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Deutsche Sprichworte
Da bis Den
Da bring ich`s, sagte Paul und fiel damit zur Tür hinein.

Da die Treue ward geboren, da kroch sie in ein Jägerhorn; der Jäger blies sie in den Wind, daher man keine Treu' mehr find't.

Da hängt die Schere heraus.

(Man ist nur auf seinen eigenen Vorteil aus und übervorteilt die anderen.)

Da hatt` er zu tun wie Meibom zu Aachen.


Daheim bin ich König.


Daheim erzogen Kind ist in der Fremde wie ein Rind.

Daheim gilt ein Kreuzer einen Batzen*2.

Daheim ist ein Mann zwei.

Daheim ist gut, gelehrt zu sein.

Daheim ist`s am besten.


Daheim muss man bewandert sein.

Da ist das Dach mit Fladen gedeckt.
(Man lebt faul und im Überfluss wie im Schlaraffenland.)

Da ist`s gut, wo wir nicht sind.

Da ist 's heilige Grab wohl verwahrt.

(Der Bock ist zum Gärtner gemacht. Die Wächter konnten Christi Auferstehung nicht verhindern, die Mühe ist umsonst.)

Da liegt der Hund begraben.

Da man schrieb der Edel und Fest, da stund die Sach am allerbest; da man schrieb Hochgeboren, da war Hopf und Malz verloren.

Damit man ein Problem klug lösen kann, muss es einem Sorgen bereiten.

Dankbarkeit gefällt, Undank hasst die ganze Welt.

Dankbarkeit gehört zu den Schulden, die jeder Mensch hat, aber nur die wenigsten tragen sie ab.


Dankbarkeit ist dünn gesät.


Dankbarkeit ist eine schöne Tugend, ziert das Alter wie die Jugend.


Dankbarkeit ist in den Himmel gestiegen und hat die Leiter mitgenommen.


Dankbarkeit und Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.


Dankbar sein bricht kein Bein.

Danken kostet nichts und gefällt Gott und den Menschen (wohl).

Dann ist der Mensch wirklich verschwiegen, wenn er sich mitschuldig an einer Sache fühlt.


Darnach der Gast, darnach der Quast.

Darnach die Gäste sind, brät man die Bücklinge.

Darnach es mich ansieht, darnach tu ich.

Darnach es fällt!

Darnach ward`s Tag.

Darnach Ware, darnach Geld.

Das Alte behalte.

Das Alte klappert, das Neue klingt.


Das Alter erfährt alle Tage eine neue Zeitung.

Das Alter gehört in den Rat.


Das Alter geht vor.


Das Alter hat den Kalender am Leib.


Das Alter in den Rat, die Frau ins Bad.


Das Alter ist an sich selbst eine Krankheit.


Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muss.


Das Alter ist ein Spital, das alle Krankheiten aufnimmt.


Das Alter ist weiser als die Jugend, aber der Morgen ist klüger als der Abend.

Das Alter macht aus Blumen Wachs.

Das Alter soll man ehren, der Jugend soll man wehren.


Das Amt lehrt den Mann.

Das Amt macht wohl satt, aber nicht klug.

Das Amtskleid ist der Deckschalk.
Der Bube bleibt ein Bube, auch unter dem Chorrock.
Das ehrbare Kleid ist der Deckschalck.

(Die Amtskleidung hat keine Würde oder Ehre, sondern der Mensch selbst muss dem Amt Würde und Ehre geben. Deckschalk ist ein alter Ausdruck gleichbedeutend mit Heuchler)

Das Angesicht ist der größte Verräter.

Das Angesicht macht die Rechnung.

Das Angesicht verrät den Mann.

Das Angesicht weist's aus.

Das Ansehen hat man umsonst.

Das Ansehen ist in den Federn.

Das Ansehen schlägt die Leute.

Das Auge des Herrn schafft mehr als seine beiden Hände.

Das Auge des Herrn macht das Pferd fett (das Vieh feist).
(Wenn der Herr selbst Aufsicht führt und ein Auge auf alles hat, gedeihen Hauswesen, Geschäft, Wirtschaft und auch die Tiere am besten.)

Das Auge isst mit.

Das Auge ist des Herzens Zeuge.

Das Auge kennt kein Verbot.

Das Auge sieht sich nimmer satt.

Das Auge sieht's, im Herzen glüht's.

Das Bein muss gehen, wie das Knie will.

Das Bessere ist der Feind des Guten.


Das beste Deutsch ist, das von Herzen geht.


Das beste Einkommen ist Redlichkeit.

Das Beste gehört in den Pfaffen.

Das Beste ist, was man in der Hand hat.

Das Beste kauft man am wohlfeilsten.

Das beste Pferd aus dem Stalle führen.
(Der beste Trumpf, den man hat, wird ausgespielt.)


Das beste Pferd geht nicht über seine Kraft.


Das beste Pferd kann straucheln.


Das beste Pferd wird einmal zur Mähre.

(Der stärkste Mann wird im Alter schwächer und der größte Geist wird träge und vergesslich.)


Das Beste spart man auf die Letzte.

Das Beste wird gedacht, das Böseste geredet.

Das Bett ist des Faulen Kerker.

Das Bier, das nicht getrunken wird, hat seine Zweck verfehlt.


Das Bier schmeckt gern nach dem Fass.


Das Blättchen hat sich gewandt.
Das Blatt hat sich gewendet.

Das Böse glaubt man gern.

Das Böse glaubt und denkt man gern.

Das Böse lernt sich leicht, das Gute schwer.

Das Böse lernt sich von selbst.

Das Böse schreibt man in Stein, das Gute in Staub.

Das Böse straft sich selber.

Das Böse verdirbt das Gute.

Das Böse versteckt sich hinter Masken.

Das (bös) Gerücht tötet den Mann.

Das Brauen bringt den Bürgern eine goldene Nahrung.

Das Brot sei leicht, der Käse schwer.

Da schwimmen wir Äpfel, sprach der Rossdreck und schwamm unter Äpfeln den Bach hinab.

Das Dach hat Latten.
(Es gibt Lauscher und Spione)

Das dicke Ende kommt nach.


Das dritte Haupt trägt schwer.

Das Eigene verachten wir und lieben das Fremde.

Das Ei will (immer) klüger sein als die Henne.


Das elfte Gebot heißt: Lass dich nicht erwischen!

Das elfte Gebot heißt: Lass dich nicht verblüffen!

Das Ende bewährt alle Dinge.

Das Ende muss die Last tragen.

Das Entscheidende bei der Lösung eines Problems ist, sich selbst als einen Teil des Problems zu erkennen.

Das Fallen ist keine Kunst, aber das Wiederaufstehen.

Das Feld hat Augen, der Wald Ohren.

Das Fett will allzeit oben schwimmen.

Das Feuer, das mich nicht brennt, lösch ich nicht.

Das Feuer fängt mit Funken an, vom Funken brennt das Haus.

Das Fragen kostet kein Geld.

Das freie Schaf frisst der Wolf.


Das Gebet des Bösen geht nicht in den Himmel.

Das Gebet ist ein Rauchwerk (Weihrauch), das dem Teufel Kopfweh macht.

Das Gebet macht der Witwe einen Wall um ihr Hüttlein.

Das Gedächtnis ist eine gute Tasche; aber sie reißt, wenn man zu viel hineinstopft.

Das geht über das Bohnenlied.

Das Geld ist, wo man's in Ehren hält.

Das Geld liegt auf der Straße, man muss es nur aufzuheben wissen.

Das Gerücht ist blind, aber es läuft schneller als der Wind.

Das Gerücht ist immer größer als die Wahrheit.

Das Gerücht tötet den Mann.

Das geschieht, wenn der Teufel von Aachen kommt.

Das Gesicht verrät den Wicht.


Das Gewissen ist des Menschen Gott.

Das Gewissen ist des Menschen Schuldbuch.

Das Gewissen ist wie das Kitzeln, manche fürchten es und andere nicht.


Das Gewissen sagt uns wohl, was man tun und meiden soll.

Das Gewissen verführt niemand.

Das Gleiche sucht sich, das Rechte findet sich.


Das Glück gibt vielen zu viel, aber keinem genug.

Das Glück hat Flügel.

Das Glück hat seine Launen.

Das Glück hilft denen nicht, die sich nicht selbst helfen.

Das Glück ist dem Frommen Feind.

Das Glück ist der Begleiter der Tüchtigkeit.

Das Glück ist der beste Leim, der die Gemüter zusammenfügt.

(aus Schlesien)

Das Glück ist eine dumme Kuh: Es läuft dem größten Ochsen zu.


Das Glück ist ein Rindvieh, es findet immer seinesgleichen.

Das Glück ist mit dem Tüchtigen.


Das Glück kommt über Nacht.

Das Glück lässt sich eher erschleichen denn erlaufen.


Das Glück muss den Mann, nicht der Mann das Glück suchen.

Das Glück muss man erobern.

Das Glück muss man regieren, das Unglück überwinden.

Das Glück schenkt nichts, es leiht nur.

Das Glück und die Weiber sind den Narren hold.

Das Grab öffnet sich jeden Augenblick, aber es schließt sich nur einmal für immer.

Das Grab verschlingt alles.

Das größte Elend ist, kein Elend tragen können.

Das größte Pferd ist oft zur Arbeit wenig wert.

Das größte Schiff ist ein kleiner Bissen fürs Meer.


Das größte Unglück ist, glücklich gewesen zu sein.

Das gute Pferd will den Sporen und das schlechte doppelt, so will gut Weib und böses den Stock.

Das Gute tu gut, das Rechte recht.

Das Gut folgt seinem Herrn.

Das Halbe ist oft besser als das Ganze.

Das hat er nicht aus den Fingern gesogen.

Das Haupt regiert, nicht die Füße.

Das heißt Ablass gen Rom tragen.

Das heißt dem Dreck eine Ohrfeige geben.

Das Hemd ist mir näher als der Rock.

Das Herz ist nur ein kleines Feld, aber es wächst alles auf ihm.

Das Herz lügt nicht.


Das Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt.

Das ist Butter an den Galgen.

Das ist der ärgste Glaube, der nichts glaubt, als was ihm gefällt.

Das ist die Braut, um die man tanzt.

Das ist eben das Unglück der Könige, dass sie die Wahrheit nicht hören wollen.

Das ist eine schöne Antwort, die auf alle Fragen passt.


Das ist ein närrisches Schaf, das sich dem Wolf anvertraut.


Das ist ein Stück, sagte Beckmann, da saß er mit der Ziege auf dem Dache.

Das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Das ist gehüpft wie gesprungen.

Das ist gut, was jedermann begehrt.

Das ist mein Acker und mein Pflug.


Das ist schlechter Honig, den man erst mit Zucker süß machen muss.


Das ist so gewiss als das Amen in der Kirche.


Das ist Wasser auf meine Mühle.

Das Jahr bringt Getreide und nicht der Acker.

Das Jahr hat ein weites Maul und großen Magen.

Das Kind ist in den Brunnen gefallen.
(Das Unglück ist passiert.)

Das Kind sagt nur, was es gehört.


Das Kleid macht keinen Mönch.

Das Kleine wird gestohlen, das Große genommen.

Das kleinste Ding ist auch zu ehren: Eine Nadel mag einen Schneider ernähren.

Das Kloster währt länger denn der Abt.

Das Kräutlein Geduld wächst nicht in jedem Gärtlein.

Das Lächeln ist Pforte und Tür, durch die viel Gutes kommt.


Das Leben beginnt mit dem Ruhestand.

Das Leben besteht nicht darin, gute Karten zu erhalten, sondern mit den Karten gut zu spielen.

Das Leben ist der beste Lehrer.

Das Leben ist ein Buch, in dem die Hoffnung auf jedes Blatt einen Wunsch für uns geschrieben hat.

Das Leben ist ein ständiges Treuloswerden. Nur das Wie unterscheidet die Proleten von den Kultivierten.


Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Das Leben wirkt mehr als die Lehre.

Das Leichte schwimmt oben.

Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Das liebe Geld kann alles.

Das Löwenmaul hat ein Hasenherz.

Das möchte einen Stein erbarmen.

Das Pech, was mer net hawwe, is unser Glück.
(aus Frankfurt/Main)

Das Pferd beim Zaume, den Mann beim Wort.

Das Pferd braucht zu viel Streu.
(Als früher nur Pferde zum Ziehen von Wagen zur Verfügung standen, wurden die Pferde von Königen und hohen Staatsdienern am besten und aufwendigsten versorgt und gepflegt. Später (vor 1900) wurde der Sinn des Sprichworts auf eitle Frauen ausgeweitet, je eitler oder anspruchsvoller Frauen sind, desto mehr Aufmerksamkeiten und Zuwendungen verlangen sie.)

Das Pferd, das am besten zieht, bekommt die meisten Schläge.
Das Pferd, das am meisten zieht, bekommt am wenigsten Hafer.

Das Pferd, das den Hafer verdient, bekommt ihn nicht.


Das Pferd ist gut, aber lahm.

(Auch ein charakterlich guter Mensch kann für manche Arbeiten oder Aufgaben unbrauchbar sein.)

Das Pferd ist oft klüger als sein Reiter.


Das Pferd muss man anders satteln.
(Eine bestimmte Sache muss anders gemacht oder angefasst werden.)


Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.

Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.

Das Recht hat eine wächserne Nase.

Das Recht ist wohl ein guter Mann, aber nicht immer der Richter.

Das Schiff geht nicht immer, wie der Steuermann will.

Das Schiff hängt mehr am Ruder denn das Ruder am Schiff.

Das schlimmste Rad am Wagen knarrt am ärgsten.

Das schönste Grün wird auch Heu.

Das sind unsre Sitten. Wo zweien sind, da zausen sie den dritten.


Dass man der Dornen acht, haben die Rosen gemacht.


Dass viele irregehn, macht den Weg nicht richtig.

Da steckt der Besen raus.
(Die Herrschaften, Hausherren, sind nicht zu Haus.)

Da stehen die Holzschuhe.

(Man wartet umsonst auf etwas oder jemanden.)

Das Tintenfass steht auf des Kaisers Tisch.

Das vorige Jahr war immer besser.

Das Wasser hat keine Balken.

Das Wasser ist am besten an der Quelle.

Das Wasser ist gesund (gut), aber nicht in den Schuhen.


Das Wasser läuft den Berg nicht hinauf.


Das Wasser rinnt ins Meer zurück, doch kehrt zurück kein Augenblick.

Das Werk lobt den Meister.

Das Werk schlägt dem Meister nach.

Das Wissen hilft nichts, wenn man nicht darnach tut.

Das Wort, das deinen Freund verletzt, ist schärfer als das schärfste Schwert.

Da weiß ich keinen Ärmel anzusetzen.

Dazu gehört mehr als Brot essen.

Dazu hat Buchholz kein Geld.

Dazu muss man die hölzerne Brille aufsetzen.

Deinen Freund wähle eine Stufe über dir, deine Frau eine Stufe unter dir.

Deinetwegen wird kein Ochse kalben.

Dein Feind wünscht dir nur das Gemeine, dein Freund zerbeißt dir Kieselsteine.

Dein Fund, mein Halb.

Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her.

Dem Alten soll man nicht ins Maul sehen.

Dem Anfang muss man widerstreben.

Dem Apotheker traue der Teufel, beide haben viel Büchsen.

Dem Arbeiter ein Brot, dem Feierer zwei.

Dem Arbeiter hilft Gott.

Dem Ärgsten gibt man das beste Teil.

Dem Argwohn gehört ein Beil.
(Das Sprichwort besagt, dass man dem Argwohn den Kopf mit einem Beil abgeschlagen sollte.)


Dem Armen beschert Gott alle Jahre ein Kind und dem Reichen ein Rind.

Dem Armen gegeben ist wohl gesät.

Dem Armen geht viel ab, dem Geizigen alles.

Dem Armen helfen in der Qual, ist das beste Kapital.

Dem Armen hilf, den Bettler verjag.

Dem Armen läuft die Armut nach.

Dem Armen schmeckt sein Kartoffelbrei besser, als dem Reichen sein Braten.

Dem Armen steht jedes Kleid wohl.

Dem Beichtvater, Arzt und Advokaten darf man nichts verschweigen.

Dem Beklagten gebührt das letzte Wort.

Dem Betrübten ist übel geigen.

Dem Bösen braucht man keinen Boten zu senden.

Dem, der früh aufsteht, hilft Gott und leitet ihm die Hand.

Dem Diebe will kein Baum gefallen, daran er hänge.

Dem die Kuh gehört, der fasst sie bei den Hörnern.

Dem Dreisten und dem Schalk gib gleiches Stück.

Dem Drescher gehört ein Flegel in die Hand.

Dem einen gehn die Haare aus, dem anderen die Gedanken.

Dem Esel, der`s Korn zur Mühle trägt, wird die Spreu.

Dem Esel Haferstroh, dem Pferd den Hafer.

Dem es wohl ergeht, der hat manchen Freund.

Dem Faulen gefällt kein Block, den er kloben soll.

Dem Faulen ist am wohlsten, wenn er schläft.

Dem Faulen wächst das Seine unter der Stauden.

Dem Faulpelz geht die Arbeit von der Hand wie das Pech von der Wand.

Dem Feigen zeigt das Glück den Rücken.

Dem Feind mit Gift nachstellen ist auch unehrlich.

Dem Fisch den Köder, der Maus den Speck.

Dem Fleißigen guckt der Hunger wohl zuweilen ins Fenster, aber ins Haus darf er nicht kommen.

Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nicht.

Dem Fleißigen hilft Gott.


Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken.

Dem Fremden soll man die Ehre lassen.

Dem Frommen legt man ein Kissen unter, dem Schalke zwei.

Dem Furchtsamen rauschen alle Blätter.

Dem Geiz ist nichts zu viel.

Dem Gesunden fehlt viel, dem Kranken nur eins.

Dem Gewissen kann man keinen Affen drehen.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.
(auch in Österreich)

Dem Habenichts kann auch der Teufel nichts stehlen.

Dem Höheren nachgeben, bringt dem Geringeren keine Schande.

Dem hungrigen Bauch schmeckt alles wohl.

Dem Hungrigen ist harr' ein hartes Wort.
(harr' = harren, warten. Der Magen muss vor allem andern befriedigt werden. Das Überleben muss gesichert sein, bevor man sich um irgendetwas anderes kümmert.)

Dem ist oft nichts beschert, der allzu viel begehrt.

Dem Lügner sieht man so tief ins Maul als dem Wahrsager.

Dem Mächtigen zürnen ist Torheit.

Dem Manne ein Weib, dem Buben die Rute.

Dem Mann ein Vogel, sagte jener Fuhrmann und legte die Gans vor sich.

Dem Manne ziemt Klugheit und der Frau Geduld.

Dem Mann ist es keine Ehre, eine Frau zu schlagen.

Dem Mutigen gehört die Welt.

Dem Mutigen hilft Gott.


Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.

Dem Pöbel muss man weichen, will man ihm nicht gleichen.

Dem Recht will nachgeholfen sein.

Dem Reinen ist alles rein.

Dem Satten schmeckt das Beste nicht.

Dem schlafenden Fuchs läuft keine weise Maus in den Mund.

Dem Schmeichler und dem Wolfe ist nicht zu trauen.
(Beide sind listige und gefährliche Betrüger. Diese Erklärung aus dem 19. Jahrhundert hat sich gegenüber dem Wolf als unrichtig erwiesen. Die heute in den Wäldern lebenden Wölfe gehen, wenn möglich, den Menschen aus dem Wege und flüchten vor ihnen. Bei vielen Schmeichlern trifft die alte Erklärung aber auch heute noch zu.)

Dem Storch gefällt sein Klappern wohl.

Dem Teufel braucht man keinen Schwur zu halten.

Dem Teufel muss man zwei Kerzen aufstecken, dass er uns ungeschoren lasse.

Dem Teufel opfert man am meisten.

Dem Teufel wehrt man mit dem Kreuz, den Leuten mit Fäusten.

Dem Tode ist der Knecht so lieb wie der Herr.

Dem Tod ist niemand zu stark.

Dem Übel soll man entgegengehen.

Dem Unglück kann man nicht entlaufen.

Demut bei Armut ist Männlichkeit.

Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend.


Demütiger Mönch, hoffärtiger Abt.

Demut ist eine Mutter der Ehre.

Demut ist eine schöne Zier.

Demut ist zu allen Dingen gut.

Dem Willigen ist gut winken.

Dem Wind und dem Narren lass seinen Lauf.

Dem Zorn geht die Reue auf Socken nach.

Den Argwohn fliehe wie das Gift, weil er gar oft die Unschuld trifft.


Den Argwohn kannst du leicht betrügen, sprich wahr, so wird er sich selbst belügen.


Den Armen bittet niemand zur Hochzeit.

(Das Sprichwort wird auch noch positiv für diejenigen ausgelegt, die den Armen ignorieren und nicht einladen, da der jetzt auch noch die Ausgaben für ein Geschenk sparen kann.)

Den Armen kennt niemand, der Reiche hat überall Vettern.

Den Bauern erkennt man an der Gabel, den Advokaten am Schnabel.

Den Bauern gehört Haberstroh.

Den Bauern ist gut pfeifen.

Den Baum an der Frucht, den Buben an der Zucht.

Den Baum, darunter man schauern will, soll man ehren.

Den Baum erkennt man an den Früchten.

Den Baum muss man biegen, weil er jung ist, wird er alt, so will er ungebogen sein.

Den Beladenen soll man nicht meiden.
Den einen wärmt die Sonne, den andern blendet sie.
Den Bösen missfallen ist ein Lob.

Den Brei, den du angerührt, musst du ausessen.

Den Dieb soll man henken, die Hur ertränken.

Den Eichenbaum vor die Stadt, Eichenlaub stinkt.

Den einen Pfeil dem anderen nachsenden.
(Falsche Beharrlichkeit, weiter in eine aussichtslose Sache investieren.)

Den einen sticht man mit der Nadel,
den anderen mit der Heugabel.


Den einen wärmt die Sonne, den andern blendet sie

Den ersten mäßig, den anderen fräßig, den dritten toll und voll, so bekommt uns das Aderlassen wohl.


Den ersten Tag ein Gast, den zweiten eine Last, den dritten stinkt er fast.

Den Esel führt man nur einmal aufs Eis.

Den Esel kennt man bei den Ohren, am Angesicht den Mohren und bei den Worten den Toren.

Den Esel meint man, den Sack schlägt man.

Den Esel will jedermann reiten.

Den Feind schlägt man eher mit Rat als mit Tat.

Den Flüchtigen soll man verfolgen.

Den Fortschritt verdanken die Menschen den Unzufriedenen.

Den Freund strafe heimlich, lobe ihn öffentlich.

Den Freund zu erkennen, musst du erst ein Scheffel Salz mit ihm gegessen haben.
Nenne niemanden deinen Freund, wenn du nicht schon mindestens einen Scheffel Salz mit ihm gegessen hast!
(Scheffel ist ein altes Raummaß, dass zum Messen von Schüttgut verwendet wurde. Je nach Zeit und Gegend konnte es zwischen 17,38 und 310,25 Liter groß sein. Selbst wenn nur die kleinste Größe von 17,38 Litern angenommen wird, würde es sehr lange dauern, bis die darin enthaltenen 17 Kilogramm Salz verbraucht wären. Bei der empfohlenen Tageshöchstmenge würde es zu zweit ca. 4 Jahre dauern. Da man mögliche Freunde nicht täglich sieht, wird es wahrscheinlich erheblich länger dauern. Das bedeutet, um zu erkennen, ob jemand ein wirklicher Freund ist, wird es sehr lange dauern, oft Jahrzehnte.)

Den Fuchs muss man mit Füchsen fangen.

Den Gaul beim Schwanz (von hinten) aufzäumen.

Den Geizhals und ein fettes Schwein sieht man im Tod erst nützlich sein.

Den Geiz und die Augen kann niemand erfüllen.

Den großen Balken auf seiner Nase sieht er nicht, aber den kleinen Splitter in meinem Auge.

Den Großen weichen ist keine Schande.

Den Herrn von Nichts kann niemand bestehlen.

Den Hund schickt man nicht nach Bratwürsten.

Den Hungrigen ist nicht gut predigen.

Den Kampf mit dem Schicksal können Freunde für und mit uns kämpfen; Seelenkämpfe müssen wir allein ausringen.

Denk auf faule Tage und arbeite drauflos.


Denk nicht dran, so tut's nicht weh.


Denk nichts, was nicht alle Leute wissen dürfen, rede nichts, was nicht alle Leute hören dürfen, tu nichts, was nicht alle Leute sehen dürfen.

Denk oft an den Tag, den niemand vermeiden mag; wer stets gedenkt zu sterben, kann nimmermehr verderben.

Den Kopf halt kühl, die Füße warm, das macht den besten Doktor arm.

Den Krebs straft man nicht mit Ersäufen.

Den Letzten beißen die Hunde.

Den Männern, die zu viel befehlen, wird selten gehorcht.

Den man nicht kennt, dem folgt man nicht gern.


Den Müßigen sticht das Bett überall.

Den Nackten kann man nicht ausziehen.


Den Narren macht die Hoffnung reich.


Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.

Den Sack aufhalten ist leichter als ihn füllen.

Den Schuldigen schreckt eine Maus.


Den Sommer schändet kein Donnerwetter.

Den Stolz hat man umsonst, das Brot muss man kaufen.

Den Tauben ist gut predigen.


Den Teufel jagt man hinaus, der Satan kommt wieder herein.

Den Teufel sind wir los, die Bösen sind geblieben.

Den Teufel zu beherbergen kostet einen klugen Wirt.

Den Teufel zur Tür hinauswerfen und seine Großmutter zum Fenster einlassen.
(Aus dem Regen in die Traufe. Aus der Asche ins Feuer, aus dem Fegefeuer in die Hölle fallen. Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu.)




Den toten Löwen kann jeder Hase an der Mähne zupfen.

Den trägen Mann spornt der Hunger an.


Den Vater kennt man an dem Kind, den Herrn an seinem Hausgesind.


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