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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
Die H bis
Dz
Die Hab ist wie der Haber.

Die Hand, die man nicht abhauen kann, muss man küssen.

Die Hand Gottes schlägt manchen stolzen Helden zu Tode.


Die Hand, so den Eid aufnimmt, kann ihn auch erlassen.

Die Hand vom Sacke! das Mehl ist verkauft!

Die Haue will einen Stiel haben.

Die Hausehre liegt am Weibe.

Die Hausfrau hat fünf K zu besorgen: Kinder, Kammer, Küche, Keller, Kleider.

Die Haut ist kein Narr: wenn sie alt wird, so rümpft sie sich (runzelt sie).

Die Hechte werden deswegen in die Teiche gesetzt, damit die andern Fische nicht faul werden.

Die Hechte werden von kleinen Fischen groß.

Die Heiligen holen ihr Wachs wieder.

Die Heiligen lassen nicht mit sich spaßen.

Die Heiligen reden nicht und rächen sich dennoch.

Die Henne, die zu früh gackert, legt auf den Tag ein Windei.

Die Herren sind schon gut, nur die Diener sind des Teufels.

Die Herren von der Klerisei versalzen uns gar oft den Brei.
(Klerisei = veraltet für Klerus; geistlicher Stand, Priesterschaft, Pfaffentum; wird oft abwertend gebraucht.)

Die Herrscher wechseln nie, es wechseln nur die Namen.

Die Hessen können vor neun nicht sehn.

Die Hintertür lass offen stehn und den Doktor seiner Wege gehn.

Die Hiobspost kommt nach.

Die Hoffart misst sich nach der langen Elle.

Die Hoffnung ist das Seil, daran wir uns alle zu Tode ziehen.

Die Hoffnung ist (mir) in den Brunnen gefallen.

Die Hoffnung ist unser, der Ausgang Gottes.

Die Hoffnung sättigt nicht.

Die Hofzucht bringt die Franzosen.

Die Hölle und der Argwohn werden nimmer satt.

Die Holsten verteidigen ihr Recht mit dem Schwert.

Die hölzernen Anschläge sind die besten.

Die Hunde bellen (Der Hund bellt), aber die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt), die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt) und die Karawane zieht weiter.
„bellen“ über jemanden gehässig reden (kritisieren, schlecht machen). Sich nicht um das Gerede von Kritikern und anderen kümmern, sondern unbeirrt von Widerstand die eigenen Ziele weiter verfolgen.
International verbreitetes Sprichwort (armenisch, spanisch, indisch, kurdisch, türkisch), wahrscheinlich türkischen Ursprungs.

Die Hühner legen Eier durch den Kröpf.

Die Hure kommt schnell ins Haus, aber langsam heraus.

Die Husaren beten um Krieg und der Doktor ums Fieber.

Die Immen können das Fluchen nicht leiden.

Die in eines Brot sind, müssen auch in seinem Besten sein.

Die Jahre biegen den stärksten Mann.

Die Jugend ist ein kurzweiliger Rausch und das Alter eine langweilige Nüchternheit.

Die Jugend ist kein Fehler und das Alter kein Verdienst.

Die Jugend muss sich austoben.

Die Jugend soll erwerben, was das Alter verzehrt.

Die Jugend weiß nicht, das Alter kann nicht.

Die Jungen bringen den Alten selten was.

Die Jungfer gibt's billig und willig.

Die Jungfernschaft ist ehrenwert, doch nimm vorlieb, was Gott beschert.

Die Jungfrau sieht schön aus, hat aber bösen Sinn.
(Mancher mit schönem Aussehen hat einen schlechten Charakter und hat böses im Sinn.)

Die Kanzlei ist eines Fürsten Herz.

Die Kapaunen*15 werden doch keine Hahnen mehr, darum muss man ihnen das Krähen mit dem Bratspieß vertreiben.

Die Kapuze macht den Mönch nicht.

Die karge Frau geht am meisten zur Kiste.

Die Karte gibt's nicht.

Die Kart und die Kanne macht manchen zum armen Manne.

Die Katze fängt die Mäuse nicht in Handschuhen.

Die Katze frisst gern Fische, sie will aber nicht ins Wasser.

Die Katze hat bald vergessen, dass sie das Licht halten muss.

Die Katze ist am liebsten da, wo man sie streichelt.

Die Katze lässt das Mausen nicht.


Die Katze liest in der Bibel.

Die Katze sieht den Bischof an, ist doch ein geweihter Mann!

Die Katze spielt mit den Mäusen, wenn sie satt ist.

Die Katze will auch Bratwürste.

Die Katz ist hungrig, wenn sie ans Brot geht.

Die Kerze, die vorgeht, leuchtet schön.

Die Kerze ist auf den Nagel gebrannt.

Die Kirche hat einen Straußenmagen, sie kann die härtesten Dinge vertragen.

Die Kirche hat in allen Dingen den Vorrang.

Die Kirche wird nicht in Anschlag gebracht.

Die Kirch ist kein Hase.

Die Kitzlein heißen alle wie ihre Mutter, Geiß.

Die kleinen Bächlein laufen in die großen.

Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.

Die kleinen Diebe hängt man in Gegenwart der großen.
Es geschieht nicht selten, dass die kleinen Diebe in Gegenwart der großen gehangen werden.

Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.

Die kleinen Leute hat Gott erschaffen, und die großen Bengel wachsen im Wald.

Die kleinste Zehe verhindert oft die größte Reise.

Die Konkurrenz schläft nicht.


Die köstlichsten Schiffe sind die nächsten am Hafen.

Die Krähe lässt ihr Hüpfen nicht.

Die Krähe will's mit dem Adler wagen.

Die Kranken haben oft die besten Gedanken.

Die Krankheiten kommen zu Pferde und mit der Post, gehen aber zu Fuß und mit Schneckenschritten wieder weg.

Die Krankheit kommt zu Pferde und geht zu Fuß wieder weg.

Die Krankheit sagt uns, was wir sind.

Die Krume der Muhme, die Rinde dem Kinde.
(Muhme = aus dem Altdeutschen bedeutet, die Schwester der Mutter = Tante des Kindes.)

Die krumme Hand kennt man zu Hofe.

Die Kugel läuft, es kann noch Kegel geben.

Die Kühe, die am meisten brüllen, geben am wenigsten Milch.

Die Kühe melkt man durch den Hals.

Die Kuh leckt kein fremdes Kalb.

Die Kuh milcht durchs Maul.

Die Kuh muss mit dem Kalbe gehen.

Die Kuh stößt den Kübel um.

Die künftigen Herren machen die vorigen fromm.

Die Kunst bedarf des Glücks, und das Glück bedarf der Kunst.

Die Kunst ist lang, das Leben kurz.

Die Kutte macht den Mönch nicht aus.
(In etlichen Ländern, wie z.B. Frankreich Italien, Spanien oder anderen tragen auch Leute eine Kutte, ohne damit Mönche zu sein. Oft wird etwas nur vorgetäuscht und der äußere Anschein trügt.)


Die Lacher hat Gott lieb.

Die Ladung bringt das Geleit mit sich.

Die Lahmen und die Blinden sind allezeit dahinten.

Die lange Haar am Hals hat, bekommt einen reichen Mann.

Die Länge hat die Fährde.
(Fährde, Fährnis = aus dem Althochdeutschen; kann Gefahr, Gefährdung, Risiko, Unsicherheit, drohendes Unheil, Unsicherheit oder Arglist bedeuten.)

Die Langeweile ist die Not derer, die keine Not kennen.

Die Laster stehlen der Tugend die Kleidung.

Die lateinische Küche ist die kostbarste.

Die Laterne leuchtet andern, sich selber nicht.

Die Laus, die erst in den Pelz kommt, ist schlimmer, als die darin gewachsen ist.

Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.

Die Leute führen das Recht in der Tasche.

Die Leute geben der Tugend die Hände, aber nicht das Herz.

Die Leute leben eines Gottes, aber nicht eines Kopfes.

Die Leute sagen immer, die Zeiten werden schlimmer! Die Zeiten bleiben immer, die Menschen werden schlimmer.

Die Liebe geht unter sich, nicht über sich.

Die Liebe ist blind und macht blind.

Die Liebe ist nicht blind, aber sie sieht nichts.

Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.

Die Liebe macht Lappen.
(Lappen vom mittelhochdeutschen lappe. = schlaff. Herabhängendes, verw. mit schlafen, schlaff werden.)

Die Liebe treibt die Furcht aus.

Die Liebe trinkt nicht Rotwein.

Die Lieb ist süß, bis ihr wachsen Hand und Füß.

Die Lieb ist übel angelegt, die keine Lieb herwider trägt.

Die liebsten Gäste kommen von selbst.

Die linke Hand geht von Herzen.


Die Luft bläht die Sackpfeifen auf und Hoffart den Narren.

Die Luft macht leibeigen.

Die Lüge bedarf gelehrter, die Wahrheit einfältiger Leute.

Die Lüge hängt zusammen wie Sand, man kann ihn nicht ballen.

Die Lüge ist das Schild des Feigen.

Die Lüge krümmt sich, wie eine Schlange, sie gehe oder stehe, so ist sie nimmer gerad.

Die Lust baut das Land.

Die lustigsten Studenten geben die besten Pfarrer.

Die Mädchen beten gern vor dem Spiegel.

Die Männer beim Schmause, die Weiber zu Hause.

Die Männer machen die Gesetze und die Frauen die Mode.

Die Marterwoch lass still vergehn, dein Heiland wird schon auferstehn.


Die Mauern machen das Kloster nicht.

Die Maus soll das Loch suchen, nicht das Loch die Maus.

Die Meile hat der Fuchs gemessen und den Schwanz dreingegeben.

Die Meinung von heute ist nicht immer die Meinung von gestern.

Die meisten glücklichen Ehen werden seufzend, die meisten unglücklichen jubelnd geschlossen.

Die meisten Stimmen gelten.

Die Menschen sind des Herrgotts Spielkarten.

Die Metzger sagen, es ist nichts mehr mit den Bauern zu machen, seit sie in der Bibel lesen und die Kinder selbst machen.

Die Milch balgt wohl, aber sie talgt nicht.
(Das bedeutet, wer viel Milch trinkt, bekommt wohl einen dicken Balg (Bauch), aber er bekommt keinen Talg (Fett, in der Milch immer unter 4%), kein Fett und keine Kraft. Man bekommt als keine Muskeln und Kraft vom Milchtrinken, man wird nur dick.)

Die mit Eitelkeit schwanger sind, gebären meist ein Lügenkind.

Die Mittelstraß ist die sicherst und die Beste.

Die mit Unglück schwanger sind, gebären mühe.

Die Mönche fahren allzeit mit paaren zum Teufel.

Die Mönche teilen sich in Stadt und Land.

Die Mönche verneigen sich nicht vor dem Abt, sondern vor seinen Schüsseln.

Die Morgenröt und stille Zeit, Luft, Hülf und Lieb zum Lernen gibt.

Die Morgensonne hat mehr Anbeter als die Abendsonne.

Die Morgenstunde hat die Arbeit im Munde.

Die Mücke fliegt so lang ums Licht, bis sie sich versengt.

Die Mücken sehn all einander gleich.

Die Mühle dreht sich nicht vom gestrigen Wind.

Die Mutter alles dem Kind anhängt, ob sie gleich Dreck zu Lohn empfängt.

Die Mutter eine Hexe, die Tochter auch eine Hexe.

Die Mutter ein Hur, der Vater ein Dieb, hast du Geld, so bist du lieb.

Die Mutter gibt's teuer und die Tochter nicht wohlfeil.

Die Mutter sagt's, der Vater glaubt's, und ein Narr zweifelt daran.

Die nächsten Freunde, die ärgsten Feinde.

Die nächste Niftel erbt die Gerade.

Die Nächsten treten einem die Schuhe aus.

Die Nacht beschützt ihre Kinder.

Die Nacht ist keines Menschen Freund.

Die Nacht ist niemals Freund.


Die Narren bekommen die besten Karten.


Die Narren haben Gastereien, die Weisen essen sich satt.

Die Narren haben mehr Glück als Recht.

Die Narren meinen.
(Sie meinen, aber wissen es nicht und später reden sie sich heraus. Für Unglück und Missgeschick sind nachher immer die anderen verantwortlich, nicht die wirklich Schuldigen, die haben ja nur gemeint und nichts gesagt.)

Die Narrenschellen klingen vielen besser als Kirchenglocken.

Die Narren schwatzen viel, die Klugen schweigen still.

Die Narren werden ohne Seife barbiert.

(Man treibt Spott mit jemandem.)

Die Natur hängt jedem eine Schelle an.

Die Natur ist die beste Lehrmeisterin.

Die Natur ist Meister.

Die Natur ist mit wenigem zufrieden.

Die Natur kennt weder Belohnung noch Strafen, sondern nur Folgen.

Die Natur lässt sich biegen, aber nicht brechen.

Die Natur lässt sich leicht sättigen, das Auge nimmer.

Die Natur muss den ersten Stein legen.

Die Natur weiß ihre Ware wohl zu verkaufen.

Die Natur will geübt sein, sonst wird sie schimmlig.

Die neidisch wie die Hunde sein, verzehren selbst ihr Mark und Bein.

Die Neige ist für die Frommen.

Diener sind wie Rechenpfennige: wie sie der Herr legt, so gelten sie.

Die neuen Schuhe drücken am meisten.

Die nicht helfen wollen, hindern gern.

Die nicht hoch genug sind, muss man höher oder kürzer machen.

Die Nonne deckt sich gern mit einer fremden Kutte.

Die Nonnen fasten, dass ihnen die Bäuche schwellen.

Die Nordsee ist eine Mordsee.
(Ein Sprichwort, das verkürzt „Nordsee ist Mordsee“ 1976 auch der Titel eines Films des Regisseurs Hark Bohm war. Das Sprichwort war schon im 19. Jahrhundert in gebrauch. Es entstand wahrscheinlich nach den großen Sturmfluten der vorangegangenen Jahrhunderte, den sogenannten Mandränken (auch Mandrenke, Grote Mandränke „Großes Ertrinken“). Dazu gehören die erste Marcellusflut vom 16. Januar 1219, die zweite Marcellusflut (Erste Mandränke) vom 15. bis 17. Januar 1362 und die Burchardiflut (Zweite Mandränke) in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 1634, bei welchen jeweils bis zu 50.000 Menschen in der Nordsee ertrunken sein sollen. Jedes Mal gingen große Landstriche an die Nordsee verloren. 1219 entstand dadurch die Zuiderzee (‚südliche See‘), das heute künstlich von der Nordsee getrennte IJsselmeer. 1362 ging das sagenumwobene Rungholt unter. 1634 Zertrennung der Insel Strand in mehrere kleinere Inseln. Liste der Sturmfluten an der Nordsee)

Die Notschlang ist über alles Geschütz.

Die Not treibt die Ochsen in den Brunnen.

Die Not zankt gern.

Dienstjahre sind keine Herrenjahre.

Dienst um Dienst ist keine Kuppelei.

Dienst um Geld ist Welt.

Dienst wird um Dienst zu Hause geladen.

Die nüchternen Räte sind die besten.

Die Nürnberger henken keinen, sie hätten ihn denn.

Die Orgel pfeift, so man ihr einbläst.

Die Pfaffen tragen die kleinen Kreuze hintennach, die Bauern die großen voran.

Die Pfaffen und die Hunde Verdienen ihr Brot mit dem Munde.

Die Pfanne ist so schwarz wie der Hafen*12.

Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker.

Die Pferde verstehen die Füße im Stall.

Die Pforte zur Hölle steht immer offen.

Die Rache ist süß, aber man verdirbt sich leicht den Magen daran.


Die Rasenbank ist des Armen Sofa.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.


Die Rechte sind links und rechts, wie man sie dreht.

Die Rede verrät das Herz.

Die Reichen haben den Glauben in der Kiste.

Die Reichen wissen nicht, wie dem Armen zumut ist.

Die Religion hat den Reichtum geboren, aber das Kind hat die Mutter verschlungen.

Die Rose, die man lang in den Händen trägt und daran riecht, bleibt nicht.

Die Rosen verblühen, aber die Dornen bleiben.

Die Rosse fressen den Hafer, die ihn nicht verdienen.

Die Rute bricht kein Bein entzwei.

Die Rute für die kleinen Kinder, den Stock für die großen Rinder, der Tod für die argen Schinder.

Die Rute ist neben dem Brot den Kindern so nötig als den Pferden die Sporen neben dem Futter


Die Rute Macht aus bösen Kindern gute.
Die Rute macht böse Kinder gut.

Die Rute macht die Kinder gut.


Die Rute macht fromme Kinder.

Die Rute macht gut.

Die Rute macht keine Beulen.

Die Rute trifft nur, es ist aber der Arm, der die Schläge gibt.

Die Sau gibt nicht Wolle wie ein Schaf.

Die Sau legt sich nach der Schwemme wieder in den Kot.

Die Sau muss die Trauben bezahlen.

Die Sau muss Haar lassen.

Die Sau singt nicht wie ein Zeislein.

Die Sau sticht den König.

Die Sau weiß nicht, wovon sie fett wird.

Die Scham ist in den Augen.

Die Scheide fürchtet keinen Degen.
Die Scheid fürchtet sich vor keinem Schwert (Degen).

Die Schemel wollen auf die Bänke steigen.

Die schlechten Nachrichten haben Flügel.

Die Schlüssel hängen nicht alle an einem Gürtel.

Die Schnecke trägt ihr Haus bei sich, weil sie den Nachbarn nicht traut.
(Vergleichbares Sprichwort auch in Dänemark.)

Die schnellen Entschlüsse sind die besten.

Die Schönheit ist ein guter Empfehlungsbrief.

Die Schulden liegen und faulen nicht.

Die Schulden sind der nächste Erbe.

Die Schwaben und bös Geld führt der Teufel in alle Welt.

Die Schwarzwälder bringen fremde Gelder.

Die schwerste Kunst, sich selber kennen.

Die Seele eines Kindes ist ein reiner Spiegel.

Dieselbe Glocke läutet zu Gewitter und Hochzeit.

Dieser jagt das Wild, jener isst den Braten.

Dieses ist die schändlichste Dienstbarkeit, wenn einer sein eigener Sklave ist.

Dieses Jahr wächst wenig Wein – auf dem Schwarzwald.

Diese Suppe ist ihm zu fett.

Die sich aufs Küssen legt, legt sich auch wohl aufs Kissen.

Die Siechen und Gesunden haben ungleiche Stunden.

Die sich großer Streiche rühmen, sind selten gute Fechter.

Die sich mit Huren befassen, müssen Federn lassen.

Die sich oft der Ehre wehren, wollen sich der Ehre näh`ren.
Die Sonnenuhr zählt nur die heiteren Stunden.
Die simulieren, wollen viel gewinnen und wenig verlieren.

Die Söhne sind adeliger denn die Väter,
denn sie haben ein Glied mehr.


Die Sonne bringt es an den Tag.

Die Sonne geht auf über Böse und Gute.

Die Sonnenuhr zählt nur die heiteren Stunden.

Die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.

Die Sorgen sind wie Gespenster; wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben.


Die Sperlinge singen's von den Dächern.
(Sperling = Spatz)

Die Spindeln fallen in die Asche.
(Ein Vorhaben oder Plan ist fehlgeschlagen.)

Die Spinne saugt Gift, die Biene Honig aus allen Blumen.

Die Stärke wächst im Geduldgarten.

Die Steine auf der Gasse reden davon.

Die Sterben für Gewinn achten, sind schwer zu besiegen.

Die Stiege hinauffallen kostet die Elle drei Batzen.

Die Stimme ist größer als der Mann.

Die Stimme seines Gewissens sprach so laut, dass die Nachbarn im Schlaf gestört wurden.

Die Störche fliegen hoch und tragen im Schnabel Kröten und Schlangen.

Die Sünde geht süß ein, aber bitter wieder aus.

Die Suppe ist versalzen, du bist verliebt.

Die süßesten Trauben hängen am höchsten.

Die Tage folgen einander wohl, aber sie gleichen sich nicht.


Die Tauben, so unter Dach bleiben, sind vor dem Stoßvogel sicher.

Die Täublein müssen Federn lassen.

Die Trennung frischt die Liebe auf.

Die Treue ist die Schwester der Liebe.


Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.

Die Tür zur Hölle steht immer offen.

Die unfreie Hand zieht die freie nach sich.

Die ungeraden Finger werden eben, sobald man die Hand schließt.

Die ungeschicktesten Zimmerleute brauchen die schärfsten Beile.

Die viel schwatzen, lügen viel.

Die Vögel, die zu viel Federn haben, fliegen nicht hoch.

Die Waage zeigt, ob schwer, ob leicht, aber nicht, ob Gold, ob Silber.

Die Wahrheit geht nicht mit der Sonne unter.

Die Wahrheit gibt wohl ein gutes Gewissen, aber wenig gute Bissen.


Die Wahrheit hat ein schönes Angesicht, aber zerrissene Kleider.

Die Wahrheit hat nur eine Farbe, die Lüge mancherlei.

Die Wahrheit ist der Welt leid.

Die Wahrheit ist ein Kleinod*17, darum will sie mancher nicht alle Tage zur Schau tragen.

Die Wahrheit kann gedrückt, aber nicht unterdrückt werden.

Die Wahrheit muss bestehen.

Die Wahrheit muss einen harten Schädel haben, denn wie oft wird sie auf den Kopf gestellt.

Die Wahrheit nimmt kein Blatt vor den Mund und ändert sich nicht alle zwölf Stund`.

Die Wahrheit will an den Tag.

Die Wahrheit wird alt, aber sie stirbt nicht.

Die Wahrheit wird mit Tüchern behängt, wie die Altäre in den Fasten.

Die warten kann, kriegt auch einen Mann.

Die Weiber führen das Schwert im Maul, darum muss man sie auf die Scheide schlagen.

Die Weiber haben einen Witz mehr als die Gänse: Wenn es regnet, so gehen sie ins Trockne.

Die Weiber klagen ohne Ursach, lügen ohne Verdacht, gehen, wo sie wollen und weinen, wenn sie wollen.

Die Weiber werden niemals fertig.


Dieweil der Löffel neu ist, braucht ihn der Koch; wird er alt, so wirft er ihn weg.

Die weiße Gans brütet gut.
(Die weiße Gans ist die Schneedecke im Winter, welche die Saat und den Boden vor dem Frost schützt. Die schwarze Gans ist die Erde ohne Schnee, die schutzlos der Witerung ausgesetzt ist.)

Die Welt gibt bösen Lohn.

Die Welt hat sich umgekehrt, drum hab ich arme Esel pfeifen gelehrt.

Die Welt ist auch nicht an einem Tage erschaffen worden.

Die Welt ist blind, lässt sich regieren wie ein Kind.


Die Welt ist ein Dorf.

Die Welt ist nicht größer als das Fenster, das du ihr öffnest.

Die Welt ist nirgends mit Brettern vernagelt.

(Wenn man will, kann man es überall zu etwas bringen.)

Die Welt ist voll Lappen und Diltappen.

Die Welt kann der Schreiber und Lumpen nicht entbehren.

Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.

Die Welt schaltet, Gott waltet.

Die Welt wäre schon gut genug, wenn nur die Leute was nutze wären.

Die Welt will grob Garn.

Die Welt will Nachteulen haben, sich zu verwundern.

Die wildesten Fohlen werden die besten Pferde.

Die Wirkung ändert sich im Bad, ist einem nutz, dem andern schad.


Die Worte sind gut, sprach der Wolf, aber ich komm ins Dorf nicht.


Die Wurzel der Gelehrsamkeit ist bitter, aber die Früchte sind süß.


Die Zeit bringt alles an den Tag.


Die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen.


Die Zeit galoppiert mit dem Verbrecher zur Richtstätte und schleicht mit der Braut zum Brautgemach.


Die Zeit hat Flügel.

Die Zeit heilt alle Wunden.

Die Zeit heißt Schickelmann.
Zeit ist Schickelmann.
(Die Erklärung zu Schickelmann steht in der Sprichwörtersammlung von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 auf Seite 920 unter Nr. 23: „Also haben die alten die Zeit genennt und haben gesagt: Schickelmann wohnet an der Straßen. Das ist soviel gesagt: Jedermann lebt in der Zeit und muss drin wandeln, und die Zeit lehrt jeden, was er tun und lassen soll; sie leiht, regiert, straft, bessert, bösert und macht mit den Menschen, was sie will. Der ist ein weiser Mann, der Schickelmann zur Hand gehen kann.“)

Die Zeit hilft zuweilen sogar dem Arzt.

Die Zeit ist der beste Arzt.

Die Zeit ist des Zornes Arznei.

Die Zeit überwindet alles.

Die Zeit vergeht, der schlechte Nachbar bleibt.


Die Zeit vergeht, nicht aber wir.

Die Zeit verrät alle Bosheit.

Die Zeit wartet auf niemanden.


Die Ziege, die am meisten meckert, gibt die wenigste Milch.


Die Ziege muss grasen, wo sie angebunden ist.


Die zu hastig vorwärts treiben, müssen endlich hinten bleiben.

Die Zunge ist der falscheste Zeuge des Herzens.

Die Zunge ist des Herzens Dolmetscher.

Die Zunge lässt sich nicht meistern.

Die Zunge soll nicht klüger sein als der Kopf.

Die Zuschauer sehen mehr als die Spieler.

Die Zuschauer sind oft ärger als der Tänzer.


Die zu sehr eilen, haben spät Feierabend.


Die zuverlässigste Frau ist die, welche keiner will.


Die Zwiebel hat sieben Häute, ein Weib neun.

Diez verlässt sich auf den Kiezen, Kiez verlässt sich auf den Diezen.

Disteln sind dem Esel lieber als Rosen.

Disteln sind des Esels Salat.

Disteln tragen keine Trauben.
(Böse Gesinnungen können nie gute Handlungen erzeugen)

Disteln und Dornen stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.

Dochte sind keine Lichter.

Dohlen hecken keine Tauben.

Doktor Luthers Schuhe sind nicht jedem Dorfpriester gerecht.

Donau und Rhein fließen nicht zusammen.

Donner im Winterquartal bringt Eiszapfen ohne Zahl.

Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen.

Doppelt genäht hält gut (besser).


Dörfer haben auch Weichbild.
(Weichbild ist das urbane Erscheinungsbild eines Dorfs, Stadt oder anderen Ortes.)

Dorn und Disteln stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.

Dost, Harthau und weiße Heid, tun dem Teufel viel Leid.
(Alles Heilkräuter die im Mittelalter gegen den Teufel, Gespenster und das Böse allgemein helfen sollten. Harthau/Hartheu - Johanniskraut. Dost - Wohlgemut - Origanum vulgare)

Drauf los! es ist ein Hesse!

Drauf los wie ein blinder Hesse!

Draußen ein Luchs, daheim ein Maulwurf.

Draußen hat man hundert Augen, daheim kaum eins.

Draußen hundert Augen, daheim ein Maulwurf.

Draußen Ruhm erlangen bedarf Schnaufens.

Dreckdorf, Speckdorf.

Dreck muss den Misthaufen mehren.

Drei Buchstaben machen uns eigen und frei(Eva, Ave: Kurzform für Ave-Maria).

Drei Dinge lassen sich nur bei drei Gelegenheiten erkennen: die Kühnheit in der Gefahr, die Vernunft im Zorn und die Freundschaft in der Not.

Drei Dinge leiden keinen Genossen: Regiment, Liebe, Geheimnis.

Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.
(aus Bayern)

Drei Dinge sind böse Gäste: Feuer im Schoß, eine Schlange im Busen und eine Maus in der Weste.

Drei Dinge sind gesund: Fülle nicht den Schlund, übe dich all Stund, lauf nicht wie ein Hund.

Drei Dinge sind lästig: ein Wurm im Ohr, ein Rauch im Auge, ein zänkisch Weib im Hause.

Drei Dinge sind nicht eins im Haus: Zwei Hahnen, und die Katz und Maus; die Schwieger jagt die Schnur hinaus.

Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen beim Tanz, ein Pfaff im Opfer.

Drei Dinge tragen, was man ihnen auflädt: eines Weibsbild Kopf, eines Esels Rücken, eines Mönchs Gewissen.

Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.

Dreie leben friedlich, wenn zweie nicht daheim sind.

Drei Erbsen in der Hülse machen mehr Lärm, als wenn sie voll wäre.

Dreier Weiber Gezänk macht einen Jahrmarkt.

Drei Finger im Salzfass ist der Bauern Wappen.

Drei Finger vor Tag, das hält von elf bis Mittag.

Drei Frauen, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.

Drei Frauenhaare ziehen stärker als ein hänfen Seil.

Drei halten gut Freundschaft, wenn zwei nicht daheim sind.
Drei leben friedlich, wenn zwei nicht daheim sind.

Drei ist uneben.

Dreimal ist Bubenrecht.

Dreimal selig ist der Mann, der Herrendienst entraten kann.

Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.

Drei Schlösser auf einem Berg, drei Kirchen auf einem Kirchhof, drei Städt in einem Tal hat ganz Elsass überall.

Drei S gehören Gott dem Herrn zu: Sorgen, Segen und Seligmachen.

Drei sind nicht müde zu machen: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen im Tanz und ein Priester im Opfern.

Dreitägiger Fisch taugt auf keinem Tisch.

Dreitägiger Gast ist eine Last, den vierten stinkt er fast.

Dreitägiger Gast ist jedermann zur Last.

Drei W bringen Pein: Weiber, Würfel und der Wein.

Drei W sind große Räuber: Wein, Würfelspiel und Weiber.

Dreizehn Nonnen, vierzehn Kinder.

Drohungen sind Waffen des Bedrohten.

Druck erzeugt Gegendruck.


Du arme Gerechtigkeit, liegst im Bett und hast kein Kleid!

Du bist ein Armer zu Nacht, kommst erst am Morgen.

Du bist ein Narr und kannst nicht geigen, du hast ein Maul, das kann nicht schweigen.

Du bist mir so lieb wie dem Müller der Dieb.

Du hast Ammenweise: was das Kind nicht verzehrt, issest du.

Du hast dem Kind die Beine noch nicht gesehen.

Du hast den Genuss, so hab auch den Verdruss.

Du hast mich geladen, nun musst du mich fahren.

Du hast mir ein Knie gesehen, du darfst nun keine Nonne mehr werden.

Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt.

Du heiliger St. Martin! Sie opfern dir einen Pfennig und stehlen dir ein Pferd!

Du Heuchler, zieh als Erstes den Balken aus deinem Auge, darnach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.

Du hörst übel, ich muss dich einmal zum Bade führen.

Du kannst mir keinen Fischteich in Brand stecken.

Du kannst nach dem Tode nicht besser sein, als du im Leben geworden bist.

Dukaten werden beschnitten, Pfennige nicht.

Du kommst hintennach wie die alte Fastnacht*9.

Dulden, Schweigen, Lachen hilft viel bösen Sachen.

Dulden und Hoffen ist der Christen Losung.

Du liebe Rut, wie tust du mir so gut.

Du magst nicht mit einer Tochter zwei Eidame*8 machen.

Dummheit ist immer Natur, Klugheit ein Kunstprodukt.

Dummheit und Stolz, wachsen auf einem Holz.

Du musst dem Teufel die Herberge aufkündigen, wenn Gott bei dir einkehren soll.

Du musst ein guter Kerzenmacher sein, wenn du Gott eine wächserne Nase drehen willst.

Du musst lange spotten, bis du mir ein Ohr abspottest.

Du musst Recht finden und nicht Recht bringen.

Dünkel geht auf Stelzen.

Dünn geschlagen ist bald geschliffen.

Durch Fallen lernt man gehen.

Durch Fragen wird man klug, aber unwert.

Durch fremden Schaden wird man klug.

Durch Gedränge zum Gepränge.

Durch Geschwätz verrät die Elster ihr Nest.

Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.

Durch Sagen und Wiedersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen.

Durch Schaden wird man klug.


Durch Schaden wird man selten klug.

Durch Schlechtmachen lernt man das Rechtmachen.


Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft.


Durch Traurigkeit wird das Herz gebessert.


Durch Vorkauf und Auskauf, böser Münze freien Lauf wird der Arme gefressen auf.

Dürr Holz unten im Feuer frisst das grüne oben auf.

Dürr und gesund läuft hindurch wie ein Jägerhund.

Durst ist der beste Kellner.

Durst kommt von Dürre.

Durst macht aus Wasser Wein.

Du sollst allen Geistern nicht glauben.

Du sollst auch noch Schuhe für deine Füße finden.

Du suchst den Bären und stehst vor ihm.

Du suchst den Gaul und reitest drauf.

Du urteilst wie der Blinde von der Farbe.

Du verklagst den Teufel bei seiner Mutter.

Du wirst dir damit keinen grauen Rock verdienen.

Du wirst noch Hunde führen müssen.

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