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Einzelne Sprichwörter kann man für andere Zwecke benutzen.

Es ist aber verboten und strafbar, größere Mengen, ganze Listen oder Länder zu kopieren und in anderen LIsten, Sammlungen oder Sprichwörtersammlungen im Internet, Büchern, Schriften, Computern oder anderswo in anderer, gleicher oder ähnlicher Art und Weise in elektronischen, gedruckten oder anderen Medien zu speichern, zu verarbeiten oder zu veröffentlichen. Jede Verwertung oder Speicherung von Inhalten bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers.
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Deutsche Sprichwörter
Über 22.000 deutsche Sprichwörter
Was F - Was z
Flagge von Deutschland
Schon in früheren Jahrhunderten haben etliche Autoren deutsche Sprichwörter gesammelt und in gedruckten Büchern veröffentlicht. Einige davon sind:

Agricola von Issleben 1530, Sebastian Franck 1541, Andream Gartner 1574, M. Fridericum Petri 1605, Jan Gruter 1610, Georg Henisch 1616, Christoph Lehmann 1630, Andreas Sutor 1716, Joachim Christian Blum 1780, Samuel Christoph Wagener 1813, Georg von Gaal, 1830, Wilhelm Körte 1837, Karl Simrock 1846, Otto Freiherr von Reinsberg, Freifrau von Reinsberg-Düringsfeld mehrere Bücher von 1863 bis 1872, Otto Sutermeister 1869, und das Deutsche Sprichwörterlexikon in 5 Bänden von Karl Friedrich Wilhelm Wander, veröffentlicht zwischen 1866 und 1880 und andere. Im 20. Jahrhundert haben weitere Autoren Sprichwörter meist aus älteren Sammlungen ausgewählt und anders zusammengestellt veröffentlicht.

Bis heute ist die Sprichwörtersammlung von Simrock die verbreitetste und das Sprichwörter Lexikon von Wander die Umfangreichste. Wenn man die Vorworte und Einleitungen der alten Bücher liest, haben sich etliche der Autoren gegenseitig kritisiert. Einige wegen zu vieler, andere wegen zu weniger Erklärungen, in anderen fehlte jede Erklärung, oder Quellen wurden angezweifelt. Andere wären angeblich gar keine Sprichwörter und Wander wurde vorgeworfen, Sprichwörter zu erfinden. Alle beanstandeten die Reihenfolge, Sortierung und Auswahl der anderen oder sprachen ihnen den Wert ab.

Auch diese Sammlung ist nicht perfekt. Da hier alles nach dem Alphabet sortiert ist, (auch Ä, Ö, Ü, ß sind gleichwertig unter die Buchstaben A, O, U und S einsortiert) sind Sprichwörter mit vergleichbaren Inhalten teilweise getrennt. So ist jedes nur einmal vorhanden, manches hätte sonst unter verschiedenen Stichworten sortiert werden können. Alle sind weitestgehend in neuer Rechtschreibung, was in den bisherigen Sammlungen nicht der Fall ist. Ausnahmen sind die Fälle mit Reimen, alten Wörtern, Kunstwörtern oder für bestimmte Sprichwörter typischen Ausdrücken. Auch die Grammatik wurde nicht verändert, die in Sprichwörtern vielfach nicht ganz den Regeln entspricht.

Von etlichen Sprichwörtern gibt es nach Jahrhunderten oft mehrere verschiedene Variationen mit einem anderen Wort (in Klammern eingefügt), oder ganzen Satzstellungen. In etlichen alten Sammlungen finden sich die gleichen Sprichwörter, nur in anderer Wortreihenfolge. Viele sind hier enthalten, alle zusammen meist unter dem Anfangsbuchstaben, welcher als Erster im Alphabet steht. Gleichlautende, fast gleiche und doppelte (bei Simrock über 100) stehen hier nur ein Mal. Sprichwörter aus dem Sprichwörter Lexikon von Wander stehen hier nicht, nur die aus seinen Quellen auffindbare im Wortlaut der Quelle, nicht in Wanders oft veränderter Form.

Es sind hier fast alle Sprichwörter von Simrock enthalten und viele aus etlichen anderen alten Sammlungen. Bei vielen veralteten oder heute unbekannten Ausdrücken steht eine Erklärung zur Bedeutung. Ebenso ist bei vielen Sprichwörtern die Bedeutung oder Herkunft erklärt, da sie wegen ihres Alters meist vergessen sind.

Wenn hier noch ein besonderes, wichtiges, häufiges oder neues Sprichwort fehlen sollte, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresse auf der Seite Kontakt.

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Was Farb halten soll, muss man etliche Mal einstoßen.

Was Fliegen lockt, das lockt auch Freunde.

Was fragen die Straßburger darnach, was die zu Speyer in den Rhein brunzen.

Was fragen die von Köln darnach, wenn die von Deuz kein Brot haben?

Was fragst du viel nach Gut und Geld? Hast du's nicht gebracht auf die Welt, wirst's endlich auch so viel nicht haben, damit man dich nur mög begraben.

Was fremd bezahlt man teuer.

Was früh zeitig wird, fault bald.

Was für die Meile*23 zu lang ist, miss nicht mit deiner Elle.

Was für die Pfanne gut ist, ist auch für den Stiel.
Was gut für die Pfanne ist, ist auch gut für den Stiel.

Was geboren ist, ist vom Tod geworben.

Was gehörnt ist, will immer gestoßen haben.

Was geht mich Nürnberg an? Ich habe kein Haus darin.

Was geizest du so für und für, es geht im Tod ja nichts mit dir.

Was geliebt will werden, muss sich darnach stellen.

Was geschehen soll, das fügt sich wohl.

Was getan ist, muss getan bleiben.

Was Gewalt tut, ist selten Gut.

Was Gott beschert, ist (bleibt) unverwehrt.

Was Gottes nur halb ist, ist ganz des Teufels.

Was Gott geopfert wird, ist meist schon halb verloren.

Was Gott in die Natur gezeichnet hat, davor hüte dich.

Was Gott spart in die Länge, das straft er mit Strenge.

Was Gott tut, ist alles gut.

Was Gott tut, ist wohlgetan.

Was Gott will erhalten, das kann nicht erhitzen noch erkalten.

Was Gott will erquicken, das lässt er nicht ersticken.

Was (nun) Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
(Eines der vielen Sprichwörter mit einen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 19, 6: „So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“)

Was grob ist, hält gut.

Was Großhans sündigt, muss Kleinhans büßen.

Was gute Bohnen sind, die schneiden sich von selbst.

Was gut ist, bezahlt man nicht zu teuer.

Was gut ist für den Kalt, ist auch gut für den Warm.

Was haben wir zu eilen? es jagt uns doch niemand.

Was Hänschen nicht lernte, lernt Hans nimmermehr.
(Das bedeutet, wenn man etwas als Kind (als Hänschen) nicht lernt, wird man es als Erwachsener (als ausgewachsener Hans) wahrscheinlich auch nicht mehr lernen. Wenn man in jungen Jahren beispielsweise kein gutes Benehmen und Manieren lernt, wird man später zeitlebens gegenüber anderen unhöflich oder rücksichtslos (neuerdings immer mehr verbreitet) sein. Manchmal erkennt man es schon daran, ob jemand einem die Tür aufhält oder vor der Nase zuschlägt. Anders als im Benehmen oder verfestigten Vorurteilen und radikalen Weltanschauungen ist es im Alter sehr wohl möglich, dazuzulernen. Die ebenfalls alten und noch heute gängigen Sprichworte „Man lernt nie aus.“ und „Man lernt, solange man lebt.“ beweisen, dass es schon vor Jahrhunderten allgemein bekannt war. Bewiesen haben es zudem auch neuste Forschungen und Studien, die die Neubildung und Vernetzung von Gehirnzellen bis ins sehr hohe Alter belegen. Unter anderem auch ein Beweis dafür, welche Fehler manche Unternehmen machen, alte und erfahrene Mitarbeiter durch unerfahrene Jüngere zu ersetzen oder dem üblichen Jugendwahn der Werbung zu verfallen. Immer mehr lassen sich durch älter werdende Äußerlichkeiten abschrecken und fallen auf elektronisch manipulierte Jugendlichkeit und falsche Versprechen herein. Die unterschiedlichen oder gegensätzlichen Sprichwörter zeigen es, Jugend und Alter, Neues und Altes, beides hat seinen wert, den aber nur die erkennen können, die aufgeschlossen bereit zum Lernen sind.)

Was helfen die Vorteile, wenn man sie nicht braucht?

Was heraus ist, schwiert nicht mehr.

Was herzet, das schmerzet.

Was heut`nicht möglich ist, kann morgen möglich sein.

Was heute nützt, kann morgen schaden.


Was heute Unrecht ist, ist morgen nicht Recht.

Was hilft das Anschauen, wenn ich's nicht brauchen darf?

Was hilft das (viel) Geld in der Kiste, wenn der Teufel den Schlüssel dazu hat?

Was hilft das Streicheln? Wenn man einem den Kopf abgebissen hat, kann man ihn ihm nicht wieder aufsetzen.

Was hilft der Titel ohne den Kittel?

Was hilft der Titel ohne Mittel?

Was hilft die Tugend zu aller Frist, obs schon groß, doch verborgen ist.

Was hilft Dingen, wenn man nicht kaufen kann?

Was hilft ein goldener Galgen, wenn man daran hängen muss?

Was hilft ein goldner Ring – in der Nase?
(Eine Frage, die wohl mancher beantworten könnte. Früher wurden Nasenringe dazu benutzt, die Rinder zum Schlachthof zu führen.)

Was hilft genau gedingt, wenn man das Geld nicht bringt?

Was hilft gut bedacht, wird's nicht gut gemacht?

Was hilft laufen, wenn man nicht auf dem rechten Weg ist?

Was hilft mir das Kleid, so ich's nicht anziehen darf?

Was hilft mir der Titel, wenn ich nicht habe die Mittel (den Kittel).

Was hilft richtige Rechnung, wenn man schlecht bezahlt?

Was hilft's auf Stelzen gehen, um die Strümpfe zu schonen, wenn man darnach gar ins Kot fällt?

Was hilft's, dass die Kuh viel Milch gibt, wenn sie den Kübel umstößt?

Was hilft's, dass man die Kunkel*27 anlegt, wenn man sie nicht abspinnt?

Was hilft's, sein Leid der Stiefmutter klagen.
Was hilft es, sein Leid der Stiefmutter klagen.
Das heißt seine Not einer Stiefmutter klagen.

Was hilft's, wenn einer zürnt und der andre nichts darnach fragt?

Was hilft's, wenn ihn der Teufel holt und ich muss den Fuhrlohn bezahlen?

Was hinterm Weine geredet wird, gilt nicht.
(„Wenn jemand in einem schweren Trunke einen Markt macht oder ein Verständiger mit einem Einfältigen, ist es ungültig“ Quelle: „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864, Seite 232“ Das bedeutet, wenn jemand betrunken oder anders unzurechnungsfähig ist, kann er keine rechtswirksamen Geschäfte oder Verträge machen. Der Beweis hinterher wird jedenfalls schwierig.)

Was hintennach kommt, das fressen die Hunde.

Was hintennach kommt, schlägt die Fersen nicht entzwei.

Was hoch ist, das stürzt Gott.

Was ich denk' und tu, trau' ich auch andern zu.

Was ich gesehen mit Augen hab, mir leicht niemand mag schwatzen ab.

Was ich möcht leiden, dass muss ich meiden.

Was ich nicht bekomme, ist mir nicht beschert gewesen.

Was ich nicht hab, das entfällt mir nicht.

Was ich nicht leiden mag, das hab ich alle Tag.
Was ich nicht mag, wird mir all Tag.

Was ich nicht weiß, darf ich nicht verantworten.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Was einer nicht weiß, das macht ihm nicht heiß.

Was ich nicht will, das kommt mir viel, was ich begehr, kommt selten her.

Was ich vom Feinde bekomme, das ist mein.

Was ihm einer selbst tut, des darf er andern nicht schuld geben.

Was im Anfang wohltut, das tut am Ende wehe.

Was im Herzen brennt, man im Gesicht erkennt.

Was in allen Pfützen badet, das wird selten rein.

Was in der Natur ist, das ist schwer zu vertreiben.

Was in der Wolle gefärbt ist, behält allzeit die Farbe.

Was in des Nachbarn Garten fällt, ist sein.

Was in des Weisen Gedanken ist, das ist in des Narren Munde.

Was ist besser, denn gute Nachbarschaft.

Was ist das Leben, wo kein Wein ist, halt aber Maß in allen Dingen.

Was ist einem ein Haus nutz, und nichts drin.

Was ist ein Mann, der sein Wort nicht hält.

Was ist ein Mann, er spreche denn wie ein Mann.

Was jeder kann, das soll er tun.

Was jedermann gefällt, darnach man stellt.

Was jedermann weiß, ist schwer zu verbergen.

Was jeder sucht, das findet er.

Was jeder tun soll, tut keiner.

Was jung getollt wird alt gezollt.

Was kann das liebe Geld nicht?

Was kann der Rauch dem Eisen anhaben?
(Es ist aussichtslos gegen unverständliches, übergroßes oder -starkes anzugehen.)

Was kein Bildstock*3 werden will, das wird ein Sautrog.
Was nicht will werden ein Bildstock*3, das werde (zu Nutzen) ein Sautrog.
Was kümmert's den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen?
Was keine Sünd ist, ist keine Schande.

Was klein ist, das ist niedlich.

Was kommt in den dritten Mund, wird aller Welt kund.

Was kümmern uns Wolken und Schnee vom vorigen Jahr?

Was kümmert es den Mond, ob auch die Hunde bellen?
Was kümmert's den Mond, dass die Hunde bellen?
Was kümmert's den Mond, so ihn die Hunde anbellen!
Was kümmert's den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen?

Was kümmert's die Eiche, wenn das Schwein sich an ihr kratzt?
(Das bedeutet genau wie bei den beiden oberen, es kümmert mich nicht, wenn sich andere über mich ärgern, es ist Zeitverschwendung und unnötige, darauf zu reagieren! Auf Ärgern, unsachliche oder unbegründete Kritik, die nur schlecht machen will, ist es vergebene Mühe und unnötig, sich rechtfertigen zu wollen. Nur konstruktive Kritik, die einen selbst weiterbringen kann, sollte man beherzigen.)

Was lange leben soll, muss langsam geboren werden.

Was lange währt, wird endlich gut.

Was leicht gegeben wird, wird leicht genommen.

Was lieb ist, das ist schön.

Was liebt, das betrübt, was herzt, das schmerzt.

Was macht der Deutsche nicht fürs Geld?

Was macht man nicht alles fürs Geld! sprach der Narr, da sah er einen Affen.

Was macht man nicht zu Nürnberg ums Geld!

Was mag das Schaf denken, wenn die Heide beschneit ist?

Was man am Feiertag vertut, muss man am Werktag büßen.

Was man am Wege find't, macht keinem, dass er brinnt (brennt).

Was man an der Saat spart, verliert man an der Ernte.

Was man aus dem Schiffbruch rettet, ist Gewinn.

Was man ausleiht, bessert sich nicht.
Was man verleiht, das bessert sich nicht.

Was man bei einem andern tadelt, das muss man bei sich selbst ausbessern.

Was mancher verheißt, das ist gewiss; was er hält, das ist beschiss.

Was man den Kindern gelobet, das muss man in der Hand haben.

(In der Herzegowina: Dem Türken und dem kleinen Kinde versprich entweder nichts oder gib es ihm.
Was man Kindern verspricht (oder den Türken, die über Jahrhunderte die Herrscher von Bosnien Herzegowina waren) muss man auch halten.)


Was man des Sonntags spinnt, gerät nicht.

Was man einem (dem) treuen Diener gibt, ist alles zu wenig, was man einem (dem) untreuen gibt, alles zu viel.

Was man einem verbeut, das geliebt ihm erst.

Was man einem wehrt, das ist ihm wert.

Was man einmal genehmigt, kann man nicht widerrufen.

Was man ferne holt, ist süß.

Was man genug hat, dessen wird man satt.

Was man gerne tut, kommt einem nicht schwer an.

Was man gerne und fröhlich gibt, an der Gabe mehr Dankes liegt.

Was man gern hätte, mag man nicht erwarten.

Was man gern tut, das tut nicht wehe (ist keine Arbeit).

Was man gern tut, geht leicht von der Hand.

Was man gern tut, ist keine Arbeit.


Was man gern tut, ist leicht, ob es schon schwer ist.

Was man gestern gegessen, das schmeckt man heute nicht mehr.
(Sprichwort der Krim-Tataren mit gleicher Bedeutung: Gestern aßest du noch Arbusen; heute, wo du die Melone speisest, hast du den Geschmack der Arbuse vergessen.)

Was man gießt in unreine Fässer, das säuert bald.
Was man in ein faules Fass tut, wird bald sauer.
Was man in saure Fässer gießt, säuert bald.
Was man in ein unsauber Fass gießt, das säuert bald.
Was man in ein unsauber Gefäß schüttet, das versauert.

Was man Gott gibt, armet nicht.

Was man Gott entzieht, fällt dem Teufel zu.
Was man Gott nimmt, das holt der Teufel wieder.

Was man hat, das achtet man nicht.


Was man hat, das hat man.


Was man hat, des wird man satt.

Was man heraus lügt, kann man nicht wieder hinein lügen.

Was man in alte Säcke schüttet, ist verloren.

Was man in der Jugend wünscht, das hat man im Alter.

Was man in einem Jahr nicht hofft, schickt sich im Augenblick gar oft.
(Nach einem Vers von Horaz ( (Horace, Buch 1, Brief IV, Zeile 14, Grata superveniet, quae non sperabitur hora.). Ähnlich schon vor 1695 belegt. Daraus entstand wahrscheinlich das Sprichwort: „Unverhofft kommt oft“.)

Was man in Gottes Namen anfängt, das geht in Gottes Namen hinaus.
Was man mit Gott anfängt, das führt man mit Gott hinaus.

Was man jung lernt, das bleibt.

Was man lange kocht, wird oft verkocht.

Was man lang erspart hat, führt der Teufel auf einmal hin.

Was man mit dem Munde gelobt, muss man mit der Hand beweisen.

Was man mit den Händen erreichen kann, dazu bedarf man keiner Leiter.
Wo man mit den Händen hinreichen kann, dazu braucht man keine Leiter.

Was man mit Geld kann zahlen, soll man mit dem Leibe nicht büßen.

Was man mit Krieg und Gewalt nicht basten kann, das muss man mit Frieden überlisten.

Was man mit Pauken (paucis) ausrichten kann, dazu braucht man keine Trommeln.

Was man mit Unrecht gibt, fordert man mit Recht zurück.

Was man mit Unwillen tut, das knarrt, wie ein neuer, ungeschmierter Wagen.

Was man mit Wenigem kann schlichten, soll man mit Vielem nicht verrichten.
Was man nicht braucht, ist zu teuer, wenn es nur einen Heller kostet.
Was man nicht am Einschuss hat, das hat man am Zettel.

Was man nicht am Heu hat, das hat man am Stroh.

Was man nicht aufhalten kann, soll man laufen lassen.

Was man nicht braucht, ist zu teuer,
                       wenn es nur einen 
Heller*17 kostet.
Was man nicht erjagen kann, muss man sich erschleichen.

Was man nicht erlernt, das kann man erwandern.


Was man nicht gern tut, soll man zuerst tun.

Was man nicht halten kann, muss man laufen lassen.

Was man nicht halten kann, soll man nicht geloben.

Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.

Was man nicht kann ändern, das muss man lassen schlendern.


Was man nicht kann meiden, soll man geduldig (willig) leiden.
(Ein zum Sprichwort gewordenes lateinisches Zitat von Publilius Syrus (um 90 - 40 v. Chr.). Original lateinisch: „Feras, non culpes, quod mutari non potest.“ In verschiedenen Jahrhunderten wurde der Spruch teilweise unterschiedlich, aber ähnlich übersetzt. Das obige Sprichwort ist die heute am weitesten verbreitete Variante bei Wilhelm Körte (1837), Braun (1840), Karl Simrock (1846) und Wilhelm Binder (1861))
1541 Sebastian Franck: Was man nicht kann umgehen, soll man geduldig drein gehen.“
1605 Friedrich Peters (Petri): Was man nicht kann umgehen, das soll man geduldig eingehen.
1677 Joh. Georg Seybold: Was nicht ist zu vermeiden, sollst du geduldig leiden.
1743 Christian Wilhelm Kritzinger: Du sollst willig leiden, was du nicht kannst meiden.
1813 Samuel Christoph Wagener: Was man nicht kann vermeiden, das muss man willig leiden.
1859 August Faselius (als Zitat von Aulus Gellius (* um 130) in seinem Werk Noctes Atticae): Entschuldige nicht, sondern ertrage, was nicht vermieden werden kann."

Was man nicht öffentlich dem Gesinde gibt, das muss man heimlich lassen abzwacken.

Was man nicht sieht, muss man greifen.

Was man schreibt, das verbleibt.

Was man teuer verkaufen will, muss man teuer schätzen.

Was man treibt, das bleibt.

Was man trunken sagt, hat man nüchtern gedacht.

Was man über Bord wirft, macht keine Jungen mehr.

Was man verbeut, das tun die Leut.

Was man verlacht, bessert sich nicht.

Was man vor den Frommen spart, wird den Bösen zuteil.

Was man wünscht, das glaubt man gern.

Was man zu Abend um vieri tut, kommt ei'm zu Nacht um nüni gut.

Was man zu Ehren erspart, das führt der Teufel sonst hin.
Was man erspart zu Ehr'n und Gewinn, das führt der Teufel sonsten hin!

Was man zu lange bedenkt, das wird bedenklich.

Was man zu weit wegwirft, hätte man gerne.

Was Mäulchen nascht, muss Leibchen büßen.

Was Menschenhände machen, können Menschenhände verderben.

Was Menschen nicht lohnen, lohnt Gott.

Was Menschen nicht strafen, straft Gott.

Was mir einer gewähren muss, das kann er mir nicht entwehren.

Was mit der Flut kommt, geht mit der Ebbe wieder weg.

Was mit Federn geboren ist, kann vor der Zeit fliegen.

Was mit Gewalt erhalten wird, hat keine Wehre.

Was Narren loben, das ist getadelt.

Was nicht am Vogel ist, das ist an den Federn.
Was nicht im Vogel ist, das ist an den Federn, was nicht im Hahn, das ist an Federn und am Kam.

Was nicht blüht, das bringt keine Frucht, die Blüte geht den Früchten vor.

Was nicht blüht, körnert nicht.

Was nicht dein ist, lasse liegen.

Was nicht eine bestimmte, gemessene und gewidmete Zeit hat, das wird alleweg auf ewig verstanden.

Was nicht im Gedächtnis ist, das ist nicht unser.

Was nicht in einem ist, das bringt man nicht in ihn.

Was nicht ist, kann noch werden.

Was nicht Kind, wird nimmer Kind.

Was nicht nimmt Christus, das nimmt Fiskus.

Was nicht nutz' ist, ist nicht recht.

Was nicht rastet und nicht ruht, tut in die Länge nicht gut.

Was nicht säuert, süßt auch nicht.

Was nicht scheint, das gilt nicht.

Was nicht Scheite gibt, gibt Knüppel.

Was nichts kostet, ist nichts wert.
Was nichts kost und nichts wert ist, das gibt man umsonst.

Was nichts nutz ist, ist geschenkt zu teuer.

Was nichts taugt, ist geschenkt zu teuer.

Was nicht von Herzen kommt, das geht nicht zu Herzen.
(Leeres Gerede, das selbst der Redner nicht ernst nimmt.)

Was nicht will gehen, dass lass stehen.


Was nicht zu meiden, soll man leiden.

Was nicht zum Schneiden taugt, kann man nicht scharf schleifen.

Was nützt das Abtrocknen, wenn man nicht aus dem Regen geht?

Was nützt ein schöner Teller, wenn nichts drauf ist?

(Mehr schein als sein.)

Was nutzt's, wenn sich der Kahlkopf kämmt?


Was ohne Rat beginnt, nimmt selten ein gut End.

Was recht ist, gefällt jedermann.

Was recht ist, hat Gott lieb: Wer eine Geiß stiehlt, ist kein Bocksdieb.

Was recht und ehrlich ist, das magst du recht begehren,: Mit Torheit fordert man, was niemand kann gewähren.

Was sauer ankommt, ist lieb.

Was schad ein gut Wort, braucht man's doch nicht zu kaufen.
Was schadet ein gutes Wort, darf man es doch nicht kaufen.
Was schadet ein gut Wort? Darf man's doch nicht kaufen.

Was schadet Versuchen?

Was schadt's, wenn sich der Kahlkopf kämmt?

Was schändlich ist zu tun, ist auch nicht schön zu sagen.

Was schmeckt unversucht? sprach der Abt zur Jungfrau.

Was schnell eingeht, geht auch schnell wieder aus.

Was schön ist, das soll man loben, aber was recht und gut ist, soll man mehr loben.
Was schön ist, soll man loben, was recht ist, noch mehr loben.

Was sein muss, das leide.

Was sein muss, muss sein.

Was sein muss, tu willig.

Was sein soll, schickt sich wohl.

Was selten, das angenehm.

Was selten, muss gelten.

Wasser geht durch Stiefel, Liebe durch Handschuhe.

Wasser hat keine Balken.
Das Wasser hat keine Balken.
Im Wasser stehen keine Balken.

Wasser ist das stärkste Getränk, es treibt Mühlen.

Wasserkrug ist nimmer klug (spricht der Wein).

Wasser reich, Land arm.

Wasser sind still und ruhig, aber der Wind erwecken die ungestümen Wellen.

Wasser und Zorn kennen keinen Stillstand.


Was sich liebt, das neckt sich.

Was sich neckt, das liebt sich.

Was sich liebt, gefällt sich auch.

Was sich paart, das dreit sich gern.
Was sich zweit, das dreit sich gern.

Was sich soll klären, das muss erst gären.

Was sich viel rührt, wächst nicht an.

Was soll das Glück, das erstickt?

Was soll dem Blinden der Spiegel?
Was soll der Blinde mit dem Spiegel?

Was soll dem Narren Geld (Witz)?

Was soll der Dohle die Harfe, dem Esel die Leier?

Was soll der Dreck als stinken!

Was soll der Honig in Esels Maul.

Was soll der Kuh Muskaten? Sie frisst wohl (lieber) Haferstroh.
Was hilft der Kuh Muskaten? Sie frisst wohl Heu und Stroh.
Was nützt der Kuh Muskate? Sie frisst wohl Haferstroh.
Ein Kuh ist keiner Muskat froh, sie frisst viel lieber Haberstroh.

Was soll der Wetzstein ohne Wasser?

Was soll einem Esel ein Psalter; was sollen einer Sau Muskaten.

Was soll Geld, das nicht wandert durch die Welt?

Was soll Glück, das liegt am Strick?
(Das bedeutet, Glück bringt nur dann etwas, wenn man davon Gebrauch machen kann.)

Was soll Gut ohne Mut.

Was sollte mir Rom, wenn ich davor hinge?

Was Strafen sind, die muss man leiden.

Was Sünd ist zu tun, ist auch Schande zu reden.

Was süß ist, kommt sauer an.

Was teuer, das lieb.

Was tot ist, beißt nicht mehr.

Was tut der Esel mit der Sackpfeife?

Was tut die Liebe nicht, sagte jener Schneider, da küsste er einen Bock zwischen die Hörner.

Was tut man nicht des lieben Hausfriedens willen?

Was über allen schwebt, kann alle treffen.

Was übern Zaun fällt, ist des Nachbarn.

Was über Rhein zieht, ist alles hin.
(Vergleichbares Sprichwort auch in der Schweiz, Kanton Schaffhausen. Es bedeutet, wenn eine Frau auf die andere Seite des Rheines heiratet, ist ihr gesamtes Hab und Gut für die andere Seite verloren. Das Vermögen der Frauen ging (früher) in die Verfügungsgewalt des Mannes und später der Kinder über, blieb also für immer auf der anderen Seite.)

Was über zwei Herzen kommt, kommt aus.

Was unehrlich ist, das können Ämter nicht leiden.

Was unrecht an den Mann ist kommen, wird übel wieder hingenommen.

Was Unrecht ist, nimmt Überhang.

Was uns nicht tötet, macht uns (nur) stärker.
Was uns nicht umbringt, macht uns stark.

Was Vater und Mutter nicht ziehen kann, das ziehe der Henker.

Was versehrt, das lehrt.
(Vergleichbares Sprichwort: Durch Schaden wird man klug.)

Was versteht der Bauer von Safran?

Was vom Himmel fällt, schadet keinem (niemand).

Was vom Hunde kommt, bellt gern.

Was von der Henne kommt, das gackert.

Was von der Kuh geboren ist, bleibt ein Rindvieh.

Was von Gott kommt, kann nicht anders als gnädig sein.

Was von Gott kommt, richt nach dem Himmel.

Was von Herzen kommt, das geht zu Herzen.

Was von Herzen kommt, glaubt das Herz.

Was von Huren geboren, ist zu huren erkoren.

Was von Huren säuget, das ist zum Huren geneiget.

Was vorgeht zwischen Wieg und Tod, der Pfaff hat seine Hand im Sod.

Was wehe tut, das lehrt.

Was weiß der Bauer von Gurkensalat? Er isst ihn mit der Mistgabel.

Was Weisheit nicht bindet, löst Torheit leicht auf.

Was weit hintan, das lässt man gahn.

Was wenig kostet, taugt nicht viel.

Was will man kämmen, wo kein Haar ist?

Was wir am Tage vorgenommen, pflegt uns im Schlafe vorzukommen.

Was wir hier kosen, bleib' unter den Rosen.
Was wir hier treiben und kosen, soll bleiben unter der Rosen.

Was wir nicht wissen sollen, das sollen wir nicht wissen wollen.

Was wir reden unter uns allein, soll dem Ofen und Wand gesagt sein.

Was wohl ansetzt, lässt gute Letzt.

Was wohl leibt, seelt oft übel.
Was wohl leibet, seelet übel.
(Das bedeutet, was für den Leib gut ist, ist für die Seele schlecht.)

Was zahlt, das gilt.

Was zähmt, das lähmt.

Was zeitig wund wird, das ficht sein Lebtage gern.

Was zu Baden geschieht, muss man zu Baden liegen lassen.
(Das bedeutet, im Kurort Baden kamen schon vor Jahrhunderten die Menschen zur Kur und um sich kurieren zu lassen. Nebenbei geschah schon damals einiges, was zu Hause einen Skandal erzeugt hätte. Deswegen das Sprichwort, alles dort geschehene auch dort zu lassen und nicht zu Hause darüber zu tratschen.)

Was zuerst in einen neuen Hafen*15 kommt, darnach schmeckt er allweg.

Was zuerst ins Fass kommt, darnach schmeckt es immer.

Was zum Dorn werden will, spitzt sich bei Zeiten.

Was zum Galgen geboren ist, ersäuft nicht.

Was zum Hahn werden soll, rötet bald den Kamm.

Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich.

Was zum Teufel will, das lässt sich nicht aufhalten.

Was zu viel, ist zu viel.

Was zweien recht ist, ist dreien zu enge.
Was zweien zu weit, ist dreien zu enge.

Was zweie wissen, erfahren hundert.

Was zwischen Essen und Trinken geredet wird, daraus soll man keinen Krieg machen.