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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
T bis
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Tadeln ist leicht, können ist schwer.

Tadeln kann ein jeder Bauer, besser machen wird ihm sauer.

Tägliche Mäßigkeit ist das beste Fasten.

Täglich essen, täglich arbeiten.

Täglich neuer Plan führt zum armen Mann.

Tag und Nacht währt ewig.


Taler*27 klappen, Worte läppen.

Tannast, die Züricher fliehen fast.
(In den Kappelerkrieg (1529 und 1531), den Reformationskriegen in der Schweiz, war ein Tannenast Symbol der katholischen Partei. Mit dem Sieg der katholischen Partei über die Züricher und Berner wurde die weitere Ausbreitung der Reformation in der deutschsprachigen Schweiz beendet.)

Tanzen lernt man nicht vom Pfeifer.

Tanze, wenn das Glück dir pfeift.

Tanz ist der Huren Finanz.

Tanzt ein Alter, so macht er großen Staub.

Tanzt nicht länger auf dem Vulkan.


Tanz und Gelag ist des Teufels Feiertag.

Tanz und Spiel will ein Ziel.


Tapfer angegriffen ist halb gefochten.

Tapfer Ross achtet nicht der Hunde Bellen.

Tapfrer Mann, der den Zorn meistern kann.

Tat bringt Rat.

Täten wir nur, was wir sollten, täte Gott auch, was wir wollten:
Weil wir nicht tun, was wir sollen, tut auch Gott nicht, was wir wollen.

Tät' er das, der Tanz würd' ihm nicht halb so wohl anstehen.

Tätigkeit ist das Salz des Lebens.

Tatsachen sind stärker als Worte.


Tauben haben keine Krall (Gall) und sind der Leute überall.

Tauben Ohren ist bös predigen.

Tausch ist kein Raub.

Tausendgüldenkraut tut Wunder.

Tausend können mehr als einer.

Tax lässt sich machen, aber nicht Käufer dazu.

Teile die Beute nicht vor dem Siege.
(Auf nichts kann man mit Gewissheit rechnen, da alles ungewiss ist.)

Teilung bricht gesamte Hand.
(Eine Gesamthandsgemeinschaft ist eine Besitzergemeinschaft, der ein bestimmtes Vermögen gemeinschaftlich gehört. Über das Vermögen kann nur gemeinschaftlich verfügt werden. Nach einer Teilung kann jeder einzeln über seinen Anteil verfügen.)

Temperament ist ein vorzüglicher Diener, doch ein gefährlicher Herrscher.

Teuer einkaufen, wenn's wohlfeil, und wohlfeil verkaufen, wenn's teuer ist, macht mit Ehren reich.

Teuer geschätzt ist nicht verkauft.

Teuer getauft ist nicht verkauft.

Teuer in den Sack, teuer wieder hinaus.

Teuer verkaufen ist keine Sünde, wohl aber falsch messen.

Teufel darf man nicht rufen, er kommt wohl von selbst.

Teufel muss man mit Teufeln austreiben.

Teure Arznei hilft immer, wenn nicht dem Kranken, doch dem Apotheker.

Teurer Honig, den man aus Dornen muss lecken.

Thomas, zweifelst du noch? So leg deinen Finger in mein Loch.

Tiefe Schwimmer, hohe Klimmer Sterben auf den Betten nimmer.

Tiefe Wasser schleichen, aber rauschen nicht.

Tiefe Wasser tragen ihren Reichtum an Fischen nicht zur Schau.


Tief innen liegt der Mendelberg (Freudenberg).

Tiere sind auch unseres Herrgotts Kostgänger.

Tierschinder, Leuteschinder.

Tier und Vögel, die sind so weis, sie ruhn ein Stündlein auf ihr Speis.

Titel kostet kein Geld.

Titel ohne Mittel sind wie ein Haus ohne Dach.

Töchter sind leicht zu erziehen, aber schwer zu verheiraten.

Todesfurcht verbittert das Leben.

Tod ist Todes Ausgang.

Tod macht uns im Grabe gleich, in der Ewigkeit ungleich.

Tod und Ehrabschneiden, muss ein jeder leiden.

Toll ist glückhaftig.

Tollkühn ergreift das Glück.

Torgauer Bier ist der Armen Malvasier.
(Malvasier = nach dem italienischen Namen Malvasia für die griechischen Stadt Monemvassia für einen likörartig süßen und schwerer Weißwein, der von dort kommt.)

Torheit ist die schwerste Krankheit.

Torheit schmeckt wohl, ist aber schwer zu verdauen.

Torheit und Stolz wachsen auf einem Holz.

Torheit wohnt bei den Reichen.

Torheit zu gelegner Zeit ist die größte Weisheit.

Tor, lass dir machen ein Ohr.

Tote Hunde beißen nicht.

Tote Katzen beißen auch die Maus.

Toter Mann macht keinen Krieg.

Trachte auf die Bank, du kommst wohl darunter.

Trachte nach der Nahrung, nicht nach der Mästung.

Trag auf und zettle nicht.

Trag du Wasser zu und lass Gott kochen.

Trage jeder seinen Sack zur Mühle.

Trag Gott mit Freuden, die Welt mit Geduld.

Trägheit geht langsam voran, Armut holt sie bald ein.

Trägheit schwächt, Arbeit stärkt.

Trag Holz und lass Gott kochen.

Tränen bringen niemand aus dem Grabe zurück.

Tränen sind des Leidenden Balsam.

Traue, aber nicht zu viel.

Traue dem Hasen das Fähnlein nicht an.

Traue dem Landfrieden nicht.

Traue keinem (niemandem), du habest denn ein Scheffel*24 Salz mit ihm gegessen.

Traue keinem Judaskusse, fremden Hund und Pferdefuße.

Traue nicht dem, der viel mit vielen spricht.

Traue nicht lachenden Wirten und weinenden Bettlern.

Trauern kann nicht lange dauern.

Trau keinem Wetter im April und keinem Schwörer bei dem Spiel.

Träume sind Schäume.

Traum ist heute noch so wahr, als er war vor hundert Jahr.

Traunit ist Betrugs quitt.

Traunicht ist gut vor Betrug.

Traurigkeit heckt alle Nacht neuen Harm aus.

Trau, schau wem.

Trautes Heim Glück allein.

Trauwohl ritt das Pferd hinweg.

Trauwohl stahl die Kuh aus dem Stall.

Treff ist Trumpf.

Treib einen Farren* nach Montpelier, kommt er heim, er bleibt ein Stier.
(* geschlechtsreifes männliches Hausrind)

Treibe jeder, was er kann.

Treib, was du kannst, das ist ein gut Ding!

Treue Hand geht durchs ganze Land.

Treue hat Brot, Untreue leidet Not.

Treue ist ein selten Wildbret.

Treue ist ein seltner Gast, halt ihn fest, wenn du ihn hast.

Treue kann man nie genug vergelten, Untreue nie genug bestrafen.

Treuem Diener spart Gott den Dank zusammen.

Treuer Knecht, ein Schatz im Hause.

Treue wird um Treu erkauft.

Treu ist klein, Hoffart gemein, Wahrheit gefangen, Gerechtigkeit vergangen.

Treu und frank, Gott und Menschen zu Dank.

Treu und Glauben ist besser als bares Geld.

Trifft der erste Wurf nicht, so fällt die Birn vom andern.

Trinke, wenn du am Brunnen bist.

Trink und iss, der Armen nicht vergiss.

Trink und iss, Gottes nicht vergiss.

Trink Wasser wie ein Ochs und Wein wie ein König.

Trink Wein, beschert dir Gott Wein.

Trink Wein und erwirb, trink Wasser und stirb: Besser Wein getrunken und erworben als Wasser getrunken und gestorben.

Trittst du mein Huhn, so wirst du mein Hahn.

Trockne Fasten, gutes Jahr.

Trockne Hand gibt ungern.

Trockner Husten ist des Trompeters Tod.

Trocknes Brot mit Freuden ist besser als Gebratenes mit Kummer.

Tröste Gott den Herrn, den der Knecht lehren muss.

Tröste Gott den Kranken, der den Arzt zum Erben setzt.

Trübe Wolken sind selten ohne Regen.

Trübsal lehrt aufs Wort merken.

Trübsal macht gläubig.

Trüge jeder Narr einen Kolben, das Holz würde teuer.

Trügt ein Jude den andern, ein Pfaffe den andern, ein Weib das andre, so lacht Gott im Himmel.

Trunkenbold hat Schimpf zum Sold.

Trunkene Freude, nüchternes Leid.

Trunkener Kutscher, taumelnde Pferde.

Trunken geschwatzt, nüchtern vergessen.

Trunken gestohlen, nüchtern gehängt.

Trunken gesündigt, nüchtern gebüßt.

Trunkenheit ist kleiner Wahnsinn.

Trunkenheit Sünde, Schaden, Schande.

Trunken klug, nüchtern närrisch.

Trunken Weib, gemeiner Leib.

Trunkner Mund verrät des Herzens Grund.

Trunkner Mund, wahrer Mund.

Tückische Feinde sind die bösesten.

Tu das Deine, Gott tut das Seine.

Tu den Beutel nicht weiter auf, als er geschlitzt ist.

Tu den Eierkuchen unter dem Arm hinweg.

Tue Gutes und sieh dich nicht um.

Tu ein Ding, das es getan heißt.

Tue keinem etwas Böses, der dir was ägers beweisen kann.

Tue recht und scheue niemanden.

Tu gemach, sieh, hinter wem du sitzest.

Tu gemach und lach, so gewinnst alle Sach.

Tu gemach, willst haben Gemach.

Tugend altert nie.

Tugenden muss man achten, Untugenden kann man lieben.

Tugend hat bittere Wurzeln, aber süße Frucht.

Tugend hat eine tiefe Wurzel.

Tugend hat ewige Jugend.

Tugend ist auch ohne Glück Tugend.

Tugend ist der beste Adel.

Tugend ist der beste Schmuck.

Tugend ist des Lands vertrieben, Untreu und Bosheit drin verblieben.

Tugend ist ein Ehrenkleid, drum spart es jedermann.

Tugend ist schwer, drum kleiden sich die Leut mit ihrem Schein.

Tugend kennt sich selber nicht.

Tugend kommt nicht um.

Tugend leid't oft Not, aber nicht den Tod.

Tugend macht edel, aber Adel gibt keine Tugend (macht keine Tugend.).

Tugend macht und erhält Freundschaft.

Tugend stößt keinen von sich.

Tugend überwindet Gewalt.

Tugend und Gewürz werden je mehr gestoßen, je stärker.

Tugend und gute Sitten erben nicht.

Tugend und Jugend sind selten beisammen.

Tugend und Öl schwimmen immer über Wasser.

Tugend wächst in eitel Unglück.

Tugend wird gedrückt, aber nicht erstickt.

Tu ich`s nicht, so tut`s ein anderer.

Tu ihm recht oder lass es ungetan.

Tun geht vor Meinen.

Tu nichts Böses, so widerfährt dir nichts Böses.

Tu Pfad, der Landvogt kommt.

Tu recht, lass alle Vöglein singen.

Tu recht und eile, doch rat mit Weile.

Tu recht und fürchte dir übel dabei.

Tu recht und lass die Leute aufs Kerbholz reden.

Tu recht und scheue den Teufel nicht.

Tut dir's Kratzen wohl, so lass dich hernach das Beißen nicht verdrießen.

Tu übel und wähne nicht Besseres.

Tu, was du tust.

Tu wie andere Leute, so narrst du nicht.

Tu, wie du kannst.

Tu wohl, sieh nicht, wem, das ist Gott angenehm.

Tyrannengewalt wird nicht alt.
Übel beritten will immer voran sein.

Übel gesessen ist halb gefastet.

Übel gesprochen ist wohl appelliert.

Übel gewonnen, übel verloren.

Überall backt man Brot im Ofen.

Überall geht des Morgens die Sonne auf.
Überall geht die Sonne morgens auf.

Überall wird mit Wasser gekocht.

Über den Geschmack lässt sich nicht streiten.
(Ähnliches Sprichwort auch in anderen Ländern.)

Über den Igelbalg gehört eine Fuchshaut.

Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.

Übereilen bringt Verweilen.

Übereilen tut niemals gut.

Übereilte Heirat fällt selten gut aus.

Überflüssige Ordnung ist auch Unordnung.

Überfluss macht Übermut, und Übermut tut selten gut.
(Übermut gibt es in verschiedenem Zusammenhang: „Gut macht Mut, Mut macht Übermut, Übermut tut selten gut.“ „Übermut tut selten gut.“ Früher bedeutete er Hochmut, leichtfertig, mutwillig oder tollkühn oder überheblich, was öfter Strafen nach sich zog.)

Überfluss macht Verdruss.


Überkommt einer ein Amt, so redet er nicht mehr seine Sprache, er hebt an schwäbisch (hochdeutsch) zu reden.

Überm Bach wohnen auch Leute.
Überm Berg leben auch noch Leut!

Übermorgen ist Kirmes.

Übermorgen, wenn's Heu blüht.

Übermut tut selten gut.

Über neun und unter drei halte keine Gasterei.

Übernommen ist nicht gewonnen.

Übersehn ist auch verspielt.

Übersehen ist das Beste im Spiel.

Übers Jahr lobt man erst die Freite.

Überstandener Leiden gedenkt man gern.

Üble Botschaft kommt immer zu früh.

Üble Botschaft verdient kein Botenbrot.

Üble Henne, die in Nachbars Häuser legt.

Üble Jungfer, die gern Scheren macht.

Üble Katze, so nicht von selber maust.

Üble Nachred`ist bald flügg`und lässt viel Gestank zurück.

Übler Pförtner, der alles einlässt.

Übler Schütze, der zu früh losdrückt.

Übrige Ehr ist halbe Schande.

Übrige Klugheit ist schwer verbergen.

Übung ist der beste Schulmeister.

Übung macht den Meister.

Ufer halten das Wasser.

Um Arbeit ist alles feil.

Um bald ein Bettler zu werden, muss man zur See handeln.

Um dem Rauche zu entgehen, muss man nicht ins Feuer springen.

Um Denken kann man keinen kränken.

Um der Warzen willen trage ich Handschuhe.

Um des Kindes willen küsst man die Amme.

Um des lieben Friedens willen lässt man sich viel gefallen.

Um ein Auge wär die Kuh blind!

Um einen Herren steht es gut, der, was er befiehlt, selber tut.

Um Fleiß und Mühe gibt Gott Schaf und Kühe.

Umführen und nicht abschlagen heißt müde machen.

Umgang mit Leuten macht klug.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus.

Um kleiner Ursache willen zerreißt der Wolf das Schaf.

Um Papst zu werden, darf man nur wollen.

Um schlechter Leute Zorn gibt man wenig.

Umsonst ist der Tod, aber er kostet das Leben.

Umsonst ist der Tod, aber er kostet Leute.

Umsonst wird das heilige Grab nicht bewacht.

Umsonst wird kein Altar gedeckt.


Um wahrhaft beliebt zu sein, darf man weder zu klug noch zu dumm sein.


Unbedacht hat manches schon ans Licht gebracht.


Unberufene Hände verbrennen sich die Hände am Topfe.


Unbilliger Frieden ist besser als gerechter Krieg.


Und als das Haus gebaut war, da lag er nieder und starb.

Undankbarkeit ist ein Fass ohne Boden, wodurch alle Guthaben ausfließen.

Undank berechtigt nicht zu Undienstfertigkeit.

Undank haut der Wohltat den Zapfen ab.

Undank ist der Welten Lohn.

Undank macht Wohltun krank.

Undank schadet auch dem Unschuldigen.

Und ich! sagt der Narr.

Und immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

Und ist die Kirche noch so groß, der Pfaff singt nur, was er weiß.
Ungebauter Acker trägt selten gut Korn.
 Ungebauter Acker trägt selten gut Korn.

Ungebetene Gäste setzt man hinter den Feuerherd.

Ungebetener Dienst hat keinen Dank.

Ungeduld hilft dem Kreuz nicht ab.

Ungeduld und Zorn machen alle Dinge verworr`n.

Ungeduld verschüttet alle Tugend.

Ungefreit, unverworren.

Ungegönnt Brot gedeiht nicht.

Ungegönnt Brot macht auch satt (wird auch gegessen).

Ungeladener Gast ist eine Last.

Ungeladenem Gast ist nicht gestuhlt.

Ungelegte Eier geben ungewisse Küchlein.

Ungeratene Kinder sind Nägel zu der Eltern Sarg.

Ungerechter Fluch trifft nicht.

Ungerufen soll man nicht in der Herren Kammern gehen.

Ungesätes Korn macht ungewisse Ernte.


Ungeschehen mag noch geschehen.

Ungeschliffen schneidet nicht.

Ungeschmierte Räder knarren.

Ungewaschenem Maul ist Unglück zum Ziel gesteckt.

Ungewohnte Arbeit bringt Beulen.

Ungewohnte Arbeit wird uns sauer.

Ungezäumt Pferd ging nie wohl.

Ungezäumt Pferd irrt heu'r wie fert (vorm Jahre).

Ungezogne Kinder gehn zu Werk wie Rinder.

Ungleiche Schüsseln machen schielende Brüder.

Ungleiche Zeit macht ungleiche Leut.

Ungleich Teil macht scheele Augen.

Ungleich trennt die Freundschaft.

Unglück feiert nicht.


Unglück hat breite Füße.

Unglück, Holz und Haar wachsen immerdar.
Unglück, Nagel und Haar wachsen durchs ganze Jahr.

Unglück ist leichter zu tragen als Wohltat.

Unglück kommt ungerufen.

Unglück kommt zu Pferde und geht zu Fuß ab.

Unglück sitzt nicht immer vor armer Leute Tür.

Unglück trifft nur die Armen.

Unkeuschheit lässt sich aus den Augen sehen.

Unkraut lässt vom Garten nicht.

Unkraut verdirbt nicht, es käm' eher ein Platzregen drauf.

Unkraut vergeht nicht.

Unkraut wächst auch ungewartet.

Unkraut wächst besser als der Weizen.

Unkraut wächst in jedermanns Garten.

Unkraut wächst ungesät.

Unkunde macht Unfreundschaft.

Unmäßiger Patient macht unbarmherzigen Arzt.

Unmäßigkeit ist der Ärzte Säugamme.

Unmäßigkeit macht arm, träg und krank.

Unmaß sprengt das Fass.

Unmaß steht nicht lange.

Unmaß währt nicht dreißig Jahr.

Unmögliche Dinge verbieten sich selber.

Unnütze Katzen leben lange.

Unnütze Klugheit ist doppelte Torheit.

Unnütze Sorge macht früh alt.

Unnütz ist schädlich.

Unrechte Gewohnheit macht unrecht Leben.

Unrechte Gewohnheit weicht dem Rechte.

Unrecht gewonnen kommt selten an die Sonnen.

Unrecht gewonnen, übel zerronnen.

Unrecht Gut faselt nicht.

Unrecht Gut gedeiht nicht.

Unrecht Gut hat kurze Währ, der dritte Erbe sieht`s nicht mehr.

Unrecht Gut ist ein Funken im Kleiderkasten.

Unrecht Gut kommt nicht auf den dritten Erben.

Unrecht Gut reichet nicht.

Unrecht Gut, wenn es schon blüht, trägt keine Frucht, wie man sich müht.

Unrecht himmelt nicht.

Unrecht ist auch Recht.
(Unrecht, welches sich für Recht ausgibt, ist meist das Recht des Stärkeren und bleibt trotz allem, wie es etliche andere Sprichwörter sagen, immer Unrecht.)

Unrecht muss umkehren.

Unrecht Urteil trifft den Richter.

Unreif fault bald.

Unreines Fass verdirbt den Wein.

Unruhe macht Unlust.


Unsauber macht fett.

Unschuld ist die stärkste Bastei.

Unschuld verloren, alles verloren.

Unselige Leute machen die Heiligen reich.

Unsere Fehler bleiben uns immer treu, während unsere guten Eigenschaften alle Augenblicke kleine Seitensprünge machen.

Unsere Kleider sind von einerlei Faden.

Unseres Herrgotts Fuhrwerk geht langsam und wohl.

Unsere Vorfahren waren auch keine Narren.

Unser Herrgott hat wunderliche Kostgänger.

Unser Herrgott kann's nicht allen recht machen.

Unser Herrgott will nicht, dass das Weißbrot auf den Bäumen wachse.

Unser Kohl schmeckt wohl.

Unser Leben blühte reicher, säten wir mehr Liebe aus.

Unser Leben kann nicht immer voll Freude, aber immer voll Liebe sein.

Unser lieber Herrgott hat viel Spielleut und Musikanten.

Unserm Herrgott ist nicht zu trauen, sagte jener Bauer, da machte er Heu am Sonntag.

Unser Rauch ist besser denn des Nachbars Feuer.

Unsers Nachbarn Kinder sind allweg die bösesten.

Unsers Nachbars Kinder sind immer die schlimmsten.

Unter altem Baum ist gut schauern.

Unter Blinden ist der Einäugige König.
Der Einäugige ist unter den Blinden König.

Unter Blinden kann auch der Bucklige König sein.

Unter dem Gürtel ist kein Verstand.

Unter dem Wasser ist Hunger, unter dem Schnee Brot.


Unter den Bauern pfeift auch Corydon wohl.
(Corydon (griechisch Κορύδων) = Name für einen Hirten in antiken griechischen Hirtengedichten und Fabeln.)

Unter den Dornen leg Schuh an.

Unter der Bank neidet man keinen (niemand).

Unter der Tugend Schein schleichen sich oft Laster ein.

Unter Dornen wachsen Rosen.


Unter Dreien ist immer eine Sau.

Untereinander wie Kraut und Rüben.

Unter einem Fuder Heu erstickt keine Maus.

Unter freiem Himmel biegt sich kein Balke.

Unter großen Herren ist gut reich werden.

Unterm Krummstab ist gut wohnen.

Unterm Segel ist gut rudern.

Unter Nussbäumen und Edelleuten kommt kein gut Kraut auf.

Unter reichen Fürsten ist gut sitzen.

Unter Säufern wird man ein Schlemmer.

Unter schönen Mauern nisten giftige Schlangen.

Unter Schwätzern ist der Schweiger der Klügste.

Untertan und Obrigkeit fehlen öfter beiderseit.

Unter uns Mädchen gesagt.

Untreue geht hin, kommt aber nicht herwider.

Untreue schlägt ihren (den) eignen Herrn.

Untreu macht die Herren weis.

Untreu räche mit Vergessen.

Untreu und böses Geld findet man in aller Welt.

Untreu wird gern mit Untreu bezahlt.

Unverdrossen hat es oft genossen.

Unverhofft kommt oft.

Unverschämt lässt nicht gut, nährt aber gut.

Unverschämt wird ein guter Bettler.

Unversehen ist bald geschehen.

Unversucht schmeckt nicht.

Unversucht, unerfahren.

Unverworren ist das Beste.

Unverworren gibt gut Garn.

Unverworren ist gut haspeln.

Unwilliger Bote, guter Prophet.

Unwissend sündigt nicht.

Unwissenheit ist ein gutes Schlummerkissen.

Unzeitige Gabe verdient keinen Dank.

Unzeitige Wahrheit ist einer Lüge gleich.

Unzeitige Wohltat hat keinen Dank.


Unzeitlich Gebot erkennt der Schöffe nicht für Recht.

Unzeitlich Gebot weist man nicht für Recht.

Ursachen kann man von jedem Zaune brechen.

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