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Deutsche Sprichworte
Über 10.000 deutsche Sprichwörter auf 26 Seiten
Ein k bis Er
Ein Kantor gäb` einen guten Küchenmeister.

Ein Kind, Angstkind, zwei Kinder, Spielkinder.

Ein Kind, das eine Stiefmutter bekommt, bekommt auch einen Stiefvater.

Ein Kind, das nicht spielt und dem nicht wackelt der Mund, ist nicht gesund.

Ein Kind ohne Mutter steht fern, auch wenn es neben der Stiefmutter steht.

Ein Kind wie eine Maus macht einen Hader wie ein Haus.

Ein kläffend Weib ist selten stumm, ein stilles Weib liebt man um und um.

Ein klarer Tag vertreibt viel düstre Tage.

Ein kleiner Dieb an den Galgen muss, von großen nimmt man Pfennigbuß.

Ein kleiner Fisch auf dem Tisch ist besser als ein großer im Bach.

Ein kleiner Gewinn und oft ist besser als ein großer und selten.

Ein kleiner Mann macht oft einen großen Schatten.

Ein kleiner Regen macht nicht nass.

Ein kleiner Riss ist besser zu flicken als ein großer.

Ein kleines Verzeihen bringt großes Gedeihen.

Ein Krämer, der nicht Mausdreck für Pfeffer aufschwätzen kann, hat sein Handwerk nicht gelernt.

Ein Kuss in Ehren mag niemand wehren.

Ein Laster kostet mehr denn zwei Kinder.

Ein Leben ohne Freunde ist wie ein Leben ohne Sonne.

Ein leerer Topf am meisten klappert, ein leerer Kopf am meisten plappert.

Ein liederlich Weib kann in der Schürze mehr verschleppen, als der Mann auf dem Wagen in das Haus führen kann.

Ein lindener Herr überdauert einen eichenen Knecht.

Ein Löffel voll Tat ist besser als ein Scheffel voll Rat.

Ein Lügner muss ein gutes Gedächtnis haben.


Ein Mädchen bekommt so leicht ein Leck, als ein weißes Kleid ein Fleck.


Ein Mädchen muss nach einer Feder über drei Zäune springen.

Ein Mädchen muss nicht so lange müßiggehen, als eine Taube ein Korn aufnimmt.

Ein magerer Vergleich ist besser als ein fetter Prozess.

Einmal betroffen, neunmal getan.

Einmal Bürgermeister, allzeit Bürgermeister.

Einmal des Jahres ist nicht oft.

Einmal erröten, macht zehnmal erblassen.

Einmal gegeben, einmal genommen, den dritten Tag in die Hölle gekommen.

Einmal geht hin.

Einmal geht hin, kommt aber zum andermal nicht wieder.

Einmal geschrieben ist so gut wie zehnmal gelesen.

Einmal (ge)sehen ist besser als zehnmal hören.

Einmal getan heißt noch nicht wirklich gekonnt oder gar schon verinnerlicht!

Einmal Hure, immer Hure.

Einmal in der Leute Mund, kommt man schwer wieder heraus.

Einmal ist genug, das zweite Mal ist der Tod.

Einmal ist keine Gewohnheit.

Einmal ist keinmal.

Einmal ist keinmal, sagte der Arzt und amputierte auch das gesunde Bein.

Einmal ist nicht immer, zweimal ist schon schlimmer, dreimal ist nicht wohlgetan, viermal fängt die Sünde an.
(Das bedeutet, erst nach dem 4. Seitensprung des Mannes wertet es dieses Sprichwort als eine Sünde. Dagegen war die Frau schon beim ersten Mal eine Ehebrecherin. Manche Sünden wurden je nach Mann oder Frau früher anders bewertet und verurteilt. Trotz etlicher Sprichwörter, die es relativieren, Tatsache ist: Einmal ist einmal, ähnlich einem anderen Sprichwort: Schande ist Schande, man halte sie dafür oder nicht.)

Einmal müssen wir alle dran.

Einmal Unrecht, allzeit Unrecht.

Ein Mann - ein Wort, eine Frau - ein Wörterbuch.

Ein Mann kann keinen Tanz machen.

Ein Mann kann machen, dass ihn seine eigenen Hunde beißen.

Ein Mann kann nicht mehr denn mit einem Mund essen.

Ein Mann kann sich eher zu Tode grämen als eine Frau.

Ein Mann, kein Mann.

Ein Mann macht keinen Markt.

Ein Mann wiegt zehn Weiber auf.

Ein Mantel und ein Haus decken viel Schande.

Ein Mensch, der gegen seinen Willen überzeugt wird, hat immer noch seine Meinung.

Ein Mensch ist des andern Teufel.

Ein Mensch mit bewältigtem Pflichtenkreis und gutem Gewissen gleicht einem geordneten Hause mit aufgeräumtem Keller.

Ein Mensch mit Geist ist viel, mit Charakter mehr, mit Herz alles.

Ein Mensch ohne Bildung ist ein Spiegel ohne Politur.

Ein Messer wetzt das andere.

Ein Müßiggänger kostet mehr als zehn Arbeiter.

Ein Nachbar an der Hand ist besser als ein Freund über Land.

Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.

Ein Nagel bewahrt ein Eisen, ein Eisen ein Pferd, ein Pferd einen Mann, ein Mann eine Burg, eine Burg ein Land.

Ein Narr denkt, dass andere nichts denken.

Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise sagen.

Ein Narr kann mehr fragen als zehn Gescheite beantworten.

Ein Narr lobt den andern.

Ein neidischer Mann gäb gern ein Auge hin, wenn der Nachbar auf beiden nicht sähe.

Ein Nein zur rechten Zeit erspart viel Widerwärtigkeit.


Ein offnes Ohr kann jeder haben.

Ein Paar, dass man an allen Orten finden kann, ist eine schöne Frau und ein gehörnter Mann.

Ein Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre.


Ein Pfennig klingt nicht.

Ein Pferd vertritt sich, ein Mensch verspricht sich.

Ein Quäntchen Gunst gilt mehr als ein Scheffel Recht.

Ein Quäntchen Gunst tut mehr denn ein Pfund Gerechtigkeit.

Ein Quäntchen Mutterwitz ist besser als ein Zentner Schulwitz.

Ein Quäntlein Glück ist besser als ein Pfund Weisheit.

Ein Quäntlein Gold wiegt mehr als ein Zentner Recht.

Ein räudiges Schaf steckt die ganze Herde an.

Ein rechter Hausvater ist der Erste auf, der Letzte nieder.

Ein reicher Bauer kennt seine Verwandtschaft nicht.

Ein Reicher und Geiziger ist Salomons Esel.

Ein Riss in die Ehr heilt nimmermehr.

Ein rotköpfiger Mann ist Weibern ein lieber Nachtkumpan.

Einsamkeit bringt Traurigkeit.

Einsamkeit ist eine Schule der Weisheit.

Einsamkeit ist eine schwere Last, wenn du Gott nicht bei dir hast.

Einsammeln mit Schöffeln und ausgeben mit Löffeln.


Ein schabicht Füllen wird oft das beste Pferd.

(schabicht = alter Ausdruck für: voller Schaben, mit Schaben behaftet oder anders unrein oder schlecht; heute = schäbig, unrein)


Ein Schaf ist wohl fromm, es graset aber genau.

(Wo Schafe hingekommen sind, da findet das Rindvieh nichts mehr.)

Ein schelmischer Abt macht schurkische Mönche.

Ein Schiff auf dem Rhein ist ein Nachen zur See.


Ein schlechter Handel, wo niemand gewinnt!

Ein schlechter Hering gibt einen guten Bücking.

Ein schlechter Korporal, der nicht denkt, General zu werden.

Ein schlechter Schütze, der keine Ausrede weiß.

Ein schlechtes Ei verdirbt den gesamten Pudding.

Ein schlechtes Fass zerbricht nicht leicht.


Ein schlechtes Handwerk, das seinen Meister nicht ernährt.


Ein schlechtes Schaf, das mit dem Wolf spazieren geht.

Ein Schmeichler - ein Heuchler.


Ein Schuh ist nicht jedermann gerecht.

Ein Schuster, der schlechte Stiefel macht, kommt in die Hölle.

Ein Schwert wetzt das andere.

Ein seltener Genuss erhöht das Vergnügen.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.


Einsiedler sind nicht alle so fromm, als sie sich stellen.

Eins ist besser denn uneins.

Eins macht keins.

Eins macht keins, was sich aber paart, das dreit sich gern.

Eins nach dem andern, so isst der Bauer seine Wurst.

Eins nach dem andern, so wird man kahl.

Ein Sprichwort, ein Wahrwort.

Ein Stein ist auch fromm, doch stößt man sich übel daran.

Ein stinkend Fellchen gibt klinkend Geldchen.

Ein Streich macht den Stockfisch nicht weich.

Ein Stück Brot in der Tasche ist besser als eine Feder auf dem Hut.

Eins ums andre, nichts umsonst.

Ein Tag ist des andern Lehrmeister.

Ein Tag ist des andern Schulknabe.

Ein Tag kann bringen, was ein Jahr nicht bringen mag.

Ein Tag lehrt den andern.

Ein Tag vergeht nach dem andern, bis der Letzte kommt.

Ein Tag verleiht, was das ganze Jahr weigert.

Eintracht bringt Macht.

Eintracht ernährt, Zwietracht verzehrt.


Eintracht trägt ein.

Ein Traum gewährt, was man wachend begehrt.

Ein Traum ist ein Dreck; wer dran glaubt, ist ein Geck.


Ein Traum ist ein halber Prophet.


Ein trauriger Geist verdorrt Mark und Bein.

Ein trocknes Jahr gibt zwei nassen zu essen.

Ein Tropfen Honig macht das Meer nicht süß.

Ein Tropfen macht das Meer nicht voller.


Ein Tropfen Wasser verdirbt eine Flasche Wein nicht.


Ein Tropfen Wermut macht süßen Trank bitter.


Ein Tuch ins Grab, damit schabab.

Ein Übel, das man kennt, ist halb geheilt.

Ein Übel, das man nicht kennt, kann man nicht heilen.

Ein Übel, von dem der Nachbar nichts weiß, ist vom Himmel gekommen.

Ein unbedachter Augenblick zerstört oft unser ganzes Glück.


Ein Undankbarer schadet zehn Armen.


Ein unerfahrener Mann ist ein ungesalzenes Kraut.

Ein ungerechter Heller*11 frisst einen Taler*22.

Ein ungeziert Weib ist die beste Hausfrau.

Ein Unglück kommt selten allein.

Ein unsteter Mensch kommt zu nichts.

Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.

Ein verdorbener Bauer gibt einen guten Hof- und Schirrmeister ab.

Ein Verehrer gibt gute Worte.

Ein verheirateter Mann ist ein Vogel im Käfig.

Ein Verleumder hat einen starken Rücken, er kam viel Leute zugleich eine Stiege hinan tragen.

Ein Verleumder ist ärger denn einer Schlange und schädlicher denn ein Dieb.

Ein Verleumder mit falschem Mund, den Nächsten hart verwund.

Ein vermessen Mensch macht sich selbst viel Unglück.

Ein vernünftiger Mann behält den Glimpf*9; ein stürmender Neidhammel und Grunzer ist selbst bös und gibt Ursach zu viel Bösem.

Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen.

Ein vernünftiger Mund ist ein edel Kleinod*13.

Ein vernünftiges Aufmerken ist niemand verboten.

Ein vernünftig Weib kann wohl aus einem Löwen ein Lamm machen.

Ein verrücktes Weib ist ein rechtes Fegefeuer.

Ein Verständiger entgeht oft vielem Unglück.

Ein Vielleicht sind anderthalb Lügen.

Ein Weib, ein Esel und eine Nuss, diese drei man klopfen muss.


Ein Weibermarkt ist fünf Schilling wert.

Ein Weib hat nicht alle Schlüssel anhängen.

Ein Weib kann nicht Brot backen ohne Mehl.

Ein Weib soll weder geben noch nehmen.

Ein Weib vertraut dem Mann beid` Gut und Haut.
(Dieses Rechtssprichwort bedeutet, wenn früher eine Frau einen Mann heiratet und sich ihm hingibt, gab sie damit auch alle Rechte an ihrem Eigentum auf, nur der Mann durfte entscheiden und die Frau brauchte in der Ehe die Erlaubnis des Mannes, um über ihr eigenes Gut zu verfügen.)

Ein wenig ausgehen könntest du, sagte die Frau, als ihr Mann sie fragte, was er zu ihrer Zerstreuung tun könne, weil sie sich langweile.

Ein wenig Verwandtschaft hält gute Freundschaft.

Ein Wetzstein schneidet das Eisen nicht, er macht es nur scharf.

Ein wildes Tier ein Verleumder ist, ein Schmeichler wie ein zahmes beißt, doch beider Biss gleich giftig ist.

Ein Witwer eine Witwe nahm, der Teufel zu seiner Großmutter kam.

Ein Witwer ist ein Stecken ohne Rebe.

Ein Wolf im Schlaf fing nie ein Schaf.

Ein wütiger Hund läuft nur neun Tage.

Ein zänkischer Mensch richtet nur Unglück an.

Ein Zank kommt aus dem andern.

Ein Zaun dazwischen mag die Lieb erfrischen.

Ein Zeuge ist einäugig.

Ein Zeuge, kein Zeuge.


Einziger Sohn, liebes Kind.

Eisener Hafen und irdener Topf ist ungleiche Gesellschaft.

Eisen kalt und hart, im Feuer schmeidig ward.

Eisen wetzt Eisen.

Eisern Vieh stirbt nie.

Eitel Honigrede ist nicht ohne Gift.

Eitelkeit ein schlimmes Kleid.

Eitle Ehre ertrinkt bald.

Eitle Ehre überlebt den dritten Tag nicht.

Eitle Ehr ist ein bös Geschwär.

Eitle Ehr ist fahrende Hab, heute lieb, morgen schabab.

Ei, wer wollte das nicht? sprach der Abt von Posen.

Ei, wie lausig geht's zu, sagte jener, als man ihn hängte.
Elendiglich ausgesehen ist genug gebeten.

Elend ist unbegrabener Tod.

Elternliebe ist oft Affenliebe.

Eltern sollen den Zaum, solange sie leben, nicht aus den Händen geben.

Eltern verachten ist ein Stück von einem gottlosen Menschen.

Ende gut, alles gut.
(Sprichwort mit der gleichen Bedeutung in Russland: Alles ist gut, was gut endet.)

Endlich bleibt nicht ewig aus.

Endlich ist nicht ewig.

Enge Schornsteine ziehen besser als weite.

England ist der Weiber Paradies, der Knechte Fegefeuer und der Pferde Hölle.

Eng Recht ist ein weit Unrecht.

Eng und wohl ist besser als weit und wehe.

Entbehr und genieße.

Entfloh`ner Augenblick kommt nie mehr zurück.

Entschuldigen sie, sagte der Teufel und gab einem einen Fußtritt.

Entweder, oder!

Entzwei und gebiete.

Er barbiert jemanden über den Löffel.
(Sprichwort in Polen mit ähnlicher Bedeutung: Er seift jemandem die Augen ein.)

Erbarmen heißt verarmen.

Er bedarf keiner Brille, der wohl durch die Finger sieht.
(Wer durch die Finger sieht, sieht nicht so genau hin und drückt ein Auge zu. Er rügt nicht jede Kleinigkeit und sieht großmütig über kleine Fehler hinweg ohne sie zu beachten.)

Er bessert sich wie der Pelz im Waschen.

Er bessert sich wie junge Wölfe.

Er bessert sich wie Kolers Most, der ist Essig worden.

Er bessert sich wie sauer Bier.

Erbherr, Oberherr.

Er bietet es an wie sauer Bier.

Er bindet Gott einen flächsernen Bart um.
(Mit Scheinheiligkeit und falschen Behauptungen wird Betrug begangen.)

Er bleibt bei dem Mann wie der Has(e) bei dem Hunde.

Er bleibt lang aus, der nicht kommt.

Er bohrt gern Löcher in andrer Leute Haut.

Er brät den Hering wegen des Rogens.
(Mit der Wurst nach dem Schinken werfen, kleine Opfer bringen wegen eines größeren Vorteils.)

Er brockt mehr ein, als zehn ausessen können.

Erbschaft ist oft kein Gewinn.

Er bummelt wie eine fette Gans.

Er darbt`s am Halse und frisst`s selber.

Er denkt drei Meilen*16 hinter Gott.

Er denkt länger als seine Mutter.

Er denkt nicht, dass Dreck sein Vetter ist.

Er dreht die Bolzen und lässt andere schießen.

Erfahren kommt mit den Jahren.

Erfahren wir`s nicht neu, so erfahren wir`s doch alt.

Erfahr`s, so wirst du klug.

Er fährt hinein wie der Bauer in die Stiefel.

Erfahrung geht vor Unterricht.

Erfahrung ist das, was man kriegt, wenn man nicht bekommt, was man will.


Erfahrung ist der Narren Vernunft.

Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.

Erfahrung ist eine teure Schule.


Erfahrung ist ein langer Weg und eine teure Schule.


Erfahrung ist Meister.

Erfahrung macht klug.

Erfahrung trügt nicht.


Er findet jeder Flasche den Stöpsel.
(Das Sprichwort bezeichnet einen Vorwitzigen, der meint, alles zu wissen und zu können.)

Erfolg bindet, Misserfolg trennt.

Er freit die Person und meint das Geld.

Er gäbe Gott und allen seinen Heiligen nicht einen Heller*11.

Er geht beim Teufel zur Beichte.
(Er verrät Geheimnisse den Feinden.)

Er geht darüber hin wie der Hahn über die Kohlen.

Er geht durch den Wald und sieht keine Bäume.
(Jemand ist so zerstreut, dass er das Wesentliche nicht erkennt.)


Er gewinnt das Kratzen hinter den Ohren.

Er gibt gern - seinem Maul, wenn ihn hungert.

Er gibt mit dem Mund, aber die Hände halten fest.

Er gibt nicht gerne mehr, als er im Auge leiden kann.

Erhalten ist schwerer als erwerben.

Erhalten ist so löblich, als erwerben.

Er hält ihm den Daumen.

Er hält's mit den kurzen Gänsefedern.

Er hängt der Katze die Schelle um.
(Er setzt alle über eine Sache in Kenntnis.)

Er hat den Flicken neben das Loch gesetzt.

Er hat den Wolf zur Schafherde gestellt.
(Gleiche Bedeutung wie: Den Bock zum Gärtner setzen.)

Er hat die Gicht im Daumen.

Er hat drei Buchstaben auf einem Lebkuchen gegessen.

Er hat ein Buch durch ein Nachbarloch gesehen.

Er hat einen anschlägigen Kopf, wenn er die Treppe herunterfällt.

Er hat einen Christoffel, der ihn übers Wasser trägt.

Er hat einen Deckel auf dem Kopf.
(Man ist ertappt worden und wird zur Verantwortung gezogen, muss für mögliche Schäden haften.)

Er hat einen Korb bekommen.

(Sein Antrag ist ablehnt worden.)


Er hat ein Leben wie Gott in Frankreich.

Er hat ein scharf Gesicht, er sieht durch eine eichene Tür.

Er hat es im Griff wie der Bettler die Laus.

Er hat Geld wie Heu, nur nicht so lang.

Er hat läuten gehört, weiß aber nicht, wo die Glocken hangen.

Er hat mehr auf dem Balg, als das Fleisch wert ist.

Er hat mehr in sich, als ein leerer Hering.
(Es gibt einen tieferen Sinn, als oberflächig zu erkennen ist.)

Er hat nur zwei Hände, eine zum Nehmen, eine zum Behalten; die zum Geben fehlt ihm.

Er hat seinen Meister gefunden.
(Sprichwort mit der gleichen Bedeutung in Polen: Da traf die Sense auf den Stein.)

Er hat`s faustdick hinter den Ohren.

Er hat sich breitschlagen lassen.

Er hat was um und an, zu beißen und zu brocken.

Er hat, was vor dem Daumen hergeht.

Er hat weder Geschick noch Gelenk.

Er heult mit den Wölfen im Busch (Wald) und blökt mit den Schafen im Felde.

Erholung tut Leib und Seele wohl.


Er hört die Flöhe husten.

Er hört wie ein Esel auf die Leier.
(Menschen ohne Bildung können sich kein Urteil über Dinge machen, von denen sie nichts verstehen.)


Er ist am kurzen Atem gestorben.

Er ist darauf erpicht wie der Teufel auf eine arme Seele.

Er ist der erste Edelmann von seinem Geschlecht.

Er ist Doktor, sie ist Meister.

Er ist eigen wie Johann Fink, der wollte nicht am Pranger stehen.

Er ist ein Hund, wenn er nur einen Schwanz hätte.

Er ist ein kluger Maler, geraten ihm die Engel nicht, so macht er Teufel daraus.

Er ist ein Pfeilbeißer.
(Er ist ein scheinheiliger Heuchler.)


Er ist fertig bis aufs Leimen.

Er ist Gott einen armen Mann schuldig.

Er ist in Harnisch gebracht.
(Er ist zornig und aufgebracht geworden.)

Er ist in Rom gewesen und hat den Papst nicht gesehen.
(Das bedeutet, man ist an einem Ort gewesen und hat das wichtigste, sehenswerteste und eindrucksvollste seiner Art an dem Ort nicht gesehen. Wenn einem das Beachtenswerteste seiner Art entgangen ist, ist es so, als wäre man nicht dort gewesen.)

Er ist nicht von Gebingen, sondern von Nehmingen.

Er ist nicht wert eine Prise Tabak.
(Ähnlich in Polen: Er ist dunkel, wie der Tabak im Horn. Wer mit dem Sprichwort gemeint wird, mit dessen Verstand ist es nicht weit her. Er ist ein Narr oder Dummkopf.)

Er ist noch nicht trocken hinter den Ohren.

Er ist nur eben so viel gesalzen, dass er nicht faule.

Er ist so faul, dass ein anderer für ihn niesen muss, wenn er schnupft.

Er ist so klug, er hört das Gras wachsen.

Er ist unterm Besen getraut.
(Er ist ohne kirchlichen Segen getraut.)

Er ist vom Regen in die Traufe gekommen.

(Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat kommt auch noch Pech dazu.)


Er ist vom Rost in die Glut gefallen.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Er ist von dem Adel, der die Nas am Ärmel wischt.


Er ist weder Fuchs noch Hase.

Er kam gezogen wie die Flieg aus der Buttermilch.

Er kann durch ein Brett sehen, wenn`s ein Loch hat.

Er kann nichts dazu, dass die Frösche keine Schwänze haben.

Er kann Pferdeeier essen, wo unsereins mit Hühnereiern vorlieb nehmen muss.

Erkannter Irrtum führt zur Wahrheit.

Er kann vor Gewinn nicht reich werden.

Er kann weder gatzen noch Eier legen.

Er kauft den Haber (Hafer) von der Gans.

Er kommt aus dem Grabe und fragt nach dem Tod.
(Sprichwort auch in Frankreich)

Er kommt vom Pferd auf den Esel.

Er lässt die Welt auf seinem Daumen tanzen.
(Er bestimmt alles und die ganze Welt tanzt nach seiner Pfeife.)

Er leckt die Finger darnach bis an den Ellenbogen.

Er legt gern Eier in Andermanns Nester.

Erlenholz und rotes Haar sind aus gutem Grunde rar.

Er liegt in der Andacht wie der Pfaff vor dem Palmesel.

Er liest gern in Büchern, wo man die Blätter mit dem Knie umwendet.

Er lobt sich, weil seine Nachbarn nicht zu Hause sind.

Er lügt das Blaue vom Himmel herunter.


Er lügt, wie wenn`s gedruckt wär`, und stiehlt, wie wenn`s erlaubt wär`.


Er macht aus einem F– einen Donnerschlag.

Er macht den Kalender fürs verwichene Jahr.

Er macht`s wie der Bäcker, der steckt das Brot in den Ofen und bleibt selber draußen.

Er mag sich nicht bücken, ihm steckt ein Schelmenbein im Rücken.

Er nagt immer an einem Knochen herum.
(Er bleibt immer bei derselben Sache und wiederholt sich dauernd.)

Er nimmt kein Blatt vors Maul.

Ernst und Scherz sind oft Nachbarn.

Ernst mit Scherz trifft das Herz.


Er putzt gern das Licht, er wird wollen ein schön Weib haben.

Er reitet einen bösen Esel: das Geckenpferd.

Er rennt mit dem Kopf gegen die Wand.
(Man versucht etwas Unmögliches und stößt sich den Kopf an unüberwindlichen Hindernissen.)

Er richtet gern an - aus andrer Leute Häfen.

Er sammelt die Asche und verstreut das Mehl.

Er schickt sich wie der Esel zum Lautenschlagen.

Er schlägt auf den Sack und meint den Esel.

Er schlägt einen Esel heraus und zehn herein.

Er schlägt sich an einen goldenen Galgen.

Er schlug zwei Fliegen unter einer Klappe.

Erschrockener Feind ist auch erschlagen.

Erschrockene sind schon halb geschlagen.

Er schüttet den Brunnen zu, wenn das Kalb ertrunken ist (das Kind in den Brunnen gefallen ist).

(Erst, wenn es zu spät ist und das Unglück passiert ist, wird etwas für die Sicherheit getan.)

Er setzt den Bock auf die Haberkiste (Haferkiste).

Er sieht anderer Leute Splitter, aber nicht seine eigenen Balken.

Er sieht aus wie der Tod zu Basel.

Er sieht den Wald vor Bäumen nicht.

Er sieht durch die Finger.

(Wer durch die Finger sieht, sieht nicht so genau hin und drückt ein Auge zu. Er rügt nicht jede Kleinigkeit und sieht großmütig über kleine Fehler hinweg ohne sie zu beachten.)

Er sieht sich um wie ein Hund, der das Fleisch aus dem Topfe gestohlen hat.


Er sitzt zwischen zwei Stühlen in der Asche.


Er spannt die Ochsen hinter den Pflug.


Erspart ist so gut als erworben.

Er spricht aus zwei Mündern.
(Er ist unaufrichtig und spricht so, wie der eigene Vorteil es gerade will.)

Erst besinn's, dann beginn's.


Erst den Balken aus dem eigenen Auge und dann den Splitter aus des Nachbars Auge.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.


Erst die Last, dann die Rast.


Er steckt einen Stock ins Rad.

(Er schadet und behindert andere, indem er Knüppel zwischen die Beine wirft.)

Er steht bei der Wahrheit wie der Has bei der Pauke.

Er steht in Gnaden, wie der Weihkessel hinter der Tür.

Er steht wie Butter an der Sonne.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Erst gerecht, dann wohltätig.

Erst in der Gefahr merkt man, was am Manne war.

Erst in Gefahr lässt sich erkennen, wen man in Wahrheit Freund kann nennen.


Er stirbt sine lux sine crux.

Erst schmeicheln, dann kratzen, das schickt sich für Katzen.

Erst schmieren sie dich mit Honig ein, dann fressen sie dich hinterdrein.

Erst wäg's, dann wag's.

Erwäg's, dann wag's.

Erst wenn der Brunnen ausgetrocknet ist, weiß man das Wasser zu schätzen.

Erst, wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man das Wasser.

Er sucht den Esel und sitzt darauf.

Er sucht eine Stecknadel im Heuhaufen.

Er trägt das Licht mit Körben an den Tag.

(Er vergeudet nutzlos seine Zeit)

Er übersieht`s wie der Blinde das Dorf.

Er verkauft Blei für Gold.

Er wächst wie die reife Gerste.

Erwäg's, dann wag's.

Er wartet des Eis und lässt die Henne fliegen.

Er weiß, was Bisam ist und was Marderdreck.

Er weiß weder Gicks noch Gacks.

Er weiß, wie man die Kastanien aus dem Feuer holt (aus den Kohlen nimmt).
(Man lässt andere gefährliche Arbeiten erledigen und sich die Finger verbrennen.)

Er weiß, wo das Gold im Rheine liegt.

Er weiß, wo der Teufel den Schwanz (auch: sein Nest) hat.

Er weiß, woher das Wasser zur Mühle fließt.

Er will den Bock melken.

Er will fliegen, eh er flügg ist.

Er will Gott und Teufel in ein Glas bannen.

Er wird seine fünfzehn Heller*11 schon kriegen.

Er wirft überzwerch und gewinnt kreuzweis.
(überzwerch = aus dem Mittelhochdeutschem aus Süddeutschland und Österreich: quer; über Kreuz.)

Er zäumt das Pferd beim Schwanz (von hinten) auf.

Erzieh(e)st du dir einen Raben, so wird er dir zum Dank die Augen ausgraben.

Er zieht etwas durch das Auge der Schere.
(Durch die Grifföffnung ziehen, auf unehrliche Weise Gewinn machen.)

Er zieht einem das Fell über die Ohren.
(Das bedeutet, man nimmt ihm alle seine Habe, seinen ganzen Besitz.)

Er zieht eine Schlange im Busen auf.
(Das bedeutet, man fördert jemanden und tut ihm Gutes, der sich später als undankbar herausstellt und einem möglicherweise noch Schaden zufügt.)

Er ziert die Gesellschaft wie der Bock den Marstall.

Er ziert die Gesellschaft wie der Esel den Rossmarkt.
Er ziert sein Geschlecht wie der Esel den Rossmarkt.

Er zög` einem Dieb die Hosen vom Galgen aus, wie Kunz Zwerg.

Er zündet Kerzen für den Teufel an.
(Er schmeichelt sich auf allen Seiten ein und versucht, sich auf allen Seiten, auch gegnerischen, Freunde zu machen.)

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