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Deutsche Sprichworte
Über 17.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Wes bis
W macht
Wes Brot ich esse, des Lied ich singe.

Wes (Wessen) das Herz voll ist, des geht der Mund über.

(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 12, 34: „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. 35. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz.“)

Wes du dich schämst, das tu nicht.

Wes du dich schämst vor andern, das tu auch allein nicht.

Wessen Huldin schielt, der sagt, sie liebäugelt.

Wessen Ofen geheizt ist, der meint, es sei allenthalben Sommer.

Wes sich der Mann verbindet, des bleibt er verbunden.

Wetterschaden macht keine Teurung.

Wetzen hält den Mäher nicht auf.

Wichtig ist nicht, wie alt man ist, sondern wie man alt ist.

Wider den Stachel ist bös lecken.

Wider den Strom ist übel schwimmen.

Wider des Todes Kraft Hilfe kein Kräutersaft.

Wider die Liebe ist kein Kraut gewachsen.


Wider Gewohnheit, wider Wahrheit und wider Gewalt ist bös fechten.


Wider Gottes Gewalt kann keiner.


Wider Gott hilft keine Macht.

Wider spitze Worte gehören verharschte Ohren.

Wider stößigen Bock wird kein Prozess erkannt.

Wider Unglück hilft keine Kunst.

Wider Willen kann man dem andern das Schwert nicht in die Scheide stecken.

Wider Willen kann man einem nehmen, aber nicht geben.
Wider Willen kann man einem wohl etwas nehmen, aber nicht geben.

Wider Willen kann man niemand etwas geben.

Wie Arme was verdienen, das lehrt die Armut ihnen.

Wie bald hat ein Huhn ein Ei verlegt.

Wie berichtet, so gerichtet.

Wie Böse jemand auch getan, er weiß noch einen böser`n Mann.

Wie das Fass, also der Wein.


Wie das Garn, so das Tuch.


Wie das Geschrei ist auch das Ei.

Wie das Gespinst, so der Gewinst.

Wie das Haupt, so die Glieder.

Wie das Kätzchen, so die Katze.

Wie das Kleid, so der Mann, leichte Kumpen leichte Lumpen han.

Wie das Korn, so gibt es Mehl.

Wie das Leben, so der Nachruhm.


Wie das Maul, also der Salat.

Wie das Stroh vom Feuer und Rauch, so vergeht ein` Lügen auch.

Wie das Werk, so der Lohn.

Wie der Abend den Tag, so preist der Tod das Leben.

Wie der Abt ist, so sind die Brüder.

Wie der Abt singt, so antwortet der Mönch.

Wie der Abt, so die Mönche.

Wie der Abt, so ist's Convent.


Wie der Acker, so auch der Mensch.

Wie der Acker, so das Getreide, wie die Wiese, so die Weide, wie der Herr, so der Knecht, wie der Krieger, so das Gefecht.

Wie der Acker, so die Rüben, wie der Vater, so die Buben.

Wie der Baum, so die Birne; wie die Mutter, so die Dirne.

Wie der Baum, so die Frucht.
(Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 7, 17: „Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte.“ )

Wie der Gärtner, so der Garten.

Wie der Gast, so die Kost.
Wie der Gast ist, so wird die Wurst gebraten.

Wie der Gruß, so der Dank.


Wie der Heilige, so das Opfer.
Wie der Heilige, so der Feiertag.

Wie der Herr, so der Knecht.
Wie der Herr ist, so ist auch der Knecht.
Wie der Herr ist, so sind auch die Untertanen.


Wie der Herr, so es Gescherr.

(Mit Gescherr ist das Geschirr gemeint, mit dem man die Pferde an ein Fuhrwerk/Wagen anspannt/anschirrt. Wenn der Besitzer nachlässig oder träge ist, sind wahrscheinlich auch das Geschirr seines Fuhrwerks und der Rest seines Besitzes im gleichen schlechten Zustand. Es lässt auf den Mann und seinen Lebenswandel schließen.)
(Auf Plattdeutsch: Bî di Leut, so des Gezeuk = Wie die Leute, so das (Werk)zeug.)


Wie der Herr, so ist auch sein Hund.


Wie der Hirsch in die Brunst tritt, so tritt er auch wieder heraus.

Wie der Hirt, so die Herde.

Wiederkäuen verdrießt, wenn man keinen Magen dazu hat.

Wie der Käufer, so gilt die Ware.

Wiederkommen hat den Krämer betrogen (macht arme Krämer).

Wie der König, so das Gesetz; wie's Gesetz, so das Volk.

Wie der Kummer tritt ins Haus, die Liebe fliegt zum Fenster aus.

Wie der Lohn, so die Arbeit.

Wie der Mann, so brät man ihm die Wurst.

Wie der Mann, so die Rede.

Wie der Mann, so sein Kram.

Wie der Markt, so der Zoll.

Wie der Meister, so das Werk.

Wie der Mund, so die Speise.

Wie der Nagel zwischen der Wand, so ist Ungerechtigkeit zwischen Käufer und Verkäufer.

Wie der Pfarrer singt, so antwortet der Küster.

Wie der Pfarrer, so der Küster.

Wiederschlagen ist nicht verboten.

Wiedersehen macht, dass man Scheidens nicht acht't.

Wie der Teufel ist, so traktiert er seine Gäste.

Wie der Vater, so der Sohn; wie die Mutter, so die Tochter.


Wiedervergelten ist auch nicht verboten.

Wie der Vogel, so das Ei.

Wie der Vorgeher, also der Nachgeher.

Wie der Wind am dritten, besonders aber am vierten und fünften Tag nach Neulicht, so den ganzen Monat.

Wie der Wirt, so der Gast.

Wie der Wirt, so schickt ihm Gott die Gäste.

Wie der Wolf behäutet ist, wird er wohl behaaren.

Wie der Zeiger geht, so geht auch das Regiment.

Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen.

Wie die Arbeit, so der Lohn.

Wie die Aufführung, so das Glück.

Wie die Bischöfe sind, so ist auch ihre Lehre.

Wie die Frage, so die Antwort.

Wie die Frau, so die Magd.
Wie die Magd, so die Frau.

Wie die Gabe, so der Geber.

Wie die Gäste, so die Schüsseln (Speisen).


Wie die Gemeinde, so der Priester.


Wie die Jungfer, so ist ihr Hündchen.

Wie die Menschen werden gescheiter, macht der Teufel die Hölle weiter.

Wie die Pfeife, so der Tanz.

Wie die Saat, also die Ernte.

Wie die Speise, so das Maul.

Wie die Stute trabt, so trabt auch das Füllen.
(Kinder machen meist das nach, was sie bei den älteren sehen.)

Wie die Tat, so der Lohn.


Wie die Ware, so das Geld.

Wie die Weise, so der Sang.

Wie die Welt auf und nieder geht, sagte der Teufel, da saß er auf dem Brunnenschwengel.

Wie die Zucht, so die Frucht.

Wie dir gehn die Backen, so gehn dir die Hacken.

Wie dir um mich ist mir um dich.

Wie du dein Bett machst, so magst du drauf schlafen.

Wie du dir gebettet hast, so liege.

Wie du grüßest, so dankt man dir.

Wie du kommst, so gehst du.

Wie du mir, so ich dir.

Wie du mir, so ich dir, sagte das Weib, als sie ein Floh zwickte.


Wie du mir, so ich dir, sagte die Frau zum Mann in der Brautnacht.


Wie du säst, so wirst du ernten.


Wie du tust, also gewinnst ein Blust (Blüte).

Wie du willst und wann, du find'st deinen Mann.

Wie ein Ding nutzt, wird es geputzt.

Wie einem wächst das Gut, so wächst ihm auch der Mut.

Wie ein Engel ausschauen ist leichter, als einer sein.

Wie einer betet, so wird er erhört.

Wie einer den Zaun hält, so hält er auch das Gut.


Wie einer geboren, so wird er geschoren.

Wie einer gesinnt ist, so ist er auch geschnäbelt.

Wie einer handelt, so sagt man ihm nach.

Wie einer haushält, also hat sein Haus einen Giebel.

Wie einer isst, so arbeitet er auch.

Wie einer ist, also macht er Mist.

Wie einer ist, so ist sein Gott.

Wie einer liest die Bibel, so steht seines Hauses Giebel.

Wie einer redet, so ist er.

Wie einer reich wird, so spart er.

Wie einer sein Bett macht, so mag er drauf liegen.

Wie ein jeder selber ist, so denkt er sich die anderen.


Wie es vogelt, so legt es Eier.

Wie gebeten, abgeschlagen.

Wie gern frisst die Katze Wurst; wenn sie nur die Haut hätte!

Wie gerungen, so gelungen.

Wie gesät, so geschnitten.

Wie gewonnen, so zerronnen.

Wie Gott es fügt, daran mir genügt.

Wie Haus so Gast, wie Gast so Kost.

Wie hoch die Gerichte Gottes sind, kann begreifen kein Menschenkind.

Wie hoch ein Vogel auch fliegen mag, seine Nahrung sucht er auf der Erde.

Wie ich glaube, so geschieht mir.

Wie jeder Glück hat, so ist er gesinnt.

Wie jeder ist, so macht er Mist.

Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben?
Wie sollen die Enten auskommen, die so breite Schnäbel haben?
(Das wird zu den Ängstlichen gesagt, die gegen und für alles immer erst unzählige Bedenken haben und sich alle möglichen Gefahren und Risiken ausmahlen und sich Sorgen machen, bis eine Sache zum guten Ende gebracht ist. Die meisten Vögel haben einen spitzen Schnabel, mit dem sich die Kücken aus der Eierschale befreien können. Bei den Enten haben viele Bedenken, da sie mit ihrem breiten und runden Schnabel möglicherweise keine Löcher in die Schale picken können.)

Wie kommt der Teufel an eine arme Seele?

Wie kommt Pilatus ins Credo?

Wie kommt Saul unter die Propheten?

Wie leicht kommt nicht ein Haar in die Butter.

Wie man ausmisst, wird einem eingemessen.

Wie man aussät, scheuert*30 man ein.

Wie man beichtet, wird man absolviert.

Wie mancher liest in der Bibel, und lebt doch sehr übel.

Wie mancher rühmt sich der Titel groß und ist an rechten Künsten bloß.

Wie man den Acker bestellt, so trägt er.

Wie man den Karren schmiert, so läuft er.

Wie man den Meister lohnt, so wischt er das Schwert.

Wie man dich grüßt, so sollst du danken.

Wie man die Kinder gewöhnt, so hat man sie.

Wie man dir ruft, so antworte.

Wie man einen Rechenpfennig setzt, so muss er gelten.

Wie man fragt, wird man berichtet.

Wie man glaubt, so geschieht einem.

Wie man glaubt, so lebt man, wie man lebt, so stirbt man, wie man stirbt, so fährt man, wie man fährt, so bleibt man.

Wie man in den Wald ruft (ins Holz schreit), so schallt es zurück.
(Je nachdem, wie man gegen andere ist (Grob oder Höfflich), so sind die anderen auch gegen einen selbst.)

Wie man's einem gönnt, so gibt man's ihm.

Wie man sich bettet, so schläft (liegt) man.

Wie man's ins Loch hinein schreit, so ruft's wieder heraus.

Wie man's spinnt, so tucht es sich.

Wie man's treibt, so geht's.

Wie merkt man doch das Böse gar, und nimmt das Beste nimmer wahr!

Wie näher der Herberg, wie länger der Weg.

Wien ist entweder windig oder giftig.

Wie's auf die Mühle kommt, so wird's gemahlen.

Wiesen und Zehent sind leicht unterhalten.

Wie sich einer schickt, also hat er Glück.

Wie sich einer stellt, also seine Pfeife gellt.

Wie sie der Hirt zum Tor hinaustreibt.

Wie sie spann, so hat sie an.
(In früheren Zeiten haben die Menschen, besonders die Frauen, auf dem Land in den Wintermonaten Wolle, Hanf, Leinen oder andere Fasern in Handarbeit an Spinnrädern zu Fäden gesponnen. Daraus wurden später die Stoffe für die Kleidung gewebt. Je nach Qualität des gesponnen Faden waren hinterher auch der Stoff und die Kleidung.)

Wie Silber dem Gold nicht mag gleichen, also muss Gold der Tugend weichen.

Wie soll der andere Leute heißen schweigen, der selbst nicht schweigen kann?

Wie sollen die Wirte in den Himmel kommen, die unserm Herrgott seine Kunst abgelernt?

Wie's sich leiden mag, so soll man's loben.

Wie Stall, so Vieh.

Wie's zu Neste geht, also brütet es Junge.

Wie und wer, nicht was.

Wie Vielen hat der Wein das Leben schon gestohlen; es fallen ihrer mehr durch Becher als Pistolen.

Wie viel Knechte, so viel Feinde.

Wie viel Köpfe, so viel Kröpfe.

Wie viel Leute, so viel Häute.

Wie wohl und wie wehe, wird manchem in der Ehe.

Wild in der Jugend bringt im Alter Tugend.

Will das Ross nicht mehr ziehen, fällt es dem Schinder anheim.

Will der Teufel Heilige fangen, so steckt er Heilige an die Angel.


Will der Wein zu wild sein, so schlag ihn mit der Wasserstange.

Will die Katze nicht mausen, so lasst sie draußen.

Willegis, Willegis, deiner Abkunft nicht vergiss.
Willegis, Willegis, denk, woher du kommen sis
(Willegis (Willigis) wurde im Jahr 975 zum Erzbischof von Mainz gewählt und erhielt von Papst Benedikt VII. die Vormachtstellung über alle anderen Bischöfe in kirchlichen Dingen, wodurch er nach dem Papst zum zweiten Mann der Kirche wurde. Der Sage nach sollen die Adligen der Stadt Mainz damit unzufrieden gewesen sein und auf ihn, als Nichtadligen herabgeblickt haben. Da sein Vater Wagner gewesen sein soll, ließen sie mit Kreide Räder an Mainzer Wände malen, den neuen Erzbischof zu verspotten. Dieser ließ darauf überall weiße Räder auf rotem Grund an die Türen malen mit dem Text des Sprichworts darunter. Damit kehrte sich der Spott gegen die Verursacher. Das Rad soll seitdem zum Wappen des Erzbischofs gehören und später in das Stadtwappen der Stadt Mainz gekommen sein. Es gibt noch andere Vermutungen über die Herkunft des Mainzer Wappens, diese Sage ist aber die verbreitetste. Willegis war unter mehreren Päpsten und mehreren Kaisern zeitweise der zweitmächtigste Mann im Reich und in der Kirche. Das Sprichwort bedeutet, auch wenn man mächtig ist, soll man seine unbedeutende Herkunft nicht vergessen und die Macht weise und gerecht zum wohle aller gebrauchen, nicht überheblich werden, sondern bescheiden bleiben.)

Will einer zu schnell mit dem Klinkel ins Schloss, so kann er das Loch nicht finden.


Will ein Freund borgen, vertröst ihn nicht auf morgen.

Will er Ja, so will sie Nein, will er Bier, so will sie Wein.

Will es nicht gelingen, so kannst du`s nicht erzwingen.

Willfahren macht Freunde, wahrsagen Feinde.

Willigem kann man leicht winken.

Willige Rosse soll man nicht übertreiben.

Williger Sinn macht leichte Füße.
Williges Herz macht leichte Füße.


Williges Pferd soll man nicht sporen (treiben).

Willkommen, der bringt.

Willkommen ist ein freundlich Wort, doch bitter lautet Scherdichfort.

Willkür bricht Stadtrecht, Stadtrecht bricht Landrecht, Landrecht bricht gemeines Recht.

Will man Bauern verderben, so setze man einen über den andern.

Will man dir schenken eine Kuh, lauf alsbald mit dem Strick hinzu.

Will man dir übel, so bricht man Hader*12 ab dem Zaun.

Will's Gott ist ein gutes Wort von alters her.

Will's Gott, wer wendet's?

Willst auf Frieden du bestehen, lass dich nur geharnischt sehen.

Willst du beten und kannst du nicht, hältst du über dich selbst Gericht.

Willst du deine Kinder zu unglücklichen Erwachsenen machen, so erfülle ihnen jeden Wunsch.

Willst du den Genuss, so nimm auch den Verdruss.

Willst du den Narren fahren, musst als Gesell dich ihm nahen.

Willst du eine Frau nehmen, so zieh die Ohren mehr als die Augen zurat.


Willst du gelobt sein, so stirb, willst du verachtet sein, so heirate.


Willst du gern die Tochter han, sieh vorher die Mutter an.

Willst du haben Gemach, bleib unter deinem Dach; willst du haben Ruh, so bleib bei deiner Kuh.

Willst du lange Freundschaft halten, tue nicht, was wehe tut, und rede nicht, was sticht.

Willst du lange leben gesund, iss wie die Katze, trink wie der Hund.

Willst du mich, so hole mich.

Willst du mir dienen und geben was, frag nicht erst: Willst du haben das?

Willst du 'nen Schalk fangen, so stell 'nen Schalk in die Lücken.

Willst du nicht arbeiten, so hilft dir kein Beten.

Willst du nicht lernen mit der Feder schreiben, so schreib mit der Mistgabel.
Willst du nicht mit der Feder schreiben lernen, so schreib mit der Mistgabel.

Willst du nicht, so musst du wohl.

Willst du nichts Unnützes kaufen, musst nicht auf den Jahrmarkt laufen.

Willst du sein ohn' Neides Tück', sage niemandem dein Glück.

Willst du stark sein, so überwinde dich selbst.

Willst du strafen mich und meine, sieh vorher auf dich und deine.

Willst du suchen die Wahrheit auf, geh nur die Zweifelsstraß' hinauf.
(Das bedeutet, nur wer zweifelt, sucht wirklich nach der Wahrheit. Wer meint, sie schon gefunden zu haben, bleibt stehen und bekämpft im schlimmsten Fall andere und bessere.)

Willst du treiben Kartenspiel, lass nicht andre kicken viel.

Willst du um den Bau nicht weinen, baue nur mit eignen Steinen.
Willst über deinen Bau nicht weinen, so baue nur mit eignen Steinen.
(Das bedeutet, man sollte nur mit eigenem und nicht mit geborgtem Geld sein Haus bauen. Trotz niedriger Zinsen, den geliehenen Geldbetrag muss man auf jeden Fall zurück bezahlen und auch die Zinsen könnten steigen. Schon mancher hat sich übernommen, weil er zukünftige Risiken nicht bedacht hat.)

Willst du was finden, so suche es nicht fern.


Willst du Weisheit dir erjagen, lerne Wahrheit erst ertragen.


Willst du Wildbret bringen nach Haus, so schieß nicht nach Spatzen die Ladung aus.

Willst du wissen, wer der Mann, so sieh nur seine Gesellschaft an.

Willst du wissen, wer einer sei? Füll' ihn voll Weins und merk's dabei.

Will's Unglück, so fällt eine Katze vom Stuhl.

Will' und Lieb', die stiehlt kein Dieb.

Will unser Herrgott einen Narren, so macht er einen alten Mann zum Witwer.

Will unser Herrgott einen strafen, so lässt er ihn zuvor blind werden.

Will uns Gott ernähren, so kann's St. Peter nicht wehren.

Windmühlen kann man nicht mit Blasebälgen treiben.

Wenn die Frauen gut gehen und die Kühe (Bienen) gut stehen, kann der Mann reich werden.

Wirb, das Glück ist mürb.

Wir bewegen Himmel und Erde der Armut zu fliehen und finden sie im Reichtum.

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, ist's Christentum dir doch verloren.

Wird die Frau zur Bübin, so erfährt es der Mann am letzten.

Wird ein Bauer ein Edelmann, so guckt er den Pflug mit Brillen an.

Wird ein Fohlen im Schweinestall geboren, ist es deswegen noch lange kein Schwein.

Wir Deutschen haben viel grobe Sprichwörter, aber gute Meinung.

Wird gleich jemand von böser Gesellschaft nicht verbrannt, so wird ihm doch der Rock schwarz.

Wird man grau und alt, gibt`s allerlei Gestalt.

Wirf das Beil nicht so weit weg, dass du's nicht wiederholen könntest.


Wirf die alten Schuhe nicht weg, eh` du neue hast.


Wirf die Stube nicht zum Fenster hinaus.

Wir fehlen alle, sprach die Äbtissin, als ihr Bauch schwoll.

Wirf noch einmal, so triffst du.

Wirfst du den Hund mit einem feisten Bein und den Bettler mit einem Pfennig, so kommt er wieder.

Wir gefallen uns selber wohl, des ist die Welt der Narren voll.

Wir gehen durch ein Tor in die Kirche.

Wir haben auf dich gewartet mit der linken Hand.

Wir haben einen reichen Gott, je mehr er gibt, je mehr er hat.

Wir haben ein ganz ander Christentum als Christus.

Wir haben es also gefunden, wir müssen es also bleiben lassen.

Wir haben nicht alle einen Kopf, sonst müssten wir alle einen Hut haben.

Wir können andern raten, aber uns selbst nicht.

Wir können nicht alle Bischof werden, man muss auch Bader*1 haben.

Wir können nicht alle Papst zu Rom werden.

Wir lassen uns Doktoren schelten, und wissen nicht, was die Rüben gelten.

Wir loben die Alten als fromme Leut', doch leben wir gern in uns'rer Haut.

Wir machen Musik, sagt der Bälgetreter zum Organisten.

Wir Proletarier leben aus der Hand in den Mund, sagte der Banker und steckte eine Auster ins Maul.

Wir sind alle arme Sünder.

Wir sind alle aus einem Teige gebacken.

Wir sind alle Menschen bis übers Knie, dann fängt das Luder an.

Wir sind auch Kinder gewesen!

Wir sind hier nicht auf dem Odenwald, sondern in einer löblichen Reichsstadt.

Wir sitzen alle in einem Boot.
Wir sitzen alle im gleichen (selben) Boot.
Wir sitzen alle in einem Boot: Die einen rudern, die anderen angeln (nur die einen angeln und wir rudern (ich ruder)).
(Das bedeutet, alle sind gleichermaßen von einer Sache betroffen, alle teilen dasselbe Schicksal, im Guten wie im Bösen. Wenn es einem gut geht, sollte es allen gut gehen, umgekehrt ist es eine Warnung vor zu hohen Risiken oder negativen Dingen, unter denen alle zu leiden haben. Trotz unterschiedlicher Interessen sollten alle das gleiche Ziel verfolgen, weil nur einer alles für alle zerstören könnte. Heute dringlicher als jemals im Zusammenhang mit der drohenden Klimaveränderung, bei der Vermeidung von möglichem Arbeitsplatzverlust oder Gewinnerhöhung heute, mit astronomisch höheren Kosten in naher Zukunft bezahlt werden müssen. Das Sprichwort ist auch der Titel eines Songs von Marius Müller-Westernhagen, veröffentlicht auf der Langspielplatte (LP) „Lausige Zeiten“ am 21.2.1986. Ursprung des Sprichworts ist ein Brief Ciceros 53 v. Chr. und die Aufnahme als sprichwörtliche Redensart von Erasmus von Rotterdam in seine Sammlung „Adagia“ 1530. Quelle: http://idiome.deacademic.com/381/Boot)

Wirten und Huren darf man nichts schuldig bleiben.

Wirte und Huren bezahlt man vor dem Zapfen.


Wir verachten das Eigne und lieben das Fremde.


Wir wollen dabei bleiben - wie der Kuckuck bei seinem Gesang.

Wir wollen es heut beschlafen.

Wir wollen ihn bitten, wie man dem Esel tut.
(Das bedeutet, man duldet keinen Widerspruch, die Bitte ist praktisch ein Befehl. Wenn man den Esel bittet, Säcke zu tragen und er will oder kann nicht, schlägt man ihn so lange, bis er die Säcke endlich trägt, oder tot ist. Praktisch anschauen kann man es sich auch heute noch, auf der Insel Santorin! Da die Vulkaninsel sehr felsig ist und nur einen schmalen Landstreifen auf Meereshöhe hat, kann das Land mit den Ortschaften, Feldern und Sehenswürdigkeiten nur durch einen beschwerlichen, ca 1 Stunde langen Aufstieg, erreicht werden. Da die Zeit für die Tagestouristen von den täglich mehreren Kreuzfahrtschiffen nicht ausreicht und die meisten den Aufstieg nicht schaffen würden, ist früher einmal eine Seilbahn gebaut worden. Da die den Touristenansturm nicht bewältigen kann, werden die meisten auf Eselrücken reitend nach oben gebracht. Für die Eseltreiber sind die Esel oft ihre einzige Einnahmequelle, von der sie leben. Die Esel werden ohne Pause den ganzen Tag mit übergewichtigen Touristen belastet und wenn sie nicht mehr können,  geschlagen. Nur wenn die Esel Touristen tragen, verdienen ihre Besitzer Geld. Wenn die Esel nicht mehr können, werden sie oft ausgesetzt und verhungern, oder sie werden geschlachtet. Die Esel, die es zum Tierschutzverein-santorini schaffen, haben Glück gehabt. Quellen: www.focus.dewww.reisereporter.deTierschutzverein-santorini, oder einfach bei Google mit Esel Santorin suchen.)

Wir wollen's an den Balken schreiben, wo's Geißen und Kälber nicht ablecken.

Wir wollen's beschlafen!

Wir wollen's hinter den Schornstein schreiben, wo es die Hühner nicht auskratzen.
Wir wollen's in den Kamin schreiben, wo's die Hühner nicht auskratzen.

Wir wollen sehen, sagte der Blinde.

Wir wollen's unterdessen verkühlen lassen.

Wir ziehen alle an einem Joche.

Wir ziehen alle ein Seil.

Wir zielen nur, das Schicksal steuert.

Wir zielen nur, das Schicksal feuert.


Wisch dir die Schnute, Junge, gib dem Pastor ein Händchen und sag: Guten Tag, Lümmel!

Wissen geht oft über Haben.

Wissen ist leichter als tun.


Wissen ist Macht.

Wissen kostet Schweiß.

Wissen ohne Gewissen ist Tand.


Wissenschaft und Kunst haben nie der Toren Gunst.

Wissen, Wollen, Können macht 'nen guten Meister.

Witz kommt nicht vor Jahren.

W macht mir Weh.