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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
Der Meiner bis
Die G
Der Meiner und der Lügner sind zwei Brüder.

Der Meister einer Kunst nährt Weib und sieben Kinder; ein Meister aller sieben Künste nährt sich selber nicht.

Der meiste Streit ist um Ja und Nein, Mein und Dein.

Der Mensch denkt, (aber) Gott lenkt.


Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.


Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.

Der Mensch ist zur Arbeit wie der Vogel zum Fliegen gemacht.

Der Mensch kann alles, was er will.

Der Mensch kann arzneien, Gott gibt das Gedeihen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
(Ein Sprichwort, das auf die Bibel im Evangelium nach Matthäus 4, 4 zurückgeht.)

Der Mensch liebt nur einmal.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, und deshalb steht er allen im Weg.

Der Mensch verschläft viel Ungemach.

Der Milde gibt sich reich, der Geizhals nimmt sich arm.

Der Milde hat allein, was er gegeben hat.

Der Mönch antwortet, wie der Abt singt.

Der Mönch legt die Kutte wohl ab, aber nicht den Sinn.

Der Morgen grau, der Abend rot, ist ein guter Wetterbot.

Der Morgen ist klüger als der Abend.

Der Morgen sorgt, der Abend verzehrt.

Der Mühe gibt Gott Schaf und Kühe.

Der Müller ist fromm, so Haare auf den Zähnen (oder in der Hand) hat.

Der Müller mit der Metzen, der Weber mit der Krätzen, der Schneider mit der Scher, wo kommt ihr Diebe her?

Der Mund ist des Bauches Henker und Arzt.

Der Mund lügt alles und nicht das Herz.

Der muss eine glückliche Hand haben, der das Glück fassen (ergreifen) will.

Der muss nicht pfeifen wollen, der den Mund nicht spitzen kann.


Der muss viel können, der Gott will blenden.

Der Nächste am Blut, der Erste zum Gut.

Der Nächste beim Feuer wärmt sich.

Der nächste zur Sippe, der nächste zum Erbe.

Der Nachteule gefällt auch ihr Junges.

Der Nackte ist übel berauben.

Der Name Gottes muss sich zu allen Anfängen brauchen lassen.

Der Name tut nichts zur Sache.

Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt.

Der Narren Glück ihr Unglück.

Der Narr hat Vorteile in allen Landen.

Der Natur ist wenig, dem Geiz nichts genug.

Der Nehmer muss dem Geber nachgeben.

Der Neid frisst seinen eigenen Herrn.

Der Neid gönnt dem Teufel nicht die Hitze in der Hölle.

Der Neidhart ist gestorben, hat aber viel Kinder hinterlassen.

Der Neid hat noch keinen reich gemacht.

Der Neidische ist sein eigner Henker.

Der Neid ist der Gefährte des Ruhms.

Der Neid ist die schlimmste Krankheit.

Der Neid mag nichts essen, außer sein Herz.

Der Neid will andern die Brücke ablaufen.

Der Neugierigen Gilde führt Böses im Schilde.

Der Neutrale wird von oben begossen, von unten gesengt.

Der nichts kann als fromm sein, muss betteln.

Der obere Stock steht öfter leer als der untere.

Der Ochs kann auch auf vier Füßen laufen wie der Hirsch, aber nicht so schnell.

Der Ochs will den Hasen erlaufen.

Der Ölberg ist schrecklicher als das Kreuz.

Der Papst frisst Bauern, säuft Edelleute und sch– Mönche.

Der Passbrief zum Spital sind Karten und Huren.

Der Pastor ist kein Has und die Kirche kein Feldhuhn.

Der Pastor predigt nicht zweimal.

Der Pastor singt keine zwei Messen für ein Geld.

Der Person Freund, der Sache Feind.

Der Pfaffe predigt nur einmal des Tags.

Der Pfaff lebt ein Jahr nach seinem Tode.

Der Pfaff`liebt seine Herde, doch die Schafe mehr als die Widder.

Der Pfarrer hat keine gute Predigt, der einen langen Text hat.

Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.

Der Pflug am Morgen macht die besten Furchen.

Der Priester Zänkerei, des Teufels Jubilei.

Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande.

Der Rache sind die Hände ans Herz gebunden.

Der Rauch in meinem Hause ist mir lieber als des Nachbarn Feuer.

Der Reichen Schatzung ist: die Armen müssen die Haut hergeben.


Der Reiche redet eitel Zentnerworte.

Der Reiter duldet Kalt und Nass, der Schreiber lobt sein Tintenfass.

Der Rote gäb' einen übeln Kaminfeger, er jagte den roten Hahn zum Dach heraus.

Der Rute entweichen und unter die Prügel schleichen.
(Aus dem Regen in die Traufe. Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu.)


Der Sack hängt am Bändel.

Der Sack trägt den Esel zur Mühle.

Der Saft der Reben, der kann geben ein Freudenleben.

Der Satan ist ein Meister im Plaudern, wenn er nicht wohl antworten kann.

(Ein Lügner sucht mit vielen Worten seiner Unwahrheit Glauben zu verschaffen, während die Wahrheit weniger einfache Worte bedarf.)

Der Satte glaubt dem Hungrigen nicht.

Der Satte mag nicht wissen, wie dem Hungrigen zumute ist.

Der Satte und der Hungrige singen ungleich miteinander.

Der Sau gehören nicht Muskaten.

Der Sau ist im Dreck am wohlsten.

Der Schäfer ist verdächtig, der beim Wolfe Gevatter steht.

Der schaffenden Hand fehlt's nicht an Brot.

Der Schatz hebt sich alle Jahre um einen Hahnenschritt.

Der Schein betrügt, der Spiegel lügt.

Der Schein betrügt, die Wahrheit siegt.

Der Schein trügt.


Der schläft wohl, der nicht weiß, wie übel er liegt.


Der schlaue Mann wird oft des starken Meister.


Der Schleicher überwindet den Beißer.

(Der Schleicher handelt mit List und Bösem vorbedacht und kann dadurch den offen Handelnden überlegen sein.)

Der Schmetterling vergisst oft, dass er einmal eine Raupe war.

aus Schwaben

Der Schnee lässt sich nicht im Ofen trocknen.

Der Schneider mit der Scher meint, er sei ein Herr.

Der Schneider trägt zerrissene Kleider.

Der Schönheit ist nicht zu trauen.

Der schönste Aff ist ein Unflat.

Der Schornstein schimpft das Ofenloch.

Der Schoß macht groß.

Der Schrecken ist oft größer als die Gefahr.

Der Schreiber setzt seine Seele ins Dintenfass.

Der Schuldige hat bisweilen das Glück, selten die Zuversicht, verborgen zu bleiben.

Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.

Der Schwabe muss allzeit das Leberlein gegessen haben.

Der Schwache hat auch seinen Stachel.

Der schwächste Gänger soll vorangehen.

Der Schwächste muss das Kreuz tragen.

Der Schwäger Rat nie guttat.

Der Schwanz zeugt vom Fuchs.

Der Schwätzer hält sich nicht für faul, weil er fleißig mit dem Maul.

Der seinen Meister nicht hören will, muss den Büttel hören.

Der sicherste Arzt ist Vetter Knochenmann.

Der Sieger kann gut Frieden schließen.

Der Sieg ist bei den Überwundnen.

Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein, der Winter verzehrt, was beide beschert.

Der Sommer ist ein Nährer, der Winter ein Verzehrer.


Der Sporn lehrt das Ross traben.

Der Starke hat viele Feinde.

Der Starke schiebt den Schwachen in den Sack.

Der Stärkste hat recht.

Der Stärkste zieht dem Schwächern den Harnisch aus.

Der Stein, der viel gerührt wird, bemoost nicht.


Der Stein ist fromm, aber man stößt sich übel daran.

Der Stiel zur Haue findet sich bald, wenn man einem übelwill.

Der Stolz frühstückt mit dem Überflusse, speist zu Mittag mit der Armut und isst zu Abend mit der Schande.

Der Stolz meint, sein Ei habe allzeit zwei Dotter.

Der Stolz meint, seine Würfel würfen allzeit achtzehn.

Der Strang ist mit fünf Gulden bezahlt.

Der Strenge hat mich oft gereut, der Milde nie.

Der strengste Arzt ist der beste.

Der Stuhl gehört unter die Bank; geht's nicht, so sägt man ihm die Beine ab.

Der sündigt zwiefach, der sich des Frevels rühmt.

Der Tag hat Augen, die Nacht hat Ohren.

Der Tag ist ihm eher im Haus denn Brot.

Der Tag verrät's alles.

Der Tapfere versteht das Prahlen nicht.

Der Teufel bleicht seine Großmutter.

Der Teufel feiert nicht.

Der Teufel gießt gern, wo's schon nass ist.

Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.

Der Teufel hält den Schwanz darüber.

Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.

Der Teufel hat gewonnen Spiel.

Der Teufel hat ihr ein Paar rote Schuh über den Bach geboten.

Der Teufel hat mehr denn zwölf Apostel.

Der Teufel hat sein Hütlein drüber.

Der Teufel hat sein Spiel.

Der Teufel hinterlässt immer einen Gestank.
Der Teufel lässt allzeit einen bösen Gestank hinter sich.

Der Teufel hofiert immer auf den größten Haufen.

Der Teufel holt keine finnige Sau.

Der Teufel holt keinen Zahltag.

Der Teufel ist alt.

Der Teufel ist arm, hat weder Leib noch Seele.

Der Teufel ist artig, wenn man ihm schmeichelt.

Der Teufel ist ein Schelm.

Der Teufel ist gut laden, aber schwer los werden.

Der Teufel ist nicht so schwarz, als man ihn malt.

Der Teufel ist schwärzer, als man ihn malt.

Der Teufel ist unsres Herrgotts Affe.

Der Teufel macht anfangs stark und hinterdrein verzagt.

Der Teufel mag Herrgott sein, rief der Bauer, der Christum spielte, und warf das Kreuz hinweg.

Der Teufel mag's wohl leiden, dass Christus über die Zunge geht, wenn er darunterliegt.

Der Teufel nimmt keine finnige Sau, denn was nichts wert ist, wird ihm ohnedas wohl.

Der Teufel pfeift süß, eh man aufsitzt.

Der Teufel pfeift süß, soll man ihm auf den Kloben sitzen.

Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen.

Der Teufel schlägt seine Mutter, dass sie Öl gibt.

Der Teufel stelle sich, wie er will, immer ragen ihm die Füße hervor.

Der Teufel traue dem Teufel und seinem Anhang.

Der Teufel verführt alle Menschen, der Müßiggänger aber verführt den Teufel.

Der Teufel war schön – in seiner Jugend.

Der Teufel will alles werden, nur kein Lehrjung.

Der Teufel will kein Lehrbub und kein Küchenjung im Kloster sein.

Der Teufel wirft gern ein Gleiches.

Der Tod allein kann die Hoffnung töten.

Der Tod erbt den Lebendigen.

Der Tod hat keinen Kalender.

Der Tod hat noch keinen vergessen.


Der Tod hebt alles auf.

Der Tod ist das Ende aller Not.

Der Tod ist des Lebens Botenbrot.

Der Tod ist ein gleicher Richter.

Der Tod ist ein stiller Mann, aber er bezwingt jeden.

Der Tod ist unvermeidliche Not.

Der Tod kommt als ein Dieb und scheidet Leid und Lieb.

Der Tod kommt ungeladen.

Der Tod macht alles gleich, er frisst Arm und Reich.

Der Tod macht mit allem Feierabend.

Der Tod scheidet allen Krieg.

Der Tod will eine Ursache (einen Anfang) haben.

Der Tod zahlt alle Schulden.

Der tolle Zorn tut mehr Schaden als drei Dreschflegel.

Der Trost kommt oft aus Winkeln, wo man ihn mit dem Haarbesen nicht sucht.

Der Trunkene weiß nicht, was er tut.


Der tut dem Alten nicht Unrecht, der ihm eine Abendmahlzeit stiehlt.


Der Ungeschickte hat bald Feierabend.


Der Unmäßigen Gott ist der Bauch.

Der Unschuldige muss oft mit dem Schuldigen herhalten.


Der Unschuldige muss viel leiden.

Der Untreue ist gegen alle Menschen misstrauisch.

Der Unzufriedene hat oft zu viel, aber nie genug.

Der Verdächtige und Schuldige sind beide gleich.

Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, der Zuhörer in den Ohren.
Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, und wer ihm zuhört, den Teufel in den Ohren.

Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer.

Der Verliebten Weh heilt weder Arzt noch Tee.


Der Verräter schläft nicht.

Der viele Dörfer hat, ist edel.

Der viel feilscht, hat wenig Geld.

Der Vogel, der nicht fliegt, weiß nicht, wo reife Früchte sind.

Der Vollbauch lobt das Fasten.

Der Wagen muss gehen, wie ihn die Pferde führen.

Der wahre Bettler ist der wahre König.

Der war nie ein wahrer Freund, der wegen eines Katzendrecks aufhört, es zu sein.

Der Weg zum Himmel geht durch Kreuzdorn.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Der Weiber Schande ist auch der Männer Schande.

Der Weiber Schmuck ist des Teufels Zuggarn.

Der Weiber Weinen ist heimlich Lachen.

Der Wein ist ein Wahrsager.

Der Wein nimmt kein Blatt vors Maul.

Der Wein schmeckt nach dem Fasse.

Der Weise allein ist reich.

Der Weise ist daheim, wohin der Wind ihn weht.

Der Weise trägt sein Glück bei sich.

Der Weise tut das am Anfang, was der Narr am Ende tut.

Der weit gewandert ist und alt, mag wohl lügen mit Gewalt.

Der Wille gibt dem Werk den Namen.

Der Wille gilt oft für die Tat.

Der Wille ist des Werkes Seele.

Der Wille und nicht die Gabe machen den Geber.

Der Winter ward noch nie so kalt, der Pfaff ward noch nie so alt, dass er des Feuers begehrte, dieweil das Opfer währte.

Der Wirt ist der beste, der mehr trinkt als die Gäste.

Der wohl kann, der wohl mag.

Der Wolf ändert das Haar und bleibt, wie er war.

Der Zahn beißt oft die Zunge, und doch bleiben sie gute Nachbarn.

Der Zank gleicht einem durchbrochenen Wasserdamm.

Der Zaum geht mit dem Pferde.

Der Zaun ist ein Friedensstifter zwischen Nachbarn.

Der Zorn bringt gräuliche Gäste mit sich.

Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber.

Der Zorn kann nicht allzeit die Zunge im Zügel halten.

Der zuerst gewann, wird zuletzt ein armer Mann.

Der Zweck heiligt das Mittel nicht.

Der Zweck heiligt die Mittel.

Der Zwerg bleibt immerdar ein Zwerg und ständ` er auf dem höchsten Berg.
Des Alten Stab sind seine Zähne.

Des Armen Tränen erweichen keine Steine.


Des Armen Zorn ist sein eigen Unheil.

Des Bösen denkt man lange.

Des Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.

Des Bösten soll man sich getrösten.

Des Christen Herz auf Rosen geht, wenn`s mitten unterm Kreuze steht.

Des einen Glück, des andern Ungeschick (Unglück).

Des einen Nein gilt so viel als des andern Ja.

Des einen Schaden ist des andern Nutzen.

Des einen Tod, des andern Brot.

Des Fürsten Schatz liegt am sichersten in des Volkes Händen.

Des Geizes Schlund ist ohne Grund.

Des Glücks Gewalt hat Monds Gestalt.

Des Greisen Stab sind seine Kinnbacken.

Des Guten kann man nicht zu viel tun.

Des Handwerks, des Mangels.

Des Herren Aug ist der beste Mist.

Des Herren Ritt über die Saat lässt goldenen Huf.

Des Herrn Auge füttert das Pferd wohl.

Des Herrn Fuß düngt den Acker.

Des Hirten Not, der Schafe Tod.

Des Königs Sohn muss König oder ein Narr sein.

Des Königs Spreu gilt mehr als andrer Leute Korn.

Des Mannes Mutter, der Frauen Teufel.

Des Mannes Sinn ist sein Gewinn.

Des Menschen Freien, sein Verderben oder Gedeihen.

Des Menschen Gedicht wird oft zunicht.

Des Menschen Leben hängt an einem Faden (Zwirnsfaden).

Des Menschen Leben nimmt immer ab, aber seine Begierden nehmen täglich zu.

Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, die Unentschlossenheit seine Hölle.

Des Nachbarn Braten ist stets feister.

Des Nachbarn Henne scheint uns eine Gans.

Des Pöbels Lob hält nicht die Prob.

Des Reichen Wort gilt, denn es ist mit Gold gefüttert.

Des Teufels Märtyrer leiden viel mehr als Gottes Märtyrer.

Des Teufels Maß ist immer zu kurz oder zu lang.

Des Teufels Mehl wird zu Grüsch.

Des Vaters Strafe ist die rechte Liebe.

Des Zornes Ausgang ist der Reue Anfang.

Deutscher Sinn ist Ehrenpreis, deutsches Herz Vergissmeinnicht, deutsche Treue Augentrost.

Dichten und Malen sind freie Künste.

Dicke Brocken geben fette Vögel.

Dicke Bücher und reiche Freunde trösten oft am meisten.

Dicktun ist mein Leben; Bruder, leih mir einen Sechser.

Dicktun ist mein Reichtum, zwei Pfennig mein Vermögen.

Die allzeit lehren, sich nimmer bekehren.

Die alten Freunde sind die besten.

Die Alten müssen die Jungen lehren.


Die Alten reden vom alten Käs.


Die Alten sind auch keine Narren gewesen.


Die Alten sind der Jungen Spott.


Die Alten sind gut zu behalten.


Die Alten sind zäh, geben tut ihnen weh.

Die Alten sollen das Bergsteigen den Jungen befehlen.


Die Alten zum Rat, die Jungen zur Tat.


Die ältesten Briefe gehen vor.

Die Ämter sind Gottes, aber die Amtsleute des Teufels.

Die Angel zieht auch wohl unwillige Fische.

Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige.

Die Anschläge der Zimmerleute halten am längsten.

Die Ansicht eines Weisen und den Rat eines Greisen soll man nicht von sich weisen.

Die Apotheke ist eine teure Küche.

Die Arbeit auf dem Rücken trägt den Lohn, wie man zu sagen pflegt.

Die Arbeit ist unser, das Gedeihen Gottes.

Die ärgsten Schiffe müssen fahren, die besten will man im Hafen bewahren.

Die ärgsten Studenten werden die frömmsten Prediger.

Die Armen helfen alle, dass kein Reicher falle.

Die Armen helfen die Füchse fangen, die Reichen in den Pelzen prangen.

Die Armen müssen geben, dass die Reichen können leben.

Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeifen.


Die Armen pflegen ihre Hühner - und die Reichen ihre Töchter nicht lange zu behalten.

(Die Ersten verkaufen die Hühner wegen Geldnot und die Zweiten geben reichlich Mitgift.)

Die Armen sind vor Dieben sicher.


Die Armut ist so klebend, dass man sich davon nicht losmachen kann.


Die Ärzte müssen alt, die Apotheker reich und die Barbierer jung sein.

Die auf der fliehenden Seite haben nie gesiegt.

Die auf einem Schiffe zur See sind, sind gleich reich.

Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen Leuten.

Die Augen hungern noch, wenn auch der Bauch platzt.

Die Augen sind der Liebe Pforten (Tür).


Die Augen sind der Spiegel der Seele.

Die Augen sind größer als der Bauch.

Die Augen sind keinem aus Butter gemacht.

Die Ausgabe ist die Tochter der Einnahme.

Die Backen aufgeblasen, der König kommt.

Die Bären brummen.

Die Bauern bitten nichts so sehr von Gott, als dass den Junkern die Rosse nicht sterben, sonst würden sie die Bauern mit Sporen reiten.

Die Bauern lehren einen Mores.

Die Bauern schlagen einander tot, aber die Edelleute machen einander die Kinder.

Die Beine sind leicht, wenn der Wille gut ist.

Die Besen kann man am wohlfeilsten geben, die man fertig stiehlt.

Die Besiegten dürfen nicht mucksen.

Die beste Amme ersetzt keine Mutter.

Die beste Kost, die nicht viel kost't.
(Das bedeutet, das Beste ist immer noch das Einfache und Preiswerte, das möglichst wenig kostet. Heute wird die Bedeutung des deutschen Sprichworts in der Werbung um etliches verstärkt mit: „Geiz ist geil!“ Die Kost oder Nahrung wird mit allen käuflichen Dingen gleichgesetzt und die Kosten sollen mit Geiz bis zum Unerträglichen gesenkt werden. Was dabei herauskommt, kann man täglich selbst erfahren: Man kauft oft nur noch mangelhafte Waren und Schrott, der sein Geld nicht wert ist Vergleichbares Sprichwort in Ägypten: „Die beste Kost ist die, welche den Bauch füllt.“ Hier wird aber anstelle der Kosten der Sinn und Zweck der Nahrung hervorgehoben sie soll in erster Linie satt machen Genauso sollte bei allen anderen Dingen nicht die Kosten, sondern die Qualität und der Wert einer Sache ausschlaggebend sein.)

Die beste Krankheit taugt nichts.

Die beste Kuh geht nicht zu Markt.

Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.

Die besten Eltern haben oft ungeratene Kinder.


Die besten Fechter werden erschlagen, die besten Schwimmer kriegt`s Wasser beim Kragen.

Die besten Feinde sind, die zuvor drohen.

Die besten Freunde stecken im Beutel.

Die besten Gedanken kommen hinten nach.

Die besten Käse werden von den Mäusen angefressen.

Die besten Kirschen fressen die Vögelein.

Die besten Mahner sind die schlimmsten Zahler.

Die besten Schwimmer ersaufen, und die besten Fechter werden erschlagen.

Die beste Schwiegermutter ist, die einen grünen Rock anhat.
(Das bedeutet, dass die beliebtesten Schwiegermütter die sind, auf deren Grab schon das Gras wächst.)

Die beste Zucht ist, die der Mensch sich selber tut.

Die beste Zucht sind gute Worte und harte Strafe.

Die Bettler sind den Hunden feind und die Hunde den Bettlern.

Die Bitte ist immer heiß, der Dank kalt.

Die bitterste Medizin ist die heilsamste.

Die blutige Hand nimmt kein Erbe.

Die böse Rut' tut bösen Buben gut.


Die Bosheit steht dir in den Augen.


Die Bratwurst sucht man nicht im Hundestall.

Die Buben haben Lust zu reiten und zu kriegen, die Mädchen zu Docken (Puppen) und zu Wiegen.

Die Buhler wissen allzeit, wie viel es geschlagen hat.

Die dem Manne traut, die trauet auch den Schulden.

Die den Fürsten verführen, vergiften den Brunnen des Landes.

Die den Hausvater Beelzebub heißen, die heißen vielmehr also seine Hausgenossen.

Die den Mann traut, die traut auch die Schuld.

Die der Lampe bedürfen, füllen sie mit Öl.

Die Deutschen kriegen mit Eisen, nicht mit Gold.

Die Dinge scheinen, die Menschen meinen.

Die Dummen haben das meiste Glück.


Die dümmsten Bauern ernten (haben) die dicksten Kartoffeln.


Die Dümmsten sind überall die Schlimmsten.

Die Edelleute in Bayern mögen jagen, so weit sich das Blaue am Himmel erstreckt.

Die Ehe ist Himmel und Hölle.

Die Ehen werden im Himmel geschlossen und die Torheiten auf Erden begangen.

Die einem drohen, wollen einem nichts tun.

Die eine webt, was die andere spinnt.
(Die eine erzählt das von der anderen gehörte weiter. Üble Nachrede und anderes werden weitergetratscht)

Die Einfalt meint, wenn es vor ihrer Türe nass ist, so regnet`s allenthalben.

Die Einsamkeit ist die Schule der Weisheit.

Die Elle dauert länger als der Kram.

Die Elster kann das Hüpfen nicht lassen.
Die Elster lässt ihr Hüpfen nicht.
(Das Wesen seiner Natur kann man nicht ändern.)

Die Eltern haben die Kinder lieber als die Kinder die Eltern.

Die Ente lacht über das Watscheln der Gans.

Die Erben des Geizigen sind allmächtig, denn sie können Tote erwecken.
(Mit den Toten ist das gehortete Geld des Geizigen gemeint. Solange der Geizige lebt, ist sein Geld sinnbildlich tot und gestorben, da er es zu seinen Lebzeiten nie gebrauchen würde. Erst wenn er gestorben ist, steht das Vermögen wieder für andere zum Gebrauch zur Verfügung und lebt wieder.)

Die Erde kann gegen den Himmel nicht pochen.

Die Ernte hängt von der Saat ab.

Die Ernte steht noch in weitem Felde.

Die erste Heirat ist ein Eh, Die zweite ein Weh, Die dritte nichts meh.

Die Erste in der Kirche, die Letzte beim Tanz sind zwei Blumen im Mädchenkranz.

Die erste Maulschelle ist besser als zwei andre.

Die ersten Gedanken sind die besten.

Die Ersten sollen die Letzten sein.

Die erste Nuss ist nützlich, die zweite schädlich, die dritte tödlich.

Die Eule gewinnt Adlersfedern.

Die Eule lobt den Tag nicht.

Die Eule trägt ihr Recht auf dem Buckel.

Die Eule weiß nichts vom Sonntage.

Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten.

Die Faulen und Dreisten schreien am meisten.

Die Feder auf den Hut, das Schwert an die Seite.

Die Feder regiert das Schwert, drum steckt man sie auf den Hut.

Die Feder schwimmt oben.

Die Filialisten gehören der Mutter tot und lebendig.

Die Finger sticht, wer Rosen bricht.

Die Finsternis sei noch so dicht, dem Lichte widersteht sie nicht.

Die Fische haben gut leben, sie trinken, wann sie wollen.

Die fleißige Hand erwirbt, die faule (Hand) verdirbt.

Die Fliege ist, wird der Sommer heiß, der kühnste Vogel, den ich weiß.


Die Fliege setzt sich immer auf ein mageres Pferd.

Die Flinte kennt ihren Herrn nicht.

Die Flucht siegt.

Die Frauen gehen in der Liebe weiter als die meisten Männer, aber Männer sind größer in der Freundschaft.

Die Frauen sind die Schlauen.


Die Frauen sind unrichtige Uhren.


Die Frau hat die Hosen an.

Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.

Die Frau macht oft ein bös Gesicht und der Mann verdient es nicht.

Die Frau muss selber sein die Magd, soll`s gehen, wie es ihr behagt.

Die Freude ist der Schlüssel zum Glück.

Die Frommen siegen im Erliegen.


Die Frösche gehn dem Bache zu, legt man sie schon an Ketten.

Die Frösche sind allweg des Storchen Speise.

Die Frösche tun sich selber Schaden, wenn sie den Storch zu Hause laden.

Die Frucht ist wie ein Baum.

Die Furcht ist oft größer denn die Gefahr.

Die Furcht tut viel weher als die Gefahr selbst.

Die Fürsten haben der Pferde Art: Sie stallen gern, wo es schon nass ist.

Die Fürsten haben viele Augen, lassen aber nur zweie sehen.
Die Gabe, die zurückgenommen, wird in Besitz des Teufels kommen.

Die Gaben sind wie die Geber.


Die Galgen hat man abgeschafft, die Diebe sind geblieben.

Die Gänse gehen überall barfuß.

Die Gans geht so lange zur Küche, bis sie am Spieß stecken bleibt.

Die Gans lehrt den Schwan singen.

Die ganze Nacht gesoffen ist auch gewacht.

Die gebratenen Tauben fliegen einem nicht ins Maul.

Die Geduld ist aller Schmerzen Arznei.

Die Gefahr flieht, wenn man ihr ins Auge sieht.


Die Gefahr ist da, auch wenn man sie nicht sieht (wenn man sie leugnet).


Die Gefahr ist nicht vorbei, liegt neben dem Feuer das Heu.


Die gefährlichsten Sommer sind die fruchtbarsten.

Die Gegenwart ist unser.

Die Geiß kriegt früh einen Bart.

Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.
(Die Ziege kann sich nur im Bereich bewegen, wo sie angebunden ist. Deswegen kann sie auch nur im für sie erreichbaren Bereich das Gras fressen. Das Sprichwort bedeutet, auch die Menschen können sich nur mit den Mitteln ernähren oder ihrer bedienen, die im Bereich ihrer Möglichkeiten liegen. Wer mehr oder Unmögliches will, wird Probleme bekommen und scheitern. Für Unternehmungen bedeutet das zu viel wollen den Konkurs. Vergleichbare Sprichwörter in vielen Ländern auch in Afrika.)

Die Geistlichen sollen bei ihrer Bibel bleiben.

Die Geiß will auch einen langen Sterz.

Die Gelehrten, die Verkehrten.

Die Gelehrtesten sind nicht immer die Klügsten.

Die Gerade geht nicht über die Brücke.

Die Gerste wird vor dem Hafer reif.

Die Gestalt im Spiegel, das Herz im Wein.

Die Gesunden und Kranken haben ungleiche Gedanken.

Die geteilten Mahle sind die besten.

Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.

Die gezählten Schafe frisst der Wolf auch.

Die Glocken klingen weit anders, wenn einem sein Freund stirbt.

Die Glocke ruft zur Kirche, kommt aber selbst nicht hinein.

Die Glückseligen sterben beizeiten.

Die graue Stute ist das beste Pferd.
(Sprichwort auch in England. Die Frau hat im Haus die Hosen an und bestimmt über den Haushalt.)

Die großen Gedanken kommen aus dem Herzen.

Die großen Humpler machen die meisten Späne.

Die großen Stümper machen die meisten Späne.

Die Größe tut's nicht, sonst überliefe die Kuh den Hasen.

Die größte Eintracht wächst nicht eben, wo jeder will, was der andre.

Die größten Räuber sind Weiber, Wein und Würfelspiel.

Die Gunst eines Fürsten ist mit Gefahr umgeben.

Die Gunst ist besser als die Gabe.

Die gute Meinung deckt alle Fehler.

Die guten Christen sind dünn gesät.

Die guten Jahre müssen die schlechten tragen.
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