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Deutsche Sprichworte
Arm bis Az
Arm an Begierden macht reich an Vermögen.

Arm an Gelde, arm an Begierden.

(Das Sprichwort bedeutet, dass man sich nur das leisten , und auch nur wünschen kann, was man auch bezahlen kann.)


Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.


Arme Leute haben bald abgespeist.

Arme Leute haben weit heim.

Arme Leute kennt niemand.

Arme Leute kochen dünne Grütze.

Arme Leute schlafen für wohl essen.

Arme Leute sind in ihrem eigenen Haus nicht daheim.

Arme Leute sollen nicht lecker sein.

Arme mag man haben, Bettler nicht.

Armen geben ist eine gewisse Einnahme.

Armen hat nie kein Geld gebrochen als den Sonntag und die ganze Wochen.

Armer, der sich schämt, bekommt nichts.

Armer Leute Gäste gehen früh nach Haus.

Armer Leute Hoffart und Kälbermist verriechen gern in kurzer Frist.

Armer Leute Hoffart währt nicht lange.

Armer Leute Pracht währt über Nacht: Zween Tage weiß Brot, darnach Jammer und Not.

Armer Leute Reden gehen viel in einen Sack.

Armer Leute Reden gilt nicht.

Armer Leute Sache gilt nichts.

Armer Leute Witz gilt nicht, Wasserkrug ist nicht klug.

Armer Mann, unwerter Gast.

Arme sind auf dem Wege des Reichen Felsen im Meere.

Arme und Kranke müssen viel ertragen.

Arm im Beutel, krank im Herzen.

Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf.


Arm ist nur, wer sich für arm hält.


Arm ist, wer den Tod wünscht, ärmer, wer ihn fürchtet.


Arm ist, wer nirgendwo zu bleiben hat.


Arm ist, wer sich nicht begnügen lässt.


Arm Mann lecker hat seinen Willen nicht.

Arm oder reich, der Tod macht alles gleich.

Arm oder reich, vor Gott sind alle gleich.


Armschmalz tut`s.

Arm sein ist eine Kunst, wer's kann.

Arm sein ist keine Schande, wenn man nur Geld genug hat.


Arm und frei ist besser als ein voller Kragen (Kropf) und eine Kette um den Hals.


Arm und fromm war nur bei Josepf im Stalle.

Arm und Reich gelten selten gleich.

Arm und Reich: Schlimm und Schlemm.

Arm und Reich, vor Gott sind alle gleich.

Armut nur im Sprichwort?
Die Armut in Deutschland steigt!
Die Armut steigt in Deutschland. 2015 wird weiter nur öffentlich auf Veranstaltungen diskutiert. Wann wird endlich gehandelt?
Armut hat es schon immer gegeben. Schon immer waren Sprichwörter über die Armut im Umlauf. In der Sammlung „FLORILEGIUM POLITICUM - Politischer Blumengarten“ von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 werden auf sechs Seiten (von Seite 42 bis 47) Sprichworte mit Arm und Armut aufgelistet. Dieser Umfang zeigt das Ausmaß der Armut in seiner Zeit. Auch Später wurde der Zustand der Armen nicht besser. 1867 in der Sammlung von Karl Friedrich Wander hat sich die Zahl der Sprichwörter zu diesem Thema schon verzehnfacht: Unter dem Stichworten Arm (Adj.): 113, Der Arme: 322 und Armut: 329, die Fremdsprachigen und diejenigen unter anderen Stichworten nicht mitgerechnet.

Heute wird immer noch darüber geredet, nicht mit Sprichwörtern wie früher, sondern in öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen. Verbessert hat sich nichts, die Armut ist eher schlimmer geworden, dank der sozialen Gesetzgebung und Hartz IV? In Deutschland hat sich die Armutsquote von 2006 auf 2013 von 14,0% auf 15,5% der Bevölkerung erhöht (in Hamburg auf 16,9%). Das ist eine Steigerung um 10,7% auf 12,5 Millionen Menschen in Deutschland. Eine Zunahme der Armut trotz einer Wirtschaftsentwicklung und Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2390 auf 2809 Mrd. Euro und Abnahme der Arbeitslosenzahlen! Besonders stark nahm im gleichen Zeitraum die Armut der 65-jährigen und älteren um 37,5 Prozent und die der Rentner und Pensionäre sogar um 47,5 Prozent zu. Die Riester und Rürup oder sonstigen Rentenverträge haben nichts zur Verbesserung beigetragen, außer den Provisionen für die Versicherungsgesellschaften. Erst musste vom sowieso geringen Einkommen etwas abgezweigt und Verzicht geübt werden und später werden die daraus resultierenden Zahlungen auf den Hartz IV Betrag angerechnet und abgezogen. Trotz (oder durch?) privater Vorsorge - Doppelt verloren!

Die Zahlen sind aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands vom Februar 2015. Der Armutsbericht steht im Internet zum Download zur Verfügung:
www.der-paritaetische.de/armutsbericht/service-download/

Armut alle (aller) Türen zutut.


Armut bei (in) bösen Jahren lehrt einem viel erfahren.


Armut bindet den Sack bei der Hälfte zu.


Armut bleibt verschmäht.

(Das bedeutet, wenn einer mit Geld und Ansehen etwas sagt, hören alle zu. Wenn aber ein unbedeutender und Armer etwas sagt, will keiner zuhören und ihn kennen wollen. Das gilt auch, wenn der Reiche Unsinn redet und der Arme geistreich und sinnvoll spricht.)


Armut braucht leichtes Blut, sagte der Geizhals, und speiste den Bettler ab.


Armut braucht List.


Armut bringt Kunst und Demut.


Armut bringt Ungeduld.


Armut den Herzen Friede gibt, Reichtum in großen Sorgen liegt.


Armut ein Schalk macht fetten Balg.

Armut erfährt viel.

Armut ernährt, aber sie macht nicht fett.


Armut findet alles auf den ersten Griff.


Armut findet alle Wege und Stege.


Armut folgt Armut bis in die Grube hinein.


Armut geht nicht betteln, sondern der Bettel.


Armut hat allenthalb Geleit.

Armut hat den sechsten (ist der sechste) Sinn.
(Das bedeutet soviel wie: Not macht erfinderisch.)

Armut hat einen Sinn mehr, denn andere Leute – die Not.


Armut hat Eselskleid und Pfauenstimm'.

(Das bedeutet, das es unschön anzusehen ist und auch unangenehm fürs Ohr ist. Man will die Armut weder ansehen noch anhören.)


Armut hat keine Scham.


Armut hat Städte gebaut.


Armut hat überall geliehen.

Armut hat viele an den Galgen gebracht.


Armut heilt Hochmut.


Armut hindert der Ehren viel, Kunst ohne Geld ist Affenspiel.


Armut hinkt, Reichtum (Wohlstand) springt.


Armut holt die Trägheit ein, es sei denn, dass diese auf einem Mönch reitet.


Armut hütet wohl.

Armut im Lande macht der Regierung oft Schande.

Armut in Ehren ist besser als Reichtum mit Schande.


Armut ist aller Künste Stiefmutter.


Armut ist angenehm.


Armut ist auslagefrei.

Armut ist der Faulheit Lohn.

Armut ist der Gesundheit Mutter.


Armut ist der Künste (Weisheit) Mutter.


Armut ist der sechste Sinn.

Armut ist der Tasche gut.

Armut ist der Tugend Stiefmutter.


Armut ist des Reichen Hand, Zunge, Aug' und Fuß.

(Das bedeutet, dass die Armen den Reichen dienen müssen als Handwerker, für sie reden und alle Wege zu Fuß erledigen müssen. Wenn die Reichen alles alleine machen sollten und dafür bezahlen müssten wären sie wahrscheinlich nicht so reich.)


Armut ist des Reichen Kuh.


Armut ist des Reichtums Hand und Fuß.


Armut ist des Unfriedens Mutter.

Armut ist die Erfinderin aller Dinge.

Armut ist die größte Untugend (Sünde).


Armut ist die Mutter der Demut.


Armut ist die Tochter der Faulheit.


Armut ist ein böser Ratgeber.


Armut ist ein brennend Hemd.


Armut ist eine böse Krankheit.


Armut ist eine gute Ringmauer.

(Laut dem Sprichwort schützt Armut vor Dieben. Was sollen sie auch stehlen, es ist ja sowieso nichts von Wert vorhanden.)


Armut ist eine Kunst, wer`s kann.

Armut ist eine Last, Alter ein unwerter Gast.

Armut ist eine schlimme Gesellschaft.

Armut ist eine schwere Last und nimmt ehrlichen Menschen Mut und Rast.


Armut ist eine Sünde, die der Reiche nie vergibt.


Armut ist ein fröhlich Ding.

Armut ist ein Gut, das alle Menschen hassen.

Armut ist ein Haderkatz.

Armut ist ein Luchs, fängt wohl auch einen Fuchs.

Armut ist ein schneidend Schwert.


Armut ist ein unwerter Gast.


Armut ist fürs Podagra gut.
(Podagra, aus dem griechischen: Fußgicht, bes. Gicht der großen Zehe.)

Armut ist für Torheit gut.

Armut ist groß, aber Faulheit noch größer.

Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.

Armut ist keine Schande noch Unehre.

Armut ist keine Sünde.

Armut ist keine Unehre.

Armut ist kein Laster, aber sie wirkt wie der Aussatz.

Armut ist kein Schand, aber Ursach zur Armut geben ist Schand und Unrecht.

Armut ist listig, sie fängt auch einen Fuchs.

Armut ist nicht Armut, sie sei denn nicht fröhlich.

Armut ist nur dem beschwerlich, der sie nicht ertragen kann.

Armut ist weder Schande noch Unehre.


Armut kann nicht regieren.


Armut kann nicht verlieren, Armut kann nicht regieren.

Armut kocht dünne Suppen.


Armut lähmt nicht.


Armut lehrt geigen.

Armut lehrt viel Böses.

Armut lehrt viele Künste.


Armut lockt den Teufel aus der Hölle.


Armut macht Erfindungen, Reichtum benutzt sie.


Armut macht nicht arm, sie sei denn, dass Gott erbarm.

Armut macht schamlos (unverschämt).

Armut muss zu Fuß gehen.


Armut prüft Freundschaft.


Armut schadet dem Adel nicht.


Armut schändet nicht, aber Laster schänden.


Armut schärft den Verstand.


Armut schneidet keinen Speck, aber Reichtum findet (presst) Öl in (aus) jedem Dreck.


Armut steigt, Reichtum fällt.


Armut sticht überall.


Armut stiehlt frohen Mut.


Armut studiert, Reichtum bankettiert.

Armut sucht neue List.

Armut sucht neue Wege.


Armut trägt den Kopf nie hoch.


Armut treibt zur Arbeit.


Armut tut dem Alter weh.


Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.


Armut und Alter sind zwei unwerte Gäste.


Armut und Elend sind Gefährten.

Armut und Furcht lügen gern.

Armut und Hunger haben manchen Junger.
Armut und Hunger hat viele gelehrte Jünger.

Armut und Jähzorn vertragen sich nicht.

Armut und Liebe sind schwer zu verbergen.

Armut und Verstand gehen selten Hand in Hand.

Armut und Zechen führen zum Verbrechen.


Armut weiß viel Ränke.


Armut wird gedrückt, Reichtum wird hervorgerückt.


Arm wie Hure in der Karwoche.

Artig Kind fordert nichts, artig Kind bekommt auch nichts.

Art lässt nicht von Art, der Bock nicht seinen Bart, der Speck nicht von der Schwart.

Arznei hilft, wenn Gott will, wo nicht, so ist`s des Lebens Ziel.

Arznei ist galgenfrei.

Ärzte sind unseres Herrgotts Menschenflicker.

Arzt, hilf dir selber.

Asch vor, Asch nach.

Auch auf breitem Wege kann man sich verirren.

Auch auf hinkendem Pferde kann man musterhaft reiten.


Auch Bücher haben ihr Schicksale.


Auch das beste Pferd stolpert einmal.

Auch der beste Gaul stolpert einmal.


Auch der Bauer isst nichts ungesalzen.

Auch der beste Acker bringt allein keine Frucht.

Auch der Geizige öffnet den Schrank, dauert das Bitten zu lang.

Auch der Löwe muss sich vor der Mücke wehren.

Auch die Ewigkeit besteht aus Augenblicken.

Auch die Heiligen haben ihre schwachen Augenblicke.

Auch die Unrecht tun, hassen das Unrecht.


Auch die Wände haben Ohren.

Auch ein Aas scheint fett, wenn es voll Luft ist.


Auch ein Armer hat noch einen Lappen, den ihm das Unglück abschneiden kann.

Auch eine Hur hat oft ein fromm Kind.

Auch ein gelehrter Mann spürt manchmal einen leeren Bauch.

Auch ein guter Baum bringt ungleiches Obst.

Auch ein Haar hat seinen Schatten.

Auch ein Sperling findet ein Haus für sich.

Auch geheilte Wunden lassen Narben zurück.

Auch in einer elfenbeinernen Scheide steckt oft ein bleiern Messer.

Auch rote Äpfel sind wurmstichig.

(Es ist nicht immer das enthalten, was eine schöne Außenseite verspricht.)

Auch vom Feinde kann man lernen.

Auch wenn Schnee auf der Hütte liegt, bedeutet es nicht, dass der Kamin in der Hütte schon kalt ist.


Auf allen Gassen findet man Unglück (Schlimmes) feil.


Auf Allmende zu weiden, ist niemand verboten.


Auf Allzuviel und Zwerge stirbt weder Leh`n noch Erbe.

Auf alten Mann bauen ist misslich.

Auf andere Leute jeder sieht, doch niemand merkt, was ihm gebricht.

Auf andrer Leute Kirchweih ist gut Gäste laden.

Auf deine Weise magst du essen, aber auf anderer Leute Art musst du dich kleiden.

Auf dem, der unterliegt, soll man nicht sitzen.

Auf dem Dorfe ist gut predigen.

Auf dem Eise ist nicht gut gehen.

Auf dem Markt lernt man die Leute besser kennen als im Tempel.

Auf dem Weg, den viele gehn, wächst kein Gras.

Auf den Gräbern wachsen die schönsten Rosen.

Auf den man nicht wartet, von dem hält man nichts.

Auf den Sparer folgt der Zehrer.

Auf den Winter folgt ein Sommer, aber alte Leute werden nie wieder jung.

Auf der armen Braut Gelöbnis trinkt der Schenk zuerst.

Auf der Fähre gilt kein Gotteslohn.
(Für eine in Anspruch genommene Leistung muss man bezahlen. Ohne Geld keine Ware und keinen Dienst von anderen.)

Auf der Kanzel ist der Mönch keusch.


Auf der schwächsten Schulter ruht oft die schwerste Last.

Auf des Teufels Eis ist nicht gut gehen.

Auf Donner folgt gern Regen.

Auf Eiern tanzen und mit Weibern umgehen muss gelernt werden sieben Jahr und einen Tag.

Auf eine grobe Lüge gehört eine grobe Ohrfeige.

Auf ein Ei gehört ein Trunk, auf den Apfel ein Sprung.

Auf einem alten Gaul lernt man das Reiten.

Auf einem Bein ist nicht gut stehen.

Auf einem Beine steht man nicht.

(Das Sprichwort, welches meist dazu benutzt wird, ein zweites Glas zu trinken.)

Auf einen bösen Markt gehört ein guter Mut.


Auf einen bösen Tag gehört ein guter Abend.

Auf einen Eselkopf sind Laugen umsonst.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
Auf einen groben (harten) Ast gehört ein grober (harter) Keil.

Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber Keil.


Auf einen guten Bissen gehört ein guter Trunk.

Auf einen guten Montag folgt stets ein böse Samstag.

Auf einen Heger kommt ein Feger.

Auf einen trüben Morgen folgt ein heiterer Tag.


Auf einen Weisen kommen tausend Narren.

Auf eine öffentliche Sünde gehört eine öffentliche Buße.

Auf einer Jagd fängt man nicht alles Wild.

Auf ein et cetera folgt eine Ohrfeige.

Auf ein schief Düppen gehört ein schiefer Deckel.

Auf Erden lebt kein Menschenkind, an dem man keinen Mangel find`t.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

(Soll auf einen Kommentar von Arnobius dem jüngeren (Kirchenschriftsteller, † nach 455), zu Psalm 36 zurückgehen,
www.was-war-wann.de/geschichte/beruehmte-zitate.html)


Auf gute Anrede folgt guter Bescheid.

Auf harten Betten liegt man sanft, auf weichen Betten liegt man hart.


Auf hohen Stühlen sitzt man schlecht.

Auf Lust folgt Unlust.

Auf Nachbars Feld steht das Korn besser.


Auf Rach folgt Ach!


Aufrecht hat Gott lieb.

Auf Regen folgt Sonnenschein.

Auf schnelle Fragen gib langsame Antwort.

Aufschub in Gefahr bringt oft ein böses Jahr.


Aufschub ist ein Tagedieb.


Auf Sparen folgt Haben.


Auf unfruchtbar Land muss man nicht erst säen.
(Das bedeutet, es ist umsonst und vergeblich, Menschen etwas zu erklären oder beizubringen zu versuchen, die nicht lernen können oder wollen.)


Auf ungewischter Bank ist gut finden.

Auf vollem Bauch steht ein fröhlich Haupt.

Augenblick gibt das Glück.


Augendienen tut nie kein Gut.

Augenfreund, Rückenfeind.

Augenfreunde, falsche Freunde.

Augenschein ist aller Welt Zeugnis.

Aug um Auge, Zahn um Zahn.

Aus altem Groll wird Hass.

Aus anderer Leute Beutel ist gut zehren.

Aus anderer Leute Haut ist gut Riemen schneiden.

Aus Bösen Gedanken entspringen böse Taten.

Aus Bösem kommt nichts Gutes.

Aus böser Wurzel üble Frucht.

Aus dem Busche in den Wald kommen.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Aus dem Ehebett soll man nicht schwatzen.

Aus dem Esel macht man kein Reitpferd, mag man ihn zäumen, wie man will.

Aus dem Kessel in die Bratpfanne.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Aus dem kleinsten Funken wird oft größter Brand.


Aus dem Mund kommen Worte, und Worte sind Wind.


Aus dem Regen in die Traufe kommen.

(Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat kommt auch noch Pech dazu.)


Aus dem Sächli wird ein Sach, aus dem Rünsli wird ein Bach.

Aus den Augen, aus dem Sinn.
(Sprichwort ähnlich in vielen Ländern. In Irland: Fern aus den Augen, fern aus dem Herzen. aus Griechenland: Augen die sich nicht sehen, vergessen sich schnell. und andere)

Aus der Ferne ist gut lügen.

Aus der Hand in den Mund gibt schlechte Nahrung (Haushaltung) kund.

Aus der Hand in den Mund leben.

Aus der Quelle soll man schöpfen.


Aus einem kleinen Fünklein kann ein großes Feuer werden.

Aus einem kleinen Gebüsch springt oft ein großer Hase.

Aus einem kleinen Samen wird ein großer Baum.


Aus einem Mops wird kein Jagdhund.

Aus einem Nascher wird leicht ein Dieb.

Aus einem Reis wird kein Besen.

Aus einem Schädel wird ein Schaden, wenn man nicht beizeiten wehrt.

Aus einem Schädlein soll man keinen Schaden machen.

Aus einem Schweinsohr kann man keinen seidenen Geldbeutel machen.


Aus einem verzagten Arsch fährt kein fröhlicher Furz.


Aus einem Wolf wird kein Lamm.


Aus einer argen Hur wird selten ein gut Eheweib.

Aus einer faulen Wurzel kommt kein guter Spross.


Außen blank, innen Stank.

Außen fix, innen nix, außen nix, innen fix.

Außen Honig, innen Galle.

Außen hui, innen pfui.


Außer den Marken muss man den Feinden angreifen.

Aus Fäden werden Stricke.

Aus fremdem Leder ist gut Riemen schneiden.


Aus fremdem Rohr ist gut Pfeifen schneiden.

Aus fremden Beuteln ist gut blechen.

Aus fremden Landen kommen üble Sitten.

Aus gebratenen Eiern kommen keine Hühner.


Aus Gras wird Heu.


Aus grober Wolle wird nie feines Tuch.


Aus Holz macht man große und kleine Heilige.


Aushorcher und Angeber sind des Teufels Netzeweber.

Aus kaltem Herzen kommt kein warmes Wort.

Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.

Aus kleinen Brunnen trinkt man sich ebenso satt als aus großen.

Aus kleinen Worten oft großer Zank.

Aus Neigungen werden Tugenden und Laster.

Aus Nichts wird nichts und bleibt nichts.

Aus Scherz kann leicht Ernst werden.

Aus schlechtem Fass kann man nichts Gutes zapfen.


Aus schlichtem Hause sieht oft ein kluger Mann heraus.


Aus Tropfen werden Flüsse, aus Flüssen wird das Meer.


Aus ungelegten Eiern schlüpfen keine Hühner.


Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner.

Aus vier Augen sieht die Welt viel heiterer aus als aus zweien.

Ausweichen muss man zur Rechten.

Auswendig fein, inwendig ein Schwein.

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