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Deutsche Sprichworte
Über 14.000 deutsche Sprichwörter auf 36 Seiten
Wer a bis Wer ein
Flagge von Deutschland
Die Farben Schwarz, Rot und Gold der deutschen Flagge wurden ab 1813 von Soldaten des Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen gegen Napoleon verwendet. Die Farben befanden sich auf den Uniformen, die sie trugen. Das Schwarz symbolisierte die Knechtschaft, aus der das Volk befreit werden sollte. Rot steht für das Blut, welches in den Schlachten von den Soldaten vergossen wurde und Golden war das Licht der Freiheit, die erreicht werden sollte.

Nach den Befreiungskriegen wurden die Farben von den neu gegründeten Burschenschaften weiterverwendet. Beim Hambacher Fest im Mai 1832 wehten dann erstmalig Fahnen mit schwarz-rot-goldenen Querbalken. Die Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Frankfurter legte 1848 die Nationalfahne mit schwarz-rot-goldenen Querstreifen fest. Nach Niederschlagung der Revolution wurden die Farben zunächst wieder aus dem öffentlichen Leben verbannt.

Erst die Weimarer Republik erklärte in ihrer Verfassung vom 11. August 1919 Schwarz-Rot-Gold wieder zu den Reichsfarben. Nach der Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkrieges wurde mit dem neuen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland am 8. Mai 1949 die schwarz-rot-goldene Flagge wieder eingeführt.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold
          https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Deutschlands

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Wer akzeptiert, muss bezahlen.

Wer alle Büsche scheut, kommt selten zu Holze.

Wer alle Dinge wüsste, würde bald reich.

Wer alle Gefahr fürchtet, der darf nicht aufs Meer kommen, er bleibt hinterm Ofen.

Wer allein schläft, bleibt lange kalt, zwei wärmen sich einander bald.


Wer allein zankt, zankt nicht lange.


Wer alle Löcher will verstopfen, den soll man mit der Peitsche klopfen.

Wer allen dienen will, kommt immer am schlimmsten weg.

Wer allen dient, macht sich keinem verbindlich.


Wer allen genügen kann, der lösche mich aus und schreibe sich an.


Wer alle Prügel aufliest, bekommt bald den Arm voll.

Wer allerlei Holz aufliest, hat bald einen Arm voll.

Wer aller Leute Stichblatt ist, kann gut parieren.

Wer allermeist gibt, hat allermeist recht.

Wer alles haben will, was die Augen sehen, der heißt Seltenreich.

Wer alles lobt, hat nichts gelobt.

Wer alles sagt, was er will, muss oft hören, was er nicht will.

Wer alle Stauden flieht, kommt nie in einen Wald.

Wer alles verfechten will, darf nie das Schwert einstecken.

Wer alles vorher wüsste, würde bald reich.


Wer alles will, bekommt nichts.

Wer alles will rächen, die Kraft wird ihm gebrechen.

Wer alles will verfechten, der hat gar viel zu rechten.
Wer alles will verfechten, hat allezeit zu rechten.

Wer alles wissen will, weiß gewöhnlich nichts.

Wer alle Tage feiert, fragt nicht nach dem Sonntag.

Wer alle Welt fressen will, muss ein großes Maul haben.

Wer allzeit angelt, dem nimmer mangelt.

Wer allzeit säuft und allzeit schlemmt, behält zuletzt kein ganzes Hemd.

Wer allzu streng ist, um den gibt man nichts.

Wer als Freund nicht nützt, kann als Feind viel schaden.

Wer alte Narben aufreißt, schafft neue Wunden.

Wer altes Unrecht duldet, lädt neues ins Haus.


Wer altet, der kaltet.


Wer alt will werden, tue beizeiten dazu.


Wer am Galgen hat seine Stelle, der stirbt nicht in der Welle.


Wer am Galgen vertrocknen soll, ersäuft nicht im Wasser.

Wer anbeißt, lässt selten davon.

Wer an den Tod denkt, fängt an zu leben.

Wer andere jagt, kann selbst nicht ruhen.


Wer andere necken kann (will), muss auch (selbst) Scherz verstehen.


Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

(Ein Sprichwort, das aus der Bibel kommt. Im Alten Testament in Prediger Salomo steht unter 10,8: Wer eine Grube gräbt, der kann selbst hineinfallen, und wer eine Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen. In den Sprüchen Salomos steht unter 26,27: Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen. Dieses Sprichwort wurde wie viele andere aus der Bibel auch in etlichen Ländern und Kulturen übernommen.)

Wer andere plagt, hat selbst keine Ruhe.

Wer andere quält, schläft selbst nicht gut.


Wer andere regieren will, muss zuvor sich selbst beherrschen können.


Wer anderer Feuer schürt, dem verlöscht das eigene.

Wer andern gibt, dass er verdirbt, den soll man schlagen, dass er stirbt.

Wer anders redet als er denkt, der handelt auch anders, als er redet.

Wer andre anschwärzt, ist drum nicht weiß.

Wer andre jagt, muss selber laufen.

Wer andre strafen will, muss selbst rein sein.

Wer antwortet auf unnützes Gespei, der macht aus einem Unglück zwei.

Wer arbeitet, dem vergehen die Hundsgedanken.

Wer Arbeit kennt und danach rennt und sich nicht drückt, der ist verrückt.


Wer Arbeit liebt und sparsam zehrt, der sich in aller Welt ernährt.

Wer Arges tut, der scheut das Licht.

Wer Armen gibt, wird nimmer arm.

Wer arm ist, dem hilft niemand.


Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.

Wer Armut fürchtet, jage nicht nach Reichtum.

Wer A sagt, kommt zuletzt bis zum Z.
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Wer A sagt, muss auch B sagen.
(Die Erklärung des Sprichworts, wie sie fast überall zu finden ist und auch verständlich und plausibel klingt: Wer eine Sache anfängt, sollte sie auch weiterführen und vollenden, auch wenn dabei Schwierigkeiten auftauchen; wer etwas verspricht, sollte das Versprechen einlösen. Als Herkunft wird oft das Alphabet mit „A“ als ersten Buchstaben genannt, dem logischerweise das „B“ folgt.

Klingt alles logisch und einleuchtend und ist deshalb weit verbreitet, aber leider nicht zutreffend, auch wenn es bei https://de.wiktionary.org oder Duden oder an vielen anderen Stellen so steht, ist es falsch. Viele gebrauchen es zwar mit der obigen Bedeutung, es ist aber nicht die richtige Herkunft und ursprüngliche Bedeutung. Wie bei anderen Sprichwörtern hat sich die Bedeutung verändert, weil die alten Voraussetzungen zur Entstehung sich veränderten und vergessen wurden.

Eine andere Erklärung zur Herkunft bezieht sich auf die 43 Kilometer lange Münstersche Aa, einem linken Nebenfluss der Ems, der durch Münster fließt. Die Münstersche Aa soll früher angeblich als dreckigster Fluss Deutschlands bekannt gewesen sein. Daher soll das Sprichwort in Mundart entstanden sein: „Wer d’ Aa seiht, muß ooch Bäh säggen.“ (Wer die Aa sieht, muss auch Bäh sagen, um sein Missfallen auszudrücken.) Auch diese Erklärung ist falsch.

Die richtig Erklärung ist, das Sprichwort stammt aus dem alten Deutschen Rechtswesen. Wie früher oft üblich gab es keine Gesetzbücher wie heute. Vielfach wurden gängige Rechtsregeln in Sprichwörtern festgehalten.
Belegt ist die Erklärung in dem Buch „Deutsche Rechtssprichwörter“, gesammelt und erklärt von Eduard Graf und Mathias Dietherr, unter Mitwirkung der Professoren J.C. Bluntschli und K. Maurer aus dem Jahr 1864 auf den Seiten 438 bis 441:
Bei Gerichtsverfahren wurde früher der Ankläger Ansager oder Asager genannt. Der Beklagte musste sich vor dem Gericht rechtfertigen und war zum Antworten verpflichtet. Das Antworten hieß vor Gericht besagen. Wenn der Angeklagte vor Prozessende eine Widerklage gegen seinen Ankläger erhob, war dasselbe Gericht zuständig. Somit war der Ankläger (der Asager) verpflichtet auf die Widerklage zu antworten (besagen), der Rechtsgrundsatz hieß also: Wer ansagt, muss auch besagen. Daraus entstand das Wortspiel: Wer A sagt, muss auch B sagen.


Zum gleichen Schluss kommt Hillebrand 1858 im Buch „Deutsche Rechtssprichwörter“ auf Seite 220: „Dem Beklagten gestattet das gemeine Recht bei demselben Gericht, wo der betreffende Prozeß anhängig ist, Gegenforderungen in Klagform vorzubringen, wenn jenes auch nicht das Forum des Klägers sein sollte.“ und bezieht sich dabei auf das Sprichwort.„Wer A sagt, muss auch B sagen“

Vergleichbare Sprichwörter mit der gleichen Bedeutung:
Wo der Mann klagt, da muss er auch antworten.
Wo der Mann Recht fordert, da soll er auch Recht nehmen.

In Bertolt Brechts Stück „Der Jasager und der Neinsager“ von 1930 wird zitiert: „Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, das A falsch war.“ Wenn ein Kläger seine Klage zurückzieht, weil er sie als falsch erkennt, hat Berthold Brecht mit dieser Aussage recht, dann ist die Widerklage gegenstandslos und man braucht kein B mehr zu sagen.

Es gibt weiter die Rechtssprichwörtersammlung von Johann Friedrich Eisenhart aus dem Jahr 1822, der das Sprichwort dahin gehend auslegte, das bei Verträgen alle Vertragspartner dazu verpflichtete, nicht nur den ersten Teil zu akzeptieren, sondern auch alle daraus verbundenen und resultierenden Folgen. Eine Erklärung, wie es zur Bildung des Sprichworts mit A und B kam, liefert er nicht. Eisenhart war ein ehemaliger Braunschweiger Hofrat und Lehrer der Rechte in Helmstedt und sammelte alleine Sprichwörter. Eduard Graf und Mathias Dietherr wurden vom König von Bayern, Maximilian II unterstützt und zum Buch veranlasst. Sie stellten das Recht in ihren Fokus und holten sich Hilfe durch sachkundige Professoren und werden auch durch Hillebrand bestätigt, was ihre Ausführungen glaubhaft macht.)

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Wer auf beiden Achseln trägt, setzt sich zwischen zwei Stühlen in die Asche.


Wer auf dem Markte singt, dem bellt jeder Hund ins Lied.

Wer auf dem Wasser fährt, hat den Wind nicht in der Hand.

Wer auf der Bank schläft, den sticht weder Feder noch Stroh.

Wer auf der See ist, hat den Wind nicht in der Hand.

Wer auf des andern Schuhe wartet, bis er tot ist, der geht barfuß.

Wer auf die Zeit wartet, dem mangelt die Zeit.

Wer auf Gnade dient, den lohnt man mit Barmherzigkeit.

Wer auf Hoffnung jagt, der fängt Nebel.

Wer auf Hoffnung traut, hat auf Eis gebaut.

Wer auf sich nimmt, was er nicht mag, der steckt sich selber in den Sack.


Wer auf Zank geht aus, kehrt mit Stößen wieder nach Haus.


Wer auf zwei Hasen zielt, trifft keinen.


Wer auf zwei Stühlen sitzen will, fällt oft mittendurch.


Wer Ausdauer hat, kommt mit allem zu Ende.


Wer aus der Tür ist, hat ein gut Teil der Reise getan.


Wer aus einem Stein einen Hosenbändel machen will, der hat unnütze Arbeit.

Wer ausgelernt sein will, muss im Grabe liegen.

Wer ausgibt, muss auch einnehmen.

Wer ausgibt und nicht Rechnung führt, verarmt, ohne dass er`s spürt.

Wer ausharrt, dem gelingt`s.


Wer ausharrt, hat Erfolg.


Wer aus Liebe heiratet, hat gute Nächte, aber schlechte Tage.


Wer ausreist, weiß wohl seine Ausfahrt, aber nicht seine Wiederkunft.

Wer ausschlägt, bricht den Frieden.

Wer austeilen will, muss auch einnehmen.

Wer aus vielen Büchsen schießt, trifft selten die Scheibe.

Wer bald anfängt, muss bald aufhört.

Wer bald läuft, ist bald gejagt.

Wer Barfuß geht, dem drücken die Schuhe nicht.

Wer bass kann, der tue bass.

Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.

Wer baut, findet Geld.

Wer befehlen will, muss gehorchen lernen.

Wer beginnt mit Lügen, endet mit Betrügen.

Wer bei dem Stelzler dient, lernt bald hinken.

Wer bei der Erde bleibet, der bricht den Hals nicht.
(aus Schlesien)

Wer bei der Schmiede wohnt, gewöhnt sich ans Hämmern.


Wer bei Frauen will Gunst behalten, leg nie das Gesicht in ernste Falten.


Wer beim Holzhauer steht, der hat einen Span am Kopf zu Lohn.

Wer beim Spiel borgt, gewinnt.

Wer beim Spiel wegleiht, verliert.
(Oben zwei Sprichwörter mit genau der gegenteiligen Aussage. Es ist also egal, was man macht, Zufall, Glück oder das Können entscheidet.)

Wer beim Wolf zu Gevatter stehen will, muss einen Hund unterm Mantel haben.

Wer bei Tisch singt, bekommt ein närrisch Weib.

Wer bei Tisch was vermag, kann auch werken den ganzen Tag.

Wer Besserung ins Alter spart, hat seine Sache schlecht verwahrt.

Wer betrügen will, spinnt feine Fäden.

Wer billig kauft, kauft teuer.


Wer bis an den jüngsten Tag warten kann, ist leicht Herr der ganzen Welt.

Wer bittet den Armen zur Hochzeit?

Wer borgen will, dem leih, doch merk vor, wer es sei.

Wer borgen will, soll nicht viel dingen.

Wer borgt ohne Bürgen und Pfand, dem sitzt ein Wurm im Verstand.

Wer böse Nachbarn hat, darf für Schande nicht sorgen.

Wer böse Nachbarn hat, muss sich selber loben.


Wer brennend Kohle in Kleider legt und Schlangen in dem Busen trägt und in den Taschen zeugt eine Maus, solch Gesten tun wenig nutz im Haus.

Wer bringt, ist willkommen.

Wer Brot hat, dem gibt (leiht) man Brot.

Wer Christo nachfolgt, der kommt an den Galgen.

Wer da bauet an der Straßen, muss die Leute reden lassen.

Wer da fällt, über den läuft alle Welt.

Wer da hadert um ein Schwein, nehm' eine Wurst und lass' es sein.

Wer da hält, dem hält man wieder.

Wer da hat Gott zum Freunde mit, denselben kein Unglück betritt.

Wer da liegt, dem hilft niemand auf.

Wer da liegt, über den läuft alle Welt hin.

Wer da mag 'ne Jungfrau schwächen, mag wohl auch 'ne Kirch' erbrechen.

Wer dankbar jeden Sonnenstrahl genießt, wird auch mit dem Schatten zu leben wissen.

Wer dankt, will mehr haben.

Wer darnach ringt, dem gelingt.

Wer da sät, der hofft zu schneiden; wer nicht sät, der wird nicht schneiden.

Wer das Böse nicht straft, lädt es zu Hause.

Wer da schlägt sein Weib, trifft seinen eignen Leib.

Wer das Einbrocken bezahlt, dem schenkt man die Milch.

Wer das Feuer haben will, muss den Rauch leiden.

Wer das Feuer nötig hat, sucht es in der Asche.

Wer das Gesetz gibt, ist nicht daran gebunden.

Wer das große will, muss das Kleine opfern.


Wer das Handwerk versteht, verrät (beschämt) den Meister nicht.

Wer das Kleine nicht acht't, dem wird's Große nicht gebracht.

Wer das Kleine nicht acht't, hat zum Großen nicht Macht.

Wer das Kleine nicht ehrt, ist des Großen nicht wert.


Wer das Leben verachtet, fürchtet den Tod nicht.

Wer das Licht scheut, hat nichts Gutes im Sinn.

Wer das Licht zu knapp schneuzt, der löscht es.

Wer das Maul verbrannt hat, bläst die Suppe.

Wer das Placebo domino nicht wohl singen kann, der bleibe von Hofe.

Wer das Recht beugt, bricht es.

Wer das Recht nicht will leiden, darf über Unrecht nicht klagen.

Wer das Sündigen nicht hindert, wo er kann, der gebietet es.

Wer da steht, sehe zu, dass er nicht falle.

Wer das Tuch zum Mantel stiehlt, dem schafft der Teufel das Unterfutter.

Wer das Übel flieht, den verfolgt es.

Wer das Ungemach fürchtet, muss daheim bleiben.

Wer das Unterste aus der Kanne trinkt, dem fällt der Deckel auf die Nase.

Wer das wenigste kann, hat das meiste zu sagen.


Wer das Wenn erstiegen, sieht das Aber liegen.

Wer davor ist, muss hindurch.

Werde jung alt, so bleibst du lang alt.

Wer dem Altar dient, soll auch vom Altar leben.

Wer dem andern den Finger ins Maul steckt, der will gebissen sein.


Wer dem andern seinen guten Namen raubt, macht ihn arm und bereichert sich nicht.

Wer dem Armen das Brot nimmt, dem wird es zu Kieselsteinen.

Wer dem Armen leiht, dem zahlt Gott die Zinsen.

Wer dem Bächlein nachgeht, kommt zu dem Brunnen.

Wer dem Gaul seinen Willen lässt, den wirft er aus dem Sattel.

Wer dem Haufen folgt, hat viele Gesellen.

Wer dem Henker entläuft, entläuft deshalb dem Teufel nicht.

Wer dem Hunde nicht wehrt, der hetzt ihn.

Wer dem Kinde die Nase wischt, küsst der Mutter den Backen.

Wer dem Nachbarn Schaden tut, tut sich selbst kein Gut.

Wer dem Pferde seinen Willen lässt, den wirft es aus dem Sattel.


Wer dem Pöbel dient, hat einen üblen Herrn.

Wer dem Publikum dient, ist ein armes Tier; er quält sich ab, niemand bedankt sich dafür.

Wer dem Regen entlaufen will, fällt oft ins Wasser.

Wer dem Schmeichler zuhört, muss ihn füttern.

Wer dem Spiele zusieht, kann's am besten.

Wer dem Vater nicht folgen will, der folge dem Kalbsfell.

Wer dem Verleumder nicht in die Rede fällt, bestellt ihn.

Wer dem Volke dient, hat des Teufels Dank.

Wer dem Wasser wehren will, muss die Quellen stopfen.


Wer den Aal hält bei, dem Schwanz dem bleibt er weder halb noch ganz.

Wer den Aal fangen will, macht erst das Wasser trüb.

Wer den Acker nicht baut, dem wächst Unkraut.

Wer den Acker pflegt, den pflegt der Acker.

Wer den andern betrügt, der macht einen Sack, darin er sich selbst fangen wird.

Wer den andern jagt, wird auch müde.

Wer den andern Saures essen sieht, dem stumpfen die Zähne.

Wer den andern übersieht, der hat das beste Ziel.

Wer den andern vermag, der steckt ihn in Sack.

Wer den anderen warnt, der ist sein Freund.

Wer den Armen gibt, leihet dem Herrn.


Wer den Armen leiht, dem zahlt Gott die Zinsen.

Wer den Armen sein Ohr verstopft, den hört St. Peter nicht, wenn er klopft.

Wer den Armen verachtet, der verachtet Gott.

Wer den Balg verliert, muss den Schwanz dreingeben.

Wer den Bart lässt wachsen, der hat eine Schalkheit getan oder hat eine im Sinn.

Wer den Baum gepflanzt hat, genießt selten seine Frucht.

Wer den Boden im Wasser nicht sieht, der lasse den Fuß heraus.

Wer den Bogen überspannt, der sprengt ihn.

Werden die Tage länger, so wird die Kälte strenger.

Wer den Dreck rührt, muss ihn auch riechen.

Wer den Eltern nicht folgen will, muss endlich dem Büttel folgen.

Wer den Eltern nicht folgt, hat einen dummen Mut.

Wer den Fuchs fangen will, muss mit den Hühnern aufstehen.

Wer den Gast nicht leiden kann, nehm' ihn lieber gleich nicht an.


Wer den Glauben hat, kann so gut auf dem Ofen backen wie drin.


Wer den Groschen nicht ehrt wie den Gulden*11, kommt bald zu Schulden.

Wer den Hecht gut essen will, muss die Galle wegwerfen.

Wer den Heller*14 nicht ehrt, ist des Talers*29 nicht wert.

Wer den Heller*14 nicht spart, wird keines Pfennings Herr.

Wer den Herren zu nahe ist, der will ersticken, und wer zu weit von ihnen ist, der will erfrieren.

Wer den Honig kaufen muss, dem schmeckt er nicht so süß.

Wer den Honig mit dem Bären teilt, bekommt stets das wenigste.


Wer den Karren in den Dreck geschoben hat, soll ihn auch wieder herausziehen.


Wer den Kern essen will, muss die Nuss knacken.

Wer den kleinen Finger gibt, dem nimmt man die ganze Hand.

Wer den Kopf hat, schiert den Bart.

Wer den Kredit verloren hat, der ist tot für die Welt.

Wer den Kreuzer nicht achtet, wird keinen Gulden*11 wechseln.

Wer denkt, seine Katze werf ein Kalb, der verliert seine Mühe mehr denn halb.

Wer den letzten Tropfen schnappen will, dem fällt der Deckel auf den Schnabel.

Wer den Leuten aufhilft, dem greift man gerne an seine Bürde.

Wer den Lüsten nicht das Messer an die Kehle setzt, den bringen sie um.

Wer den Markt versäumt, dem schlägt man keinen neuen Kram auf.
Wer den Nagel am Hufeisen nicht achtet, der verliert auch das Pferd.
Wer den Mund nicht auftut, muss das Portemonnaie auftun.

Wer den Nachbar tritt, leidet selber mit.

Wer den Nagel am Hufeisen nicht achtet,
der verliert auch das Pferd.


Wer den Papst zum Vetter hat, ist bald Kardinal.

Wer den Pfennig nicht achtet, wird keinen Gulden*11 wechseln.

Wer den Pfennig nicht achtet, wird keines Gulden*11 Herr.

Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers*29 nicht wert.

Wer den Rauch fängt, wird selbst schwarz.


Wer den Rauch fürchtet, der kommt nicht zum Feuer.


Wer den Rauch nicht will leiden, der mag auch das Feuer meiden.


Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht sorgen.


Wer den Schalk hinter sich lässt, hat eine gute Tagreise gemacht.

Wer den Schalk verbergen kann, ist zu Hof ein weiser Mann.

Wer den Schnepperer einen großen Schwätzer heißt, tut keine Sünde daran.
(Mit Schnepperer ist wahrscheinlich der Hans Rosenblüt (Rosenplüt) (1400 - 1460) aus Nürnberg gemeint. Neben seinem Beruf als Rotschmied, später städtischer Büchsenmeister von Nürnberg, verfaste er zwischen 1431 und 1460 ca. 25 Fastnachtsspiele, Gedichte, Reimreden und sprichwortartige Priameln. In einigen seiner Gedichte heißt er „der Schnepperer“, was gewöhnlich mit „Schwätzer“ übersetzt wurde.)

Wer den Sieg behält, der hat recht.

Wer den Staub scheut, bleibe von der Tenne.

Wer den Stein nicht heben kann, der muss ihn wälzen.

Wer den Teufel bannen will, muss rein sein von Sünden.

Wer den Teufel fürchtet, den holt er.

Wer den Teufel geladen hat, der muss ihm auch Arbeit geben.

Wer den Teufel im Schiff hat, der muss ihn fahren.

Wer den Teufel ins Schiff nimmt, muss ihn auch hinüberfahren.

Wer den Teufel schrecken will, muss überlaut schreien.

Wer den Teufel zum Freunde haben will, der zündet ihm eine Fackel an.

Wer den Teufel zum Freund hat, hat's gut in der Hölle.

Wer den Tod nicht kennt, muss sich den Schlaf ansehen.

Werden und sterben ist allen Menschen gemein.

Wer den Weg ans Meer nicht weiß, gehe nur dem Flusse nach.

Wer den Wein getrunken, der trinke auch die Hefen.

Wer den Wolf schont, der gefährdet die Schafe.

Wer der Arbeit zusieht, wird davon nicht müde.


Wer der Gefahr frisch unter die Augen geht, dem entweicht sie.


Wer der Gemeinde dient, hat einen übeln Herrn.

Wer der Padde den Kopf abbeißt, getröstet sich des Giftes.
(Padde = älterer Name für die Erdkröte, an deren Hinterseite sich paarige Drüsen befinden, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten.)

Werd erst an deinem Balken Ritter, danach zieh aus des Nächsten Splitter.

Wer der Welt am besten dient, dem lohnt sie am übelsten.

Wer der Zeit nicht tut ihr Recht, der fährt in Geschäften schlecht.

Wer des (die) Bösen schont, schadet den Frommen.

Wer des Feuers bedarf, sucht es in der Asche.

Wer des Geleites will genießen, muss nicht neue Böcke schießen.

Wer des Geleits will genießen, muss sich geleitlich halten.

Wer des Spiels nicht kann, soll zusehn.

Wer des Tags witzig ist, den hält man nachts nicht für einen Narren.

Wer des Wassers bedarf, sucht es im Brunnen.

Wer des Wolfes schont, der gefährdet die Schafe.

Wer dich einmal betrogen hat, dem traue dein Lebtag nicht wieder.

Wer dich einmal betrügt, tut dir unrecht; wer zweimal, tut dir eben recht.

Wer dich gen Rom trüge und setzte dich einmal unsanft nieder, so wär' alles verschüttet.

Wer dich kennt, der kauft dich nicht.

Wer dich kratzt, den kraue wieder.

Wer dich richtet, ist dein Herr.

Wer dich ungewöhnlich liebkost, hat dich betrogen oder will dich betrügen.

Wer die Augen bei sich hat, stolpert nicht.

Wer die Augen nicht auftut, muss den Beutel auftun.

Wer die besten Früchte ernten will, muss auf den Baum steigen. Wem die verbeulten genügen, der wartet darauf, dass sie herunterfallen.

Wer die Dame berührt, muss des Spieles pflegen.

Wer die Eltern ehrt, den ehrt Gott wieder.

Wer die Feigen frisst, muss sie wieder speien.

Wer die Finger zwischen Tür und Angel steckt, der klemmt sich gern.

Wer die Flut versäumt, des Schifflein bleibt auf der ersten Sandbank sitzen.

Wer die Gefahr am meisten flieht, der begegnet ihr am Ersten.


Wer die Geiß anbindet, muss sie hüten.

Wer die Geiß angenommen hat, muss sie hüten.

Wer die Geiß im Hause hat, dem kommt der Bock vor die Tür.

Wer die Gelegenheit versäumt, dem weist sie den Hintern.

Wer die Häfen*12 macht, darf sie auch zerbrechen.

Wer die Hand im Blute badet, muss sie mit Tränen waschen.

Wer die Harfe nicht spielen kann, der werd' ein Pfeifer.

Wer die Hure nimmt zur Eh, bedarf keines Unglücks meh.

Wer die Hure zur Ehe nimmt, ist ein Schelm oder will einer werden.

Wer die Jugend verschläft, muss im Alter wachen.


Wer die Katze ins Wasser trägt, der trägt sein Glück aus dem Haus.

Wer die Kinder verzärtelt, setzt sie ins leichte Schiff.

(Wenn Kinder in der Jugend alles von den Eltern bekommen und ihnen keine Grenzen aufgezeigt werden, sind sie später nicht in der Lage, sich selbstständig zu versorgen. Sie verschulden sich, weil sie den Umgang mit Geld nicht gelernt haben. Wenn sie etwas sehen, wird gleich alles gekauft, ohne die eigenen Möglichkeiten abschätzen zu können. Nur weil andere es auch haben, werden Schulden gemacht, die später zu Überschuldung, Insolvenz und Armut führen. Sie können keine Partnerschaften eingehen, weil sie nicht gelernt haben, Kompromisse zu schließen. Sie werden vor jedem Problem kapitulieren, weil sie das normale Leben nicht kennen. Sie sitzen in einem zu leichtem Schiff, das beim geringsten Seegang kentert und untergeht.)

Wer die Kirche hat, der hat auch den Kirchhof.

Wer die Krätze hat, reibt sich gern.

Wer die Kunst nicht übt, verliert sie bald.

Wer die Kunst weiß, der verrate den Meister nicht.


Wer die Leiter hält, ist so schuldig als (wie) der Dieb.

Wer die Leiter hinauf will, muss mit der untersten Sprosse anfangen.

Wer die Leute schreckt, der muss sich fürchten.

Wer die Liebe verbietet, gürtet ihr Sporen an.

Wer die meisten Stimmen hat, hat das meiste Recht.

Wer die Mühle fleucht, der flieht auch das Mehl

Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.

Wer die Nacht sucht, muss die Sterne in Kauf nehmen.

Wer die Nahrung nicht in sein Haus treibt, der jagt sie aus dem Hause.

Wer die Nase zu sehr schnäuzt, dem blutet sie.

Wer dient, ist so gut, als wer lohnt.

Wer die Ordnungsliebe treibt zu weit, der stiehlt sich und anderen die Zeit.

Wer die Räude fürchtet, kriegt den Grind.

Wer die Rose bricht, muss leiden, dass sie ihn sticht.

Wer die Rute schont, der hasst seinen Sohn.

Wer die Schafe schiert, dem wird die Wolle.

Wer die Tochter haben will, halt es mit der Mutter.

Wer die Ursache der Dinge erkennen kann, das ist ein weiser Mann.

Wer die Wahl hat, hat die Qual.


Wer die Ware schilt, hat lust dazu.

Wer die Wahrheit auf großer Herren Tisch bringen will, muss viel süße Brühen daran (daraus) machen.

Wer die Wahrheit geigt, dem schlägt man den Fiedelbogen um den Kopf.


Wer die Zeit der Saat verschläft, braucht in der Ernte nicht zu schwitzen.


Wer Dirnen vertraut seinen Rat,
Den Gänsen seine Saat,
Den Böcken seinen Garten,
Der darf des Glücks nicht warten.

Wer dir schmeichelt ins Gesicht, von hinten dir den Rücken bricht.

Wer dir von andern schlecht spricht, spricht auch andern schlecht von dir.


Wer drei Feinde hat, muss sich mit zweien vertragen.

Wer droht, macht dich nicht tot.

Wer droht, warnt.

Wer durch den Besitz des Erwünschten seine Begierde zu befriedigen wünscht, der will das Feuer mit Stroh löschen.

Wer durch die Welt will, muss sich krümmen.
(Wer Karriere machen und Erfolg haben will, muss skrupellos und charakterlos sein.)

Wer durchs Gitter sieht, sieht oft, was er nicht gerne sieht.
Wer edle Taten tut, der ist edel Blut.

Wer Ehre verdient, hat sie nicht, und wer sie hat, verdient sie nicht.

Wer ehrlich ist, braucht nicht viel Heimlichkeiten.

Wer Eier haben will, muss der Henne Gackern leiden.

Wer Eier unter den Füßen hat, muss leise auftreten.

Wer eilt nach fremden Gut, auf den wartet Armut.

Wer ein alt Haus hat und ein jung Weib, hat genug zu tun.

Wer ein alt Weib nimmt des Geldes willen, bekommt den Sack gewiss; wie es um das Geld steht, wird sich finden.

Wer ein Amt bekommt, bleibt nicht, wie er ist, Lung und Leber kehren sich um.

Wer ein Amt genommen, ist der Freiheit verkommen.

Wer ein Biedermann will sein und heißen, der hüte sich vor Tauben und Geißen.

Wer ein böses Weib hat, braucht keinen Teufel.

Wer ein Ding anfängt mit Dünken, dem geht es aus mit Reuen.

Wer ein Ding besser macht, als es sein soll, der verdirbt`s.

Wer ein Ding zuviel lobt, dem traue nicht.

Wer eine Ausrede sucht, findet zehn.

Wer eine Elster ausschickt, dem kommt ein bunter Vogel wieder.

Wer eine Gelegenheit hat, soll auf die andre nicht warten.

Wer eine Jungfrau schändet, stirbt übeln Todes.
(Manchmal ist veraltete oder unmodern gewordene Sprache deutlicher und ausdrucksstärker als jede moderne Ausdrucksweise oder neue Wort. Wer jemand anderen vergewaltigt, fühlt sich möglicherweise, stark, überlegen oder anders positiv. Wer vergewaltigt, übt Gewalt aus und Gerede über mögliche oder ausgebliebene Gegenwehr oder gesetzliche Spitzfindigkeiten verharmlosen nur und ändern nichts am schändlichen Tun.
Wenn wie früher jemand geschändet wurde (nicht wie heute vergewaltigt), war schon durch die Wortwahl klar: Der Schänder hat schändlich gehandelt und dadurch erst recht Schande über sich gebracht, unabhängig von möglichen äußeren Begleitumständen wie Gegenwehr, Schreckensstarre, Gesetzen oder anderem. Wer andere schändet (Jungfer oder nicht, wen und wann auch immer) bringt Schande über sich, lebenslänglich, wer an einen Gott glaubt, noch darüber hinaus.) Worte beeinflussen das Denken der Menschen und dadurch ihr Handeln.)

Wer eine Kröte fressen will, muss sie nicht lange besehen.

Wer eine Lampe braucht, darf's Öl nicht sparen.

Wer einem anderem Fallstricke legt, sich selbst darin zu fangen pflegt.

Wer einem Armen hilft, gedenkt an sich selber.

Wer einem in den Steigbügel hilft, dem muss man zum Dank aus dem Sattel helfen.
Wer einem in Stegreif hilft, den hebt man zu Dank aus dem Sattel.

Wer einem ins Wort fällt, der will sich selbst hören.

Wer einem Reichern schenkt, gibt dem Teufel zu lachen.

Wer einem verständigen Manne seine Tochter gibt, der findet einen Sohn; wer sie einem Narren gibt, der verliert seine Tochter.

Wer einem was geben will, soll nicht erst fragen, ob er's haben wolle.

Wer einem zu Ader lassen will, der muss ihn auch verbinden können.

Wer einen Aal fangen will, macht erst das Wasser trüb.


Wer einen Bauern betrügen will, muss einen Bauern mitbringen.

Wer einen Bauern plagen will, nehme einen Bauern dazu.

Wer einen Betrüger betrügt und einen Dieb bestiehlt, erhält hundert Jahre Ablass.

Wer einen Dieb bessern will, muss ihm vertrauen.

Wer einen Dieb laufen lässt, den fängt man an seiner statt.

Wer einen Eid bricht, lästert Gott.

Wer einen erwürgt, darf zehn ermorden.

Wer einen Fuß im Hurenhaus hat, der hat den andern im Spital.

Wer einen Gecken aussendet, dem kommt ein Narr wieder.
Wer einen Tropf ausschickt, dem kommt ein Narr wieder.

Wer einen Geier schindet, hat einen magern Vogel.

Wer einen Gesellen bei sich hat, der hat auch einen Meister bei sich.

Wer einen großen Sprung tun will, geht erst rückwärts.

Wer einen guten Nachbarn hat, ist wohl bewacht bei Tag und Nacht.

Wer einen guten Sprung tun will, geht erst rückwärts.

Wer einen guten Tag will, muss ihn sich machen.


Wer einen Hasen im Busen trägt, der fliehe.

Wer einen Heller*14 erbt, muss einen Taler*29 bezahlen.

Wer einen Hinkenden verspotten will, muss selbst gerade sein.
Wer eines Hinkenden spotten will, muss selbst gerade sein.

Wer einen Kopf hat, bekommt leicht einen Hut.

Wer einen lobt in praesentia und schimpft in absentia, den hol' die pestilentia.

Wer einen Narren kauft, muss einen Narren behalten.

Wer einen Narren schickt, dem kommt ein Tor wieder.

Wer einen Neidischen quälen will, darf nur vergnügt sein.

Wer einen Ochsen kauft, kann keine Kuh melken.

Wer einen Schalk fangen will, muss einen Schalk hinter die Türe stellen.

Wer einen Schalk ins Kloster trägt, bringt einen Buben wieder heraus.

Wer einen Stein aufhebt aus dem Kot, der muss die Hände wieder waschen.

Wer einen Stein über sich wirft, dem fällt er leicht auf den Kopf.

Wer einen straft, straft hundert.

Wer einen Strick fordert, erhängt sich nicht.

Wer einen Toren sendet, dem kommt ein Narr wieder.

Wer einen voll macht, billig leid't, dass er ihm in den Busen speit.

Wer einen Wolf zum Gevatter hat, der schenk' ihm unterm Mantel einen Hund ins Kindbett.

Wer einen Wolf zum Nachbar hat, geb' auf seine Schafe acht.

Wer einen zur Ader lassen will, der muss ihn auch verbinden können.

Wer einer Nachbarin seinen Kummer erzählt, den wird die andere auslachen.

Wer eine Sache äfert, macht Fürsten uneins.

(Das vergessene Unangenehme immer wieder zur Sprache bringen.)

Wer eine Schlange im Busen wärmt, der wird von ihr gebissen.

Wer eine Stiefmutter hat, hat auch einen Stiefvater.

Wer eine Weiberhaube aufsetzt, den schlagen die Pferde.

Wer ein Feuer will löschen, muss anfangs die Funken ersticken.

Wer ein Gesetz gibt, muss darüber wachen.

Wer ein gläsernes Dach hat, muss nicht mit Steinen werfen.

Wer ein großes Haus hat, der beherbergt den Kaiser.

Wer ein großes Maul hat, muss einen breiten Rücken haben.

Wer ein gutes Buch verliert, verliert einen Schatz.


Wer ein Haus kauft, findet's; wer eins baut, bezahlt es.

Wer ein Haus kauft, hat manchen Balken und Nagel umsonst.

Wer ein Hindernis überwinden will, muss den Blick darüber hinausschweifen lassen.

Wer ein Kalb stiehlt, stiehlt eine Kuh.

Wer ein Kartenhaus aufbaut, dem stürzt ein Kartenhaus ein.

Wer einkauft hat hundert Augen nötig, wer verkauft, nur eins.


Wer ein langes Leben will erringen, halte Maß in allen Dingen.

Wer einmal in die Mäuler kommt, kommt selten unverletzt heraus.

Wer einmal ist (wird) geschändet, dem hängt es sein Leben lang an.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.

Wer einmal stiehlt, heißt allzeit Dieb.
Wer einmal stiehlt, ist immer ein Dieb.

Wer einmal trifft, der ist noch kein guter Schütze.

Wer einmal will gut leben, der nehme ein gebraten Huhn oder ein hübsches Maidlein; wer zweimal, der nehme eine Gans, am Abend hat er noch Kräglemägle; wer eine Woche, der stech' eine Sau, so hat er Schinken und Würste zu essen; wer einen Monat, der schlacht' einen Ochsen; wer ein Jahr, der nehm' ein Weib – wenn es so lange noch vorhält –; wer aber allzeit gut leben will, der werd' ein Pfaff.

Wer ein Mann ist, steht auf eigenen Füßen.

Wer ein Ross reitet, erkennt seine Art.

Wer ein säugendes Kind hat, der hat eine singende Frau.

Wer ein schelmisch Pferd hat, vertauscht es seinen Freunden.

Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, muss gute Beine haben.

Wer ein Schreiner werden will, muss auch harte Bretter bohren lernen.


Wer ein Schriftsass ist, der hat auch einen Landesherrn.

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