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Es ist aber verboten und strafbar, größere Mengen, ganze Listen oder Länder zu kopieren und in anderen LIsten, Sammlungen oder Sprichwörtersammlungen im Internet, Büchern, Schriften, Computern oder anderswo in anderer, gleicher oder ähnlicher Art und Weise in elektronischen, gedruckten oder anderen Medien zu speichern, zu verarbeiten oder zu veröffentlichen.
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Deutsche Sprichwörter
Über 20.000 deutsche Sprichwörter auf
Art bis Az
Flagge von Deutschland
Die Farben Schwarz, Rot und Gold der deutschen Flagge wurden ab 1813 von Soldaten des Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen gegen Napoleon verwendet. Die Farben befanden sich auf den Uniformen, die sie trugen. Das Schwarz symbolisierte die Knechtschaft, aus der das Volk befreit werden sollte. Rot steht für das Blut, welches in den Schlachten von den Soldaten vergossen wurde und Golden war das Licht der Freiheit, die erreicht werden sollte.

Nach den Befreiungskriegen wurden die Farben von den neu gegründeten Burschenschaften weiterverwendet. Beim Hambacher Fest im Mai 1832 wehten dann erstmalig Fahnen mit schwarz-rot-goldenen Querbalken. Die Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Frankfurter legte 1848 die Nationalfahne mit schwarz-rot-goldenen Querstreifen fest. Nach Niederschlagung der Revolution wurden die Farben zunächst wieder aus dem öffentlichen Leben verbannt.

Erst die Weimarer Republik erklärte in ihrer Verfassung vom 11. August 1919 Schwarz-Rot-Gold wieder zu den Reichsfarben. Nach der Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkrieges wurde mit dem neuen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland am 8. Mai 1949 die schwarz-rot-goldene Flagge wieder eingeführt um an die zeitweilig durch die Nationalsozialisten verlorene Demokratie als Grundlage für die Bundesrepublik Deutschland anzuknüpfen. Es ist die Flagge Deutschlands und aller Deutschen und nicht die einer Partei oder Organisation, die sie manchmal als eigenes Zeichen für besondere nationale Gesinnung oder Zwecke missbrauchen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold
          https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Deutschlands

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Art geht für alle Gewohnheit.

Artig Kind fordert nichts, artig Kind bekommt auch nichts.


Art lässt nicht von Art, der Bock nicht seinen Bart, der Speck nicht von der Schwart.
Art lässt von Art nicht, die Katze lässt ihr Mausen nicht.

Arznei hilft, wenn Gott will, wo nicht, so ist`s des Lebens Ziel.
Arznei hilft, wo Gott will, wo nicht, da ist des Todes Ziel.

Arznei ist galgenfrei.
(Bei Wilhelm Körte steht 1837 bei diesem Sprichwort der Zusatz: Aber Gift nicht. Bedeutet das möglicherweise, Giftmord wird mit dem Galgen bestraft, der mit Arznei bleibt aber straffrei? Wenn man sich die heutigen Zahlen von ungeklärten Todesfällen, oder durch Nebenwirkungen oder falscher Dosierung von Medikamenten ansieht, könnte man manchmal ins Grübeln kommen.)

Ärzte sind unseres Herrgotts Menschenflicker.

Ärzte und Juristen reiten auf Gaulen, Priester im Kot und Armut verfaulen, darnach urteil oder verdamm.

Arzt, hilf dir selber.
(Das Sprichwort stammt aus der Bibel, Das Evangelium nach Lukas 4, 23.)

Asch vor, Asch nach.

Auch das beste Pferd stolpert einmal.

Auch der beste Gaul stolpert einmal.


Auch der Bauer isst nichts ungesalzen.

Auch der beste Acker bringt allein keine Frucht.

Auch der Geizige öffnet den Schrank, dauert das Bitten zu lang.

Auch der Löwe muss sich vor der Mücke wehren.

Auch der Papst ist ein Schüler gewesen.

Auch die besten Händel*14 sind nichts nütz.

Auch die Ewigkeit besteht aus Augenblicken.

Auch die Heiligen haben ihre schwachen Augenblicke.

Auch die Mücke hat ihre Milz.

Auch die Unrecht tun, hassen das Unrecht.

Auch ein Aas scheint fett, wenn es voll Luft ist.


Auch eine Edelrebe trägt einen Wintertroll.

Auch eine Hur hat oft ein fromm Kind.

Auch ein gelehrter Mann spürt manchmal einen leeren Bauch.

Auch ein guter Baum bringt ungleiches Obst.

Auch ein Haar hat seinen Schatten.

Auch ein Sperling findet ein Haus für sich.

Auch geheilte Wunden lassen Narben zurück.

Auch gut, hat der Bauer gesagt, da hatt` er einen Floh gefangen; er war aber auf den Läusefang aus.

Auch in einer elfenbeinernen Scheide steckt oft ein bleiern Messer.

Auch rote Äpfel sind wurmstichig.

(Es ist nicht immer das enthalten, was eine schöne Außenseite verspricht.)

Auch wenn Schnee auf der Hütte liegt, bedeutet es nicht, dass der Kamin in der Hütte schon kalt ist.


Auf alle Pferde gerecht, wie ein Postsattel.

Auf Allmende zu weiden, ist niemand verboten.

Auf allzu viel und Zwerge stirbt weder Lehn noch Erbe.

Auf alten Mann bauen ist misslich.

Auf andere Leute jeder sieht, doch niemand merkt, was ihm gebricht.

Auf andre Leut ein jeder sieht und niemand merkt, wo es ihm gebricht.

Auf andrer Leut Beutel einkaufen und Wein auf Kerbholz saufen, hat nie lang gelaufen.

Auf andrer Leut ist nicht leicht etwas anzufangen.

Auf andrer Leute Kirchweih ist gut Gäste laden.

Auf das schönste Fleisch sitzen gern Scheißfliegen.

Auf deine Weise magst du essen, aber auf anderer Leute Art musst du dich kleiden.

Auf dem Acker ist der beste Mist, der an des Herren Schuhen hängt.

Auf dem Bruch gewonnen auf dem Meer entkommen.

Auf dem, der unterliegt, soll man nicht sitzen.

Auf dem Dorfe ist gut predigen.

Auf dem Eise ist nicht gut gehen.
Auf dem Eis ist nicht gut gehen, es hat keine Balken unter ihm.

Auf dem Herrendienst arbeitet sich niemand zu Tode.

Auf dem Markt lernt man die Leute besser kennen als im Tempel.
Auf dem Markte lernt man die Leute kennen.

Auf dem Meer lässt sich's nicht zweimal umwerfen, wie auch nicht in Kriege.

Auf dem Messer könnte man bis Rom reiten.

Auf dem Spiel ist aufhören das Beste.

Auf dem Trockenen ist gut Segeln, auch gut baden.

Auf dem Weg, den viele gehn, wächst kein Gras.

Auf den Gräbern wachsen die schönsten Rosen.

Auf den man nicht wartet, von dem hält man nichts.

Auf den man sich verlässt und tröst, derselbe erst einen nieder stößt.

Auf den Priester folgt der Küster.

Auf den Schergen*30 folgt der Henker.

Auf den Sparer folgt der Zehrer.
Nach dem Sparer kommt der Zehrer.

Auf den Stolz gehört Schand.

Auf den Winter folgt ein Sommer, aber alte Leute werden nie wieder jung.

Auf der armen Braut Verlöbnis trinkt der Schenk zuerst.

Auf der Erden ist gut gehen, wenn man fällt, man kann wieder aufstehen.

Auf der Fähre gilt kein Gotteslohn.
(Für eine in Anspruch genommene Leistung muss man bezahlen. Ohne Geld keine Ware und keinen Dienst von anderen.)

Auf der Kanzel ist der Mönch keusch.


Auf der Neige ist nicht gut sparen.

Auf der Reise ein guter Gefährt', ist so gut wie ein Pferd.

Auf der schwächsten Schulter ruht oft die schwerste Last.

Auf des Teufels Eis ist nicht gut gehen.

Auf die Jungfernschaft kann man keine Semmel borgen.

Auf dieser Erd ist nichts Beständiges oder Ewiges.

Auf dieser Erd wird alles verkehrt.

Auf Donner folgt gern Regen.

Auf Doppelspiel muss man Leib, Gut und alles wagen.

Auf ebenem Weg soll man keinen Hügel suchen.

Auf Eiern tanzen und mit Weibern umgehen muss gelernt werden sieben Jahr und einen Tag.

Auf ein altes Haus und zerrissen Dach fliegen keine Tauben.
Auf ein zerrissenes Dach fliegen keine Tauben.

Auf eine Birne ein Trunk, auf einen Apfel einen Sprung.

Auf eine erhaltene böse Sach, erfolgt doch endlich Gottes Rach.

Auf eine Frage gehört eine Verantwortung.

Auf eine grobe Lüge gehört eine grobe Ohrfeige.

Auf eine gute Höhe gehört eine gute Rechnung.

Auf ein Ei gehört ein Trunk, auf den Apfel ein Sprung.

Auf eine kalte Milch gehört ein Trunk Bier oder Wein.

Auf eine Lüge gehört eine Fliege.

Auf eine Lüge gehört eine Fliege.
Auf eine Lüge gehört eine Maulschelle.
(Das bedeutet, eine Ohrfeige. Ein Kommentar zu diesem Sprichwort 1837 von Wilhelm Körte: „Das Wort galt vor Zeiten; heuer wird Lügen für Klugheit gerechnet.“ Da alles einem weiter fortschreitet, wird heute wohl mehr gelogen als je zuvor, besonders im Internet und den am weitesten verbreiteten (un)sozialen Medien, wo keiner eine Nachricht mehr hinterfragt oder überprüft und von der kleinsten bis zur größten Lüge (Fake News) für wahr gehalten wird.)

Auf einem alten Gaul lernt man das Reiten.

Auf eine Maulschelle gehört ein Dolch.
(Ein altes Sprichwort aus der Zeit, in der noch das Faustrecht und nicht Gesetze galten und kein Gericht Urteile sprach. Manche meinen, auch heute noch in solchen Zeiten zu leben.)

Auf einem Bein ist nicht gut stehen.
Auf einem Beine steht man nicht.

(Das Sprichwort, welches meist dazu benutzt wird, ein zweites Glas zu trinken.)

Auf einem bösen Wege muss man sich fördern.

Auf einem heißen Ofen kann kein Gras wachsen.

Auf einem Stabe geritten ist halb gegangen.

Auf einem vollen Bauch ist gut liegen.

Auf einem vollen Bauch steht ein fröhliches Haupt.

Auf einem vollen Bauch steht ein tölpischer und unbesonnener Kopf.

Auf einem vollen Kropf steht ein toller Kopf.

Auf einem vollen Magen steht ein fröhlicher Kragen.

Auf einen bösen Markt gehört ein guter Mut.

Auf einen bösen Tag gehört ein guter Abend.

Auf einen Eselkopf sind Laugen umsonst.

Auf einen fröhlichen Abend folgt ein trauriger Morgen.
Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
Auf einen geschlossenen Mund kam man nicht zeugen.

Auf einen gottlobigen Tod kommt gern ein trauriger.

Auf einen grindigen Kopf gehört eine scharfe Lauge.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
Auf einen groben (harten) Ast gehört ein grober Keil.

Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber (harter) Keil.


Auf einen guten Bissen gehört ein guter Trunk.

Auf einen guten Montag folgt stets ein böse Samstag.

Auf einen harten Amboss gehört ein Hammer von Federn.

Auf einen Heger kommt ein Feger.

Auf einen heißen Sommer kommt ein kalter Winter.
(Dies Sprichwort mag wohl früher gestimmt haben, heut aber nicht mehr. Im Winter 2019/2020 war es nach dem heißesten Sommer seit 100 Jahren ebenfalls so warm wie noch nie. In Sibirien, wo sonst bis zu 40 Minusgrade zu messen waren, ist es 20 Grad wärmer als der Durchschnitt der letzten 100 Jahre gewesen.)

Auf einen Narren soll man nicht harren.
(harren = warten)

Auf einen neuen Stand folgt gemeiniglich ein neues Elend.

Auf einen schiefen Topf gehört ein schiefer Deckel.
Auf einen solchen Topf gehört eine solche Stürze (Deckel).
Auf ein schief Düppen gehört ein schiefer Deckel.
Auf schiefen Topf ein schiefer Deckel.
Es ist kein Topf so schief, er findet seinen Deckel. (es findet sich ein Deckel dazu.)
Es ist kein Krüglein, es findet sein Deckelein.
Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel.
Jeder Topf findet seinen Deckel.
Kein so schlimmer Pott, man findet einen Deckel darauf.
Kein Töpfchen so schief, es findet sich ein Deckelchen drauf.
(Seit über 400 Jahren ist dieses Sprichwort mit teilweise verschiedenem Wortlaut in etlichen Sprichwörtersammlungen zu finden und alle meinen das gleiche. Für jeden Menschen soll es einen passenden Partner geben, den man finden kann, wenn man nur lange genug mit offenen Augen sucht und auch bereit für Kompromisse ist. Wie kommt es dann, das in manchen Gemeinden so viele Singles leben? In einigen Hamburger Stadtteilen sind über 50 % aller Bewohner Singles. Das es alle so wollen ist unwahrscheinlich. Es bedeutet auch, dass sich für alles und jedes irgendwann etwas Passendes findet, ein Deckel, eine Schraube oder ein Besitzer für ausgefallene Dinge.)

Auf einen stillen Hund und schweigenden Menschen gib wohl Achtung.

Auf einen trüben Morgen folgt ein heiterer Tag.

Auf einen Weisen kommen tausend Narren.

Auf eine öffentliche Sünde gehört eine öffentliche Buße.

Auf einer Achsel trägt er Gott, auf der anderen den Teufel.

Auf einer geschlossen Wunde soll man nicht liegen.

Auf einer Jagd fängt man nicht alles Wild.

Auf einer schwere Reise darf (mag) man wohl ein X für ein U setzen (schreiben).
(Das X für ein U stammt von den alten römischen Zahlen, die auch heute teilweise noch verwendet werden und der alten Schreibweise mit nur Großbuchstaben, bei der das „U“ und das „V“ beide als „V“ geschrieben wurden. Die römische Zahl X bedeutet 10 und die römische Zahl V bedeutet 5. Wenn das V etwas nach unten verlängert wurde, entstand daraus ein X, eine Verdoppelung. Bei Rechnungen oder Schuldscheinen konnte so in betrügerischer Absicht die Summe nachträglich unerkannt erhöht werden. So konnte beispielsweise ein Wirt ein V auf dem Kerbholz leicht in ein X ändern und der Gast musste 10 Getränke bezahlen, obwohl nur 5 getrunken wurden. Daraus entstanden die Sprichwörter und Redewendungen, wenn jemand andere täuschen, irreführen, hinters Licht führen, betrügen oder übers Ohr hauen wollte.)

Auf eines andern Tod ist bös hoffen, es stirbt der eine eben so bald, als der andere.

Auf ein et cetera folgt eine Ohrfeige.

Auf ein hölzern Geschirr gehört ein hölzerner Deckel.

Auf ein junges Pferd gehört ein alter Reiter.
Auf ein ungezähmtes Pferd gehört ein alter Reiter.

Auf ein Trünklein Wein kommt Leib und Seele wieder zusammen.

Auf ein ungezäumt Pferd gehört ein alter Reiter.

Auf ein Wolfenen Braten gehört eine Hundenes Salz.

Auf Erden ist nichts ohne Furcht als ein gut Gewissen.

Auf Erden kam nie ein Glück so hoch, dem Unglück nicht könnt folgen noch.

Auf Erden kein besser Leben ist, denn wer im keuschen Ehebett ist.

Auf Erden lebt kein Menschenkind, an dem man keinen Mangel find't.

Auf Erden mancher wird geehrt, der nach dem Tod zur Hölle fährt.

Auf Erden nichts ohn' Mangel ist, jauchze nicht, bis du begraben bist.

Auf Erden so groß keine Gewalt je kam, die nur ihr End' mit trauern nahm.

Auf fremden Füßen ist gefährlich stehen.

Auf ganzer Haut ist schlafen gut, verwundeter Leib, viel Schmerzen treibt.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
(Soll auf einen Kommentar von Arnobius dem jüngeren (Kirchenschriftsteller, † nach 455), zu Psalm 36 zurückgehen,
www.was-war-wann.de/geschichte/beruehmte-zitate.html)


Aufgewärmte Speise wird leicht zuwider.

Auf Gewissen handeln hat große Gefahr.

Auf gleichen Rappen und vieler Leute Beutel ist gut zehren.

Auf Gott vertrau, arbeit nicht lau, leb genau.

Auf grindigen Kopf gehört scharfe Lauge.

Auf große Gnade folgt gern große Strafe, denn die Leute vergessen gemeiniglich der Wohltat und werden undankbar.

Auf großen Seen sind große Wellen.

Auf gute Anrede folgt guter Bescheid.

Auf guten Betten liegt man hart, wenn man vor Sorge nicht schlafen kann.

Auf halben Wege ist gut umkehren, wenn man irre geht.
Besser auf halbem Wege umkehren, als toll in die Ferne laufen.
Der auf halben Weg umkehrt, irrt nur um die Hälfte.
Wer auf halbem Wege umkehrt, irrt nur zur Hälfte.
(Egal mit welchem Wortlaut, dieses Sprichwort sagt eindeutig, wenn ein Irrtum oder Fehler bemerkt wird, sollte man umkehren, um den richtigen Weg zu nehmen und den Schaden begrenzen.)

Auf harten Betten liegt man sanft, auf weichen Betten liegt man hart.

Auf harten Betten schläft sich's wohl.

Auf heiler Haut ist gut schlafen.

Auf heimliche Briefe mag man keine Handlung anfangen.

Auf heißes und schwüles Wetter folgt gern der Donner.

Auf Herren Gunst nicht bau, noch gutem Wetter trau. Das Wetter nicht besteht und Herren Gunst zergeht.

Auf Hochzeiten soll man fröhlich sein, wenn man zu Grabe geht, so ist Weinens und Trauerns Zeit.

Auf hohen Stühlen sitzt man schlecht.

Auf Hörensagen gar nicht bau, auf bloße Worte mitnichten trau.

Auf kleinen Markt gehört kleiner Zoll.

Auf leeren Darm ist bös liegen.

Auf Leid' folgt Freud'.

Auf Lieb und Gewinn steht aller Welt Sinn.

Auf losen Brücken ist bös reiten.

Auf Lust folgt Unlust.

Auf manche Menschen regnet es Unglücke und auf andere schneit es hingegen Dukaten in Rosenwaser geweicht.

Auf Nachbars Feld steht das Korn besser.

Auf Nasses regnet es gern ein gleiches.

Auf Nebel stark füllt Tod den Sarg.

Auf Purpurbetten liegt man hart.

Auf Rach folgt Ach!

Auf rechten Füßen ist gut stehen.

Aufrecht hat Gott lieb.

Aufrecht und redlich, kühn dabei, deines Lobes und Ehren Feldzeichen sei.

Auf Regen folgt Sonnenschein.
Nach Regen kommt Sonnenschein.

Aufrichtigkeit ist Gott angenehm.

Aufrichtigkeit tut niemand Schaden.

Auf Rosenblätter ist nicht zu bauen.

Aufruhr ist eine Sintflut aller Untugend.

Aufruhr und Zwietracht lohnt zuletzt übel.

Aufs Bad ist schwitzen gut, auf Sünde Scham frommen tut.

Auf schnelle Fragen gib langsame Antwort.

Aufschub in Gefahr bringt oft ein böses Jahr.


Aufschub ist ein Tagedieb.


Auf seinen Vorteil kann jeder verzichten.

Aufs Erdreich bist du bloß gekommen, bloß wirst du wieder hingenommen. Was reut dich denn vergänglich Gewinn? Du wirst nichts mit dir führen hin.

Aufs Geratewohl ist kühn, aber nicht klug.

Auf solchem Markt solcher Zoll.

Auf solchen Kopf gehört eine solche Lauge.

Auf solcher Kirchweih gibt man solchen Ablass.

Auf Sparen folgt Haben.

Aufs Pfeifen und aufs Singen gehört ein fröhlich Springen.

Auf Sünde folgt Strafe.

Aufs Wörtlein folgen Streiche.

Auf tausend Dummköpfe kommt ein Weiser und drei, die sich dafür halten.
(Wird vielfach als deutsches Sprichwort zitiert. Einige Male wird es auch als griechisches Sprichwort bezeichnet. Bisher keine original griechische oder deutsche Quelle gefunden.)

Auf unfruchtbar Land muss man nicht erst säen.
(Das bedeutet, es ist umsonst und vergeblich, Menschen etwas zu erklären oder beizubringen zu versuchen, die nicht lernen können oder wollen.)


Auf ungewischter Bank ist gut finden.

Auf vielbetretenem Fußsteig wächst kein Gras.

Auf vollem Bauch steht ein fröhlich Haupt.

Auf vollem Magen steht ein fröhlicher Kragen.

Auf Weiber und Gewinn steht aller Welt der Sinn.

Augen auf, Kauf ist Kauf.

Augenblick gibt das Glück.

Augendienern darf man nicht glauben.
(Augendiener = Diener oder Bediensteter, der nur arbeitet und zu Diensten ist, solange er gesehen wird. Ein Diener, der nur zum Schein dient, aber sonst nur herumsteht und nichts bewerkstelligt. Ein Schmeichler; Kriecher, Speichellecker, Heuchler oder anderes Gleichwertiges. Ein altes Wort, das nach dem 18./19. Jahrhundert nicht mehr in gebrauch ist.)

Augendienen tut nie kein Gut.

Augenfreund, Rückenfeind.
(Augenfreund = Genau wie der Augendiener, einer, der nur freundlich tut, solange man ihn sieht, hinterm Rücken una außer Sichtweite, verhält er sich ganz anders bis zum Gegenteil dessen, was er vorgibt.)

Augenfreunde, falsche Freunde.

Augen, Glauben, Glimpf*12, leiden keinen Schimpf.
Glauben, Auge, Glimpf*12 leiden keinen Schimpf.

Augenschein ist aller Welt Zeugnis.

Auge um Auge, Zahn um Zahn.
(Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Altes Testament, 2. Buch Mose 21, 24, dort geht es noch weiter: Hand um Hand, Fuß um Fuß. Mose 21, 25: Brandmahl um Brandmahl, Beule um Beule, Wunde um Wunde. In Mose 21, 23 lautet der Anfang dieser Aufzählung: Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben,. Es ist die Ausrede von vielen, um Terror und Gewalt auszuüben, da es immer irgendwo einen vorgeblichen strafenswerten Grund zu finden gibt. Mahatma Gandhi sagte dazu, eine strickte Befolgung dieses aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelzitats, würde die Welt erblinden lassen. Es ist eben nicht die Aufforderung an die Opfer von Unrecht, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und Rache für erlittenes Unrecht zu üben. Es ist vielmehr eine Mahnung an die Verursacher von Unfällen und Schäden, den Schaden möglichst in voller Höhe wieder auszugleichen und so weit es geht zu beheben.
Bericht mit einer ausführlichen Analyse von der Uni Heidelberg: www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca03-3/auge.html)

Aus altem Mantel wird ein neues Wams.

Aus anderer Leute Beutel ist gut zehren.

Aus andrer Leuten Häuten ist gut Riemen schneiden.
Aus andrer Leute Haut ist gut Riemen schneiden.
Aus andrer Leut' Leder ist gut Riemen schneiden.
Es ist gut Riemen schneiden, aus andrer Leute Haut.

Aus Belieben zum Talg leckt die Katze den Leuchter.

Aus Bösen Gedanken entspringen böse Taten.

Aus Bösem kommt nichts Gutes.

Aus böser Wurzel üble Frucht.

Aus dem Busche in den Wald kommen.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Aus dem Ehebett soll man nicht schwatzen.

Aus dem Esel macht man kein Reitpferd, mag man ihn zäumen, wie man will.

Aus dem Kessel in die Bratpfanne.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Aus dem kleinsten Funken wird oft größter Brand.


Aus dem Mund kommen Worte, und Worte sind Wind.


Aus dem Regen in die Traufe kommen.

(Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat kommt auch noch Pech dazu.)


Aus dem reichen Schlecker wird ein armer Lecker.
Aus einem Schlecker wird ein armer Lecker.

Aus dem Sächli wird ein Sach, aus dem Rünsli wird ein Bach.

Aus dem Staube in die Mühle.

Aus den Augen, aus dem Sinn.
Fern aus den Augen, fern aus dem Sinn.
(Sprichwort ähnlich in vielen Ländern. In Irland: Fern aus den Augen, fern aus dem Herzen. aus Griechenland: Augen die sich nicht sehen, vergessen sich schnell. und andere)

Aus den Reben fließt Leben.

Aus den Scherben erkennt man den Topf – und aus dem Weisch (Stoppeln) das Getreide.

Aus der Ferne ist gut lügen.
Aus der Fern lügt man gern.
Der hat gut lügen, der weit her ist.
Es ist nirgends besser lügen als weit her.
In die Ferne ist gut lügen.
In die Weite ist gut lügen.
Schöne Lügen müssen aus der Ferne fliegen.
Vom Weiten her ist gut Lügen.
Von ferne ist gut lügen.
(In etlichen Sprichwörtersammlungen wurde seit Jahrhunderten gut aus der Ferne gelogen. Durch die zeitliche und räumlichen Entfernungen entstanden verschiedene Variationen desselben Sprichworts. Wander hat mehrere davon, mal mit, mal ohne Quelle oder mit etwas anderem Wortlaut in verschiedene Sprichwörter in sein Sprichwörter Lexikon aufgenommen: Ferne Nr.1, Nr.2 und Nr.9, Lüge Nr.171, Lügen Nr.9, Nr.13 und Nr.88, Weite Nr.2.
Heute nennt man Lügen alternative Fakten. Sie werden mit den (un)sozialen Netzwerken in der Welt verbreitet. Die Ferne wurde durch die Anonymität des Internets vertauscht. Früher wurde gelogen, dass sich die Balken bogen, heute wird gelogen, bis die Drähte glühen. Auch dafür gab es einen Rat als Sprichwort: „Wer lügen will, soll von fernen Landen lügen, so kann man ihm nicht nachfragen.“ Alle meinen, wenn etwas nicht auf einen selbst zurückverfolgt werden kann, könne man die größten Lügen und Märchen verbreiten und andere mit Gewalt und Mord bedrohen. Das ist keine Freiheit oder Fortschritt, sondern Anarchie, die sich in absehbarer Zeit gegen einen selbst richtet.)

Aus der Hand in den Mund gibt schlechte Nahrung (Haushaltung) kund.

Aus der Hand in den Mund leben.

Aus der Quelle soll man schöpfen.


Aus einem Esel wird kein Hengst, man schicke ihn, wohin man wolle.

Aus einem kleinen Loch kann man auch den Himmel sehen.

Aus einem kleinen Fünklein kann ein großes Feuer werden.
Das Feuer fängt vom Funken an, vom Funken brennt das (ein) Haus.
Das Feuer fängt mit Funken an.

Aus einem kleinen Gebüsch springt oft ein großer Hase.

Aus einem kleinen Samen wird ein großer Baum.


Aus einem Kohlensack kann nichts anderes als Ruß kommen.

Aus einem krummen Holz wird kein grader Stock.

Aus einem Mops wird kein Jagdhund.

Aus einem Mund gehen loben und fluchen.

Aus einem Nascher wird leicht ein Dieb.

Aus einem Reis wird kein Besen.

Aus einem Schädel wird ein Schaden, wenn man nicht beizeiten wehrt.

Aus einem Schädlein soll man keinen Schaden machen.

Aus einem unbeständigen Gemüt, wankelbaren Augen und Füßen wird selten was Gutes.

Aus einem verzagten Arsch fährt kein fröhlicher Furz.

Aus einem Wolf wird kein Lamm.


Aus einer argen Hur wird selten ein gut Eheweib.

Aus einer faulen Wurzel kommt kein guter Spross.


Aus einer Igelhaut macht man kein Brusttuch.

Außen blank, innen Stank.

Außen fix, innen nix, außen nix, innen fix.

Außen Honig, innen Galle.

Außen hui, innen pfui.


Außer dem Zaun ist gut dingen.
(Aus dem Buch „Sinnreicher Froschmäuseler“ von Georg Rollenhagen, XVI Capitel: „Ausser dem Zaun ist dingen gut, Gefängnis raubet Herz und Mut, dass auch der unverzagte Mann nicht weiß, wie er's soll greifen an.“)

Außer den Marken muss man den Feind angreifen.

Außer der Stauden ist gut teidigen.
Aus der Staude ist gut Fechten.
Auf der Weiten oder außer der Stauden ist gut teidingen.
(teidigen, auch teidingen, tagedingen, tegedingen, tädingen, thedingen, tädigen, tedigen oder ähnlich = ein teiding halten = aus dem Mittelhochdeutschem, gerichtlich verhandeln, prozessieren, Gerichtstag, später verhandeln, unterhandeln, vermitteln, ein Übereinkommen treffen. Der Ausdruck war bis zum 15. Jahrhundert gebräuchlich. Daraus entstanden - tagading = an einem bestimmten Tag, Termin, stattfindende Verhandlung; vertagedingen - vor Gericht vertreten = verteidigen.
Das Sprichwort bedeutet, von einem sicheren Standpunkt oder Standort ist es gut oder einfach zu verhandeln oder zu verteidigen. Das gilt sowohl vor Gericht, im täglichen Leben oder im Krieg auf dem Schlachtfeld.)

Aus Fäden werden Stricke.

Aus fremdem Leder ist gut Riemen schneiden.

Aus gestohlenem Leder ist gut Riemen schneiden.

Aus fremdem Rohr ist gut Pfeifen schneiden.

Aus fremden Beuteln ist gut blechen.

Aus fremden Landen kommen üble Sitten.

Aus gebratenen Eiern kommen keine Hühner.


Aus gescheiten Kindern werden Gecken.

Aus Gras wird Heu.

Aus grober Wolle wird nie feines Tuch.


Aus großem Wasser kommen große Fische und aus reichen Klöstern feiste Pfaffen.

Aus Holz macht man große und kleine Heilige.

Aushorcher und Angeber sind des Teufels Netzeweber.

Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.

Aus klattrigen Fohlen werden die schönsten Hengste.
(Aus dem Plattdeutschen: klattrig = zerlumpt, abgerissen, zerfetzt.)

Aus kleinen Brunnen trinkt man sich ebenso satt als aus großen.

Aus kleinen Worten oft großer Zank.

Aus Knaben werden Leute, aus Mädchen werden Bräute.

Aus lauteren Brunnen schöpft man lauteres Wasser.

Aus Liebe frisst der Wolf das Schaf.

Aus Liebe zum Talg leckt die Katze den Leuchter.

Aus Lust küsst einer die Kuh, wo sie hübsch ist.

Aus Melkgilten ist gut trinken.
(Gilten = alte Bezeichnung für gelten oder Kapital. Kapital melken - Zinsen aus dem Kapital erhalten.)

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aus Neigungen werden Tugenden und Laster.

Aus Nichts wird nichts und bleibt nichts.
Aus nichts wird nichts, von nichts kommt nichts.
Von nichts kommt nichts.
(Das bedeutet, ohne eigenen Einsatz und eigenen Anstrengungen kann man nichts erreichen und hat auch keinen Erfolg.)

Aus Sand dreht man keinen Strick.
Es ist unmöglich, aus dem Sand Stricke zu machen.

Aus Schaden wird man klug.

Aus Scherz kann leicht Ernst werden.
Aus Spaß wird oft Ernst.

Aus schlechtem Fass kann man nichts Gutes zapfen.

Aus schlichtem Hause sieht oft ein kluger Mann heraus.


Aus Stiefeln macht man leicht Pantoffeln.
Stiefeln macht man leicht zu Pantoffeln.

Aus süßem Wein wird sauer Essig, aus Freunden unversöhnliche Feindschaft.

Aus Tagen werden Wochen, aus Monden Jahre.
Aus Tagen werden Wochen, Monde, Jahre.

Aus Trauen wird leicht Trauern.

Aus Tropfen werden Flüsse, aus Flüssen wird das Meer.

Aus trüben Mistlachen schöpft man nicht lauter.

Aus ungelegten Eiern schlüpfen keine Hühner.

Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner.

Aus viel Beuteln ist gut Geld zählen.

Aus vier Augen sieht die Welt viel heiterer aus als aus zweien.

Aus Wasser macht man Essig, wie Salz aus Schnee.

Ausweichen muss man zur Rechten.

Auswendig fein, inwendig ein Schwein.

Aus Zorn sind dem Hasen die Ohren entfallen.

Aus zwilchenen Säcken kann man keine seidenen Beutel machen.
Aus Zwilchsäcken macht man keine Seidenbeutel.