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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
O bis
R
Ob dich gleich der Pfennig sticht, ändert sich dein Stamm doch nicht.

Oben aus und nirgend an, hat wohl selten gut getan.

Oben fix, Unten nix.

Obenhin, wie der Hahn über glühende Kohlen.

Ob mich ein Hund oder eine Hündin beißt, der Wundarzt fordert nicht weniger.

Obrigkeit, bedenk dich recht, Gott ist dein Herr und du sein Knecht.

Ochsen gehen langsam, ziehen aber gut.

Ochsen muss man schön aus dem Wege gehn.

Ochse, wart des Grases.

Ochs, schau aufs Buch!

Ofen, Bett und Kanne sind gut dem alten Manne.

Ofen und Frau sollen daheim bleiben.

Offenbare Lüge ist keiner Antwort wert.

Offenbare Nester scheuen alle Vögel.

Offene Türe verführt einen Heiligen.

Öffentliche Feinde sind besser denn Heuchler.

Offne Hand macht offne Hand.

Oft beschert ein einziger Tag, was jahrelang nicht kommen mag.

Oft essen die Eltern Holzäpfel, davon den Kindern die Zähne stumpf werden.

Oft fängt man Fische von ungefähr, da man nicht meinte, dass einer wär.

Oft fühlt sich leicht auf dem Rücken an, was das Gewissen leicht trägt.

Oft ist auch eine rostige Büchse geladen.

Oft ist eines Wolfes Herz bedeckt mit Schaffellen.

Oft lacht der Mund, wenn das Herze weint.

Oft muss man spielen, wie die Geige will.

Öftre Hochzeit hat nicht Ehre.

Oft schießen trifft das Ziel.

Oft wird ein kleiner Feind dem großen schädlich sein.

Ohne Brot ist schlimm Gastieren.

Ohne Bruder kann man leben, nicht ohne Freund.

Ohne die Nacht wüssten wir nichts von der Sternenwelt.

Ohne die rechte Ladung ist der Schuss gefährlich.

Ohne Eifersucht keine Liebe. (Keine Liebe ohne Eifersucht)

Ohne Fleiß kein Preis.

Ohne Futter bleibt das beste Pferd stehen.

Ohne Gebet soll man nichts wagen, mit Gebet nichts scheuen.


Ohne Geld, ohne Furcht.

Ohne Köder ist übel Fische fangen.

Ohne Macht eitler Zorn.

Ohne Mehl und Wasser ist übel backen.

Ohne Mühe bringt man es in keiner Sache weit.


Ohnerat frisst Sack und Saat.

Ohne Rat keine Tat.

Ohne Salz im Hause fehlt das beste Gewürz.

Ohne Schaden wird niemand witzig.

Ohne Stab ist bös weit springen.

Ohne Umkehren ist kein Rechtgehen.

Ohne Verdruss ist kein Genuss.

Ohne Wein ist nicht gut fröhlich sein.


Ohne Wein und Brot leidet Liebe (Venus) Not.

Ohne Wissen, ohne Sünde.

Ohrenflüstern gilt nicht.

Oportet ist ein Brettnagel.
(Oportet = Aus dem Latinischen: er/sie/es beauftragt es ist nötig, man soll, oder ähnliches.)

Oppenheim ging an den Funken an.

Optimismus kann kostbare Medizin sein.

Ordnung erhält die Welt.

Ordnung erleichtert die Arbeit.

Ordnung hat Gott lieb.

Ordnung hilft Haushalten.
(Wahlspruch Friedrich Wilhelms I. von Preußen.)

Ordnung ist das halbe Leben. (...aber die andere Hälfte ist schöner)

Ordnung muss sein, sagte Hans, da brachten sie ihn ins Spinnhaus.

Ostern, wenn die Böcke lammen!

Ost, Süd, West, daheim ist's am Best.
Ost und West, daheim das Best.

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Pantoffelholz schwimmt immer oben.

Panzer, Bücher und Frauen muss man erst versuchen.

Paros hat kalt Wasser, aber schöne Weiber.

Paule, du rasest!

Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

Perlen im Kot haben keinen Schein.

Peterlein muss nicht auf allen Suppen sein.

Petri Schlüssel flüchtet unter Pauli Schwert.

Pfaffen-Gierigkeit und Gottes Barmherzigkeit währt in alle Ewigkeit.

Pfaffengut faselt nicht.

Pfaffengut, Klosterbeute.

Pfaffengut, Raffgut.

Pfaffen haben zwei Hände: eine zum Nehmen und eine zum Festhalten.

Pfaffen im Rat, Säue im Bad und Hund in der Küche haben nie was getaugt.
Pfaffen im Rat, Säue im Bad und Hunde in der Küche machen üble Gerüche.

Pfaffenknechte essen im Schweiß; von Arbeit werden sie nicht heiß.

Pfaffenköchin sagt zuerst: des Herrn Küche, dann unsere Küche, zuletzt meine Küche: dann hat der Pfaff bei der Köchin gelegen.

Pfaffenkohl schmeckt wohl (aber brennt übel).

Pfaffen, Mönche und Begheinen sind nicht so heilig, als sie scheinen.
(Begheinen, Beginen, Beguine, Begutten (weibliche) oder Begarden (männliche) = Angehörige einer christlichen Gemeinschaft ab dem 12. Jahrhundert, die keine Ordensgelübde ablegten und nicht im Kloster, sondern ein religiöses, eheloses Leben in Gemeinschaft in Beginenhöfen oder -häusern lebten.)

Pfaffenschnitzel sind die besten.

Pfaffen segnen sich zuerst.

Pfaffen sollen nicht aus der Beichte schwatzen.

Pfaffentrug und Weiberlist geht über alles, was ihr wisst.

Pfaffen und Klaffen hat der Teufel erschaffen.

Pfaffen und Weiber vergessen nicht.

Pfaffen zahlen einander keine Zehnten.


Pfaffhusen ist auch verbrannt.

Pfand gibt oft Land.

Pfau hat adlig Gewand, gleisnerischen Gang und teuflischen Gesang.

Pfau, schau deine Beine.

Pfeffer bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd.

Pfeffer, Kappe und Kalk verdecken manchen Schalk.

Pfefferkuchen und Branntwein wollen stets beisammen sein.

Pfennig ist Pfennigs Bruder.

Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.

Pferdearbeit, Zeisigfutter.

Pferde fressen einen Mann, der sie mit Rat nicht halten kann.

Pferde lassen sich zum Wasser bringen, aber nicht zum Trinken zwingen.

Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut tun nimmer gut.

Pfingstenregen, Weinsegen.

Pfingsten, wenn die Gans auf dem Eise geht!

Pfirsichbaum und Bauernregiment wächst schnell, nimmt bald ein End.

Pfirsiche sind nicht getrocknete Birnen.

Pflanze mich für zwei, so trag ich dir für drei.

Pflanze, oft versetzt, gedeiht nicht.

Pflasterkneter, Zungendrescher.
(Pflasterkneter = in vergangenen Jahrhunderten konnte man noch keine fertigen, industriell hergestellte Pflaster kaufen. Sie wurden in Apotheken extra per Hand gefertigt. Die klebenden Bestandteile wie Gummiartige, Wachse, Fette, Harze oder andere schmelzbare wurden am Feuer verflüssigt, danach gemischt und geknetet, bis eine gleichmäßige Konsistenz entstand. Danach kamen andere flüchtige Bestandteile hinzu. Je nach Verwendungszweck wurde die so entstandene klebrige Substanz auf Leder, Leinwand oder ein anderes Trägermaterial gestrichen. Das Metallgefäß zum Mischen, Kneten und Erhitzen der einzelnen Zutaten war der Pflasterkneter, der heute nur noch in einigen wenigen Sammlungen von alten Gerätschaften aus früheren Apotheken zu finden ist.
Zungendrescher = Phrasendrescher, Plappermaul, Plaudertasche, Quasselkopf, Quasselstrippe, Ränkeschmied, Schwätzer, Zanksüchtiger.)

Pflaumen kann man nicht zu Äpfeln machen.

Pflaumenstreicher sind alle falsch.

Pflegerlieb ist falsch und trüb.

Pflegertreu ist immer neu.

Pflück die Rose, wenn sie blüht, schmiede, wenn das Eisen glüht.

Pflügen und nicht säen, lesen und nicht verstehen ist halb müßiggehen.

Pfründenbrot ist Bettelbrot.

Philister über dir!

Pietist, fauler Christ!

Pilatus wandert nicht aus der Kirche, er richtet zuvor ein Lärmen an.
Pracht, Gold und Ehr ist morgen oft nicht mehr.
Pillen muss man schlingen, nicht kauen.

Pillen muss man schlucken, nicht im Maul zerdrucken.

Planeten sind üble Propheten.

Platz für sieben Mann, es kommt ein halber.

Plumper Verstand hält fest.

Plünderer sind feige Soldaten.

Plündern macht nicht reich.


Pocher und Prahler sind keine Fechter.

Politisch ist englisch reden und teuflisch meinen.

Politisch ist wie ein Engel reden und teuflisch meinen.

Pracht, Gold und Ehr ist morgen oft nicht mehr.

Pracht macht keinen ehrlich.

Prahle nicht mit deinem Glücke, willst du meiden Neid und Tücke.

Prahlen wir nicht mehr, sind wir arme Leute.

Prahler, ihrer Torheit Maler.

Prahler, schlechte Zahler.

Praktisieren ist die Kunst, sagte die Frau, da setzte sie den Lappen neben das Loch.

Prasser eilen zum Bettelstab.

Predigen macht den Leib müde.

Prediger haben Gehalt fürs Predigen, nicht fürs Tun.

Predigt hören säumet nicht.

Priester bete, Fürst vertrete, Bauer jäte!

Priesterkinder, Müllerrinder, Bäckerschwein wollen gut gefüttert sein.

Priesterkinder und Müllerküh, wenn sie geraten, sind gutes Vieh.

Priester lehren Gutes, nicht aber jeder tut es.

Priester soll man ehren, weil sie Gutes lehren.

Priester und Schafe haben goldnen Fuß.

Priester und Weiber soll man ehren.

Probieren geht über studieren.

Probieren macht die Jungfern teuer.

Probieren macht gelüstige Leute.

Prüfet alles, und das Beste behaltet!

Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige.

Putzen wollen alle den Docht, aber keiner will Öl zugießen.

Putzt die Katze den Bart, so bedeutet es Fremde.

Quarrige Kinder gehen am längsten.

Quer durch geht nicht allemal an.

Quinquenellen Kommen aus der Höllen.
(Quinquenellen gehen auf Kaiser Justinian (* um 482 bis † 14.11.565) zurück. Nach einer Verordnung sollte ein Schuldner, dessen Zahlungsunfähigkeit durch Unglücksfälle herbeigeführt worden war, noch 5 Jahre (quinquennale spatium) Aufschub erhalten. Weil dadurch die Rechte der Gläubiger verletzt wurden, nannte man diese Quinquenellen eine Erfindung des Teufels.)

Quinten springen leicht, wenn man sie zu hart streicht.

Rab auf dem Dach, Fuchs vor der Tür, hüt' sich Mann und Ross dafür.

Raben baden sich alle Tage und bleiben doch schwarz.

Raben und Huren lassen sich nicht weiß waschen.


Raben zeugen keine Tauben, Dornen bringen keine Trauben.

Rache bleibt nicht lange ungerächt.

Rache bleibt nicht ungerochen.

Rache ist neues Unrecht.

Rache macht ein kleines Recht zu großem Unrecht.


Rappelige Räder laufen am längsten.

Rasches Pferd kam oft krank nach (zu) Hause.

Rast gibt Mast.

Rast ich, so rost ich, sagt der Schlüssel.

Rate mir gut, aber rate mir nicht ab, sagte die Braut.

Rate niemand ungebeten.

Raten ist leichter denn helfen.

Raten ist nicht zwingen.

Raten ist oft besser denn fechten.

Raten ist wie Scheibenschießen.

Raten und Überreden stehen nicht gut beieinander.

Ratet mir gut, aber ratet mir nicht ab, sagt die Braut.

Ratgeber bezahlen nicht.

Rat ist besser denn Glück.

Rat nach der Tat kommt zu spat.

Rat soll vor der Tat gehen.

Raubvögel singen nicht.

Rauch, bös Weib und übel Dach sind drei große Ungemach.


Rauch geht vor dem Feuer her.

Rauch genug, aber keine Wärme.

Rauch ist Rauch und wenn er von Weihrauch kommt.


Rauch, schlimm Dach und böse Weiber können den Mann aus dem Hause treiben.


Rauch und eine böse Frau vertreiben den Mann aus Haus und Gau.


Rauch und Wanzen machen die Leut' im Hause tanzen.


Rauch vertreibt die Bienen, Sünde die Engel.


Rauer Montag, glatte Woche.

Rebellen sind unruhige Gesellen.

Reben können einen Bauer ausziehen, aber auch wieder an.

Reben lassen einen fallen bis an den Rhein, aber nie ganz hinein.

Recht beten, halbe Arbeit.

Recht bleibt Recht, aber man verdreht's gern.

Rechte Liebe wird vergnügt, wenn sie ihresgleichen kriegt.

Rechten ist bös, wo Gewalt Richter ist.

Rechten ist fechten.

Rechten ist kriegen: von beiden weiß Gott das Ende.

Rechten ist recht, aber unfreundlich.

Rechten Reichtum stiehlt kein Dieb.

Rechten und borgen macht Kummer und Sorgen.

Rechter Mann hilft, wo er kann.

Rechter Richter richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.

Rechtes leidet nichts Schlechtes.

Recht findet allzeit seinen Knecht.

Recht findet sich.

Recht getan ist viel (wohl-) getan.

Recht haben und recht bekommen sind zwei paar Schuhe.

Recht hast du, aber schweigen musst du.

Recht ist über hübsch.

Recht ist wahr.

Recht ist Wahrheit, Wahrheit ist Recht.

Recht muss doch Recht bleiben.

Recht muss Recht finden.

Recht scheidet, Vergleich sühnt.

Recht scheidet wohl, aber es freundet nicht.

Recht tun lässt sanft ruhn.

Recht tun verliegt sich nicht.

Recht tut, wer tut, was Lohnes wert, und doch des Lohnes nicht begehrt.

Recht und schlecht, das ziert den Mann.

Rede, dass ich dich sehe.

Rede ist das Auge des Gemüts.

Rede nicht mit dir selber, sonst möchte man sagen, dein Zuhörer war' ein Narr.

Rede nicht, wo kein Ohr ist.

Reden ist leichter als Tun und Versprechen leichter als Halten.

Reden ist Silber, schweigen ist Gold.
(Ein altes und vielfach zitiertes Sprichwort in Deutschland und vielen andern Teilen der Welt. Aber stimmt es immer? Viele Leute schweigen, wo lautes Reden, und Widersprechen oberstes Gebot wäre, wo öffentlich Hasse und Verleumdung (wie im Internet an vielen Stellen) verbreitet wird. Wo scheinbar andersartige Menschen diffamiert oder angegriffen werden und deren lautstarke Verteidigung oberstes christliches Gebot wäre, schweigt die Mehrheit und schaut weg. Wo Hilfe ein christliches Gebot wäre, auch für andersgläubige, wird sie lautstark von vielen mit Hinweis auf die christliche Tradition verweigert. Eine Straftat, die einem Ausländer oder Flüchtling, der in Deutschland Asyl und Hilfe gegen Verfolgung suchte, und oft nur Anfeindung erfuhr, wird pauschal tausendfach überall vermeldet. Über sechs ausländerfeindliche Straftaten aus dem rechten Lager zur gleichen Zeit, sogar im steigenden Maße täglich wiederholt immer wieder ereignen, schweigt die Presse und der größte Teil im Internet. Warum? Weil Straftaten von Ausländern und Asyl suchenden mehr Auflage, Öffentlichkeit, Einnahmen, Umsatz und mehr Profit bringen?)

Reden kommt von Natur, Schweigen vom Verstande.

Reden steht einem Jungen wohl an, schweigen mehr.

Reden und Halten ist zweierlei.

Reden und Sitten verachten das Land.

Reden und Tun ist zweierlei.

Rede, so lernst du reden.

Redet Geld, so schweigt die Welt.

Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.


Rede wenig, höre viel.

Rede wenig mit anderen, aber viel mit dir selbst.

Rede wenig, rede wahr - zehre wenig, zahle bar.


Redlichkeit lobt jedermann, jedoch lässt man sie betteln gahn.

Regenbogen am Morgen
macht dem Schäfer Sorgen;
Regenbogen am Abend
ist dem Schäfer labend.

Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.

Regenten und Wächter müssen wenig schlafen.

Regen und Segen kommen vom Herrn.

Regiment lehrt regieren.

Regnet es nicht, so tropft es doch.

Regnet's am Ostertag, so regnet's alle Sonntag.

Reiche essen, wann sie wollen, Arme, wann sie was haben.

Reiche lässt man gehen, Arme müssen an Galgen.

Reiche Leute haben das meiste Geld.

Reiche Leute haben fette Katzen.

Reiche Leute sind überall daheim.

Reichen gibt man, Armen nimmt man.

Reicher Demut meinet Gott, Armer Hoffart ist ein Spott.

Reicher ist, der Reichtum verachtet, denn der Reichtum besitzt.

Reicher Leute Kinder geraten selten wohl.

Reicher Leute Kinder und Bettelhütten werden schnell (gemeiniglich geschwind) alt.

Reicher Leute Krankheiten und armer Leute Braten riecht man weit.

Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber kommen bald an Mann.
Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber werden bald reif.

Reiche Spieler und alte Trompeter sind selten.

Reiche steckt man in die Tasche, Arme setzt man in die Asche.

Reiche Weiber machen arme Kinder.

Reich genug, wer sich genügen lässt.

Reich ist, wer einen gnädigen Gott hat.

Reich ist, wer mit der Armut eins ist.

Reich sein und gerecht reimt sich wie krumm und schlecht.

Reicht der Busch dem Reiter an die Sporen, so hat der Bauer sein Recht verloren.

Reichtum hat Adlers Flügel und Hasenherz.

Reichtum ist allein fromm.

Reichtum ist allgemein (allzeit) eine Stiefmutter der Tugend.

Reichtum kommt nicht von geuden, sondern von kargen Leuten.
(geuden = altdeutsches Wort von dessen Bedeutungen vergeudung geblieben ist, vergeuden, nutzlos vertun, verschwenden, ein Vermögen durchbringen.)

Reichtum macht nur Mut, wenn man's gebraucht wie hinterlegt Gut.

Reichtum mag Torheit wohl leiden.

Reichtum sei wie Bäckers Schurz, nicht zu lang und nicht zu kurz.

Reichtum stiftet Torheit.

Reichtum und Armut liegen nicht am Gut, sondern am Mut.

Reichtum und Schnuppen fallen meist auf die Schwachen.

Reichtum vergeht, Kunst besteht.

Reich werden ist keine Kunst, aber fromm bleiben.

Reife Erdbeeren um Pfingsten bringen ein gutes Weinjahr.

Reif und Regen begegnen sich auf den Stegen.

Reihet euch, sagte der Bauer: da hatt' er eine Kuh im Stall.

Reim dich, Bundschuh.

Reim dich oder ich fress dich.

Reimschmiede genug, aber wenig Dichter.

Reiner Mund und treue Hand gehen wohl durchs ganze Land.

Reines Herz und froher Mut stehn zu allen Kleidern gut.

Reine Wäsch und Höflichkeit zieren einen allezeit.

Reinlichkeit ist halbes Futter.

Reinlichkeit ist keine Hoffart.

Reinlichkeit, verlass mich nicht.

Rein und ganz gibt dem schlechten Kleide Glanz.

Rein und ganz gibt dem schlechtesten Tuche Glanz.

Rein und ganz ist des Armen Glanz.

Reisen wechselt das Gestirn, aber weder Kopf noch Hirn.

Reist eine Katze, so kommt ein Mäusefänger wieder.

Reiten und rauben ist keine Schande, es tun's die Edelsten im Lande.

Reiterzehrung schadet nicht, wenn man zu Fuße geht.

Reitet der Teufel die Pfaffen, so reitet er sie rechtschaffen.

Reu, des Herzens Arznei.

Reue ist ein fauler Schelm.

Reue ist ein hinkender Bote, sie kommt langsam, aber gewiss.

Reue kommt langsam, aber gewiss.

Reuling wird dich beißen.

Reu und guter Rat sind unnütz nach geschehner Tat.

Rheinleute, Weinleute.

Richte dich nach den Leuten, sie werden sich nicht nach dir richten.

Richte erst, wenn du beide gehört.

Richter sollen zwei gleiche Ohren haben.


Richter, steh dem Rechte bei, denk, dass ein Richter ob dir sei.

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel: Neues Testament, Evangelium nach Matthäus 7.1.)

Richtige Rechnung macht gute Freundschaft.

Richtiges Zahlen bringt williges Borgen, fördert den Handel und verscheucht die Sorgen.


Richtig, nach Adam Riese.

Rinken sind krumm, man bleibt oft daran hangen.
(Rinken, Kesselrinken = alte Bezeichnung für einen Kesselring. Ein Griff am Kessel, der lose und beweglich oben am Kessel befestigt ist, um heiße Kessel gefahrlos greifen und transportieren zu können.)

Rips, raps, in meinen Sack, der andre habe, was er mag!

Ritterschaft will Arbeit haben.

Rittersweib hat Rittersrecht.

Röche Hoffart wohl, so wär' er lauter Bisam.

Roggen gilt allermeist, wenn man bittet, um den Heil'gen Geist.

Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden.
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.


Rosen auf den Wangen und Dornen im Gewissen


Rosen kann nicht jedermann brechen.

Rosen und Jungfern sind bald verblättert.

Rosen wachsen unter Dornen, das Gute unter dem Bösen.

Rost frisst Eisen, Sorge den Weisen.

Rotbart, Schelmenart.

Rote Äpfel sind auch faul.

Roter Bart und Erlenbogen geraten selten, ist nicht erlogen.

Roter Bart, untreue Art.
(Gegen rote Haare und Bärte gab es schon immer unbegründete Vorurteile. Im Zweifel oder bei unbekannter Ursache waren immer andere Schuld, oder anders aussehende. Viele Menschen versuchen auch heute noch andere für eigenes Versagen oder Unvermögen haftbar zu machen, auch wenn es nur die Aufdeckung eigener Täuschungsversuche sind.)

Rot geboren hat das Fegfeuer schon auf der Welt.

Rot Haar, bös Haar! Es verrät den Vater.

Rot Haar ist entweder gar fromm oder gar bös.

Rot ist die Farbe der Liebe, sagte der Buhler zu seinem fuchsfarbenen Schatz.

Rotkopf zündet eine Lunte an.
(Bei den ersten Schusswaffen oder bei Sprengungen mussten die Ladungen mit einer Zündschnur, der Lunte, gezündet werden. Rote Haare werden bei diesem Sprichwort mit dem Glimmen der Zündschnur, der Lunte, verglichen. Es bedeutet, wenn Gefahr droht oder etwas schief geht, hatte früher der Rothaarige Schuld. Manchmal werden auch heute noch unbegründete und falsche Verdächtigungen gegen andere geäußert, die anders aussehen oder sich anders verhalten als die meisten, nur um für etwas einen Sündenbock zu haben. In großen Boulevardzeitungen ist das beispielsweise ein beliebtes Mittel, mit Schlagzeilen die Auflage zu erhöhen, oder in der Politik können populistische Parteien so Gegner mit erfundenen Behauptungen verunglimpfen.)

Rüben in die Bauern, Heu in die Ochsen.

Rüben nach Christtag, Äpfel nach Ostern und Mädchen über dreißig Jahr haben den besten Geschmack verloren.

Rücke nicht, wenn du wohl sitzest.

Rufe nicht Fisch, du habest ihn denn bei den Kiefern.

Rufe nicht Hase!, er liege denn im Garne.

Rufe nicht Juch!, bis du über dem Graben bist.

Ruhe erzwingt, was sonst nicht gelingt.

Ruhe nicht, bis du Gewissensruhe gefunden hast.

Ruhe und Mäßigkeit heilen (kurieren) das Fieber.

Ruh ist der Arbeit Tagelohn.

Ruh kommt aus Unruh, und wieder Unruh aus Ruh.

Rühme den Markt nicht, bevor er gehalten ist.

Rühme dich nicht, Räuplein, dein Vater war ein Kohlwurm.

Rühmer sind selten gute Fechter.

Ruhm ist verführerischer als Gold.

Rühmt man dich, so halte dich danach.


Ruh und Rast ist halbe Mast.

Rute macht die Kinder gut.
(Kommentare von früher: Hans Sachs (1494-1576): „Der ruten schmertz treibt Thorheit auss des Kindes Hertz.“ Johann Georg Wachter, Gelehrter (1663-1757): „Die bircke rut zeucht die lieb des kinds.“)

Ruten und Schläge bringen bei der Jugend viel Gutes zuwege.


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