergönnt niemand sein Glück.

Ein Mondkind fährt mit dem Glück auf und ab.

Ein Quäntlein Glück ist besser als (denn) ein Pfund Weisheit.
Es ist besser eine Unze Glück als ein Pfund Weisheit.

Ein unbedachter Augenblick zerstört oft unser ganzes Glück.

Er hat mehr Glück als Recht.

Er hat mehr Glück als Verstand.
Mehr Glück als Verstand.

Es bringt den Narren sein eigen Glück um.

Es hat einer Glück darnach er tut.
Es hat jeder Glück, darnach er tut.

Es hat mancher mehr Glück als Recht.

Es ist auch dieses ein Streich des blinden Glückes, dass die gute Geschicklichkeit schimpflich belohnt und die Torheit bekrönt wird.

Es ist ein gefährlich Glücke, so man an Stricke legt.

Es ist ein großes Glück, auf seinen eigenen Füßen ruhen.

Es kauft einer vom andern die Ware, aber das Glück dazu kann keiner mitkaufen.
Es verkauft wohl einer dem andern die Ware, aber das Glück kann er dabei nicht liefern.
(Ein Jahrhunderte altes Sprichwort, das viele heute nicht mehr kennen. Werbung verspricht überall das Unmögliche, nämlich das Glück, Freude und vieles mehr, beim Kauf einer unnützen Ware. Man fällt immer wieder darauf herein und kauft immer mehr, weil man das erhoffte Glück doch nie erhält. Wie in früheren Zeiten kann auch heute keiner das Glück kaufen, das man von den Dingen erhofft. Die Dinge braucht man nicht, stehen im Weg und haben das Geld gekostet, das man dringender für anderes benötigt hätte. Man erhält nicht einmal ein Glücksgefühl, eher das Gegenteil über den Ärger der nutzlosen Verschwendung. Viele verfallen in einen Kaufrausch, der offiziell schon als Krankheit anerkannt ist, ohne je die Erfüllung zu erreichen, nur Entzugserscheinungen, wenn das Geld alle ist und nur Schulden und Frust bleiben.)

Es kommt manchem das Glück vor die Tür, wenn er (sie) nur auftäte, eh es weiterläuft.
Es kommt manchem ein Glück vor die Tür, wenn er nur die Tür auftäte.

Fleiß ist des Glückes Vater.

Freien und Berggraben steht alles auf dem Glück.
(Das bedeutet für Bergleute einen lohnenden Fund im Bergwerk machen, oder beim Freien eine gut Frau Heiraten, beides ist eine Sache des Glücks.)

Fremdes Glück beneiden, heißt sein eignes sich verleiden.

Fuchs ohne Tücke ist ein Tausend-Glücke.

Furchtsame Leute haben kein Glück.

Fürstengunst, Aprilenwetter, Frauenlieb und Rosenblätter, Würfelspiel und Kartenglück wechseln (verändern sich) jeden Augenblick.

Gegen den Geiz hilft weder Glück noch Unglück.

Glück bedarf keines Rates.

Glück bedarf Witz und nimmt Witz.

Glück bei Glück macht guten Frieden.

Glück bringt Neider.
Glück hat Neider.

Glück folgt den Sitten.

Glück fragt nicht nach Recht.

Glück geht über Witz.

Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige.

Glück hat Tück.

Glück im Spiel, Unglück in der Liebe.
Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

Glück ist blind und macht blind.

Das Glück ist blind und macht blind.

Glück ist der Dummen Vormund.
Glück ist der Narren Vormund.
(Nach Sprichwörtern gibt es nur zwei Möglichkeiten, etwas zu erreichen: Entweder man lernt und kann etwas und arbeitet entsprechend, oder man hat Glück. Das Glück scheinen aber fast nur Narren und Dumme zu haben. Z. B. „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“. Wilhelm Körte (1837) sah beide Variationen als gleich an, da er dieses Sprichwort unter einer Nr. wahlweise mit beiden, Dummen und Narren, versah. Alle anderen haben es nur entweder unter dem einen oder anderen Wort in ihre Sammlungen aufgenommen. Nur Wander hat es zwei Mal als verschiedene Sprichwörter im Sprichwörterlexikon aufgeführt. Er hat auch das Wort „Das“ davor gesetzt, ebenso als Einziger vorher 1616 Georg Henischi: Das Glück ist der Narren Vormünder.“ Bei allen anderen ist „Glück“ das erste Wort.)

Glück ist der Freunde Sommer.

Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter.

Glück ist leichter gefunden (gewonnen), als erhalten.

Glück ist willkommen, vorher wie nachher.

Glück kommt alle Tag, wer warten mag.

Glück lässt sich finden, behalten ist Kunst.

Glück läuft dem einen ins Haus, dem anderen heraus.

Glück macht blind und ist blind.

Glück macht Freunde, aber Not bewährt sie.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 6, 7: „Vertraue keinem Freunde, du habest ihn denn erkannt in der Not.“)

Glück macht Freunde, Unglück prüft sie.

Glück macht verrucht und Siegen verwegen.

Glück ohne Mangel, nicht ohne Angel.
Gut Glück ohne Mangel, ist nimmer ohne Angel.

Glücks kann sich niemand erwehren.

Glückt es einem, so glückt es Hunderten nicht.

Glück und Ehre haben Neid zum Gefährten.

Glück und Glas, wie leicht (bald) bricht das.
(Ursprung für das Sprichwort ist das Publilius Syrus Zitat: „Glück ist aus Glas: Wenn es glänzt, zerbricht es.“)

Glück und Gras, wie bald wächst das!

Glück und Regenbogen sieht man nicht über dem eigenen Haus, sondern nur über dem fremden.
(Dieser Spruch war wahrscheinlich vor Wander kein Sprichwort, sondern wurde von ihm für sein Sprichwörter Lexikon produziert. Der Spruch taucht erstmals 1867 im 1. Band seines Sprichwörter Lexikons unter Glück Nr. 440 auf, ohne das er eine Quelle angibt. Heute ist der Spruch an über 100 Orten zu finden und wird beim Zitieren als Sprichwort bezeichnet.)

Glück und Unglück führen einen wankelbaren Streit.

Glück und Unglück ist alle Morgen jedermanns Frühstück.
Glück und Unglück ist aller Morgen Frühstück.

Glück und Unglück sind zwei Eimer im Galgenbrunnen.

Glück und Unglück sind zwei Nachbarn.

Glück und Unglück tragen einander auf dem Rücken (huckepack).

Glück und Unglück wandern auf einem Steig.

Glück und Weiber haben die Narren lieb.
Das Glück und die Weiber sind den Narren hold.

Glück und Weiber hassen die Weisen.

Gold macht taub, Glück macht blind.

Großes Glück, große Missgunst.

Groß (Gut) Glück gebiert Narren.
Gut Glück gebiert Narren.

Groß Glück, große Gefahr.

Groß Glück hält nicht lange Farbe.

Groß Glück, wenig Urlaub.

Gut Glück ist nimmer ohn' Tück'.
Hätt' ich Glück und guten Wind, ich führ' in einem Schüsselkorb über den Rhein.

Hilf dir selber, so hilft dir das Glück.

Ich wart des Glücks, hilf Gott und schick's.

Im Glück sind wir alle geduldig.

In der Ehe suchen die Frauen ihr Glück, die Männer ihre Ruhe.

Ist dir ein Glück beschert, so gaukelt es querfeldein.

Je ärger das Stück, je größer das Glück.

Je ärger Schalk, je größer Glück.
Je ärger Schelm, je besser Glück.

Je ärger Strick, je besser Glück.

Jeder ist seines Glückes Schmied.
Der Mensch ist seines Glückes Schmied.

Je dümmer der Mensch, desto größer das Glück.

Je größer der Schelm, je besser das Glücke.
Je größerer (schlimmer der) Schelm, je größer Glück. Je krümm'res (krümmer das) Holz, je bessre Krücke.
Je größrer Schelm, je größer Glücke, je krümm'res Holz, je bessre Krücke.

Je schwächerer Bettler, je stärkere Krücke. Je ärgerer Schalk, je größer Glücke.
Je schwächer der Bettler, je stärker die Krücke, je ärger der Schalk, je größer das Glück.
(Das Sprichwort meint, je schwächer und hilfloser einer aussieht, desto mehr Mitleid erregt er bei anderen, ihm wird schneller und mehr geholfen als anderen. Seine vermeintliche Schwäche ist die eigentliche Stärke der Bettler und Faulenzer.)

Je größer Glück, je mehr Tück.

Je mehr Kinder, je mehr Glücks.

Je mehr Leute, je mehr Glück.

Je mehr Tücke, je besser Glücke.

Je schlimmer Mensch, je besser Glück.

Jetzt auf, jetzt ab, dann wieder auf, das ist des Glücks gemeiner Lauf.

Klein Glück das beste.

Kommt einmal Glück, so (es) kommen fünf Sturmwinde darnach.

Kunst ist im Glück eine Zier, im Unglück eine eiserne Tür.

Lass dich das Glück nicht betrügen, es kann walzen, schwimmen und fliegen.

Lass dich Gottes Wort zum gehorsam leiten, so hast du Glück zu allen Seiten.

Leid, meid und vertrag, dein Leid niemand klag, an Gott nicht verzag, dein Glück kommt alle Tag.

Mancher träumt so lange vom Glück, bis er es schließlich verschläft.
(An einigen Stellen wird dieser Spruch Sprichwort genannt, an anderen mit unbekanntem Autor. Etliche Male zitiert, aber keine Quelle von früher gefunden.)

Man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise zu Ende.

Man muss dem Glück ein Pförtchen öffnen.

Man spricht, dem sei ein Glück beschert, dem was Gefälliges widerfährt.

Man spricht, es wird böser oder besser; weil aber das Glück rund ist und das Beste selten nachkommt, so begibt es sich eher, dass es böser als besser wird.

Miss dein Glück nicht nach fremder Elle.

Mittelglück, das Beste.

Mit Wachen und mit Wagen muss man das Glück erjagen.

Neid ist des Glücks Gefährte.

Nicht jeder, der jagt, hat Weidmannsglück.

Nimm für gut, wie's Glück dir tut.

Nimmst du einen Mann, um dein Glück ist's getan.

Not klagt, Glück jubiliert.

Prahle nicht mit deinem Glücke, willst du meiden Neid und Tücke.

Rat ist besser denn Glück.

Red allezeit das Beste zu einem Ding, es bedarf dennoch Glücks, das es gerate.

Scherben bringen Glück.

Schickt uns Gott Kreuze zu, so singen wir darüber, wie die Distelfinken zwischen den Dornen, so bald wir das Glück finden, so werden wir wiederum stumm.

Schlecht Glück, schlechter Glaube.

Schlüge er das Glück vorne hinaus, es lief' hinten wieder herein.

Schnell Glück, schnell Unfall.

Seines Glücks soll sich niemand überheben, denn wenn Gott will, so nimmt es ab.

Selten ein Unglück ohne Glück.

Sicherheit ist des Unglücks erste (vorderste) Ursache.

Sorgenlos sein ist ein Glück - sorglos sein viel Unglück.

Sprich von deinem Glück ganz leise, damit es der Neider nicht höre.

Tanze, wenn das Glück dir pfeift.

Tollkühn ergreift das Glück.

Trautes Heim, Glück allein.

Tugend bedarf des Glücks nicht.

Tugend ist auch ohne Glück Tugend.

Viel Verstand hat wenig Glück.

Wagen hat Glück.

Warte auf das Glück, aber vergiss nicht, ihm die Tür zu öffnen.

Was soll das Glück, das erstickt?

Was soll Glück, das liegt am Strick?

Weiber, Glück und Gold sind allen Narren hold.

Wem das Glück den Finger reicht, der soll ihm die Hand bieten.

Wem (Wem's) das Glück die Hand bietet, dem schlägt's gern ein Bein unter.

Wem das Glück nicht wohl will, der bricht sich das Bein auf ebener Erde.

Wem (Dem) das Glück pfeift, der tanzet wohl.

Wem das Glück wohl will, dem will niemand übel.

Wem das Glück zu wohl ist, den macht's zum Narren.

Wem's Glück wohl will, der fährt auf einem Besenreis über den Rhein.

Wen das Glück blend't, der fällt in seine Wänd'.

Wen das Glück in die Höhe hebt, den will's (will es) werfen.
Was das Glück hebt, das will es werfen.
Wen das Glück hebt aus der Nieder, den stürzt es plötzlich wieder.

Wen das Glück reich macht, den macht es auch wieder arm.

Wen das Glück verderben will, den zärtelt es wie eine Mutter.

Wen das Glück zärtelt, dem will es den Strick um den Hals werfen.

Wen der Teufel bescheißen will, dem gibt er Glück und Reichtum viel.

Wenn das Glück anpocht, soll man ihm auftun.

Wenn das Glück aufgeht, (so) schneit es Freunde, wen es (aber) untergeht, hagelt es Feinde.

Wenn das Glück den Menschen sucht, so hilft er sich wohl.

Wenn das Glück dir Küchlein backt, so will es dich fassen und erdrücken.

Wenn das Glück einen freundlich anlacht, so will sich das Glücksrad verkehren.

Wenn das Glück gewählt den Mann, gilt es gleich, was er kann.

Wenn das Glück groß ist, muss man das Unglück fürchten.

Wenn das Glück nicht will an den Mann, so gilt's gleich, was er kann.

Wenn das Glück nicht will an den Mann, so hilft doch nichts, was er kann.

Wenn einen das Glück erhebt, so legt jedweder Hand mit an.

Wenn es Glück regnet, sitzen fromme Leute im Schnee.

Wenn (der) Hochmut aufgeht, geht Glück unter (so geht das Glück nieder).

Wenn Hoffart aufgeht, so geht (das) Glück unter.

Wenn's Glück regnet, hab ich meine Schüssel zu Haus.

Wenn's Glück regnet, sitzt er im Trocknen.

Wer die Katze ins Wasser trägt, der trägt sein Glück aus dem Haus.

Wer Dirnen vertraut seinen Rat
Den Gänsen seine Saat,
Den Böcken seinen Garten,
Der darf des Glücks nicht warten.

Wer Glück haben will, darf nichts dem Glück überlassen.

Wer Glück hat und eine Nussschale voll Witz, der kann die halbe Welt regieren.

Wer keine Neider hat, hat auch kein Glück.

Wer kein Glück hat, dem verbrennt das Brot im Ofen.

Wer mit Städten zu schaffen hat, bedarf Glück und sonderliche Fürsorge.

Wer sein Glück nicht sucht, der versäumt es.

Wer's Glück hat, dem fliegen die Enten gebraten ins Maul.

Wer's Glück hat, dem kalbt ein Ochs.

Wer's Glück hat, (der) führt die Braut heim.
Wer (das) Glück hat, der führt die Braut heim.

Wer sich über des (eines) anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

Wer's Unglück nicht versucht hat, ist des Glücks nicht wert.

Wer von der Tugend weicht, der weicht von seinem Glücke.

Wer von Jena kommt ohne Weib,
von Wittenberg mit heilem Leib,
von Helmstedt ungeschlagen,
der hat von Glück zu sagen.

Wer von Jena kommt ungeschlagen, der hat von großem Glück zu sagen.

Wer kommt von Jena und Leipzig ohne Weib,
von Wittenberg mit gesundem Leib,
von Helmstedt ungeschlagen,
der hat von großem Glück zu sagen.

Wer vor zwanzig Jahren nicht schön wird, vor dreißig nicht stark, vor vierzig nicht klug, vor fünfzig nicht reich, der mag seines Glücks wohl erwägen: es ist an ihm alle Hoffnung verloren.

Wer weiß, wer nass wird, wenn das Glück regnet.

Wer weiß, wo das Glück liegt?

Wer weiß, wo mir das Glück noch blüht? Das Zuchthaus steht noch offen.

Wie das Glück ist, so sind die Freunde.

Wie die Aufführung, so das Glück.

Wie jeder Glück hat, so ist er gesinnt.

Wie sich einer schickt, also hat er Glück.

Willst du sein ohn' Neides Tück', sage niemandem dein Glück.

Wirb, das Glück ist mürb.

Wo das Glück ansetzt, da regnet es Glück.

Wo einer hin will, da tut ihm das Glück die Tür auf.

Wo Glück aufgeht, da geht Demut unter.

Wo guter Rat, da ist das Glück mit Tat.

Wo Hochmut zunimmt, da nimmt Glück ab.

Wo jemand hin will, da tut ihm das Glück die Tür auf.

Wo wenig Verstand, da ist viel (groß) Glück.

Zage haben kein Glück.

Zeit bringt Glück.

Zeit, Wind, Frauen und Glück, verändern sich all' Augenblick.

Ziemlich Glück lebt am besten und wehrt am längsten.
(Ziemlich = aus dem althochdeutschem zimilīh und mittelhochdeutschem zimelich = schicklich, gebührend, angemessen, passend, sich gehörend und erlaubt ist, was sich ziemt, was geziemend ist. Das bedeutet, wenn das Glück im Einklang auf ehrliche Art und weise entstanden ist und mit Moral und Ethik vereinbar ist, wird es auch lange bestehen. Wenn man sein Glück und Erfolg unehrlich, mit Betrug, Täuschung oder auf Kosten anderer erworben hat, wird es keinen langen Bestand haben. Da im Sprichwort zweimal dieselbe Aussage getroffen wird, haben etliche Sammler die zweite Hälfte in ihren Veröffentlichungen oft weggelassen, ebenso Wander im Sprichwörter Lexikon.)

Zu Ehren (be)darf man Glück, zu Frömmigkeit (be)darf man Witz.

Zufrieden sein ist hohe Kunst, zufrieden scheinen bloßer Dunst, zufrieden werden, großes Glück, zufrieden bleiben, Meisterstück.

Zu gutem Glück ist nichts zu spät.

Zusehen ist des Glückes Bruder.

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Deutsche Sprichwörter  über glücklich, glücken und glückselig

Allzeit traurig ist beschwerlich, allzeit fröhlich ist gefährlich, allzeit glücklich ist unmöglich, eins um's andre ist vergnüglich.
Allzeit fröhlich ist gefährlich, allzeit traurig ist beschwerlich, allzeit glücklich ist betrüglich, eins ums andere ist vergnüglich.
(Dieser Spruch wird an verschiedenen Stellen als deutsches Sprichwort genannt. Andere Quellen nennen den gleichen Spruch als Zitat von Joseph von Radowitz (* 06.02.1797 - † 27.12.1853). Radowitz war preußischer Generalleutnant, Diplomat und Politiker, nahm an den Befreiungskriegen teil und war 1850 kurzzeitig preußischer Außenminister.)

Bei frommen Leuten ist gut wesen, bei den man glücklich kann genesen.

Besser eine glückliche oder wohlgeratene Tochter, als ein unglückseliger Sohn.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.

Der glücklichen Braut fällt der Regen in den Schoß.
Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß.

Die Glückseligen sterben beizeiten.

Ein glückliches Herz macht hüpfende Beine.

Es hat nicht ein jeder Mann eine glückselige leichte Hand zu heilen.

Es ist kein glücklicherer Fall, als wenn man von der Erde in den Himmel fällt.

Es wird dir glücken wie den Schwaben bei Lücken.
(Das Sprichwort geht auf die Schlacht bei Lucka, einer Kleinstadt im thüringischen Landkreis Altenburger Land, am 31. Mai 1307 zurück. Das Heer vom römisch-deutschen König Albrecht I., das zu großen Teilen aus Schwaben bestand, wurde vom wettinischen Heer unter Burggraf Friedrich von Nürnberg geschlagen. Das bedeutet, wenn etwas genauso wie den Schwaben bei Lucka glückt, wird es misslingen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Lucka)

Frisch gezückt ist halb geglückt.

Geld (allein) macht nicht glücklich.
Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.
Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt.
(Das Sprichwort bedeutet, Besitz von viel Geld ist kein Grund, um glücklich zu sein. Beim Zitieren wird oft noch anderes, was noch fehlen soll, angehängt. Die ältesten gefundenen Belege für dieses Sprichwort: Fliegende Blätter Nr. 1214 aus dem Jahr 1868, Seite 125 unter der Überschrift „Glücklich“: „Ich sag' Ihnen, Geld allein macht das Glück nit aus!“ unter dem Bild eines dicken Mannes auf einem Sofa mit mehreren Geldbeuteln neben sich. Auch im Deutsches Sprichwörter Lexikon von Karl Friedrich Wilhelm Wander Band 1 von 1867: Unter dem Stichwort Geld die Nr. 202, 385 und 616 (202 mit allein, 385 und 616 ohne). Im 2. Band von 1870 steht unter Gut (Subst.) Nr. 277 „Viel Gut macht nicht glücklich.“ Alle 4 Stellen bei Wander ohne eine Quellenangabe.)

Glückliche Narren bedürfen keiner Weisheit.

Glücklicher, der gern äße und hat's nicht, als der`s hat, und mag's nicht.
Glücklicher ist, der gern äße, und hat nichts, als der's hat, und mag's nicht.

Glücklich ist der Mensch, der nicht den Dingen nachschaut, die er nicht hat, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.
Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu erlangen ist.

Glücklich über die Bruck, verlacht man den Nepomuk.

Glücklich, wer im Besitz ist.

Glücklich, wer im Dunkel bleibt.

Glückselig ist, der ein Auge im Land der Blinden hat.

Glückselig ist der Sohn, dessen Vater nicht in der Hölle ist.

Gott muss schicken, wenn's soll glücken.

Im Regiment es glücklich geht, da Lieb regiert und Einigkeit, und jeder tut, was ihm obliegt.

Man soll keinen vor seinem Tode glücklich preisen.

Rat mit Verstand regiert glücklich in allem Land.

Toll ist glückhaftig.

Wer glücklich reisen will, muss vier Säckel mittragen, den ersten gefüllt mit Gesundheit, den zweiten mit Gold, den dritten mit einem guten Gefährten, den vierten mit Geduld.

Wird dich das Schiff heut glücklich tragen, so tust du's Morgen wieder wagen.

Wo Einigkeit ihre Wohnung hat, da glücklich geht all Ding von statt.

Wo einer weise ist, sind zweie glücklich.

Wo Glücksfall ist, ist noch mehr Zufall.

Zu einem glücklichen Leben gehören (werden diese) drei Stücke (erfordert): mit wenigen vergnügt sein, Freundschaft halten und keinen Feind fürchten.

Zu glückseligen Zeiten soll man sich fürchten vor unglückhaften Zufällen.

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Deutsche Sprichwörter über das Glücksrad

Das Glücksrad geht um.
(Das bedeutet, das Glück kann nicht still stehen, sonder dreht sich ständig. Das Glücksrad führt den einen auf, den andern herab, des einen Pech oder Unglück ist des anderen Glück. Man kann sich auch nicht auf sein Glück verlassen, da sich das Rad weiter dreht und man bald auf der nach unten drehenden Seite sein kann. Das Sprichwort zeigt auch, das Glücksräder keine neue Erfindung für Fernsehsendungen sind, sondern schon Jahrhunderte vorher bekannt waren.)

Das Glücksrad ist simpel und rund, stürzt den bald, der oben stund.
(Ein Zitat aus den Dramen von Jakob Ayrer (1544 - 1625). Er war kaiserlicher Notar und Prokurator am Nürnberger Stadtgericht und deutscher Dramatiker und Autor von Fastnachtsspielen. Wander nahm über 200 sprichwortähnliche Zitate aus seinen Dramen und erklärte sie in seinem Sprichwörter Lexikon einfach zu Sprichwörtern. Sie sind und bleiben trotzdem Zitate und sind keine Sprichwörter.)

Das Glücksrad kehrt sich bald um.

Es ist große schwere Mühe am Glückrad aufzusteigen.
(Zusatz 1630 bei Christoph Lehmann: „Wenn's einer erstiegen, ist die Furcht noch schwerlicher, dass man nicht herabfalle.“)

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