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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
Da bis
Dem
Da bist du vor der rechten Schmiede!

Da bring ich`s, sagte Paul und fiel damit zur Tür hinein.

Da die Treue ward geboren, da kroch sie in ein Jägerhorn; der Jäger blies sie in den Wind, daher man keine Treu' mehr find't.

Da hängt die Schere heraus.

(Man ist nur auf seinen eigenen Vorteil aus und übervorteilt die anderen.)

Da hast du deinen: Es tut dir nichts.

Da hat's Mäuse, hat der Ratzemann gesagt.

Da hatt` er zu tun wie Meibom zu Aachen.

Daheim bin ich König.


Daheim erzogen Kind ist in der Fremde wie ein Rind.

Daheim gilt ein Kreuzer einen Batzen*2.

Daheim ist ein Mann zwei.

Daheim ist gut, gelehrt zu sein.

Daheim ist`s am besten.


Daheim muss man bewandert sein.

Da ist das Dach mit Fladen gedeckt.
(Man lebt faul und im Überfluss wie im Schlaraffenland.)

Da ist Hopf und Malz verloren.
Es ist Hopfen und Malz daran (an ihm) verloren.

(Hopfen und Malz sind nach Wasser die Hauptbestandteile vom Bier, Das bedeutet, wenn beides verloren ist, bleibt nichts mehr, es ist alles verloren.)

Da ist Schmalhans Küchenmeister.

Da ist`s gut, wo wir nicht sind.

Da ist 's heilige Grab wohl verwahrt.

(Der Bock ist zum Gärtner gemacht. Die Wächter konnten Christi Auferstehung nicht verhindern, die Mühe ist umsonst.)

Da kein Lehenmann, da ist auch kein Handlohn.

Da liegt der Has im Pfeffer!

Da liegt der Hund begraben.

Da liegt der Käse, was gilt die Butter?

Da liegt es, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind beim Tanze.

Da man schrieb der Edel und Fest, da stund die Sach am allerbest; da man schrieb Hochgeboren, da war Hopf und Malz verloren.

Damit lockt man keinen Hund vom Ofen.

Damit man ein Problem klug lösen kann, muss es einem Sorgen bereiten.

Dankbarkeit gefällt, Undank hasst die ganze Welt.

Dankbarkeit gehört zu den Schulden, die jeder Mensch hat, aber nur die wenigsten tragen sie ab.


Dankbarkeit ist dünn gesät.


Dankbarkeit ist eine schöne Tugend, ziert das Alter wie die Jugend.


Dankbarkeit ist in den Himmel gestiegen und hat die Leiter mitgenommen.


Dankbarkeit und Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.


Dankbar sein bricht kein Bein.

Danken kostet nichts und gefällt Gott und den Menschen (wohl).

Dank's dem Pfennig, dass du nicht bist finnig.

Dann ist der Mensch wirklich verschwiegen, wenn er sich mitschuldig an einer Sache fühlt.

Darauf ist gut warten, aber übel fasten.

Darf doch die Katze den Kaiser ansehen.

Darnach das Spiel ist, macht man einen Strohwisch zum König.

Darnach das Spiel ist, muss man Herz wählen und nicht Schellen.

Darnach das Spiel ist, sticht der Bub die Dame.

Darnach das Spiel ist, sticht die Sau den König.

Darnach der Gast, darnach der Quast.

Darnach der Mann geraten, wird ihm die Wurst gebraten.

Darnach der Mann ist, brät man ihm den Hering.

Darnach die Gäste sind, brät man die Bücklinge.

Darnach du hast, darnach gib.

Darnach einer wirbt, darnach er stirbt.

Darnach es fällt!

Darnach es mich ansieht, darnach tu ich.

Darnach Mann, darnach Gunst.

Darnach sich einer schickt, darnach es ihm glückt.

Darnach ward`s Tag.

Darnach Ware, darnach Geld.

Das Alte behalte.

Das Alte klappert, das Neue klingt.


Das Alter erfährt alle Tage eine neue Zeitung.

Das Alter gehört in den Rat.


Das Alter geht vor.


Das Alter hat den Kalender am Leib.


Das Alter in den Rat, die Frau ins Bad.


Das Alter ist an sich selbst eine Krankheit.


Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muss.


Das Alter ist ein Spital, das alle Krankheiten aufnimmt.


Das Alter ist weiser als die Jugend, aber der Morgen ist klüger als der Abend.

Das Alter macht aus Blumen Wachs.

Das Alter soll man ehren, der Jugend soll man wehren.


Das Amt lehrt den Mann.

Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.

Das Amtskleid ist der Deckschalk.
Der Bube bleibt ein Bube, auch unter dem Chorrock.
Das ehrbare Kleid ist der Deckschalck.

(Die Amtskleidung hat keine Würde oder Ehre, sondern der Mensch selbst muss dem Amt Würde und Ehre geben. Deckschalk ist ein alter Ausdruck gleichbedeutend mit Heuchler)

Das Angesicht ist der größte Verräter.

Das Angesicht macht die Rechnung.

Das Angesicht verrät den Mann.

Das Angesicht weist's aus.

Das Ansehen hat man umsonst.

Das Ansehen ist in den Federn.

Das Ansehen schlägt die Leute.

Das Auge des Herrn schafft mehr als seine beiden Hände.

Das Auge des Herrn macht das Pferd fett (das Vieh feist).
(Wenn der Herr selbst Aufsicht führt und ein Auge auf alles hat, gedeihen Hauswesen, Geschäft, Wirtschaft und auch die Tiere am besten.)

Das Auge isst mit.

Das Auge ist des Herzens Zeuge.

Das Auge kennt kein Verbot.

Das Auge sieht sich nimmer satt.

Das Auge sieht's, im Herzen glüht's.

Das Bein muss gehen, wie das Knie will.

Das Bessere ist der Feind des Guten.


Das Beste am Schweinskopf ist – die Sau.

Das beste Deutsch ist, das von Herzen geht.

Das beste Einkommen ist Redlichkeit.

Das Beste gehört in den Pfaffen.

Das Beste ist, dass niemand weiß, wer sein Schwager ist.

Das Beste ist, was man in der Hand hat.

Das Beste kauft man am wohlfeilsten.

Das beste Pferd aus dem Stalle führen.
(Der beste Trumpf, den man hat, wird ausgespielt.)


Das beste Pferd geht nicht über seine Kraft.


Das beste Pferd kann straucheln.


Das beste Pferd wird einmal zur Mähre.

(Der stärkste Mann wird im Alter schwächer und der größte Geist wird träge und vergesslich.)


Das Beste spart man auf die Letzte.

Das Beste wird gedacht, das Böseste geredet.

Das Bett ist des Faulen Kerker.

Das Bier, das nicht getrunken wird, hat seine Zweck verfehlt.


Das Bier schmeckt gern nach dem Fass.


Das Blättchen hat sich gewandt.
Das Blatt hat sich gewendet.

Das Böse glaubt man gern.

Das Böse glaubt und denkt man gern.

Das Böse lernt sich leicht, das Gute schwer.

Das Böse lernt sich von selbst.

Das Böse schreibt man in Stein, das Gute in Staub.

Das Böse straft sich selber.

Das Böse verdirbt das Gute.

Das Böse versteckt sich hinter Masken.

Das (bös) Gerücht tötet den Mann.

Das Brauen bringt den Bürgern eine goldene Nahrung.

Das Brot sei leicht, der Käse schwer.

Da schwimmen wir Äpfel, sprach der Rossdreck und schwamm unter Äpfeln den Bach hinab.

Das Dach hat Latten.
(Es gibt Lauscher und Spione)

Das dicke Ende kommt nach.


Das dritte Haupt trägt schwer.

Das dritte Teil am Kind ist vom Gevatter.

Das ehlich geborne Kind behält seines Vaters Heerschild.

Das Eigene verachten wir und lieben das Fremde.

Das Ei will (immer) klüger sein als die Henne.


Das elfte Gebot heißt: Lass dich nicht erwischen!

Das elfte Gebot heißt: Lass dich nicht verblüffen!

Das Ende bewährt alle Dinge.

Das Ende muss die Last tragen.

Das Entscheidende bei der Lösung eines Problems ist, sich selbst als einen Teil des Problems zu erkennen.

Das Fallen ist keine Kunst, aber das Wiederaufstehen.

Das fällt weg, wie dem Kapuziner der Haarbeutel.
(Kapuziner sind ein franziskanischer Bettelorden in der römisch-katholischen Kirche. Der Name ist von der markanten Kapuze der Franziskaner abgeleitet.)

Das Feld hat Augen, der Wald Ohren.

Das Fett will allzeit oben schwimmen.

Das Feuer, das mich nicht brennt, lösch ich nicht.

Das Feuer fängt mit Funken an, vom Funken brennt das Haus.

Das Fragen kostet kein Geld.

Das freie Schaf frisst der Wolf.


Das Gebet des Bösen geht nicht in den Himmel.

Das Gebet ist ein Rauchwerk (Weihrauch), das dem Teufel Kopfweh macht.

Das Gebet macht der Witwe einen Wall um ihr Hüttlein.

Das Gedächtnis ist eine gute Tasche; aber sie reißt, wenn man zu viel hineinstopft.

Das geht über das Bohnenlied.

Das Geld hat Podagras Art: wo es ist, da bleibt's.
(podágra: aus dem Griechischen = Fußfalle; medizinisch: Gicht des Fußes.)

Das Geld ist, wo man's in Ehren hält.

Das Geld liegt auf der Straße, man muss es nur aufzuheben wissen.

Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat manchem großen Nutz gebracht.

Das Gemüt ist reich und arm, nicht die Kiste.

Das Gerücht ist blind, aber es läuft schneller als der Wind.

Das Gerücht ist immer größer als die Wahrheit.

Das Gerücht tötet den Mann.

Das geschah in dem Jahr, da Karfreitag auf einen Mittwoch fiel.

Das geschieht, wenn der Teufel von Aachen kommt.

Das Gesicht verrät den Wicht.


Das Gewissen ist des Menschen Gott.

Das Gewissen ist des Menschen Schuldbuch.

Das Gewissen ist wie das Kitzeln, manche fürchten es und andere nicht.


Das Gewissen lässt sich nicht zwingen.

Das Gewissen sagt uns wohl, was man tun und meiden soll.

Das Gewissen verführt niemand.

Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich.


Das Glück fliegt: wer's fängt, der hat's.

Das Glück gibt vielen zu viel, aber keinem genug.

Das Glück hat Flügel.

Das Glück hat seine Launen.

Das Glück hat Weiberart, liebt die Jugend und wechselt gern.

Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen.

Das Glück hilft den Kühnen gern, von weißer Leber bleibt es fern.

Das Glück ist dem Frommen feind.

Das Glück ist der Begleiter der Tüchtigkeit.

Das Glück ist der beste Leim, der die Gemüter zusammenfügt.

(aus Schlesien)

Das Glück ist eine dumme Kuh: Es läuft dem größten Ochsen zu.


Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du.

Das Glück ist ein Nehmer und ein Geber.

Das Glück ist ein Rindvieh, es findet immer seinesgleichen.

Das Glück ist kugelrund, es trifft wohl manchen Pudelhund.

Das Glück ist kugelrund, läuft einem in den Mund, dem andern in den Strund, verändert sich all Stund.

Das Glück ist mit dem Tüchtigen.

Das Glück ist rund, halt dich an die Tugend.

Das Glück kommt über Nacht.

Das Glück kommt von ungefähr wohl über neunzig Meilen*20 her.

Das Glück lässt sich eher erschleichen denn erlaufen.

Das Glück muss den Mann, nicht der Mann das Glück suchen.

Das Glück muss man erobern.

Das Glück muss man regieren, das Unglück überwinden.

Das Glück schenkt nichts, es leiht nur.

Das Glücksrad geht um.

Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.

Das Glück und die Weiber sind den Narren hold.

Das Gold wird probiert durchs Feuer, die Frau durchs Gold, der Mann durch die Frau.

Das Grab öffnet sich jeden Augenblick, aber es schließt sich nur einmal für immer.

Das Grab verschlingt alles.

Das Große ist allweg eine Elle lang faul.

Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.

Das größte Pferd ist oft zur Arbeit wenig wert.

Das größte Schiff ist ein kleiner Bissen fürs Meer.


Das größte Unglück ist, glücklich gewesen zu sein.

Das Gute lobt mancher und tut's nicht; das Böse tut mancher und sagt's nicht.

Das gute Pferd will den Sporen und das schlechte doppelt, so will gut Weib und böses den Stock.

Das Gute tu gut, das Rechte recht.

Das Gut folgt seinem Herrn.

Das Gut löst seinen Herrn.

Das hab ich schon gewusst, als meine Schuhe noch drei Sechser kosteten.

Das Halbe ist oft besser als das Ganze.

Das hält Stich wie der calvinsche Glaube.

Das Handwasser ist das süßeste.

Das hat er nicht aus den Fingern gesogen.

Das hätten wir gehabt, sagte Hans, als er seinen Vater begrub.

Das Haupt regiert, nicht die Füße.

Das heißt Ablass gen Rom tragen.

Das heißt dem Dreck eine Ohrfeige geben.

Das heißt Schmer von der Katze kaufen.
(Schmer = aus dem mittelhochdeutschem, Fett, Bauchfett (bes. beim Schwein).)

Das Hemd ist mir näher als der Rock.

Das Herz im Wein, die Gestalt im Spiegel.

Das Herz ist nur ein kleines Feld, aber es wächst alles auf ihm.

Das Herz ist reich oder arm, nicht die Kiste.

Das Herz lügt nicht.

Das Himmelreich gehört den Gänsen nicht zu.

Das Hirn sieht man nicht an der Stirn.

Das Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt.

Das Holz muss pfleglich gehalten werden.

Das Huhn legt gern ins Nest, worin schon Eier sind.

Das Ich und Mich, das Mir und Mein regiert in dieser Welt allein.

Das Interim hat den Schalk hinter ihm.

Das ist, als wenn der Teufel einen Betteljungen kriegt.

Das ist Butter an den Galgen.

Das ist der ärgste Glaube, der nichts glaubt, als was ihm gefällt.

Das ist der Katz den Käs anvertraut.

Das ist die alte Leier.

Das ist die Braut, um die man tanzt.

Das ist eben das Unglück der Könige, dass sie die Wahrheit nicht hören wollen.

Das ist ein ander Korn, sagte der Müller, da biss er auf Mäusedreck.

Das ist eine schöne Antwort, die auf alle Fragen passt.

Das ist ein kölnisch Gebot!

Das ist ein närrisches Schaf, das sich dem Wolf anvertraut.

Das ist ein Stück, sagte Beckmann, da saß er mit der Ziege auf dem Dache.

Das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Das ist gehüpft wie gesprungen.

Das ist gut, was jedermann begehrt.

Das ist mein Acker und mein Pflug.


Das ist Pestilenz mit Franzosen geheilt.

Das ist schlechter Honig, den man erst mit Zucker süß machen muss.

Das ist so gewiss als das Amen in der Kirche.


Das ist Wasser auf meine Mühle.

Da sitzt sie auf dem Mist: Nimm sie, wie sie ist.
Das Kalb lernt von der Kuh.
Das Jahr bringt Getreide und nicht der Acker.

Das Jahr hat ein weites Maul und großen Magen.

Das Jahr hindurch kann viel Wasser den Berg hinablaufen.

Das Kalb folgt der Kuh.

Das Kalb lehrt die Kuh kalben.

Das Kalb lernt von der Kuh.

Das Kind, das seine Mutter verachtet, hat einen stinkenden Atem.

Das Kind fällt wieder in der Mutter Schoß.

Das Kind fällt zur ärgern Hand.

Das Kind ist in den Brunnen gefallen.
(Das Unglück ist passiert.)

Das Kind sagt nur, was es gehört.


Das Kind sagt wohl, dass man's schlägt, aber nicht warum.

Das Kleid macht den Mann.

Das Kleid macht keinen Mönch.

Das Kleid ziert den Mann, wer es hat, der zieh' es an.

Das kleine Horn spricht zum großen Horn: Hätt' ich die Macht wie du, ließ' ich erfrieren das Kalb in der Kuh.

Das Kleine wird gestohlen, das Große genommen.

Das kleinste Ding ist auch zu ehren: Eine Nadel mag einen Schneider ernähren.

Das Kloster währt länger denn der Abt.

Das kommt mir spanisch vor!

Das kommt vom langen Predigen.

Das Korn bleibt auch nicht immer grün.

Das Korn mag, wie es will, geraten, die frühe Saat geht vor der spaten.

Das Kraut kenn ich, sagte der Teufel, da setzte er sich in die Brennnesseln.

Das Kräutlein Geduld wächst nicht in jedem Gärtlein.

Das Kreuz gefasst ist halbe Last.

Das Kreuz wohl gefasst ist halb getragen.

Das Künklein, das du anlegst, musst du abspinnen.
(Künklein = Verkleinerungsform von Kunkel. Kunkel = Rocken oder Spinnrocken, ein meist stabförmiges Teil, an dem die noch unversponnenen Fasern befestigt werden, bevor sie am Spinnrad zu einem Faden versponnen werden. Kunkel ist aus dem Mittelhochdeutschen und geht auf lat. conucula zurück, der Verkleinerungsform von conus (Kegel), da der Spinnrocken meist diese Form hatte. Das Sprichwort bedeutet, für seine Taten, muss jeder selbst die Folgen tragen. Andere Sprichwörter mit der gleichen Bedeutung: Den Brei, den du angerührt, musst du ausessen. und Der den Brei gekocht hat, muss ihn auch selbst ausessen.)

Das Küssen ist nur ein Abwischen.

Das Lächeln ist Pforte und Tür, durch die viel Gutes kommt.

Das Leben beginnt mit dem Ruhestand.

Das Leben besteht nicht darin, gute Karten zu erhalten, sondern mit den Karten gut zu spielen.

Das Leben ist den Reichen lang, den Armen kurz.

Das Leben ist der beste Lehrer.

Das Leben ist ein Buch, in dem die Hoffnung auf jedes Blatt einen Wunsch für uns geschrieben hat.

Das Leben ist ein ständiges Treuloswerden. Nur das Wie unterscheidet die Proleten von den Kultivierten.


Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Das Leben ist schön, aber kostspielig.

Das Leben wirkt mehr als die Lehre.

Das Leichte schwimmt oben.

Das Lernen hat kein Narr erfunden.

Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Das liebe Geld kann alles.

Das Los stillt den Hader.

Das Löwenmaul hat ein Hasenherz.

Das Mangelholz hängt ihm vor der Tür.

Das Maul ist der Münzer.

Das Maul ist des Leibes Henker und Arzt.

Das Mehr gilt.

Das Messer schneidet das Wasser bis auf den Boden.

Das möchte einen Stein erbarmen!

Das Münch[n]er Kind kennt keinen höhern Turm als den Frauenturm.

Das Mus ist noch nicht gar.

Das Nachgeld macht den Markt.

Das Nächste, das Liebste.

Das Nest werden sie wohl finden, aber die Vögel sind ausgenommen.

Das Papier ist geduldig.

Das Papier lässt drucken, was man will.

Das passt wie die Faust aufs Auge.
Es passt – wie die Faust aufs Auge.

Das Pech, was mer net hawwe, is unser Glück.
(aus Frankfurt/Main)

Das Pfeiflein muss lauten wohl, so man Vögel fangen soll.

Das Pferd beim Zaume, den Mann beim Wort.

Das Pferd braucht zu viel Streu.
(Als früher nur Pferde zum Ziehen von Wagen zur Verfügung standen, wurden die Pferde von Königen und hohen Staatsdienern am besten und aufwendigsten versorgt und gepflegt. Später (vor 1900) wurde der Sinn des Sprichworts auf eitle Frauen ausgeweitet, je eitler oder anspruchsvoller Frauen sind, desto mehr Aufmerksamkeiten und Zuwendungen verlangen sie.)

Das Pferd, das am besten zieht, bekommt die meisten Schläge.
Das Pferd, das am meisten zieht, bekommt am wenigsten Hafer.

Das Pferd, das den Hafer verdient, bekommt ihn nicht.

Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.

Das Pferd ist gut, aber lahm.
(Auch ein charakterlich guter Mensch kann für manche Arbeiten oder Aufgaben unbrauchbar sein.)

Das Pferd ist oft klüger als sein Reiter.


Das Pferd muss man anders satteln.
(Eine bestimmte Sache muss anders gemacht oder angefasst werden.)


Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.

Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.

Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.

Das Recht entschuldigt das Weib in der Unwissenheit.

Das Recht hat eine wächserne Nase.

Das Recht ist an beide Füße gerecht wie ein polnischer Stiefel.

Das Recht ist des Stärksten.

Das Recht ist des Wachenden, das Glück des Schlafenden.

Das Recht ist gut, aber die Rechtspraktika taugt nichts.

Das Recht ist wohl ein guter Mann, aber nicht immer der Richter.

Das Recht schiert haarscharf.

Das Recht wär' wohl gut, wenn man's nicht krumm machte.

Das Recht wird weder weiter noch enger.

Das Reich Gottes hält keine Pauker und Geiger.

Das Reich ist nicht einig.

Das reichste Kleid ist oft gefüttert mit Herzeleid.

Das Schaf hat einen goldenen Fuß.

Das Schaf trägt sich selbst keine Wolle.

Das Schenken pflegt's mit sich zu bringen, dass man des Schenkers Lied muss singen.

Das Schiff geht nicht immer, wie der Steuermann will.

Das Schiff hängt mehr am Ruder denn das Ruder am Schiff.

Das schlimmste Rad am Wagen knarrt am ärgsten.

Das schönste Grün wird auch Heu.

Dass eine Mücke sollt' husten wie ein Pferd, das ist unmöglich.

Dass es recht sei, zwei Pfründe zu haben, verstehen nur die nicht, welche bloß eine haben.

Dass Gott erbarm'! Sieben Suppen und keine warm.

Das sind alte Kamellen, die riechen nicht mehr.

Das sind Sägen, die schneiden kein Holz.

Das sind unsre Sitten. Wo zweien sind, da zausen sie den dritten.

Dass man der Dornen acht, haben die Rosen gemacht.


Dass man in eine andre Haut schlüpfe, hilft nicht in den Himmel.

Dass viele irregehn, macht den Weg nicht richtig.

Dass viele Unrecht gehen, macht deshalb den Weg nicht Recht.

Da steckt der Besen raus.
(Die Herrschaften, Hausherren, sind nicht zu Haus.)

Da stehen die Holzschuhe.

(Man wartet umsonst auf etwas oder jemanden.)

Da stehen die Ochsen am Berge!

Das Tintenfass steht auf des Kaisers Tisch.

Das Urteil ist gesprochen, der Stab, der ist gebrochen.

Das vorige Jahr war immer besser.

Das wär' das Rechte, dann kommst du vom Hund auf den Bettelsack.

Das wär' einer, sagte der Teufel, da kriegt' er einen Schneider bei den Beinen.

Das war ein Wurf, sagte Hans, da schmiss er seine Frau zum Dachfenster hinaus.

Das Wasser hat keine Balken.

Das Wasser ist am besten an der Quelle.

Das Wasser ist gesund (gut), aber nicht in den Schuhen.


Das Wasser läuft den Berg nicht hinauf.


Das Wasser rinnt ins Meer zurück, doch kehrt zurück kein Augenblick.

Das Weib fragt, der Mann sagt.

Das Weib ist ein Geschwinddoktor: Sie hat eine List erfunden, so oft sie auf die Erde sieht.

Das Weib und der Ofen sind eine Hauszierde.

Das Werk lobt den Meister.

Das Werk schlägt dem Meister nach.

Das Wissen hilft nichts, wenn man nicht darnach tut.

Das wollen wir den Gelehrten befehlen.

Das Wort, das deinen Freund verletzt, ist schärfer als das schärfste Schwert.

Davon weiß niemand außer Gott und Menschen.

Da weiß ich keinen Ärmel anzusetzen.

Dazu gehört mehr als Brot essen.

Dazu hat Buchholz kein Geld.

Dazu muss man die hölzerne Brille aufsetzen.
Deinen Freund wähle eine Stufe über dir, deine Frau eine Stufe unter dir.

Deinen Lohn sollst du nicht wissen.

Deinetwegen wird kein Ochse kalben.

Dein Feind wünscht dir nur das Gemeine, dein Freund zerbeißt dir Kieselsteine.

Dein Fund, mein Halb.

Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her.

Dein Weib, dein Schwert und dein Pferd magst du wohl zeigen, aber nicht ausleihen.

Dem Alten soll man nicht ins Maul sehen.

Dem Anfang muss man widerstreben.

Dem Apotheker traue der Teufel, beide haben viel Büchsen.

Dem Arbeiter ein Brot, dem Feierer zwei.

Dem Arbeiter hilft Gott.

Dem Ärgsten gibt man das beste Teil.

Dem Argwohn gehört ein Beil.
(Das Sprichwort besagt, dass man dem Argwohn den Kopf mit einem Beil abgeschlagen sollte.)


Dem Armen beschert Gott alle Jahre ein Kind und dem Reichen ein Rind.

Dem Armen gegeben ist wohl gesät.

Dem Armen geht viel ab, dem Geizigen alles.

Dem Armen helfen in der Qual, ist das beste Kapital.

Dem Armen hilf, den Bettler verjag.

Dem Armen läuft die Armut nach.

Dem Armen schmeckt sein Kartoffelbrei besser, als dem Reichen sein Braten.

Dem Armen steht jedes Kleid wohl.

Dem Beichtvater, Arzt und Advokaten darf man nichts verschweigen.

Dem Beklagten gebührt das letzte Wort.

Dem Betrübten ist übel geigen.

Dem Bösen braucht man keinen Boten zu senden.

Dem, der früh aufsteht, hilft Gott und leitet ihm die Hand.

Dem Diebe will kein Baum gefallen, daran er hänge.

Dem die Kuh gehört, der fasst sie bei den Hörnern.

Dem die Kuh ist, der nimmt sie beim Schwanz.

Dem Dreisten und dem Schalk gib gleiches Stück.

Dem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.

Dem einen gehn die Haare aus, dem anderen die Gedanken.

Dem Esel, der`s Korn zur Mühle trägt, wird die Spreu.

Dem Esel Haferstroh, dem Pferd den Hafer.

Dem es wohl ergeht, der hat manchen Freund.

Dem Faulen gefällt kein Block, den er kloben soll.

Dem Faulen ist am wohlsten, wenn er schläft.

Dem Faulen wächst das Seine unter der Stauden.

Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand.

Dem Feigen zeigt das Glück den Rücken.

Dem Feind mit Gift nachstellen ist auch unehrlich.

Dem Fisch den Köder, der Maus den Speck.

Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.

Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nicht.

Dem Fleißigen hilft Gott.


Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken.

Dem Fremden soll man die Ehre lassen.

Dem Frommen legt man ein Kissen unter, dem Schalke zwei.

Dem Furchtsamen rauschen alle Blätter.

Dem Geiz ist nichts zu viel.

Dem Gesunden fehlt viel, dem Kranken nur eins.

Dem Gewissen kann man keinen Affen drehen.

Dem Gläubigen wird der Schuldner an Hand und Halfter gegeben.

Dem Glück ist niemand stark genug.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.
(auch in Österreich)

Dem Gottlosen die Hefen.

Dem Gottlosen die Neige.

Dem Habenichts kann auch der Teufel nichts stehlen.

Dem Hasen ist nicht wohler, als wo er geworfen ist.

Dem Hennengreifer ist eine rechte Frau nicht hold.

Dem Herzen hilft's, wenn der Mund die Not klagt.

Dem Höheren nachgeben, bringt dem Geringeren keine Schande.

Dem hungrigen Bauch schmeckt alles wohl.

Dem Hungrigen ist harr' ein hartes Wort.
(harr' = harren, warten. Der Magen muss vor allem andern befriedigt werden. Das Überleben muss gesichert sein, bevor man sich um irgendetwas anderes kümmert.)

Dem ist kein Glück beschert, der sein sich wehrt.

Dem ist oft nichts beschert, der allzu viel begehrt.

Dem Kuppler ein Paar Schuh und die Hölle dazu!

Dem Lässigen gerät der Handel nicht.

Dem Leiher geht man entgegen bis ans Tor, dem Mahner schlägt man die Tür vor der Nase zu.

Dem Lügner sieht man so tief ins Maul als dem Wahrsager.

Dem Lümpli, das Stümpli.

Dem Mächtigen (Mächtigeren) zürnen ist Torheit.

Dem Magern gehn leicht die Hosen herunter.

Dem Manne ein Weib, dem Buben die Rute.

Dem Mann ein Vogel, sagte jener Fuhrmann und legte die Gans vor sich.

Dem Manne ziemt Klugheit und der Frau Geduld.

Dem Mann ist es keine Ehre, eine Frau zu schlagen.

Dem Maul abgedarbt ist so gut wie der Pacht von einer Wiese.

Dem Meister vom Handwerk soll man glauben.

Dem Mond kann man kein Kleid anmessen.

Dem Mutigen gehört die Welt.

Dem Mutigen hilft Gott.


Dem Narren wäre zu helfen, wenn man die rechte Ader träfe.

Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.

Dem Pöbel muss man weichen, will man ihm nicht gleichen.

Dem Recht ist öfters Hülfe not.

Dem Recht will nachgeholfen sein.

Dem Reichtum ist alles verwandt.

Dem Reinen ist alles rein.

Dem Sänger protzt der Bauch, so man ihn zu singen bittet.

Dem Satten schmeckt das Beste nicht.

Dem schlafenden Fuchs läuft keine weise Maus in den Mund.

Dem schlechtesten Arbeiter gibt man das beste Beil.

Dem Schmeichler und dem Wolfe ist nicht zu trauen.
(Beide sind listige und gefährliche Betrüger. Diese Erklärung aus dem 19. Jahrhundert hat sich gegenüber dem Wolf als unrichtig erwiesen. Die heute in den Wäldern lebenden Wölfe gehen, wenn möglich, den Menschen aus dem Wege und flüchten vor ihnen. Bei vielen Schmeichlern trifft die alte Erklärung aber auch heute noch zu.)

Dem Stammelnden ist nicht zu trauen.

Dem Storch gefällt sein Klappern wohl.

Dem Teufel braucht man keinen Schwur zu halten.

Dem Teufel muss man bisweilen auch einen Maien stecken.

Dem Teufel muss man zwei Kerzen aufstecken, dass er uns ungeschoren lasse.

Dem Teufel opfert man am meisten.

Dem Teufel wehrt man mit dem Kreuz, den Leuten mit Fäusten.

Dem Tode ist der Knecht so lieb wie der Herr.

Dem Tod ist niemand zu stark.

Dem Übel soll man entgegengehen.

Dem Unglück kann man nicht entlaufen.

Demut bei Armut ist Männlichkeit.

Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend.


Demütiger Mönch, hoffärtiger Abt.

Demut ist eine Mutter der Ehre.

Demut ist eine schöne Zier.

Demut ist zu allen Dingen gut.

Dem Wasser ist nicht zu trauen, es reißt den Mühlgang weg.

Dem Willigen ist gut winken.

Dem Wind und dem Narren lass seinen Lauf.

Dem Zorn geht die Reue auf Socken nach.

Dem Zornigen soll man das Schwert nehmen.

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