Logo Sprichworte der Welt
____________

Wetterkarte

Zitate und
Sprichworte
in anderen
Sprachen:

Sprichwörter in Originalsprachen

____________

Diese Internetseite wird mehrmals wöchentlich aktualisiert und ergänzt. Diese Internetseite erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr.
Alle enthaltenen Informationen sind bestmöglich und so genau wie möglich wiedergegeben. Sie sind aus vielen unterschiedlichen Quellen zusammengetragen oder aus fremden Sprachen übersetzt und teilweise erstmalig hier in deutscher Sprache veröffentlicht. Falls trotzdem Angaben ungenau oder falsch sind oder nicht den Tatsachen entsprechen, bitte ich um eine Benachrichtigung.

____________
0202-scroll delete
Einzelne Sprichwörter kann man für andere Zwecke benutzen.

Es ist aber verboten und strafbar, größere Mengen, ganze Listen oder Länder zu kopieren und in anderen LIsten, Sammlungen oder Sprichwörtersammlungen im Internet, Büchern, Schriften, Computern oder anderswo in anderer, gleicher oder ähnlicher Art und Weise in elektronischen, gedruckten oder anderen Medien zu speichern, zu verarbeiten oder zu veröffentlichen.
____________



Deutsche Sprichwörter
Über 20.000 deutsche Sprichwörter
U
Flagge von Deutschland
Sprichwörter aus der Bibel

Der Ursprung vieler Sprichwörter ist in der Bibel zu finden. Damit sind nicht die Sprüche Salomos gemeint, sondern normale deutsche Sprichwörter, die im allgemeinen Gebrauch sind oder waren und deren Ursprung in allen Teilen der Bibel den meisten unbekannt ist. Manchmal sind sie wörtlich aus der Bibel übernommen, teilweise nur dem Sinn nach. Ebenso ist in den meisten Sammlungen ihre Quelle nicht angegeben.

Auf dieser und den anderen Seiten mit deutschen Sprichwörtern sind etliche dieser Sprichwörter enthalten. Meist steht die Bibelstelle (teilweise im Wortlaut) darunter, nach der sie entstanden sind. In neuerer Zeit sind mehrere neue Bibelübersetzungen veröffentlicht worden, in denen der Wortlaut geändert wurde. Ganze Sätze oder Verse lauten heute manchmal anders als in der Entstehungszeit der Sprichwörter vor hundert oder mehr Jahren. Entsprechend gibt es bei einigen Sprichwörtern eine große, bei anderen fast keine offensichtliche Ähnlichkeit. Die zitierten Bibelstellen stammen wenn möglich aus der Bibelübersetzung, die dem Sprichwort am nächsten kommt.

In einigen Übersetzungen sind teilweise die Verszahlen unterschiedlich oder Texte werden mit anderer Bedeutung übersetzt.

Beispiel das Sprichwort: „Torheit zu gelegener Zeit ist die größte Weisheit.
Dazu die entsprechende Stelle beim Prediger Salomo im Kapitel 10, Vers 1. Einmal ist Torheit besser, denn Weisheit, einmal wiegt sie schwerer und einmal verdirbt Torheit die Weisheit:
Lutherbibel 1545
Also verderben die schädlichen Fliegen gute Salben. Darum ists zu weilen besser Torheit, denn Weisheit und Ehre.
Die Andachts-Bibel oder Die ganze Heilige Schrift 1845
Also verderben die schädlichen Fliegen gute Salben. Darum ists zu weilen besser Torheit, denn Weisheit und Ehre.
Lutherbibel 1912
„Schädliche Fliegen verderben gute Salben; also wiegt ein wenig Torheit schwerer denn Weisheit und Ehre.“
Lutherbibel 1984
„Tote Fliegen verderben gute Salben. Ein wenig Torheit wiegt schwerer als Weisheit und Ehre.“
Lutherbibel 2017
„Tote Fliegen verderben gute Salben. Schon ein wenig Torheit verdirbt Weisheit und Ehre.“

Bücher über deutsche Sprichwörter aus der Bibel

Die biblischen Sprichwörter der deutschen Sprache
von Carl Schulze, Vandenhoeck & Ruprecht's Verlag, Göttingen 1860

Biblische Redensarten und Sprichwörter
3000 Fundstellen aus der Lutherbibel gesammelt und erläutert von Heinz Schäfer
Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 1998, 2004

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Übel beritten will immer voran sein.

Übel gesessen ist halb gefastet.

Übel gesprochen ist wohl appelliert.

Übel gewonnen kommt selten an die Sonnen.

Übel gewonnen, übel verloren.

Übel gewonnen, übel verschlungen.

Übel gewonnen, übel zerronnen.

Übeltat sich selbst verrat.

Überall backt man Brot im Ofen.

Überall geht des Morgens die Sonne auf.
Überall geht die Sonne morgens auf.

Überall und nirgends.

Überall wird mit Wasser gekocht.

Über den Geschmack lässt sich nicht streiten.
Über Geschmack lässt sich streiten.
(Ähnliches Sprichwort auch in anderen Ländern.)

Über den Igelbalg gehört eine Fuchshaut.

Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.

Übereilen bringt Verweilen.

Übereilen tut niemals gut.

Übereilte Heirat fällt selten gut aus.

Über einen Igelbalg gehört eine Fuchshaut.

Überfluss bringt (macht) Überdruss.

Überflüssige Ordnung ist auch Unordnung.

Überfluss macht Übermut, und Übermut tut selten gut.
(Übermut gibt es in verschiedenem Zusammenhang: „Gut macht Mut, Mut macht Übermut, Übermut tut selten gut.“ „Übermut tut selten gut.“ Früher bedeutete er Hochmut, leichtfertig, mutwillig oder tollkühn oder überheblich, was öfter Strafen nach sich zog.)

Überfluss macht Verdruss.


Überfluss zersprengt den Deckel.

Über frisch Fleisch macht man keinen gelben Pfeffer.

Übergeben, nimmer leben.

Übernommen ist nicht gewonnen.

Überkommt einer ein Amt, so redet er nicht mehr seine Sprache, er hebt an schwäbisch (hochdeutsch) zu reden.

Überladener Wagen bricht leicht.

Übermach es nicht.

Überm Bach wohnen auch Leute.
Überm Berg leben auch noch Leut!

Übermorgen ist Kirmes.

Übermorgen, wenn's Heu blüht.

Übermut tut selten gut.

Über neun und unter drei halte keine Gasterei.
Unter drei und über neun sollen keine Gäste sein.

Übernommen ist nicht gewonnen.

Übersehn ist auch verspielt.

Übersehen ist das Beste im Spiel.

Übers Jahr lobt man erst die Freite.

Überstandener Leiden gedenkt man gern.

Überweibe dich nicht.
(Überweiben = aus dem nieder- und mittelhochdeutschem für unangemessen, unglücklich verheiraten, sich durch eine Geldheirat unglücklich machen. Andere verstanden darunter auch, mehrere Weiber auf einmal nehmen, oder zu viel nacheinander, das man der letzten nicht mehr gewachsen ist. Es konnte auch vom Weibe beherrscht bedeuten. Alles in allem für einen Mann nicht immer angenehm, so auch die Warnung im Sprichwort aus der guten alten Zeit von einem Mann zum anderen.)

Überwind mit Rat, Zorn tut keinem gut.

Üble Botschaft kommt immer zu früh.

Üble Botschaft verdient kein Botenbrot.

Üble Henne, die in Nachbars Häuser legt.

Üble Jungfer, die gern Scheren macht.

Üble Katze, so nicht von selber maust.

Üble Nachred`ist bald flügg`und lässt viel Gestank zurück.

Übler Pförtner, der alles einlässt.

Übler Schütze, der zu früh losdrückt.

Üble Taten mehr verkehren, als die besten Worte lehren.

Übrige Ehr ist halbe Schande.

Übrige Klugheit ist schwer verbergen.

Übriger Wein macht Durst.

Übung bringt Erfahrung, Erfahrung kann alles.

Übung bringt Kunst.

Übung, der beste Schulmeister.
Übung ist der beste Schulmeister (Lehrmeister).

Übung macht den Meister.
Tägliche Übung macht gute Meister.

Ufer halten das Wasser.

Um Arbeit ist alles feil.

Um bald ein Bettler zu werden, muss man zur See handeln.

Um Dank dient niemand.

Um dem Rauche zu entgehen, muss man nicht ins Feuer springen.

Um den forcierten Schwärmer sei nicht bange: ein Esels-Trab, der dauert selten lange.

Um Denken kann man keinen kränken.

Um der Warzen willen trage ich Handschuhe.

Um des Kindes willen küsst man die Amme.

Um des lieben Friedens willen lässt man sich viel gefallen.

Um ein Auge wär die Kuh blind!

Um einen Herren steht es gut, der, was er befiehlt, selber tut.

Um ein gut Wort mag man viel tun.

Um ein Lot Gunst lässt man oft ein Pfund Gerechtigkeit.

Um Fleiß und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe.

Um fremde Brief' und Säckel, soll sich niemand bekümmern.

Umführen und nicht abschlagen heißt müde machen.

Umgang mit Leuten macht klug.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus.

Umkehren ist besser als irregehen.

Um kleiner Ursache willen zerreißt der Wolf das Schaf.

Um Papst zu werden, darf man nur wollen.

Um schlechter Leute Zorn gibt man wenig.

Umsonst ist der Tod, aber er kostet das Leben.
Umsonst ist der Tod, aber er kostet Leute.
Umsonst ist nur der Tod.
Nur der Tod ist umsonst, und selbst der kostet das Leben.

Umsonst wird kein Altar gedeckt.


Um Spielgeld hilft man keines Rechts.

Um wahrhaft beliebt zu sein, darf man weder zu klug noch zu dumm sein.

Unausgemachte Sachen soll man niemand verweisen.

Unbedacht hat manches schon ans Licht gebracht.

Unbekannte Kälber lecken auch einander.

Unbekannt, unverlangt.

Unberufene Hände verbrennen sich die Hände am Topfe.

Unbill heilt man mit Vergessen.

Unbill rächt mit Geduld.

Unbill stößt auf die Tür.

Unbill tut wehe.

Und als das Haus gebaut war, da lag er nieder und starb.

Undankbarkeit ist ein Fass ohne Boden, wodurch alle Guthaben ausfließen.

Undank berechtigt nicht zu Undienstfertigkeit.

Undank haut der Wohltat den Zapfen ab.

Undank ist der Welten Lohn.
Undank ist der Welt Lohn.

Undank ist ein gemeiner Stank.

Undank macht Wohltun krank.

Undank schadet auch dem Unschuldigen.

Und ich! sagt der Narr.

Und immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Und ist die Kirche noch so groß, der Pfaff singt nur, was er weiß.

Und sind der Neider noch so viel, geschieht's doch, wie's Gott haben will.

Unduldbar sind dem Manne vier Worte: Mörder, Dieb, Räuber und Mordbrenner.

Uneheliche Kinder haben keine Erbschaft.
(Ein altes Rechtssprichwort, das so nach geltendem Recht nicht mehr richtig ist.)

Unerfahrener Mann ist wie ungesalzenes Kraut.
Unerfahrener Mann, ungesalzen Kraut.

Unfall macht weit umsehen.

Unfall will seinen Willen haben.

Unfreie Hand zieht die freie nach sich.

Ungarn ist der Kirchhof der Deutschen.

Ungebauter Acker kann sich des Unkrauts (der Disteln) nicht erwehren.
Ungebauter Acker trägt selten gut Korn.
 Ungebauter Acker trägt selten gut Korn.

Ungebetene Gäste finden keinen Stuhl.

Ungebetene Gäste setzt man hinter den Feuerherd.

Ungebetene Gäste sitzen hinter der Tür.

Ungebetenen Gästen deckt man unterm Tisch.

Ungebetener Dienst hat keinen Dank.

Ungeduld hilft dem Kreuz nicht ab.

Ungeduld und Zorn machen alle Dinge verworr`n.

Ungeduld verschüttet alle Tugend.

Ungefreit, unverworren.

Ungegönnt Brot gedeiht nicht.

Ungegönnt Brot macht auch satt (wird auch gegessen).

Ungeheißen vornehmen hat kein gut Aufnehmen.

Ungeladener Gast ist eine Last (der liebste).

Ungeladenem Gast ist nicht gestuhlt.

Ungelegte Eier geben ungewisse Küchlein (Küken).

Ungemessen wird auch gegessen.

Ungeratene Kinder sind Nägel zu der Eltern Sarg.

Ungerechter Fluch trifft nicht.

Ungerufen soll man nicht in der Herren Kammern gehen.

Ungesätes Korn macht ungewisse Ernte.


Ungeschaffenes Angesicht, ungeschaffene Sitten.

Ungeschaffene Weiber hüten das Haus wohl.

Ungeschehen mag noch geschehen.

Ungeschickt ist zu kurz zu allen Dingen, und wenn er auf einer Leiter stünde.

Ungeschliffen schneidet nicht.

Ungeschmierte Räder knarren.

Ungesehen macht oft ein Ansehen.

Ungestüm will durchdringen, und sollt' es der Nonn ein Kind bringen.

Ungewaschenem Maul ist Unglück zum Ziel gesteckt.

Ungewohnte Arbeit bringt Beulen.

Ungewohnte Arbeit wird uns sauer.

Ungewohnt Reiten macht den A– krank.

Ungezähmtem (Ungezäumtem) Maul ist das Unglück zum Ziel gesteckt.

Ungezäumt Pferd ging nie wohl.

Ungezäumt Pferd irrt heu'r wie fert (vorm Jahre).

Ungezogne Kinder gehn zu Werk wie Rinder.

Ungleiches anrichten macht schielende Brüder.
Ungleiche Schüsseln machen schielende Brüder.

Ungleiches Teil macht scheele*28 Augen.

Ungleiche Zeit macht ungleiche Leut.

Ungleich trennt die Freundschaft.

Ungleich weicht dem Streich.

Unglück bessert die Menschen.

Unglück feiert nicht.

Unglück gewinnt bald einen breiten Fuß.

Unglück hat breite Füße.
Das Unglück hat breite Füße.

Unglück hat ein scharf Gehör.

Unglück, Holz und Haar wachsen immerdar (alle Tage).
Unglück, Holz und Haar wachsen über Nacht.
Unglück, Nagel und Haar wachsen durchs ganze Jahr.

Unglück ist leichter zu tragen als Wohltat.

Unglück kommt ungerufen.

Unglück kommt zu Pferde und geht zu Fuß ab.

Unglück macht Unglauben.

Unglück sitzt nicht immer vor armer Leute Tür.
Unglück sitzt nicht immer vor einer Tür.

Unglück trifft nur die Armen.

Unglück und Armut machen kleinmütig.

Unglück und Armut sind wider Neid gut.

Unkeuschheit lässt sich aus den Augen sehen.

Unkraut lässt vom Garten nicht.
Das Unkraut lässt vom Garten nicht.

Unkraut verdirbt nicht, es käm' eher ein Platzregen drauf.

Unkraut vergeht nicht.

Unkraut wächst auch ungewartet.

Unkraut wächst besser als der Weizen.
Das Unkraut wuchert besser als der Weizen.

Unkraut wächst in jedermanns Garten.

Unkraut wächst ungesät.

Unkunde macht Unfreundschaft.

Unkunde und Klage mehrt sich alle Tage.

Unmäßiger Patient macht unbarmherzigen Arzt.

Unmäßigkeit ist der Ärzte Säugamme.

Unmäßigkeit macht arm, träg und krank.

Unmaß sprengt das Fass.

Unmaß steht nicht lange.

Unmaß währt nicht dreißig Jahr.

Unmögliche Dinge verbieten sich selber.

Unmündiger Kinder Gut gewinnt nichts.

Unnötiger Verzug bringt keinen Vorteil.

Unnütze Katzen leben lange.

Unnütze Klugheit ist doppelte Torheit.

Unnütze Sorge macht früh alt.

Unnütz ist schädlich.

Unrat frisst Sack und Saat.

Unrat nimmt Sack und Samen.

Unrechte Gewohnheit macht unrecht Leben.

Unrechte Gewohnheit weicht dem Rechte.

Unrechter Besitz ist kein Besitz.
(Ein altes Rechtssprichwort, das vielfach heute noch rechtens ist.)

Unrechter Gewinn ist Schad' und Schin.
(Das bedeutet, unrechter Gewinn schadet nur auf Dauer und ist bloßer Schein.)

Unrecht gewonnen kommt selten an die Sonnen.
(Unrechte Gewinne fürchten das Licht, man kann sie nur alleine im dunkler Kammer genießen. Wenn man etwas nur allein in dunkler Kammer haben kann, ist es kein Genuss, Freude muss man teilen, sonst ist es keine.)

Unrecht gewonnen, übel zerronnen.

Unrecht Gut faselt nicht.

Unrecht Gut gedeiht nicht.
Unrecht Gut tut nicht gut.
(Ursprung des Sprichworts ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Bibel, die Sprüche Salomos 10, 2: „Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.“)

Unrecht Gut hat kurze Währ, der dritte Erbe sieht`s nicht mehr.

Unrecht Gut ist ein Funken im Kleiderkasten.

Unrecht Gut kommt nicht auf den dritten Erben.

Unrecht Gut reichet nicht.

Unrecht Gut, wenn es schon blüht, trägt keine Frucht, wie man sich müht.

Unrecht himmelt nicht.

Unrecht ist auch Recht.
(Unrecht, welches sich für Recht ausgibt, ist meist das Recht des Stärkeren und bleibt trotz allem, wie es etliche andere Sprichwörter sagen, immer Unrecht. Wilhelm Körte schreibt zu diesem Sprichwort: „man muss es wenigstens dafür hinnehmen, wenn sie ihr anmaßliches: V. R. W. (von Rechts wegen) darunter schreiben; – um wie viel bescheidener ist da der Türke, welcher unter jedes Urteil die schönen Worte schreibt: Gott weiß es besser!“)

Unrecht muss umkehren.

Unrecht und Klage mehrt sich alle Tage.

Unrecht Urteil trifft den Richter.

Unreif fault bald.

Unreines Fass verdirbt den Wein.

Unrein gefasste Perle leuchtet nicht.

Unruhe macht Unlust.

Unsauber macht fett.

Unschuld die beste Bastei.
Unschuld ist die stärkste Bastei.

Unschuld verloren, alles verloren.

Unselige Leute machen die Heiligen reich.

Unsere Fehler bleiben uns immer treu, während unsere guten Eigenschaften alle Augenblicke kleine Seitensprünge machen.

Unsere Kleider sind von einerlei Faden.

Unseres Herrgotts Fuhrwerk geht langsam und wohl.

Unsere Vorfahren waren auch keine Narren.

Unsere Weiber kochen uns dünne Hafersuppen und brocken uns dicke Worte drein.

Unsere Werke dienen nichts, wenn sie nicht mit Tugend balsamiert sind, welche auch der Palast der Seele ist.

Unser Herrgott hat wunderliche Kostgänger.

Unser Herrgott kann's nicht allen recht machen.

Unser Herrgott will nicht, dass das Weißbrot auf den Bäumen wachse.

Unser Kohl schmeckt wohl.

Unser Leben blühte reicher, säten wir mehr Liebe aus.

Unser Leben kann nicht immer voll Freude, aber immer voll Liebe sein.

Unser Leben vergleicht sich den Gesangbüchern, da schwarze Noten viel und weiße wenig sein.

Unser lieber Herrgott hat viel Spielleut und Musikanten.

Unserm Herrgott ist nicht zu trauen, sagte jener Bauer, da machte er Heu am Sonntag.

Unser Rauch ist besser denn des Nachbars Feuer.
Unser Rauch ist lichter, denn anderer Feuer.

Unsers Nachbarn Kinder sind allweg die bösesten.

Unsers Nachbars Kinder sind immer die schlimmsten.

Unter allen Schulden ist die Verachtung am leichtesten zu bezahlen.

Unter altem Baum ist gut schauern.

Unter (den) Blinden ist der Einäugige König.
Der Einäugige ist unter den Blinden König.
Unter den Blinden ist der schielende ein König.

Unter Blinden kann auch der Bucklige König sein.

Unter dem Gürtel ist kein Verstand.

Unter dem Wasser ist Hunger, unter dem Schnee Brot.


Unter den Bauern pfeift auch Corydon wohl.
(Corydon (griechisch Κορύδων) = Name für einen Hirten in antiken griechischen Hirtengedichten und Fabeln.)

Unter den Dornen leg Schuh an.

Unter den wilden Tieren ist der Tyrann, unter den zahmen der Schmeichler das gefährlichste.

Unter der Bank neidet man keinen (niemand).

Unter der Tugend Schein schleichen sich oft Laster ein.

Unter Dornen gehe nicht barfuß.

Unter Dornen wachsen Rosen.

Unter Dreien ist immer eine Sau.

Untereinander wie Kraut und Rüben.

Unter Feinden wird kein Mord begangen.

Unter freiem Himmel biegt sich kein Balken.

Unter Freundes Kleid steckt oft Hass und Neid.

Unter Frommen ist gut wohnen.

Unter großen Herren ist gut reich werden.

Unterm Krummstab ist gut wohnen.
Unter dem krummen Stab ist gut wohnen.

Unterm Segel ist gut rudern.

Unter notwendigen Übeln muss man das kleinste wählen.

Unter Nussbäumen und Edelleuten kommt kein gut Kraut auf.

Unter reichen Fürsten ist gut sitzen.

Unter Säufern wird man ein Schlemmer.

Unter schönen Mauern nisten giftige Schlangen.

Unter Schwätzern ist der Schweiger der Klügste.

Untertan und Obrigkeit fehlen öfter beiderseit.

Unter uns Mädchen gesagt.

Unter vielen Freunden habe wenige zu geheimen Räten.
(Das bedeutet, auch wenn man viele Freunde hat, sollte man bei Dingen, die unbedingt geheim bleiben sollen, sich mit möglichst wenigen beraten.)

Untreue geht hin, kommt aber nicht herwider.

Untreue Hand geht hin, kommt aber nicht herwieder.

Untreue ist auch Dieberei.

Untreue schadet auch dem eigenen Herrn.
Untreue schlägt ihren (den) eignen Herrn.
Untreu trifft den eigenen Herrn.

Untreu macht die Herren weis.

Untreu räche mit Vergessen.

Untreu und böses Geld findet man in aller Welt.

Untreu wird gern mit Untreu bezahlt.

Unverdrossen hat es oft genossen.
Unverdrossen hat's oft und dick genossen.

Unverhofft kommt oft.

Unverschämt lässt nicht gut, nährt aber gut.

Unverschämt wird ein guter Bettler.

Unversehen ist bald geschehen.

Unversucht schmeckt nicht.

Unversucht, unerfahren.

Unverworren gibt gut Garn.

Unverworren ist das Beste.

Unverworren ist gut haspeln.

Unverzagt hat's oft gewagt.

Unwilliger Bote, guter Prophet.

Unwissend sündigt nicht.

Unwissenheit ist ein gutes Schlummerkissen.

Unwissenheit ist kühn.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Unzeitige Gabe ist nicht dankenswert.
Unzeitige Gabe verdient keinen Dank.

Unzeitige Wahrheit ist einer Lüge gleich.
Es ist auch die Warheit ein Lüge, zur Unzeit geredet.

Unzeitige Wohltat hat keinen Dank.
Unzeitige Wohltat hat weder Dank noch Gnad'.

Unzeitlich Gebot erkennt der Schöffe nicht für Recht.

Unzeitlich Gebot weist man nicht für Recht.

Ursachen kann man von jedem Zaune brechen.