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Deutsche Sprichwörter
Über 20.000 deutsche Sprichwörter
B bis Besser M
Flagge von Deutschland
Karl Friedrich Wilhelm Wander
und das „Deutsches Sprichwörter Lexikon“


Karl Friedrich Wilhelm Wander hat zwischen den Jahren 1867 und 1880 sein fünfbändiges „Deutsches Sprichwörter Lexikon“ veröffentlicht. Über 30 Jahre hat er dafür Sprichwörter gesammelt. Im Deutsches Sprichwörter Lexikon sind ca. 225.000 deutsche Sprichwörter und Redensarten und ca. 60.000 Sprichwörter aus verschiedensten Fremdsprachen. Eine Arbeit eines Einzelnen, ohne die heute möglichen Hilfsmittel, eine einmalige und unvergleichbare Leistung, die man nicht überschätzen kann.

Wer aber meint, ein deutsches Sprichwort zu haben, weil es auch bei Wander im Lexikon steht, hat trotzdem nicht sicher eins, es kann auch falsch sein. Wander selbst schreibt im Vorwort zum 1. Band des Deutsches Sprichwörter Lexikon, das es auch Fehler enthält oder Quellenangaben verloren gingen. Die Quellenangaben sind tatsächlich teilweise falsch oder fehlen vielfach ganz. Erst wenn man ein Sprichwort in den Quellen Wanders wiedergefunden hat, kann man sich über Herkunft und Nationalität sicher sein.

Ein Freund Wanders wurde wegen angeblicher kommunistischer Umtriebe verhaftet und in Wanders Wohnung fand 1845 wegen angenommener Unterstützung eine Hausdurchsuchung statt. 1853 fand eine weitere Haussuchung bei ihm statt. Seine Vergehen: Er war Lehrer und hatte eine Lehrervereinigung gegründet. Er forderte mehr Selbstbestimmung für die Lehrer, er hatte mehrfach kritische Aufsätze und Bücher über die Schule veröffentlicht und er forderte die staatliche Aufsicht über die Schulen mit Abschaffung der Kirchlichen, unter der das Schulwesen stand. Er befürwortete nicht den Schulmeister alter Prägung, der nur notwendiges Wissen beibrachte und gehorsame Untertanen produzierte, er forderte einen neuen Lehrer, der freie und mitdenkende Bürger mit Selbstverantwortung erzog. Alles zusammen für Kirche und herrschende Obrigkeit revolutionär und unhaltbar für einen Lehrer. Deswegen wurde er 1849 endgültig aus dem Schuldienst entlassen. Durch die Haussuchungen und Umzüge verlor er ein Heft mit Quellenangaben, was zu fehlenden Quellen im Sprichwörterlexikon führte.

Außerdem hatte er 1831/32 unter dem Titel Scheidemünze neue Sprichwörter herausgegeben, das heißt, von ihm erdachte und Sprichwörtern nachempfunden Sprüche. Auch diese fanden Eingang ins Sprichwörterlexikon. Das brachte ihm den Vorwurf, sich die Sprichwörter teilweise auszudenken. Andere Sprichwörter habe er selbst vernommen oder sie wurden ihm als solche übergeben, teilweise ohne Quellen oder Herkunftsangabe. Etliche stammen aus der Literatur, die er an Form und Gepräge des Ausspruchs erkannt haben will, was nicht jedermanns Sache ist, wie er meint. Dazu gehört die erforderliche Aufmerksamkeit und ein für diesen Zweck gebildetes Sprachgefühl, das sogenannte Sprichwörterohr, das er seinen Angaben nach besitzt, viele andere aber nicht. Wenn sein Sprichwörter-Instinkt etwas zum Sprichwort erklärt hatte, war eine weitere Überprüfung nicht notwendig. Der im Lexikon vorhandene Quellennachweis war für ihn ausreichend.

Quellen: Vorrede im 1. Band des „Deutschen Sprichwörter Lexikons“.
            Nachwort im 5. Band des „Deutschen Sprichwörter Lexikons“.

Beispiele für Fehler im Deutschen Sprichwörter Lexikon:

Als Quelle für die Ägyptischen Sprichwörter benutzte Wander das Buch „Arabische Sprüchwörter oder die Sitten und Gebräuche der neueren Aegyptier erklärt aus den zu Kairo umlaufenden Sprüchwörtern übersetzt und erläutert von Johann Ludwig Burckhardt“ aus dem Jahr 1834. In diesem Buch sind 782 Ägyptische Sprichwörter enthalten. Bei Wander findet man aber nur 696 Mal die Quellenangabe Burckhardt und nur 155 Mal den Hinweis auf Ägypten. Die übrigen Ägyptischen Sprichwörter scheinen bei ihm fälschlicherweise „deutsche Sprichwörter“ zu sein. Ähnliches gilt auch für andere Quellen Wanders aus anderen Ländern.

Bei über 4000 Sprichwörtern gibt Wander z. B. Dr. Phil. Julius Altmann an, der 1853-1855 in einigen Zeitschriften Sprichwörter aus Russland, Bulgarien und von den Tataren veröffentlichte, die er dort auf Reisen sammelte. Auch sie sind in Wanders Sprichwörterlexikon enthalten, aber oft ohne den Hinweis auf Russland oder Bulgarien. Wer später von Wander abgeschrieben hat, machte möglicherweise fälschlicherweise aus Mangel am Hinweis aus einem fremden, ein deutsches Sprichwort.

Etliche fremde Sprichwörter erhielten schon ohne vergleichbares deutsches Sprichwort eigene Nummern. Es sollten spätere deutsche Funde eingefügt werden, was aber unterblieb. Aus Ermangelung entsprechender deutscher Sprichwörter und verlorener Quellen wurde daraus später ein deutsches Sprichwort ohne Quellenangabe.

Mehrfach stehen Sprichwörter in Mundart mit Hinweis auf die hochdeutschen Varianten, oder umgekehrt, oder beide oder mehrere verschiedene Mundarten als verschiedene Sprichwörter im Sprichwörter Lexikon.
Dass ein Sprichwort von einem Bayern, Hessen, Sachsen oder anderem Deutschen in seiner ihm eigenen Mundart ausgesprochen wird, macht aus einem Sprichwort auch heute noch kein weiteres neues Sprichwort. Ebenso das Umstellen einzelner Wörter, falsches Abschreiben, übersetzen oder weglassen oder verlieren von Quellen. Schon nach Druck der ersten zwei Bände gab es deswegen begründete Kritik eines anderen Sprichwörtersammlers, Otto Freiherr von Reinsberg, der auch auf einen Kommentar im Vorwort der Sammlung von Wilhelm Körte (1837) hinwies. Wanders Antwort darauf steht im Vorwort des 3. Bandes des Sprichwörter Lexikons. Leider waren die gegenseitigen Kritiken von Otto Freiherr von Reinsberg und K. F. W. Wander in deren Veröffentlichungen vorwiegend persönlicher Natur und brachten auf keiner Seite eine Verbesserung ihrer Arbeiten. Im Internet nachzulesen in den Vorworten von Wanders Sprichwörter Lexikon und: http://brema.suub.uni-bremen.de/ . . Reinsberg

Beispiel:

„Schreib a X fer a U, su kimmste der Rechnung zu.“ steht als Schlesisches Sprichwort im 5. Band in Spalte 477 unter X, Nr.4 mit dem Hinweis der hochdeutschen Version bei Simrock Nr.11951. Die hochdeutsche Version wie bei Simrock: „Schreib ein X für ein U, so kommst du mit der Rechnung zu.“ steht im 4. Band in Spalte 335 unter Schreiben (Verb.), Nr.21 ohne Quellenangabe. So werden aus einem zwei Sprichwörter und wird einem bei Wander ein X für ein U vorgemacht.
Wenn dann fast wortgleich Wer ein X schreibt für ein V, kompt in der Welt am besten zu.“ im 5. Band in Spalte 477 unter X, Nr.5 (Quelle bei Petri im anderen Teil) und „Wen der wirth schreibt ein X vor ein V, so kombt er seiner rechnung zu.“ im 5. Band in Spalte 283 unter Wirth, Nr.124 (Quelle bei Lehmann Seite 923, Nr.22) dazukommen gibt es immer mehr Varianten, die als einzelne Sprichwörter aufgeführt werden.

Weitere Beispiele auf einigen Seiten im Text. Aus diesem Grund ist das Deutsche Sprichwörter Lexikon als primäre Quelle oder Beweis für ein deutsches Sprichwort nur bedingt geeignet - vielmehr hat es einen unschätzbaren Wert als Hinweisgeber für die weitere Suche nach der wirklichen Quelle.

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Bacchus der Vater, Venus die Mutter, Ira (Zorn) die Hebamm erzeugen das Podagram.
(Podagra = akuter Gichtanfall am Grundgelenk der großen Zehe. Auch akuten Gichtanfall an anderen Gelenken werden manchmal als Podagra bezeichnet.)

Backen und Brauen gerät nicht allzeit wohl (immer).

Bade genug, aber sitze nicht ein.
(Kommentar dazu von Wander: „Alles ordentlich, genügend, gehörig oder gar nicht.“)


Bade nicht in allen Pützen.

Baden wendet nicht allen Schaden.

Bad, Wein und Weiber erquicken unsre Leiber. Bad, Wein und Weiber verderben unsre Leiber.

Bald angefangen bald gelassen.

Bald angerannt ist halb gefochten.
Frisch angelaufen ist halb gefochten.
Frisch angelaufen ist halb besiegt.

Bald aufgenommen bald hingeworfen.
Bald aufgezuckt, bald hingeworfen.

Bald geben ist doppelt geben, dreimal geben heißt nichts geben.
(Das bedeutet, wer schnell ohne viel Fragen in einer Notsituation hilft und gibt, hilft mehr als alle, die später kommen. Wer erst später gibt, vergrößert meist den Schaden, da aus unrepariertem Schaden immer schlimmerer Schaden entsteht. Schnelle Hilfe verhindert die Folgeschäden, die spätere Gaben mit ausgleichen müssen. Wer aber dreimal geben muss, wird erkennen, dass seine Hilfe nichts nützt. Er gibt förmlich in ein Fass ohne Boden, seine Gaben sind umsonst und so wirkungsvoll, als hätte er nichts gegeben.)

Bald geben ist doppelt geben.
Bald geben ist viel geben.

Bald geendet, lang geschändet.
(Damit ist die Wollust*35 gemeint. Auf heute übertragen: Eine Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung ist nach kurzer Tat vorbei, ebenso die Befriedigung der Täter danach, das Opfer trägt an den Folgen meist ein Leben lang.)

Bald getan ist viel getan.

Bald glauben nahm nie kein gutes Ende.
(Das Sprichwort meint die Gutgläubigen, die man leicht hinters Licht führen kann, sie werden meist betrogen, da sie jedem Betrüger glauben schenken.)

Bald ist angenehm.

Bald reich, bald arm, bald gar nichts.

Bange machen gilt nicht.

Bargeld, das kauft.
Bar Geld kauft.

Bar Geld dingt wohlfeil.

Bar Geld ist die Losung.

Bar Geld ist gute Ware.

Bargeld ist lachender Kauf.

Bar Geld kauft wohlfeil.

Bar Geld lacht.

Bar Geld und gahre Kost ist leicht verzehrt.

Barmherzige Mütter ziehen lausige (grindige) Töchter.
Barmherzige Mutter zieht lausige Kinder.

Barmherzigkeit erhebt das Gericht.

Barmherzigkeit macht viele Freunde.

Barmherzigkeit sieht auf die Not, richtet, was es für Ursach hat.

Bartel weiß schon, wo er den Most holt.

Bärte schlagen die Leute nicht.


Bär und Büffel können keinen Fuchs fangen.


Bauchknecht ist ein groß Geschlecht.

Bauen ist eine Lust, nur kostet es Geld.

Bauen kann nur Habich, nicht Hättich.

Bauen macht den Beutel schlapp.
Bauen macht ledige Beutel.

Bauen ohne Not bringt in Armut.

Bauen und viel Leute speisen, tut dich zu großer Armut weisen.
Bauen und viel Mäuler speisen, tut zu großer Armut reißen.

Bauern brauchen ihr Recht nicht zu wissen.

Bauerndienst, Bauernlohn, Herrendienst, Herrenlohn.

Bauern hätten gut Leben, wenn sie`s wüssten.

Bauern machen Fürsten.

Bauern machen Kaufleute, Kaufleute machen Junker, Junker machen Bettler.
(Das bedeutet, Bauernkinder wollen Kaufleute werden, die Kinder der Kaufleute wollen Junker werden und verschulden sich, wodurch sie Bettler werden. Jeder will mehr werden und sein als die Eltern. Wer am Ende aber zu viel will, verliert alles und wird Bettler. Am Anfang der deutschen Bundesrepublik wünschten sich die Eltern, ihren Kindern soll es einmal besser gehen. Heute geht es beiden, Eltern und Kindern meist gut, da es aber nicht unendlich so weitergehen kann, fürchten alle wegen der vermeintlich fehlenden Perspektive ein Schlechterwerden. Es geht immer weiter aufwärts und wegen der Endlichkeit des Aufschwungs wird das Erreichte vertan und es folgt der Absturz. Schon im 16. Jahrhundert vorhergesehen und zum Sprichwort gemacht.)

Bauern sagen auch etwas wahr.

Bauern schimpfen nicht, sie schlagen dreimal auf eine Stätte.

Bauern sind alleweg ins zukünftige Jahr reich.
Bauern sind allzeit ins zukünftige Jahr reich.
Der Bauer ist immer im nächsten Jahr reich.
Die Bauern sind alle zukünftiges Jahr reich.
Die Bauern sind allweg ins zukünftige Jahr reich.
(Laut Sprichwort sind die Bauern im zukünftigen Jahr reich. In verschiedenen Sprichwörtersammlungen sind es mal die Bauern, der Bauer oder einfach Bauer. In der Sammlung von Düringsfeld und Reinsberg-Düringsfeld ist es auch in einigen Fremdsprachen enthalten. Nur bei Wilhelm Körte sind die Bauern mit Bäumen vertauscht, was wahrscheinlich ein Schreib- oder Druckfehler ist: „Bäume sind allweg ins zukünftige Jahr reich.“. Bei Wander findet sich das eine Sprichwort mit Bauer gleich zweimal unter Bauer Nr. 21 und Nr. 142 und zum dritten Mal mit der falschen Bezeichnung Baum unter Baum Nr. 18.)

Bauern sind auch Leute.

Bauern soll man nicht ins Regiment setzen.

Bauern tun Bauerntat.

Bauern und Arme haben auch ihren Zorn, er hat aber die Wehre nicht.
(Wehre = Kraft, Mut, Möglichkeit zum Widerstand gegen mögliche körperliche oder rechtliche Angriffe, sich zu wehren. Heute sind es nicht mehr die vermeintlich dummen und rechtlosen Bauern, die sich gegen Willkür und Schikanen der Obrigkeit wehren mussten. Es sind jetzt die vielen kleinen Bürger, die meinen, alleine gegen die Verwaltung, Behörden, den Staat oder große Konzerne und die Reichen nicht ankommen zu können und resignieren. Damit werden die Rücksichtslosen und andere, die glauben, sich über alles Hinwegsetzen zu können aber nur gestärkt. Jeder Widerstand gegen Missstände stärkt die Gerechtigkeit und macht das Zusammenleben besser.)

Bauern und Schweine haben immer etwas zu grunzen.

Bau Hoffnungs-Feld mit Gebet und Fleiß, sä' drein Geduld: trägt Ehrenpreis.

Bäume wachsen nicht in den Himmel.

Baust du ein Haus, so bau es vollends aus.

Baust du ein Haus, so guckt ein andrer zum Fenster hinaus.

Bedarf man eines Diebes, so nehme man ihn vom Galgen; hat man ihn gebraucht, so henke man ihn wieder dran.

Wenn die Herren eines Diebs bedürfen, so nehmen sie ihn vom Galgen; wenn sie seiner nicht mehr bedürfen, so henken sie ihn wieder daran.
Wenn man einen Dieb vonnöten hat, so holt man ihn auch vom Galgen, braucht man seiner nicht mehr, so hängt man ihn wiederum hinauf.

Bedenk das Ende, so wirst du nimmermehr Böses tun.

Bei jedem Werk denk an das Ende.
Was du tust, bedenke das Ende.
Was du tust, so bedenke das Ende, so wirst du nimmermehr Übels tun.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 7, 40: „Was du tust, so bedenke das Ende, so wirst du nimmermehr Übles tun.“)

Bedenk es zuvor und sieh dich vor, so bleibt die Sünd von deiner Tür.

Bedenke, warum du hier bist.

Bedingen bricht Landrecht.
Bedingt Recht bricht Landrecht.
(Bedingt Recht = Vertrag, Übereinkommen, Abkommen)

Bedrohter Mann lebt dreißig Jahr.

Befehlen tut's nicht.

Begabung verpflichtet.

Begehre des Rocks, es wird dir dennoch kaum das Hemde.

Begehrst du Fried und gute Tag, so sieh und hör, schweig und vertrag.

Begib dich nicht auf Trunkenheit, sonst wird dir's leid in Ewigkeit.

Begib dich nicht in die Höhle des Löwen.

Begierde ist Kaiser.

Begierde setzt Sporen in die Haut.

Begierde wird nie satt.


Beginne nicht mit einem großen Vorsatz, sondern mit einer kleinen Tat.


Beginnen ist halb gewinnen.


Begossen Gras wächst am besten.

Begossne Hunde fürchten das Wasser.

Begrabner Schatz, verborgner Sinn, bringen niemand Gewinn.
Begrabner Schatz, verborgner Sinn ist Verlust ohne Gewinn.

Behalte dir ein gut Blatt auf die Letzt.
Behalt eine Karte auf den letzten Stich.

Behalte dir etwas auf die Nachhut.

Behalt etwas auf den letzten Stich.

Behändigkeit ist keine Hexerei.

Beharrlichkeit führt zum Ziel.

Beharrlichkeit trägt den Sieg davon.

Beharrlichkeit überwindet alles.


Behaupten ist nicht beweisen.


Beherzt geredet ist halb gefochten.

Behüte mich Gott vor meinen Freunden, mit den Feinden will ich schon fertig werden.
Gott beschütze mich vor meinen Freunden! Mit meinen Feinden will ich schon selbst fertig werden.

Behüt` euch Gott vor drei Gabelstichen, sie machen neun Löcher.
Behüt` uns Gott vor Gabelstichen, dreimal gibt neun Löcher.
(Sprichwort aus den Bauernkriegen, als die Bauern mangels anderer Waffen mit Heugabeln in den Kampf zogen.)

Behüt' uns Gott vor großem Glück, gnädigem Herrn und gesunder Speis.

Behüt uns vor Mistgabeln, die machen drei Löcher.

Bei Alten wird man gut gehalten.
(Das Sprichwort soll jüngere Menschen beruhigen, wenn sie einen älteren heiraten wollen oder einen als Vorgesetzten haben.)

Bei Bösen wird man böse.

Beichte ohne Reu', Freundschaft ohne Treu, Geben nur zum Schein: Gar faule Werke sein!
Beichte sonder Reu, Freundschaft sonder Treu, Gebet ohne Innigkeit, ist verlorene Arbeit.

Beicht macht leicht.

Bei dem Freunde halte still, der dich nur, nicht das Deine will.


Bei dem Versuch, sich das Leben leichter zu machen, hat der Mensch es sich nur schwerer gemacht.

Bei dem Wasser darf sich keiner über durst beklagen.

Bei den Alten wird man gut gehalten.

Bei den Armen will sich jeder eine Kappe kaufen.


Bei den Frommen ist man (überall) daheim.

Bei der höchsten Freiheit wohnt die niedrigste Sklaverei.

Bei einem Narren richtet man nichts aus, weder mit Bitten noch mit Dräuen.

Bei Frommen ist man überall daheim.

Bei frommen Leuten ist gut wesen, bei den man glücklich kann genesen.

Bei frommen Leuten verliert man nichts.

Bei Geld ist gut wohnen.

Bei Gott gilt der Bauer so viel als der Junker.

Bei Gott ist kein Ding unmöglich.

Bei Gott ist Rat und Tat.

Bei großem Gewinn ist großer Betrug.

Bei großen Herren ist gut reich werden.

Bei großen Herren kann man sich wohl wärmen, aber auch verbrennen.

Bei großen Herren muss man fünf gerade sein lassen.

Bei großer Gewalt ist große Narrheit.


Bei gutem Wetter kann ein jeder ein Steuermann sein.


Bei gutem Winde ist gut segeln.
Mit gutem Winde ist gut segeln.

Bei guten Tagen und Wein will das Podagra sein.
(Podagra = akuter Gichtanfall am Grundgelenk der großen Zehe. Auch akuten Gichtanfall an anderen Gelenken werden manchmal als Podagra bezeichnet.)

Bei Hofe gibt man keine Beine.

Bei Hof gibt man viel Hände, aber wenig Herzen.
Zu Hof ist viel Händereichens, aber wenig herzen.

Bei Hof ist Gunst im Maul, Misstrauen im Herzen.

Bei ihm ist gleich Feuer im Dach.
(Das bedeutet, er ist leicht und schnell aufzuregen.)

Bei jeder Geburt wird eine Leiche angesagt.

Bei Krämern lernt man kaufen,
Bei Säufern lernt man saufen,
Bei Lahmen lernt man hinken,
Bei Trinkern lernt man trinken.
Bei Krummen lernt man hinken, bei Säufern trinken.
Bei Lahmen lernt man hinken, bei Säufern lernt man trinken.
Beim Lahmen lernt man hinken, beim Säufer lernt man trinken.
Bei Vollen lernt man saufen, bei Krämern kaufen, bei Krummen hinken.

Beileibe trau keinem Weibe, Obgleich sie tot ist.
Glaub keinem Weibe, wenn sie auch tot ist.

Beim Abschied vom Markte lernt man die Kaufleute kennen.

Bei Mägdlein von achtzehn Jahren
mit schwarzen Augen und gelben Haaren,
mit weißen Händen und schmalen Lenden
mag einer wohl sein Leben enden.

Beim Auskehren find’t sich's, was in der Stube gestunken hat.

Beim Auskehren wird man's finden.
Beim Auskehren wird sich's finden, wer in der Stube hofiert hat.
Im Auskehren wird sich's finden, was hinterm Ofen liegt.
Im Auskehren findet man, was im Hause gelegen.
Im Auskehren findet man, was in der Stube gestanden hat.
Im Auskehricht findet sich's.

Beim Bettlerhandwerk verdirbt niemand.

Beim Bier gibt`s viel tapfere Leut`.

Beim Brauen gesungen, gerät das Bier.

Beim Geld hört die Freundschaft auf.

Beim heutigen Kopfschmerz denkt man nicht mehr an den gestrigen.

Beim Loch ist die Kuh fett.

Beim Reden kommen die Leute zusammen.

Beim Reichen ist alles Gold, was glänzt.

Beim Scherzen ist keine Ehrerbietung.

Beim Spiel gilt alles.

Beim Tanz zettelt man an, was hernach ausgewoben wird.

Beim Tauschen lass niemand lauschen.

Beim Trinken und Essen wird der Kummer vergessen.

Beim Trunk lernt man seine Leute kennen.

Beim Trunk und im Zorn erkennt man den Tor'n.

Beim Trunk werden Heiraten gemacht.

Beim Unglück ist feiern das Beste.
Im Unglück ist feiern das Beste.

Beim Wein geht die Zunge auf Stelzen.

Beim Wein wird mancher Freund gemacht, beim Weinen auf die Prob gebracht.

Beim Wirt muss man für das Lachen bezahlen.

Beim Zorn erkennt man den Tor'n.

Bei Nacht sind alle Katzen grau.
Nachts sind alle Katzen grau.
Zur Nacht sind alle Katzen schwarz.

Bei Nacht sind alle Kühe schwarz.
Im Finstern sind alle Kühe schwarz.

Beinahe bringt keine Mücke um.

Beinahe ist noch lange nicht halb.


Beine, die ermatten, fallen über den eigenen Schatten.

Beine gibt man nicht zu Hofe.

Bei offener Kiste mag auch der Fromme ein Schalk werden.

Bei Ratsversammlungen haben die Wände Ohren.

Bei schönem Wetter muss man den Mantel mitnehmen.
Bei schönem Wetter nimm den Mantel mit; regnet es, so halt es, wie du willst.

Beiß nicht in die Hand, die dich füttert.
Man beißt nicht die Hand, die einen füttert.

Beispiele tun oft mehr als Wort und Lehr.

Bei Spiel und Trank wird einem die Zeit nicht lang.


Bei Statzlern lernt man gatzen.
(Statzler = Stotterer, Stammler; gatzen = gackern, schnattern, schwätzen, stottern, stockend sprechen.)

Beißt die Maus einmal am Käse, so kommt sie wieder.

Bei stillem Wind ist gut Hafer säen.

Bei Tage darf man kein Licht aufstecken.

Bei Tisch soll Freude den Vorsitz führen.

Bei Tisch soll man keines Haders*14 gedenken

Bei Tisch und im Bette soll man nicht blöde sein.

Bei Tyrannen steht Freiheit gefährlich.

Bei vielen bekommt der Bettler viel.

Bei viel Kunst, viel Unmuß.
(Unmuß = Unruhe, Ärger, Aufregung; unnötige Umstände; Unannehmlichkeit. Kunst = das Können eines Handwerkers, viel Kunst ~ entweder er kann vieles in seinem Fachgebiet, oder er versucht sich in vielen verschiedenen Fachgebieten und hat deswegen viel Ärger, Unannehmlichkeiten und Aufregung, weil keines so richtig klappt.)

Bei Vollen lernt man saufen, bei Krämern lernt man kaufen.
Bei Vollen lernt man saufen, bei Krummen hinken, und in Klöstern heucheln.

Bei Wasser und Brot stirbt niemand Hungers.

Bei Wasser und Brot wird man nicht tot.

Bei Weibern ist des Schwatzens hohe Schule.

Bei Weisheit muss eine Torheit sein.

Beiwohnung macht Freundschaft.
Beiwohnung macht Kundschaft.
Mit Beiwohnung ist in diesem Sprichwort nicht die Pflicht des Beiwohnens in der Ehe gemeint. Es wird vielmehr die Anwesenheit bei öffentlichen Veranstaltungen, Festen oder Sitzungen beschrieben. Wenn man den Zusammenkünften von Kaufleuten beiwohnt, das heißt, an ihnen beteiligt ist, konnte man in früheren Zeiten wie heute auf Verkaufsmessen, neue Kunden werben. Auf Festen und gesellschaftlichen Veranstaltungen konnte man Kontakte knüpfen oder neue Freundschaften finden. Kontakte zwischen Männern und Frauen waren früher ungern gesehen, um keine Möglichkeiten zur außereheliche Beiwohnung zu geben. Möglicherweise meinte Sebastian Frank 1541(Sprichwörter, Schöne, Weise, Herrliche Clugreden, Seite 35b) etwas ähnliches, da bei ihm das Sprichwort etwas länger ist:
Beiwohnung macht Kundschaft, so brennt leicht Stroh und Feuer beisammen.

Beiwohnung tut viel; und ein Kloster, das ein Jahr offen ist, wird selten gut.

Bei Wölfen und Eulen lernt man heulen.

Bei Zeiten auf den Zaun, so trocknen die Windeln.
Beizeiten auf die Zäune, so trocknen die Windeln.
(Das bedeutet, man soll nicht unnötig zögern oder auf die lange Bank schieben, etwas zu tun. Säumen und Zaudern machen die Menschen überall unsicher. Wenn etwas nötig ist oder die Chance vertan, ist es möglicherweise zu spät.)

Bei Zeit halt Rat: Denn nach der Tat kommt er zu spat.

Beize mit Eulen, wenn du keinen Schuhu hast.

Bekannte Bahn und alte Freunde sind die besten.

Bekannt ist halb gebüßt.

Bekennen bricht den Hals.

Bekommt der Arme ein Stück Brot, so reißt es ihm der Hund aus der Hand.

Bekümmerter Mann ersieht selten seinen Vorteil.

Bekümmert Herz treibt selten Scherz.

Bellende Hunde beißen nicht.

Hunde, die bellen, beißen nicht.
Hunde, die viel bellen, beißen nicht.
(Sprichwort auch in Italien)

Bellet ein Hund, so klaffen sie alle.

Beneide deinen Nächsten nicht um seine Sachen; was nützt dir's? Wird wohl der Neid dich reicher machen?

Beneide niemals den ersten, denn er hat es immer am schwersten.

Bequem dich, Gast, sonst bist zur Last.

Beredter Gefährte ist so gut wie ein Wagen.

Bereite Hand lobt alles Land.

Bereitet man den Hühnern nicht beizeiten ein Bett, so legen sie in die Nesseln.

Bergab leite mich, bergauf schone mich, in der Ebene brauche mich, sagt das (fleißige) Pferd.

Bergauf sachte, bergab achte, gradeaus trachte.

Berg und Tal begegnen sich nicht, wohl aber Menschen.
Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen.

Bern hat schöne Gassen und ein wüstes und wildes Land.

Beschaffen Glück ist unversäumt.

Bescheidene Frauen haben an den Ohren noch Augen.

Bescheidenheit, Bescheidenheit, verlass mich nicht bei Tische und hilf, dass ich zu jeder Zeit das größte Stück erwische.

Bescheidenheit, das schönste Kleid.

Bescheidenheit ist die höchste Form der Arroganz.

Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt sich's ohne ihr
Bescheidenheit ist eine Zier, doch reicher wirst du nur mit Gier.

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.
(Ein altes Sprichwort, das vor über 100 Jahren schon bei Wander im Sprichwörter Lexikon unter Bescheidenheit Nr. 12 steht. Es wird auch heute noch viel gebraucht, aber auch passend zur heutigen Zeit immer öfter durch das Vorangegangene mit Gier ersetzt.)

Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.
(Ein Sprichwort, das früher so wohl richtig war. Heute versuchen die Menschen, es mit allen Mitteln außer Kraft zu setzen! Durch für Hasen ungenießbare Neuzüchtungen und sogenannte Pflanzenschutzmittel sind die Hasen heute fast gänzlich aus Deutschland vertrieben und ausgerottet worden. Es gibt ihn nur noch vereinzelt und er steht überall auf der Roten Liste, der vom Aussterben bedrohten Tiere! Da es noch nicht ganz gelungen ist, wurde des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat durch illegale Tricks 2017 um mindestens weitere 5 Jahre europaweit zugelassen. Welche Tricks? Nur die Bewertungen des Herstellers, die eine Unbedenklichkeit attestieren, wurden bei der Bewertung der EU-Komission zugelassen. Alle negativen Studien von unabhängigen Institutionen wurden vom Hersteller, und so auch von der EU, als irrelevant abgetan und nicht berücksichtigt! Damit auch wirklich nichts dazwischenkommt, wurden fast alle vom Hersteller vorgeschriebenen Texte fast wörtlich in den EU-Prüfbericht übernommen. Auch wenn die Menschen noch nicht nachweislich vom Glyphosat gestorben sind (Im Körper aller EU-Bürger ist Glyphosat inzwischen in bedenklichen Konzentrationen nachweisbar!), die meisten Beipflanzen in der Landwirtschaft (sogenanntes Unkraut) sind es schon, und mit ihnen 2/3 aller Insekten und fast alle auf die nicht mehr vorhandenen Futterpflanzen angewiesenen Wildtiere ebenfalls!)

Beschert ist unverwehrt.

Beschissen Werk und gute Worte, sind ärger denn Diebstahl und Mord.
(Beschissen = betrogen, übervorteilt)

Besinne dich erst, was deine Schultern tragen können.

Besinnen bringt ersinnen.

Besinnen ist das Beste am Menschen.

Besoffene Frau ist ein Engel im Bett.

Besser Acht als Hacht.
Besser in der Acht, denn in der Hacht.
(Besser verbannt als verhaftet (Hacht = Haft), oder: es ist besser, auf sein Tun genau zu achten, als wegen Übertretung der Gesetze verhaftet zu werden. Die Hacht war ein erzbischöfliches Gericht und Gefängnis auf der heutigen Domplatte in Köln. Ihr Name leitete sich durch Lautwandel von „Haft“ ab. Durch die Aussprache wurde aus „ft“ ein „cht“. 1165 erbaute Erzbischof Reinald von Dassel das Hachttor. Es war die südliche des Bischofsbezirks mit dem Dom. Das Hachtgebäude entstand durch die Verbindung des Hachttores mit einigen benachbarten Bauten zwischen 1205 bis 1208 unter Erzbischof Bruno IV. von Sayn. Die Hacht brannte 1404 ab, ihr Grundstück wurde im Jahre 1809 verkauft. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hacht_(Gefängnis))

Besser albern und fest als schön und kraus.

Besser allein als in böser Gemein.

Besser allein, denn in schlechter Gesellschaft.

Besser alte Schuld denn alte Fehde.

Besser alt mit Ehren, denn jung mit Schanden.

Besser am Dreck gewinnen als am Weihrauch verlieren.

Besser arm, denn ein Lügner.

Besser arm dran als Arm ab.

Besser arm geruht, als arm gearbeitet.

(Bevor man umsonst arbeitet ohne einen Gewinn erwarten zu können sollte man lieber ruhen und seine Kräfte aufsparen, für andere, gewinnträchtige arbeiten.)


Besser arm in Ehren als reich mit Schanden.


Besser arm, jung und weise, denn (als) reich, alt und ein Narr.


Besser arm und dabei gut und recht als reich und – schlecht.


Besser arm und frei, denn ein voller Kragen und eine Kette am Hals.
Besser arm und frei, denn ein voller Kragen und eine goldene Kette am Hals.
(Auch früher, Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Freiheit höher bewertet als Reichtum und wurde ihm vorgezogen. Früher gab es im Sprichwort auch nur eine Kette am Hals. Um den Unterschied zwischen Arm und Reich zu betonen und Zwang und Abhängigkeit, wurde im Rechtssprichwörterbuch von Graf 1864 aus einer einfachen Kette eine goldene Kette. Im früheren Recht galten alle Menschen als Freie, die ein freies Stück Land ihr eigen nannten, unabhängig der Größe. Ob Bürger, Bauer oder Edelmann, sie waren unabhängig ihres Grundbesitzes als Freie praktisch gleich. Erst innerhalb dieses gleichen Standes, in dem Landesherr und kleinster Bauer theoretisch gleich waren, machte die Größe des Eigentums einen Unterschied. Ein reicher Knecht des Königs ohne eigenen Landbesitz was aber trotz seines Reichtums unfrei und standesmäßig unter einem armen freien Bauern.)

Besser arm und fromm, denn der Schalck in Reichtum.

Besser arm und gesund, denn reich und ungesund
Lieber arm und gesund als reich und krank.

Besser arm und ohne Schulden als ein Fürst ohne Gulden*13.

Besser Armut leiden als Ehrbarkeit verlassen.

Besser auf dem Lande arm, als auf dem Meere reich.
Es ist besser auf dem Lande arm, als auf der See reich zu sein.

Besser auf einmal Todt, denn allzeit schweben in Not.

Besser aus der Ferne dingen, als in der Nähe ringen.

Besser Bauern-Fried', als Bürger-Krieg.

Besser bäurisch gefahren denn herrisch gelaufen.

Besser bedient werden als dienen.

Besser bei einer Eule gesessen als mit (bei einem, dem) Falken geflogen.
Besser ist's bei Eulen sitzen, als mit Falken fliegen.
Es ist besser bei Eulen gesessen, als mit Falken geflogen.
(Erklärung dazu bei Wander (1867): „Unter beschränkten Glücksumständen in Frieden und Ruhe leben ist besser, als in beständiger Furcht Glücksgüter genießen oder unter den Unruhen des Kriegs die Flucht ergreifen müssen.“ Das Gleiche ist auch heute gültig.)

Besser beim Schmied, denn beim Schmiedlein beschlagen.
Der Schmied beschlägt die Pferde besser, denn das Schmiedlein.
Es ist besser zum Schmied, als zum Schmiedlin.
Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.

Besser beim Wirt als beim Wirtlein.
Beim Wirte zehrt man bass, denn beim Wirtlein.
Man zehrt besser bei dem Wirt, als dem Wirtlein.
(ḅass = aus dem Alt.- und Mittelhochdeutschem, besser als etwas, wohl, gut, auch bass erstaunt (verwundert) sein.)

Besser beneidet als beklagt.

Besser beneidet als bemitleidet.

Besser beschwerlicher oder gekaufter Fried, als gerechter Krieg.
Unbilliger Frieden ist besser als gerechter Krieg.
Ungerechter Friede ist besser, als gerechter Krieg.

Besser blind an den Augen als blind am Gemüt.

Besser blind und furchtsam, als unvorsichtig.
Besser blöd und furchtsam, als unvorsichtig.

Besser daheim Kummer leiden, denn mit bösen Nachbarn Gesellschaft haben.

Besser da läuft er, als da hängt er.
Besser da läuft er, als da liegt er.

Besser, dass der Mann Leib und Gut wehrt, als dass er danach klagt.

Besser dem Bäcker als dem Doktor.

Besser demütig gefahren, als hochmütig gegangen.
Besser demütig gefahren, als stolz zu Fuß gegangen.
Besser ehrlich gegangen, denn hochmütig gefahren.

Besser den Arm brechen als den Hals.

Besser den Bauch zersprengt, als dem Wirt 'n Tropfen geschenkt.

Besser den Hut ziehen als den Beutel.

Besser den Spatz in der Hand . . .
Besser dem Bäcker als dem Doktor.

Besser demütig gefahren, als stolz zu Fuß gegangen.


Besser den Arm brechen als den Hals.

Besser den Bauch zersprengt,
als dem Wirt 'n Tropfen geschenkt.


Besser den Hut ziehen als den Beutel.
Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Besser einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.
Besser ein Sperling in der Hand als ein Kranich auf dem Dach (der fliegt über Land).
Besser ein Vogel in der Hand, als zehn am Strand.
Besser ein Vogel in der Hand, als zehn über Land.
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn zehn auf dem Dach (ein Storch in der Luft).
Ein Sperling in der Hand ist besser, denn zehn auf dem Zaun.
Ein Vogel in der Schüssel ist besser, als hundert in der Luft.
Es ist besser ein Spatz in der Hand, als ein Storch auf dem Dach.
Es ist besser ein Sperling in der Hand, als ein Rebhuhn in dem Strauch.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
(Siehe auch Sprichwort weiter unten. Ähnliche Sprichworte mit gleichem Sinn gibt es in vielen anderen Ländern. Das Sprichwort bedeutet, man sollte mit dem wenigen, das man sicher hat und dem man auskommt zufrieden sein und sich nicht mehr und Besseres wünschen, was aber unerreichbar ist.
Usprung könnte der lateinische Spruch: „Capta avis est melior, quam mille in gramine ruris.“ (Ein gefangener Vogel ist besser als tausend in der Landschaft.) sein, laut Andreas Sutor, 1716 in "Latinum Chaos, Ein Teutsches durcheinander, Seite 783".  Joh. Georg Seybold schreibt 1677 (in Viridarium Seite 453) das deutsche Sprichwort „Ein Spatz in der Hand ist besser, denn ein Storch auf dem Dach.“, fast Wortgleich wie Sutor, nur stellt er auf Lateinisch „Präsens est certior hora“ ? davor.  Manche meinen im Evangelium nach Lukas 12, 7: „Habt keine Angst: Ihr seid Gott mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen!“ eine Quelle gefunden zu haben.)
Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
 
Besser der erste Undank, als der letzte.

Besser der erste Verdruss als der letzte.
Besser der erste Zorn denn der letzte, dazu das Hauptgut verloren.

Besser der Sohn zerreise einen Rock, denn das er einen verfaule.

Besser der Weisen schelten als der Narren Gesang hören.

Besser des Freundes Wunden, als des Feindes Kuss.

Besser des gegenwertigen Guts gebrauchen, denn nach einem andern gedenken.

Besser des Tapfern Blick als des Feigen Schwert.

Besser Diebe am Galgen, denn in der Stadt.

Besser, die Hände zittern einem vom Trinken, als vom Hängen.

Besser die Hand in einem Kuhfladen denn in fremdem Gelde.

Besser die Kinder arbeiten und die Eltern ruhen, denn das die Eltern arbeiten und lassen die Kinder faulenzen.
(Dies 500 Jahre alte Sprichwort zeigt, das Kinderarbeit früher zum Alltag gehörte. Das zeigt auch, wo Kinderarbeit auch heute prktiziert wird, da leben die Menschen noch im Mittelalter.)

Besser, die Kinder weinen, als du.

Besser Dienstbarkeit im Frieden als Freiheit im Kriege.

Besser durch Schaden klug als durch Vorteil unklug.

Besser durch Schaden klug werden, als durch Schande.

Besser ehrlich fliehen, als schändlich fechten.
Besser ehrlich geflohen, denn schändlich gefochten.
Es ist besser ehrlich gewichen, als schändlich gefochten.
Es ist besser ehrlich geflohen, denn schändlich gefochten.
(Verschiedene Varianten des gleichen Sprichworts. Streitigkeiten und Schlägereien können möglicherweise einen gefährlichen Ausgang haben. Bevor man nur Schaden davonträgt sollte man auf eine bessere Gelegenheit zum Beilegen von Problemen oder Differenzen warten. Bei Wander stehen drei Varianten als verschiedene Sprichwörter im 1. Band des Sprichwörter Lexikons: Besser Nr. 115, Ehrlich (Adj.) Nr. 2 und Fliehen Nr. 10.)

Besser ehrlich gestorben als schändlich verdorben (gelebt).

Besser eigenes Brot als fremden Braten.

Besser ein alter Schinken denn unreif Kalbfleisch.

Besser einäugig als blind.

Besser ein bäuerlicher Frieden als ein bürgerlicher Krieg.

Besser ein Bauernfünfer, als ein X für ein U.
(Das X für ein U stammt von den alten römischen Zahlen, die auch heute teilweise noch verwendet werden und der alten Schreibweise mit nur Großbuchstaben, bei der das „U“ und das „V“ beide als „V“ geschrieben wurden.(So schreibt Wander dieses Sprichwort mit „U“ und gibt Eiselein als Quelle an, wo das Sprichwort auf Seite 62 mit „V“ geschrieben wird.) Die römische Zahl X bedeutet 10 und die römische Zahl V bedeutet 5. Wenn das V etwas nach unten verlängert wurde, entstand daraus ein X, eine Verdoppelung. Bei Rechnungen oder Schuldscheinen konnte so in betrügerischer Absicht die Summe nachträglich unerkannt erhöht werden. So konnte beispielsweise ein Wirt ein V auf dem Kerbholz leicht in ein X ändern und der Gast musste 10 Getränke bezahlen, obwohl nur 5 getrunken wurden. Daraus entstanden die Sprichwörter und Redewendungen, wenn jemand andere täuschen, irreführen, hinters Licht führen, betrügen oder übers Ohr hauen wollte.)

Besser ein Bein brechen als den Hals.

Besser ein betrübtes Herz, als zwei.

Besser ein dürrer Habich als ein fetter Hättich.
Der Habich war allzeit besser, denn der Hättich.
Ein dürrer Habich ist besser als ein fetter Hättich.

Besser eine alte Schuld, als eine neue Fehde.

Besser eine glückliche oder wohlgeratene Tochter, als ein unglückseliger Sohn.

Besser eine Grundel auf dem Tisch als im Teich ein großer Fisch.

Besser ein Ei im Frieden als ein Ochs im Kriege.

Besser eine Kerze vor als zwo (zwei) nach.

Besser eine kleine Zehent als eine große Zent.

Besser eine Laus im Kraut als gar kein Fleisch.

Besser einen Bitterling gefangen, als still gesessen.
(Der Bitterling (Rhodeus amarus) ist ein kleiner Karpfenfisch (Cyprinidae), der nur 6 bis 9 cm lang wird.)
Besser Spierlinge gefangen als still gesessen.
(Spierling ist die Bezeichnung für verschiedene kleine Fische. Es kann allgemein ein Kleinfisch gemeint sein oder je nach Ort auch Stint, Elritze, Sandaal oder andere. Beide Male sind sehr kleine Fische gemeint, bei Wilhelm Körte ein Bitterling, bei Karl Simrock der Spierling, ein Sprichwort, bei dem jeder die kleinsten Fische einsetzt, die er kennt. Das bedeutet, etwas kleines ist immer noch besser als nichts. Laut Wander im Sprichwörter Lexikon werden Spierlinge (Cyprinus aphya L.), gehört zur Familie der Weißfische und Spieringe (Salmo eperlanus L.), Stinte und gehört zu den Salmen oder Forellen oft verwechselt. Quelle: Deutsches Sprichwörter Lexikon Band 4, Spalte 712, Spiering Nr. 1.)

Besser ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

Besser einen Dotter als die eitle Schale.

Besser eine schiefe Nase als gar keine.

Besser eine Warze auf dem Rücken als eine Sommersprosse im Gesicht.

Besser ein fauler Dieb als ein fauler Knecht.
Ein fauler Dieb ist besser, denn ein fauler Knecht.

Besser ein Fenster aus als ein Haus ein.

Besser ein Flick als ein Loch.

Besser ein Flick denn ein Fleck.

Besser ein freier Vogel als ein gefangener König.

Besser ein Freund in der Ferne, als einen Feind in der Nähe.
Besser Freund in der Ferne als Feind in der Nähe.
(Bei Wander zwei Mal das gleiche Sprichwort: Besser Nr. 129 und Freund (Subst.) Nr. 30)

Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochs mit Hass.
Besser ein Gericht Kraut mit Ruhe als ein gemästeter Ochse mit Unruhe.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 15, 17)

Besser ein geschwinder Batzen*2 als ein langsamer Sechser.

Besser ein gesunder Bauer denn ein kranker Kaiser.

Besser ein guter Freund, als Silber und Gold.

Besser ein halbes Ei als eine leere Schale.
Besser ein halbes Ei als gar keins.
Besser halb Ei, als eitel Schale.
Es ist besser ein halbes Ei als gar keins.
Es ist besser ein halbes Ei als eine ledige Schale.
(Vergleichbares oft gebrauchtes englisches Sprichwort: „Half a loaf is better than no bread.“ (Ein halber Laib ist besser als kein Brot.) Das bedeutet, oft ist es vorteilhafter, sich mit einem kleinen Gewinn zu begnügen, als den kleinen Gewinn mit der unbegründeten Hoffnung auf einen möglicherweise großen nichts zu bekommen. So ist es besser, kleine Zahlungen von einem sonst insolventen Schuldner zu nehmen als die ganze Forderung zu verlieren.
Aus den verschiedenen Variationen dieses Sprichwortes machte Wander vier Sprichwörter, unter anderen die Eigenschöpfung unter Ei Nr. 90: „Ein halbes Ei ist besser als eine ganze Schale.“)

Besser ein kleiner Fisch als gar nichts auf dem Tisch.

Besser ein kleiner Zorn denn ein großer Schaden.
Besser kleiner Zorn, denn großer Schaden.

Besser ein Lappen denn ein Loch.

Besser ein lebender Hund als ein toter Löwe.

Besser ein lebendiges Wort als hundert tote.

Besser ein magerer Herr, denn ein fetter Knecht.

Besser ein Mahl geteilt, als ein Mahl verfehlt.

Besser ein Mann ohne Geld als Geld ohne Mann.

Besser ein Mensch sterbe, als das ganze Volk verderbe.

Besser ein Rausch denn ein Fieber.

Besser ein reicher Bauer denn ein armer Edelmann.

Besser ein sauersehender Freund als ein süß lächelnder Feind.
Besser sauersehender Freund, denn lachender Feind.

Besser ein Schädel als ein Schaden.
Besser ein Schädlein, als ein Schade.
Besser ein Schadel, denn ein Schaden.
Besser ein Schädlin, dann ein Schad(en).
Besser ein Schädlein, dann ein schaden.
Es ist ja besser ein Schedlein denn ein Schade.
(Je nach Zeit und Aussprache ist aus einem kleinen Schaden ein Schädlein, Schädlin, Schadel oder bei Simrock zum Schädel geworden. Da die Sammlung von Simrock am weitesten verbreitet ist und jegliche Erklärungen fehlen, können dieses und andere Sprichwörter falsch oder gar nicht verstanden werden. Bei diesem Sprichwort ist der Schädel kein Kopf, sondern ein kleiner Schaden, der besser ist, als wenn es erst ein großer Schaden werden würde.)

Besser ein Spatz im Hafen*15 als gar kein Fleisch.
(Ähnlich wie. „Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“)

Besser ein Trunk Wasser zur Zeit, als ein Kelch voll Malvasier zur Unzeit.
(Malvasier = nach dem italienischen Namen Malvasia für die griechischen Stadt Monemvassia für einen likörartig süßen und schwerer Weißwein, der von dort kommt.)

Besser ein Übel als zwei.

Besser ein Vogel im Netz als zehn in der Weite.
Besser ein Vogel in der Hand als zehn am Strand.
Ein Vogel im Korb ist besser, als hundert in der Luft.
Ein Vogel in der Schüssel ist besser als zehn in der Luft.
(Auch andere deutsche Sprichwörter mit gleicher Bedeutung:  Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. und andere. Ähnliche Sprichworte mit gleichem Sinn gibt es in vielen anderen Ländern. Das Sprichwort bedeutet, man sollte mit dem wenigen, das man sicher hat und dem man auskommt zufrieden sein und sich nicht mehr und Besseres wünschen, was aber unerreichbar ist.)

Besser ein Vorsorger denn ein Nachsorger.

Besser ein wenig schelten als viel Herzeleid.

Besser ein witziger Narr, als ein närrischer Witzling.

Besser eng und wohl, denn weit und weh.

Besser erhalten als vorbehalten.

Besser Esel treiben als selber Säcke tragen.

Besser, es fresse mich ein Wolf als ein Schaf.

Besser etwas als nichts.

Besser Fliegen gefangen als müßiggegangen.

Besser frei in der Fremde als Knecht daheim.

Besser freundlich versagen als unwillig gewähren.
Besser freundlich versagen als unwillig zugeben.

Besser Frieden bei Brot und Salz, als Streit bei Braten und Schmalz.

Besser früh bedacht, denn spät bereut.

Besser gar nicht Arzneien, als sich damit kasteien.

Besser geleiert als gar gefeiert.

Besser genährt als gelehrt.

Besser gerannt als verbrannt.

Besser geschwiegen, als übel gesprochen.

Besser geschworen als verloren.

Besser gesunde Beine als vergoldete Krücken.

Besser gesunder Tagelöhner, wie kranker König.

Besser gewahrt als geklagt.

Besser gewisser Frieden als ungewisser Sieg.

Besser gottlos denn ehrlos.

Besser Gunst, denn Gabe.

Besser gutes Alter, als böse Jugend.

Besser gut geschritten, denn schlecht geritten.

Besser gutlos denn ehrlos.
Gutlos ist besser denn ehrlos.

Besser haben als hoffen.

Besser halb Ei als eitel Schale.

Besser hart geblasen als den Mund verbrannt.

Besser heimlicher Schaden, als offene Schande.

Besser heiß gepustet als das Maul verbrannt.

Besser heute als morgen.

Besser heute ein Ei als morgen ein Küchlein.
Es ist besser heute das Ei, als morgen die Henne haben.
(Ein wohl bekanntes Sprichwort, das bei Simrock 1846 mit Küchlein (Küken) zu finden ist, 1685 bei Winckler waren es schon Hennen. Bis 1870 sind bei Wander im Deutschen Sprichwörter Lexikon schon 5 Sprichwörter aus dem einen Ei geschlüpft: Unter dem Stichwort Besser Nr. 217, Ei Nr. 26, Heute Nr. 3 und 117 und Hühnlein Nr. 4, mal ohne, mal mit fremden Sprachen oder falschem Text als Quelle. Das obere steht bei Simrock (1846) und Eiselein (1840), das unter (1685) bei Winkler. Wander macht daraus zusätzlich noch: „Besser heut' ein Ei, als morgen ein Huhn.“, „Besser heut ein Ei als morgen eine Henne.“, „Lieber heute ein Ei, als morgen eine Henne.“, „Ein Hühnlein heut' ist besser als morgen eine Henne.“)

Besser hinter sich, als unrecht vor sich gehen.

Besser ichts denn gar nichts.
Besser ichts, denn nichts.
(ichtwas, abgekürzt ichts = veraltet für etwas)

Besser im Vogelgesang als (denn) im Eisengeklang.
(Vögel singen in der Natur in Freiheit, wenn man aber Eisen klingen hört, waren es meist die Waffen der Kriegsknechte oder man lag im Kerker in Eisen, beides keine guten Umstände.)

Besser in Armut erzogen, als wenn der Reichtum im Alter verflogen.

Besser in deinen Topf als in des Nachbars Kropf.


Besser in den Reisern als in den Eisern.

Besser in der Jugend gelitten und gezüchtigt, denn im Alter.

Besser in der Tasche kein Geld als ohne Freund in dieser Welt.

Besser in der weiten Welt als im engen Bauch.

Besser in die Faust als ins Gesicht lachen.

Besser in die weite Welt, wie in den engen Bauch.

Besser in Dorn und Disteln baden, als mit falschen Zungen sein beladen.

Besser in Häusern als in den Reisern.

Besser ist besser.

Besser ist ein offenbarer Feind, als ein meuchlerischer ungetreuer Freund.
Besser ist ein offener Feind als ein schmeichlerischer Freund.
Besser offener Feind als zweideutiger Freund.
Ein offenbarer Feind ist besser als ein falscher Freund.
Ein tückischer Freund ist schädlicher, denn ein öffentlicher Feind.
Offener Feind ist besser als zweideutiger Freund.
Öffentliche Feinde sind besser denn Heuchler.
Lieber ein offenbarer Feind als ein Freund mit zwei Angesichtern.

Besser ist Gnade denn Recht.

Besser ist Hundes Freundschaft, denn Feindschaft.

Besser Kampf als den Hals entzwei (gebrochen).

Besser kann man zur Tür eingehen als zum Türlein.
(Laut Christoph Lehmann (1630) hat man dies zu bedenken, bevor man eine Witwe heiratet.)

Besser karg als arg.

Besser kaufen als betteln.

Besser klein ein Herr als groß ein Knecht.
Besser kleiner Herr als großer Knecht.

Besser klein Unrecht gelitten als vor Gericht gestritten.

Besser kommt selten nach.

Besser Krieg versucht denn Hals ab.

Besser man esse die Milch, als die Kuh; die Trauben, als den Stock.

Besser Manns Bosheit, denn Weibs falsche Frömmigkeit.

Besser mit den Füßen gestrauchelt als mit der Zunge.
Es ist besser mit dem Fuße, als mit der Zunge stolpern.
Es ist besser mit dem Fuße gleiten, als mit der Zunge.
Lieber mit den Füßen gestrauchelt als mit der Zunge.

Besser mit einem bösen Weibe in der Ehe gelebt, denn mit einer frommen Hure in Unzucht.

Besser mit einem Wolf streiten, denn mit einem gebarteten bösen Weibe.

Besser mit Schaden als mit Schanden klug werden.
Besser mit Schaden klug werden, als mit Schande.

Besser Mittel als Titel.

Besser müßiggegangen, als übel gewerkelt.

Besser müßiggehen als nicht arbeiten.