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Deutsche Sprichworte
Über 17.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Wo Aas bis
Wz
Flagge von Deutschland
Schon in früheren Jahrhunderten haben etliche Autoren deutsche Sprichwörter gesammelt und in gedruckten Büchern veröffentlicht. Einige davon sind:

Agricola von Issleben 1530, Sebastian Franck 1541, Andream Gartner 1574, M. Fridericum Petri 1605, Jan Gruter 1610, Georg Henisch 1616, Christoph Lehmann 1630, Andreas Sutor 1716, Joachim Christian Blum 1780, Samuel Christoph Wagener 1813, Georg von Gaal, 1830, Wilhelm Körte 1837, Karl Simrock 1846, Otto Freiherr von Reinsberg, Freifrau von Reinsberg-Düringsfeld mehrere Bücher von 1863 bis 1872, Otto Sutermeister 1869, und das Deutsche Sprichwörterlexikon in 5 Bänden von Karl Friedrich Wilhelm Wander, veröffentlicht zwischen 1866 und 1880 und andere. Im 20. Jahrhundert haben weitere Autoren Sprichwörter meist aus älteren Sammlungen ausgewählt und anders zusammengestellt veröffentlicht.

Bis heute ist die Sprichwörtersammlung von Simrock die verbreitetste und das Sprichwörter Lexikon von Wander die Umfangreichste. Wenn man die Vorworte und Einleitungen der alten Bücher liest, haben sich etliche der Autoren gegenseitig kritisiert. Einige wegen zu vieler, andere wegen zu weniger Erklärungen, in anderen fehlte jede Erklärung, oder Quellen wurden angezweifelt. Andere wären angeblich gar keine Sprichwörter und Wander wurde vorgeworfen, Sprichwörter zu erfinden. Alle beanstandeten die Reihenfolge, Sortierung und Auswahl der anderen oder sprachen ihnen den Wert ab.

Auch diese Sammlung ist nicht perfekt. Da hier alles nach dem Alphabet sortiert ist, (auch Ä, Ö, Ü, ß sind gleichwertig unter die Buchstaben A, O, U und S einsortiert) sind Sprichwörter mit vergleichbaren Inhalten teilweise getrennt. So ist jedes nur einmal vorhanden, manches hätte sonst unter verschiedenen Stichworten sortiert werden können. Alle sind weitestgehend in neuer Rechtschreibung, was in den bisherigen Sammlungen nicht der Fall ist. Ausnahmen sind die Fälle mit Reimen, alten Wörtern, Kunstwörtern oder für bestimmte Sprichwörter typischen Ausdrücken. Auch die Grammatik wurde nicht verändert, die in Sprichwörtern vielfach nicht ganz den Regeln entspricht.

Von etlichen Sprichwörtern gibt es nach Jahrhunderten oft mehrere verschiedene Variationen mit einem anderen Wort (in Klammern eingefügt), oder ganzen Satzstellungen. In etlichen alten Sammlungen finden sich die gleichen Sprichwörter, nur in anderer Wortreihenfolge. Viele sind hier enthalten, alle zusammen meist unter dem Anfangsbuchstaben, welcher als Erster im Alphabet steht. Gleichlautende, fast gleiche und doppelte (bei Simrock über 100) stehen hier nur ein Mal. Sprichwörter aus dem Sprichwörter Lexikon von Wander stehen hier nicht, nur die aus seinen Quellen auffindbare im Wortlaut der Quelle, nicht in Wanders oft veränderter Form.

Es sind hier fast alle Sprichwörter von Simrock enthalten und viele aus etlichen anderen alten Sammlungen. Bei vielen veralteten oder heute unbekannten Ausdrücken steht eine Erklärung zur Bedeutung. Ebenso ist bei vielen Sprichwörtern die Bedeutung oder Herkunft erklärt, da sie wegen ihres Alters meist vergessen sind.

Wenn hier noch ein besonderes, wichtiges, häufiges oder neues Sprichwort fehlen sollte, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresse auf der Seite Kontakt.

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Wo Aas ist, da sammeln sich die Adler (Raben).
(Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 24, 28: „Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.“)

Wo Aas ist, da sind Fliegen.

Wo alle närrisch sind, da lacht man keinen aus.

Wo alle Stricke reißen, ist viel Knüpfens.

Wo Arbeit das Haus bewacht, kann Armut nicht hinein.

Wo Argwohn einzieht, zieht Freundschaft (Liebe) aus.

Wo das Alter einzieht, da zieht es nicht wieder aus.


Wo das Auge weint, ist das Herz nicht erstarrt.

Wo das Glück ansetzt, da regnet es Glück.

Wo das Pflugeisen rastet, wird das Land nicht wohl gebaut.

Wo das Recht endet, kann unser Wille nicht statthaben.

Wo das Volk ist, da ist Nahrung.

Wo deine Gaben liegen, da liegen auch deine Aufgaben.

Wo dein Herz, da dein Gott.

Wo dein Herz wohnt, da liegt dein Hort.

Wo der Abt die Würfel dreht (legt), spielt der Convent gern (dobbeln die Mönche).

Wo der Argwohn wurzelt, muss Liebe welken.

Wo der beste Wein wächst, trinkt man den schlechtesten.


Wo der böse Vorsatz fehlt, da fehlt auch der üble Nachsatz.
(Das bedeutet, ein Fehler aus Versehen kann man entschuldigen oder wieder beheben, ein absichtlich gemachter Fehler oder vorsätzliche böse Tat muss bestraft werden.)

Wo der Bürgermeister selbst ein Beck ist, da backt man das Brot zu klein.

Wo der Esel sich einmal stößt, da stößt er sich nicht wieder.

Wo der Ferkel viel sind, da ist das Gespül dünn.

Wo der Fuchs liegt, da tut er keinen Schaden.

Wo der Fuchs sein Lager hat, da raubt er nicht.


Wo der Has gesetzt ist, will er bleiben.

Wo der Kaiser hinkommt, da steht ihm das Recht offen.

Wo der Kessel überm Herde hängt, freit es sich am besten.

Wo der König sitzt, da ist es obenan.

Wo der Kranke in der Kammer ist, da muss man dafür halten, dass der Tod vor der Türe sei.

Wo der Löffel ausreicht, da bedarf es der Kelle nicht.

Wo der Malzsack steht, kann der Roggensack nicht stehen.

Wo der Mann das Geld zum Götzen macht, da macht der Götze den Mann zum Sklaven.

Wo der Mann hinfällt, da fällt auch die Busse hin.
(Altes Rechtssprichwort. Es bedeutet, wo ein Verbrechen verübt wurde, dort muss es auch abgeurteilt werden. Zuständig ist immer das Gericht des Ortes des Verbrechens, nicht das des Wohnortes des Täters oder Opfers.)

Wo der Mann klagt, da muss er auch antworten.
(Altes Rechtssprichwort, vergleichbare Bedeutung und Entstehung wie das Sprichwort: „Wer A sagt, muss auch B sagen.“ Ein Kläger muss sich bei einer Klage jederzeit vor demselben Gericht bei einer Gegenklage in gleicher Sache verantworten und auch „besagen“ das heißt, antworten.)

Wo der Mann nicht selbst kommt, da wird ihm sein Haupt nicht wohl gewaschen.

Wo der Mann Recht fordert, da soll er auch Recht nehmen.
(Altes Rechtssprichwort, Bedeutung wie oben.)

Wo der Mistwagen nicht hingeht, da geht auch der Erntewagen nicht hin.

Wo der Ochse König ist, sind die Kälber Prinzen.

Wo der Papst ist, da ist Rom.


Wo der Pflug hingeht, da geht auch der Zehent hin.

Wo der Pflug vom Rost zerfressen, wird sehr wenig Korn gegessen.

Wo der Pfuscher findet Brot, muss der Künstler leiden Not.

Wo der Schatz, da ist das Herz.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 6, 21: „Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“)

Wo der Schlüssel am Tor hängt, da geht man gern aus und ein.

Wo der Taler*32 geschlagen ist, gilt er am meisten.

Wo der Teufel das Kreuz voranträgt, da gehe nicht nach.

Wo der Teufel nicht hin mag kommen, da schickt er seinen Boten (ein alt Weib) hin.

Wo der Werg aus dem Hause trägt, da will ich nicht Flachs suchen.

Wo der Wirt vor der Tür steht, da sind nicht viele Gäste.

Wo der Wolf Schafhirt ist, da geht es nicht bloß an die Wolle, sondern auch ans Fell.


Wo der Wolf weidet die Herd, sind die Schäflein bald verzehrt.


Wo der Wolf wird der Hirt, da sind die Schafe verirrt.

Wo der Zaun am niedrigsten ist, springt jeder über.

Wo die Armut klopft ans Haus, geht die Tugend zum Fenster hinaus.


Wo die ersten Wetter hinziehen, da ziehen auch die andern hin.

Wo die Frau im Hause regiert, ist der Teufel Hausknecht.

Wo die Frau wirtschaftet, wächst der Speck am Balken.

Wo die Glocke von Leder ist und der Klöppel ein Fuchsschwanz, da hört man die Schläge nicht weit.

Wo die Henne kräht und der Hahn schweigt, da geht's liederlich zu.

Wo die Hoffnung aufhört, geht die Furcht an.


Wo die Jesuiten Schul halten, da hat man bald keinen Schweinhirten mehr.

Wo die Kirche ist, da ist der Krug nicht weit.

Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen, und wär es ein Misthaufen.


Wo die Liebe ist, da ist auch das Auge.

Wo die Löwenhaut nicht ausreicht, da knüpft man den Fuchspelz daran.

Wo die Pflicht gebietet zu sprechen, da ist Schweigen ein Verbrechen.

Wo die Sonne aufgeht, da tagt es.

Wo die Sparren faulen, stürzen bald die Säulen.

Wo die Stiegel nieder sind, hüpfen die Hunde drüber.

Wo die Wies ist gemein, ist das Gras gerne klein.

Wo die Wirte Hahnrei*15 sind, da kehren die Gäste gern ein.

Wo die Wurzel nicht gut ist, da kann weder Stamm, noch gute Frucht folgen.

Wo drei darin rieden, hat jeder das Recht zu weiden.

Wo drei Polen beisammen sind, hört man fünf Meinungen.

Wo drei sind, muss einer allweg der Narr sein.
Wo drei sind, muss einer den Narren abgeben.

Wo du deinen Glauben gelassen hast, da musst du ihn wiedersuchen.

Wo du hörst hohe Schwüre, steht Lüge vor der Türe.

Wo du nicht bist, Herr Organist, da schweigen alle Flöten.


Wo du nicht hingelegt hast, da nimm nicht auf.

Wo Dünkel über den Augen liegt, da kann kein Licht hinein.

Wo Edelleute sind, da sind auch Hasen.


Wo Eigensinn bei Dummheit ficht, wird durch Vernunft nichts ausgericht't.

Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler (Aasgeier).
(Gewinnsüchtige Leute sammeln sich, um sich auf Kosten anderer zu bereichern, die sich nicht mehr dagegen wehren können.) (auch im Evangelium nach Matthäus 24, 28)

Wo ein Aas ist, sammeln sich Raubvögel, wo ein hübsches Weib ist, Schmarotzer.

Wo ein Adler nicht fort kann, findet eine Fliege noch zehn Wege.

Wo ein Anfang ist, muss auch ein Ende sein.

Wo ein Brauhaus steht, kann kein Backhaus stehen.

Wo eine Frau, macht's den Mann grau.

Wo eine Kloppe (Begine, Beguine) im Haus ist, sitzt der Teufel im Schornstein.
(Beginen, Beguine, Begutten (weibliche) oder Begarden (männliche) = Angehörige einer christlichen Gemeinschaft ab dem 12. Jahrhundert, die keine Ordensgelübde ablegten und nicht im Kloster, sondern ein religiöses, eheloses Leben in Gemeinschaft in Beginenhöfen oder -häusern lebten.)

Wo einer hinaus will, da ist er vor gewesen.

Wo einer hin will, da tut ihm das Glück die Tür auf.

Wo einer nicht hören will, da ist alles Reden umsonst.


Wo einer sein Gut findet, da spricht er es an.

Wo einer weise ist, sind zweie glücklich.

Wo eine Volle ist, kann man schon hausen.

Wo ein Gespenst ist, ist der Teufel nicht weit.

Wo ein Hesse in ein fremd Haus kommt, so zittern die Nägel an den Wänden.

Wo Einigkeit ist, wohnt Gott.
Wo Einigkeit wohnt, da wohnt Gott.

Wo ein Kerl fällt, da kann ein Kerl aufstehen.

Wo ein Kirchturm ist, da steckt unser Herrgott seinen Finger aus der Erde.

Wo ein Mann gewinnen will, da soll er auch verlieren.
(Altes Rechtssprichwort, das ein Kläger sich jederzeit bei einer Gegenklage in derselben Sache vor demselben Gericht stellen muss und dabei verlieren kann. Das Urteil muss er anerkennen, auch wenn das Gericht eigentlich nicht für ihn zuständig sein sollte.)

Wo ein Ort auf der Hölle steht, tritt man dem Teufel leicht auf den Kopf.

Wo ein Schaf vorgeht, folgen die anderen nach.

Wo ein Schatz liegt, da liegt auch eine Schlange.

(Nach altem Volksglauben bewacht ein Drache (die Schlange) einen Schatz.)

Wo ein Schild aushängt, da ist Einkehr.


Wo ein schöner Fleck ist, da schmeißt der Teufel ein Kloster hin oder einen Edelmann.

Wo ein Verstand ist, der birgt sich nicht, er bricht heraus.

Wo ein Vieh hingeht, da geht auch das andere hin.

Wo ein Westfale verdirbt und eine Weide vergeht, da muss es dürre sein.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
(Dieses Sprichwort bedeutet, dass man alles erreichen kann, wenn man hart und entschlossen genug daran arbeitet. Es ist die Übersetzung eines englischen Sprichworts, das in Deutschland eingebürgert wurde. Englische Versionen des Sprichworts sind seit fast 500 Jahren belegt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es mit dem Hinweis „englisches Sprichwort“ auf Deutsch zitiert. Im 20. Jahrhundert fehlte dann der Hinweis und es wurde zum deutschen Sprichwort, mit Migrationshintergrund, der heute den meisten unbekannt ist. Ausführliche Erklärung mit Belegstellen dazu bei der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.Dasselbe Sprichwort gibt es folglich im englischen (where there is a will, there is a way) und ähnliche in anderen Ländern: Afghanisch: Es ist ein Weg an die Spitze des höchsten Berges, in Nepal: Ein essender Mund wird vom Schnurrbart nicht aufgehalten.)

Wo er hinkommt, da ist's gut gewesen oder will schlimm werden.

Wo es an verständigen Männern fehlt, steigen die Narren im Kurse.

Wo es eben geht, ist gut Fuhrmann sein.

Wo es einem wehe tut, dahin greift man sich oft.

Wo es schmerzt, da greift man hin.

Wo es genau ist, da muss man's genau nehmen.
Wo man genau ist, muss man's genau nehmen.
Wo man's genau nimmt, muss man's genau nehmen.

Wo es immer tröpfelt, wird es nimmer trocken.

Wo es kahl ist, kann man nichts ausraufen.

Wo es mich juckt, da darf ich nicht krauen.

Wo es mir wohlgeht, da ist mein Vaterland.

Wo es nicht juckt, soll man nicht kratzen.

Wo es nicht stinken darf, muss man nicht f–.

Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

Wo Eulen und Kauze einander Gute Nacht sagen.

Wo Falschheit ist gemein, da bricht die Treue leicht ein Bein.

Wo fasten ist und Beten, da bleibt keine Metz* im Haus.
(* alte Maßeinheit unterschiedlicher Größe für Getreide)

Wo Freude ist, da ist Gesundheit.

Wo Frösche sind, da sind auch Störche.


Wo Füchse und Hasen einander Gute Nacht sagen.

Wo Furcht, da Ehre.

Wo Furcht, da Scham; wo Scham, da Ehre.

Wo Gänse sind, da ist Geschnatter, und wo Frauen, da sind viel Mären.

Wo gehobelt wird, (da) fallen Späne.
Wo Holz gehauen wird, da fallen Späne.
Wo man Holz haut, da fallen Späne.
Wo man zimmert, da fallen Späne.
(Es fallen noch in manch anderen Sprichwörtern Späne, oder auch nicht, wenn derjenige gerade Pause macht oder zu faul ist.)

Wo Geizhälse gesät, da kann man lange auf die Ernte warten.


Wo Geld ist, da ist der Teufel, wo keins ist, da ist er zweimal.


Wo Geld ist, da kommt Geld ein (hin).

Wo Geld kehrt und wendt, hat die Freundschaft bald ein End.

Wo Geld redet, da gilt alle Rede nicht.

Wo Geld und Gut, da ist kein Mut.

Wo Geld vorangeht, da stehen alle Wege offen.

Wo geschellt wird, sind Glocken.

Wo Gewalt geht vor Recht, bin ich lieber Herr denn Knecht.

Wo Gewalt Herr ist, da ist Gerechtigkeit Knecht.


Wo Gewalt herrscht, schweigen die Rechte.


Wo Gewalt Recht hat, hat das Recht keine Gewalt.

Wo Gewalt Richter ist, da ist bös rechten.

Wo Glück aufgeht, da geht Demut unter.

Wo Glücksfall ist, ist noch mehr Zufall.

Wo Gold redet, da gilt all andre Rede nicht.

Wo Gold vorregnet, da regnet es Laster nach.


Wo Gott eine Kapelle hat, baut der Teufel eine Kirche daneben.

Wo Gott eine Kirche baut, stellt der Teufel eine Kapelle daneben.
Wo Gott seine Kirche hat, da hat der Teufel seine Kapelle.

Wo Gott fünf segnet, da segnet er auch sechs.

Wo Gott zerstört und bricht, hilft alles Bauen nicht.

Wo haben wir miteinander die Säue gehütet?
Wo haben wir zusammen die Schweine gehütet?

Wo Haut und Haar nicht gut sind, da gibt es keinen schönen Pelz.

Woher haben die Heiden die Hemden?

Wo Herren sind, da sind Decklaken.

Wo Hessen und Holländer verderben, wer könnte da sein Brot erwerben?

Wohin der Dieb mit dem Strang, dahin gehört der Hirsch mit dem Fang.

Wohin man pfarrt, da wird man verscharrt.

Wohl angefangen ist gut, wohl enden ist besser.

Wohl angefangen ist halb getan.

Wohl begonnen ist halb gewonnen.

Wohl dem, der sich mit Ehren am eigenen Herd mag nähren.

Wohlerhalten verliegt sich nicht.

Wohlerzogen hat nie gelogen.
Wohl erzogen hat selten gelogen.

Wohlfeil kostet viel Geld.

Wohlfeil kramen, nichts verschenken.

Wohl gebetet ist halb studiert.

Wohl geklopft und übel gemacht ist eine halbe Meisterschaft.

Wohl gelebt, wohl gestorben.

Wohl geratene Kinder, des Alters Stab.

Wohl gesäckelt, wohl gehalten.

Wohlgetan ist viel getan.

Wohlgetan überlebt den Tod.

Wohl oder besser tun ist niemand verboten.

Wohlschmack bringt Bettelsack.

Wohl schweigen ist eine größere Kunst, als wohl reden.

Wohl sterben ist nicht verderben, sondern das ewige Leben erben.

Wohltat annehmen ist Freiheit verkaufen.

Wohltaten schreibt man nicht in den Kalender.


Wohltat ist gar bald vergessen, Übeltat hart zugemessen.

Wohltat, übel angewandt, wird Übeltat gar wohl genannt.

Wohltun ist bald tun.

Wohltun trägt Zinsen.

Wohltun und übel hören ist königlich.

Wohl und übel, untereinander, wie es kommt.

Wohl vorgehen macht wohl folgen.

Wo Hochmut zunimmt, da nimmt Glück ab.

Wo Hoffnung wohnt, da ist immer Frühling.


Wo Hofluft weht, ist nicht gut wohnen.

Wo ich aß und nicht trank, da weiß ich keinen Dank.

Wo ich gerne bin, da darf ich nicht hin; aber was ich nicht mag, das hab ich alle Tag.

Wo ich hinkomme, da ist Kirmes gewesen oder wird noch sein.

Wo jedermann geht, (da) wächst kein Gras.
(Auf den Trampelpfaden durch Grünanlagen sieht man das überall bestätigt. Das Sprichwort selbst bedeutet, das Geschäfte, die von vielen betrieben werden und damit die Konkurrenz groß ist, der Gewinn recht gering ausfällt.)

Wo jemand hin will, da tut ihm das Glück die Tür auf.

Wo kein Bart, da ist auch kein Verstand.

Wo kein bezwang, da ist keine Ehre.
(bezwang = bezwingen, erzwingen, erstürmen; ~ im Kampf besiegen, ein Hindernis überwinden)

Wo keine Frau, da geschieht dem Kranken weh.

Wo keine Gefahr, da ist auch kein Ruhm.

Wo keine Gefahr ist, da sind alle tapfer.


Wo keine Gemeinschaft ist, da ist auch keine Teilung.

Wo kein Eifer, da keine Liebe.

Wo keine Not, ist Hülfe nichts wert.

Wo keine Ochsen sind, da ist die Krippe rein.

Wo keine Scham ist, ist auch keine Tugend.

Wo keine Zucht ist, ist keine Ehre.

Wo kein Geld ist, da ist auch keine Vergebung der Sünden.

Wo kein Gewissen ist, da ist auch keine Schande.

Wo kein Hahn ist, da kräht die Henne.

Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter.

Wo kein Laster ist, da ist keine Tugend.

Wo kein Mistus ist, ist kein Christus.

Wo kein Salz im Hause ist, da mangelt es am besten Gewürz.

Wo kein Schleier, da ist keine Freude.

Wo kein Schwert vorhanden, da erbt die Spindel.
(Nach altem Erbrecht waren nur Waffenfähige Männer (mit Schwert gemeint) erbberechtigt. Damit waren die Ehefrau, Töchter und möglicherweise unmündige Söhne ausgeschlossen. Erst, wenn auch kein unmündiger Sohn, dessen Erbe bis zur Mündigkeit von einem anderen Vormund (keine Frauen) verwaltet wurde, waren Ehefrau oder Töchter (mit Spindel umschrieben) möglicherweise erbberechtigt. Das war von der Zeit und dem Ort teilweise unterschiedlich. Bei Landesherrn, Königen oder anderen, wurden in Europa wegen unterschiedlicher Rechtsauffassungen verschiedene Erbfolgekriege geführt.)

Wo kein Vater lebt, da ist der Bruder Vater gleich.

Wo kein Zank ist, da ist auch keine Ehre, sprach der Glöckner und schlug seine Heiligen.

Wo kein Zwang ist, ist auch keine Ehre.

Wölfe raten den Schafen nicht, was ihnen zuträglich ist.

Wolfes Mut ward nimmer gut: Jahre nehmen ihm die Haar, aber nicht die Bosheit gar.

Wölfe tragen auch die weisen Hündlein ins Holz.

Wolf und Fuchs haben ungleiche Stimmen, aber gleichen Sinn.

Wo Licht ist, ist auch Schatten.


Wo Liebe, da ist Treue.

Wo Liebe fehlt, erblickt man alle Fehler.

Wolle liegt sich zu Mist, Flachs liegt sich zu Seide.

Wollen die Bürger mit Fürsten gehen, so müssen sie Geld oder Haar lassen.

Wollen wir gar austrinken, so werden wir zu Narren.

Wollt ihr einen Narren haben, so lasst ihn euch von Eisen machen.

Wollust bringt Unlust.

Wollust, Freud Verlust.

Wollust hat ein schön Gesicht und ein besch– Gesäß.

Wollust hat keine Ohren.

Wollust ist der Sünden Köder.

Wollust ist ein böser Zundel.
(Als es noch keine Streichhölzer gab, wurden Zunder und Feuerschwämme zum Feuermachen benutzt. Sie entflammten besonders leicht, wenn ein Funken sie berührte. Der Feuerschwamm oder Zundel wurde aus der Trama, einem Teil des Pilzkörpers der Baumpilzfamilie der Stielporlingsverwandten (Polyporaceae), hergestellt. Diese Pilze wachsen seitlich an geschwächten Laubbäumen (Buchen und Birken) und können nach mehreren Jahren Wachstum bis 30 cm groß werden. Neben Zundel wurden die Pilze als Arznei gegen verschiedene Leiden eingesetzt. Auch „Ötzi“ hatte schon vor über 5000 Jahren mit Pyrit bestäubten Feuerschwamm bei sich. Das Sprichwort bedeutet, das die Wollust der zündende Auslöser für noch mehr böse Sünden ist.)

Wollust nährt Sünde.

Wollust pfeift dem Fleisch zum Tanz.

Wo man blöken hört, da sind auch Schafe im Lande.

Wo man das Gras hegt, da wächst es.

Wo man das Placebo singt, da muss die Wahrheit zurückstehen.

Wo man den Habicht über die Hühner setzt, da ist ihr Tod gewiss.

Wo man den Pumpernickel in der Kirche singt, muss man mitsingen.

Wo man der Armut einen Schemel bietet, da bleibt sie sitzen.

Wo man des Teufels gedenkt, da will er sein.

Wo man die Esel krönt, da ist Stadt und Land gehöhnt.

Wo man die Katze streichelt, da ist sie gern.

Wo man gelöscht hat, muss es gebrannt haben.

Wo man Häcksel sät, wird kein Korn geerntet.

Wo man isst, geh hinzu, wo man Geld zählt, geh hinweg.

Wo man Liebe sät, da wächst Freud empor.

Wo man mich sucht, da findet man mich.

Wo man mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Asche.

Wo man mit goldenen Büchsen schießt, da hat das Recht sein Schloss verloren.
(Das bedeutet, es wird mit Gold und Geld bestochen und das Recht gilt nicht mehr.)

Wo man nicht segeln kann, muss man rudern.

Wo man selber spricht, schweigt das Gerücht.

Wo man Vater und Mutter spricht, da hört man die freundlichsten Namen.

Wo man viel von Frömmigkeit sagt, da ist man selten fromm.

Wo mein Beutel aufgeht, da raucht meine Küche.
Wo mein Säckel aufgeht, da raucht meine Küche.

Wo Menschenhand zu kurz ist, da ist Gottes Hand noch lang genug.

Womit einer des Tags umgeht, davon träumt ihm des Nachts.

Wo Mitleid ist, da ist auch Hilfe.


Womit man bei Tage umgeht, davon träumt man des Nachts.

Womit man fällt, damit muss man aufstehen.

Womit man sündigt, daran wird man gestraft.


Womit man umgeht, das hängt einem an.


Wonach einer ringt, das ihm gelingt.

Wo Neid wuchert, kann Verdienst nicht aufkommen.

Wo nicht rein, so doch fein.

Wo nichts Gutes innen ist, da geht nichts Gutes aus.

Wo nichts innen ist, da geht nichts aus.

Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Recht verloren.

Wo nichts ist, da rehrt (fällt, rinnt, fließt) nichts.

Wo nichts ist, da reist nichts.

Wo nichts ist, geht nichts verloren.

Wo nicht viel zum Besten ist, da bleibt nicht viel über.

Wo niemand gesät, da hofft man umsonst auf Ernte.

Wo Rauch aufgeht, da ist Feuer nicht fern.
Wo Rauch aufgeht, muss Feuer sein.

Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
(Anderes vergleichbares Sprichwort: Kein Rauch ohne Feuer. Eine Ausrede dafür, dass bei Gerüchten oder übler Nachrede auch bei bewiesener Unwahrheit, von einigen Menschen trotzdem falsche Behauptungen geglaubt und weitererzählt werden. Das Sprichwort soll andeuten, alles hat seine Ursache, jedes Gerücht hat einen Grund, also ist etwas dran. Der Grund muss aber nicht Gegenstand des Gerüchtes sein, der Urheber kann selbst der Grund sein und will damit etwas bezwecken und erreichen! Verleumdungen und Falschmeldungen können absichtlich ausgedacht und verbreitet werden, um jemanden oder etwas Schaden zuzufügen. Manchen passt nur das Gesicht des Nachbars nicht oder man ärgert sich über dessen Erfolg, der einem selbst verwehrt blieb. In weiteren Sprichwörtern sind neben Rauch (Gerüchten) auch böse Weiber, Wanzen und anderes als die Ursache aufgeführt, die aber keine Wärme, das heißt, keinen Nutzen bringen. Ein anderes Sprichwort sagt: Viel Rauch, wenig Feuer, das heißt: viel Gerede und nichts dahinter. Trotzdem fallen immer wieder viele Menschen auf Gerüchte und Falschmeldungen herein, besonders bei Großprojekten (A7-Ausbau in Hamburg und Schleswig-Holstein) oder bei in der Öffentlichkeit stehende Personen (Bundespräsidenten), die sich später als haltlos erweisen. Manchmal sind auch nur Missverständnisse schuld an der großen Aufregung. Im Deutschen Sprichwörter-Lexikon von 1867 bis 1880 herausgegeben von Karl Friedrich Wilhelm Wander, wird mangelnde Bildung der Menschen und unangemessene Gesetzgebung verantwortlich gemacht.)

Worauf einer sein Datum setzt, das lernt er.

Wo recht viel zum Besten ist, da bleibt nicht viel übrig.

Wo Reue ist, da ist auch Gnade.

Worte backen nicht Küchlein.

Worte brechen kein Geleit.

Worte darf man nicht kaufen.

Worte füllen den Sack nicht.

Worte haben Macht.
Wort ein Wort, Mann ein Mann
Worte machen den Handel.
Mannes Wort ist Mannes Ehre.
Mein Wort ist mein Siegel.
(Früher galt das Wort eines jeden mehr als heute, es war praktisch gleichbedeutend mit dem Mann (Menschen). Das Wort stand für die Ehre und Ehrlichkeit des Sprechers, daher auch das Sprichwort: „Ein Mann, ein Wort!“
Erklärung zu den obigen Sprichwörtern aus dem Buch „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864“ auf Seite 231: „Das Wort des Mannes muss für ihn so unwandelbar sein, wie seine eigene Persönlichkeit trotz des Wechsels der Verhältnisse stets als die gleiche erscheint, denn des Mannes Wort ist seine Ehre, steht also so aufrecht wie der Mann selbst; Wort und Mann wird geradezu für gleichbedeutend genommen oder doch für dessen beste Handhabe erklärt die Zuverlässigkeit des verpflichteten Teiles vertritt zugleich die Beweisförmlichkeit.“
Nach dieser Aussage sind sehr viele Beiträge und Kommentare in diversen sogenannten „Sozialen Netzwerken“ ehrlos, ohne Ehre, wie es im deutschen Recht früher verstanden wurde, und demnach auch die Schreiber. Selbst erfahrene Politiker reden unbedacht (oder absichtlich?), obwohl sie es besser wissen müssten, und sprechen hinterher von Missverständnissen oder fehlenden Informationen. Bei „Missverständnissen“ wird man auf andere Posten versetzt, möglicherweise befördert, aber Verantwortung will keiner haben.)
Worte sind keine Taler.
Wörter sind auch Schwerter.

Worte schlagen kein Loch in den Kopf.


Worte schließen den Kauf,
aber ohne Geld geht er wieder auf.


Worte sind gut, aber Hühner legen Eier.

Worte sind keine Taler*32.

Worte sind nicht Stüber.

Worte speisen und tränken auch.

Worte tun oft mehr als Schläge.

Worte tun's nicht.

Worüber man nicht springen kann, darunter muss man wegkriechen.

Worum einer ringt, das ihm gelingt.


Wo Scham ist, da ist Ehre.


Wo Scham ist, ist Tugend.


Wo's der Brauch ist, legt man die Kuh ins Bett.


Wo's der Brauch ist, singt man den Pumpernickel in der Kirche.

Wo sechse essen, spürt man den siebenten nicht.

Wo sich der Esel einmal stößt, da nimmt er sich immer in acht.

Wo sich der Esel einmal stößt, da stößt er sich nicht wieder.


Wo sich der Esel wälzt, da muss er Haare lassen.

Wo sich die Zunge vergnügt, da muss das Auge nicht Hunger leiden.

Wo sieben essen, da isst auch noch einer.

Wo's Kind gewöhnt ward, so schlägt's in die Art.

Wo's Mode ist, trägt man den Kuhschwanz als Halsband.

Wo Sorge ist, kehrt Sorge ein.

Wo's Rauch gibt, da ist's Feuer nicht weit.


Wo's spukt, da liebt oder diebt sich's.

Wo Stolz, da Schmach.

Wo Strafe, da Zucht, wo Friede, da Frucht.

Wo Streit sein soll, da muss gefochten werden.

Wo Tauben sind, da fliegen Tauben zu.

Wo Trauer im Haus ist, da steht Trübsal vor der Tür.

Wo Treue Wurzel schlägt, macht Gott einen Baum daraus.

Wo Trinken eine Ehr ist, da ist Speien keine Schande.

Wo Trübsal zum Fenster heraussieht, sehen keine Freunde hinein.

Wo Uneinigkeit sich straußt, da wird das Haus zu enge.
(Strauß = veraltet für Kampf, Auseinandersetzung, Streit, Kontroverse. Einen Strauß ausfechten = Einen Kampf ausfechten.)

Wo Verdacht einkehrt, nimmt die Ruhe Abschied.

Wo Verstand und Herz zugleich sich regen, bringt der Fleiß Erstaunliches zuwegen.


Wo viele Gesetze sind, da sind viele Laster.

Wo viel Freier sind, da sind wenig Nehmer.

Wo viel gesprochen wird, hört man wenig Wahrheit.

Wo viel ist, da will auch viel hin.


Wo viel Rauch, ist wenig Feuer.

(Das bedeutet, um so mehr absichtlich Aufmerksamkeit erzeugt wird, umso größer ist wahrscheinlich wenig Wahrheit enthalten.)

Wo viel Säue sind, wird das Gespül dünn.
(Gespül war früher das aufgefangene und gesammelte Spülwasser, womit man vorher das gebrauchte schmutzige Geschirr abgespült hatte. Es enthielt alle Lebensmittelreste und pflanzliche Abfälle, die man später den Schweinen in den Trog schüttete. Umso mehr Schweine da waren, umso mehr wasser wurde dazu geschüttet, umso dünner wurde das Gespül, damit alle etwas abbekamen. Genauso wie man etwas Wasser in die Suppe gießen konnte, wenn unerwartet noch ein Gast mehr gekommen war.)

Wo viel Schatten, da ist auch viel Licht.

Wo viel Streit ist, da halten die Advokaten Ernte.


Wo viel Weisheit, da viel Unnutz.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Der Prediger Salomo 1, 18: „Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, und wer viel lernt, der muss viel leiden.“)

Wo viel Wind ist, da ist selten Staub.

Wo Wasser gewesen ist, da kommt Wasser wieder.

Wo weder Glauben an Himmel noch Hölle, da zieht der Teufel alle Gefälle.

Wo Weiber regieren, steigen die Stühle auf die Bänke.

Wo Weiber und Hasen zu Felde blasen, da geht es ab mit langen Nasen.

Wo Wein eingeht, da geht der Witz aus.

Wo Wein geht ein, geht Scham aus.

Wo Weise sind, da finden sich auch Toren.
Wo Weise sind, da sind auch Toren.

Wo werden zwei Eide geschworen, da geht eine Seel' verloren.

Wozu der Mensch Lust hat, dazu hat er auch Andacht.

Wozu der Tote Recht hatte, dazu hat auch der Erbe Recht.

Wozu einer Lust und Liebe hat, das beschert ihm Gott.

Wozu einer Lust und Liebe hat, des bekommt er sein Lebtag genug.

Wozu große Schuhe an kleinen Füßen?

Wozu jedermann den Schlüssel hat, das ist schwer zu verwahren.

Wozu sich einer hält, des bekommt er seine Lebtage genug.

Wo zu viele Arbeiter sind, da richtet man wenig aus.

Wo zwei Teil hin wollen, da soll auch der Dritte hin folgen.

Wo zwei wetten, muss einer verlieren.

Wucher greift um sich wie Krebsschaden.

Wucher hat schnelle Füße, er läuft, eh man sich umsieht.

Wucher ist mir verboten, es fehlt mir an der Hauptsumme.

Wucher und Geiz hindern Gottes Segen.

Wunden und Schläge bedecken die Worte.

Wünschen fördert keine Arbeit.

Wünschen und Fluchen gehen viel in einen Sack.
(Bei Wander gehen etliche Male viele Wünsche in einen Sack, mal alleine, mal mit Fluchen, Hoffen, Geduld, Bitten oder anderem.)

Wünscher und Woller sind keine guten Haushälter.

Würden, Bürden.

Würfelspiel ist nicht Andacht.

Würfel, Weiber, Federspiel haben der Treue selten viel.

Wurst wider Wurst.
(Wenn früher Hausschlachtung war, haben alle Nachbarn geholfen. Zum Dank bekamen alle Wurst oder Fleisch geschenkt. Wenn der Nachbar seinerseits Hausschlachtung hatte, half man selbst und bekam ebenfalls etwas geschenkt. Das Sprichwort ist schon vor 1600 bekannt und bedeutet, man sollte Gleiches mit Gleichem vergelten.)

Wurst wider Wurst, sagte der dicken Annemarie ihr Mann, da küsste er des Pastors Köchin.

Wurst wider Wurst und einen Zipfel zu.

Wurst wider Wurst und zwei Groschen Trinkgeld.

Wüsst' ein Mensch recht, wer er wär', er würde fröhlich nimmermehr.

Wüste Rede, wüste Ohren.

Wust heraus, lass den Unflat ein!

Wüst tut wüst.