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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
E bis Eine
Eben Recht ist weder eng noch weit.

Edel ist das Gemüt, nicht das Geblüt.


Edel ist, der edel tut.


Edelleute schlüpfen oft in Bubenhäute.

Edelleute und Hunde lassen die Tür auf.

Edel macht das Gemüt, nicht das Geblüt.

Edel sein ist gar viel mehr als adlig von den Eltern her.


Edel werden ist viel mehr, als adlig sein von Eltern her.

Eh der Hahn kräht, schlägt er mit den Fittichen.

Ehebruch scheidet nach Gottes Recht.

Ehe du des Nachbars Splitter rügst, betrachte deinen Balken.

Ehe du ein Haus kaufst, erkundige dich nach den Nachbarn.


Ehe du Gott suchst, hat dich Gott schon gefunden.

Eh einer über den Rhein schwimmt, ertrinken zehne.

Eheleute verbrechen nichts, wenn sie sich schlagen.

Ehemänner, deren Frauen nicht schelten, sind im Himmel.

Ehestand, Ehrenstand.


Ehestand ist der heiligste Orden.

Ehestand ist kein Geschleck.

Ehestand, Wehestand.

Eh man den Löffel zum Mund bringt, kann sich viel begeben.

Eh man lernt hangen, ist man halb tot.

Eh man noch ein Wörtchen spricht, weiß schon Gott, was uns gebricht.

Eh man's Hangen lernt, ist man halb erwürgt.

Ehrbar stolz ist neunmal stolz.

Ehrbar und fromm dringt durch die Wolken, das andre muss zurückbleiben.

Ehre, dem Ehre gebührt.
(Aus der Bibel, Brief an die Römer 13, 7)

Ehre folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der sie jagt.

Ehre geht den Ehren vor.

Ehre geht doch billig vor Gut.

Ehre, Glauben und Augen leiden keinen Scherz (vertragen keinen .

Ehre hat Schwere.

Ehre ist der Tugend Lohn.


Ehre ist der Tugend Schatten.

Ehre kannst du nirgends borgen, dafür musst du selber sorgen.

Ehre macht Künstler.

Ehren beschweren; Würden sind Bürden.

Ehrenhunger ist auch ein Hunger.

Ehrenworte binden nicht.
(Ehrenworte sind meist nur Höflichkeitsfloskeln, wie heutzutage beispielsweise die Anrede und die Grußformel in Briefen und E-Mails. Höflichkeiten sind trotzdem besser als die allgemein um sich greifenden Rohheiten und Beschimpfungen, die in der Öffentlichkeit oder anonym im Internet immer häufiger vorkommen.)

Ehrenwort ist drum kein wahr Wort.

Ehre und Hoffart sind Zwillinge.

Ehre vor der Welt ist Schaden im Beutel.

Ehrgeiz lebt vom Wind.

Ehrgeiz und Flöhe springen gern in die Höhe.


Ehr ist zu hüten schwer.

Ehrkauf, Reukauf.

Ehrliche Hand geht durch alle Land.

Ehrliche Leute, aber schlechte Musikanten.

Ehrlicher Tausch ist kein Schelmstück.

Ehrlich ist beschwerlich.

Ehrlichkeit bleibt der beste Reisepass.


Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.


Ehrlich oder tot.

Ehrlich scheut kein Licht.

Ehrlich währt am längsten, schuftig lebt in Ängsten.

Ehrlich währt ewig.

Ehrsucht, Ehrflucht.

Ehrt eure Kleider, sie ehren euch wieder.

Ehr und Eid gilt mehr als Land und Leut.

Ehr und Geld treibt alle Welt.

Ehr und Lohn machen getreue Diener.

Ei, beim Blitz! Das ist ein süßer Apfelschnitz!

Eichene Anschläge rotten nicht.

Eid macht mündig.

Eid schwören ist nicht Rüben graben.

Eier in der Pfanne geben Kuchen, aber keine Kücken.

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

Eigen Brot nährt am besten.

Eigener Rauch wärmt mehr als des Nachbars Feuer.

Eigenes Gebrechen sieht man nicht.

Eigen Feuer kocht wohl.

Eigen Gewissen ist mehr als tausend Zeugen.

Eigen Herd ist Goldes wert; ist er gleich arm, hält er doch warm.

Eigen Kohl schmeckt wohl.

Eigenliebe macht die Augen trübe.

Eigenliebe weckt des Hasses Triebe.

Eigenlieb ist ein Dieb.
(Das bedeutet, zu viel Eigenliebe vernebelt den Blick auf die Realität. Sie stiehlt einem den rechten Blick auf sich selbst und ein rechtes Urteil, nicht nur gegen sich selbst, sondern auch im Bezug auf andere.)

Eigenlieb ist niemand lieb.

Eigenlob ist zu grob.

Eigenlob, Narrenprob.

Eigenlob riecht nach Limburger Käse.

Eigenlob stinkt, Eigenruhm (Freundeslob) hinkt.
Eigenlob stinkt, Freundes Lob hinkt, Feindes Lob klingt.


Eigen Nest hält wie Mauer fest.

Eigennutz, ein schlechter Putz.

Eigennutz erwürgt auch den besten Freund.

Eigennützig, keinem nützlich.

Eigenruhm ist Neides Same.

Eigenruhm ist scheltenswert.

Eigenruhm steht niemand wohl an denn dem Alter.

Eigensinnig ist ärger als unsinnig.

Eigenwille brennt in der Hölle.

Eigne Hühner, teure Eier, eigne Glocken, teu`r Gebeier, eigne Pferde, teure Fracht, eigne Hunde, teure Jagd.

Eignen Kopf muss man haben, weil man keinen zu leihen bekommt.

Eigner Herd ist Goldes wert.

Ei ist Ei, sagte der Küster, aber er nahm das Gänseei.

Eil bringt im Kriege Heil.

Eile bringt Weile.
Eile mit Weile.

Eilen verführt die Eulen.

Eilesehr brach den Hals.

Eilte der Hund nicht, so brächt` er nicht blinde Jungen zur Welt.

Ein Aas bleibt ein Aas.

Ein Aas, das der Rabe nicht riechen soll, muss tief liegen.

Ein Adler heckt keine Taube (bringt keine Taube hervor).
(Dem Furchtbaren und Starken darf man keine schuldlose oder sanfte Handlungsweise zutauen.)

Ein Advokat und ein Wagenrad wollen geschmiert sein.


Ein Aff bleibt ein Aff, werd er König oder Pfaff.

Ein alter Adler ist stärker als eine junge Krähe.

Ein alter Baum ist schwer verpflanzen.
Ein alter Baum lässt sich nicht mehr verpflanzen.

Ein alter Fuchs ist schwer zu fangen.


Ein alter Irrtum hat mehr Freunde als eine neue Wahrheit.


Ein alter Kapaun*15 ist gut bei den Küchlein.

Ein alter Karren knarrt so lange, bis er endlich bricht.

Ein alter Mann und ein altes Weib gehören zusammen.

Ein alter Mann und eine junge Maid, da gibt's mehr Leid als Freud'.

Ein alter Mann und ein junges Weib leben zusammen wie ohne Leib.


Ein alter Mann und ein junges Weib sind ein ungleiches Zeug.


Ein alter Mann zeugt Waisen.

(Das Sprichwort bedeutet: wenn ein Mann zu alt ist, wird er schon gestorben sein, wenn seine Kinder noch nicht Volljährig sind. Kaiser Friedrich III. (1415-1493) soll gesagt haben: Wenn man einen Alten höflich und glimpflich um das Leben bringen will, so soll man ihm ein junges Weib geben; das ist ein sonderlich und gewiss Gift.)


Ein Alter sieht besser hinter sich als ein Junger vor sich.


Ein Alter, so ein jung Weib heiratet, lädt den Tod zu Gaste.


Ein altes Dach bedarf vielen Ausbesserns.


Ein anderes ist der Degen, ein anderes die Feder.

Ein Angler muss wissen, wann er ziehen soll.

Ein Apfel, der runzelt, fault nicht bald.

Ein Arbeiter muss zwei Feierer haben.

Ein Armer, der reich geworden und ein Bauer, der Edel ward, soll man nicht zu Freunden wünschen.

Ein armer Mann ist selten ein Graf.


Ein armer Mann kann oft nicht finden, was er braucht.


Ein armer Mann soll keine schöne Frau haben.


Ein Armer mit Tugend ist besser als ein Reicher mit einem Narrenkopf.

Ein Armer muss sich nach seiner Decke strecken.

Ein Armer muss sich seiner Armut nicht schämen.

Ein Armer ohne Schulden ist reich wie ein Fürst.

Ein Armer wirft eine Erbse durch ein Nadelöhr.

Ein aufrichtiges Donnerwetter ist besser als ein falsches Vaterunser.

Ein Auge ist Notdurft, zwei Hoffart.

Ein Augenzeuge gilt mehr denn zehn Ohrenzeugen.

Ein Aug ist lieb.

Ein Bach ist leichter aufzuhalten als ein Strom.

Ein Bastard bringt so groß Brot für einen Pfennig als ein Ehekind.

Ein Bauer kommt so bald in den Himmel als ein Edelmann.

Ein bellender Hund taugt nicht zur Jagd.

Ein Bergmeister soll von Schlegel und Eisen herkommen.

Ein Bett darf nicht alles sagen, was es weiß.

Ein Bettler neidet den andern.


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Einbildung (und Furcht) ist ärger als die Pestilenz.

Einbildung vor der Zeit hindert Geschicklichkeit.

Ein bisschen krumm ist nicht dumm.

Ein bisschen schief bringt unter die Haube.

Ein bisschen schief hat Gott lieb.

Ein bisschen schief ist ehrlich.


Ein bisschen zu viel schadet mehr als ein bisschen zu wenig.


Ein bitteres Wort kommt aus bitterem Herzen.

Ein blinder Mann schoss einen Vogel.

Ein Blinder spottet des Hinkenden.

Ein Blinder weist dem andern den Weg.

Ein blindes Huhn findet auch ein Korn.
Eine blinde Henne findet auch wohl ein Korn.
Es findet wohl auch ein blindes Huhn ein Weizenkorn.

Ein blöder Hund wird selten fett.

Ein Bock lässt sich schwer melken.
(Dieses Sprichwort meint einen Geizigen, von dem man nichts bekommen kann.)

Ein Bock zeigt den andern an.

Ein bös Auge verderbt das andere.

Ein böser Batzen*2, der seinen Herrn nicht lösen will.

Ein böser Geselle führt den anderen zur Hölle.

Ein böser Mensch ist wie eine Kohle: er brennt oder schwärzt.

Ein böser Nachbar kann mehr schaden tun, als ein Fremder Erzfeind.

Ein böses Maul ist schärfer denn ein Schwert.

Ein bös Gerücht hat guten Wind, fliegt wie ein Adler gar geschwind.

Ein bös Gewissen hat Wolfszähne.

Ein bös Gewissen ist die Hölle auf Erden.

Ein Brand alleine brennt nicht lange.

Ein Brieflein dabei wäre gut dabei.

Ein Bube macht mehr Buben.

Ein Büffel ist ein groß Tier, doch kann er keinen Fuchs fangen.

Ein Busch voll Hasen hüten ist leichter, als eine Frau zu bewachen.

Ein Dieb hat viel Rechts.

Ein Dieb ist nirgend besser als am Galgen.

Ein Dieb stiehlt sich selten reich.

Ein Dienst ist des andern wert.

Ein Ding freundlich auslegen ist eines frommen Gemüts.

Ein Ding ist nicht bös, wenn man`s gut versteht.

Ein Ding wohl gelobt ist halb verkauft.

Ein Doktor kann wohl ein Narr, aber ein Narr kein Doktor sein.

Ein Doktor und ein Bauer wissen mehr denn ein Doktor alleine.

Ein Dorn sticht, ein Degen durchbohrt.

Ein dürrer Habich ist besser als ein fetter Hättich.

Ein dürres Blatt kann schon ein böses Gewissen erschrecken.

Eine Arznei dient nicht für allen Schaden.

Eine Biene ist so gut als eine Hand voll Fliegen.

Eine Blume macht keinen Kranz.

Ein Edelstein gilt so viel, als ein reicher Mann (Narr) dafür geben will.

Eine Ehre ist der anderen wert.

Eine Eule heckt keinen Blaufuß.

Eine Fahre, eine Ahre.

Eine fleißige Hausfrau ist die beste Sparbüchse.

Eine Frage steht frei.

Eine Frau, die fremde Männer lobt, steigt bald in ein fremdes Bett.

Eine Frau hat während der Ehe nichts als den blauen Himmel und den Spinnrocken.
(Dieses Rechtssprichwort bedeutet, wenn früher eine Frau einen Mann heiratet, gab sie damit auch alle Rechte an ihrem Eigentum auf, nur der Mann durfte entscheiden und die Frau brauchte in der Ehe die Erlaubnis des Mannes, um über ihr eigenes Gut zu verfügen.)

Eine Frau kann mit dem Fingerhut mehr verschütten, als der Mann mit dem Eimer schöpfen kann.

Eine Frau kann unter der Schürze mehr wegtragen als sieben Pferde ziehen.
(aus Friesland)

Eine Frau mag ihre Ehre wohl kränken.

Eine Frau mag ihr Gut nicht hingeben ohne ihres Mannes Willen.
(Dieses Rechtssprichwort bedeutet wie oben, wenn früher eine Frau einen Mann heiratet, gab sie damit auch alle Rechte an ihrem Eigentum auf, nur der Mann durfte entscheiden und die Frau brauchte in der Ehe die Erlaubnis des Mannes, um über ihr eigenes Gut zu verfügen.)

Eine Frau sei noch so klein, sie stellt dem Teufel ein Bein.

Eine Frau sitzt nicht auf Eid und Pflicht.

Eine freche Zunge macht keinen frommen Mann.

Eine Freundschaft macht die andre.

Eine Furcht steckt die andere an, dass sie gar zum großen Feuer wird.

Eine gezähmte Zunge ist ein seltener Vogel.

Eine goldene Ader ist der Same zu allem Hader.

Eine goldene Wiege ist nicht immer eine gute Kinderstube.

Eine große Monstranz und wenig Heiligtum.

Eine gute Erinnerung kann nicht schaden.

Eine gute Predigt muss nicht zu breite Tressen haben, das Tuch muss noch daran zu sehen sein.

Eine gute Sache braucht nicht viel Worte.

Eine Hand voll Gewalt ist besser als ein Sack voll Recht.

Eine Hand wäscht die andere.
(Ursprünglich aus „Apocolocyntosis“ (Verkürbissung) von Seneca im Sinne von Veräppelung. Original lat.: „Manus manum lavat“ Die Fortsetzung lautet: . . gib etwas und du bekommst etwas. Wurde zum Sprichwort auch in Armenien, Kuba und anderen Ländern.)

Eine Hand wäscht die andere, beide waschen das Gesicht.


Eine Hand wäscht die andere, nur muss ein dritter nicht die Seife dazu hergeben sollen.


Eine hässliche Hand wird nicht schöner durch einen goldenen Ring.

(Ähnliches Sprichwort aus Russland: Eine hässliche Hand begehrt keines Ringes.)

Eine Hausfrau sei keine Ausfrau.

Eine Henne hat das Recht über neun Zäune.

Eine Henne kann mehr auseinanderscharren als sieben Hähne.

Eine Hintertür verderbt das Haus.

Eine Hochzeit macht die andre.

Eine Hochzeit wird nicht leicht vollbracht, eine andre wird dabei erdacht.

Eine Höflichkeit ist der andern wert.

Ein ehrlich geteiltes Halb frommt mehr denn ein Ganzes.

Eine hübsche Seele will auch einen hübschen Leib haben.

Eine Hure nimmt lieber mit einem Auge vorlieb als mit einem Buhler.

Eine Hur' ist jedermann gerecht.

Ein Eid hebt den anderen auf.

Ein Ei geht in vierundzwanzig Stunden durch drei Leiber.

Ein Ei macht einen vollen Wagen bersten.
(Gleiche Bedeutung wie die Sprichworte: Wenn das Gefäß voll ist, läuft's von einem Tropfen über. und Vom letzten Tropfen läuft der Eimer (das Fass) über. oder das arabische Sprichwort: Die letzte Feder bricht dem Kamel den Rücken.)

Ein Eisen macht das andere scharf.

Eine Jungfer steht für einen Mann.

Eine Jungfer, wie du willst, eine Witwe, wie sie will.

Eine Jungfrau ohn' Scham, ein Mensch ohne tun, der März in der Blum' und ein Sommer ohne Tau, des wird man am Ende nicht froh.

Eine Jungfrau schwächen ist wie eine Kirch erbrechen.

Eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hat, kann deshalb noch nicht singen.

Eine Katze hat neun Leben, und das Weib sieben Häute wie die Zwiebel.


Eine kluge Hand macht nicht alles, was eine närrische Zunge schwatzt.

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

(Das Sprichwort gibt es auch in anderen Sprachen. Krähen und Raben und sollen bei Angriffen mit Vorliebe auf die Augen zielen. Im Mittelalter sollen sie den Gehenkten am Galgen zuerst die Augen herausgehackt haben. Das Sprichwort ist meist negativ gemeint. Gruppen von Gleichgesinnten, Berufs- und Standesgenossen und Banden halten meist zusammen und verraten oder schwärzen sich nicht gegenseitig an. Wir meist bei Fehlern, verbotenen Handlungen wie Diebstahl oder ähnlichen Handlungen verwendet, auf die eine Strafe oder sonstige für den Täter negative Konsequenz folgen würde.)

Eine Krähe heckt keine Turteltaube.

Eine Krähe macht keinen Winter.

Eine Krähe sitzt gern bei der andern.

Eine Kuh deckt viel Armut zu.

Eine Kuh im Frieden ist besser als drei im Kriege.

Eine Kuh kann nicht auf den Baum springen wie ein Eichhorn.

Eine Lüge zieht (schleppt) zehn andere mit sich (nach sich).

Einem Aushängeschilde ist nicht zu trauen.


Einem Bettler ist es leid, wenn er den anderen betteln sieht.

Einem bösen Menschen kommt auch sein böser Tag.

Einem Dieb ist nicht gut stehlen.

Einem ehrlichen Mann tut keine Wunde so weh als eine Ohrfeige.

Eine Meile Wegs davon ist ein guter Panzer.

Einem faulen Arbeiter ist jeder Hammer zu schwer.

Einem Frommen gefallen ist besser denn vielen Bösen.

Einem gehenden Manne nimmt man kein Pferd.

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
(Vergleichbares Sprichwort in Ungarn: Dem geschenkten Pferd schaue nicht auf die Zähne.)

Einem Hausvater steht es besser an, zu verkaufen als zu kaufen.

Einem Horcher an der Wand gibt man einen Dreck in die Hand.

Einem hungrigen Bauch kann niemand lügen.

Eine milchende Kuh Deckt den Tisch dazu.

Einem Jungfernschänder geht's nimmer wohl.

Einem Küchenschmecker hängt man den Kochlöffel an.
(Küchenschmecker = Küchennascher, einer der in der Küche von allem nascht und probiert.)

Einem Langsamen ist kein warmer Bissen beschert.

Einem Liebhaber ist nichts zu schwer.

Einem Müßiggänger allzeit zwei Brote.

Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen.
(Wo nichts ist, kann man nichts holen. Das zeigt sich auch heutzutage daran, dass man selbst mit einem Pfändungsurteil bei jemandem, der nichts hat und von der Sozialhilfe lebt, nichts bekommen kann.)

Einem Ochsen kann man nur einmal das Fell über die Ohren ziehen.


Einem Schmeichler und einem Wolf ist nicht zu trauen.

Einem Schwätzer glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht.


Einem schweigenden Munde ist nicht zu helfen.


Eine Mühle, die nicht umgeht, ein Backofen, der nicht heizt, und eine Mutter, die nicht gern daheim ist, sind unwert.

Einem Undankbaren gutes tun, und eine Schlange im Busen tragen, ist eins so gut als das andre.

Einem unwilligen Rosse muss man die Sporen geben.

Einem wie dem andern, so geschieht keinem Unrecht.

Einem willigen Knecht soll man nicht zu viel aufbürden.

Einem witzigen Knecht müssen die Edelleute dienen.

Einen alten Baum verpflanzt man nicht.

Einen Armen schmähen, ist leicht geschehen.

Eine Narrheit zu unterhalten kostet mehr als zwei Kinder.

Einen Betrüger muss man listig fassen.

Einen bösen Ast soll man leiden, des Baumes willen.

Einen Bürger und Bauer scheidet nichts als Zaun und Mauer.

Einen Franken soll man sich zum Freund, aber nicht zum Nachbar wünschen.

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.

Einen Fund verhehlen ist so gut wie Stehlen.

Einen für einen, so fängst du sie alle.

Ein Engel geht (flog) durchs Zimmer.
(Ein Sprichwort, dass es ähnlich in vielen Ländern gibt, was bedeutet, dass wahrscheinlich ein gemeinsamer alter Ursprung besteht. Das Sprichwort bedeutet, in einer Unterhaltung tritt eine unerwartete plötzliche Stille ein, in der niemand etwas sagt. Möglicherweise geht das Sprichwort auf Plutarchs moralisch-philosophisches Werk „Über die Geschwätzigkeit“ zurück. Darin führt er aus, wenn plötzliches Schweigen entsteht, sagt man, Hermes/Merkur sei hereingekommen. Hermes/Merkur ist der Gott der Beredsamkeit, in dessen Gegenwart man aus Ehrfurcht schweigt, um ihm den Vorzug zu überlassen. In Anlehnung an den Titel würden auch alle einer Gesellschaft verstummen, wenn ein Schwätzer hinzukommt, um ihm keine Veranlassung zum Plaudern zu geben. Wenn der Schwätzer selbst den Mund öffnen sollte, eilen alle davon. Ein Hinweis auch auf     http://idiome.deacademic.com/662/Engel)

Einen guten Gaul muss man nicht zu oft reiten.

Einen guten Geber segnet Gott.

Einen guten Nachbarn lieb, einen schlechten Nachbarn ertrag.

Einen jungen Zweig biegt man, wohin man will.

Einen Kuss in Ehren mag niemand wehren.

Einen Kuss kann man abwischen, aber das Feuer im Herzen nicht löschen.

Einen Mann hungerte manche Stund: Er ging und kaufte sich einen Hund.

Einen Mohren kann man nicht weiß waschen.

Einen Nagel schlägt man mit dem andern aus.

Eine Notlüge schadet nicht.

Einen Prahler beneiden die Nachbarn.

Einen Toten beneidet man nicht.


Eine Nuss rappelt nicht im Sacke.

Einen zeitigen Dieb erläuft ein hinkender Scherge*25.

Einer beruft des andern Namen.

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte.

Ein Erfahrener ist über einen Studierten.

Einer hat's, der andere hat's gehabt, der dritte hätt' es gern.

Einer hilft dem andern über den Zaun.

Einer Hure Trost ist, dass sie die erste und letzte nicht sei.

Einer ist des andern Engel oder Teufel.

Einer jungen Witwe weiß jeder einen Klex anzuhängen.

Einer kann nicht alles.

Einer kann nicht alles wissen.

Einer lässt sich einessen und einarbeiten.

Einer macht Bendel, der andre schneidet sie ab.

Ein ersparter Pfennig ist so gut wie der erworbene.

Ein ersparter Pfennig ist zweimal verdient.

Einer tut`s, der andere muss es tragen.

Einer Wand, die fallen will, gibt jedermann Stöße.


Einer will sauer, der andere süß.

Einer Witwe Andacht währt nicht länger, als bis sie einer aufnestelt.

Eine Sache zu oft gesagt, tut den Ohren weh.

Eines Adels sind wir alle.

Eines anderen Fehler ist ein guter Lehrer.


Eines anderen Schaden macht keinen Kopfschmerz.

Eine Schande tötet alle Tugend.

Eine schlimme Kaufmannschaft, wo niemand gewinnt.

Eine schöne Frau bringt den gescheitesten Mann aus dem Text.

Eine schöne Hure ist der Augen Paradies, der Börse Fegfeuer und der Seele Hölle.


Eine schöne Wirtin macht einen teuren Gasthof.


Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

(Man soll nicht von einem einzigen Indiz auf eine Veränderung schließen, wegen eines Ereignisses keine voreiligen Schlüsse ziehen. Wegen eines einzelnen Vorfalls soll man nichts verallgemeinern, sonder erst abwarten, ob es noch weitere Hinweise gibt.)

Der Ursprung des Sprichworts ist die Fabel „Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe“ des griechischen Fabeldichters Äsop. Äsop lebte um 600 v. Chr. Er war wahrscheinlich Sklave mehrerer Herren einer ihn freiließ. Danach wurde er Gesandter von Krösus, dem letzten König Lydiens, der ihn auf mehrere Reisen schickte. Auf einer Reise zum Orakel nach Delphi wurde Äsop dort wegen angeblichen Diebstahls zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Fabeln des Äsop wurden durch die Römer in Europa bekannt, aus denen sich in vielen Ländern ähnliche Sprichworte bildeten, teilweise mit Frühling, teilweise mit Sommer.
Die Behauptung, das Sprichwort gehe auf zwei schwäbische Schneider zurück, ist frei erfunden.
In Äsops Fabel verkauft ein Jüngling seinen Mantel als letzten Besitz, nachdem er eine Schwalbe gesehen hatte. Weil die Schwalbe zu früh kam, wurde es wieder kalt, die Schwalbe erfror und der Jüngling fror ebenfalls.
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_verschwenderische_Jüngling_und_die_Schwalbe
www.fabelnundanderes.at/aesop_4.htm#Der_unersättliche_Jüngling_und_die_Schwalbe


Ein Esel bleibt ein Esel, käm' er auch nach Rom.

Ein Esel frisst keine Feigen. Warum?

Ein Esel schimpft den anderen Sackträger (Langohr).

Eines Freund, keines Feind.

Eines Hufeisens willen verdirbt oft ein Pferd.

Eines Mannes Rede ist keine Rede, man soll sie billig hören beede.
Eines Mannes Rede, keines Mannes Rede: Man soll sie billig hören beede.

Eines Mannes wegen bleibt kein Pflug stehen.

Eines Menschen Tun und Wesen, an der Stirne ist's zu lesen.

Eines Narren Bolzen sind bald verschossen.

Eine Stiefmutter ist eine böse Rut, und tut den Kindern selten gut.

Eine Stunde nach zwölf ist es eins, was man tue.

Eine Stunde Schlaf vor Mitternacht ist besser als zwei danach.

Eine Sünde heckt, deckt und weckt die andere.

Eine Sünde tut der anderen die Tür auf.

Eines Verleumders Zunge ist schärfer, denn ein Schermesser.

Eine verlorene Freundschaft ist eine gewonnene Feindschaft.

Eine vernünftige Tochter kriegt wohl einen Mann.

Eine Witwe ist ein niedriger Zaun, worüber alles springt.

Ein Exempel macht keine Regel.

Eine zarte und weiche Haut frisst nicht gern Muss und Kraut.

Eine Zeit fröhlich, die andere ach und wehe.

Eine zornige Frau, ein Kamin voll Rauch und eine löcherige Pfanne sind schädlich im Haus.

Eine Zunge ist kein Bein, schlägt aber manchem den Rücken ein.
(Bein = Knochen)

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