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Deutsche Sprichworte
E bis Ei
Edel ist das Gemüt, nicht das Geblüt.

Edel ist, der edel tut.


Edelleute schlüpfen oft in Bubenhäute.

Edel macht das Gemüt, nicht das Geblüt.

Edel sein ist gar viel mehr als adlig von den Eltern her.


Edel werden ist viel mehr, als adlig sein von Eltern her.

Ehe du des Nachbars Splitter rügst, betrachte deinen Balken.

Ehe du ein Haus kaufst, erkundige dich nach den Nachbarn.


Ehe du Gott suchst, hat dich Gott schon gefunden.

Ehemänner, deren Frauen nicht schelten, sind im Himmel.

Ehestand, Ehrenstand.


Ehestand ist der heiligste Orden.

Ehestand ist kein Geschleck.

Ehestand, Wehestand.

Eh man den Löffel zum Mund bringt, kann sich viel bewegen.

Eh man noch ein Wörtchen spricht, weiß schon Gott, was uns gebricht.

Ehrbar stolz ist neunmal stolz.

Ehrbar und fromm dringt durch die Wolken, das andre muss zurückbleiben.

Ehre, dem Ehre gebührt
(Aus der Bibel, Brief an die Römer 13, 7)

Ehre folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der sie jagt.

Ehre geht den Ehren vor.

Ehre geht doch billig vor Gut.

Ehre, Glauben und Augen leiden keinen Scherz (vertragen keinen .

Ehre hat Schwere.

Ehre ist der Tugend Lohn.


Ehre ist der Tugend Schatten.

Ehre kannst du nirgends borgen, dafür musst du selber sorgen.

Ehre macht Künstler.

Ehren beschweren; Würden sind Bürden.

Ehrenhunger ist auch ein Hunger.

Ehrenworte binden nicht.

Ehrenwort ist drum kein wahr Wort.

Ehre und Hoffart sind Zwillinge.

Ehre vor der Welt ist Schaden im Beutel.

Ehrgeiz lebt vom Wind.

Ehrgeiz und Flöhe springen gern in die Höhe.


Ehr ist zu hüten schwer.

Ehrkauf, Reukauf.

Ehrliche Hand geht durch alle Land.

Ehrliche Leute, aber schlechte Musikanten.

Ehrlich ist beschwerlich.

Ehrlichkeit bleibt der beste Reisepass.


Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.


Ehrlich oder tot.

Ehrlich scheut kein Licht.

Ehrlich währt am längsten, schuftig lebt in Ängsten.

Ehrlich währt ewig.

Ehrsucht, Ehrflucht.

Ehr und Eid gilt mehr als Land und Leut.

Ehr und Geld treibt alle Welt.

Ehr und Lohn machen getreue Diener.

Ei, beim Blitz! Das ist ein süßer Apfelschnitz!

Eichene Anschläge rotten nicht.

Eid macht mündig.

Eid schwören ist nicht Rüben graben.

Eier in der Pfanne geben Kuchen, aber keine Kücken.

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

Eigen Brot nährt am besten.

Eigener Rauch wärmt mehr als des Nachbars Feuer.

Eigenes Gebrechen sieht man nicht.

Eigen Feuer kocht wohl.

Eigen Gewissen ist mehr als tausend Zeugen.

Eigen Herd ist Goldes wert; ist er gleich arm, hält er doch warm.

Eigen Kohl schmeckt wohl.

Eigenliebe macht die Augen trübe.

Eigenliebe weckt des Hasses Triebe.

Eigenlieb ist ein Dieb.

Eigenlieb ist niemand lieb.

Eigenlob stinkt, Eigenruhm (Freundeslob) hinkt.
Eigenlob stinkt, Freundes Lob hinkt, Feindes Lob klingt.


Eigen Nest hält wie Mauer fest.

Eigennutz, ein schlechter Putz.

Eigennutz erwürgt auch den besten Freund.

Eigennützig, keinem nützlich.

Eigenruhm ist Neides Same.

Eigenruhm ist scheltenswert.

Eigenruhm steht niemand wohl an denn dem Alter.

Eigensinnig ist ärger als unsinnig.

Eigenwille brennt in der Hölle.

Eigne Hühner, teure Eier, eigne Glocken, teu`r Gebeier, eigne Pferde, teure Fracht, eigne Hunde, teure Jagd.

Eigner Herd ist Goldes wert.

Ei ist Ei, sagte der Küster, aber er nahm das Gänseei.

Eil bringt im Kriege Heil.

Eile bringt Weile.
Eile mit Weile.

Eilen verführt die Eulen.

Eilesehr brach den Hals.

Eilte der Hund nicht, so brächt` er nicht blinde Jungen zur Welt.

Ein Aas bleibt ein Aas.

Ein Aas, das der Rabe nicht riechen soll, muss tief liegen.

Ein Adler heckt keine Taube (bringt keine Taube hervor).
(Dem Furchtbaren und Starken darf man keine schuldlose oder sanfte Handlungsweise zutauen.)

Ein Advokat und ein Wagenrad wollen geschmiert sein.


Ein Aff bleibt ein Aff, werd er König oder Pfaff.

Ein alter Adler ist stärker als eine junge Krähe.

Ein alter Baum ist schwer verpflanzen.
Ein alter Baum lässt sich nicht mehr verpflanzen.

Ein alter Fuchs ist schwer zu fangen.


Ein alter Irrtum hat mehr Freunde als eine neue Wahrheit.


Ein alter Karren knarrt so lange, bis er endlich bricht.

Ein alter Mann und ein altes Weib gehören zusammen.

Ein alter Mann und eine junge Maid, da gibt's mehr Leid als Freud'.

Ein alter Mann und ein junges Weib leben zusammen wie ohne Leib.


Ein alter Mann und ein junges Weib sind ein ungleiches Zeug.


Ein alter Mann zeugt Waisen.

(Das Sprichwort bedeutet: wenn ein Mann zu alt ist, wird er schon gestorben sein, wenn seine Kinder noch nicht Volljährig sind. Kaiser Friedrich III. (1415-1493) soll gesagt haben: Wenn man einen Alten höflich und glimpflich um das Leben bringen will, so soll man ihm ein junges Weib geben; das ist ein sonderlich und gewiss Gift.)


Ein Alter sieht besser hinter sich als ein Junger vor sich.


Ein Alter, so ein jung Weib heiratet, lädt den Tod zu Gaste.


Ein altes Dach bedarf vielen Ausbesserns.


Ein anderes ist der Degen, ein anderes die Feder.

Ein Angler muss wissen, wann er ziehen soll.

Ein Apfel, der runzelt, fault nicht bald.

Ein Arbeiter muss zwei Feierer haben.

Ein Armer, der reich geworden und ein Bauer, der Edel ward, soll man nicht zu Freunden wünschen.

Ein armer Mann ist selten ein Graf.


Ein armer Mann kann oft nicht finden, was er braucht.


Ein armer Mann soll keine schöne Frau haben.


Ein Armer mit Tugend ist besser als ein Reicher mit einem Narrenkopf.

Ein Armer muss sich nach seiner Decke strecken.

Ein Armer muss sich seiner Armut nicht schämen.

Ein Armer ohne Schulden ist reich wie ein Fürst.

Ein Armer wirft eine Erbse durch ein Nadelöhr.

Ein aufrichtiges Donnerwetter ist besser als ein falsches Vaterunser.

Ein Auge ist Notdurft, zwei Hoffart.

Ein Augenzeuge gilt mehr denn zehn Ohrenzeugen.

Ein Aug ist lieb.

Ein Bach ist leichter aufzuhalten als ein Strom.

Ein Bastard bringt so groß Brot für einen Pfenig als ein Ehekind.

Ein Bauer kommt so bald in den Himmel als ein Edelmann.

Ein bellender Hund taugt nicht zur Jagd.

Ein Bergmeister soll von Schlegel und Eisen herkommen.

Ein Bett darf nicht alles sagen, was es weiß.

Ein Bettler neidet den andern.


Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Ein bisschen krumm ist nicht dumm.


Ein bisschen schief hat Gott lieb.


Ein bisschen schief ist ehrlich.


Ein bisschen zu viel schadet mehr als ein bisschen zu wenig.


Ein bitteres Wort kommt aus bitterem Herzen.

Ein blinder Mann schoss einen Vogel.

Ein Blinder spottet des Hinkenden.

Ein Blinder weist dem andern den Weg.

Ein blindes Huhn findet auch ein Korn.

Ein Bock lässt sich schwer melken.
(Dieses Sprichwort meint einen Geizigen, von dem man nichts bekommen kann.)

Ein Bock zeigt den andern an.

Ein bös Auge verderbt das andere.

Ein böser Batzen*2, der seinen Herrn nicht lösen will.

Ein böser Geselle führt den anderen zur Hölle.

Ein böser Mensch ist wie eine Kohle: er brennt oder schwärzt.

Ein böser Nachbar kann mehr schaden tun, als ein Fremder Erzfeind.

Ein böses Maul ist schärfer denn ein Schwert.

Ein bös Gewissen hat Wolfszähne.

Ein bös Gewissen ist die Hölle auf Erden.

Ein Brand alleine brennt nicht lange.

Ein Brieflein dabei wäre gut dabei.

Ein Bube macht mehr Buben.

Ein Büffel ist ein groß Tier, doch kann er keinen Fuchs fangen.

Ein Busch voll Hasen hüten ist leichter, als eine Frau zu bewachen.

Ein Dieb hat viel Rechts.

Ein Dieb ist nirgend besser als am Galgen.

Ein Dieb stiehlt sich selten reich.

Ein Dienst ist des andern wert.

Ein Ding ist nicht bös, wenn man`s gut versteht.

Ein Doktor kann wohl ein Narr, aber ein Narr kein Doktor sein.

Ein Doktor und ein Bauer wissen mehr denn ein Doktor alleine.

Ein Dorn sticht, ein Degen durchbohrt.

Ein dürrer Habich ist besser als ein fetter Hättich.

Ein dürres Blatt kann schon ein böses Gewissen erschrecken.

Eine Arznei dient nicht für allen Schaden.

Eine Biene ist so gut als eine Hand voll Fliegen.

Eine Blume macht keinen Kranz.

Ein Edelstein gilt so viel, als ein reicher Mann (Narr) dafür geben will.

Eine Ehre ist der anderen wert.

Eine fleißige Hausfrau ist die beste Sparbüchse.

Eine Frau, die fremde Männer lobt, steigt bald in ein fremdes Bett.


Eine Frau kann unter der Schürze mehr wegtragen als sieben Pferde ziehen.

(aus Friesland)

Eine Frau sei noch so klein, sie stellt dem Teufel ein Bein.


Eine Freundschaft macht die andre.


Eine Furcht steckt die andere an, dass sie gar zum großen Feuer wird.

Eine goldene Ader ist der Same zu allem Hader.


Eine goldene Wiege ist nicht immer eine gute Kinderstube.

Eine gute Sache braucht nicht viel Worte.

Eine Hand wäscht die andere.

(Ursprünglich aus „Apocolocyntosis“ (Verkürbissung) von Seneca im Sinne von Veräppelung. Original lat.: „Manus manum lavat“ Die Fortsetzung lautet: . . gib etwas und du bekommst etwas. Wurde zum Sprichwort auch in Armenien, Kuba und anderen Ländern.)

Eine Hand wäscht die andere, beide waschen das Gesicht.


Eine Hand wäscht die andere, nur muss ein dritter nicht die Seife dazu hergeben sollen.


Eine hässliche Hand wird nicht schöner durch einen goldenen Ring.

(Ähnliches Sprichwort aus Russland: Eine hässliche Hand begehrt keines Ringes.)

Eine Hur' ist jedermann gerecht.


Ein Eid hebt den anderen auf.

Ein Ei geht in vierundzwanzig Stunden durch drei Leiber.

Ein Ei macht einen vollen Wagen bersten.
(Gleiche Bedeutung wie die Sprichworte: Wenn das Gefäß voll ist, läuft's von einem Tropfen über. und Vom letzten Tropfen läuft der Eimer (das Fass) über. oder das arabische Sprichwort: Die letzte Feder bricht dem Kamel den Rücken.)

Eine Katze, die einen Kanarienvogel gefressen hat, kann deshalb noch nicht singen.


Eine Katze hat neun Leben, und das Weib sieben Häute wie die Zwiebel.


Eine kluge Hand macht nicht alles, was eine närrische Zunge schwatzt.

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

(Das Sprichwort gibt es auch in anderen Sprachen. Krähen und Raben und sollen bei Angriffen mit Vorliebe auf die Augen zielen. Im Mittelalter sollen sie den Gehenkten am Galgen zuerst die Augen herausgehackt haben. Das Sprichwort ist meist negativ gemeint. Gruppen von Gleichgesinnten, Berufs- und Standesgenossen und Banden halten meist zusammen und verraten oder schwärzen sich nicht gegenseitig an. Wir meist bei Fehlern, verbotenen Handlungen wie Diebstahl oder ähnlichen Handlungen verwendet, auf die eine Strafe oder sonstige für den Täter negative Konsequenz folgen würde.)

Eine Lüge zieht zehn andere mit sich (nach sich).


Einem Aushängeschilde ist nicht zu trauen.


Einem Bettler ist es leid, wenn er den anderen betteln sieht.

Einem bösen Menschen kommt auch sein böser Tag.

Einem Dieb ist nicht gut stehlen.

Einem faulen Arbeiter ist jeder Hammer zu schwer.

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
(aus Ungarn: Dem geschenkten Pferd schaue nicht auf die Zähne.)

Einem Horcher an der Wand gibt man einen Dreck in die Hand.


Einem Jungfernschänder geht's nimmer wohl.

Einem Liebhaber ist nichts zu schwer.

Einem nackten Mann kann man nicht in die Tasche greifen.

(Wo nichts ist, kann man nichts hohlen. Das zeigt sich auch heutzutage daran, dass man selbst mit einem Pfändungsurteil bei jemandem, der nichts hat und von der Sozialhilfe lebt, nichts bekommen kann.)

Einem Ochsen kann man nur einmal das Fell über die Ohren ziehen.


Einem Schmeichler und einem Wolf ist nicht zu trauen.

Einem Schwätzer glaubt man nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht.


Einem schweigenden Munde ist nicht zu helfen.


Eine Mühle, die nicht umgeht, ein Backofen, der nicht heizt, und eine Mutter, die nicht gern daheim ist, sind unwert.

Einem Undankbaren gutes tun, und eine Schlange im Busen tragen, ist eins so gut als das andre.

Einem willigen Knecht soll man nicht zu viel aufbürden.

Einen alten Baum verpflanzt man nicht.

Einen Armen schmähen, ist leicht geschehen.

Einen Betrüger muss man listig fassen.

Einen bösen Ast soll man leiden, des Baumes willen.

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.

Einen Frosch im Hals haben.

Ein Engel geht (flog) durchs Zimmer.
(Ein Sprichwort, dass es ähnlich in vielen Ländern gibt, was bedeutet, dass wahrscheinlich ein gemeinsamer alter Ursprung besteht. Das Sprichwort bedeutet, in einer Unterhaltung tritt eine unerwartete plötzliche Stille ein, in der niemand etwas sagt. Möglicherweise geht das Sprichwort auf Plutarchs moralisch-philosophisches Werk „Über die Geschwätzigkeit“ zurück. Darin führt er aus, wenn plötzliches Schweigen entsteht, sagt man, Hermes/Merkur sei hereingekommen. Hermes/Merkur ist der Gott der Beredsamkeit, in dessen Gegenwart man aus Ehrfurcht schweigt, um ihm den Vorzug zu überlassen. In Anlehnung an den Titel würden auch alle einer Gesellschaft verstummen, wenn ein Schwätzer hinzukommt, um ihm keine Veranlassung zum Plaudern zu geben. Wenn der Schwätzer selbst den Mund öffnen sollte, eilen alle davon. Ein Hinweis auch auf     http://idiome.deacademic.com/662/Engel)

Einen guten Nachbarn lieb, einen schlechten Nachbarn ertrag.

Einen jungen Zweig biegt man, wohin man will.

Einen Kuss kann man abwischen, aber das Feuer im Herzen nicht löschen.

Einen Prahler beneiden die Nachbarn.

Einen Toten beneidet man nicht.


Einen zeitigen Dieb erläuft ein hinkender Scherge*20.

Ein Erfahrener ist besser als zehn Gelehrte.

Einer ist des andern Teufel.

Einer jungen Witwe weiß jeder einen Klex anzuhängen.

Einer kann nicht alles wissen.


Einer macht Bendel, der andre schneidet sie ab.

Ein ersparter Pfennig ist so gut wie der erworbene.

Ein ersparter Pfennig ist zweimal verdient.

Einer tut`s, der andere muss es tragen.

Einer Wand, die fallen will, gibt jedermann Stöße.


Einer will sauer, der andere süß.

Eines Adels sind wir alle.


Eines anderen Fehler ist ein guter Lehrer.


Eines anderen Schaden macht keinen Kopfschmerz.


Eine schöne Frau bringt den gescheitesten Mann aus dem Text.


Eine schöne Hure ist der Augen Paradies, der Börse Fegfeuer und der Seele Hölle.


Eine schöne Wirtin macht einen teuren Gasthof.


Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

(Man soll nicht von einem einzigen Indiz auf eine Veränderung schließen, wegen eines Ereignisses keine voreiligen Schlüsse ziehen. Wegen eines einzelnen Vorfalls soll man nichts verallgemeinern, sonder erst abwarten, ob es noch weitere Hinweise gibt.)

Der Ursprung des Sprichworts ist die Fabel „Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe“ des griechischen Fabeldichters Äsop. Äsop lebte um 600 v. Chr. Er war wahrscheinlich Sklave mehrerer Herren einer ihn freiließ. Danach wurde er Gesandter von Krösus, dem letzten König Lydiens, der ihn auf mehrere Reisen schickte. Auf einer Reise zum Orakel nach Delphi wurde Äsop dort wegen angeblichen Diebstahls zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Fabeln des Äsop wurden durch die Römer in Europa bekannt, aus denen sich in vielen Ländern ähnliche Sprichworte bildeten, teilweise mit Frühling, teilweise mit Sommer.
Die Behauptung, das Sprichwort gehe auf zwei schwäbische Schneider zurück, ist frei erfunden.
In Äsops Fabel verkauft ein Jüngling seinen Mantel als letzten Besitz, nachdem er eine Schwalbe gesehen hatte. Weil die Schwalbe zu früh kam, wurde es wieder kalt, die Schwalbe erfror und der Jüngling fror ebenfalls.
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_verschwenderische_Jüngling_und_die_Schwalbe
www.fabelnundanderes.at/aesop_4.htm#Der_unersättliche_Jüngling_und_die_Schwalbe


Ein Esel bleibt ein Esel, käm' er auch nach Rom.

Eines Mannes Rede ist keine Rede, man soll sie billig hören beede.

Eine Stiefmutter ist eine böse Rut, und tut den Kindern selten gut.

Eine Stunde nach zwölf ist es eins, was man tue.

Eine Stunde Schlaf vor Mitternacht ist besser als zwei danach.

Eine Sünde heckt, deckt und weckt die andere.

Eine Sünde tut der anderen die Tür auf.

Eines Verleumders Zunge ist schärfer, denn ein Schermesser.

Eine verlorene Freundschaft ist eine gewonnene Feindschaft.

Eine vernünftige Tochter kriegt wohl einen Mann.

Ein falscher Freund ist schlimmer als ein offener Feind.

Einfalt hat schöne Gestalt.

Ein fauler Apfel macht zehn.

Ein fauler Apfel steckt hundert an.

Ein fauler Mann, ein armer Mann.


Ein faules Ei verderbt den ganzen Brei.


Ein faules Ei verdirbt zehn frische.


Ein Feind ist zu viel und hundert Freunde nicht genug.

Ein Finger macht keine Hand, ein Balken keine Wand, ein Schwälbchen noch keinen Sommer.

Ein Frauenhaar zieht stärker als ein Glockenseil.

(Das Sprichwort meint nicht die physische (körperliche) Kraft, sondern den Einfluss, den Frauen mit ihren Haaren auf die Männer ausüben können und oft genug auch tun. Eine Eigenschaft der Frauen, die sie auch in anderen Ländern beherrschen. Zum Beispiel zieht ein Frauenhaar in Israel sogar mehr als zehn Ochsen, in Japan stärker als ein Rindergespann und in China verwickeln sich selbst große Elefanten in nur einem Frauenhaar.)

Ein fremdes Grab sieht sich an wie eine Rasenbank.


Ein freundlich Angesicht ist`s halbe Zugemüse.

Ein Freund wird oft erst erkannt, wenn man ihn verloren.


Ein fröhliches Herz ist die beste Arznei.

Ein furchtsam Herz ist immer in Gefahr.
Ein Gast ist wie ein Fisch, er bleibt nicht lange frisch.

Ein Geheimnis juckt auf der Zunge.

Ein Geiger zerreißt viele Saiten, ehe er Meister ist.


Ein Geizhals ist auf der Seite taub, wo er’s Geld hat.

Ein Geizhals wird reich, indem er den Armen spielt; der Verschwender verarmt, indem er Reichtum markiert.


Ein gelehrter Kopf redet auch nach dem Tode.

Ein geschlagener Feind ist noch nicht überwunden.

Ein Gewiss ist besser als zehn Ungewiss.

Ein Glas Wein auf die Suppe ist dem Arzt einen Taler*22 entzogen.
Ein guter Batzen, der einen Gulden erspart.
Ein Glaube ohne Tat ist ein Feld ohne Saat.

Ein glückliches Herz macht hüpfende Beine.


Ein grindiger Bock ist einer goldenen Ziege wert.

Ein gut Alter ist besser denn eine böse Jugend.

Ein guter Amboss fürchtet keinen Hammer.


Ein guter Arzt bedarf keiner Posaune.


Ein guter Batzen*2, der einen Gulden*10 erspart.

Ein guter Freund ist mehr wert als hundert Verwandte.

Ein guter Gedanke verzinst sich reichlich.

Ein guter Hahn wird selten fett.

Ein guter Koch ist ein guter Arzt.

Ein guter Nachbar ist besser als ein Bruder in der Ferne.

Ein guter Name, die schönste Mitgift.

Ein guter Tag fängt des Morgens an.

Ein guter Tag vertreibt zehn schlechte.


Ein gutes Buch lobt sich selber.

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.


Ein gutes Wort bringt die Schlange aus der Höhle.

Ein gutes Wort kostet nichts.


Ein gut gespielter Ball findet immer sein Loch.

Ein gut Gewissen ist ein guter Brustfleck.

Ein gut Pferd sucht man im Stall, ein brav Mädchen in seinem Haus.


Ein halbes Ei ist besser als eine ganze Schale.

Ein hässliches Weib ist ein guter Zaun um den Garten.

Ein hässlich Weib ist eine gute Haushälterin.

Ein Haus ist leichter angezündet als gelöscht.

Ein Haus kann nicht zwei Hunde nähren.

Ein Herr beißt den anderen nicht.

Ein Heute ist besser denn zehn Morgen.

Ein Hirt muss seine Schafe kennen.

Ein Hund, der mit den Wölfen geht, wird mit den Wölfen erschlagen.


Ein Hund, der nach zwei Hasen jagt, fängt keinen.


Ein hungriger Bauch hat keine Ohren.


Ein hungriger Bauch hat keine Scham.

Einigkeit macht stark.

Ein Irrtum bringt den anderen.

Ein jeder denkt, sein Unglück sei das größte.

Ein jeder Dieb stiehlt Frauenlieb.

Ein jeder dingt so genau, als er kann.

Ein jeder ist sich selbst der größte Feind.

Ein jeder schläft bei seiner Frau auf seine Weise.


Ein Jetzt ist besser als zwei Dann.


Ein Jud lieh` keinen Pfennig auf alten Adel.

Ein junger Arzt muss drei Kirchhöfe haben.


Ein junges Weib bei einem alten Mann ist des Tags eine Ehefrau und des Nachts eine Witwe.

Ein Kantor gäb` einen guten Küchenmeister.

Ein Kind, Angstkind, zwei Kinder, Spielkinder.

Ein Kind, das eine Stiefmutter bekommt, bekommt auch einen Stiefvater.

Ein Kind, das nicht spielt und dem nicht wackelt der Mund, ist nicht gesund.

Ein Kind ohne Mutter steht fern, auch wenn es neben der Stiefmutter steht.

Ein kläffend Weib ist selten stumm, ein stilles Weib liebt man um und um.

Ein klarer Tag vertreibt viel düstre Tage.

Ein kleiner Dieb an den Galgen muss, von großen nimmt man Pfennigbuß.

Ein kleiner Fisch auf dem Tisch ist besser als ein großer im Bach.

Ein kleiner Mann macht oft einen großen Schatten.

Ein kleiner Regen macht nicht nass.

Ein kleiner Riss ist besser zu flicken als ein großer.

Ein kleines Verzeihen bringt großes Gedeihen.

Ein Kuss in Ehren mag niemand wehren.

Ein Laster kostet mehr denn zwei Kinder.

Ein Leben ohne Freunde ist wie ein Leben ohne Sonne.

Ein leerer Topf am meisten klappert, ein leerer Kopf am meisten plappert.

Ein liederlich Weib kann in der Schürze mehr verschleppen, als der Mann auf dem Wagen in das Haus führen kann.

Ein Löffel voll Tat ist besser als ein Scheffel voll Rat.


Ein Lügner muss ein gutes Gedächtnis haben.


Ein Mädchen bekommt so leicht ein Leck, als ein weißes Kleid ein Fleck.


Ein magerer Vergleich ist besser als ein fetter Prozess.


Einmal Bürgermeister, allzeit Bürgermeister.

Einmal geschrieben ist so gut wie zehnmal gelesen.

Einmal gesehen ist besser als zehnmal hören.

Einmal getan heißt noch nicht wirklich gekonnt oder gar schon verinnerlicht!

Einmal ist keine Gewohnheit.

Einmal ist keinmal.

Einmal ist keinmal, sagte der Arzt und amputierte auch das gesunde Bein.

Einmal müssen wir alle dran.

Einmal sehen ist besser als zehnmal hören.

Ein Mann - ein Wort, eine Frau - ein Wörterbuch.


Ein Mantel und ein Haus decken viel Schande.

Ein Mensch, der gegen seinen Willen überzeugt wird, hat immer noch seine Meinung.

Ein Mensch ist des andern Teufel.

Ein Mensch mit bewältigtem Pflichtenkreis und gutem Gewissen gleicht einem geordneten Hause mit aufgeräumtem Keller.

Ein Mensch mit Geist ist viel, mit Charakter mehr, mit Herz alles.

Ein Mensch ohne Bildung ist ein Spiegel ohne Politur.

Ein Messer wetzt das andere.

Ein Müßiggänger kostet mehr als zehn Arbeiter.

Ein Nachbar an der Hand ist besser als ein Freund über Land.

Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.

Ein Nagel bewahrt ein Eisen, ein Eisen ein Pferd, ein Pferd einen Mann, ein Mann eine Burg, eine Burg ein Land.

Ein Narr denkt, dass andere nichts denken.

Ein Narr kann mehr fragen, als sieben Weise sagen.

Ein Narr lobt den andern.

Ein neidischer Mann gäb gern ein Auge hin, wenn der Nachbar auf beiden nicht sähe.

Ein Nein zur rechten Zeit erspart viel Widerwärtigkeit.


Ein Paar, dass man an allen Orten finden kann, ist eine schöne Frau und ein gehörnter Mann.

Ein Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre.


Ein Pferd vertritt sich, ein Mensch verspricht sich.

Ein Quäntchen Gunst gilt mehr als ein Scheffel Recht.

Ein Quäntlein Glück ist besser als ein Pfund Weisheit.


Ein räudiges Schaf steckt die ganze Herde an.

Ein reicher Bauer kennt seine Verwandtschaft nicht.

Ein Riß in die Ehr heilt nimmermehr.

Ein rotköpfiger Mann ist Weibern ein lieber Nachtkumpan.

Einsamkeit ist eine Schule der Weisheit.


Einsamkeit ist eine schwere Last, wenn du Gott nicht bei dir hast.

Einsammeln mit Schöffeln und ausgeben mit Löffeln.


Ein schabicht Füllen wird oft das beste Pferd.

(schabicht = alter Ausdruck für: voller Schaben, mit Schaben behaftet oder anders unrein oder schlecht; heute = schäbig, unrein)


Ein Schaf ist wohl fromm, es graset aber genau.

(Wo Schafe hingekommen sind, da findet das Rindvieh nichts mehr.)

Ein schelmischer Abt macht schurkische Mönche.

Ein Schiff auf dem Rhein ist ein Nachen zur See.


Ein schlechter Korporal, der nicht denkt, General zu werden.

Ein schlechter Schütze, der keine Ausrede weiß.

Ein schlechtes Ei verdirbt den gesamten Pudding.

Ein schlechtes Fass zerbricht nicht leicht.


Ein schlechtes Handwerk, das seinen Meister nicht ernährt.


Ein schlechtes Schaf, das mit dem Wolf spazieren geht.

Ein Schmeichler - ein Heuchler.


Ein Schuster, der schlechte Stiefel macht, kommt in die Hölle.

Ein Schwert wetzt das andere.

Ein seltener Genuss erhöht das Vergnügen.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.


Einsiedler sind nicht alle so fromm, als sie sich stellen.

Ein Sprichwort, ein Wahrwort.

Ein Stück Brot in der Tasche ist besser als eine Feder auf dem Hut.


Ein Tag ist des andern Lehrmeister.

Ein Tag ist des andern Schulknabe.

Ein Tag kann bringen, was ein Jahr nicht bringen mag.

Ein Tag lehrt den andern.

Ein Tag vergeht nach dem andern, bis der Letzte kommt.

Ein Tag verleiht, was das ganze Jahr weigert.

Eintracht bringt Macht.

Eintracht ernährt, Zwietracht verzehrt.


Ein Traum gewährt, was man wachend begehrt.


Ein Traum ist ein Dreck; wer dran glaubt, ist ein Geck.


Ein Traum ist ein halber Prophet.


Ein Tropfen Honig macht das Meer nicht süß.


Ein Tropfen macht das Meer nicht voller.


Ein Tropfen Wasser verdirbt eine Flasche Wein nicht.


Ein Tropfen Wermut macht süßen Trank bitter.


Ein Übel, das man kennt, ist halb geheilt.


Ein Übel, das man nicht kennt, kann man nicht heilen.

Ein Übel, von dem der Nachbar nichts weiß, ist vom Himmel gekommen.

Ein unbedachter Augenblick zerstört oft unser ganzes Glück.


Ein Undankbarer schadet zehn Armen.


Ein Unglück kommt selten allein.

Ein unsteter Mensch kommt zu nichts.

Ein Vater ernährt eher zehn Kinder, als zehn Kinder einen Vater.

Ein verdorbener Bauer gibt einen guten Hof- und Schirrmeister ab.

Ein Verehrer gibt gute Worte.

Ein verheirateter Mann ist ein Vogel im Käfig.

Ein Verleumder hat einen starken Rücken, er kam viel Leute zugleich eine Stiege hinan tragen.

Ein Verleumder ist ärger denn einer Schlange und schädlicher denn ein Dieb.

Ein Verleumder mit falschem Mund, den Nächsten hart verwund.

Ein vermessen Mensch macht sich selbst viel Unglück.

Ein vernünftiger Mann behält den Glimpf*9; ein stürmender Neidhammel und Grunzer ist selbst bös und gibt Ursach zu viel Bösem.

Ein vernünftiger Mensch wird einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nie nachspringen.

Ein vernünftiger Mund ist ein edel Kleinod*13.

Ein vernünftiges Aufmerken ist niemand verboten.

Ein vernünftig Weib kann wohl aus einem Löwen ein Lamm machen.

Ein verrücktes Weib ist ein rechtes Fegefeuer.

Ein Verständiger entgeht oft vielem Unglück.

Ein Vielleicht sind anderthalb Lügen.

Ein Weib, ein Esel und eine Nuss, diese drei man klopfen muss.


Ein wenig ausgehen könntest du, sagte die Frau, als ihr Mann sie fragte, was er zu ihrer Zerstreuung tun könne, weil sie sich langweile.


Ein Wetzstein schneidet das Eisen nicht, er macht es nur scharf.


Ein wildes Tier ein Verleumder ist, ein Schmeichler wie ein zahmes beißt, doch beider Biss gleich giftig ist.

Ein Wolf im Schlaf fing nie ein Schaf.

Ein zänkischer Mensch richtet nur Unglück an.

Ein Zank kommt aus dem andern.

Ein Zeuge ist einäugig.

Ein Zeuge, kein Zeuge.


Eitelkeit ein schlimmes Kleid.


Eitle Ehre ertrinkt bald.

Eitle Ehre überlebt den dritten Tag nicht.

Eitle Ehr ist ein bös Geschwär.

Eitle Ehr ist fahrende Hab, heute lieb, morgen schabab.

Ei, wer wollte das nicht? sprach der Abt von Posen.