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Deutsche Sprichworte
Über 12.000 deutsche Sprichwörter auf 27 Seiten
Des bis
Dz
Des Alten Stab sind seine Zähne.

Des Armen Tränen erweichen keine Steine.


Des Armen Zorn ist sein eigen Unheil.

Des Bösen denkt man lange.

Des Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.

Des Bösten soll man sich getrösten.

Des Christen Herz auf Rosen geht, wenn`s mitten unterm Kreuze steht.

Des einen Glück, des andern Ungeschick (Unglück).

Des einen Schaden ist des andern Nutzen.

Des einen Tod, des andern Brot.

Des Fürsten Schatz liegt am sichersten in des Volkes Händen.

Des Geizes Schlund ist ohne Grund.

Des Glücks Gewalt hat Monds Gestalt.

Des Greisen Stab sind seine Kinnbacken.

Des Guten kann man nicht zu viel tun.

Des Handwerks, des Mangels.

Des Herren Ritt über die Saat lässt goldenen Huf.

Des Herrn Auge füttert das Pferd wohl.

Des Herrn Fuß düngt den Acker.

Des Hirten Not, der Schafe Tod.

Des Königs Sohn muss König oder ein Narr sein.

Des Königs Spreu gilt mehr als andrer Leute Korn.

Des Mannes Mutter, der Frauen Teufel.

Des Menschen Freien, sein Verderben oder Gedeihen.

Des Menschen Leben hängt an einem Faden (Zwirnsfaden).

Des Menschen Leben nimmt immer ab, aber seine Begierden nehmen täglich zu.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, die Unentschlossenheit seine Hölle.

Des Nachbarn Braten ist stets feister.

Des Nachbarn Henne scheint uns eine Gans.

Des Pöbels Lob hält nicht die Prob.

Des Teufels Maß ist immer zu kurz oder zu lang.

Des Zornes Ausgang ist der Reue Anfang.

Deutscher Sinn ist Ehrenpreis, deutsches Herz Vergissmeinnicht, deutsche Treue Augentrost.

Dichten und Malen sind freie Künste.

Dicke Brocken geben fette Vögel.

Dicke Bücher und reiche Freunde trösten oft am meisten.

Dicktun ist mein Leben; Bruder, leih mir einen Sechser.

Dicktun ist mein Reichtum, zwei Pfennig mein Vermögen.

Die alten Freunde sind die besten.

Die Alten müssen die Jungen lehren.


Die Alten reden vom alten Käs.


Die Alten sind auch keine Narren gewesen.


Die Alten sind der Jungen Spott.


Die Alten sind gut zu behalten.


Die Alten sind zäh, geben tut ihnen weh.

Die Alten sollen das Bergsteigen den Jungen befehlen.


Die Alten zum Rat, die Jungen zur Tat.


Die ältesten Briefe gehen vor.

Die Ämter sind Gottes, aber die Amtsleute des Teufels.

Die Angel zieht auch wohl unwillige Fische.

Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige.

Die Anschläge der Zimmerleute halten am längsten.

Die Ansicht eines Weisen und den Rat eines Greisen soll man nicht von sich weisen.

Die Apotheke ist eine teure Küche.

Die Arbeit auf dem Rücken trägt den Lohn, wie man zu sagen pflegt.

Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.

Die ärgsten Studenten werden die frömmsten Prediger.

Die Armen helfen alle, dass kein Reicher falle.

Die Armen helfen die Füchse fangen, die Reichen in den Pelzen prangen.

Die Armen müssen geben, dass die Reichen können leben.

Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeifen.


Die Armen pflegen ihre Hühner - und die Reichen ihre Töchter nicht lange zu behalten.

(Die Ersten verkaufen die Hühner wegen Geldnot und die Zweiten geben reichlich Mitgift.)

Die Armen sind vor Dieben sicher.


Die Armut ist so klebend, dass man sich davon nicht losmachen kann.


Die Ärzte müssen alt, die Apotheker reich und die Barbierer jung sein.

Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt.

Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen Leuten.

Die Augen hungern noch, wenn auch der Bauch platzt.

Die Augen sind der Liebe Pforten.


Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Die Augen sind größer als der Bauch.

Die Augen sind keinem aus Butter gemacht.

Die Ausgabe ist die Tochter der Einnahme.

Die Backen aufgeblasen, der König kommt.

Die Bären brummen.

Die Bauern bitten nichts so sehr von Gott, als dass den Junkern die Rosse nicht sterben, sonst würden sie die Bauern mit Sporen reiten.

Die Bauern lehren einen Mores.

Die Bauern schlagen einander tot, aber die Edelleute machen einander die Kinder.

Die Beine sind leicht, wenn der Wille gut ist.

Die Besen kann man am wohlfeilsten geben, die man fertig stiehlt.

Die Besiegten dürfen nicht mucksen.

Die beste Amme ersetzt keine Mutter.

Die beste Kost, die nicht viel kost't.
(Das bedeutet, das Beste ist immer noch das Einfache und Preiswerte, das möglichst wenig kostet. Heute wird die Bedeutung des deutschen Sprichworts in der Werbung um etliches verstärkt mit: „Geiz ist geil!“ Die Kost oder Nahrung wird mit allen käuflichen Dingen gleichgesetzt und die Kosten sollen mit Geiz bis zum Unerträglichen gesenkt werden. Was dabei herauskommt, kann man täglich selbst erfahren: Man kauft oft nur noch mangelhafte Waren und Schrott, der sein Geld nicht wert ist Vergleichbares Sprichwort in Ägypten: „Die beste Kost ist die, welche den Bauch füllt.“ Hier wird aber anstelle der Kosten der Sinn und Zweck der Nahrung hervorgehoben sie soll in erster Linie satt machen Genauso sollte bei allen anderen Dingen nicht die Kosten, sondern die Qualität und der Wert einer Sache ausschlaggebend sein.)

Die beste Krankheit taugt nichts.

Die beste Kuh geht nicht zu Markt.

Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.

Die besten Eltern haben oft ungeratene Kinder.


Die besten Fechter werden erschlagen, die besten Schwimmer kriegt`s Wasser beim Kragen.

Die besten Feinde sind, die zuvor drohen.

Die besten Freunde stecken im Beutel.

Die besten Gedanken kommen hinten nach.

Die besten Käse werden von den Mäusen angefressen.

Die besten Kirschen fressen die Vögelein.

Die besten Schwimmer ersaufen, und die besten Fechter werden erschlagen.

Die beste Zucht ist, die der Mensch sich selber tut.

Die beste Zucht sind gute Worte und harte Strafe.

Die Bettler sind den Hunden feind und die Hunde den Bettlern.

Die Bitte ist immer heiß, der Dank kalt.

Die bitterste Medizin ist die heilsamste.

Die blutige Hand nimmt kein Erbe.

Die böse Rut' tut bösen Buben gut.


Die Bosheit steht dir in den Augen.


Die Bratwurst sucht man nicht im Hundestall.

Die Buben haben Lust zu reiten und zu kriegen, die Mädchen zu Docken (Puppen) und zu Wiegen.

Die Buhler wissen allzeit, wie viel es geschlagen hat.

Die dem Manne traut, die trauet auch den Schulden.

Die den Fürsten verführen, vergiften den Brunnen des Landes.

Die den Mann traut, die traut auch die Schuld.

Die der Lampe bedürfen, füllen sie mit Öl.

Die Deutschen kriegen mit Eisen, nicht mit Gold.

Die Dinge scheinen, die Menschen meinen.

Die Dummen haben das meiste Glück.


Die dümmsten Bauern ernten (haben) die dicksten Kartoffeln.


Die Dümmsten sind überall die Schlimmsten.

Die Edelleute in Bayern mögen jagen, so weit sich das Blaue am Himmel erstreckt.

Die Ehe ist Himmel und Hölle.

Die Ehen werden im Himmel geschlossen und die Torheiten auf Erden begangen.

Die einem drohen, wollen einem nichts tun.

Die eine webt, was die andere spinnt.
(Die eine erzählt das von der anderen gehörte weiter. Üble Nachrede und anderes werden weitergetratscht)

Die Einfalt meint, wenn es vor ihrer Türe nass ist, so regnet`s allenthalben.

Die Einsamkeit ist die Schule der Weisheit.

Die Elle dauert länger als der Kram.

Die Elster kann das Hüpfen nicht lassen.
Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.
(Das Wesen seiner Natur kann man nicht ändern.)

Die Eltern haben die Kinder lieber als die Kinder die Eltern.

Die Ente lacht über das Watscheln der Gans.

Die Erde kann gegen den Himmel nicht pochen.

Die Ernte hängt von der Saat ab.

Die Ernte steht noch in weitem Felde.

Die erste Heirat ist ein Eh, Die zweite ein Weh, Die dritte nichts meh.

Die ersten Gedanken sind die besten.

Die Ersten sollen die Letzten sein.

Die erste Nuss ist nützlich, die zweite schädlich, die dritte tödlich.

Die Eule gewinnt Adlersfedern.

Die Eule lobt den Tag nicht.

Die Eule trägt ihr Recht auf dem Buckel.

Die Eule weiß nichts vom Sonntage.

Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten.

Die Faulen und Dreisten schreien am meisten.

Die Feder auf den Hut, das Schwert an die Seite.

Die Feder regiert das Schwert, drum steckt man sie auf den Hut.

Die Feder schwimmt oben.

Die Filialisten gehören der Mutter tot und lebendig.

Die Finsternis sei noch so dicht, dem Lichte widersteht sie nicht.

Die Fische haben gut leben, sie trinken, wann sie wollen.

Die fleißige Hand erwirbt, die faule (Hand) verdirbt.

Die Fliege ist, wird der Sommer heiß, der kühnste Vogel, den ich weiß.


Die Fliege setzt sich immer auf ein mageres Pferd.

Die Flinte kennt ihren Herrn nicht.

Die Flucht siegt.

Die Frauen gehen in der Liebe weiter als die meisten Männer, aber Männer sind größer in der Freundschaft.

Die Frauen sind die Schlauen.


Die Frauen sind unrichtige Uhren.


Die Frau hat die Hosen an.

Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.

Die Frau macht oft ein bös Gesicht und der Mann verdient es nicht.

Die Frau muss selber sein die Magd, soll`s gehen, wie es ihr behagt.

Die Freude ist der Schlüssel zum Glück.

Die Frommen siegen im Erliegen.


Die Frösche gehn dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.

Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.

Die Frösche tun sich selber Schaden, wenn sie den Storch zu Hause laden.

Die Frucht ist wie ein Baum.

Die Furcht ist oft größer denn die Gefahr.

Die Furcht tut viel weher als die Gefahr selbst.

Die Fürsten haben viele Augen, lassen aber nur zweie sehen.


Die Gabe, die zurückgenommen, wird in Besitz des Teufels kommen.

Die Gaben sind wie die Geber.


Die Galgen hat man abgeschafft, die Diebe sind geblieben.

Die Gänse gehen überall barfuß.

Die Gans geht so lange zur Küche, bis sie am Spieß stecken bleibt.

Die Gans lehrt den Schwan singen.

Die gebratenen Tauben fliegen einem nicht ins Maul.

Die Geduld ist aller Schmerzen Arznei.

Die Gefahr flieht, wenn man ihr ins Auge sieht.


Die Gefahr ist da, auch wenn man sie nicht sieht (wenn man sie leugnet).


Die Gefahr ist nicht vorbei, liegt neben dem Feuer das Heu.


Die Gegenwart ist unser.

Die Geiß kriegt früh einen Bart.

Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.
(Die Ziege kann sich nur im Bereich bewegen, wo sie angebunden ist. Deswegen kann sie auch nur im für sie erreichbaren Bereich das Gras fressen. Das Sprichwort bedeutet, auch die Menschen können sich nur mit den Mitteln ernähren, die im Bereich ihrer Möglichkeiten liegen. Wer mehr oder Unmögliches will, wird Probleme bekommen und scheitern. Für Unternehmungen bedeutet das zu viel wollen den Konkurs. Vergleichbare Sprichwörter in vielen Ländern auch in Afrika.)

Die Geistlichen sollen bei ihrer Bibel bleiben.

Die Geiß will auch einen langen Sterz.

Die Gelehrten, die Verkehrten.

Die Gelehrtesten sind nicht immer die Klügsten.

Die Gerade geht nicht über die Brücke.

Die Gerste wird vor dem Hafer reif.

Die Gestalt im Spiegel, das Herz im Wein.

Die Gesunden und Kranken haben ungleiche Gedanken.

Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.

Die Glocken klingen weit anders, wenn einem sein Freund stirbt.

Die Glocke ruft zur Kirche, kommt aber selbst nicht hinein.

Die Glückseligen sterben beizeiten.

Die graue Stute ist das beste Pferd.
(Sprichwort auch in England. Die Frau hat im Haus die Hosen an und bestimmt über den Haushalt.)

Die großen Gedanken kommen aus dem Herzen.

Die großen Humpler machen die meisten Späne.

Die Größe tut's nicht, sonst überliefe die Kuh den Hasen.

Die größte Eintracht wächst nicht eben, wo jeder will, was der andre.

Die größten Räuber sind Weiber, Wein und Würfelspiel.

Die Gunst eines Fürsten ist mit Gefahr umgeben.

Die Gunst ist besser als die Gabe.

Die gute Meinung deckt alle Fehler.

Die guten Christen sind dünn gesät.

Die guten Jahre müssen die schlechten tragen.

Die Hab ist wie der Haber.

Die Hand, die man nicht abhauen kann, muss man küssen.

Die Hand Gottes schlägt manchen stolzen Helden zu Tode.


Die Hand, so den Eid aufnimmt, kann ihn auch erlassen.

Die Hand vom Sacke! das Mehl ist verkauft!

Die Haue will einen Stiel haben.

Die Hausehre liegt am Weibe.

Die Hausfrau hat fünf K zu besorgen: Kinder, Kammer, Küche, Keller, Kleider.

Die Haut ist kein Narr: wenn sie alt wird, so rümpft sie sich (runzelt sie).

Die Hechte werden deswegen in die Teiche gesetzt, damit die andern Fische nicht faul werden.

Die Hechte werden von kleinen Fischen groß.

Die Heiligen holen ihr Wachs wieder.

Die Heiligen lassen nicht mit sich spaßen.

Die Heiligen reden nicht und rächen sich dennoch.

Die Henne, die zu früh gackert, legt auf den Tag ein Windei.

Die Herren sind schon gut, nur die Diener sind des Teufels.

Die Herren von der Klerisei versalzen uns gar oft den Brei.
(Klerisei = veraltet für Klerus; geistlicher Stand, Priesterschaft, Pfaffentum; wird oft abwertend gebraucht.)

Die Herrscher wechseln nie, es wechseln nur die Namen.

Die Hessen können vor neun nicht sehn.

Die Hintertür lass offen stehn und den Doktor seiner Wege gehn.

Die Hiobspost kommt nach.

Die Hoffart misst sich nach der langen Elle.

Die Hoffnung ist das Seil, daran wir uns alle zu Tode ziehen.

Die Hoffnung ist (mir) in den Brunnen gefallen.

Die Hoffnung ist unser, der Ausgang Gottes.

Die Hoffnung sättigt nicht.

Die Hofzucht bringt die Franzosen.

Die Hölle und der Argwohn werden nimmer satt.

Die Holsten verteidigen ihr Recht mit dem Schwert.

Die hölzernen Anschläge sind die besten.

Die Hunde bellen (Der Hund bellt), aber die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt), die Karawane zieht weiter.
Die Hunde bellen (Der Hund bellt) und die Karawane zieht weiter.
„bellen“ über jemanden gehässig reden (kritisieren, schlecht machen). Sich nicht um das Gerede von Kritikern und anderen kümmern, sondern unbeirrt von Widerstand die eigenen Ziele weiter verfolgen.
International verbreitetes Sprichwort (armenisch, spanisch, indisch, kurdisch, türkisch), wahrscheinlich türkischen Ursprungs.

Die Hühner legen Eier durch den Kröpf.

Die Hure kommt schnell ins Haus, aber langsam heraus.

Die Husaren beten um Krieg und der Doktor ums Fieber.

Die Immen können das Fluchen nicht leiden.

Die in eines Brot sind, müssen auch in seinem Besten sein.

Die Jahre biegen den stärksten Mann.

Die Jugend ist ein kurzweiliger Rausch und das Alter eine langweilige Nüchternheit.

Die Jugend ist kein Fehler und das Alter kein Verdienst.

Die Jugend muss sich austoben.

Die Jugend soll erwerben, was das Alter verzehrt.

Die Jugend weiß nicht, das Alter kann nicht.

Die Jungen bringen den Alten selten was.

Die Jungfer gibt's billig und willig.

Die Jungfernschaft ist ehrenwert, doch nimm vorlieb, was Gott beschert.

Die Jungfrau sieht schön aus, hat aber bösen Sinn.
(Mancher mit schönem Aussehen hat einen schlechten Charakter und hat böses im Sinn.)

Die Kanzlei ist eines Fürsten Herz.

Die Kapaunen*15 werden doch keine Hahnen mehr, darum muss man ihnen das Krähen mit dem Bratspieß vertreiben.

Die karge Frau geht am meisten zur Kiste.

Die Karte gibt's nicht.

Die Kart und die Kanne macht manchen zum armen Manne.

Die Katze fängt die Mäuse nicht in Handschuhen.

Die Katze frisst gern Fische, sie will aber nicht ins Wasser.

Die Katze hat bald vergessen, dass sie das Licht halten muss.

Die Katze ist am liebsten da, wo man sie streichelt.

Die Katze lässt das Mausen nicht.


Die Katze liest in der Bibel.

Die Katze sieht den Bischof an, ist doch ein geweihter Mann!

Die Katze spielt mit den Mäusen, wenn sie satt ist.

Die Katze will auch Bratwürste.

Die Katz ist hungrig, wenn sie ans Brot geht.

Die Kerze, die vorgeht, leuchtet schön.

Die Kerze ist auf den Nagel gebrannt.

Die Kirche hat einen Straußenmagen, sie kann die härtesten Dinge vertragen.

Die Kirche hat in allen Dingen den Vorrang.

Die Kirche wird nicht in Anschlag gebracht.

Die Kirch ist kein Hase.

Die Kitzlein heißen alle wie ihre Mutter, Geiß.

Die kleinen Bächlein laufen in die großen.

Die kleinen Diebe hängt man, die großen lässt man laufen.

Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.

Die kleinen Leute hat Gott erschaffen, und die großen Bengel wachsen im Wald.

Die kleinste Zehe verhindert oft die größte Reise.

Die Konkurrenz schläft nicht.


Die Krähe lässt ihr Hüpfen nicht.

Die Krähe will's mit dem Adler wagen.

Die Kranken haben oft die besten Gedanken.

Die Krankheiten kommen zu Pferde und mit der Post, gehen aber zu Fuß und mit Schneckenschritten wieder weg.

Die Krankheit kommt zu Pferde und geht zu Fuß wieder weg.

Die Krankheit sagt uns, was wir sind.

Die Krume der Muhme, die Rinde dem Kinde.
(Muhme = aus dem Altdeutschen bedeutet, die Schwester der Mutter = Tante des Kindes.)

Die krumme Hand kennt man zu Hofe.

Die Kugel läuft, es kann noch Kegel geben.

Die Kühe, die am meisten brüllen, geben am wenigsten Milch.

Die Kühe melkt man durch den Hals.

Die Kuh leckt kein fremdes Kalb.

Die Kuh milcht durchs Maul.

Die Kuh muss mit dem Kalbe gehen.

Die Kuh stößt den Kübel um.

Die künftigen Herren machen die vorigen fromm.

Die Kunst bedarf des Glücks, und das Glück bedarf der Kunst.

Die Kunst ist lang, das Leben kurz.

Die Kutte macht den Mönch nicht aus.
(In etlichen Ländern, wie z.B. Frankreich Italien, Spanien oder anderen tragen auch Leute eine Kutte, ohne damit Mönche zu sein. Oft wird etwas nur vorgetäuscht und der äußere Anschein trügt.)


Die Lacher hat Gott lieb.

Die Ladung bringt das Geleit mit sich.

Die Lahmen und die Blinden sind allezeit dahinten.

Die Länge hat die Fährde.
(Fährde, Fährnis = aus dem Althochdeutschen; kann Gefahr, Gefährdung, Risiko, Unsicherheit, drohendes Unheil, Unsicherheit oder Arglist bedeuten.)

Die Langeweile ist die Not derer, die keine Not kennen.

Die Laster stehlen der Tugend die Kleidung.

Die lateinische Küche ist die kostbarste.

Die Laterne leuchtet andern, sich selber nicht.

Die Laus, die erst in den Pelz kommt, ist schlimmer, als die darin gewachsen ist.

Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.

Die Leute führen das Recht in der Tasche.

Die Leute geben der Tugend die Hände, aber nicht das Herz.

Die Leute leben eines Gottes, aber nicht eines Kopfes.

Die Leute sagen immer, die Zeiten werden schlimmer! Die Zeiten bleiben immer, die Menschen werden schlimmer.

Die Liebe ist blind und macht blind.

Die Liebe ist nicht blind, aber sie sieht nichts.

Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.

Die Liebe macht Lappen.
(Lappen vom mittelhochdeutschen lappe. = schlaff. Herabhängendes, verw. mit schlafen, schlaff werden.)

Die Liebe treibt die Furcht aus.

Die Liebe trinkt nicht Rotwein.

Die Lieb ist übel angelegt, die keine Lieb herwider trägt.

Die liebsten Gäste kommen von selbst.

Die linke Hand geht von Herzen.


Die Luft bläht die Sackpfeifen auf und Hoffart den Narren.

Die Luft macht leibeigen.

Die Lüge bedarf gelehrter, die Wahrheit einfältiger Leute.

Die Lüge hängt zusammen wie Sand, man kann ihn nicht ballen.

Die Lüge ist das Schild des Feigen.

Die Lüge krümmt sich, wie eine Schlange, sie gehe oder stehe, so ist sie nimmer gerad.

Die Mädchen beten gern vor dem Spiegel.

Die Männer beim Schmause, die Weiber zu Hause.

Die Männer machen die Gesetze und die Frauen die Mode.

Die Marterwoch lass still vergehn, dein Heiland wird schon auferstehn.


Die Maus soll das Loch suchen, nicht das Loch die Maus.

Die Meinung von heute ist nicht immer die Meinung von gestern.

Die meisten glücklichen Ehen werden seufzend, die meisten unglücklichen jubelnd geschlossen.

Die Menschen sind des Herrgotts Spielkarten.


Die mit Eitelkeit schwanger sind, gebären meist ein Lügenkind.

Die Mittelstraß ist die sicherst und die Beste.

Die mit Unglück schwanger sind, gebären mühe.

Die Mönche fahren allzeit mit paaren zum Teufel.

Die Mönche verneigen sich nicht vor dem Abt, sondern vor seinen Schüsseln.

Die Morgenröt und stille Zeit, Luft, Hülf und Lieb zum Lernen gibt.

Die Morgenstunde hat die Arbeit im Munde.

Die Mühle dreht sich nicht vom gestrigen Wind.

Die Mutter alles dem Kind anhängt, ob sie gleich Dreck zu Lohn empfängt.

Die Mutter eine Hexe, die Tochter auch eine Hexe.

Die Mutter ein Hur, der Vater ein Dieb, hast du Geld, so bist du lieb.

Die Mutter sagt's, der Vater glaubt's, und ein Narr zweifelt daran.

Die nächsten Freunde, die ärgsten Feinde.

Die nächste Niftel erbt die Gerade.

Die Nächsten treten einem die Schuhe aus.

Die Nacht beschützt ihre Kinder.

Die Nacht ist keines Menschen Freund.

Die Nacht ist niemals Freund.


Die Narren bekommen die besten Karten.


Die Narren haben Gastereien, die Weisen essen sich satt.

Die Narren haben mehr Glück als Recht.

Die Narrenschellen klingen vielen besser als Kirchenglocken.

Die Narren schwatzen viel, die Klugen schweigen still.

Die Narren werden ohne Seife barbiert.

(Man treibt Spott mit jemandem.)

Die Natur hängt jedem eine Schelle an.

Die Natur ist die beste Lehrmeisterin.

Die Natur ist Meister.

Die Natur kennt weder Belohnung noch Strafen, sondern nur Folgen.

Die Natur lässt sich biegen, aber nicht brechen.

Die neidisch wie die Hunde sein, verzehren selbst ihr Mark und Bein.

Diener sind wie Rechenpfennige: wie sie der Herr legt, so gelten sie.

Die neuen Schuhe drücken am meisten.

Die nicht helfen wollen, hindern gern.

Die nicht hoch genug sind, muss man höher oder kürzer machen.

Die Nordsee ist eine Mordsee.
(Ein Sprichwort, das verkürzt „Nordsee ist Mordsee“ 1976 auch der Titel eines Films des Regisseurs Hark Bohm war. Das Sprichwort war schon im 19. Jahrhundert in gebrauch. Es entstand wahrscheinlich nach den großen Sturmfluten der vorangegangenen Jahrhunderte, den sogenannten Mandränken (auch Mandrenke, Grote Mandränke „Großes Ertrinken“). Dazu gehören die erste Marcellusflut vom 16. Januar 1219, die zweite Marcellusflut (Erste Mandränke) vom 15. bis 17. Januar 1362 und die Burchardiflut (Zweite Mandränke) in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 1634, bei welchen jeweils bis zu 50.000 Menschen in der Nordsee ertrunken sein sollen. Jedes Mal gingen große Landstriche an die Nordsee verloren. 1219 entstand dadurch die Zuiderzee (‚südliche See‘), das heute künstlich von der Nordsee getrennte IJsselmeer. 1362 ging das sagenumwobene Rungholt unter. 1634 Zertrennung der Insel Strand in mehrere kleinere Inseln. Liste der Sturmfluten an der Nordsee)

Die Notschlang ist über alles Geschütz.

Die Not treibt die Ochsen in den Brunnen.

Die Not zankt gern.

Dienstjahre sind keine Herrenjahre.

Dienst um Dienst ist keine Kuppelei.

Dienst um Geld ist Welt.

Dienst wird um Dienst zu Hause geladen.

Die nüchternen Räte sind die besten.

Die Nürnberger henken keinen, sie hätten ihn denn.

Die Pfaffen tragen die kleinen Kreuze hintennach, die Bauern die großen voran.

Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker.

Die Pforte zur Hölle steht immer offen.

Die Rache ist süß, aber man verdirbt sich leicht den Magen daran.


Die Rasenbank ist des Armen Sofa.

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.


Die Rechte sind links und rechts, wie man sie dreht.

Die Rede verrät das Herz.

Die Rosen verblühen, aber die Dornen bleiben.


Die Rute für die kleinen Kinder, den Stock für die großen Rinder, der Tod für die argen Schinder.


Die Rute ist neben dem Brot den Kindern so nötig als den Pferden die Sporen neben dem Futter


Die Rute Macht aus bösen Kindern gute.
Die Rute macht böse Kinder gut.

Die Rute macht die Kinder gut.


Die Rute macht fromme Kinder.

Die Rute macht gut.

Die Rute macht keine Beulen.

Die Rute trifft nur, es ist aber der Arm, der die Schläge gibt.

Die Sau weiß nicht, wovon sie fett wird.


Die Scham ist in den Augen.

Die Scheide fürchtet keinen Degen.
Die Scheid fürchtet sich vor keinem Schwert (Degen).

Die Schemel wollen auf die Bänke steigen.

Die schlechten Nachrichten haben Flügel.

Die Schnecke trägt ihr Haus bei sich, weil sie den Nachbarn nicht traut.


Die schnellen Entschlüsse sind die besten.

Die Schönheit ist ein guter Empfehlungsbrief.

Die Schulden liegen und faulen nicht.

Die Schulden sind der nächste Erbe.

Die schwerste Kunst, sich selber kennen.

Die Seele eines Kindes ist ein reiner Spiegel.

Dieselbe Glocke läutet zu Gewitter und Hochzeit.

Dieser jagt das Wild, jener isst den Braten.

Die sich aufs Küssen legt, legt sich auch wohl aufs Kissen.

Die sich großer Streiche rühmen, sind selten gute Fechter.

Die sich mit Huren befassen, müssen Federn lassen.

Die sich oft der Ehre wehren, wollen sich der Ehre näh`ren.
Die Sonnenuhr zählt nur die heiteren Stunden.
Die simulieren, wollen viel gewinnen und wenig verlieren.

Die Söhne sind adeliger denn die Väter,
denn sie haben ein Glied mehr.


Die Sonne bringt es an den Tag.

Die Sonne geht auf über Böse und Gute.

Die Sonnenuhr zählt nur die heiteren Stunden.

Die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.

Die Sorgen sind wie Gespenster; wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben.


Die Spindeln fallen in die Asche.
(Ein Vorhaben oder Plan ist fehlgeschlagen.)

Die Stärke wächst im Geduldgarten.

Die Stimme seines Gewissens sprach so laut, dass die Nachbarn im Schlaf gestört wurden.

Die Sünde geht süß ein, aber bitter wieder aus.

Die Suppe ist versalzen, du bist verliebt.

Die süßesten Trauben hängen am höchsten.

Die Tage folgen einander wohl, aber sie gleichen sich nicht.


Die Trennung frischt die Liebe auf.


Die Treue ist die Schwester der Liebe.


Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.

Die Tür zur Hölle steht immer offen.

Die unfreie Hand zieht die freie nach sich.

Die ungeraden Finger werden eben, sobald man die Hand schließt.

Die ungeschicktesten Zimmerleute brauchen die schärfsten Beile.

Die viel schwatzen, lügen viel.

Die Vögel, die zu viel Federn haben, fliegen nicht hoch.

Die Waage zeigt, ob schwer, ob leicht, aber nicht, ob Gold, ob Silber.

Die Wahrheit geht nicht mit der Sonne unter.

Die Wahrheit gibt wohl ein gutes Gewissen, aber wenig gute Bissen.


Die Wahrheit hat ein schönes Angesicht, aber zerrissene Kleider.

Die Wahrheit hat nur eine Farbe, die Lüge mancherlei.

Die Wahrheit ist der Welt leid.

Die Wahrheit ist ein Kleinod*17, darum will sie mancher nicht alle Tage zur Schau tragen.

Die Wahrheit kann gedrückt, aber nicht unterdrückt werden.

Die Wahrheit muss bestehen.

Die Wahrheit muss einen harten Schädel haben, denn wie oft wird sie auf den Kopf gestellt.

Die Wahrheit nimmt kein Blatt vor den Mund und ändert sich nicht alle zwölf Stund`.

Die Wahrheit will an den Tag.

Die Wahrheit wird alt, aber sie stirbt nicht.

Die Wahrheit wird mit Tüchern behängt, wie die Altäre in den Fasten.

Die Weiber führen das Schwert im Maul, darum muss man sie auf die Scheide schlagen.

Die Weiber haben einen Witz mehr als die Gänse: Wenn es regnet, so gehen sie ins Trockne.

Die Weiber klagen ohne Ursach, lügen ohne Verdacht, gehen, wo sie wollen und weinen, wenn sie wollen.

Die Weiber werden niemals fertig.


Die weiße Gans brütet gut.
(Die weiße Gans ist die Schneedecke im Winter, welche die Saat und den Boden vor dem Frost schützt. Die schwarze Gans ist die Erde ohne Schnee, die schutzlos der Witerung ausgesetzt ist.)

Die Welt gibt bösen Lohn.

Die Welt hat sich umgekehrt, drum hab ich arme Esel pfeifen gelehrt.

Die Welt ist auch nicht an einem Tage erschaffen worden.

Die Welt ist blind, lässt sich regieren wie ein Kind.


Die Welt ist ein Dorf.

Die Welt ist nicht größer als das Fenster, das du ihr öffnest.

Die Welt ist nirgends mit Brettern vernagelt.

(Wenn man will, kann man es überall zu etwas bringen.)

Die Welt ist voll Lappen und Diltappen.

Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.

Die Welt schaltet, Gott waltet.

Die Welt wäre schon gut genug, wenn nur die Leute was nutze wären.

Die Welt will grob Garn.

Die wildesten Fohlen werden die besten Pferde.

Die Wirkung ändert sich im Bad, ist einem nutz, dem andern schad.


Die Worte sind gut, sprach der Wolf, aber ich komm ins Dorf nicht.


Die Wurzel der Gelehrsamkeit ist bitter, aber die Früchte sind süß.


Die Zeit bringt alles an den Tag.


Die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen.


Die Zeit galoppiert mit dem Verbrecher zur Richtstätte und schleicht mit der Braut zum Brautgemach.


Die Zeit heilt alle Wunden.

Die Zeit hilft zuweilen sogar dem Arzt.


Die Zeit ist der beste Arzt.

Die Zeit ist des Zornes Arznei.

Die Zeit überwindet alles.

Die Zeit vergeht, der schlechte Nachbar bleibt.


Die Zeit verrät alle Bosheit.


Die Zeit wartet auf niemanden.


Die Ziege, die am meisten meckert, gibt die wenigste Milch.


Die Ziege muss grasen, wo sie angebunden ist.


Die zu hastig vorwärts treiben, müssen endlich hinten bleiben.

Die Zunge ist der falscheste Zeuge des Herzens.

Die Zunge ist des Herzens Dolmetscher.

Die Zunge lässt sich nicht meistern.

Die Zunge soll nicht klüger sein als der Kopf.

Die Zuschauer sehen mehr als die Spieler.

Die Zuschauer sind oft ärger als der Tänzer.


Die zu sehr eilen, haben spät Feierabend.


Die zuverlässigste Frau ist die, welche keiner will.


Die Zwiebel hat sieben Häute, ein Weib neun.

Diez verlässt sich auf den Kiezen, Kiez verlässt sich auf den Diezen.

Disteln sind dem Esel lieber als Rosen.

Disteln sind des Esels Salat.

Disteln tragen keine Trauben.
(Böse Gesinnungen können nie gute Handlungen erzeugen)

Disteln und Dornen stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.

Dochte sind keine Lichter.

Dohlen hecken keine Tauben.

Donau und Rhein fließen nicht zusammen.

Donner im Winterquartal bringt Eiszapfen ohne Zahl.

Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen.

Doppelt genäht hält gut (besser).


Dörfer haben auch Weichbild.
(Weichbild ist das urbane Erscheinungsbild eines Dorfs, Stadt oder anderen Ortes.)

Dorn und Disteln stechen sehr, falsche Zungen noch viel mehr.

Dost, Harthau und weiße Heid, tun dem Teufel viel Leid.
(Alles Heilkräuter die im Mittelalter gegen den Teufel, Gespenster und das Böse allgemein helfen sollten. Harthau/Hartheu - Johanniskraut. Dost - Wohlgemut - Origanum vulgare)

Drauf los! es ist ein Hesse!

Drauf los wie ein blinder Hesse!

Draußen ein Luchs, daheim ein Maulwurf.

Draußen hat man hundert Augen, daheim kaum eins.

Draußen hundert Augen, daheim ein Maulwurf.

Draußen Ruhm erlangen bedarf Schnaufens.

Dreckdorf, Speckdorf.

Dreck muss den Misthaufen mehren.

Drei Buchstaben machen uns eigen und frei(Eva, Ave: Kurzform für Ave-Maria).

Drei Dinge lassen sich nur bei drei Gelegenheiten erkennen: die Kühnheit in der Gefahr, die Vernunft im Zorn und die Freundschaft in der Not.

Drei Dinge leiden keinen Genossen: Regiment, Liebe, Geheimnis.

Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.
(aus Bayern)

Drei Dinge sind böse Gäste: Feuer im Schoß, eine Schlange im Busen und eine Maus in der Weste.

Drei Dinge sind gesund: Fülle nicht den Schlund, übe dich all Stund, lauf nicht wie ein Hund.

Drei Dinge sind lästig: ein Wurm im Ohr, ein Rauch im Auge, ein zänkisch Weib im Hause.

Drei Dinge sind nicht eins im Haus: Zwei Hahnen, und die Katz und Maus; die Schwieger jagt die Schnur hinaus.

Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knab auf der Gassen, ein Mädchen beim Tanz, ein Pfaff im Opfer.

Drei Dinge tragen, was man ihnen auflädt: eines Weibsbild Kopf, eines Esels Rücken, eines Mönchs Gewissen.

Drei Dinge treiben den Mann aus dem Hause, ein Rauch, ein übel Dach und ein böses Weib.

Dreie leben friedlich, wenn zweie nicht daheim sind.

Drei Erbsen in der Hülse machen mehr Lärm, als wenn sie voll wäre.

Dreier Weiber Gezänk macht einen Jahrmarkt.

Drei Finger im Salzfass ist der Bauern Wappen.

Drei Frauen, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt.

Drei Frauenhaare ziehen stärker als ein hänfen Seil.

Drei halten gut Freundschaft, wenn zwei nicht daheim sind.
Drei leben friedlich, wenn zwei nicht daheim sind.

Drei ist uneben.

Dreimal ist Bubenrecht.

Dreimal selig ist der Mann, der Herrendienst entraten kann.

Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.

Drei Schlösser auf einem Berg, drei Kirchen auf einem Kirchhof, drei Städt in einem Tal hat ganz Elsass überall.

Dreitägiger Fisch taugt auf keinem Tisch.

Dreitägiger Gast ist eine Last, den vierten stinkt er fast.

Dreitägiger Gast ist jedermann zur Last.

Drei W bringen Pein: Weiber, Würfel und der Wein.

Drei W sind große Räuber: Wein, Würfelspiel und Weiber.

Drohungen sind Waffen des Bedrohten.

Druck erzeugt Gegendruck.


Du arme Gerechtigkeit, liegst im Bett und hast kein Kleid!

Du hast Ammenweise: was das Kind nicht verzehrt, issest du.

Du hast dem Kind die Beine noch nicht gesehen.

Du hast den Genuss, so hab auch den Verdruss.

Du hast mich geladen, nun musst du mich fahren.

Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt.

Du Heuchler, zieh als Erstes den Balken aus deinem Auge, darnach besiehe, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.

Du hörst übel, ich muss dich einmal zum Bade führen.

Du kannst mir keinen Fischteich in Brand stecken.

Du kannst nach dem Tode nicht besser sein, als du im Leben geworden bist.

Dukaten werden beschnitten, Pfennige nicht.

Dulden, Schweigen, Lachen hilft viel bösen Sachen.

Dulden und Hoffen ist der Christen Losung.

Du magst nicht mit einer Tochter zwei Eidame*8 machen.

Dummheit ist immer Natur, Klugheit ein Kunstprodukt.

Dummheit und Stolz, wachsen auf einem Holz.

Du musst dem Teufel die Herberge aufkündigen, wenn Gott bei dir einkehren soll.

Du musst ein guter Kerzenmacher sein, wenn du Gott eine wächserne Nase drehen willst.

Du musst Recht finden und nicht Recht bringen.

Dünkel geht auf Stelzen.

Dünn geschlagen ist bald geschliffen.

Durch Fallen lernt man gehen.

Durch Fragen wird man klug, aber unwert.

Durch fremden Schaden wird man klug.

Durch Gedränge zum Gepränge.

Durch Geschwätz verrät die Elster ihr Nest.

Durch Glückes Rühmen kam Unglück ins Haus.

Durch Sagen und Wiedersagen wird ein Geheimnis durch die Stadt getragen.

Durch Schaden wird man klug.


Durch Schaden wird man selten klug.

Durch Schlechtmachen lernt man das Rechtmachen.


Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft.


Durch Traurigkeit wird das Herz gebessert.


Durch Vorkauf und Auskauf, böser Münze freien Lauf wird der Arme gefressen auf.

Dürr Holz unten im Feuer frisst das grüne oben auf.

Dürr und gesund läuft hindurch wie ein Jägerhund.

Durst ist der beste Kellner.

Durst kommt von Dürre.

Durst macht aus Wasser Wein.

Du sollst allen Geistern nicht glauben.

Du suchst den Bären und stehst vor ihm.

Du suchst den Gaul und reitest drauf.

Du urteilst wie der Blinde von der Farbe.

Du verklagst den Teufel bei seiner Mutter.

Du wirst dir damit keinen grauen Rock verdienen.

Du wirst noch Hunde führen müssen.

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