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Einzelne Sprichwörter kann man für andere Zwecke benutzen.

Es ist aber verboten und strafbar, größere Mengen, ganze Listen oder Länder zu kopieren und in anderen LIsten, Sammlungen oder Sprichwörtersammlungen im Internet, Büchern, Schriften, Computern oder anderswo in anderer, gleicher oder ähnlicher Art und Weise in elektronischen, gedruckten oder anderen Medien zu speichern, zu verarbeiten oder zu veröffentlichen. Jede Verwertung oder Speicherung von Inhalten bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters oder jeweiligen Rechteinhabers.
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Deutsche Sprichwörter
Über 21.000 deutsche Sprichwörter
Gesamt - Gott
Flagge von Deutschland
Sprichwörter aus der Bibel

Der Ursprung vieler Sprichwörter ist in der Bibel zu finden. Damit sind nicht die Sprüche Salomos gemeint, sondern normale deutsche Sprichwörter, die im allgemeinen Gebrauch sind oder waren und deren Ursprung in allen Teilen der Bibel den meisten unbekannt ist. Manchmal sind sie wörtlich aus der Bibel übernommen, teilweise nur dem Sinn nach. Ebenso ist in den meisten Sammlungen ihre Quelle nicht angegeben.

Auf dieser und den anderen Seiten mit deutschen Sprichwörtern sind etliche dieser Sprichwörter enthalten. Meist steht die Bibelstelle (teilweise im Wortlaut) darunter, nach der sie entstanden sind. In neuerer Zeit sind mehrere neue Bibelübersetzungen veröffentlicht worden, in denen der Wortlaut geändert wurde. Ganze Sätze oder Verse lauten heute manchmal anders als in der Entstehungszeit der Sprichwörter vor hundert oder mehr Jahren. Entsprechend gibt es bei einigen Sprichwörtern eine große, bei anderen fast keine offensichtliche Ähnlichkeit. Die zitierten Bibelstellen stammen wenn möglich aus der Bibelübersetzung, die dem Sprichwort am nächsten kommt.

In einigen Übersetzungen sind teilweise die Verszahlen unterschiedlich oder Texte werden mit anderer Bedeutung übersetzt.

Beispiel das Sprichwort: „Gut ist gut, wenn man gut mit tut.
Dazu die entsprechende Stelle bei Jesus Sirach im Kapitel 13, je nach Veröffentlichung in Vers 24, 28 und 30. Einmal ist Reichtum gut, wenn man ihn ohne Sünde verwendet, ein anderes Mal nur dann, wenn keine Sünde daran ist, ohne Sünde entstanden ist, unabhängig von seiner Verwendung:
Die ganze Heilige Schrift, Zürich 1755
28: „Reichtum ist gut, wann man's ohne Sünde brauchet: und die Armut ist bös in dem Munde des Gottlosen.“
Die Heilige Schrift des alten Testaments 1813
24: „Der Reichtum ohne Sünde ist gut. Die Armut nennet der Gottlose böse.“
Die Andachts-Bibel oder Die ganze Heilige Schrift 1845
30: „Reichtum ist wohl gut, wenn man es ohne Sünde braucht; aber Armut des Gottlosen lehrt ihn viel Böses reden.“
Lutherbibel 1912
30: „Reichtum ist gut, wenn man ihn ohne Sünde braucht; aber Armut des Gottlosen lehrt ihn viel Böses reden.“
Gute Nachricht Bibel 2000
24: „Reichtum ist etwas Gutes, wenn kein Unrecht daran klebt. Und Armut ist nichts Schlechtes, auch wenn gewissenlose Menschen das behaupten.“
Einheitsübersetzung 2016
24: „Gut ist der Reichtum, an dem keine Sünde ist, schlecht ist die Armut im Mund des Gottlosen.“
Lutherbibel 2017
24: „Reichtum ist gut, wenn an ihm keine Sünde haftet, und allein der Gottlose nennt die Armut schlecht.“

In einigen Veröffentlichungen fehlen auch die Apokryphen, zu denen auch Jesus Sirach gehört. Das sind religiöse Schriften von ca. 200 v.Chr. bis 400 n. Ch., über deren Zugehörigkeit zur Bibel Uneinigkeit besteht. (https://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen). Einige Sprichwörter stammen auch aus ihnen.

Zu den Apokryphen gehören:

Buch Judit
Buch der Weisheit (Weisheit Salomos, um 50 v. Chr. entstanden)
Buch Tobit (nach Luther „Tobias“)
Jesus Sirach (zwischen 180 und 175 v.Chr. entstanden)
Baruch und Brief des Jeremia
1. Buch der Makkabäer
2. Buch der Makkabäer
Zusätze zum Buch Ester
Zusätze zum Buch Daniel
Gebet des Manasse

Bücher über deutsche Sprichwörter aus der Bibel

Die biblischen Sprichwörter der deutschen Sprache
von Carl Schulze, Vandenhoeck & Ruprecht's Verlag, Göttingen 1860

Biblische Redensarten und Sprichwörter
3000 Fundstellen aus der Lutherbibel gesammelt und erläutert von Heinz Schäfer
Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 1998, 2004

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Gesamt Gut, verdammt Gut.

Gesang und Gespräch erleichtern die Arbeit.

Geschäftig wie eine Katze, die sieben Töpfe zugleich zu lecken hat.

Geschehene Dinge haben keine Umkehr.

Geschehene Dinge leiden keinen Rat.

Geschehenes zum Besten wende, dass Schaden sich mit Nutzen ende.

Geschehen ist geschehen.

Gescheite Hähne frisst der Fuchs auch.

Gescheite Hündlein tragen die Wölfe auch zu Holze.
Gescheite Hündlein trägt der Wolf ins Holz.

Gescheite Leute haben die Augen im Kopfe, die Narren in den Füssen.

Gescheite Leute müssen keine Narren sein.

Geschenke brechen auch die härtesten Steine entzwei.

Geschenke bringen Ränke.

Geschenke haben ihre Schwänke.

Geschenke halten die Freundschaft warm.

Geschenke machen dem Wort Gelenke.

Geschenke machen zu eigen.
Geschenk macht leibeigen.

Geschenke müssen sich gleich bleiben oder wachsen.

Geschenktem Gaul sieh nicht ins Maul: nimm's, die Haut ist dankenswert.

Geschenkter Essig ist besser als gekaufter Honig.

Geschenkt Gut ist ehrlich Gut.

Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen.

Geschenkt und wieder genommen ist gestohlen.

Geschenkt und wieder genommen ist schlimmer als gestohlen.

Geschieht's, man sieht's.
(Das bedeutet, wenn etwas unglaubliches angekündigt oder vorhergesagt wird, wird man es sehen, wenn es soweit ist. Man glaubt Unwahrscheinliches erst, wenn man es sieht.)

Geschleck will Streiche haben.

Geschlossener Mund fängt keine Fliegen.

Gescholtene Kräuter isst man am liebsten.

Geschrei hat oft betrogen, nicht immer gelogen.
Geschrei hat oft betrogen und oft hat's nicht gelogen.
Geschrei hat oft gelogen, nicht immer betrogen.
(Die oberen beiden Sprichwortvariationen stehen in etlichen Sammlungen: Lehmann 1630, Körte 1837, Braun 1840, Binder 1861 und andere. Nur 1846 steht einmal das 3. bei Simrock. Wahrscheinlich hat Simrock es falsch von anderen abgeschrieben.)

Geschrei macht den Wolf größer, als er ist.
(Seitdem es wieder Wölfe in einigen deutschen Wäldern gibt, kann man das wieder vielerorts erkennen.)

Geschrei wächst wie ein gewälzter Schneeball.
(Geschrei = Gerücht)

Geschriebenes Recht ist ein breites, dünnes Netz, die Mücken bleiben drin hängen, die Hummeln brechen hindurch.

Geschriebenes Recht ist eine große Glocke: wenn nur der Schwengel nicht so leicht herunterfiele.

Geschrieben ist geschrieben, keine Kuh leckt es ab, keine Krähe kratzt es aus.

Geschwätziger Feind ist schlimmer, denn der da schweigt.

Geschwätzigkeit bringt Herzeleid.

Geschwind! eh die Katz ein Ei legt und die Bücklinge lammen.

Geschwind, ehe der Teufel dazwischen kommt!

Geschwinder Herr, langsamer Diener.

Geschwinde zum Hut und langsam zum Beutel.

Geschwind genug, was gut genug.

Geschwindigkeit ist keine Hexerei.
(Das bedeute, wenn einer schneller als der andere es sehen oder begreifen konnte, Taschenspielertricks vorführte, glaubte das normale Volk an Hexerei. Erst in späteren Jahrhunderten erkannte man die Fingerfertigkeit und den Betrug und wusste es zu entlarven.)

Geschwind wie der Wind, wer nicht sieht, der ist blind.

Geschwister vertragen sich gern, sind sie einige Meilen*23 fern.

Gesellensitten und Räuden erben.

Gesellentreue nicht besteht, Eheweibs Treu über alles geht. Brüder und Mütter lieben sehr, aber ein Eheweib noch viel mehr.

Gesellentreue selten besteht, Ehweibstreu über alles geht.

Gesellschaft malt einen am besten.

Gesetze macht man nicht wie Karnickel.

Gesetz muss Gesetz brechen.

Gesetz ohne Strafe, Glocke ohne Klöppel.

Gesetz weicht der Gnade.

Gesinde soll weder finden noch verlieren.
Gesinde soll weder viel verlieren noch finden.

Gesottenem Fisch hilft das Wasser nichts.

Gespalten Geschirr klappert.

Gespalten Holz fängt leicht (gerne) Feuer.

Gespaltne Glocke hat bösen Laut (Ton).

Gespenster wolle nicht zitieren, willst du nicht selber dich verirren.
Gespenster musst du nicht zitieren, du wollest dich denn selbst vexieren.
(vexieren - vom lat. vexare = stark bewegen, schütteln, plagen, quälen, alter Ausdruck für: irreführen; ärgern; quälen; necken.)

Gespött zerreißt dir kein Bett.

Gestochen ist nicht gehauen.

Gestohlen Brot schmeckt wohl.
(Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 9, 17: „Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.“)

Gestohlener Pfennig gilt nicht weniger als ein andrer.
(nur dass er nicht gedeihet, meint Wilhelm Körte 1837)

Gestohlenes Brot wird noch im Munde zum Kieselstein.

Gestohlen(es) Gut liegt hart im Magen.

Gestohlen Wasser ist Malvasier.
(Malvasier = nach dem italienischen Namen Malvasia für die griechischen Stadt Monemvassia für einen likörartig süßen und schwerer Weißwein, der von dort kommt.  Ursprung des Sprichworts ist in der Bibel, Die Sprüche Salomos 9, 17: „Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.“)
Gestohlenes Wasser ist süß.
Gestohlen Wasser ist Wein.

Gestohlne Katzen mausen gern.

Gestorbene Freunde, zerbrochene Gläser, deren Stücke schmeißen die Erben zur Tür hinaus.

Gestrenge Herren regieren nicht lange.
(Dieses Sprichwort geht zurück auf die Tragödie Medea von Seneca. Im Stück heißt es: Ungerechte Gewaltherrschaft ist nicht von ewiger Dauer.)

Gesucht wie der Pelz im Sommer.

Gesunde Beine bedürfen keiner Krücke.

Gesunder Zahn kaut aus Brot Marzipan.
Gesunder Zahn kaut Brot zu Marzipan.

Gesundheit ist der größte Reichtum.

Gesundheit ist leichter verloren als wiedergewonnen.
(Kein deutsches Sprichwort. Wander hat es selbst für sein Deutsches Sprichwörter Lexikon (1867, Band 1, Gesundheit Nr. 15 ) aus dem Tschechischen übersetzt und als Platzhalter für ein deutsches noch zu findendes ähnliches Sprichwort einfügte. Ein vergleichbares deutsches Sprichwort hat er bis zum Druck nicht gefunden und so blieb das fremde erhalten und wird seitdem fälschlich für ein deutsches Sprichwort gehalten. Seine Übersetzung ins Deutsche entspricht zudem nicht dem tschechischen Original. Seitdem ist der Spruch fälschlich in etliche neuere deutsche Sprichwörtersammlungen geraten und hat sich auch sonst in etliche andere deutsche Bücher und heutzutage auf Internetseiten verbreitet.)

Gesundheit schätzt man erst, wenn man krank wird.

Gesundheit und Geld durchstreifen die Welt.

Gesund und arbeitsam verzehrt das Seine nimmermehr.

Getauscht ist getauscht.

Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Geteiltes Leid ist halbes Leid.
(Ursprung der beiden vorangegangenen Sprichwörter sind die Fragmente aus Christoph August Tiedges (1752 - 1841) Urania. Liebe und Freundschaft erscheinen als Gesandte des Himmels. Im Original: Sei hochbeseligt oder leide: Das Herz bedarf ein zweites Herz. Geteilte Freud' ist doppelt Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz.)

Geteiltes Feuer währt nicht lang.

Getreuen Diener findet man nicht auf dem Trödelmarkt.

Getreuen Dienst lohnt Gott.

Getreuer Diener ist ein verborgener Schatz.
Ein treuer Diener ist ein verborgener Schatz im Hause.

Getreuer Herr, getreuer Knecht.

Getroffene Hunde bellen.

Gevatter übern Zaun, Gevatter wieder herüber.

Gewährsmann haben hilft nicht.

Gewalt-Blumen riechen nicht.

Gewalt bricht Eisen.

Gewalt führt die Kuh nicht in den Stall.

Gewalt geht vor Recht.
(Das klagt manch armer Knecht).

Gewalt, Geld und Gunst, schwächt Ehre, Recht und Kunst.

Gewalt ist kein Recht.

Gewalt kann man mit Gewalt vertreiben.

Gewalt, Kunst und Geld regieren die ganze Welt, die drei gehen vor Recht, das klagt ein jeder arme Knecht.

Gewalt macht schnellen Vertrag.
(„Fehlt es an der Freiheit oder Ernstlichkeit des Willens, so liegt ein Vertrag überhaupt nicht vor: ein wie immer bestärktes Versprechen, welches lediglich geschah, um Leib und Leben zu schützen, ist ungültig.“ Quelle: „Deutsche Rechtssprichwörter von E. Graf und M. Dietherr, 1864, Seite 231“)

Gewalt mag man wohl mit Gewalt, Macht mit Macht wenden.

Gewalt muss Gewalt vertreiben.

Gewalt schafft Gewalt.

Gewalt soll gütig sein.

Gewalt und Gunst bricht Recht.

Gewalt und Lügen nicht lange trügen.

Gewalt und Zorn vereint ist der Tod.

Gewalt wird leicht vermessen.

Gewalt wird nicht alt.

Gewärmte Essen munden nicht.

Gewarnter Mann, gegen zwei sich wehren kann.

Gewarnter Mann ist halb gerettet.

Gewinn, der bösen Namen macht, für Schaden billig wird geacht't.

Gewinnen fängt an mit Beginnen.

Gewinnen ist der Abend vom Verlieren.
Gewinnen ist der Abend vor Verlieren.
(Oben ein Sprichwort in zwei Varianten, die auf den ersten Blick unterschiedliches Aussagen und trotzdem beide authentisch und richtig sind. Sie stammen nur aus verschiedenen Zeiten mit jeweils anderem Verständnis der Zeit. Das obere Sprichwort stammt von Paul Winckler 1685 und Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), das untere von Karl Simrock 1846 und aus dem 1. Band des Deutschen Sprichwörter Lexikon von Karl Friedrich Wilhelm Wander 1867.
Nach den Altdeutschen im frühen Deutschland vor dem 18. Jahrhundert wurde der bürgerliche Tag von Abend zu Abend gerechnet. Der Abend war also der Anfang des nächsten Tages. Erst danach veraltete diese Denkweise und der Anfang des Tages wurde auf den Morgen verschoben. Heute mit der künstlichen Beleuchtung geht der Tag von 0:00 Uhr 24:00 Uhr, von Mitternacht bis Mitternacht.
Aus dem abendlichen Tagesbeginn und aus der Zeit der Sprichwörtersammlungen ergibt sich derselbe Sinn des unterschiedlichen Wortlauts des Sprichworts: Im 1. Sprichwort beginnt der Tag mit Gewinnen am Abend. Im weiteren Verlauf des Tages, also der Nacht und dem folgenden Tag, musste man mit dem Verlieren rechnen, da sich Gewinne nicht unentwegt fortsetzen. Im 2. Sprichwort sind die Gewinne des Abends Vorboten für Verluste des nächsten Tages. Das zeigt, wie sich die Zeiten, das Verständnis der Menschen zu ihren Lebensumständen und mit ihnen die Sprichwörter verändern.)

Gewinn hat guten Geruch.

Gewinn ich nichts, so verlier ich nichts.

Gewinn im Kasten, Schaden im Gewissen.

Gewinn ist nicht Gewinn, er sei denn gerecht.

Gewinn riecht gut, und wenn er aus dem Abtritt käme.

Gewinn schmeckt fein, so klein er mag sein.

Gewinn wagt alles.

Gewinn will Beine haben.

Gewissen ist die Gewissheit, dass man sich später für gewisse Taten schämen würde.

Gewiss geht vor Ungewiss.

Gewohnheit entschuldigt nicht, sondern erschwert.

Gewohnheit hat leichte Bürde.

Gewohnheit ist die andere Natur.

Gewohnheit ist König über den Verstand.

Gewohnheit ist wie ein eisern Hemd.


Gewohnheit lindert alle Dinge.
Gewohnheit lindert alles.

Gewohnheit wächst mit den Jahren.

Gewohnheit will Recht haben (werden).

Gewohn's, so kommt's dich nicht hart an.

Gewonnen mit Schand', verschwind' in der Hand; gewonnen mit Ehr', des wird inner mehr.

Gewonnen, wo Geld steht!

Gezwungen Ding besteht nicht.

Gezwungene Ehe des (bringt) Herzens Wehe.

Gezwungene Liebe und gefärbte Schönheit halten nicht Farbe.
Gezwungene Liebe und gemalte Wangen dauern nicht.

Gezwungener Dienst hat keine Kraft.

Gezwungener Eid ist Gott leid.

Gezwungener Eid ist von keinem Wert.

Gezwungener Wille ist Unwille.

Gezwungen trägt der Esel Säcke, ledig tät` er keinen Schritt.
Gib ab ab, gib ab ab, klappert's in der Mühle.

Gib acht, es sind Schindeln auf dem Dache!

Gib acht ist mehr als Reue.


Gib Arsch, nimm Arsch.

Gib bald, nicht halt, so wird deine Gabe mannigfalt.

Gib bald, so wird der Dank alt.

Gib blind, nimm sehend.

Gib, dass du ein Besseres für ein Böses tauschst.

Gib deinem Jungen einen Dreier und tu's selber.
Gib dem Buben einen Dreier und tu es selbst.
Gib einem Jungen einen Groschen und tu es selber.

Gib dem Kinde was es will und dem Hunde, so oft er mit dem Schwanze wedelt, so wirst du einen guten Hund und ein böses Kind haben.

Gib nur dem Knechte nicht Brot genug, so wird er keinen Käse verlangen.
(Ein Sprichwort aus dem Buch „Zwey Tausend Gutte Gedancken“ (Nr. 1500/11) von Paul Winckler (1630 - 1686) aus dem Jahr 1685. Wander übernahm es 1870 in den 2. Band seines Deutschen Sprichwörter Lexikons unter Knecht Nr. 79 in Spalte 1426 mit der Quellenangabe Winckler, XV, 11. Dabei veränderte er es in „Gib deinem Knechte dein Brot, so wird er keinen Käse verlangen.“ und verfälschte damit die Bedeutung ins Gegenteil. Zusätzlich fügte Wander unter Knecht Nr. 31 „Du musst dem Knechte nicht Brot genug geben, so wird er keinen Käse verlangen.“, dort aber ohne eine Quellenangabe.)

Gib den Armen bei deinem Leben, nach deinem Tod hast nichts mehr zu geben.

Gib den kleinen Finger, und man nimmt die ganze Hand.


Gib dich nicht, sei tapfer und frisch, so flieht der Unfall wie ein Fisch.

Gib einem Buben eine Frau und einem Kind einen Vogel, es ist beider Schade (so ist beider Untergang vor der Tür).

Gib einer Frau zehn gute Ratschläge; sie befolgt einen elften.

Gib ihm gute Worte und tu darnach, was du willst.
Gib ihm gute Worte und tue, was du willst.

Gib mir gute Worte, das ist mir ein halb Essen.

Gibmir hat's Genick gebrochen.

Gib nie das Fell, wo du mit der Wolle zahlen kannst.

Gibst du deinem Vieh, so gibt es dir wieder.

Gibst du dem Nachbar eine Maulschelle, so geb ich dir sie wieder.

Gibst du dem Narren einen Finger, so will er die ganze Hand haben.
Weise einem Bauer einen Finger, so will er die ganze Hand haben.

Gibst du mir Geld, spricht der Schuster, so geb ich dir Schuh.

Gibst du mir, so geb' ich dir.

Gibst du mir, so geh ich mit dir.

Gibst du mir, so halt ichs mit dir.

Gibst du, so beschert Gott wieder.

Gibt der Bauer, so sieht er sauer.

Gibt einer gute Worte, so meint man, er fürchte sich.

Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.
Beschert Gott den Hasen, beschert er auch den Rasen.
(Ein Sprichwort, das früher so wohl richtig war. Heute versuchen die Menschen, es mit allen Mitteln außer Kraft zu setzen! Durch für Hasen ungenießbare Neuzüchtungen und sogenannte Pflanzenschutzmittel sind die Hasen heute fast gänzlich aus Deutschland vertrieben und ausgerottet worden. Es gibt ihn nur noch vereinzelt und er steht überall auf der Roten Liste, der vom Aussterben bedrohten Tiere! Da es noch nicht ganz gelungen ist, wurde des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat durch illegale Tricks um mindestens weitere 5 Jahre europaweit zugelassen. Welche Tricks? Nur die Bewertungen des Herstellers, die eine Unbedenklichkeit attestieren, wurden bei der Bewertung der EU-Komission zugelassen. Alle negativen Studien von unabhängigen Institutionen wurden vom Hersteller, und so auch von der EU, als irrelevant abgetan und nicht berücksichtigt! Damit auch wirklich nichts dazwischenkommt, wurden fast alle vom Hersteller vorgeschriebenen Texte fast wörtlich in den EU-Prüfbericht übernommen. Auch wenn die Menschen noch nicht nachweislich an Glyphosat gestorben sind (Im Körper aller EU-Bürger ist Glyphosat inzwischen in bedenklichen Konzentration nachweisbar!), die meisten Beipflanzen in der Landwirtschaft (sogenanntes Unkraut) sind es schon, und mit ihnen 2/3 aller Insekten und fast alle auf die nicht mehr vorhandenen Futterpflanzen angewiesenen Wildtiere ebenfalls!)

Gibt man dem Teufel den kleinen Finger, so will er die ganze Hand.

Gibt man ihm viel Holz, so macht er viel Späne.

Gib und lass jedem das Seine.

Gib wie du willst nehmen, und nimm, wie du willst geben.

Gierigkeit betrügt (oft) die Weisheit.

Gießen ist ein Schleifstein.

Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.

Giftig Verleumder tut frommen Herzen wehe und geht durch Mark und Bein.

Gift wirkt nicht in Gift.

Gilt die Bosheit etwas, so ist ein Weib teurer als zehn (hundert) Männer.

Gissen ist missen.
(gissen = schätzen, missen= verwechseln, verfehlen. Das bedeutet, wer schätzt, der verwechselt oder verfehlt.)
Glatt geschliffen ist bald gewetzt.

Glaube ist besser denn bar Geld.

Glauben auf Hoffnung ist eine Gabe Gottes.

Glaube nicht alles, was du hörst; liebe nicht alles, was du siehst; rede nicht alles, was du weißt.

Glaube nicht ohne Probe.

Glauben ist besser denn bar Geld.

Glauben ist leichter als Denken.

Glaube, wenn du's in der Hand hast.

Gläubige Leute sind selten Bräute.

Glaub ist von Dingen, die man nicht sieht.

Gleich bei Gleich macht guten (langen) Frieden.

Gleiche Brüder, gleiche Kappen.
(Das Sprichwort stammt von den Mönchen, die je nach ihrem Mönchsorden alle gleich gekleidet waren. Eine weitere Bedeutung bezieht sich beim Erbrecht auf alle, die das gleiche Erbrecht haben.)

Gleiche Bürde bricht keinem den Rücken.

Gleiche Bürde hält feste Freundschaft.

Gleiche Fladen macht gleich Aufladen.

Gleiche Meinung schafft Vereinigung.

Gleiches Blut, gleiche Glut und Jahr, machen die besten Paare.

Gleiches Gut, gleiches Blut, gleiche Jahre gibt die besten Paare.

Gleiches mit Gleichem.

Gleiche Sünde, gleiche Strafe.

Gleiches Unglück macht Freundschaft.

Gleich frei sind, die in einer Stadt sitzen.

Gleich gegen Gleich ist die beste Bezahlung.

Gleich gesinnt macht gute Freunde.

Gleichheit bringt keinen Krieg.

Gleichheit macht Freundlichkeit.

Gleich sucht sich, Gleich findet sich.

Gleich Teil macht keinen Krieg.
Gleich und Gleich fängt keinen Krieg an.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.


Gleich und Gleich gesellt sich gern, sprach der Teufel, da wischt' er den A– an einem alten Weibe.

Gleich und Gleich gesellt sich gern, sprach der Teufel zum Köhler.

Gleich Vieh leckt sich gern.

Gleich wieder ist die beste Bezahlung.

Gleisnerei*11 belohnt Gott mit Rauch.

Gleisnerei*11 hat bös Geschrei.

Gleisnerei*11 macht viel Geschrei, Frömmigkeit treibt wenig red'.

Gleisner*11 sind wie Hunde, die gegen ihren Herren jederzeit den Wadel schwantzen und zutäppisch sind, es sei gut oder böse.

Gleisner*11 tun wie die Gaukler, zeigen einem ein Muskatnuss und geben einem Mist ins Maul.

Gleisner*11 und Heuchler.

Glimpf*12 ist besser denn Recht.

Glimpfius*12 ist nicht daheim.

Glimpflich*12 Mann führt gern an.

Glimpf*12 wird oft belohnt mit Schimpf.

Glocken und Narren läuten gern.

Sprichwörter, die unter „Glück“ nicht gefunden werden,
könnten auch unter    → „Das Glück“    stehen.
Eine Seite mit allen Sprichwörtern, in denen „Glück“ enthalten ist, findet sich → HIER

Glück bedarf keines Rates.

Glück bedarf Witz und nimmt Witz.

Glück bei Glück macht guten Frieden.

Glück bringt Neider.
Glück hat Neider.

Glück folgt den Sitten.

Glück fragt nicht nach Recht.

Glück geht über Witz.

Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige.

Glück hat Tück.


Glück im Spiel, Unglück in der Liebe.

Glück ist blind, sieht niemand an.
Glück ist blind und macht blind.
Das Glück ist blind und macht blind.
Glück macht blind und ist blind.

Glück ist der Dummen Vormund.
Glück ist der Narren Vormund.
(Nach Sprichwörtern gibt es nur zwei Möglichkeiten, etwas zu erreichen: Entweder man lernt und kann etwas und arbeitet entsprechend, oder man hat Glück. Das Glück scheinen aber fast nur Narren und Dumme zu haben. Z. B. „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“. Wilhelm Körte (1837) sah beide Variationen als gleich an, da er dieses Sprichwort unter einer Nr. wahlweise mit beiden, Dummen und Narren, versah. Alle anderen haben es nur entweder unter dem einen oder anderen Wort in ihre Sammlungen aufgenommen. Nur Wander hat es zwei Mal als verschiedene Sprichwörter im Sprichwörterlexikon aufgeführt. Er hat auch das Wort „Das“ davor gesetzt, ebenso als Einziger vorher 1616 Georg Henischi: Das Glück ist der Narren Vormünder.“ Bei allen anderen ist „Glück“ das erste Wort.)

Glück ist der Freunde Sommer.

Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter.

Glück ist leichter gefunden (gewonnen), als erhalten.

Glück ist willkommen, vorher wie nachher.

Glück kommt alle Tag, wer warten mag.

Glück lässt sich finden, behalten ist Kunst.

Glück läuft dem einen ins Haus, dem anderen heraus.

Glückliche Narren bedürfen keiner Weisheit.

Glücklicher, der gern äße und hat's nicht, als der`s hat, und mag's nicht.
Glücklicher ist, der gern äße, und hat nichts, als der's hat, und mag's nicht.

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu erlangen ist.

Glücklich über die Bruck, verlacht man den Nepomuk.

Glücklich, wer im Besitz ist.

Glücklich, wer im Dunkel bleibt.

Glück macht Freunde, aber Not bewährt sie.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 6, 7: „Vertraue keinem Freunde, du habest ihn denn erkannt in der Not.“)

Glück macht Freunde, Unglück prüft sie.

Glück macht verrucht und Siegen verwegen.

Glück ohne Mangel, nicht ohne Angel.
Gut Glück ohne Mangel, ist nimmer ohne Angel.

Glückselig ist, der ein Auge im Land der Blinden hat.

Glückselig ist der Sohn, dessen Vater nicht in der Hölle ist.

Glücks kann sich niemand erwehren.

Glückt es einem, so glückt es Hunderten nicht.

Glück und Ehre haben Neid zum Gefährten.

Glück und Glas, wie leicht bricht das.
(Ursprung für das Sprichwort ist das Publilius Syrus Zitat: „Glück ist aus Glas: Wenn es glänzt, zerbricht es.“)

Glück und Gras, wie bald wächst das!

Glück und Heil sind Neidharts Speise.

Glück und Recht sind der Wachenden.

Glück und Regenbogen sieht man nicht über dem eigenen Haus, sondern nur über dem fremden.
(Dieser Spruch war wahrscheinlich vor Wander kein Sprichwort, sondern wurde von ihm für sein Sprichwörter Lexikon produziert. Der Spruch taucht erstmals 1867 im 1. Band seines Sprichwörter Lexikons unter Glück Nr. 440 auf, ohne das er eine Quelle angibt. Heute ist der Spruch an über 100 Orten zu finden und wird beim Zitieren als Sprichwort bezeichnet.)

Glück und Unglück führen einen wankelbaren Streit.

Glück und Unglück ist alle Morgen jedermanns Frühstück.
Glück und Unglück ist aller Morgen Frühstück.

Glück und Unglück sind zwei Eimer im Galgenbrunnen.

Glück und Unglück sind zwei Nachbarn.

Glück und Unglück tragen einander auf dem Rücken (huckepack).

Glück und Unglück wandern auf einem Steig.

Glück und Weiber haben die Narren lieb.
Das Glück und die Weiber sind den Narren hold.

Glück und Weiber hassen die Weisen.

Gnade ist besser denn Recht.

Gnade geht vor Recht.

Gnade hat kein Warum, ist Ebbe und Flut.

Gnade ziemt wohl bei der Macht.

Gold auf den Hosen und keins darin, ist Hof-Art.

Golden die Praxis, hölzern die Theorie.

Goldene Kirchen, hölzerne Herzen.

Goldener Hammer bricht eisernes Tor.

Golden Gebiss macht`s Pferd nicht besser.

Gold geht durch alle Türen, ausgenommen durch die Himmelstüre.

Gold ist die Brust, daran jeder saugt und davon sich niemand gern will abgewöhnen lassen.

Gold ist Sold, dem ist man hold.

Gold liegt tief im Berge, aber der Kot am Wege.
Gold liegt tief in Bergen, aber Kot am Wege.
(Genauso verhält es sich mit der tief verborgenen Tugend und der offen zutage tretenden Gemeinheit überall.)

Gold macht Menschen hold.

Gold macht taub, Glück macht blind.

Goldner Zaum macht schlechtes Pferd nicht besser.
Ein güldener Zaum verbessert kein Pferd.

Goldschmier' macht schmeidige Hände.

Gold und Silber sind der Welt Brüste, darein ein jeder gern trinkt und niemand davon sich will abgewöhnen lassen.

Gott befohlen; Gott sei bei uns; Gott vergelt's.

Gott begegnet dir überall, wenn du ihn grüßen möchtest.
Gott begegnet manchem, wer ihn nur grüßen könnte.

Gott behüte mich vor einem Richter, der auf dem rechten Ohr nicht hört, bis man's ihm schmiert, und vor einem Schneider, der viel Mäuse hat.

Gott beschert über Nacht.
(Bescheren bedeutet, aus Gnade, nicht aus Pflicht, sondern ohne Gegenleistung etwas geben und schenken.)

Gott beschert wohl die Kuh, aber nicht den Strick dazu.
Gott gibt wohl die Kuh, aber nicht den Strick dazu.

Gott bewahr mich vor stillem Wasser, vor den rauschenden will ich mich selber hüten.

Gott bleibt nicht aus, wenn er gleich verzieht.

Gott ehre das Handwerk, sprach der Schinder zum Richter.

Gott, Eltern und Lehrern kann man nie vergelten.

Gottes Allmacht ist (bleibt) allzeit ausgenommen.

Gottes Auge schläft nicht.


Gottes Brot verschmähe nicht und wär' es auch in Essig geweicht.

Gottesdienst geht vor Herrendienst.
(Dieses Sprichwort gibt es in beiden Richtungen. Je nachdem, was einem wichtiger ist, kann jeder die eigene Meinung mit dem entsprechenden Sprichwort bekräftigen oder rechtfertigen.)

Gottes Freund, der Pfaffen Feind.
(Der Spruch war Inschrift auf dem sogenannten Pfaffenfeindtaler, der von Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel als Anführer eines protestantischen Söldnerheeres 1622, während des Dreißigjährigen Krieges prägen ließ. Pfaffen war ein Schmpfwoirt für katholische Geistliche. Das Silber dafür soll aus dem geraubten Kirchenschatz des des Paderborner Domes stammen. https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaffenfeindtaler)

Gottes Freund und aller Menschen Feind.
Gottes Freund und aller Welt Feind.
(Kommentar dazu von Agricola im Jahr 1530: „Das sind Leutefresser und Tyrannen. Dieser Rhum aber zeigt an eine Furcht vor Gott, nicht Gottes Freundschaft. Darum sind sie freilich auch gewesen Gottes und der Menschen Feinde, die nach großer Gewalt gestanden haben.“)

Gottesfurcht ist aller Weisheit Anfang.
Gottesfurcht ist eben die Weisheit.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 1, 16: „Den Herrn fürchten sättigt mit Weisheit, und sie macht trunken mit ihren Früchten.")

Gottesfurcht lebt lang.

Gottesfurcht sündigt nicht.

Gottes Gaben machen sicher und faul.

Gottes Gewalt und ehehafte Not sind vorbehalten.

Gottes Gewalt und Herrengeschäfte müssen vorgehen.

Gottes Gewölbe steht fest und hat doch keine Balken.

Gottes Gnad erfüllt die Welt.

Gottes Hand ist immer offen und immer voll.

Gottes Mühle mahlt langsam, aber klein.
Gottes Mühle mahlt langsam, aber sie mahlt fein.
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich klein.

Gottes Mühle steht oft lange still.

Gottes Rechnung fehlt nicht.

Gottes Wege sind unergründlich.

Gottes Weisheit und der Menschen Torheit regieren die Welt.

Gottes Werke sind verborgen.

Gottes Werke wollen geglaubt, nicht geforschet sein.

Gottes Werk hat Grund und bestand.

Gottes Wille hat kein Darum.
Gottes Wille hat kein Warum?

Gottes Wille sei mein Ziel.

Gottes Wort durch die Kirchenväter auslegen, heißt Milch durch 'nen Kohlsack seigen.

Gottes Wort trügt nicht.

Gottes Wort wär` nicht so schwer, wenn nur der Eigennutz nicht wär`.

Gottes Wunder erben nicht.

Gottes Zeiger geht langsam, aber richtig.

Gottes Zorn kann wol borgen.

Gott findet den Schuldigen.

Gott fügt, dass mir's genügt.

Gott führt gern Gleiches und Ungleiches zusammen.

Gott führt seine Heiligen wunderlich.

Gott führt wohl in die Grube, aber auch wieder hinaus.

Gott füllt dem Gottlosen den Bauch, den Gläubigen gibt er das Himmelreich.

Gott gab, Gott nahm.
Gott gibt, Gott nimmt.

Gott gebe, Gott grüße! Bier und Wein schmeckt süße. Versauf ich auch die Schuh, so behalt ich doch die Füße.

Gott gibt alle Nacht; was er heute Abend nicht gibt, gibt er morgen zu Nacht.

Gott gibt dem Geizhals die Kost, aber der Teufel ist der Koch.
Gott gibt wohl den Geizigen auch ihre Kost, der Teufeln aber ist der Koch dazu.

Gott gibt die Kleider nach dem Regen.

Gott gibt einem wohl den Ochsen, aber nicht bei den Hörnern.

Gott gibt leisen Wind, wenn die Schafe geschoren sind.

Gott gibt nicht einem alles.

Gott gibt nicht mehr Frost als Kleider.
(Das soll bedeuten, Gott gibt das zum Leben notwendige. Dieses Sprichwort kann so nicht stimmen, da in jedem Winter immer wieder etliche Menschen ohne eigene Schuld erfrieren. Wahrscheinlich wurde es von denen gemacht, die immer genügend hatten und niemals froren.)

Gott gibt Schultern nach der Bürde.

Gott gibt's den Seinen im Schlafe.
Einer schläft, und sein Netz fängt: Gott gibt's im Schlafe.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Psalm 127, 2: „Es ist umsonst, dass ihr früh austeht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen seinen Freunden gibt er es im Schlaf.“)

Gott gibt wohl den melancholischen Gemütern gute Speisen, der Teufel aber ist Koch dazu.

Gott gibt wohl den Vögeln ihre Kost, sie müssen aber darnach fliegen.

Gott gibt wohl die Kühe, nicht aber mit den Hörnern.

Gott greift einen gern an, wo es ihm am wehesten tut.

Gott grüßt alle Welt, aber wenige danken ihm.

Gott grüßt manchen, könnt' er ihm nur danken.

Gott hängt jedem ein Kläpperlein an.

Gott hat drei Stände erschaffen, Adel, Bauernvolk und Pfaffen.

Gott hat mehr, denn er je gab.

Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

Gott hat wohl Füße von Wolle, aber auch Hände von Eisen.

Gott hilft dem Arbeitsamen (der arbeitsamen Hand).

Gott hilft dem Fleiß.
Gott hilft dem Fleiß und nicht Hans Unfleiß.

Gott hilft dem Schwachen.

Gott hilft dem Stärksten.

Gott hilft, und dem Arzte dankt man.

Gott im Himmel borgt uns länger, als die Fugger auf Erden tun.
(Fugger = eine Kaufmann-, Unternehmer- und Bankiersfamilie, ab 1367 in Augsburg und bis heute in Schwaben ansässig. Es mag länger sein, aber endlich müssen die Menschen die Rechnung für den Raubbau an der Erde zurückzahlen. Die Rechnung kommt gerade mit dem Klimawandel.)

Gott ist alt, aber nicht krank.

Gott ist Bürger worden zu Bern: Wer will wider Gott streiten gern.

Gott ist der Armen Vormund.
Gott ist der Dummen Vormund.

Gott ist der rechte Kriegsmann.

Gott ist des Armen Hoffnung.

Gott ist ein Gläubiger, der keine bösen Schulden macht.

Gott ist ein Herr, der Abt ein Mönch.

Gott ist ein reicher Wirt, der einem wohl die Zeche borgen kann.
(Das bedeutet, er borgt, aber geborgtes muss irgendwann zurückbezahlt werden. Die Menschen leben und verbrauchen heute das, was in Millionen von Jahren von der Natur angespart wurde. In nicht allzu weiter Zeit ist das Sparguthaben aufgebraucht, die Rohstofflager sind geleert, die Energie verbraucht, und was kommt dann? Der Klimawandel sind heute schon die Vorschusszinsen, die heut bezahlt werden müssen und die Kasse der Menschen ist jetzt schon leer, wovon wird die Zukunft bezahlt?)

Gott ist kein Bayer, er lässt sich nicht spotten.

Gott ist mit im Schiffe.

Gott ist nicht ein so schlechter Wirt, dass er nicht eine Zeche sollte borgen können.

Gott ist überall, außer in Rom, denn da hat er seinen Statthalter.
Gott ist überall, außer, wo er seinen Statthalter hat.

Gott kann nicht wittern, dass es jedem gefällt, sonst kann er alles.

Gott kann wohl eine Zeche borgen.

Gott kommt langsam, aber wohl.

Gott lässt alle Jahr eine neue Welt werden.
(Das heißt, falls die Menschen mit ihrer Umweltverschmutzung und dem Ausstoß von Treibhausgasen das noch zulassen. Als vor über 200 Jahren das Sprichwort entstand, gab es alles das noch nicht und die Menschen lebten von dem, was in einem Jahr erzeugt wurde. Heute wird auf Kredit der nachfolgenden Generationen gelebt, die zukünftig alles abbezahlen müssen.)

Gott lässt der Ziege den Schwanz nicht länger wachsen, als sie ihn brauchen kann.

Gott lässt genesen, der Arzt kassiert die Spesen.

Gott lässt keinen Deutschen verderben.

Gott lässt sich allenthalben finden.

Gott lässt sich keinen flächsernen Bart flechten.

Gott lässt sich nicht auf den Arm malen.

Gott lässt sich nicht erlaufen.

Gott lässt sich seine Uhr von keinem Menschen stellen.

Gott lässt uns wohl sinken, aber nicht ertrinken.

Gott lieben ist die schönste Weisheit.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach (neu 1, 10) alt 1, 14: „Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit“)

Gottlob hier! Sagte der Schiffer und war noch drei Meilen vom Lande.

Gottlose Bettler geben gern Verräter, Mordbrenner und Meuchelmörder.

Gottlos, lieblos.

Gott macht genesen, und der Arzt holt die Spesen.

Gott macht gesund, und der Doktor kriegt's Geld.

Gott muss große Ohren und ein leises Gehör haben.

Gott muss man nicht einreden.

Gott muss schicken, wenn's soll glücken.

Gott muss seinen Himmel mit Kindern und Albernen füllen.

Gott nimmt einen Schalk und schlägt damit den andern.

Gott pflegt Schälke mit Schälken zu strafen.

Gott rechnet anders als der Mensch (die Menschen).

Gott richt't, wenn niemand spricht.

Gott schickt die Kälte nach dem Tuche.

Gott schlug nie einen Schlag, er salbt' ihn wieder.

Gott schreibt alles auf, lässt nichts unbezahlt.

Gott schütze uns vor Feuer und Wind und vor Arbeitern, die langsam sind.
(Diesen Spruch findet man seit einigen Jahren, manchmal als Redewendung oder Sprichwort, ebenso als alte Hausinschrift oder als Zitat von Eduard Mörike. Manchmal als Variation mit anderem Ende: „und vor Autos, die aus . . . sind.“ Wahrscheinlich stimmt keine dieser Zuschreibungen, da nirgendwo eine eindeutig nachprüfbare Quelle genannt wird.)

Gott selbst kann es nicht allen recht machen.

Gottselig und ein Hofmann zu sein, ist eine Heirat von Feuer und Wasser.

Gott sieht das Herz an.
Gott sieht in das Herz, der Mensch auf das Auge.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Das erste Buch Samuel 16, 7: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.")

Gott sieht durch die Finger, aber nicht ewig.

Gott, störe meine Gegner und gib mir Geduld.

Gott straft Buben mit Buben.

Gott tut mit Glück ergötzen, die ihre Hoffnung auf ihn setzen.

Gott über alles.

Gott und den Teufel kann man nicht in ein Glas bannen.

Gott und der Erde ist gut auf Wucher leihen, sie zahlen reichlich.

Gott und genug.

Gott verlässt die Seinen nicht.

Gott verlässt keinen Deutschen: hungert ihn nicht, so dürstet ihn doch.

Gott verlässt keinen Schwaben.

Gott versagt den seinen viel in Gnaden, das er den Gottlosen zuwirft im Zorn.

Gott versüßt den Wasserkrug und würzt den Haferbrei.

Gott vertraut, wohl gebaut.

Gott walt's ist aller Bitte Mutter.

Gott weiß die Zeit.

Gott weiß wohl, warum er der Geiß den Schwanz abgehauen hat.

Gott widersteht den Hoffärtigen.

Gott windet aller Menschen Missetat auf einen Knäuel.

Gott wirft alle Gottlosen auf Erden weg wie aufgebauschte Schlacken.

Gott zahlt bisweilen nicht alle Wochen, sondern auf einmal aus.