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Einzelne Sprichwörter kann man für andere Zwecke benutzen.

Es ist aber verboten und strafbar, größere Mengen, ganze Listen oder Länder zu kopieren und in anderen LIsten, Sammlungen oder Sprichwörtersammlungen im Internet, Büchern, Schriften, Computern oder anderswo in anderer, gleicher oder ähnlicher Art und Weise in elektronischen, gedruckten oder anderen Medien zu speichern, zu verarbeiten oder zu veröffentlichen. Jede Verwertung oder Speicherung von Inhalten bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers.
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Deutsche Sprichwörter
Über 20.000 deutsche Sprichwörter
Wo Aas bis
Wz
Flagge von Deutschland
Schon in früheren Jahrhunderten haben etliche Autoren deutsche Sprichwörter gesammelt und in gedruckten Büchern veröffentlicht. Einige davon sind:

Agricola von Issleben 1530, Sebastian Franck 1541, Andream Gartner 1574, M. Fridericum Petri 1605, Jan Gruter 1610, Georg Henisch 1616, Christoph Lehmann 1630, Andreas Sutor 1716, Joachim Christian Blum 1780, Samuel Christoph Wagener 1813, Georg von Gaal, 1830, Wilhelm Körte 1837, Karl Simrock 1846, Otto Freiherr von Reinsberg, Freifrau von Reinsberg-Düringsfeld mehrere Bücher von 1863 bis 1872, Otto Sutermeister 1869, und das Deutsche Sprichwörterlexikon in 5 Bänden von Karl Friedrich Wilhelm Wander, veröffentlicht zwischen 1866 und 1880 und andere. Im 20. Jahrhundert haben weitere Autoren Sprichwörter meist aus älteren Sammlungen ausgewählt und anders zusammengestellt veröffentlicht.

Bis heute ist die Sprichwörtersammlung von Simrock die verbreitetste und das Sprichwörter Lexikon von Wander die Umfangreichste. Wenn man die Vorworte und Einleitungen der alten Bücher liest, haben sich etliche der Autoren gegenseitig kritisiert. Einige wegen zu vieler, andere wegen zu weniger Erklärungen, in anderen fehlte jede Erklärung, oder Quellen wurden angezweifelt. Andere wären angeblich gar keine Sprichwörter und Wander wurde vorgeworfen, Sprichwörter zu erfinden. Alle beanstandeten die Reihenfolge, Sortierung und Auswahl der anderen oder sprachen ihnen den Wert ab.

Auch diese Sammlung ist nicht perfekt. Da hier alles nach dem Alphabet sortiert ist, (auch Ä, Ö, Ü, ß sind gleichwertig unter die Buchstaben A, O, U und S einsortiert) sind Sprichwörter mit vergleichbaren Inhalten teilweise getrennt. So ist jedes nur einmal vorhanden, manches hätte sonst unter verschiedenen Stichworten sortiert werden können. Alle sind weitestgehend in neuer Rechtschreibung, was in den bisherigen Sammlungen nicht der Fall ist. Ausnahmen sind die Fälle mit Reimen, alten Wörtern, Kunstwörtern oder für bestimmte Sprichwörter typischen Ausdrücken. Auch die Grammatik wurde nicht verändert, die in Sprichwörtern vielfach nicht ganz den Regeln entspricht.

Von etlichen Sprichwörtern gibt es nach Jahrhunderten oft mehrere verschiedene Variationen mit einem anderen Wort (in Klammern eingefügt), oder ganzen Satzstellungen. In etlichen alten Sammlungen finden sich die gleichen Sprichwörter, nur in anderer Wortreihenfolge. Viele sind hier enthalten, alle zusammen meist unter dem Anfangsbuchstaben, welcher als Erster im Alphabet steht. Gleichlautende, fast gleiche und doppelte (bei Simrock über 100) stehen hier nur ein Mal. Sprichwörter aus dem Sprichwörter Lexikon von Wander stehen hier nicht, nur die aus seinen Quellen auffindbare im Wortlaut der Quelle, nicht in Wanders oft veränderter Form.

Es sind hier fast alle Sprichwörter von Simrock enthalten und viele aus etlichen anderen alten Sammlungen. Bei vielen veralteten oder heute unbekannten Ausdrücken steht eine Erklärung zur Bedeutung. Ebenso ist bei vielen Sprichwörtern die Bedeutung oder Herkunft erklärt, da sie wegen ihres Alters meist vergessen sind.

Wenn hier noch ein besonderes, wichtiges, häufiges oder neues Sprichwort fehlen sollte, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresse auf der Seite Kontakt.

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Wo Aas ist, da sammeln sich die Adler (Raben).
Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler (Aasgeier).
(Gewinnsüchtige Leute sammeln sich, um sich auf Kosten anderer zu bereichern, die sich nicht mehr dagegen wehren können. Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 24, 28: „Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.“)

Wo alle Menschenhand zu kurz ist, da ist Gotteshand noch lang genug.
Wo Menschenhand zu kurz ist, da ist Gottes Hand noch lang genug.

Wo alle Stricke reißen, ist viel Knüpfens.

Wo Arbeit das Haus bewacht, kann Armut nicht hinein.

Wo das Alter einzieht, da zieht es nicht wieder aus.


Wo das Auge weint, ist das Herz nicht erstarrt.

Wo das Glück ansetzt, da regnet es Glück.

Wo das Pflugeisen rastet, wird das Land nicht wohl gebaut.

Wo das Volk ist, da ist Nahrung.

Wo das Wasser einmal hergeht, da fließt es mehr her.

Wo deine Gaben liegen, da liegen auch deine Aufgaben.

Wo dein Herz, da dein Gott.

Wo dein Herz wohnt, da liegt dein Hort.

Wo der Abt die Würfel dreht (legt), spielt der Convent gern (dobbeln die Mönche).

Wo der beste Wein wächst, trinkt man den schlechtesten.


Wo der Bürgermeister selbst ein Beck ist, da backt man das Brot zu klein.

Wo der Dünkel vor Augen liegt, da kann kein Licht hinein.

Wo der Esel sich einmal stößt, da stößt er sich nicht wieder.

Wo der Ferkel viel sind, da ist das Gespül dünn.

Wo der Fluss am tiefsten ist, ist er am stillsten.

Wo der Fuchs liegt, da tut er keinen Schaden.

Wo der Fuchs sein Lager hat, da raubt er nicht.


Wo der Hase gesetzt wird, ist er am liebsten.
Wo der Has gesetzt ist, will er bleiben.

Wo der Kaiser hinkommt, da steht ihm das Recht offen.

Wo der Kalk am dicksten liegt, ist die Mauer am schwächsten.

Wo der Kessel überm Herde hängt, freit es sich am besten.

Wo der König sitzt, da ist es obenan.

Wo der Kranke in der Kammer ist, da muss man dafür halten, dass der Tod vor der Türe sei.

Wo der Löffel ausreicht, da bedarf es der Kelle nicht.
Wo der Löffel reicht, bedarf's der Kelle nicht.

Wo der Malzsack steht, kann der Roggensack nicht stehen.

Wo der Mann hinfällt, da fällt auch die Busse hin.
(Altes Rechtssprichwort. Es bedeutet, wo ein Verbrechen verübt wurde, dort muss es auch abgeurteilt werden. Zuständig ist immer das Gericht des Ortes des Verbrechens, nicht das des Wohnortes des Täters oder Opfers.)

Wo der Mann klagt, da muss er auch antworten.
(Altes Rechtssprichwort, vergleichbare Bedeutung und Entstehung wie das Sprichwort: „Wer A sagt, muss auch B sagen.“ Ein Kläger muss sich bei einer Klage jederzeit vor demselben Gericht bei einer Gegenklage in gleicher Sache verantworten und auch „besagen“ das heißt, antworten.)

Wo der Mann nicht selbst kommt, da wird ihm sein Haupt nicht wohl gewaschen.
(In einigen alten Sammlungen (Sailer, 1810, Seite 275) steht auch: „nicht wohl gezwagt“. Zwagen oder gezwagt bedeutet, laut dem Bayerisches Wörterbuch von Johann Andreas Schmeller aus dem Jahr 1837 „Teile des Leibes, besonders aber dem Kopf, mit warmen (Seifen oder Laugen) Wasser waschen,)

Wo der Mann Recht fordert, da soll er auch Recht nehmen.
(Altes Rechtssprichwort, Bedeutung wie oben.)

Wo der Mistwagen nicht hingeht, da geht auch der Erntewagen nicht hin.
Wo der Mistwagen nicht hingeht, kommt der Erntewagen nicht her.
(Das obige Sprichwort steht so bei Simrock, leider hat er es falsch von anderen abgeschrieben. Da seine Sprichwörtersammlung im 20. Jahrhundert am weitesten von allen verbreitet war, wurde es von vielen ebenso falsch weiter abgeschrieben. Richtig ist das untere Sprichwort, so wie es vorher schon bei Körte und anderen stand. Teilweise steht anstelle von Mistwagen auch Kurzwagen und für Erntewagen Langwagen. Es bedeutet, nur wer den Acker düngt, kann auch einen Ertrag erwarten.)

Wo der Ochse König ist, sind die Kälber Prinzen.
(Nicht selten ist es auch umgekehrt.)

Wo der Papst ist, da ist Rom.

Wo der Pflug hingeht, da geht auch der Zehent hin.

Wo der Pflug vom Rost zerfressen, wird sehr wenig Korn gegessen.

Wo der Pfuscher findet Brot, muss der Künstler leiden Not.

Wo der Rabe sitzt aufm Dach und der Fuchs vor der Tür, da hüte sich Ross und Mann dafür.

Wo der Schatz, da ist das Herz.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 6, 21: „Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“)

Wo der Schlüssel am Tor hängt, da geht man gern aus und ein.

Wo der Schmerz ist, da greift man hin.
Wo der Schmerz ist, ist auch die Hand.

Wo der Taler*33 geschlagen ist, gilt er am meisten.

Wo der Teufel das Kreuz voranträgt, da gehe nicht nach.

Wo der Teufel nicht hin mag kommen, da schickt er seinen Boten (ein alt Weib) hin.

Wo der Werg aus dem Hause trägt, da will ich nicht Flachs suchen.
Wo man Werg aus dem Hause trägt, muss man nicht Flachs suchen.

Wo der Wirt vor der Tür steht, da sind nicht viele Gäste.

Wo der Wolf ein Schaf findet, da sucht er auch das andere.

Wo der Wolf Schafhirt ist, da geht es nicht bloß an die Wolle, sondern auch ans Fell.

Wo der Wolf weidet die Herd, sind die Schäflein bald verzehrt.


Wo der Wolf wird der Hirt, da sind die Schafe verirrt.

Wo der Zaun am längsten ist, da steigt jeder über.
Wo der Zaun am niedrigsten ist, da kann man bald hinübersteigen.
Wo der Zaun am niedrigsten ist, springt jeder über.
Wo der Zaun am niedrigsten ist, springt man am ersten drüber.
Wo der Zaun am niedrigsten ist, steigt man über zu aller Frist.
Wo der Zaun gebückt steht, jedermann darüber geht.
Wo sich der Zaun am niedrigsten zeigt, gern man da hinüber steigt.
Da der Zaun am niedrigsten ist, will jedermann übersteigen.
(Je nach Zeit und Ort hat das Sprichwort einen etwas anderen Wortlaut.)

Wo der Zaun am niedrigsten ist, da springt der Teufel hinüber.
(Im Klosterspiegel aus dem Jahr 1841 steht zu diesem Sprichwort der Nachsatz: „Es ist uns im Garten schon oft geschehen, sagte die Novizen-Mutter.“ Im Vorwort des Klosterspiegels steht unter anderem: „Urteile gesammelt, welche unsere Voreltern seit mehr denn sechshundert Jahren über Klöster und Klostervolk gefällt haben.“)

Wo die ersten Wetter hinziehen, da ziehen auch die andern hin.

Wo die Frau im Hause regiert, ist der Teufel Hausknecht.

Wo die Frau wirtschaftet, wächst der Speck am Balken.

Wo die Glocke von Leder ist und der Klöppel ein Fuchsschwanz, da hört man die Schläge nicht weit (da hört man's Läuten nicht).
Wo die Glocke von Leder ist, und der Klöppel von Fuchsschwanz, da hört man den Klang nicht fern.

Wo die Henne kräht und der Hahn schweigt, da geht's liederlich zu.

Wo die Hoffnung aufhört, geht die Furcht an.


Wo die Jesuiten Schul halten, da hat man bald keinen Schweinhirten mehr.

Wo die Kirche ist, da ist der Krug nicht weit.

Wo die Krähe hinfliegt, dahin muss ihr der Schwanz folgen.

Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen, und wär es ein Misthaufen.

Wo die Liebe ist, da ist auch das Auge.

Wo die Löwenhaut nicht ausreicht, da knüpft man den Fuchspelz daran.
Wo die Löwenhaut nicht reicht, muss man den Fuchsbalg annähen.

Wo die Pflicht gebietet zu sprechen, da ist Schweigen ein Verbrechen.
Wo reden Pflicht ist, ist Schweigen ein Verbrechen.

Wo die Sonne aufgeht, da tagt es.

Wo die Sparren faulen, stürzen bald die Säulen.

Wo die Steige nieder, da hüpfen alle Hunde drüber.
Wo die Stiegel nieder (niedrig) sind, (da) hüpfen die Hunde drüber.
(Stiegel, Steige oder ähnlich: Vorrichtung zum Übersteigen einer Absperrung, einer Einfriedung. Eine Treppe, Eingang oder Durchgang. Ein altes Rechtssprichwort, das laut Graf besagt: „einen Diebstahl, zu dessen Begehung vielleicht eine außerordentlich günstige Gelegenheit verleitet hat, gelinder zu ahnden, als jenen, der, mit Beseitigung mannigfacher Hindernisse begangen, von dem besonders bösen Mut des Täters Zeugniß gibt.“)

Wo die Wies ist gemein, ist das Gras gerne klein.

Wo die Wirte Hahnrei*16 sind, da kehren die Gäste gern ein.

Wo die Wölfe einander gute Nacht sagen.

Wo die Wurzel nicht gut ist, da kann weder Stamm, noch gute Frucht folgen.

Wo drei darin rieden, hat jeder das Recht zu weiden.

Wo drei Polen beisammen sind, hört man fünf Meinungen.

Wo drei sind, muss einer allweg der Narr sein.
Wo drei sind, muss einer den Narren abgeben.

Wo du deinen Glauben gelassen hast, da musst du ihn wiedersuchen.

Wo du hinkommst, wirst du den Wirt daheim finden.

Wo du hörst hohe Schwüre, steht Lüge vor der Türe.

Wo du nicht bist, Herr Organist, da schweigen alle Flöten.


Wo du nicht hingelegt hast, da nimm nicht auf.

Wo Dünkel über den Augen liegt, da kann kein Licht hinein.

Wo Edelleute sind, da sind auch Hasen.


Wo Eigensinn bei Dummheit ficht, wird durch Vernunft nichts ausgericht't.

Wo ein Aas ist, sammeln sich Raubvögel, wo ein hübsches Weib ist, Schmarotzer.

Wo ein Adler nicht fort kann, findet eine Fliege noch zehn Wege.

Wo ein Anfang ist, muss auch ein Ende sein.

Wo ein Brauhaus steht, kann kein Backhaus stehen.

Wo eine Frau, macht's den Mann grau.
(Das bedeutet, der Mann bekommt graue Haare. 1837 erklärte Wilhelm Körte in seinem Sprichwörterbuch dazu: „Man muss eine kleine Frau nehmen, weil man unter mehreren Übeln das kleinste wählen soll.“ Es verwundert nur, das die meisten Männer trotzdem eine Frau wollen. Wahrscheinlich stammt das Sprichwort von dem einen, der „die böse Frau“ tatsächlich abbekommen hat, von dem das anderes Sprichwort handelt: Es gibt nur ein böses Weib, aber ein jeder meint, er hätt' es.)

Wo eine Kloppe (Begine, Beguine) im Haus ist, sitzt der Teufel im Schornstein.
(Beginen, Beguine, Begutten (weibliche) oder Begarden (männliche) = Angehörige einer christlichen Gemeinschaft ab dem 12. Jahrhundert, die keine Ordensgelübde ablegten und nicht im Kloster, sondern ein religiöses, eheloses Leben in Gemeinschaft in Beginenhöfen oder -häusern lebten.)

Wo einer hinaus will, da ist er vor gewesen.

Wo einer hin will, da tut ihm das Glück die Tür auf.

Wo einer nicht hören will, da ist alles Reden umsonst.


Wo einer sein Gut findet, da spricht er es an.

Wo einer weise ist, sind zweie glücklich.

Wo eine Volle ist, kann man schon hausen.

Wo ein Gespenst ist, ist der Teufel nicht weit.

Wo ein großes Schiff fortkommt, da kann auch ein Boot gehen.

Wo ein Hesse in ein fremd Haus kommt, so zittern die Nägel an den Wänden.

Wo Einigkeit ihre Wohnung hat, da glücklich geht all Ding von statt.

Wo Einigkeit ist, wohnt Gott.
Wo Einigkeit wohnt, da wohnt Gott.

Wo ein Kerl fällt, da kann ein Kerl aufstehen.

Wo ein Kirchturm ist, da steckt unser Herrgott seinen Finger aus der Erde.

Wo ein Mann gewinnen will, da soll er auch verlieren.
(Altes Rechtssprichwort, das ein Kläger sich jederzeit bei einer Gegenklage in derselben Sache vor demselben Gericht stellen muss und dabei verlieren kann. Das Urteil muss er anerkennen, auch wenn das Gericht eigentlich nicht für ihn zuständig sein sollte.)

Wo ein Ort auf der Hölle steht, tritt man dem Teufel leicht auf den Kopf.

Wo ein Schaf vorgeht, folgen die anderen nach.

Wo ein Schatz liegt, da liegt auch eine Schlange.

(Nach altem Volksglauben bewacht ein Drache (die Schlange) einen Schatz.)

Wo ein Schild aushängt, da ist Einkehr.


Wo ein schöner Fleck ist, da schmeißt der Teufel ein Kloster hin oder einen Edelmann.

Wo ein Verstand ist, der birgt sich nicht, er bricht heraus.

Wo ein Vieh hingeht, da geht auch das andere hin.

Wo ein Westfale verdirbt und eine Weide vergeht, da muss es dürre sein.
Wo ein Westfale verdirbt und ’ne Weide versohrt, da muss sein ein gar schrager Ort.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
(Dieses Sprichwort bedeutet, dass man alles erreichen kann, wenn man hart und entschlossen genug daran arbeitet. Es ist die Übersetzung eines englischen Sprichworts, das in Deutschland eingebürgert wurde. Englische Versionen des Sprichworts sind seit fast 500 Jahren belegt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es mit dem Hinweis „englisches Sprichwort“ auf Deutsch zitiert. Im 20. Jahrhundert fehlte dann der Hinweis und es wurde zum deutschen Sprichwort, mit Migrationshintergrund, der heute den meisten unbekannt ist. Ausführliche Erklärung mit Belegstellen dazu bei der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.Dasselbe Sprichwort gibt es folglich im englischen (where there is a will, there is a way) und ähnliche in anderen Ländern: Afghanisch: Es ist ein Weg an die Spitze des höchsten Berges, in Nepal: Ein essender Mund wird vom Schnurrbart nicht aufgehalten.)

Wo er hinkommt, da ist's gut gewesen oder will schlimm werden.

Wo es eben geht, ist gut Fuhrmann sein.

Wo es einem wehe tut, dahin greift man sich oft.

Wo es schmerzt, da greift man hin.

Wo es genau ist, da muss man's genau nehmen.
Wo man genau ist, muss man's genau nehmen.
Wo man's genau nimmt, muss man's genau nehmen.

Wo es immer tröpfelt, wird es nimmer trocken.

Wo es kahl ist, kann man nichts ausraufen.

Wo es mich juckt, da darf ich nicht krauen.

Wo es mir wohlgeht, da ist mein Vaterland.

Wo es nicht juckt, kratzen nicht.
(Wander erweitert das Bayrische Sprichwort, das Thomas Mayer 1812 im 2. Band seiner „Baierschen Sprichwört“ veröffentlichte in seinem „Deutschen Sprichwörter Lexikon“ zu „Wo es nicht juckt, soll man nicht kratzen.“)

Wo es nicht stinken darf, muss man nicht f–.

Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

Wo Eulen und Kauze einander Gute Nacht sagen.

Wo Falschheit ist gemein, da bricht die Treue leicht ein Bein.

Wo fasten ist und Beten, da bleibt keine Metz* im Haus.
(* alte Maßeinheit unterschiedlicher Größe für Getreide)

Wo Freude ist, da ist Gesundheit und Leben.

Wo Freunde, da Reichtum.

Wo Frösche sind, da sind auch Störche.

Wo Füchse und Hasen einander Gute Nacht sagen.
(Fuchs und Hase sind natürliche Feinde, wenn sie sich aber gegenseitig Gute Nacht sagen, dann muss es schon eine sehr abgelegene Gegend sein, dass sie aufeinander angewiesen sind. An solch einsamen Orten möchte keiner sein, wo selbst der Hase seinem ärgsten Feind Gute Nacht wünscht.)

Wo Furcht, da Ehre.

Wo Furcht, da Scham; wo Scham, da Ehre.

Wo Gänse sind, da ist Geschnatter, und wo Frauen, da sind viel Mären.

Wo gehobelt wird, (da) fallen Späne.
Wo Holz gehauen wird, da fallen Späne.
Wo man Holz haut, da fallen Späne.
Wo man zimmert, da fallen Späne.
(Es fallen noch in manch anderen Sprichwörtern Späne, oder auch nicht, wenn derjenige gerade Pause macht oder zu faul ist.)

Wo geläutet wird, sind Glocken.

Wo Geld ist, da ist der Teufel, wo keins ist, da ist er zweimal.

Wo Geld ist, da kommt Geld ein (hin).

Wo Geld kehrt und wend't, hat die Freundschaft bald ein End'.

Wo Geld redet, da gilt alle Rede nicht.

Wo Geld und Gut, da ist kein Mut.

Wo Geld vorangeht, da stehen alle Wege offen.

Wo geschellt wird, sind Glocken.

Wo Gewalt geht vor Recht, bin ich lieber Herr denn Knecht.

Wo Gewalt Herr ist, da ist Gerechtigkeit Knecht.


Wo Gewalt herrscht, schweigen die Rechte.

Wo Gewalt ist, da muss Recht das Maul halten.

Wo Gewalt Recht hat, hat das Recht keine Gewalt.

Wo Gewalt Richter ist, da ist bös rechten.

Wo Glück aufgeht, da geht Demut unter.

Wo Glücksfall ist, ist noch mehr Zufall.

Wo Gold redet, da gilt all andre Rede nicht.

Wo Gold vorregnet, da regnet es Laster nach.


Wo Gott den Knopf nicht macht, da hält kein Bund.

Wo Gott eine Kapelle hat, baut der Teufel eine Kirche daneben.
Wo Gott eine Kirche baut, stellt der Teufel eine Kapelle daneben.

Wo Gott seine Kirche hat, da hat der Teufel seine Kapelle.
Wo unser Herrgott eine Kirche hinbauet, da bauet der Teufel auch ein Wirtshaus (Kapelle) daneben.
Wo unser Herr eine Kirche hat, da hat der Teufel eine Kapelle.

Wo Gott fünf segnet, da segnet er auch sechs.

Wo Gott geit (gibt), schad't kein Neid.

Wo Gott nicht gibt, hilft keine Arbeit.

Wo Gott nicht zu Rat hält, da bleibt nichts, wenn's gleich in tausend Schlössern bewahrt wäre.

Wo Gott vorangeht, da mag ihm kein Riegel im Wege stehen.

Wo Gott zerstört und bricht, hilft alles Bauen nicht.

Wo große Tugenden sind, da sind auch große Gebrechen.

Wo guter Rat, da ist das Glück mit Tat.

Wo haben wir miteinander die Säue gehütet?
Wo haben wir zusammen die Schweine gehütet?

Wo Haut und Haar bös ist, gibt's keinen guten Pelz.
Wo Haut und Haar nicht gut sind, da gibt es keinen schönen Pelz.

Woher haben die Heiden die Hemden?

Wo Herren sind, da sind Decklaken.

Wo Hessen und Holländer verderben, wer könnte da sein Brot erwerben?

Wohin der Dieb mit dem Strang, dahin gehört der Hirsch mit dem Fang.

Wohin man pfarrt, da wird man verscharrt.

Wohl angefangen ist gut, wohl enden ist besser.

Wohl angefangen ist halb getan.

Wohl begonnen ist halb gewonnen.

Wohl dem, der einen guten Namen hat.

Wohl dem, der sich mit Ehren am eigenen Herd mag nähren.

Wohlerhalten verliegt sich nicht.

Wohlerzogen hat nie gelogen.
Wohl erzogen hat selten gelogen.

Wohlfeiler ist erkaufen, als erbitten.

Wohlfeil kostet viel Geld.

Wohlfeil kramen, nichts verschenken.

Wohl gebetet ist halb studiert.

Wohl geklopft (gehämmert) und übel gemacht ist eine halbe Meisterschaft.

Wohl gelebt, wohl gestorben.

Wohlgeratene Kinder, des Alters Stab.

Wohl gesäckelt, wohl gehalten.

Wohlgeschmack bringt Bettelsack.

Wohl gestorben ist nicht verdorben.

Wohlgetan ist viel getan.

Wohlgetan überlebt den Tod.

Wohl mancher söffe das ganze Meer, wenn nur kein Wenn und Aber wär.

Wohl oder besser tun ist niemand verboten.

Wohl regieren liegt nicht an Büchern noch Vernunft, sondern an Leuten, die Gott dazu auf Erden schickt.
(Wenn das stimmen sollte, braucht man sich über nichts zu wundern, denn seit 2020 Jahren hat Gott niemanden mehr auf die Erde geschickt. Wahrscheinlich hat er seine Gründe dafür.)

Wohlschmack bringt Bettelsack.

Wohl schweigen ist eine größere Kunst, als wohl reden.

Wohl Singen bringt Freud und Gunst.

Wohl sterben ist nicht verderben, sondern das ewige Leben erben.

Wohl Studieren tut aus Armut führen.
(Eine einfache Tatsache, die schon vor Jahrhunderten bekannt war, wie dies Sprichwort zeigt. Leider wird das con vielen Verantwortlichen immer wieder vergessen, wie sich bis heute zeigt. Warum wird sonst immer an den falschen Stellen gespart?)

Wohltat annehmen ist Freiheit verkaufen.

Wohltat, die bei Zeit Geschicht, dieselbe ist doppelt ausgericht.

Wohltaten schreibt man nicht in den Kalender.

Wohltat ist gar bald vergessen, Übeltat hart zugemessen.

Wohltat lebt und bleibt nach dem Tod.

Wohltat, übel angewandt, wird Übeltat gar wohl genannt.

Wohltun ist bald tun.

Wohltun soll heimlich geschehen.

Wohltun trägt Zinsen.

Wohltun und übel hören ist königlich.
Wohltun und übel Nachrede hören, ist fürstlich.

Wohl und übel, untereinander, wie es kommt.

Wohl vorgehen macht wohl folgen.

Wohlwähnendem und Wohlmeinendem ist wohler, als Wohlwissendem.

Wo Hochmut zunimmt, da nimmt Glück ab.

Wo Hofluft weht, ist nicht gut wohnen.

Wo ich aß und nicht trank, da weiß ich keinen Dank.

Wo ich gerne bin, da darf ich nicht hin; aber was ich nicht mag, das hab ich alle Tag.

Wo ich hinkomme, da ist Kirmes gewesen oder wird noch sein.

Wo jedermann geht, (da) wächst kein Gras.
(Auf den Trampelpfaden durch Grünanlagen sieht man das überall bestätigt. Das Sprichwort selbst bedeutet, das Geschäfte, die von vielen betrieben werden und damit die Konkurrenz groß ist, der Gewinn recht gering ausfällt.)

Wo jemand hin will, da tut ihm das Glück die Tür auf.

Wo kein Bart, da ist auch kein Verstand.

Wo kein bezwang, da ist keine Ehre.
(bezwang = bezwingen, erzwingen, erstürmen; ~ im Kampf besiegen, ein Hindernis überwinden)

Wo keine Frau, da geschieht dem Kranken weh.

Wo keine Gemeinschaft ist, da ist auch keine Teilung.

Wo kein Eifer, da keine Liebe.

Wo keine Not, ist Hülfe nichts wert.

Wo keine Ochsen sind, da ist die Krippe rein.

Wo keine Scham ist, ist auch keine Tugend.
Wo keine Scham, ist auch keine Ehre.

Wo keine Zucht ist, ist keine Ehre.

Wo kein Geld ist, da ist auch keine Vergebung der Sünden.

Wo kein Gesetz ist, da achtet man der Sünden nicht.

Wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel; Der Brief des Paulus an die Römer 4, 15: „Denn das Gesetz richtet nur Zorn an; wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung.“)

Wo kein Gesetz ist, da ist keine Misshandlung, wo viel Gesetz, da ist viel Misshandlung.

Wo kein Gewissen ist, da ist auch keine Schande.

Wo kein Hahn ist, da kräht die Henne.

Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter.
Kein Kläger, kein Richter.
(Ein altes Rechtssprichwort. Damit trotzdem keine Straftat unbestraft bleiben sollte, war der Geschädigte oder die Obrigkeit, wenn sie davon erfuhr, zur Klage und Verfolgung der Straftäter verpflichtet. Wer das nicht tat, fehlte genauso, wie der eigentliche Täter.)

Wo kein Laster ist, da ist keine Tugend.

Wo kein Mistus ist, ist kein Christus.

Wo kein Rat, ist keine Tat.

Wo kein Salz im Hause ist, da mangelt es am besten Gewürz.

Wo kein Schleier, da ist keine Freude.

Wo kein Schwert vorhanden, da erbt die Spindel.
(Nach altem Erbrecht waren nur Waffenfähige Männer (mit Schwert gemeint) erbberechtigt. Damit waren die Ehefrau, Töchter und möglicherweise unmündige Söhne ausgeschlossen. Erst, wenn auch kein unmündiger Sohn, dessen Erbe bis zur Mündigkeit von einem anderen Vormund (keine Frauen) verwaltet wurde, waren Ehefrau oder Töchter (mit Spindel umschrieben) möglicherweise erbberechtigt. Das war von der Zeit und dem Ort teilweise unterschiedlich. Bei Landesherrn, Königen oder anderen, wurden in Europa wegen unterschiedlicher Rechtsauffassungen verschiedene Erbfolgekriege geführt.)

Wo kein Vater lebt, da ist der Bruder Vater gleich.

Wo kein Zank ist, da ist auch keine Ehre, sprach der Glöckner und schlug seine Heiligen.
Wo kein Zwang ist, da ist auch keine Ehre, sagte jener Pfaff und schlug seine Heiligen.
(Bei Körte (1837) ist es Zwang und ein Pfaff, bei Simrock (1846) wird daraus Zank und ein Glöckner und im Sprichwörter Lexikon macht Wander 1880 einen Küster daraus, aber schlagen tun sie alle.)

Wo kein Zwang ist, ist auch keine Ehre.

Wo Lex voran, da Fraus Gespan, das Obrigkeit oft nicht strafen kann.
(Das bedeutet, so ausgefeilt und ausgewogen, alle Möglichkeiten berücksichtigend ein neues Gesetz auch gemacht wird, wird es immer Advokaten geben, die Lücken finden, um sie zu umgehen oder für sich auszunutzen. Das Sprichwort stammt aus dem Kreis früherer Staatsdiener, die sich gerne mit Lateinischen Ausdrücken für andere unverständlich ausdrückten. Johann Michael Sailer meinte 1810 dazu: „eine Satire auf schlechte Advokaten, oder auf die Vervielfältigung der Gesetze.“)

Wölfe raten den Schafen nicht, was ihnen zuträglich ist.

Wolfes Mut ward nimmer gut: Jahre nehmen ihm die Haar, aber nicht die Bosheit gar.

Wölfe tragen auch die weisen Hündlein ins Holz.

Wolf und Fuchs haben ungleiche Stimmen, aber gleichen Sinn.

Wo Licht ist, ist auch Schatten.


Wo Liebe, da ist Treue.

Wo Liebe fehlt, erblickt man alle Fehler.

Wolle fromm, denke frei, handle froh, trage frisch.

Wolle liegt sich zu Mist, Flachs liegt sich zu Seide.

Wollen die Bürger mit Fürsten gehen, so müssen sie Geld oder Haar lassen.

Wollen wir gar austrinken, so werden wir zu Narren.

Wollt ihr einen Narren haben, so lasst ihn euch von Eisen machen.

Wollt mir's Gott gönnen, so möcht ich's auch können.

Wollust*35 bringt Unlust.

Wollust*35, Freud Verlust.

Wollust*35 hat ein schön Gesicht und ein besch– Gesäß.

Wollust*35 hat keine Ohren.

Wollust*35 hat Schmerzen zum Gefährten.

Wollust*35 hat viel Galle, wenig Honig.

Wollust*35 ist der Sünden Köder.

Wollust*35 ist ein böser Zundel.
(Als es noch keine Streichhölzer gab, wurden Zunder und Feuerschwämme zum Feuermachen benutzt. Sie entflammten besonders leicht, wenn ein Funken sie berührte. Der Feuerschwamm oder Zundel wurde aus der Trama, einem Teil des Pilzkörpers der Baumpilzfamilie der Stielporlingsverwandten (Polyporaceae), hergestellt. Diese Pilze wachsen seitlich an geschwächten Laubbäumen (Buchen und Birken) und können nach mehreren Jahren Wachstum bis 30 cm groß werden. Neben Zundel wurden die Pilze als Arznei gegen verschiedene Leiden eingesetzt. Auch „Ötzi“ hatte schon vor über 5000 Jahren mit Pyrit bestäubten Feuerschwamm bei sich. Das Sprichwort bedeutet, das die Wollust der zündende Auslöser für noch mehr böse Sünden ist.)

Wollust*35 ist eine süße Bitterkeit.

Wollust*35 ist eine verdeckte Angel.

Wollust*35 ist entweder schändlich und schädlich, oder schnell und kurz.

Wollust*35 nährt Sünde.

Wollust*35 pfeift dem Fleisch zum Tanz (Totentanz).

Wollust*35 trägt auf dem Rück, Krankheit und anderes Unglück.

Wollust*35 und ein voller Mut, oft schwere Seuche zu tragen tut.

Wo man blöken hört, da sind auch Schafe im Lande.

Wo man das Gras hegt, da wächst es.

Wo man das Placebo singt, da muss die Wahrheit zurückstehen.

Wo man den Habicht über die Hühner setzt, da ist ihr Tod gewiss.

Wo man den Pumpernickel in der Kirche singt, muss man mitsingen.

Wo man des Teufels gedenkt, da will er sein.

Wo man die Esel krönt, da ist Stadt und Land gehöhnt.

Wo man die Worte nicht darf verzollen, da hat man Freiheit zu reden.

Wo man gelöscht hat, muss es gebrannt haben.

Wo man Häcksel sät, wird kein Korn geerntet.

Wo man isst, da mag man zugehen: Wo man ratschlägt oder Geld zählt, da soll man von gehen.
Wo man isst, geh hinzu, wo man Geld zählt, geh hinweg (davon).

Wo man Liebe sät, da wächst Freud empor.

Wo man mich sucht, da findet man mich.

Wo man mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Asche.

Wo man mit goldenen Büchsen schießt, da hat das Recht sein Schloss verloren.
(Das bedeutet, es wird mit Gold und Geld bestochen und das Recht gilt nicht mehr.)

Wo man nicht segeln kann, muss man rudern.

Wo man selber spricht, schweigt das Gerücht.

Wo man sich mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Kohlen.

Wo man Vater und Mutter spricht, da hört man die freundlichsten Namen.

Wo man viel von Frömmigkeit sagt, da ist man selten fromm.

Wo man wohl hüt't, da ist guter Fried.

Wo mein Beutel aufgeht, da raucht meine Küche.
Wo mein Geld aufgeht, da raucht meine Küche.
Wo mein Säckel aufgeht, da raucht meine Küche.

Womit einer des Tags umgeht, davon träumt ihm des Nachts.

Womit man bei Tage umgeht, davon träumt man des Nachts.

Womit man fällt, damit muss man aufstehen.

Womit man sündigt, daran wird man gestraft.
Womit einer sündigt, damit wird er geplagt.
Womit jemand sündigt, damit wird er auch gestraft.

(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel; Die Sprüchen Salomos 11, 17: „Ein barmherziger Mann nützt auch sich selber; aber ein herzloser schneidet sich ins eigene Fleisch.“)

Womit man umgeht, das hängt einem an.

Wo Mutwille regiert, da hat Unschuld wenig Schutz.

Wonach einer ringt, das ihm gelingt.

Wo Neidhart geht in den Rat, da geht Ungunst und Hass gern mit.

Wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel böse Ding.

Wo Neid wuchert, kann Verdienst nicht aufkommen.

Wo nicht des Hausherrn Auge hin ist, da wird der Nutzen gar bald vermisst.

Wo nicht rein, so doch fein.

Wo nichts Gutes innen ist, da geht nichts Gutes aus.

Wo nichts innen ist, da geht nichts aus.

Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren.
Wo nichts ist, da verliert der Kaiser das Recht.

Wo nichts ist, da nehmen auch tausend gewappnete Männer nichts.

Wo nichts ist, da rehrt (fällt, rinnt, fließt) nichts.

Wo nichts ist, da reist nichts.

Wo nichts ist, geht nichts verloren.

Wo nicht viel zum Besten ist, da bleibt nicht viel über.

Wo niemand gesät, da hofft man umsonst auf Ernte.

Wo nur ein Strohsack ist, da ist bald ein Bett gemacht.

Woran man lange kocht, das wird gemeiniglich verkocht.

Wo Rauch aufgeht, da ist Feuer nicht fern.
Wo Rauch aufgeht, muss Feuer sein.

Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
(Anderes vergleichbares Sprichwort: Kein Rauch ohne Feuer. Eine Ausrede dafür, dass bei Gerüchten oder übler Nachrede auch bei bewiesener Unwahrheit, von einigen Menschen trotzdem falsche Behauptungen geglaubt und weitererzählt werden. Das Sprichwort soll andeuten, alles hat seine Ursache, jedes Gerücht hat einen Grund, also ist etwas dran. Der Grund muss aber nicht Gegenstand des Gerüchtes sein, der Urheber kann selbst der Grund sein und will damit etwas bezwecken und erreichen! Verleumdungen und Falschmeldungen können absichtlich ausgedacht und verbreitet werden, um jemanden oder etwas Schaden zuzufügen. Manchen passt nur das Gesicht des Nachbars nicht oder man ärgert sich über dessen Erfolg, der einem selbst verwehrt blieb. In weiteren Sprichwörtern sind neben Rauch (Gerüchten) auch böse Weiber, Wanzen und anderes als die Ursache aufgeführt, die aber keine Wärme, das heißt, keinen Nutzen bringen. Ein anderes Sprichwort sagt: Viel Rauch, wenig Feuer, das heißt: viel Gerede und nichts dahinter. Trotzdem fallen immer wieder viele Menschen auf Gerüchte und Falschmeldungen herein, besonders bei Großprojekten (A7-Ausbau in Hamburg und Schleswig-Holstein) oder bei in der Öffentlichkeit stehende Personen (Bundespräsidenten), die sich später als haltlos erweisen. Manchmal sind auch nur Missverständnisse schuld an der großen Aufregung. Im Deutschen Sprichwörter-Lexikon von 1867 bis 1880 herausgegeben von Karl Friedrich Wilhelm Wander, wird mangelnde Bildung der Menschen und unangemessene Gesetzgebung verantwortlich gemacht.)

Worauf einer sein Datum setzt, das lernt er.

Wo recht viel zum Besten ist, da bleibt nicht viel übrig.

Wo Reue ist, da ist auch Gnade.

Worte backen nicht Küchlein.

Worte brechen kein Geleit.

Worte darf man nicht kaufen.

Worte füllen den Beutel (Bauch) nicht.
Worte füllen den Sack nicht.
Schöne Worte füllen den Sack nicht.

Worte gebrauche wie Geld.

Worte gibt jeder Buhle genug.

Worte haben Macht.
Wort ein Wort, Mann ein Mann
Worte machen den Handel.
Mannes Wort ist Mannes Ehre.
Mein Wort ist mein Siegel.
(Früher galt das Wort eines jeden mehr als heute, es war praktisch gleichbedeutend mit dem Mann (Menschen). Das Wort stand für die Ehre und Ehrlichkeit des Sprechers, daher auch das Sprichwort: „Ein Mann, ein Wort!“
Erklärung zu den obigen Sprichwörtern aus dem Buch „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864“ auf Seite 231: „Das Wort des Mannes muss für ihn so unwandelbar sein, wie seine eigene Persönlichkeit trotz des Wechsels der Verhältnisse stets als die gleiche erscheint, denn des Mannes Wort ist seine Ehre, steht also so aufrecht wie der Mann selbst; Wort und Mann wird geradezu für gleichbedeutend genommen oder doch für dessen beste Handhabe erklärt die Zuverlässigkeit des verpflichteten Teiles vertritt zugleich die Beweisförmlichkeit.“
Nach dieser Aussage sind sehr viele Beiträge und Kommentare in diversen sogenannten „Sozialen Netzwerken“ ehrlos, ohne Ehre, wie es im deutschen Recht früher verstanden wurde, und demnach auch die Schreiber. Selbst erfahrene Politiker reden unbedacht (oder absichtlich?), obwohl sie es besser wissen müssten, und sprechen hinterher von Missverständnissen oder fehlenden Informationen. Bei „Missverständnissen“ wird man auf andere Posten versetzt, möglicherweise befördert, aber Verantwortung will keiner haben.)

Worte helfen nichts, wenn die Tat erfordert wird.

Worte machen den Kohl nicht fett.

Worte machen keine Beulen.

Worte machen keinen Meister.

Worten und weißen Kleidern sind nicht allzeit zu trauen.

Wörter sind auch Schwerter.

Worte schlagen die Leute nicht.

Worte schlagen kein Loch in den Kopf.
(Die beiden oberen Sprichwörter stehen seit Jahrhunderten in verschiedenen Sprichwörtersammlungen. Trotzdem sind sie falsch und verharmlosen Worte, Sprache und manche ihrer Sprecher! Worte können den Menschen mehr Wunden und mehr Löcher in den Kopf schlagen, als man es mit Waffen tun könnte. Wörter treffen innerlich und manche ihrer Wunden heilen ein Leben lang nicht. Im Internet und den sogenannten sozialen Netzen wird ohne Rücksicht auf die Folgen ohne Hemmungen, weil vermeintlich anonym und selbst vor den Folgen sicher, feige gegen andere gehetzt und gedroht. Manche Löcher in Köpfen verleiten ihrerseits zu bösen Taten. Volksverhetzung, Lügen und Fremdenhass zeigen es unübersehbar, das aus Hassworten wirkliche Morde werden wie 2019 in Halle oder vorher an anderen Orten. Wenige Menschen können so wie 2020 in Thüringen die Mehrheit und die Demokratie erschüttern, oder wie von 1933 bis 1945 die Welt ins Chaos und Verderben stürzen.)

Worte schließen den Kauf, aber ohne Geld geht er wieder auf.
Worte sind keine Taler.
Worte sind gut, aber Hühner legen Eier.

Worte sind gut, wenn Werke folgen.

Worte sind keine Taler*33.

Worte sind nicht Stüber.

Worte sind Weiber, die Taten aber Männer.
(Das Sprichwort steht schon 1685 in der Sammlung von Paul Winckler. Im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander findet es sich gleich drei Mal fast Wortgleich unter dem Stichwort „Wort“ (Nr. 94, 95 und 765), alle drei Mal ohne Quellenangabe. Über den Sinn oder Wahrheitsgehalt braucht man heute nicht mehr diskutieren.)

Worte speisen und tränken auch.

Worte tun oft mehr als Schläge.

Worte tun's nicht.

Worte und Werke sind zwei Dinge.

Worte vom Schnee, der vor'm Jahre fiel.

Worüber man einen lobt, das tut er gern.

Worüber man nicht springen kann, darunter muss man wegkriechen.

Worum einer ringt, das ihm gelingt.


Wo Saufen eine Ehre ist, ist Speien keine Schande.

Wo Scham ist, da ist Ehre.

Wo Scham ist, ist Tugend.


Wo Schätze sind, da sind auch Diebe.

Wo's der Brauch ist, legt man die Kuh ins Bett.

Wo sechse essen, spürt man den siebenten nicht.

Wo sich der Esel einmal stößt, da nimmt er sich immer in acht.

Wo sich der Esel einmal stößt, da stößt er sich nicht wieder.


Wo sich der Esel wälzt, da muss er Haare lassen.

Wo sich die Schafe Hundszähne einsetzen lassen, da müssen die Schäfer eiserne Handschuhe anlegen, wenn sie die Schafe melken oder scheren wollen.
(Das Sprichwort meint im übertragenem Sinns Volk und den Herrscher. Die Schafe symbolisieren das Volk, der Schäfer ist früher der König, heute möglicherweise ein Diktator, von dem sich das Volk nicht mehr ausbeuten lassen will.)

Wo sich die Zunge vergnügt, da muss das Auge nicht Hunger leiden.

Wo sieben essen, da isst auch noch einer.

Wo's Kind gewöhnt ward, so schlägt's in die Art.

Wo's Mode ist, trägt man den Kuhschwanz als Halsband.

Wo's spukt, da liebt oder diebt sich's.

Wo Stolz, da Schmach.
Wo Stolz ist, da ist auch Schmach.

Wo Strafe, da Zucht, wo Friede, da Frucht.

Wo Streit sein soll, da muss gefochten werden.

Wo Stroh ist, da pflegt auch wohl Korn zu sein.

Wo Tauben sind, da fliegen Tauben zu.

Wo Trauer im Haus ist, da steht Trübsal vor der Tür.

Wo Treue ist, da ist Gottes Segen nicht fern.

Wo Treue Wurzel schlägt, macht Gott einen Baum daraus.

Wo Treu und Glauben aufhört, da kann kein Gut mehr folgen.

Wo Trinken eine Ehr ist, da ist Speien keine Schande.

Wo Tugend drin ist, da kommt sie auch heraus.

Wo Uneinigkeit sich straußt, da wird das Haus zu enge.
Wo Uneinigkeit sich straußt, da wird zu eng das Haus.
(Strauß = veraltet für Kampf, Auseinandersetzung, Streit, Kontroverse. Einen Strauß ausfechten = Einen Kampf ausfechten.)

Wo Verdacht einkehrt, nimmt die Ruhe Abschied.

Wo Verstand und Herz zugleich sich regen, bringt der Fleiß Erstaunliches zuwegen.


Wo viele Gesetze sind, da sind viele Laster.

Wo Viele, halt' stille!

Wo viel Güsse sind, da folgen viel Flüsse.

Wo viel ist, da will auch viel hin.

Wo viel Rauch, ist wenig Feuer.

(Das bedeutet, um so mehr absichtlich Aufmerksamkeit erzeugt wird, umso größer ist wahrscheinlich wenig Wahrheit enthalten.)

Wo viel Säue sind, wird das Gespül dünn.
(Gespül war früher das aufgefangene und gesammelte Spülwasser, womit man vorher das gebrauchte schmutzige Geschirr abgespült hatte. Es enthielt alle Lebensmittelreste und pflanzliche Abfälle, die man später den Schweinen in den Trog schüttete. Umso mehr Schweine da waren, umso mehr wasser wurde dazu geschüttet, umso dünner wurde das Gespül, damit alle etwas abbekamen. Genauso wie man etwas Wasser in die Suppe gießen konnte, wenn unerwartet noch ein Gast mehr gekommen war.)

Wo viel Schatten, da ist auch viel Licht.

Wo viel Streit ist, da halten die Advokaten Ernte.


Wo viel Weisheit, da viel Unnutz.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Der Prediger Salomo 1, 18: „Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, und wer viel lernt, der muss viel leiden.“)

Wo viel Wind ist, da ist selten Staub.

Wo wäscht eine Hand die andre Hand, da hat die Freundschaft lang bestand.

Wo Wasser gewesen ist, da kommt Wasser wieder.

Wo weder Glauben an Himmel noch Hölle, da zieht der Teufel alle Gefälle.

Wo Weiber regieren, steigen die Stühle auf die Bänke.

Wo Weiber und Hasen zu Felde blasen, da geht es ab mit langen Nasen.

Wo Wein eingeht, da geht der Witz aus.
Wenn Wein eingeht, geht Witz aus.

Wo Wein geht ein, geht Scham aus.

Wo Weise sind, da finden sich auch Toren.
Wo Weise sind, da sind auch Toren.

Wo wenig ist, da tropft wenig ab.

Wo wenig Trost im Herzen ist, da macht das Verzagen banger, denn die Plage selbst.

Wo wenig Verstand, da ist viel Glück.

Wo werden zwei Eide geschworen, da geht eine Seel' verloren.

Wo Wolle ist, muss man scheren.

Wo Zöllner, Möllner, Leinweber und Zehentgeber ihr Amt nach eitel Vorteil üben, da hat treu ein Ende.

Wozu der Mensch Lust hat, dazu hat er auch Andacht.
Wozu einer Lust hat, dazu hat er auch Andacht.

Wozu der Mensch sonst ist geneigt, in Trunkenheit er das anzeigt.

Wozu der Tote Recht hatte, dazu hat auch der Erbe Recht.

Wozu die Not treibt und Natur, da kann zuweil Vernunft nicht für.

Wozu du recht hast, dazu lass dir auch mit Recht helfen.

Wozu einer geneigt ist, da ist er auch leicht hin zu überreden.

Wozu einer Lust hat, das bekommt er sein Lebtag genug.
Wozu einer Lust und Liebe hat, des bekommt er sein Lebtag genug.

Wozu einer Lust und Liebe hat, das beschert ihm Gott.

Wozu große Schuhe an kleinen Füßen?

Wozu jedermann den Schlüssel hat, das ist schwer zu verwahren.

Wozu sich einer hält, des bekommt er seine Lebtage genug.

Wo zu viele Arbeiter sind, da richtet man wenig aus.

Wo zwei Eide geschworen, da wird eine Seele verloren.

Wo zwei Herren haben einen Knecht, der mag ihnen nimmer recht.

Wo zwei Teil hin wollen, da soll auch der Dritte hin folgen.

Wo zwei wetten, muss einer verlieren.

Wo zwei zanken, da sei nicht der Dritte.

Wo Zwietracht kommt ins Land, da ist Zerstörung zur Hand.

Wucher frisst um sich, wie Krebsschaden.
Wucher greift um sich wie Krebsschaden.

Wucher hat schnelle Füße, er läuft, eh man sich umsieht.

Wucher ist mir verboten, es fehlt mir an der Hauptsumme.
Wuchern ist ihm verboten, es fehlt ihm am Gelde.

Wucher und Geiz hindern Gottes Segen.

Wunden und Schläge bedecken die Worte.

Wunderliche Diener bleiben ihr Leben lang Bettler.

Wunder machen Wunder.

Wünsch deinem Nächsten alles Gute, wie dein Herz selber tut.

Wünschen fertigt keine Arbeit und macht auch nicht reich.

Wünschen fördert keine Arbeit.

Wünschen und Fluchen gehen viel in einen Sack.
(Bei Wander gehen etliche Male viele Wünsche in einen Sack, mal alleine, mal mit Fluchen, Hoffen, Geduld, Bitten oder anderem.)

Wünschen und wehren mag man wohl alles, aber nicht wenden.

Wünschen, verlangen und warme Sommertage gehen viel in einen Hopfensack.

Wünscher und Woller sind keine guten Haushälter.
Wünscher und Woller sind schlechte Haushalter.

Würden, Bürden.

Würden und Güter verändern Herzen und Gemüter.

Würfe er einen Kreuzer aufs Dach, es fiel ihm ein Batzen*2 wieder herab.
Würf er einen Groschen aufs Dach, fiel ihm ein Taler*33 herunter.

Würfel-, Karten- und Federspiel, verkehrt sich oft; wer's merken will!
Würfel, Glück und Federspiel verkehren sich, wer es glauben und merken will.

Würfelspiel ist nicht Andacht.

Würfelspiel und Hurenlieb, macht manchen zum Dieb.

Würfel, Weiber, Federspiel haben der Treue selten viel.

Wurst wider Wurst.
(Wenn früher Hausschlachtung war, haben alle Nachbarn geholfen. Zum Dank bekamen alle Wurst oder Fleisch geschenkt. Wenn der Nachbar seinerseits Hausschlachtung hatte, half man selbst und bekam ebenfalls etwas geschenkt. Das Sprichwort ist schon vor 1600 bekannt und bedeutet, man sollte Gleiches mit Gleichem vergelten.)

Wurst wider Wurst, sagte der dicken Annemarie ihr Mann, da küsste er des Pastors Köchin.

Wurst wider Wurst und einen Zipfel zu.

Wurst wider Wurst und zwei Groschen Trinkgeld.

Wüsst' ein Mensch recht, wer er wär', er würde fröhlich nimmermehr.

Wüste Rede, wüste Ohren.

Wüstes Maul, wüstes Herz.

Wust heraus, lass den Unflat ein!

Wüst tut wüst.