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Deutsche Sprichworte
Der A bis Der Z
Der Abend rot, der Morgen grau, bringt das schönste Tagesblau.

Der Abt ist auch zuvor ein Diener gewesen.

Der Abt ist ein Mönch, kein Herr.


Der Abwesende bewegt sich jeden Tag weiter und weiter fort.


Der Abwesende muss Haare lassen.

Der Adler fängt keine Mücken.

Der Adler heckt keine Zeislein.


Der Adler sieht das Luder wohl, aber nicht den Jäger.


Der Affe nimmt die Pfoten der Katze, um die Kastanien aus dem Feuer zu ziehen.

Der Alchemie ist niemand wert.

Der alle Hecken fürchtet, soll nicht in den Wald fahren jagen.

Der alles will haben, soll nichts haben.

Der alte Freund sei nicht geschmäht, man weiß nicht, wie der neue gerät.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Der alte Mann schmeckt nach dem jungen.

Der Amboss erschrickt vor dem Hammer nicht.


Der Amboss fragt nach keinem Streich.

Der Amboss ist des Lärms gewohnt.


Der Anfänger (Erfinder) ist aller Ehren wert.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
(Sprichwort auch in etlichen anderen Ländern. Das Sprichwort bedeutet, Kinder beobachten ihre Eltern und folgen ihrem Verhalten.)

Der Apfel schmeckt süß, um den man die Wache betrügt.

Der Apfel sieht rot, doch sitzt ein Wurm darin.

Der Appetit kommt beim Essen.
Wenn jemand zuerst lustlos an eine Sache (Mahlzeit) herangeht und erst dabei auf den Geschmack kommt und Appetit auf mehr entwickelt. Öfter wird mit Appetit im übertragenen Sinn auch Habgier gemeint.
Sprichwort in vielen Ländern. Laut verschiedenen Quellen soll das Sprichwort seinen Ursprung in Frankreich haben.
Bei Wander (Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Bd. 1, S. 112, Appetit10) steht, dass der früherer Lehrer Amiot des französischen Königs Heinrich III von Frankreich (* 1551 bis † 1589) von diesem eine reiche Abtei erhielt. Später wollte Amiot auch das Bistum von Auxerre erhalten. Als Begründung soll er zum König „der Appetit kommt, indem man isst.“ gesagt haben, woraus das Sprichwort entstand.
www.zeno.org/Wander-1867/A/Appetit?hl=appetit
Andere Quellen nennen den Abenteuerroman „Gargantua und Pantagruel“ (1535) von François Rabelais' (1494-1553) als Ursprung. Darin kommt der Satz: „Der Appetit kommt beim Essen, sagt Angeston, aber der Durst verliert sich durchs Trinken.“, vor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/D#Der_Appetit_kommt_beim_Essen

Der Appetit kommt erst, wenn man was Gutes vor sich hat.


Der Appetit muss sich nach dem Beutel richten.


Der ärgste Feind ist in uns selbst.


Der Argwohn ist ein Schalk, und wie er ist, verdenkt er jedermann.

Der Arme bedarf wenig zum Leben im Land: den Weg vor sich und den Stock in der Hand.

Der Arme behält seine Hühner, der Reiche seine Tochter nicht lange.

Der Arme gehört hinter die Tür.

Der Arme hat immer Gegenwind.

Der Arme hat seinen Platz hinter der Tür.


Der Arme heißt Gott erbarme.

Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche, wann er will.

Der Arme ist gestorben, ehe der Reiche in die Tasche greift.
Der Arme ist längst des Todes verblichen, eh' des Reichen Hülfe kommt geschlichen.

Der Arme ist überall im Wege.

Der Arme kennt seine Verwandten besser als der Reiche.

Der Arme leidet und wird erdrückt durch Wucher, Geiz und böse Tück.

Der arme Mann ist gesund, er lebt von der Hand in den Mund.

Der Arme muss halten, was man ihm gestellt, der Reiche hält, was ihm gefällt.

Der Arme muss sein Wort halten und der Reiche hält's, wenn er Gewinn (Nutzen) davon hat.

Der Arme muss in den Sack.

Der Armen Herberge ist bei Helfdirgott.

Der Arme schläft in Sicherheit.

Der Armut geht viel (wenig) ab, dem Geize alles.


Der Arzt ist ein geschickter Mann, der sich selber heilen kann.


Der Arzt ist krank, wenn ein jeder gesund ist.


Der Arzt ist oft mehr zu fürchten als die Krankheit.


Der auf halben Wege umkehrt, irrt nur zur Hälfte.


Der auf übelm Weg ist, hat Not davon zu kommen.

Der Ausgang ist oft besser als der Aufgang.

Der Ausgang wird’s lehren.

Der Bart wackert (weckt, wachsam, tüchtig, tapfer) den Mann.

Der Bart war früher als der Mann.

Der Bart ziert den Mann.

Der Bauch hat keine Ohren.

Der Bauch hört keine Predigt.

Der Bauch ist ein böser Ratgeber.


Der Bauch ist ein großer Schalk.

Der Bauch ist ein Wirtshaus, wo es gehet ein und aus.

Der Bauch ist ihm so weich wie mir.

Der Bauch lässt sich nichts vorlügen.

Der Bauch macht Huren und Buben.

Der Bauch macht uns alle zu Schelmen.

Der Bauer bleibt ein Bauer, auch wenn er schläft bis Mittag.

Der Bauer glaubt nur seinem Vater.

Der Bauer ist ein Lauer.

Der Bauer ist immer im nächsten Jahr reich.
Die Bauern sind alle zukünftiges Jahr reich.

Der Bauer ist nicht zu verderben, man hau` ihm denn Hand und Fuß ab.

Der Bauer ist stolzer als der Barbier, er darf auf sein Werk hofieren.

Der Bauer muss dienen, wie er bespannt ist.

Der Bauer und sein Stier sind ein Tier.

Der Baum genießt seiner Äpfel nicht.

Der Baum trägt sich selbst keine Äpfel.

Der Bedürfnislose ist König.

Der Beifall ist das Brot des Künstlers.

Der bekommt keinen Honig zu lecken, der sich von der Bienen Stachel lässt schrecken.


Der Beleidiger verzeiht nie.


Der beste Advokat, der schlimmste Nachbar.


Der beste Anker ist das Haus.

Der beste Arzt ist oft der schlechteste Patient.


Der beste Honig verdirbt im unreinen Glas.

Der beste Prediger ist die Zeit.


Der beste Steuermann ist zuerst im Hafen.

Der beste Wanderer muss vorangehen.

Der Bettler greift nie fehl.

Der Bettler hat vollauf ohne Müh und Arbeit.

Der Bettler sagt nie: es ist zu viel.

Der Bettler schlägt kein Almosen, der Hund keine Bratwurst, der Krämer keine Lüge aus.

Der Bettler treibt das goldene faule Handwerk, davon er sechs Tage feiert und den siebenten vor der Kirche sitzt.

Der Bock dient nicht zum Gärtner.

Der Bock lässt wohl vom Bart, aber nicht von Art.

Der Bock weiß, dass er Hörner hat.

Der Bolz findet die Meise wohl.

Der Borger muss auf den Zahler denken.

Der Böse ist immer böse, denn so er sich fromm stellt.

Der Bösen Wohlstand ist der Frommen Jammer.

Der Brei wird nicht so heiß gegessen, als er aufgetragen wird (vom Feuer kommt).

Der Bube bleibt ein Bube auch unter dem Chorrock.

Der Buchstabe ist ein Sklave.

Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Neues Testament, 2. Brief an die Korinther 3, 6)

Der Buhler Zorn ist der Liebe Sporn.

Der Büttel löst das Gebot auf, das der Amtmann schließt.

Der das Kleine in Ehren hält, ist des Großen desto würdiger.

Der, dem man gibt, schreibt es in den Sand, dem man nimmt, schreibt es in Stahl und Eisen.

Der Dieb meint, sie stehlen alle.

Der Diener Ehre, der Herren Ehre.

Der Dilettant will mehr als zehn Künstler können.

Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.

Der Dümmste gibt oft den besten Rat.


Der Edelleute Feste fallen selten in den Christmond.

Der Edle zürnt nicht lange.

Der Egel lässt nicht ab, er sei denn Blutes voll.

Der Eid ist ein End alles Haders.

Der Eigensinn ist die Energie der Dummen.

Der eine fängt den Hasen, der andre isst ihn.

Der eine gewinnt seine Nahrung mit Sitzen, der andre mit Laufen und Schwitzen.

Der eine gibt mir Geld, der andre bezahlt mich.

Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andre Nutzen und Preis.

Der eine hat den Genuss, der andre den Verdruss.

Der eine klopft auf den Busch, der andere fängt den Vogel.

Der eine melkt den Bock, der andere hält das Sieb unter.
(Das Sprichwort meint nutzlose Verbindungen. Zwei tun sich zusammen wobei beide nur nur Unsinniges oder Dummheiten beisteuern.)

Der einen beleidigt, dräut vielen.

Der eine pflanzt den Baum, der andre isst die Pflaum'.

Der eine rafft die Steine, der andre wirft sie.

Der eine sät, der andre schneidet.

Der eine schert Schafe, der andere Ferkel.

Der eine schlägt den Nagel ein, der andre hängt den Hut daran.


Die 9 oberen Sprichworte:
Der eine hat die Arbeit und das Nachsehen, der andere hat den Nutzen und Vorteil davon, ohne eigene Arbeit oder sich selbst anzustrengen.


Der Einsame ist entweder ein Engel oder ein Teufel.

Der Elster ist ein Ei gestohlen!
Der Elster wird wohl auch ein Ei gestohlen.

Der Eltern Freundlichkeit gibt den Kindern Geschicklichkeit.


Der Erben Tränen sind ein verdecktes Lachen.

Der Erben Weinen ist heimlich Lachen.

Der Erfolg hat viele Väter. Der Misserfolg ist ein Waisenkind.

Der Erste beim Feuer setzt sich am nächsten.

Der Este beim Herd setzt seinen Topf, wohin er will.

Der erste Betrug ist ärger als der letzte.

Der Erste fängt an.

Der erste Finder ist auch der erste Muter.
(Rechtssprichwort des früheren, gemeinen deutschen Bergrechts. Der Finder hat als Erster das Recht, das Eigentum an den von ihm gefundenen Mineralen zu beantragen (zu muten). Nach erteilter Mutung ist der Finder der Muter.)

Der erste Schritt ist immer der schwerste.

Der erste Wurf taugt nichts.


Der Ertrinkende klammert sich am Strohhalm fest.


Der Esel hat lieber Stroh denn Gold.

Der Esel hat von Jugend auf graue Haare.

Der Esel nennt sich immer zuerst.

Der Esel schimpft das Maultier Langohr.

Der Esel trägt das Korn in die Mühle und bekommt Disteln.

Der Esel und sein Treiber denken nicht überein.

Der ewige Frieden ist auf dem Kirchhof.

Der Faden folgt der Nadel.


Der Faule hat keine Färbung.

Der Faulen ist es ein guter Schutz, dass sie ein Kindlein hat.

Der Faulenz und das Lüderli sind zwei Zwillingsbrüderli.

Der Faule spricht: es will nicht Nacht werden.

Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt.

Der Faule trägt, der Fleißige läuft sich zu Tode.

Der faulsten Sau gehört der größte Dreck.

Der Feige muss weniger Beleidigungen schlucken als der Ehrgeizige.

Der Feinde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen.


Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

Der Fisch ist gern im Wasser, der Vogel in der Luft, das brave Weib daheim.

Der Fisch will dreimal schwimmen, im Wasser, im Schmalz und im Wein.

Der Fisch will schwimmen.

Der Fleißige tut sich nimmer genug.

Der Flicken muss allemal größer sein als das Loch.

Der flieht das Licht wie der Teufel das Kreuz.

Der Fraß richtet sich mit den Zähnen sein Grab zu.

Der Frau Augen kochen wohl, die der Magd nicht.

Der Freunde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen.

Der Freunde müssen mindestens zwei sein.

Der Fromme liebt jeden, der Böse niemand.

Der Frommen Gesellschaft ist aller Heiligen Gemeinschaft.

Der Frosch lässt das Quaken nicht.

Der frühe Vogel fängt den Wurm.
(Dies Sprichwort ist ursprünglich ein englisches Sprichwort, das erst zwischen 1980 und 1990 in Deutschland eingebürgert wurde. Erstmals wird es als „The early bird catcheth the worm.“ 1637 in „A Collection of English Proverbs“ von John Ray auf Seite 101 aufgeführt. Es bedeutet, durch frühes oder schnelles Handeln hat man Vorteile gegenüber anderen langsamen. Wer sich früher um etwas bemüht oder für etwas einsetzt, der wird schneller Erfolg haben. Ähnliche deutsche Sprichwörter: Morgenstund hat Gold im Mund. und Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.)

Der Fuchs ändert den Balg und bleibt ein Schalk; der Wolf ändert das Haar und bleibt, wie er war.

Der Fuchs geht nicht zum zweiten Mal ins Garn.

Der Fuchs grüßt den Zaun um des Gartens willen.

Der Fuchs kann seinen Schwanz nicht bergen.

Der Fuchs verkehrt wohl seine Haut, aber nicht sein Gemüt.

Der Funke glimmt auch unter der toten Asche.

Der Furchtsame sieht überall Gespenster.

Der Galgen gibt es viel, der Galgenstricke aber noch mehr.


Der Gang vermag tausend Gulden*10.

Der Geduldige treibt den Ungeduldigen aus dem Lande.

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
(Ursprung des Sprichwortes ist das Evangelium nach Matthäus 26, 41, wo wörtlich steht: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ Das bedeutet, das Fleisch ist stärker als der vom Geist beeinflusste Wille. Das Fleisch, die Fleischeslust, wird immer wieder (vom Teufel) versucht oder verführt, und der Geist, der gut und gottesfürchtig ist zu schwach, sich dagegen zu wehren. Die Gewalt und Stärke der sinnlichen Neigungen gegenüber den geistigen Einflüssen ist zu übermächtig.)

Der Geiz hat keinen Boden.

Der Geiz hat seinen Gott im Kasten.

Der Geizige ist das Roß, das Wein fährt und Wasser säuft.

Der Geizige ist ein reicher Bettler.

Der Geizige ist sein eigener Folterknecht.


Der Geizige trägt seine Seele feil.

Der Geiz ist die Wurzel alles Übels.

Der Geiz ist seine eigene Stiefmutter.

Der Geiz macht sich seine Höllenfahrt sauer.

Der Geiz muss Hunger leiden, weil der Teufel den Schlüssel zum Geldkasten hat.

Der Geiz und der Bettelsack sind bodenlos.


Der Geiz wächst mit dem Gelde.


Der Geiz will nicht leiden, dass man das Licht bei ihm anzünde.

Der gerade Weg ist der beste.

Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs.

Der Gerechte muss viel leiden.

Der gesamten Hand muss man Folge leisten.
(Eine Gesamthandsgemeinschaft ist eine Besitzergemeinschaft, der ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich gehört. Über das Vermögen kann nur gemeinschaftlich verfügt werden.)

Der Gesandte ist unverletzlich.

Der Gescheite soll den Narren auf dem Rücken tragen.

Der Gesunde kann dem Kranken wohl raten.

Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.

Der getreue Eckart warnt jedermann.

Der gewinnt mit Geben, der Würdigen gibt.

Der gewinnt übel, der alles vertut.

Der Glaube lässt sich nicht zwingen.

Der Glaube macht selig.

Der Glaube macht selig, der Tod störrig.

Der Glauben empfängt, die Liebe gibt.

Der Glaube versetzt Berge.

Der glücklichen Braut regnet es in den Schoß.

Der größte Schritt ist der aus der Tür.

Der gute Name ist der beste Same.

Der Habichte gibt es viele, die wie Tauben aussehen.


Der Hahn ist König auf seinem Miste.

Der Hahn kräht am kühnsten auf eigenem Mist.

Der hat gut ratgeben, dem es wohl geht.


Der hat gut tanzen, dem das Glück aufspielt.


Der hat seinen Dreck nicht weggetan, der ihn unter sein Fenster fegt.

Der Hättich und der Wolltich haben beide nichts.

Der Hehler ist schlimmer als der Stehler.


Der heißt mit Unrecht mir ein Mann, der seine Frau nicht meistern kann.


Der Henker ist ein scharfer Barbier.


Der Hering hängt an seinen eigenen Kiemen.

(Für eigene Taten und Fehler ist man selbst verantwortlich und muss die Folgen selber tragen.)

Der Herren Sünde, der Bauern Buße.


Der Herr sieht mit einem Auge mehr als der Knecht mit vieren.

Der heutige Tag ist der Jünger des gestrigen.

Der hinkende Bote kommt hinterdrein.

Der Hinkende ist unter den Einbeinigen König.

Der höchste Berg ist die Türschwelle.

Der Honig des Reichtums kommt aus dem Bienenstock des Fleißes.


Der Honig geht schwer ein, wenn man ihn essen muss.

(Sprichwort in Russland mit der gleichen Bedeutung: Sauer ist der Honig dem, der ihn essen muss.)

Der Honig ist nicht weit vom Stachel.


Der Horcher an der Wand hört seine eigne Schand.

Der Hosenteufel findet statt, seit Adams grünem Feigenblatt.
(Hosenteufel sind Pluderhosen, die im 16. Jahrhundert in Mode waren. Sie wurden bekämpft und verteufelt, wegen der Stoffverschwendung. Man brauchte sehr viel und teuren Futterstoff, meist aus Seide, für das hervorquellende Futter. Deswegen wurden Pluderhosen an vielen Orten von Kirche und Staat verboten oder beim Antreffen in der Öffentlichkeit zerstört, was für die Betroffenen sehr peinlich war, da sie ohne Hosen nach Hause gehen mussten.)

Der Hund ist tapfer auf seinem Mist.


Der Hunger ist ein Unger.

Der Hunger macht alle Speise süß, allein sich selbst nicht.

Der Hunger treibt den Wolf aus dem Busch.

Der ist arm, den Sorgen grau gemacht.

Der ist arm gewisslich, der spricht: hätt' ich.


Der ist beredt, den man gern hört.


Der ist doppelt arm, der reich gewesen ist.


Der ist ein Gestreichter, so mit dem Engel gestritten hat.

Der ist ein verständig Mann, der nicht alles will, was er kann.

Der ist ein weiser Mann, der sich selber raten kann.


Der ist fromm, der ungezählt Geld wiedergibt.

Der ist glücklich genug, der keine Zeit hat, unglücklich zu sein.

Der ist nicht arm, der nichts hat, sondern der, welcher viel verlangt.

Der ist nicht arm, der nie gehabt, sondern der besessen und verloren hat.


Der ist nicht arm, der wenig hat, arm ist allein der Nimmersatt.


Der ist nicht der Tapferste, der sich nie gefürchtet, sondern der, der die Furcht überwand.


Der ist nicht frei, der dem Teufel zu eigen ist.

Der ist recht arm, welcher von Gott verlassen ist.

Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld.

Der ist und bleibt arm, der nicht praktizieren, lügen und trügen kann.

Der ist wohl ein echter Geck, der streiten will mit einem Dreck.

Der Jugend Fleiß, des Alters Ehre.
Der Jugend Lehre, des Alters Ehre.
(Je gewissenhafter man in der Jugend lernt, umso mehr hat man im Alter davon.)

Der Jugend ist man von Natur hold.

Der Junge kann sterben, der Alte muss sterben.

Der Kalendermacher macht den Kalender, aber unser Herrgott das Wetter.

Der kann sanft schlafen, der keine Sorgen hat.

Der kann sich der Armut nicht erwehren, der mehr will verzehren, als sein Pflug kann ernähren.


Der Katzen Scherz ist der Mäuse Tod.

Der Kinder Wille steckt in der Rute.

Der Kinnbacken ist des Alten Stütze.

Der Kirchhof deckt die Sünden der Ärzte zu.

Der kleine Spaziergang hat mir wohl getan, sagte der Mann, als er vom Begräbnis seiner Frau zurückkam.

Der Klügere gibt nach.

Der Gescheitere gibt nach.

Der Klügere gibt nach, sagte der Fuchs, als ihm der Jäger das Fell über die Ohren zog.

Der Kluge träumt nur, wenn er schläft, der Dumme auch, wenn er wacht.

Der Koch muss seines Herren Zunge haben.

Der Koch wird vom Geruch satt.

Der kommt nimmer in den Wald, der jeden Strauch fürchtet.


Der König kann nicht allweg regieren, wie er will.

Der Kopf ist stärker als die Hände.

Der Kranich hat den Fuchs zu Gast.
(Zwei Betrüger sprechen sich ab und sind nur auf den eigenen Vorteil aus.)

Der Kranke spart nichts als die Schuhe.


Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
(In vielen Ländern zerbrechen die Krüge einmal, der Kürbis geht wie in Ungarn unter oder man büßt wie in Italien die Pfoten ein. Eine Sache dauert nicht ewig, irgendwann geht alles zu Ende oder zu Bruch)
Der leere Wagen muss dem vollen ausweichen.

Der Leider behält das Land.

Der letzte Becher straft den Zecher.

Der Liebe Mund küsst auch den Hund.

Der Liebe und dem Feuer muss man beizeiten wehren.

Der Liebe Wunden kann nur heilen, wer sie schlug.


Der listige Fuchs wird doch endlich unterm Arm zur Kirche getragen.

Der Lügner fängt sich selbst in seiner Lüge.

Der Lügner trägt des Teufels Livree.

Der Lügner und der Dieb wohnen unter einem Dache.

Der Lump gilt nichts, wo die Leute teuer sind.

Der Mächtige steckt den andern in den Sack.

Der Maler kennt die Farben am besten.

Der Männer Ehr ist auch der Frauen Ehre, der Frauen Schand ist auch der Männer Schande.

Der Mann herrscht über seine Frau, der Pfarrer über seine Gemeinde, der Kaiser über das Reich.

Der Mann ist ehrenwert, der alle Dinge zum Besten kehrt.

Der Mann ist nicht besser als sein Wort.

Der Mann ist weis und wohlgelehrt, der alle Ding zum Besten kehrt.

Der Mann kann nicht so viel zum Tor hereinbringen als die Frau zum Hinterpförtchen heraustragen.

Der Mann muss Haar lassen, er mag eine Alte oder Junge heiraten.

Der Mann soll seiner Frau das kurze Messer geben, das längere soll er selbst behalten.
(Ähnliches Sprichwort auch in Dänemark: Reiche deiner Frau das kurze Messer und behalte das lange für dich selbst.)

Der Mann taub und die Frau stumm, gibt die besten Ehen.


Der Mann, welcher mit Weibern streiten will, muss eine geläufige Zunge haben.

(Sprichwort in Finnland: Dem Mann, der mit Weibern zankt, darf (muss) die Zunge nicht mit Grütze verbrannt sein.)


Der Mausdreck will allzeit unter den Pfeffer.

Der meiste Streit ist um Ja und Nein, Mein und Dein.

Der Mensch denkt, aber Gott lenkt.


Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.


Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.

Der Mensch ist zur Arbeit wie der Vogel zum Fliegen gemacht.

Der Mensch kann alles, was er will.

Der Mensch kann arzneien, Gott gibt das Gedeihen.

Der Mensch steht im Mittelpunkt, und deshalb steht er allen im Weg.

Der Mensch verschläft viel Ungemach.

Der Morgen ist klüger als der Abend.

Der Mühe gibt Gott Schaf und Kühe.

Der Mund ist des Bauches Henker und Arzt.

Der muss eine glückliche Hand haben, der das Glück fassen (ergreifen) will.


Der muss nicht pfeifen wollen, der den Mund nicht spitzen kann.


Der Nächste am Blut, der Erste zum Gut.

Der nächste zur Sippe, der nächste zum Erbe.

Der Natur ist wenig, dem Geiz nichts genug.

Der Neid gönnt dem Teufel nicht die Hitze in der Hölle.

Der Neid ist der Gefährte des Ruhms.

Der Neid ist die schlimmste Krankheit.

Der Person Freund, der Sache Feind.

Der Pfaff`liebt seine Herde, doch die Schafe mehr als die Widder.

Der Pflug am Morgen macht die besten Furchen.

Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande.


Der Rache sind die Hände ans Herz gebunden.

Der Rauch in meinem Hause ist mir lieber als des Nachbarn Feuer.

Der Reichen Schatzung ist: die Armen müssen die Haut hergeben.


Der Reiter duldet Kalt und Nass, der Schreiber lobt sein Tintenfass.

Der Rute entweichen und unter die Prügel schleichen.
(Aus dem Regen in die Traufe. Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu.)


Der Sack trägt den Esel zur Mühle.

Der Saft der Reben, der kann geben ein Freudenleben.

Der Satan ist ein Meister im Plaudern, wenn er nicht wohl antworten kann.
(Ein Lügner sucht mit vielen Worten seiner Unwahrheit Glauben zu verschaffen, während die Wahrheit weniger einfache Worte bedarf.)

Der Satte glaubt dem Hungrigen nicht.

Der Sau ist im Dreck am wohlsten.


Der schaffenden Hand fehlt's nicht an Brot.


Der Schein betrügt, der Spiegel lügt.


Der Schein betrügt, die Wahrheit siegt.

Der Schein trügt.


Der schläft wohl, der nicht weiß, wie übel er liegt.


Der schlaue Mann wird oft des starken Meister.


Der Schleicher überwindet den Beißer.

(Der Schleicher handelt mit List und Bösem vorbedacht und kann dadurch den offen Handelnden überlegen sein.)

Der Schmetterling vergisst oft, dass er einmal eine Raupe war.

aus Schwaben

Der Schnee lässt sich nicht im Ofen trocknen.

Der Schneider trägt zerrissene Kleider.

Der schönste Aff ist ein Unflat.

Der Schrecken ist oft größer als die Gefahr.


Der Schuldige hat bisweilen das Glück, selten die Zuversicht, verborgen zu bleiben.


Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.

Der Schwache hat auch seinen Stachel.

Der schwächste Gänger soll vorangehen.

Der Schwächste muss das Kreuz tragen.

Der Schwätzer hält sich nicht für faul, weil er fleißig mit dem Maul.


Der sicherste Arzt ist Vetter Knochenmann.

Der Sieger kann gut Frieden schließen.

Der Sommer gibt Korn, der Herbst gibt Wein, der Winter verzehrt, was beide beschert.

Der Sommer ist ein Nährer, der Winter ein Verzehrer.


Der Starke hat viele Feinde.


Der Stärkste zieht dem Schwächern den Harnisch aus.


Der Stein, der viel gerührt wird, bemoost nicht.


Der strengste Arzt ist der beste.

Der Tag hat Augen, die Nacht hat Ohren.


Der Tag ist ihm eher im Haus denn Brot.

Der Tapfere versteht das Prahlen nicht.

Der Teufel feiert nicht.

Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.

Der Teufel hat Erbsen auf ihm gedroschen.

Der Teufel hat mehr denn zwölf Apostel.

Der Teufel hinterlässt immer einen Gestank.

Der Teufel ist gut laden, aber schwer los werden.

Der Teufel ist nicht so schwarz, als man ihn malt.

Der Teufel ist schwärzer, als man ihn malt.

Der Teufel macht anfangs stark und hinterdrein verzagt.

Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen.

Der Teufel traue dem Teufel und seinem Anhang.

Der Teufel verführt alle Menschen, der Müßiggänger aber verführt den Teufel.

Der Tod allein kann die Hoffnung töten.


Der Tod erbt den Lebendigen.

Der Tod hat keinen Kalender.

Der Tod hat noch keinen vergessen.


Der Tod hebt alles auf.

Der Tod ist das Ende aller Not.

Der Tod ist des Lebens Botenbrot.

Der Tod ist ein gleicher Richter.

Der Tod ist ein stiller Mann, aber er bezwingt jeden.

Der Tod macht alles gleich, er frisst Arm und Reich.

Der Tod macht mit allem Feierabend.

Der Tod scheidet allen Krieg.

Der Tod zahlt alle Schulden.

Der Trost kommt oft aus Winkeln, wo man ihn mit dem Haarbesen nicht sucht.


Der Trunkene weiß nicht, was er tut.


Der tut dem Alten nicht Unrecht, der ihm eine Abendmahlzeit stiehlt.


Der Ungeschickte hat bald Feierabend.


Der Unmäßigen Gott ist der Bauch.

Der Unschuldige muss oft mit dem Schuldigen herhalten.


Der Unschuldige muss viel leiden.

Der Untreue ist gegen alle Menschen misstrauisch.

Der Unzufriedene hat oft zu viel, aber nie genug.

Der Verdächtige und Schuldige sind beide gleich.

Der Verleumder hat den Teufel auf der Zunge, der Zuhörer in den Ohren.

Der Verleumder schadet sich, dem Beleidigten und dem Zuhörer.

Der Verliebten Weh heilt weder Arzt noch Tee.


Der Verräter schläft nicht.

Der viele Dörfer hat, ist edel.

Der viel feilscht, hat wenig Geld.

Der Vogel, der nicht fliegt, weiß nicht, wo reife Früchte sind.

Der Vollbauch lobt das Fasten.

Der Wagen muss gehen, wie ihn die Pferde führen.

Der wahre Bettler ist der wahre König.

Der war nie ein wahrer Freund, der wegen eines Katzendrecks aufhört, es zu sein.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.


Der Wein ist ein Wahrsager.

Der Wein nimmt kein Blatt vors Maul.

Der Wein schmeckt nach dem Fasse.

Der Weise allein ist reich.

Der Weise ist daheim, wohin der Wind ihn weht.

Der Weise trägt sein Glück bei sich.

Der Weise tut das am Anfang, was der Narr am Ende tut.

Der Wille ist des Werkes Seele.

Der Wille und nicht die Gabe machen den Geber.

Der Wirt ist der beste, der mehr trinkt als die Gäste.

Der Wolf ändert das Haar und bleibt, wie er war.

Der Zahn beißt oft die Zunge, und doch bleiben sie gute Nachbarn.

Der Zank gleicht einem durchbrochenen Wasserdamm.

Der Zaun ist ein Friedensstifter zwischen Nachbarn.

Der Zorn ist ein schlechter Ratgeber.

Der zuerst gewann, wird zuletzt ein armer Mann.

Der Zweck heiligt das Mittel nicht.

Der Zweck heiligt die Mittel.

Der Zwerg bleibt immerdar ein Zwerg und ständ` er auf dem höchsten Berg.

Über 9000 deutsche Sprichwörter:

A - Argwohn / Arm - AzB - CDa - DenDer A - Der ZDes - DzE - Ei
El - Ez / FGH - I / JK - L / MN - RST - VWa - Wem
Wen - WennWer a - Wer jWer k - Wer zWes - ZDeutsche Mundarten