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Deutsche Sprichworte
Über 17.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Wer oft bis Wer z
Flagge von Deutschland
Schon in früheren Jahrhunderten haben etliche Autoren deutsche Sprichwörter gesammelt und in gedruckten Büchern veröffentlicht. Einige davon sind:

Agricola von Issleben 1530, Sebastian Franck 1541, Andream Gartner 1574, M. Fridericum Petri 1605, Jan Gruter 1610, Georg Henisch 1616, Christoph Lehmann 1630, Andreas Sutor 1716, Joachim Christian Blum 1780, Samuel Christoph Wagener 1813, Georg von Gaal, 1830, Wilhelm Körte 1837, Karl Simrock 1846, Otto Freiherr von Reinsberg, Freifrau von Reinsberg-Düringsfeld mehrere Bücher von 1863 bis 1872, Otto Sutermeister 1869, und das Deutsche Sprichwörterlexikon in 5 Bänden von Karl Friedrich Wilhelm Wander, veröffentlicht zwischen 1866 und 1880 und andere. Im 20. Jahrhundert haben weitere Autoren Sprichwörter meist aus älteren Sammlungen ausgewählt und anders zusammengestellt veröffentlicht.

Bis heute ist die Sprichwörtersammlung von Simrock die verbreitetste und das Sprichwörter Lexikon von Wander die Umfangreichste. Wenn man die Vorworte und Einleitungen der alten Bücher liest, haben sich etliche der Autoren gegenseitig kritisiert. Einige wegen zu vieler, andere wegen zu weniger Erklärungen, in anderen fehlte jede Erklärung, oder Quellen wurden angezweifelt. Andere wären angeblich gar keine Sprichwörter und Wander wurde vorgeworfen, Sprichwörter zu erfinden. Alle beanstandeten die Reihenfolge, Sortierung und Auswahl der anderen oder sprachen ihnen den Wert ab.

Auch diese Sammlung ist nicht perfekt. Da hier alles nach dem Alphabet sortiert ist, (auch Ä, Ö, Ü, ß sind gleichwertig unter die Buchstaben A, O, U und S einsortiert) sind Sprichwörter mit vergleichbaren Inhalten teilweise getrennt. So ist jedes nur einmal vorhanden, manches hätte sonst unter verschiedenen Stichworten sortiert werden können. Alle sind weitestgehend in neuer Rechtschreibung, was in den bisherigen Sammlungen nicht der Fall ist. Ausnahmen sind die Fälle mit Reimen, alten Wörtern, Kunstwörtern oder für bestimmte Sprichwörter typischen Ausdrücken. Auch die Grammatik wurde nicht verändert, die in Sprichwörtern vielfach nicht ganz den Regeln entspricht.

Von etlichen Sprichwörtern gibt es nach Jahrhunderten oft mehrere verschiedene Variationen mit einem anderen Wort (in Klammern eingefügt), oder ganzen Satzstellungen. In etlichen alten Sammlungen finden sich die gleichen Sprichwörter, nur in anderer Wortreihenfolge. Viele sind hier enthalten, alle zusammen meist unter dem Anfangsbuchstaben, welcher als Erster im Alphabet steht. Gleichlautende, fast gleiche und doppelte (bei Simrock über 100) stehen hier nur ein Mal. Sprichwörter aus dem Sprichwörter Lexikon von Wander stehen hier nicht, nur die aus seinen Quellen auffindbare im Wortlaut der Quelle, nicht in Wanders oft veränderter Form.

Es sind hier fast alle Sprichwörter von Simrock enthalten und viele aus etlichen anderen alten Sammlungen. Bei vielen veralteten oder heute unbekannten Ausdrücken steht eine Erklärung zur Bedeutung. Ebenso ist bei vielen Sprichwörtern die Bedeutung oder Herkunft erklärt, da sie wegen ihres Alters meist vergessen sind.

Wenn hier noch ein besonderes, wichtiges, häufiges oder neues Sprichwort fehlen sollte, bitte eine Nachricht mit Quellenangabe/Fundort an die E-Mail Adresse auf der Seite Kontakt.

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Wer oft schießt, trifft endlich.

Wer ohne Freund lebt (ist), lebt nur halb.

Wer ohne Liebe lebt, ist lebendig tot.

Wer ohne Zank lebt, ist mit keinem Weibe beschleppt.

Wer Ohren hat zu hören, der höre.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 11, 15.)

Wer Öle wiegt, besalbt sich die Finger.

Wer Ordnung zum Gesetz macht, muss sie zuerst halten.

Wer Pech angreift, besudelt sich.
(Das bedeutet, wer mit schlechten oder bösen Menschen umgeht, auf den geht das Schlechte und Böse über. Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 13, 1: „Wer Pech angreift, der besudelt sich damit;“)

Wer Perlen vor die Säue schüttet, dem sind die Sinne wohl zerrüttet.

Wer Pfannkuchen essen will, muss Eier schlagen.


Wer Pfeffer genug hat, der pfeffert auch seinen Brei.

Wer Pfeifen feil hat und kann pfeifen, dem kauft man sie ab.

Wer protzt (mault) bei der Schüssel, dem schadet's am Rüssel.

Wer Prozess um eine Henne hat, nehme lieber das Ei dafür.

Wer rastet, der rostet.

Wer Rat begehrt, dem ist zu helfen.

Wer rät, der gibt nichts.

Wer recht beichtet, dem gibt man rechte Buße.

Wer Recht fordert, muss auch Recht pflegen.

Wer recht hat, behält den Sieg.

Wer recht hat, hat niemand zu fürchten.

Wer Recht nicht will leiden, darf über Gewalt nicht klagen.

Wer recht schwört, betet recht.

Wer Recht tut, der ist wohlgeboren.

Wer Recht tut, wird Recht finden.

Wer recht will, dem ist wohl zu helfen.

Wer redet, der sät, wer hört, der erntet.

Wer redet gut Latein, der trinke guten Wein.

Wer redet, was er nicht sollte, muss hören, was er nicht wollte.
Wer redet, was er will, muss hören, was er nicht will.
Wer redet, was ihm beliebt, muss hören, was ihn betrübt.
Wer redet, was ihn gelüstet, muss hören, was ihn entrüstet.

Wer redlich ficht, wird gekrönt.

Wer reit't, der reit't, wer leit (liegt), der leit.

Wer regieren will, muss auch können durch die Finger sehen.

Wer regieren will, muss hören und nicht hören, sehen und nicht sehen.

Wer regieren will, muss Leuten trauen.

Wer reich ist, des Wort ist gehört.

Wer reich werden will, muss große Sorge und klein Gewissen haben.

Wer reich werden will, muss seine Seele hinter die Kiste werfen.

Wer reich werden will, muss zuerst dicke Bretter bohren.
(Es macht Mühe und kostet Arbeit, dicke Bretter zu bohren. Genauso darf man keine Mühe und Arbeit scheuen, wenn man es zu etwas bringen will.)

Wer reife Feigen essen kann, seinen Daumen leckt derselbe Mann.

Wer reist, muss den Beutel offen und das Maul zu haben.

Wer Rettich isst, der hustet unten und oben.

Wer Rosen nicht im Sommer bricht, der bricht sie auch im Winter nicht.
(Das Sprichwort bedeutet, das man eine Gelegenheit nicht verpassen sollte, die wahrscheinlich nicht mehr wiederkommt.)

Wer sacht fährt, kommt auch an.


Wer säet, der mähet.

Wer sagt, dass Wucher nicht Sünde sei, der hat keinen Gott, das glaub mir frei.

Wer sagt, dass Wucher Sünde sei, der hat kein Geld, das glaube frei.

Wer sagt, er hab' einem Gutes getan, der möcht es gerne wieder han.

Wer's allen recht machen kann, ist noch nicht geboren.

Wer's Alter nicht ehrt, ist des Alters nicht wert.
(Das bedeutet, wenn die jüngere Hälfte der Menschen der älteren Hälfte ihren erarbeiteten Besitz streitig macht oder missgönnt, mit dem Hinweis auf eigene Armut im Alter, können die Jüngeren mit Recht keinen Wohlstand im eigenen Alter erwarten. Nur wer in jungen Jahren das Alter respektiert, kann später selbst Respekt und Auskommen erwarten. Man sollte sich nicht auf düstere Zukunftsprognosen für die nächsten 50 Jahre verlassen, sondern lieber einmal die nicht eingetretenen Vorhersagen von vor 50 Jahre einmal genauer ansehen. Die nicht genannten Fakten und Interessen hinter vordergründig plausiblen Prognosen lassen oft ganz andere Schlussfolgerungen zu.)

Wer sammelt, spart's einem andern Mann.

Wer satt ist, lobt das Fasten.

Wer sauber ist, braucht sich nicht zu waschen.

Wer's bei den alten Löchern bewenden lässt, braucht nicht neue zu bohren.

Wer's Betteln nicht versteht, der lass' es bleiben.

Wer Schaden tut, muss Schaden bessern.

Wer schafft, hat keine Langeweile.

Wer scheltet wider Schelten, der will mit Schanden gelten.

Wer schenken will, der schenke was Guts, so weiß man's ihm Dank.

Wer Scherz ausgibt, muss Scherz einnehmen.

Wer scherzen will, soll auch Scherz verstehen und aufnehmen.

Wer schläft, der sündigt nicht.
Wer Schmähungen nicht beachtet, nimmt ihnen ihr Gift.
Wer schießen soll, muss laden, wer arbeiten soll, muss essen.

Wer schilt, was er begehrt, ist keiner Bohne wert.

Wer schimpft, hat verloren.

Wer schlägt, der bricht.

Wer schlägt meinen Hund, der liebt mich nicht von Herzensgrund.

Wer schlechte Botschaft bringt, kommt früh genug.

Wer schlecht geht, stolpert über einen Strohhalm.

Wer schlecht hört, reimt leicht.

Wer schlecht, macht alle Dinge recht.
(Das bedeutet, man macht etwas gerade, schlicht, ohne Falsch, einfach richtig und gut)

Wer schlecht sieht, soll desto besser tasten.

Wer Schmähungen nicht beachtet, nimmt ihnen ihr Gift.

Wer Schmeicheleien liebt, will betrogen sein.


Wer schmeichelt, der heuchelt.


Wer schnell gibt, gibt doppelt.

Wer schon auf einem Knie kommt, den stößt man gerne ganz um; wer auf beiden, dem haut man den Kopf gar ab.

Wer schön ist, dem steht alles wohl.

Wer schön sein will, muss leiden.


Wer schuldig ist, muss bezahlen.

Wer schwach ist, findet bald seinen Tyrannen.

Wer schweiget, was man ihm vertraut, tut dass, als der 'nen Acker baut.

Wer schweigt, bejaht.
Wer schweigt, stimmt heimlich zu.

Wer schweigt, der folgt.

Wer schweigt, der genehmigt.

Wer sein Bett macht am Morgen, braucht am Tag nicht zu sorgen.

Wer sein Bett verkauft, muss auf Stroh liegen.

Wer sein Brot allein isst, muss auch sein Pferd allein satteln.

Wer seine Augen im Brillenfutter hat, der kann viel übersehen.

Wer seine Besserung aufs Alter spart, der hat seine Sachen nicht wohl (gar schlecht) verwahrt.

Wer seine Ehre zum Pfande setzt, dem ist übel (schlimm zu) borgen.

Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus.

Wer seine Frau lobt und sein Kompost, der wär' sie beide gerne los.

Wer seine Hände rührt und Füß, dem hilft Gott gewiss.

Wer sein eigener Herr kann sein, geh` keinen Dienst bei Herren ein.
Wer sein eigener Herr sein kann, der diene keinem anderen.

Wer sein eigener Lehrmeister sein will, hat einen Narren zum Schüler.

Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.

Wer seine Last erwägt, sie desto sichrer trägt.

Wer seinem Feinde verzeiht, stirbt von ihm beweint.

Wer seinem Vater nicht gehorchen will, muss seinem Stiefvater gehorchen.

Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.

Wer seinen Adel adelt, ist adelig geadelt;

wen nur sein Adel adelt, wird adelig getadelt.
(Dieser Spruch steht im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander in Band 5, Spalte 716 unter Adel Nr. 70. Als Quelle ist das Buch „Junker und Pfaffen im Gewande des Sprichworts“ von 1875 genannt, in dem es unter Nr. 17 steht. Der gleiche Spruch steht ebenfalls bei Körte (1837) als Erklärung unter Nr. 40 „Adel sitzt im Gemüt, nicht im Geblüt“, also ein Sprichwort? Wenn man weiter zurückgeht, findet man den Spruch endlich beim deutschen Barockdichter Friedrich von Logau (24.1.1605 - 24.7.1655) in seinen Sinngedichten im Dritten Tausend, Neuntes Hundert, Nr. 39, also kein Sprichwort.)

Wer seine Nase in fremde Dinge steckt, zieht sie blutig heraus.

Wer seinen Entschluss schon gefasst hat, bedarf keines Rates mehr.

Wer seinen Fehler nicht erkennt, kann ihn nicht verbessern.

Wer seinen Fuß in des andern Schuh stecken will, muss zuvor das Maß recht nehmen.

Wer seinen Garten verpachtet, darf nicht drin pflücken.

Wer seinen Kindern gibt das Brot, dass er muss selber leiden Not, den schlage man mit Keulen tot.

Wer seinen Kopf verwahrt, verwahrt keine taube Nuss.

Wer seinen Lüsten lebt, der stirbt in Unlust.

Wer seinen Satz gewinnt, hat nicht übel gespielt.

Wer seinen Sohn ein Handwerk lernen lässt und ihm einen guten Namen vermacht, der hat ihn gut versorgt.

Wer seinen Vorteil nicht versteht, den will der König nicht im Lande wissen.

Wer seinen Wein in der Jugend trinkt, der muss im Alter Wasser trinken.

Wer seinen Zorn bezwingt, hat seinen Feind besiegt.


Wer seine Schmerzen klagt, erleichtert sie.


Wer seine Schwäche vergisst, unter den Schwachen der Stärkste ist.


Wer seines Schweißes genießen will, muss ihn warm zudecken.

Wer seine Traurigkeit nicht mit Geduld erträgt, der vermehrt sie.

Wer seine Verdienste in Kleidern hat, dem fressen sie die Motten.

Wer seine Wiesen verpachtet, darf nicht drauf grasen.

Wer sein Geschäft nicht treibt, den treibt sein Geschäft.

Wer sein Glück nicht sucht, der versäumt es.

Wer sein Haus gern verkaufen will, der putzt gemeiniglich den Giebel.
Wer sein Haus verkaufen will, schmückt es.

Wer sein Haus will haben sauber, hüte sich vor Pfaffen und Tauben.
Willst dein Haus du behalten sauber, verwahr's vor Pfaffen und vor Tauben.

Wer sein kläffig Maul nicht hält, muss hören, was ihm nicht gefällt.

Wer sein Leib und Gut wagen will, ist zollfrei.

Wer sein selbst ist, der ist des Teufels Knecht.

Wer sein selbst sein kann, diene keinem.

Wer sein Weib einmal schlägt, schlägt es mehrmal.

Wer sein Weib schlägt, jagt einen Teufel hinaus und zehn hinein.

Wer sein Weib schlägt, macht sich drei Fasttage und ihr drei Feiertage.

Wer sein Weib schlägt, schlägt mit der rechten Hand seine linke.

Wer selber fleucht, den jagt man leicht.

Wer selber nichts taugt, sagt von anderen auch nichts Gutes.

Wer selbst einen Kopf hat, braucht keinen zu borgen.

Wer selbst geht, den betrügt der Bote nicht.

Wer selbst mausen kann, der braucht keine Katzen.

Wer selbst nicht anspannt, dem kann man nicht vorspannen.

Wer selten reitet, dem tut der Arsch weh.

Wer selten reitet, hat bald einen Wolf.

Wer`s feine Brot vorisst, muss das grobe nachessen.

Wer's Feuer austun will, ziehe den Brand hinweg.

Wer's Glück hat, dem fliegen die Enten gebraten ins Maul.

Wer's Glück hat, dem kalbt ein Ochs.

Wer's Glück hat, führt die Braut heim.

Wer sich abends den Magen nicht überlädt, dem tut morgens der Kopf nicht weh.

Wer sich Akzisoren setzen lässt, braucht keine Blutegel.

Wer sich alle Büsche besieht, kommt selten zu Holze.

Wer sich allein für klug hält, mag allein zugrunde gehen.

Wer sich als Hund ausgibt, muss auch als Hund bellen.

Wer sich am wenigsten zeigt, wird am meisten gesucht.

Wer sich an alten Kesseln reibt, der wird gern rahmig.

Wer sich an andern spiegelt, der spiegelt sich sanft.

Wer sich an die Weiber hängt, der bleibt wie die Fliege im Honig kleben.

Wer sich an Pöbel hängt, ist übel logiert.

Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.

Wer sich ärgert, ist unglücklich.

Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen.

Wer sich auf andre verlässt, ist verlassen genug.

Wer sich auf das Meer begibt, muss es auf das Wetter wagen.

Wer sich auf dem Schulweg verirrt, findet sich durchs ganze Leben nicht zurecht.

Wer sich auf die Schalkseite legen will, dem muss man das Lager darnach machen.

Wer sich aufrichten will, dem soll man aufhelfen.

Wer sich auf's Erben verlässt, kommt entweder zu früh, oder zu spät.

Wer sich dem Jagen ganz ergeht, wird gleich den Tieren mit der Zeit.

Wer sich der Armut schämt, hat sie verschuldet.

Wer sich der Schalkheit fleißt, mag der Büberei Meister werden.

Wer sich der Schande rühmt, ist nicht der Ehre wert.

Wer sich des Bettels nicht schämt, nährt sich reichlich.

Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens.

Wer sich des Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.

Wer sich die Nas abschneidet, verschimpft sein Angesicht.

Wer sich ehrlich will ernähren, muss viel flicken und wenig zehren.

Wer sich eilen will, der muss nicht Esel reiten.

Wer sich ein Haar krümmen lässt, dem krümmt man bald schon den Rücken.

Wer sich einmal verbrannt hat, bläst hernach die Suppe.

Wer sich ertränken will, der soll sich in einem lautern Wasser ertränken.

Wer sich freit ein Nachbarskind, der weiß auch, was er find't.

Wer sich für andere verbürgt, wird für andere gewürgt.

Wer sich fürchtet, der lauf in die Kirche.

Wer sich fürchtet, zieht den Panzer an.

Wer sich getroffen fühlt, der meldet sich.

Wer sich grob benimmt, wird auch grob behandelt.

Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen.

Wer sich heute freuen kann, sollte nicht bis morgen warten.

Wer sich heut nicht bessert, wird morgen ärger.

Wer sich im Bart grasen lässt, dem hofiert man zuletzt ins Maul.

Wer sich in fremden Hader*13 mischt, ein Beule davon am Kopf erwischt.

Wer sich (mutwillig) in Gefahr begibt, kommt darin um.
Wer sich in Gefahr begibt, verdirbt darin.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 3, 27: „Denn wer sich gern in Gefahr gibt, der verdirbt darin; 28. und einem vermessenen Menschen geht's endlich übel aus.“)

Wer sich in Herrendiensten zu Tod arbeitet, den holt der Teufel.

Wer sich leiten lässt, geht nicht irre.

Wer sich lobt alleine, dess Ehre ist gar kleine.

Wer sich mausig macht, den fressen die Katzen.

Wer sich mischt unter die Kleie, den fressen die Säue.

Wer sich mit Schalksnägeln kraut, hat keine fromme Hand.

Wer sich nicht aufbläst, zerberstet nicht.

Wer sich nicht bessern will, den mag der Henker in die Schule nehmen.

Wer sich nicht freuen kann, der ist ein armer Mann.

Wer sich nicht fürchtet, dem ist keine Übeltat zu groß.

Wer sich nicht lässt raten, sitzt am Tisch und verschläft den Braten.

Wer sich nicht satt essen kann, der kann sich auch nicht satt lecken.

Wer sich nicht schämt, macht sich die Kilbe zunutz.

Wer sich nicht schämt, tut, was ihm gelüstet.

Wer sich nicht schämt, wird nicht zuschanden.

Wer sich nicht verstellen kann, taugt nicht zum Regieren.

Wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben.

Wer sich satt gegessen hat, meint, andere seien auch satt.

Wer sich schämt, habe den Schaden.

Wer sich seiner Sünden rühmt, sündigt doppelt.

Wer sich selber kennt, spottet nicht über andere.

Wer sich selber kitzelt, lacht, wann er will.

Wer sich selber lobt, den hassen viele.

Wer sich selber lobt, heißt der Lästerlin.

Wer sich selber lobt, muss üble Nachbarn haben.

Wer sich selber (selbst) schändet, den lobt niemand (der gefällt niemand).

Wer sich selbst ein Heiligtum ist, ist andern ein Gräuel.

Wer sich selbst kitzelt, lacht, wann er will.

Wer sich selbst liebt allzu sehr, den hassen andre desto mehr.

Wer sich selbst nichts gönnt, gönnt auch anderen nichts.

Wer sich selbst nichts taugt, taugt keinem andern.

Wer sich selbst nicht weiß zu raten, Schau', was andre vor ihm taten.

Wer sich selbst rühmt, bekommt neidige Nachbarn.

Wer sich selbst schadet, mag sich selbst verklagen.

Wer sich selbst überwindet, der gewinnt.

Wer sich selbst zum Esel macht, dem will jeder Säcke aufladen.

Wer sich zum Esel macht, dem wird aufgepackt.


Wer sich selbst zum Schaf macht, den beißen die Hunde.

Wer sich's Maul nicht aufzutun getraut, muss den Beutel auftun.

Wer sich Stehlens getröstet, getröstet sich auch des Galgens.

Wer sich stößt an ein Stroh, wird sein Leben nicht froh.

Wer sich täglich bessert, kommt auf einen guten Acker.

Wer sich über des (eines) anderen Glück freut, dem blüht sein eigenes.

Wer sich um den guten Namen nicht wehrt, ist wenig wert.

Wer sich unter die Kleie mengt, den fressen die Schweine.

Wer sich verlässt auf's Erben, bleibt ein Narr bis in's Sterben.
Wer sich verlässt aufs Erben, mag als ein Narr sterben.

Wer sich verlässt aufs Erben, verlässt sich auf's Verderben.

Wer sich verteidigt, klagt sich an.

Wer sich vom Knecht lässt duzen, kann sich selbst die Stiefel putzen.

Wer sich von einem bösen Weibe scheidet, macht eine gute Tagreise.

Wer sich vor Blättern fürchtet, muss nicht in den Wald gehen.
(Wer eine Gefahr fürchtet, sollte sie meiden. Ähnliches Sprichwort in England.)

Wer sich vor Funken fürchtet, der gibt keinen Schmied ab.

Wer sich warnt, der wehrt sich.

Wer sich wie Kot ans Rad hängt, den lässt man wie Kot daran hangen, bis ihn das Rad wie Kot wegwirft.

Wer sich Zeit nimmt, kommt auch.

Wer sich zu Frommen setzt, der steht bei Frommen auf.

Wer sich zu Honig macht, den benaschen (fressen) die Fliegen.

Wer sich zu lange schnäuzt, der blutet zuletzt.

Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

Wer sich zum Schafe macht, den fressen die Wölfe.
Wer sich zum Schaf macht, wird vom Wolf gefressen.

Wer sich zu Räudigen hält, wird selber krätzig.

Wer sich zur Taube macht, den fressen Falken.

Wer sich zwischen Stroh und Feuer legt, verbrennt sich gern.

Wer sie bäte, wer weiß, was sie täte?

Wer singt im alten Ton, bekommt nur alten Lohn.

Wer's kann, dem kommt's, sprach der Schneider, da brachte man ihm auf Osterabend ein paar Hosen zu flicken.

Wer's kann, dem kommt's, wie dem alten Weibe das Tanzen.

Wer's Kreuz hat, der segnet sich.

Wer's lang hat, lässt's lang hangen.

Wer's Latein nicht gelernt hat, der soll es ungebrüht lassen.

Wer's links anfängt, dem geht's links.

Wer's Messer zuerst zückt, muss es auch zuerst einstecken.

Wer's mit dem Pförtner hält, findet bald Einlass.

Wer's mit Dünkel anfängt, dem geht's mit Reuen aus.

Wer's nicht glaubt, ist drum kein Ketzer.

Wer's nicht in der Jugend tut, der tut`s im Alter.

Wer soll den Vater loben als ein ungeratner Sohn?

Wer sonst nichts hat, der gibt Äpfel und Birn.

Wer Sparsamkeit, die Mutter, begehrt, dem wird Reichtum, die Tochter, beschert.

Wer spart, wenn er hat, findet, wenn er bedarf.

Wer Spaß versteht, weiß auch, was Ernst ist.

Wer Spierlinge fängt, fängt auch Fische.
(Spierling ist die Bezeichnung für verschiedene kleine Fische. Es kann allgemein ein Kleinfisch gemeint sein oder je nach Ort auch Stint, Elritze, Sandaal oder andere. Laut Wander im Sprichwörter Lexikon werden Spierlinge (Cyprinus aphya L.), gehört zur Familie der Weißfische und Spieringe (Salmo eperlanus L.), Stinte und gehört zu den Salmen oder Forellen oft verwechselt. Quelle: Deutsches Sprichwörter Lexikon Band 4, Spalte 712, Spiering Nr. 1.)

Wer's recht kann, macht nicht lange.

Wer's riecht, hat den Schnupfen nicht.

Wer stehlen will und nicht hangen, der lass' sich zu Schaffhausen fangen.

Wer stehlen will und nicht hangen, geh nach Bremen und lass sich fangen.

Wer stille liegt, der ist tot.

Wer stirbt, eh' er stirbt, der stirbt nicht, wenn er stirbt.

Wer stolz ist, ist auch grob.

Wer stößig ist, dem sagt man Bock.

Wer strauchelt und nicht fällt, befördert den Weg.
(Das bedeutet man verbessert seine Gangweise, um zukünftig nicht mehr zu stolpern.)

Wer Streit sucht, findet bald eine Ursache.

Wer's Übel nicht straft, lädt es zu Hause.


Wer subtil ist, dem entfallen die Hosen.

Wer sucht, der findet.
(Sprichwort mit Quelle in der Bibel: Das Evangelium nach Matthäus 7, 7 Das Sprichwort gibt nur einen Teilaspek wieder. Text in der Bibel: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“)

Wer sucht einen Fußsteig, wo die Straße gerade ist?

Wer's Unglück nicht versucht hat, ist des Glücks nicht wert.

Wer's Unkraut pflegt, verdirbt sich die Ernte.

Wer süß will schlafen und früh aufstehen, darf abends nicht spät zum Essen gehen.

Wer's wissen soll, erfährt's zuletzt.

Wer täglich im Wein schwimmt, muss endlich drin ersaufen.

Wer tanzen will, der zieh' auf, wenn man pfeift.

Wer tot ist, kommt nicht wieder.

Wer treulich arbeitet, betet zwiefältig.

Wer trinkt ohne Durst, isst ohne Hunger, stirbt desto junger.
Wer trinkt ohne Durst, küßt ohne Lust, und isst ohne Hunger, stirbt sieben Jahre junger (der stirbt als ein Junger).

Wer trunken mordet, muss nüchtern hangen.

Wer trunken wird, ist schuldig, nicht der Wein.

Wer Tugend ehrt, ist Ehren wert.

Wer Tugend hat, ist wohlgeboren.

Wer Tugend sät, erntet Ehre.

Wer tun will, was allen gefallt, muss Atem haben warm und kalt.

Wer tut, was er kann, ist wert, dass er lebt.

Wer tut, was er kann, tut so viel als der Papst in Rom.

Wer tut, was er kann und will, tut oft, was er nicht soll.
Wer tut, was er will, tut oft, was er nicht soll.

Wer übel geht, fällt über ein Stroh.

Wer übel isst, der fastet genug.

Wer übel schwatzt, verliert ein gutes Schweigen.

Wer über die Weiber schimpft, hat sie zu lieb gehabt.

Wer über einen Maulesel gesetzt ist, hält sich auch für einen Herrn.

Wer übersehen kann, bedarf keiner Brille.
(Wer etwas übersieht, sieht nicht so genau hin und drückt ein Auge zu. Er rügt nicht jede Kleinigkeit und sieht großmütig über kleine Fehler hinweg ohne sie zu beachten. Vergleichbar mit dem Sprichwort: Er bedarf keiner Brille, der wohl durch die Finger sieht )

Wer über sich haut, dem fallen die Späne in die Augen.

Wer überwinden will, lerne vertragen.

Wer um große Leute ist, der muss oft Narr und Esel sein und lassen Rede für Ohren gehen.

Wer um gute Worte nichts gibt, bei dem helfen auch Schläge nichts.

Wer ungebeten zur Arbeit kommt, geht ungelohnt davon.
Wer ungeheißen zur Arbeit geht, geht ungedankt davon.

Wer ungerufen kommt, der gehet weg ungedankt.

Wer Unglück gekostet hat, weiß, wie's einem andern schmeckt.

Wer Unglück haben soll, bricht den Finger im Hirsebrei.

Wer Unglück haben soll, stolpert im Grase, fällt auf den Rücken und bricht die Nase.

Wer Unglück hat, kann einen Finger – – zerbrechen.

Wer Unglück im Spiel hat, ist glücklich im Heiraten.

Wer Unglück sät, will Unglück ernten.

Wer Unrecht sieht, der soll es wenden.

Wer Unrecht tut, vergisst es bald, wer Unrecht leid't, das lang' behalt.

Wer unrecht vorgeht, ist ärger, als wer ihm folgt.

Wer Unschuld zur Schuld machen will, den soll man richten nach der Schuld.

Wer unter die Bank will, den stößt man bald darunter.

Wer unterwegs erliegt, von dem singt man kein Siegerlied.

Wer unterwegs ist, muss fort.

Wer verderben will und weiß nicht wie, kauf alte Häuser und baue sie.

Wer Verdienst hat, spricht nicht davon.

Wer Verleumder gern um sich hat und sie nicht drum strafet, der stärket sie nur und reizet sie desto mehr zu solcher Sünd.

Wer vernünftig gebieten kann, dem ist gut dienen.

Wer verzagt ist im Bitten, macht den anderen beherzt im Abschlagen.

Wer viel anfängt, endet wenig.

Wer viel Arbeit hat, schwatzt gern eine Stunde darüber.


Wer viel begehrt, dem geht viel ab.

Wer viel begehrt, dem mangelt viel.

Wer viel besitzt, hat viel zu streiten.

Wer viele Ämter auf sich nimmt, der kann nicht tun, was jedem ziemt.

Wer viel Eier hat, backt viel Kuchen.

Wer viel Eier hat, der macht viel Schalen.

Wer viel erfährt, muss viel leiden.

Wer vieles zugleich tut, macht nicht alles gleich gut.

Wer viel fordert, bekommt viel.

Wer viel fragt, dem wird viel gesagt.

Wer viel fragt, der gibt nicht gerne.

Wer viel fragt, der lasse sich auch fragen.

Wer viel fragt, der wird viel gewiesen.

Wer viel fragt, geht viel irre.

Wer viel gestohlen Brot oder Käs isst, bekommt das Schlucken davon.
(Leider ist das nicht der Fall, außer die Lebensmittel waren schon verdorben oder man wird durch das schlechte Gewissen krank. Bei manchen Zeitgenossen hat man aber Zweifel, ob die überhaupt ein Gewissen haben.)

Wer viel hadert*13, wird oft geschlagen.

Wer viel Handwerke zugleich lernt, der lernt selten eins wohl.

Wer viel Honig schleckt, muss viel Wermut fressen.

Wer viel ins Bad geht, der wird viel gewaschen.

Wer viel kann, muss viel tun.

Wer viel liest und nichts behält, ist wie wer jagt und niemals fängt.

Wer viel plaudert, lügt viel.

Wer viel redet, erfährt wenig.

Wer viel redet (schwatzt), lügt viel.

Wer viel schimmlig Brot isst, wird alt.
(Wenn man gar nichts zum essen hat oder den Schimmel mit Penizillin erwischte, mag das manchmal gestimmt haben. Seit man weiß, wie giftig Schimmelpilzgifte oft sein können, sollte man es aber vermeiden, bevor man davon krank wird und früher stirbt.)

Wer viel schläft, den schläfert viel.

Wer viel Schlüssel trägt, der hat viel Kasten aufzuschließen.

Wer viel spricht, muss viel wissen oder lügen.

Wer viel tafelt, macht kurzes Testament.

Wer viel wünscht, dem fehlt viel.

Wer viel wünscht, wäre gern reich.

Wer Vögel fangen will, muss nicht mit Prügeln dreinwerfen.
Wer Vögel fangen will, muss süß pfeifen und nicht mit Knitteln dreinschlagen.

Wer vom Altar lebt, soll auch dem Altar dienen.

Wer vom Drohen (von Dräuen) stirbt, den soll man mit Eselsfürzen zu Grabe läuten (begraben).
(Das bedeutet, wenn man nur dadurch zu Schaden kommt, weil ein anderer ohne tatsächliche Auswirkungen droht, hat man den Schaden sich selbst zuzuschreiben. Das Sprichwort geht auf Kaiser Friedrich II. zurück, der die Drohungen des Papstes, ihn zu exkommunizieren, ignorierte. Der Staufer Friedrich II. (* 26.12.1194 - † 13.12.1250) war ab 1198 König von Sizilien, ab 1212 römisch-deutscher König und von 1220 bis zu seinem Tod Kaiser des römisch-deutschen Reiches und führte ab 1225 den Titel „König von Jerusalem“.) https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(HRR)

Wer vom Frischen getrunken, muss auch die Neigen trinken.

Wer vom Gericht bringt heile Haut, der mag wohl jauchzen überlaut.

Wer vom Markte kommt, weiß am besten, was der Preis ist.

Wer vom Ölberg kommt, hat den Tod überwunden.

Wer von der Hoffnung lebt, stirbt am Fasten.

Wer von der Tugend weicht, der weicht von seinem Glücke.

Wer von einer Hure scheidet, hat 'ne gute Tagesreise gemacht.
Wer von einer Hure scheidet, macht eine gute Tagreise.

Wer von fernen Landen lügt, der lügt mit Gewalt.

Wer von Jena kommt ohne Weib,
von Wittenberg mit heilem Leib,
von Helmstedt ungeschlagen,
der hat von Glück zu sagen.

Wer von Jugend auf den Schnupfen hat, der riecht sein Lebtag nichts.

Wer von Luft schwanger ist, kann nichts anderes als Wind gebären.

Wer von sieben redet, leugt (lügt) gern.

Wer von Wachs ist, muss nicht zum Feuer kommen.

Wer vor dem Richter weint, verliert seine Zähren.
(Zähren = veraltete Bezeichnung für Tränen vom althochdeutschem zahar und verwandt mit dem englischen: tear, teardrop)

Wer vor der Hölle wohnt, muss den Teufel zum Freunde haben.

Wer vor einem Gräslein erschrickt, muss nicht in die Wiese pissen.

Wer vorher nicht reich gewesen, dem tut die Arbeit nicht weh.

Wer Vorteil will nehmen, der muss Vorteil geben: Wer nicht mit einbrockt, der soll nicht mitessen.

Wer vor zwanzig Jahren nicht schön wird, vor dreißig Jahren nicht stark, vor vierzig nicht witzig, vor fünfzig nicht reich, an dem ist Hopfen und Malz verloren.

Wer wagt, gewinnt.
(Wer wagt, sollte vorher bedenken, er kann auch verlieren und sollte sich das leisten können.)

Wer warten kann, hat viel getan.

Wer was will gelten, der komme selten.


Wer Weib und Kinder hat, darf nicht um Arbeit sorgen.

Wer weicht, kann ein andermal schlagen.

Wer weiß, was der Abend bringt?

Wer weiß, wem der Vater den Schimmel schenkt?

Wer weiß, wer den anderen begräbt?

Wer weiß, wer nass wird, wenn das Glück regnet.

Wer weiß, wo der Hase läuft, sagte jener und legte das Garn auf dem Dache aus.

Wer weiß, wo Hans ist, wenn's Gras wächst.

Wer weiß, wo mir das Glück noch blüht? Das Zuchthaus steht noch offen.

Wer weiter will als sein Pferd, der sitze ab und geht zu Fuß.

Wer weit will gehen, muss früh aufstehen.

Wer wenig haben will, muss viel verlangen.

Wer wenig hat, der kann nicht viel entbehren.

Wer wenig kann, hat bald gesungen.

Wer wenig kann, ist am besten dran.

Wer wenig redet, hat nur ein halbes Gehirn vonnöten.

Wer wenig redet, wird geachtet.

Wer wenig sät, erntet wenig.

Wer wenig spricht, hat wenig zu verantworten.

Wer wider den Wind brunzt, macht sich nasse Hosen.

Wer wilde Katzen fangen will, muss eiserne Handschuhe haben.

Wer Wild zu sehr liebt, der wird wild.

Wer will borgen, der komme morgen.

Wer will, dass ihm gelinge, seh' (schau) selbst zu seinem Dinge.

Wer will, dass sich zwei raufen, muss oft die Haare dazu leihen.

Wer will die Wahrheit sagen, muss schnell von dannen jagen.

Wer will, findet immer was zu tun.

Wer will haben, der muss graben.

Wer will haben gute Ruh, der höre, seh' und schweig' dazu.

Wer will haben gut Gemach, bleibe unter Dach und Fach.

Wer will hadern*13 um ein Schwein, nehm' die Wurst und lass' es sein.

Wer willig ist, der kommt bald.

Wer will in's Bauerngeschlecht, der maure viel und recht.

Wer will, mag seinen Schaden verschweigen.

Wer will mit genießen, muss auch mit schießen.

Wer will verderben, der borge Geld und kaufe Erben.

Wer will, was er kann, fängt nichts vergeblich an.

Wer will werden reich, schneid` das Brot fein gleich.

Wer will wissen, was er sei,
schelte seiner Nachbarn zwei oder drei:
Werden's ihm die drei vertragen,
so wird es ihm der vierte sagen.

Wer will wohl und selig sterben, lass sein Gut den rechten Erben.

Wer will zu dem Erbe stehen, muss in den Linien sein, die niederwärts gehen.
(Altes Rechtssprichwort das bedeutet, nur Nachkommen konnten Erben sein. Nur im Ausnahmefall, wenn keine Kinder oder andere Nachkommen vorhanden sind, können auch andere erben.)

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
(Eines der vielen Sprichwörter, deren Ursprung in der Bibel zu finden ist. Hosea 8, 7: „Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten“. Genau wie in Deutschland gibt es auch in anderen Ländern Sprichwörter, die auf die Bibel zurückgehen, wie dieses Sprichwort auch in Frankreich verbreitet ist.)

Wer wird auf den Kalbskopf laden, eh die Kuh gekalbt hat?

Wer wird den Sack mit Seide nähen?

Wer wird der Vögel willen die Saat unterlassen?

Wer wird Wasser zu seines Nachbars Hause tragen, wenn das eigene brennt?

Wer wissen will, was Wucher fresse, der fahr' nach Frankfurt auf die Messe.

Wer wohl befiehlt, dem wird wohl gehorsamt.
(Das Befehlen und Anordnen ist einfach, aber das auch gehorsam alle folgen, das ist eine Kunst, die den Untergebenen und Angestellten nur durch weise, nachvollziehbare und logische Entscheidungen beigebracht werden kann. Ist das nicht der Fall, kann man Befehlen, so viel man will, es wird keiner etwas tun.)

Wer wohl entbehren kann, kann wohl haben.
Wer wohl mangeln kann, der kann wohl haben!

Wer wohl kann nachdenken, der darf nicht viel nachdenken.

Wer wohl kann sprechen, kann Mauern brechen.
(Wer wohl sprechen kann, hat auch wohl Verhandlungsgeschick und konnte bei kriegerischen Auseinandersetzungen durch Diplomatie und geschickte Verhandlungen manche befestigte Stadt zur Aufgabe bewegen, das heißt, ihre Mauern brechen.)

Wer wohl sitzt, der rücke nicht.

Wer wohltut, braucht keinen Kranz auszuhängen.

Wer wohltut, darf nicht umsehen.

Wer wohltut, lobt sich wohl.

Wer wohl wähnt, dem ist wohl.

Wer wohl zufrieden ist, ist wohl bezahlt.

Wer zahlt, bestimmt die Musik.

Wer zahlt, schafft an.
(Das bedeutet, wer das Geld für etwas oder eine Leistung bezahlt, kann auch bestimmen, wofür etwas bezahlt wird oder was angeschafft werden soll. Solange nur einer bezahlt, murren die anderen, aber es wird getan. Sobald mehrere bezahlen, wollen alle mitbestimmen und es wird (fast) nur geredet und nichts getan, tägliche Beispiele gibt es zur Genüge in der EU, der UN und unzähligen anderen Orten.)

Wer Zank liebt, der liebt Sünde.
(Ein Sprichwort mit Ursprung in der Bibel, Altes Testament, Die Sprüche Salomos 17, 19)

Wer Zank liebt und Streit, der findet bald Gelegenheit.

Wer Zank und Streit abtut, verwandelt Fluch in Segen.


Wer Zank und Zwietracht anstiftet, arbeitet in des Teufels Werkstatt.


Wer Zank zwischen Christen stift, der ist vor Gott ein Gräuel.


Wer zeitig feiern will, muss fleißig arbeiten.


Wer zu Ehren kommen will, muss zuvor leiden.

Wer zu empfindlich ist, wird oft beleidigt.

Wer zuerst in die Mühle kommt, mahlt zuerst.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
(auch in Slowenien, ähnlich in der Schweiz:
Der Schnellere ist der Geschwindere.)

Wer zuerst mäht, wohl mäht.

Wer zuerst schlägt, der bricht den Frieden.

Wer zu feinen Faden spinnt, dem bricht er leichtlich.

Wer zu freundlich ist, der hat betrogen oder will betrügen.

Wer zufrieden ist, ist glücklich.


Wer zufrieden ist mit dem, was er hat, ist reich.


Wer zu früh dem Lehrmeister entgangen, der ist auf den Karren zu kurz und auf den Wagen zu lang.

Wer zu Gewalt schweigt, verliert sein Recht.

Wer zu hoch hinaus will, stößt gewöhnlich oben an.

Wer zu Hofe sein will, muss bald oben, bald unten liegen.

Wer zu Hofe tauglich ist, den treibt man zu Tode.

Wer zu Hofe wohl dient, der hat bald Neider und Hasser.

Wer zu Hof tüchtig ist, der muss Wasser und Holz tragen oder ein Narr sein.

Wer zu lange schläft, wacht zu spät auf.

Wer zu lange wartet, wird übel gewartet.

Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

Wer zu Lichtmessen nicht einen Wolf fürchtet, zu Fastnacht einen Bauern und in der Fasten einen Pfaffen, bei dem er beichten soll, der ist ein beherzter Mann.

Wer zum Galgen geboren ist ersäuft nicht.

Wer zum Heller*16 gemünzt ist, wird nie ein Groschen.

Wer zum Himmel ist geborn, den sticht alle Tag ein Dorn.

Wer zum Stehlen ist geboren, ist zum Hängen auserkoren.

Wer zum Zorn reizt, zwingt Hader*13 heraus.

Wer zur Gewalt schweigt, verliert sein Recht.

Wer zur Hoffart borgt, trägt am Ende geflickte Schuh.

Wer zürnt, dem reiche kein Messer.

Wer zur Schweigenszeit redet, schlägt den Wind und predigt den Tauben.

Wer zuschlägt, trägt sein Haupt feil.

Wer zu schwach ist, dir zu nutzen, ist immer stark genug, dir zu schaden.

Wer zu sehr eilt, kommt langsam heim.

Wer zu sehr eilt, wird langsam fertig (bald müde).

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
(Ein Spruch, der als Zitat von Michail Gorbatschow bei seinem Besuch in der ehemaligen DDR im Oktober 1989 zitiert wird. Gorbatschow hat ihn aber nicht gesagt. Am 6. Oktober legte der damalige KPdSU-Chef Gorbatschow in der Berliner Gedenkstätte Neue Wache einen Kranz für die Opfer des Faschismus nieder. Dabei sagte er: „Ich glaube, Gefahren lauern nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren.“ Am 7. Oktober abends wurde das angebliche Zitat erstmals von Nachrichtenagenturen verbreitet. Vorher hatten sich deutsche und amerikanische Journalisten gemeinsam über die beste Übersetzung von komplizierten offiziellen Verlautbarungen geeinigt. So entstand ein angebliches Zitat, das Gorbatschow öffentlich nie gesagt hat. Seitdem hat sich dieser Satz verselbstständigt. Er wird seitdem wie ein Sprichwort, unabhängig von seiner Entstehung, bei verpassten Möglichkeiten oder Chancen oder anderen passenden Gelegenheiten gebraucht.)

Wer zu spät kommt, hat das Nachsehen.

Wer zu spät kommt, isst mit den Gemalten an der Wand.

Wer zu spät kommt, wird übel logiert.

Wer zu süß ist, an den lecken alle.

Wer zu viel fasst, lässt viel fallen.

Wer zu viel fordert, bekommt nichts.
Wer zu viel haben will, dem wird zu wenig.

Wer zu viel Korn hat, stelle sich Mäuse ein, und wer zu viel Geld hat, fange Prozess an.

Wer zu viel mit der Lampe umgeht, kann leicht von Öl und Ruß beschmutzt werden.

Wer zuviel predigt, verjagt die Zuhörer.

Wer zu viel studiert, wird ein Fantast.

Wer zu viel unter den Arm nimmt, lässt viel fallen.

Wer zu viel unternimmt, richtet wenig aus.

Wer zu viel verlangt, verliert noch, was er hat.

Wer zu viel von andern redet, verbrennt sich die Zunge.

Wer zu viel zweifelt, der verzweifelt.

Wer zweifelt, muss wagen.

Wer zweifelt, steht am Kreuzweg.

Wer zwei Hasen zugleich hetzen will, fängt gar keinen.

Wer zwei Kriege hat, soll den einen schlichten und den andern führen.

Wer Zwietracht sät, arbeitet für des Teufels Scheuer*30.

Wer zwingt, der tut Gewalt, wer überredet, verführt den Verstand.

Wer zwischen zwei Freunden Richter ist, verliert den einen.