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Deutsche Sprichworte
Über 16.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Dem bis
Der H
Dem Alten soll man nicht ins Maul sehen.

Dem Anfang muss man widerstreben.

Dem Apotheker traue der Teufel, beide haben viel Büchsen.

Dem Arbeiter ein Brot, dem Feierer zwei.

Dem Arbeiter hilft Gott.

Dem Ärgsten gibt man das beste Teil (gehört das Beste).

Dem ärgsten Zimmermann das beste Beil.
Dem ärgsten Zimmermann gibt man das beste Beil.
Dem schlechtesten Arbeiter gibt man das beste Beil.
Dem schlechtesten Werkmann gibt man das beste Beil.

Dem Argwohn gehört ein Beil.
(Das Sprichwort besagt, dass man dem Argwohn den Kopf mit einem Beil abgeschlagen sollte.)


Dem Armen beschert Gott alle Jahre ein Kind und dem Reichen ein Rind.

Dem Armen gegeben ist wohl gesät.

Dem Armen geht viel ab, dem Geizigen alles.

Dem Armen helfen in der Qual, ist das beste Kapital.

Dem Armen hilf, den Bettler verjag.

Dem Armen läuft die Armut nach.

Dem Armen schmeckt sein Kartoffelbrei besser, als dem Reichen sein Braten.

Dem Armen steht jedes Kleid wohl.

Dem Armen wird immer das Ärgste zuteil.

Dem Backen geht das Kneten vor.

Dem Beichtvater, Arzt und Advokaten darf man nichts verschweigen.

Dem Beklagten gebührt das letzte Wort.

Dem Betrübten ist übel geigen.

Dem Bettler gib: Trag Wasser in ein Sieb.

Dem Bösen braucht man keinen Boten zu senden.

Dem, der früh aufsteht, hilft Gott und leitet ihm die Hand.

Dem Diebe will kein Baum gefallen, daran er hänge.
Es will dem Diebe kein Baum gefallen, daran er hängen soll.

Dem Dieb teilt man den Galgen zu.

Dem die Kuh gehört, der fasst sie bei den Hörnern.

Dem die Kuh ist, der nimmt sie beim Schwanz.

Dem Dreisten und dem Schalk gib gleiches Stück.

Dem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.

Dem Durstigen ist hart, wer nie gedürstet hat.

Dem einen gehn die Haare aus, dem anderen die Gedanken.

Dem einen tödlich, dem andern lässlich.

Dem es allezeit zu früh dünkt, der kommt gewiss zu spät.

Dem Esel, der's Korn zur Mühle trägt, wird die Spreu

Dem Esel Haferstroh, dem Pferd den Hafer.

Dem Esel träumt von Disteln.

Dem es wohl ergeht, der hat manchen Freund.

Dem Faulen gefällt kein Block, den er kloben soll.

Dem Faulen ist am wohlsten, wenn er schläft.

Dem Faulen wächst das Seine unter der Stauden.

Dem Faulert geht d' Arbeit von der Hand, wie's Pech von der Wand.

Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand.

Dem Feigen zeigt das Glück den Rücken.

Dem Feind mit Gift nachstellen ist auch unehrlich.

Dem Fisch den Köder, der Maus den Speck.

Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.

Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nicht.

Dem Fleißigen hilft Gott.


Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken.

Dem Fremden soll man die Ehre lassen.

Dem Frommen legt man ein Kissen unter, dem Schalke zwei.

Dem Furchtsamen rauschen alle Blätter.

Dem Geiz ist nichts zu viel.

Dem Gesunden fehlt viel, dem Kranken nur eins.

Dem Gewissen kann man keinen Affen drehen.

Dem Gläubigen wird der Schuldner an Hand und Halfter gegeben.

Dem Glück ist niemand stark genug.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.
(auch in Österreich)

Dem Gottlosen die Hefen.

Dem Gottlosen die Neige.

Dem Habenichts kann auch der Teufel nichts stehlen.

Dem Hasen ist nicht wohler, als wo er geworfen ist.

Dem Hennengreifer ist eine rechte Frau nicht hold.

Dem Herzen hilft's, wenn der Mund die Not klagt.

Dem Hobel zu viel Eisen geben.
(Das bedeutet, man behandelt eine Sache zu grob und unsanft. Mit zu viel Eisen hobelt man zu große Späne aus dem Holz.)

Dem Höheren nachgeben, bringt dem Geringeren keine Schande.

Dem hungrigen Bauch schmeckt alles wohl.

Dem Hungrigen ist harr' ein hartes Wort.
(harr' = harren, warten. Der Magen muss vor allem andern befriedigt werden. Das Überleben muss gesichert sein, bevor man sich um irgendetwas anderes kümmert.)

Dem ist kein Glück beschert, der sein sich wehrt.

Dem ist oft nichts beschert, der allzu viel begehrt.

Dem Kuppler ein Paar Schuh und die Hölle dazu!

Dem Lässigen gerät der Handel nicht.

Dem Leiher geht man entgegen bis ans Tor, dem Mahner schlägt man die Tür vor der Nase zu.

Dem Lügner sieht man so tief ins Maul als dem Wahrsager.

Dem Lümpli, das Stümpli.

Dem Mächtigen (Mächtigeren) zürnen ist Torheit.

Dem Magern gehn leicht die Hosen herunter.

Dem Manne ein Weib, dem Buben die Rute.

Dem Mann ein Vogel, sagte jener Fuhrmann und legte die Gans vor sich.

Dem Manne ziemt Klugheit und der Frau Geduld.

Dem Mann ist es keine Ehre, eine Frau zu schlagen.

Dem Maul abgedarbt ist so gut wie der Pacht von einer Wiese.

Dem Meister vom Handwerk soll man glauben.

Dem Mond kann man kein Kleid anmessen.

Dem Mutigen gehört die Welt.
Den (Der) Mutigen gehört die Welt.

Dem Mutigen hilft Gott.

Dem Narren wäre zu helfen, wenn man die rechte Ader träfe.

Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.

Dem Pöbel muss man weichen, will man ihm nicht gleichen.

Dem Pöbel weicht auch der Teufel.

Dem Räuber ist es leid, wenn er wenig findet.

Dem Recht ist öfters Hülfe not.

Dem Recht will nachgeholfen sein.

Dem reichen Walde wenig schadet, dass sich ein Mann mit Holz beladet.

Dem Reichtum ist alles verwandt.

Dem Reinen ist alles rein.

Dem Ross eine Geißel, dem Esel einen Zaum, dem Narren eine Rute auf den Rücken.
Für das Ross gehört ein Zaum, für den Esel ein Prügel und für den Narren eine Rute.
(In vielen Sprichwörtern das Gleiche, die Esel werden geschlagen oder geprügelt, damit sie Lasten tragen. Früher mussten sie die Mehlsäcke schleppen, heute sind es die Touristen, wie auf Santorin. Im Sprichwort und in der Wirklichkeit, wenn die Esel nicht mehr wollen oder wegen Überbelastung nicht mehr können, werden sie geschlagen, oder aussortiert. Im Internet zu sehen: www.focus.dewww.reisereporter.deTierschutzverein-santorini)

Dem Sänger protzt der Bauch, so man ihn zu singen bittet.

Dem Satten schmeckt das Beste nicht.

Dem schlafenden Fuchs läuft keine weise Maus in den Mund.

Dem schlafenden Wolf läuft kein Schaf ins Maul.

Dem Schmeichler und dem Wolfe ist nicht zu trauen.
(Beide sind listige und gefährliche Betrüger. Diese Erklärung aus dem 19. Jahrhundert hat sich gegenüber dem Wolf als unrichtig erwiesen. Die heute in den Wäldern lebenden Wölfe gehen, wenn möglich, den Menschen aus dem Wege und flüchten vor ihnen. Bei vielen Schmeichlern trifft die alte Erklärung aber auch heute noch zu.)

Dem Schuldigen klopft das Herz.

Dem Schuldigen läuft die Katze bald über den Rücken.

Dem Schuldigen schaudert.

Dem Schuldigen wackelt das Mäntlein.

Dem Seiler gerät's am besten, wenn's hinter sich geht.

Dem seine Speise stürzt, kann sie nicht all aufraffen.

Dem Stammelnden ist nicht zu trauen.

Dem Storch gefällt sein Klappern wohl.

Dem Teufel braucht man keinen Schwur zu halten.

Dem Teufel muss man bisweilen auch einen Maien stecken.

Dem Teufel muss man zwei Kerzen aufstecken, dass er uns ungeschoren lasse.

Dem Teufel opfert man am meisten.

Dem Teufel wehrt man mit dem Kreuz, den Leuten mit Fäusten.

Dem Tode ist der Knecht so lieb wie der Herr.

Dem Tod ist niemand zu stark.

Dem trunkenen Mann soll ein Fuder Heu ausweichen (geladener Wagen weichen).
Einem vollen Bauer soll auch ein beladener Wagen ausweichen.
Einem vollen Mann soll ein Fuder Heu ausweichen.

Dem Übel soll man entgegengehen und stehn.

Dem Unglück kann man nicht entlaufen.

Demut bei Armut ist Männlichkeit.

Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend.


Demütiger Mönch, hoffärtiger Abt.

Demut ist eine Mutter der Ehre.

Demut ist eine schöne Zier.

Demut ist zu allen Dingen gut.

Dem Verdienste seine Krone.

Dem Vielen fehlt das Viel.

Dem Wasser ist nicht zu trauen, es reißt den Mühlgang weg.

Dem Weisen widerfährt keine kleine Torheit.

Dem Willigen ist gut winken.

Dem Wind und dem Narren lass seinen Lauf.

Dem Zimmermann ist im Sommer keine Kanne zu teuer und im Winter keine Rinde zu hart.

Dem Zorn geht die Reue auf Socken nach.

Dem Zornigen soll man das Schwert nehmen.

Dem Zuschauer ist keine Arbeit zu viel, kein Spiel zu hoch.

Dem Zweifler gebührt nichts.
Den Argwohn fliehe wie das Gift, weil er gar oft die Unschuld trifft.

Den Argwohn kannst du leicht betrügen, sprich wahr, so wird er sich selbst belügen.


Den Armen bittet niemand zur Hochzeit.

(Das Sprichwort wird auch noch positiv für diejenigen ausgelegt, die den Armen ignorieren und nicht einladen, da der jetzt auch noch die Ausgaben für ein Geschenk sparen kann.)

Den Armen gegeben, ist wohl gesät.

Den Armen kennt niemand, der Reiche hat überall Vettern.

Den Armen machet reich der Wein, drum sollt' er allzeit trunken sein.
(Einem Grundsatz, dem viele verfallen sind; warum sollten sich sonst so viele ständig sinnlos betrinken, um nicht reich zu werden. Richtig ist das Gegenteil: Weil sie sich ständig betrinken, sind so viele Trinker arm! Nur der Staat wird reich, durch die Branntweinsteuer.)

Den Bauern erkennt man an der Gabel, den Advokaten am Schnabel.

Den Bauern gehört Haberstroh.

Den Bauern ist gut pfeifen.
(Ein Jahrhunderte altes Sprichwort mit dem Vorurteil, Bauern verstehen keine komplizierten Zusammenhänge, sondern nur einfachste Zeichen.)

Den Baum an der Frucht, den Buben an der Zucht.

Den Baum, darunter man schauern will, soll man ehren.

Den Baum erkennt man an den Früchten.

Den Baum muss man biegen, weil er jung ist, wird er alt, so will er ungebogen sein.

Den Beladenen soll man nicht meiden.

Den Bogen bricht Spannen, und Nachlassen den Zorn.

Den Bösen ist's leid, wenn's den Frommen wohl gehet.
Wenn's den Frommen wohl gehet, ist's den bösen leid.

Den Bösen missfallen ist ein Lob.
Den einen wärmt die Sonne, den andern blendet sie.
Den Brei, den du angerührt, musst du ausessen.
Der den Brei gekocht hat, muss ihn auch selbst ausessen.
Der den Brei gekocht hat (bläst), der esse ihn.
(Das bedeutet, für selbst verursachten Schaden oder Unglücke ist jeder selbst verantwortlich. Jeder muss das , was er verursacht hat auch selbst wieder in Ordnung bringen. Gleiches gilt auch für die Suppe, die man sich einbrockt.)

Den Dieb soll man henken, die Hur ertränken.

Den Eichenbaum vor die Stadt, Eichenlaub stinkt.

Den einen Pfeil dem anderen nachsenden.
(Falsche Beharrlichkeit, weiter in eine aussichtslose Sache investieren.)

Den einen sticht man mit der Nadel,
den anderen mit der Heugabel.


Den einen wärmt die Sonne, den andern blendet sie

Den ersten mäßig, den anderen fräßig, den dritten toll und voll, so bekommt uns das Aderlassen wohl.


Den ersten Tag ein Gast, den zweiten eine Last, den dritten stinkt er fast.

Den Esel führt man nur einmal aufs Eis.

Den Esel kennt man bei den Ohren, am Angesicht den Mohren und bei den Worten den Toren.

Den Esel meint man, den Sack schlägt man.
Man schlägt den Sack und meint den Esel.

Den Esel will jedermann reiten.

Den Feind schlägt man eher mit Rat als mit Tat.

Den Flüchtigen soll man verfolgen.

Den Fortschritt verdanken die Menschen den Unzufriedenen.

Den Freund strafe heimlich, lobe ihn öffentlich.
(Das bedeutet, man sollte andere unter vier Augen tadeln oder korrigieren oder öffentlich loben und auszeichnen. Damit kann der andere besser werden und vor anderen sein Gesicht waren und man selbst hat einen Freund und Unterstützer von eigenen Interessen gewonnen. Bei öffentlichem Tadel wird man wahrscheinlich gewesene Freunde verlieren und sich Feinde machen. Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 18,15: „Sündigt aber dein Bruder, so gehe hin und halte es ihm vor zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.“)

Den Freund zu erkennen, musst du erst ein Scheffel*28 Salz mit ihm gegessen haben.
Nenne niemanden deinen Freund, wenn du nicht schon mindestens einen Scheffel*28 Salz mit ihm gegessen hast!
(Selbst wenn nur die kleinste Größe einer Scheffel von 17,38 Litern angenommen wird, würde es sehr lange dauern, bis die darin enthaltenen 17 Kilogramm Salz verbraucht wären. Bei der empfohlenen Tageshöchstmenge würde es zu zweit ca. 4 Jahre dauern. Da man mögliche Freunde nicht täglich sieht, wird es wahrscheinlich erheblich länger dauern. Das bedeutet, um zu erkennen, ob jemand ein wirklicher Freund ist, wird es sehr lange dauern, oft Jahrzehnte.)

Den Fuchs muss man mit Füchsen fangen.

Den Gaul beim Schwanz (von hinten) aufzäumen.

Den Geizhals und ein fettes Schwein sieht man im Tod erst nützlich sein.

Den Geiz und die Augen kann niemand (er)füllen.

Den Glauben gibt der Pastor.

Den großen Balken auf seiner Nase sieht er nicht, aber den kleinen Splitter in meinem Auge.

Den Großen weichen ist keine Schande.

Den guten Wein und den tapfern Mann soll man nicht nach seinem Herkommen fragen.

Den Hafen*14 am Klang, den Narren am Sang.

Den Herrn von Nichts kann niemand bestehlen.

Den Himmel in'n Augen, die Welt zu'n Füßen.

Den Hund schickt man nicht nach Bratwürsten.

Den Hungrigen ist nicht gut predigen.

Den Kampf mit dem Schicksal können Freunde für und mit uns kämpfen; Seelenkämpfe müssen wir allein ausringen.

Denk auf faule Tage und arbeite drauflos.


Denk nicht dran, so tut's (dir) nicht weh.


Denk nichts, was nicht alle Leute wissen dürfen, rede nichts, was nicht alle Leute hören dürfen, tu nichts, was nicht alle Leute sehen dürfen.

Denk nimmer dran, wer dir unrecht hat getan.

Denk oft an den Tag, den niemand vermeiden mag; wer stets gedenkt zu sterben, kann nimmermehr verderben.

Den Kopf halt kühl, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm.

Den Kranken ärgert die Fliege an der Wand.

Den Krebs straft man nicht mit Ersäufen.

Den Letzten beißen die Hunde.

Den Mai muss man nehmen, wann er kommt, und käm' er zu Weihnachten.

Den Männern, die zu viel befehlen, wird selten gehorcht.

Den man nicht kennt, dem folgt man nicht gern.


Den Meineidigen henkt man über alle Diebe.

Den Menschen gibt man mit Geben, Gott mit Nehmen und Danken.

Den Mund soll man schnüren.

Den Müßigen sticht das Bett überall.

Den Nackten kann man nicht ausziehen.


Den Narren am Kopf, am Klange den Topf.

Den Narren bringt sein eigen Glück um.

Den Narren macht die Hoffnung reich.

Den Ochsen hält man bei den Hörnern, den Mann beim Wort, die Frau beim Rock.
Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.

Den Ofen heizt man nur, dass er wieder wärme.

Den Prozess mit Wein begießen hilft.

Den Reben und der Geiß wird es nie zu heiß.

Den Sack aufhalten ist leichter als ihn füllen.

Den Schuldigen schreckt eine Maus.


Den Sommer schändet kein Donnerwetter.

Den Stein, den du nicht heben kannst, den sollst du liegen lassen.
Den Stein, den ich nicht heben kann, lass ich liegen.
Den Stein, den man nicht heben kann, muss man in Frieden liegen lassen.
Den Stein, den man nicht heben kann, muss man liegen lassen.
Den Stein, den man nicht heben kann, soll man lassen liegen.
Den Stein, welchen man nicht heben kann, muss man liegen lassen.
(Ein Sprichwort und schon vor Jahrhunderten war der genaue Wortlaut bei allen immer etwas anders. Schon Luther soll dieses Sprichwort gekannt und verwendet haben (oberste Version, 1824). Die Erklärung in einem Buch mit seinen Sprichwörtern, gesammelt aus seinen Schriften 1824 herausgegeben dazu lautet: „Was wir nun tun können, das sollen wir tun, was wir nicht können ausrichten, lasse bleiben.“ Eine weitere Erklärung braucht es nicht, das Sprichwort spricht für sich selbst.)

Den Stein, den man allein nicht heben kann, soll man selbander liegen lassen.
Wer einen Stein nicht allein heben kann, soll ihn auch selbander liegen lassen.
(selbander = seit kurzem (nach ~1950) veralteter Begriff aus dem mittelhochdeutschem stammend. Das Wort ist praktisch aus zwei einzelnen zusammengesetzt: Das selb aus selber oder selbst, und das ander aus der/die/das andere oder anders. Früher wurde der andere noch als der zweite verstanden, so hieß selbander man selbst und ein zweiter = zu zweit. Entsprechen sind auch mehr Personen möglich: selbdritt, selbviert und mehr. Als Synonym werden heute meist zusammen, gemeinsam, miteinander oder andere gebraucht. Je nach Kontext können sie aber ganz unterschiedliche Bedeutungen haben.)

Den Stein nach dem Senkel und nicht den Senkel nach dem Steine.
Der Stein nach dem Senkel und nicht der Senkel nach dem Steine.
(Ein Sprichwort, bei Simrock (Nr.9869) mit „Den“ und bei Eiselein (Seite 578) mit „Der“. Bei Wander steht es im Sprichwörter Lexikon als zwei Sprichwörter in Band 4, mit „Den“ in Spalte 808 unter Stein Nr. 13, mit „Der“ in Spalte 819 unter Stein Nr. *245. Beim Ersteren stehen beide, Simrock und fälschlich auch Eiselein als Quellen, beim Zweiten steht keine. Aus einem Sprichwort werden durch unterschiedliche Schreibweise zwei gemacht.
Als Drittes steht bei Wander in Spalte 809 unter Stein Nr. 30 das folgende. Als Quelle ist ein lateinischer Text von Plutarch „Ad amussim applica lapidem, non ad lapidem amussim.“ im Buch Novus thesaurus adagiorum latinorum von Binder (1861) genannt, den er wohl so übersetzt hat.
Der Stein muss sich nach der Schnur, die Schnur nicht nach dem Stein fügen (richten).

Den Stolz hat man umsonst, das Brot muss man kaufen.

Den Tauben ist gut predigen.


Den Teufel jagt man hinaus, der Satan kommt wieder herein.

Den Teufel muss man anbeten, dass er einem keinen Schaden tut.

Den Teufel sind wir los, die Bösen sind geblieben.

Den Teufel zu beherbergen kostet einen klugen Wirt.

Den Teufel zur Tür hinauswerfen und seine Großmutter zum Fenster einlassen.
(Aus dem Regen in die Traufe. Aus der Asche ins Feuer, aus dem Fegefeuer in die Hölle fallen. Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu.)


Den Tod frisst ein jeder am ersten Brei.

Den toten Löwen kann jeder Hase an der Mähne zupfen.

Den trägen Mann spornt der Hunger an.


Den Vater kennt man an dem Kind, den Herrn an seinem Hausgesind.

Den Vogel kennt man am Gesang, den Hafen*14 an dem Klang, den Esel an den Ohren, und am Gesang den Toren.

Den Wassertrinker geht kein Schick an.

Den Willen gibt Gott, den Zwang die Not.

Den Ziegel und den bösen Mann niemand reinwaschen kann.
Der Abend rot, der Morgen grau, bringt das schönste Tagesblau.

Der Abt ist auch zuvor ein Diener gewesen.

Der Abt ist ein Mönch, kein Herr.


Der Abwesende bewegt sich jeden Tag weiter und weiter fort.


Der Abwesende muss Haare lassen.

Der Acker muss schwächer sein, als der Bauer.

Der Adler fängt keine Mücken.

Der Adler heckt keine Zeislein.


Der Adler sieht das Luder wohl, aber nicht den Jäger.


Der Affe bleibt ein Aff, und würd’ er König oder Pfaff.

Der Affe nimmt die Pfoten der Katze, um die Kastanien aus dem Feuer zu ziehen.

Der Alchemie ist niemand wert.

Der alle Hecken fürchtet, soll nicht in den Wald fahren jagen.

Der alles will haben, soll nichts haben.

Der alte Freund sei nicht geschmäht, man weiß nicht, wie der neue gerät.

Der alte Gott lebt noch.

Der alte Kaiser lebt noch.

Der alte Mann schmeckt nach dem jungen.

Der Alten Mut ist allzeit gut.

Der Alten Rat, der Jungen Stab.

Der Alten Rat, der Jungen Tat, macht Krummes grad.

Der Ältere teilt, der Jüngere kiest.
(kiest = aus dem Altdeutschen: wählen. Ein altes Rechtssprichwort aus dem Mittelalter. Es war schon als lateinische Rechtsregel im Römischen Reich in Gebrauch. Es bedeutet, wenn zwei Erben sich ein Erbe teilen sollen, muss der ältere es in zwei Teile teilen, von denen sich der Jünger als Erster eines auswählen kann. Im heutigen Recht ist diese Regelung nicht mehr gültig, auch weil es nur zwei Erben berücksichtigt.  Eine 24-seitige Untersuchung zu diesem Sprichwort aus dem Jahr 2008, Universität Bochum.)
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Der Amboss erschrickt vor dem (fürchtet den) Hammer nicht.

Der (Ein) Amboss fragt nach keinem Streich.

Der Amboss ist des Lärms gewohnt.


Der Anfänger (Erfinder) ist aller Ehren wert.

Der Anfang sei, wie er will, das Ende kriegt das Lob.

Der Apfel aber, den Eva brach, brachte uns in alles Ungemach.
(Ein Sprichwort, mit dem jeder Mann nicht nur früher alles Schlechte auf die Frauen abschieben konnte, und alles mit der Begründung, es steht ja schon in der Bibel. Eine Ausrede, die jahrhundertelang die Benachteiligung der Frauen gerechtfertigt wurde und    
heute noch nicht ganz überwunden ist.)


Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
(Sprichwort auch in etlichen anderen Ländern.
Das Sprichwort bedeutet, Kinder beobachten ihre Eltern und folgen ihrem Verhalten.)


Der Apfel schmeckt süß, um den man die Wache betrügt.

Der Apfel sieht rot, doch sitzt ein Wurm darin.

Der Appetit kommt beim Essen.
Wenn jemand zuerst lustlos an eine Sache (Mahlzeit) herangeht und erst dabei auf den Geschmack kommt und Appetit auf mehr entwickelt. Öfter wird mit Appetit im übertragenen Sinn auch Habgier gemeint.
Sprichwort in vielen Ländern. Laut verschiedenen Quellen soll das Sprichwort seinen Ursprung in Frankreich haben.
Bei Wander (Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Bd. 1, S. 112, Appetit10) steht, dass der früherer Lehrer Amiot des französischen Königs Heinrich III von Frankreich (* 1551 bis † 1589) von diesem eine reiche Abtei erhielt. Später wollte Amiot auch das Bistum von Auxerre erhalten. Als Begründung soll er zum König „der Appetit kommt, indem man isst.“ gesagt haben, woraus das Sprichwort entstand.
www.zeno.org/Wander-1867/A/Appetit?hl=appetit
Andere Quellen nennen den Abenteuerroman „Gargantua und Pantagruel“ (1535) von François Rabelais' (1494-1553) als Ursprung. Darin kommt der Satz: „Der Appetit kommt beim Essen, sagt Angeston, aber der Durst verliert sich durchs Trinken.“, vor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/D#Der_Appetit_kommt_beim_Essen

Der Appetit kommt erst, wenn man was Gutes vor sich hat.


Der Appetit muss sich nach dem Beutel richten.


Der ärgste Feind ist in uns selbst.


Der Argwohn ist ein Schalk, und wie er ist, verdenkt er jedermann.

Der Arme bedarf wenig zum Leben im Land: den Weg vor sich und den Stock in der Hand.

Der Arme behält seine Hühner, der Reiche seine Tochter nicht lange.

Der Arme gehört hinter die Tür.

Der Arme hat immer Gegenwind.

Der Arme hat seinen Platz hinter der Tür.


Der Arme heißt, dass Gott erbarme.

Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche, wann er will.

Der Arme ist gestorben, ehe der Reiche in die Tasche greift.
Der Arme ist längst des Todes verblichen, eh' des Reichen Hülfe kommt geschlichen.

Der Arme ist überall im Wege.

Der Arme kennt seine Verwandten besser als der Reiche.

Der Arme leidet und wird erdrückt durch Wucher, Geiz und böse Tück.

Der arme Mann ist gesund, er lebt von der Hand in den Mund.

Der Arme muss halten, was man ihm gestellt, der Reiche hält, was ihm gefällt.

Der Arme muss sein Wort halten und der Reiche hält's, wenn er Gewinn (Nutzen) davon hat.

Der Arme muss in den Sack.

Der Armen Herberge ist bei Helfdirgott.

Der Arme schläft in Sicherheit.

Der Armut geht viel (wenig) ab, dem Geize alles.


Der Arzt ist ein geschickter Mann, der sich selber heilen kann.


Der Arzt ist krank, wenn ein jeder gesund ist.


Der Arzt ist oft mehr zu fürchten als die Krankheit.


Der auf übelm Weg ist, hat Not davon zu kommen.

Der Ausgang ist oft besser als der Aufgang.

Der Ausgang wird’s lehren.

Der Bart wackert (weckt, wachsam, tüchtig, tapfer) den Mann.

Der Bart war früher als der Mann.

Der Bart ziert den Mann.

Der Bauch hat keine Ohren.

Der Bauch hört keine Predigt.

Der Bauch ist ein böser Ratgeber.


Der Bauch ist ein großer Schalk.

Der Bauch ist ein Wirtshaus, wo es gehet ein und aus.

Der Bauch ist ihm so weich wie mir.

Der Bauch lässt sein nicht vergessen.

Der Bauch lässt sich nichts vorlügen.

Der Bauch lehrt alle Künste.

Der Bauch macht Huren und Buben.

Der Bauch macht uns alle zu Schelmen.

Der Bauer bleibt ein Bauer, auch wenn er schläft bis Mittag.

Der Bauer glaubt nur seinem Vater.

Der Bauer hat nur ein Kind.
(Altes Rechtssprichwort, nach dem im Erbfall ein Bauernhof der jüngste Sohn den Hof im Ganzen erbt und die anderen nur eine verhältnismäßige Abfindung erhalten. Das sollte verhindern, das schon kleine Höfe weiter geteilt werden und zu klein zum Überleben werden.)

Der Bauer ist ein Lauer.

Der Bauer ist immer im nächsten Jahr reich.
Die Bauern sind alle zukünftiges Jahr reich.

Der Bauer ist nicht zu verderben, man hau` ihm denn Hand und Fuß ab.

Der Bauer ist stolzer als der Barbier, er darf auf sein Werk hofieren.

Der Bauer muss dienen, wie er bespannt ist.

Der Bauer und sein Stier sind ein Tier.
Bauer und Stier sind ein Tier.
(Das bedeutet, beide sind gleich störrisch.)

Der Baum genießt seiner Äpfel nicht.

Der Baum trägt die Äpfel nicht ihm selbst.
Der Baum trägt sich selbst keine Äpfel.

Der Bedürfnislose ist König.

Der Beifall ist das Brot des Künstlers.

Der bekommt keinen Honig zu lecken, der sich von der Bienen Stachel lässt schrecken.


Der Beleidiger verzeiht nie.


Der beste Advokat, der schlimmste Nachbar.


Der beste Anker ist das Haus.

Der beste Arzt ist oft der schlechteste Patient.


Der beste Baum bringt auch wohl eine krüpplige Frucht.

Der beste Honig verdirbt im unreinen Glas.

Der beste Kegler kann wohl einmal einen Pudel werfen.

Der beste Prediger ist die Zeit.

Der beste Steuermann ist zuerst im Hafen.

Der beste Wanderer muss vorangehen.

Der beste Weihrauch kommt von den ältesten Bäumen.

Der Bettler feiert sechs Tag' in der Woche und den siebenten sitzt er vor der Kirche.

Der Bettler greift nie fehl.

Der Bettler hat vollauf ohne Müh und Arbeit.

Der Bettler sagt nie: es ist zu viel.

Der Bettler schlägt kein Almosen, der Hund keine Bratwurst, der Krämer keine Lüge aus.

Der Bettler treibt das goldene faule Handwerk, davon er sechs Tage feiert und den siebenten vor der Kirche sitzt.

Der Blödheit der Frauen kommt man zu Hilfe.

Der Bock dient nicht zum Gärtner.

Der Bock lässt wohl vom Bart, aber nicht von Art.

Der Bock traut der Geiß, was er selbst wohl weiß.

Der Bock weiß, dass er Hörner hat.

Der Bogen will nicht immerzu gespannt stehen.

Der Bolz findet die Meise wohl.

Der Borger muss auf den Zahler denken.

Der Böse ist immer böse, denn so er sich fromm stellt.

Der Böse ist nie schlimmer, als wenn er fromm tut (scheint).

Der Bösen Freud' wird ihnen leid.

Der Bösen Missfallen ist ein schönes Lob.

Der Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.

Der Böse scheut das Licht, wie der Teufel das Kreuz.

Der böseste Hund schweigt, wenn er mit Fleisch geworfen und auch der ärgste Feind wird versöhnt, wenn man ihn mit goldenen Pfeilen schießt.

Der Brei wird nicht so heiß gegessen, als er aufgetragen wird (vom Feuer kommt).

Der Bube bleibt ein Bube auch unter dem Chorrock.

Der Buchstabe ist ein Sklave.

Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Neues Testament, 2. Brief an die Korinther 3, 6)

Der Buhler Zank ist der Liebe Anfang.

Der Buhler Zorn ist der Liebe Sporn.

Der Büttel*6 löst das Gebot auf, das der Amtmann schließt.

Der da hat die Kühe, der hab' auch die Mühe.

Der da hat keine Mühe,
dem gibt man die Kühe,
und der da hat die Mühe,
dem nimmt man die Kühe
und gibt ihm die Brühe.

Der das Kleine in Ehren hält, ist des Großen desto würdiger.

Der Degen soll ohne Ursache nicht ausgezogen und ohne Ehre nicht wieder eingesteckt werden.

Der Degen und das Geld erfordern kluge Hände.

Der dem Kläffer nicht in seine Nachrede fällt, der bestellt ihn.

Der, dem man gibt, schreibt es in den Sand, dem man nimmt, schreibt es in Stahl und Eisen.

Der den Mond gemacht hat, weiß wohl, wie alt er ist.

Der den Sack aufhebt, ist so schlimm, als der hineinschüttet.

Der Dieb findet so leicht, wie der Glöckner den Kelch.

Der Dieb meint, sie stehlen alle.

Der Dieb ziert den Galgen, wie das Magnifikat die Vesper.
(Magnifikat = rühmen, nach dem ersten Wort der lateinischen Bibel. In der kath. Kirche Teil der Vesper, urchristlicher Lobgesang Marias, der Mutter Jesu.)

Der Diener Ehre, der Herren Ehre.

Der Dilettant will mehr als zehn Künstler können.

Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.

Der Dümmste gibt oft den besten Rat.


Der Durst nach etwas Neuem bleibt uns allezeit in der Kehle und der Hunger zwischen den Zähnen.

Der Edelleute Feste fallen selten in den Christmond.

Der Edelwein am Rhein muß aller König sein.

Der Edle zürnt nicht lange.

Der Egel lässt nicht ab, er sei denn Blutes voll.

Der Ehestand ist ein Hühnerhaus: Der eine will hinein, der andere will heraus.

Der Eid ist ein Ende alles Haders*13.
(Das bedeutet, der Eid eines Zeugen macht allen Spekulationen und Streitereien über eine Sache ein Ende. Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Der Brief an die Hebräer 6, 16: „Die Menschen schwören ja bei einem Größeren, als sie sind; und der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und macht aller Widerrede ein Ende.“)

Der Eigennutz ist das fünfte Evangelium im verkehrten Christentum.

Der Eigennutz ist die Spindel am Rocken*246.

Der Eigensinn ist die Energie der Dummen.

Der eine fängt den Hasen, der andre isst ihn.

Der eine fiedert die Pfeile, der andere verschießt sie.

Der eine gewinnt seine Nahrung mit Sitzen, der andre mit Laufen und Schwitzen.

Der eine gibt mir Geld, der andre bezahlt mich.

Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andre Nutzen und Preis.

Der eine hat den Genuss, der andre den Verdruss.

Der eine hat die Mühe, der andre hat die Brühe.

Der eine hat Glück, der andre sät darauf.

Der eine ist das Wort, ein anderer der Hort.

Der eine ist von Roggenstroh, der andre ebenso.

Der eine klopft auf den Busch, der andere fängt den Vogel.

Der eine melkt den Bock, der andere hält das Sieb unter.
(Das Sprichwort meint nutzlose Verbindungen. Zwei tun sich zusammen wobei beide nur Unsinniges oder Dummheiten beisteuern.)

Der einen beleidigt, dräut vielen.

Der eine pflanzt den Baum, der andre isst die Pflaum'.

Der eine rafft die Steine, der andre wirft sie.

Der eine sät, der andre schneidet.
Der eine sät, der andre schneidet, der dritte scheuert*30 ein.
Ich habe gesät, ein anderer mäht.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Johannes 4, 37: „Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser sät, der andere schneidet.“)

Der eine schert Schafe, der andere Ferkel.

Der eine schlägt den Nagel ein, der andre hängt den Hut daran.


Die 10 oberen Sprichworte:
Der eine hat die Arbeit und das Nachsehen, der andere hat den Nutzen und Vorteil davon, ohne eigene Arbeit oder sich selbst anzustrengen.


Der ein junges Weib und ein altes Haus hat, hat genug zu flicken.

Der Einsame ist entweder ein Engel oder ein Teufel.

Der Elefant macht keine Mücke tot (fängt keine Mücken).

Der Elster ist ein Ei gestohlen!
Der Elster wird wohl auch ein Ei gestohlen.
(Das bedeutet, auch wenn wer selbst ein Dieb ist und besonders vorsichtig, kann von anderen betrogen oder bestohlen werden.)

Der Eltern Freundlichkeit gibt den Kindern Geschicklichkeit.

Der Engländer sagt, dass eine Frau weise genug sei, wenn sie so viel Verstand hat, unterzutreten, wenn es regnet.
(Früher meinte man, Frauen bräuchten nicht viel lernen (außerdem könnten sie es auch nicht), da sie sowieso heiraten und Kinder bekämen. Dabei ist zu viel Wissen oder Klugheit hinderlich, denn sie würden dann weniger den Anordnungen der Männer folgen und ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen, es bring also nur Probleme.)

Der Erbe folgt in des Toten Recht.

Der Erben Tränen sind ein verdecktes Lachen.
Der Erben Weinen ist heimlich Lachen.

Der Erfolg hat viele Väter. Der Misserfolg ist ein Waisenkind.

Der Erste auf der Mühle schüttet.

Der Erste beim Feuer setzt sich am nächsten.

Der Erste beim Herd setzt seinen Topf, wohin er will.

Der erste Betrug ist ärger als der letzte.
Der letzte Betrug ist ärger, als der erste.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 27, 64. Nach der Kreuzigung sollte das Grab Jesu bewacht werden: „auf dass nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten; und werde der letzte Betrug ärger, als der erste.“ Bei Karl Simrock und allen, die bei ihm abgeschrieben haben, steht das erste der beiden Versionen des Sprichwortes. Die zweite Version entspricht dem Bibeltext und ist daher das richtige Sprichwort, wie es auch bei Körte und bei Kirchhofer steht und ins Sprichwörter Lexikon übernommen wurde.)

Der erste Diebstahl beschwert den andern.

Der Erste fängt an.

Der erste Finder ist auch der erste Muter.
(Rechtssprichwort des früheren, gemeinen deutschen Bergrechts. Der Finder hat als Erster das Recht, das Eigentum an den von ihm gefundenen Mineralen zu beantragen (zu muten). Nach erteilter Mutung ist der Finder der Muter.)

Der Erste in der Schüssel, der Letzte heraus.

Der erste Kauf ist der beste.

Der erste Kaufmann der beste.

Der erste Pillendreher war der Geißbock.

Der erste Schritt ist immer der schwerste.

Der erste und letzte, die über den See gehn, ertrinken.

Der erste Wurf taugt nichts.

Der Ertrinkende klammert sich am Strohhalm fest.


Der Esel gehört in die Mühle, dass er Säcke trägt.

Der Esel hat lieber Stroh denn Gold.

Der Esel hat von Jugend auf graue Haare.

Der Esel nennt sich immer zuerst.

Der Esel schimpft das Maultier Langohr.

Der Esel trägt das Korn in die Mühle und bekommt Disteln.

Der Esel und der Treiber denken nicht eins.
Der Esel und sein Treiber denken nicht überein.

Der Esel will geschlagen, der Pöbel mit Gewalt regiert sein.
Der Esel will Schläge haben
(In vielen Sprichwörtern das Gleiche, die Esel werden geschlagen oder geprügelt, damit sie Lasten tragen. Früher mussten sie die Mehlsäcke schleppen. Heute sind es die Touristen, wie auf Santorin. Im Sprichwort und in der Wirklichkeit, wenn die Esel nicht mehr wollen oder wegen Überbelastung nicht mehr können, werden sie geschlagen, oder aussortiert.
Im Internet zu sehen: 
www.focus.dewww.reisereporter.deTierschutzverein-santorini)

Der Esel will lieber Stroh als Gold.

Der Esel will's mit dem Löwen aufnehmen.

Der ewige Frieden ist auf dem Kirchhof.


Der Faden folgt der Nadel.


Der Faule hat keine Färbung.

Der Faulen ist es ein guter Schutz, dass sie ein Kindlein hat.

Der Faulenz und das Lüderli sind zwei Zwillingsbrüderli.

Der Faule spricht: es will nicht Nacht werden.

Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt.

Der Faule trägt, der Fleißige läuft sich zu Tode.

Der faulsten Sau gehört allweg der größte Dreck.

Der Feige muss weniger Beleidigungen schlucken als der Ehrgeizige.

Der Feinde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen.


Der fetten Sau schmiert man nicht den Balg.

Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.
Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Der Fisch ist gern im Wasser, der Vogel in der Luft, das brave Weib daheim.

Der Fisch will dreimal schwimmen, im Wasser, im Schmalz und im Wein.

Der Fisch will schwimmen.

Der Fleißige tut sich nimmer genug.

Der Flicken muss allemal größer sein als das Loch.

Der flieht das Licht wie der Teufel das Kreuz.

Der Fluch an niemand, denn am Flucher klebt.

Der Fraß richtet sich mit den Zähnen sein Grab zu.

Der Frau Augen kochen wohl, die der Magd nicht.

Der Freunde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen.

Der Freunde müssen mindestens zwei sein.

Der Fromme liebt jeden, der Böse niemand.

Der Frommen Gesellschaft ist aller Heiligen Gemeinschaft.

Der Frosch lässt das Quaken nicht.

Der frühe Vogel fängt den Wurm.
(Dies Sprichwort ist ursprünglich ein englisches Sprichwort, das erst zwischen 1980 und 1990 in Deutschland eingebürgert wurde. Erstmals wird es als „The early bird catcheth the worm.“ 1637 in „A Collection of English Proverbs“ von John Ray auf Seite 101 aufgeführt. Es bedeutet, durch frühes oder schnelles Handeln hat man Vorteile gegenüber anderen langsamen. Wer sich früher um etwas bemüht oder für etwas einsetzt, der wird schneller Erfolg haben. Ähnliche deutsche Sprichwörter: Morgenstund hat Gold im Mund. und Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.)

Der Fuchs ändert den Balg und bleibt ein Schalk; der Wolf ändert das Haar und bleibt, wie er war.

Der Fuchs geht nicht zum zweiten Mal ins Garn.

Der Fuchs grüßt den Zaun um des Gartens willen.

Der Fuchs kann seinen Schwanz nicht bergen.

Der Fuchs verkehrt wohl seine Haut, aber nicht sein Gemüt.

Der Funke glimmt auch unter der toten Asche.

Der Furchtsame sieht überall Gespenster.

Der Galgen gibt es viel, der Galgenstricke aber noch mehr.


Der Galgen ist der Diebe Kanzel.

Der Gang vermag tausend Gulden*12.

Der Gebrauch ist in allen Sachen der beste Lehrmeister.
(Deswegen auch ein anderes Sprichwort: Übung macht den Meister.)

Der Geduldige treibt den Ungeduldigen aus dem Lande.

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
(Ursprung des Sprichwortes ist das Evangelium nach Matthäus 26, 41, wo wörtlich steht: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ Das bedeutet, das Fleisch ist stärker als der vom Geist beeinflusste Wille. Das Fleisch, die Fleischeslust, wird immer wieder (vom Teufel) versucht oder verführt, und der Geist, der gut und gottesfürchtig ist zu schwach, sich dagegen zu wehren. Die Gewalt und Stärke der sinnlichen Neigungen gegenüber den geistigen Einflüssen ist zu übermächtig.)

Der Geiz hat keinen Boden.

Der Geiz hat seinen Gott im Kasten.

Der Geizige ist das Ross, das Wein fährt und Wasser säuft.

Der Geizige ist ein reicher Bettler.

Der Geizige ist sein eigener Folterknecht.


Der Geizige trägt seine Seele feil.

Der Geiz ist die Wurzel alles Übels.

Der Geiz ist seine eigene Stiefmutter.

Der Geiz macht sich seine Höllenfahrt sauer.

Der Geiz muss Hunger leiden, weil der Teufel den Schlüssel zum Geldkasten hat.

Der Geiz sammelt sich arm, die Milde gibt sich reich.

Der Geiz und der Bettelsack sind bodenlos.

Der Geiz wächst mit dem Gelde.


Der Geiz will nicht leiden, dass man das Licht bei ihm anzünde.

Der Geiz wird täglich jünger.
(Das bedeutet, wenn jemand geizig ist, wird dieses Laster meist größer, je älter der Geizige wird.)

Der Gelehrt' wird bei der Geduld bewährt.

Der gelindeste Weg ist der beste.

Der gerade Weg ist der beste.

Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs.

Der Gerechte muss viel leiden.

Der gesamten Hand muss man Folge leisten.
(Eine Gesamthandsgemeinschaft ist eine Besitzergemeinschaft, der ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich gehört. Über das Vermögen kann nur gemeinschaftlich verfügt werden.)

Der Gesandte ist unverletzlich.

Der Gescheite soll den Narren auf dem Rücken tragen.

Der gestohlene Pfennig gilt so viel als ein anderer.

Der Gesunde kann dem Kranken wohl raten.

Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.

Der getreue Eckart warnt jedermann.

Der gewinnt mit Geben, der Würdigen gibt.

Der gewinnt übel, der alles vertut.

Der gewinnt viel, der eine Hure verliert.

Der Glaube lässt sich nicht zwingen.

Der Glaube macht selig.

Der Glaube macht selig, der Tod störrig.

Der Glauben empfängt, die Liebe gibt.

Der Glaube versetzt Berge.

Der Gläubigen Vaterunser und heiße Tränen sind wohl zu fürchten.

Der glücklichen Braut fällt der Regen in den Schoß.
Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß.

Der Greis verkehrt selten seine Weis.

Der Grindige kratzt sich leicht blutig.

Der Groschen, den die Frau erspart, ist so gut, als den der Mann erobert.

Der größte Fürst hat an einem Feind zu viel und an tausend Freunden zu wenig.

Der größte Schritt ist der aus der Tür.

Der gute Name ist der beste Same.

Der Gutgenug hat sein Lebtag nichts getaugt.

Der Gutgenug macht's schlecht genug.

Der gut ins Holz ruft, kriegt eine gute Antwort.

Der gut kaut, der gut verdaut.

Der Haber (Hafer) wird nicht vor der Gerste reif.

Der Habichte gibt es viele, die wie Tauben aussehen.

Der Hahn ist König auf seinem Miste.

Der Hahn kann nicht so viel zusammentragen, als die Henne verscharren mag.

Der Hahn kräht am kühnsten auf eigenem Mist.

Der Hahn kräht, so er die Henne getreten.

Der Hahn schließt die Augen, eh er kräht - weil er's auswendig kann.

Der Hammer und der Amboss geben harten Widerstoß.

Der Harnisch ist gut, wer sein zu brauchen weiß.

Der Hase geht selbander zu Busch und kommt selbfünfzehnter wieder.
(selbander = seit kurzem (nach ~1950) veralteter Begriff aus dem mittelhochdeutschem stammend. Das Wort ist praktisch aus zwei einzelnen zusammengesetzt: Das selb aus selber oder selbst, und das ander aus der/die/das andere oder anders. Früher wurde der andere noch als der zweite verstanden, so hieß selbander man selbst und ein zweiter = zu zweit. Entsprechen sind auch mehr Personen möglich: selbdritt, selbviert und mehr. Als Synonym werden heute meist zusammen, gemeinsam, miteinander oder andere gebraucht. Je nach Kontext können sie aber ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Das Sprichwort bedeutet, der Hase geht zu zweit in den Busch und kommt mit 13 Jungen wieder.)

Der Hase will allezeit wieder dahin, wo er geworfen ist.

Der hat einen gelenken Kopf, der sich vorn und hinten flöhen kann.

Der hat gut ratgeben, dem es wohl geht.

Der hat gut tanzen, dem das Glück aufspielt.


Der hat seinen Dreck nicht weggetan, der ihn unter sein Fenster fegt.

Der Hättich und der Wolltich haben beide nichts.

Der Hausfriede kommt von der Hausfrau.

Der Hehler ist schlimmer als der Stehler.

Der Hehler macht den Stehler.

Der Heiligen Gut hat der Wehre nicht.

Der heilige Sebastian ist gut, sprach der Mönch: wie ich auch mit ihm teile, so schweigt er und ist zufrieden.

Der Heireri sieht nit wohl, hört nit wohl und kann nit recht reden, drum muss er ein Pfarrer werden.

Der heißt mit Unrecht mir ein Mann, der seine Frau nicht meistern kann.

Der Henker ist ein scharfer Barbier.


Der Henker schlägt dem, so vor ihm ist, den Kopf ab und dräut denen, die hinter ihm sind.

Der Hering hängt an seinen eigenen Kiemen.
(Für eigene Taten und Fehler ist man selbst verantwortlich und muss die Folgen selber tragen.)

Der Herren Güter sind nicht denen, die sie verdienen, sondern denen man sie gönnt.

Der Herren Sachen sind Sorgen und Wachen.

Der Herren Sünde, der Bauern Buße.

Der Herr muss selber sein der Knecht, will er's im Hause haben recht.

Der Herr sieht mit einem Auge mehr als der Knecht mit vieren.

Der Herr soll von Linden sein, der Knecht von Eichen.

Der heutige Tag ist der Jünger des gestrigen.

Der Himmel ist hoch, man kann sich nicht dran halten.

Der Himmel ist nicht für die Gänse erbaut; für die Gottlosen aber auch nicht.

Der Himmel ist schwer zu verdienen, sprach der Abt, als er vom Bette fiel und die Nonne ein Bein brach.

Der Himmel ist uns überall gleich nahe.

Der Himmel lässt der Ziege den Schwanz nicht zu lang wachsen.

Der Himmel sieht noch gar zu klar aus, dass es Morgen sollte Reichstaler regnen.

Der hinkende Bote kommt eben so weit.

Der hinkende Bote kommt hinterdrein.

Der Hinkende ist unter den Einbeinigen König.

Der höchste Berg ist die Türschwelle.

Der Hof trägt wohl gute Früchte, es sind aber wenig, die solche genießen.

Der Honig des Reichtums kommt aus dem Bienenstock des Fleißes.

Der Honig geht schwer ein, wenn man ihn essen muss.

(Sprichwort in Russland mit der gleichen Bedeutung: Sauer ist der Honig dem, der ihn essen muss.)

Der Honig ist nicht weit vom Stachel.


Der Horcher an der Wand hört seine eigne Schand.

Der Hosenteufel findet statt, seit Adams grünem Feigenblatt.
(Hosenteufel sind Pluderhosen, die im 16. Jahrhundert in Mode waren. Sie wurden bekämpft und verteufelt, wegen der Stoffverschwendung. Man brauchte sehr viel und teuren Futterstoff, meist aus Seide, für das hervorquellende Futter. Deswegen wurden Pluderhosen an vielen Orten von Kirche und Staat verboten oder beim Antreffen in der Öffentlichkeit zerstört, was für die Betroffenen sehr peinlich war, da sie ohne Hosen nach Hause gehen mussten.)

Der Hund, der den Hasen aufspürt, ist so gut, als der ihn fängt.

Der Hund frisst wieder, was er gespien hat.

Der Hund ist tapfer auf seinem Mist.

Der Hund kennt sein Bein.
(Bedeutet, der Hund kennt seinen Knochen.)

Der Hund weiß seines Herrn Willen wohl.

Der Hund wird nicht ledig, ob er gleich in die Kette beißt.

Der Hunger findet den Doktorhut.

Der Hunger ist ein Unger.

Der Hunger kostet wenig, der Überdruß viel.

Der Hunger macht alle Speise süß, allein sich selbst nicht.

Der Hunger treibt den Wolf aus dem Busch.

Der Hunger treibt den Wolf über Schnee und Eis.

Der Huren Schönheit ist gleich den Früchten, so auf hohen Felsen wachsen und nur von Raben und anderen Raubvögeln genossen werden.