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Deutsche Sprichworte
Über 16.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Arm bis Az
Flagge von Deutschland
Die Farben Schwarz, Rot und Gold der deutschen Flagge wurden ab 1813 von Soldaten des Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen gegen Napoleon verwendet. Die Farben befanden sich auf den Uniformen, die sie trugen. Das Schwarz symbolisierte die Knechtschaft, aus der das Volk befreit werden sollte. Rot steht für das Blut, welches in den Schlachten von den Soldaten vergossen wurde und Golden war das Licht der Freiheit, die erreicht werden sollte.

Nach den Befreiungskriegen wurden die Farben von den neu gegründeten Burschenschaften weiterverwendet. Beim Hambacher Fest im Mai 1832 wehten dann erstmalig Fahnen mit schwarz-rot-goldenen Querbalken. Die Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Frankfurter legte 1848 die Nationalfahne mit schwarz-rot-goldenen Querstreifen fest. Nach Niederschlagung der Revolution wurden die Farben zunächst wieder aus dem öffentlichen Leben verbannt.

Erst die Weimarer Republik erklärte in ihrer Verfassung vom 11. August 1919 Schwarz-Rot-Gold wieder zu den Reichsfarben. Nach der Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkrieges wurde mit dem neuen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland am 8. Mai 1949 die schwarz-rot-goldene Flagge wieder eingeführt um an die zeitweilig durch die Nationalsozialisten verlorene Demokratie als Grundlage für die Bundesrepublik Deutschland anzuknüpfen. Es ist die Flagge Deutschlands und aller Deutschen und nicht die einer Partei oder Organisation, die sie manchmal als eigenes Zeichen für besondere nationale Gesinnung oder Zwecke missbrauchen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold
          https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Deutschlands

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Arm an Begierden macht reich an Vermögen.

Arm an Gelde, arm an Begierden.

(Das Sprichwort bedeutet, dass man sich nur das leisten , und auch nur wünschen kann, was man auch bezahlen kann.)


Arme Gäste sendet uns Gott zu.

Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

Arme Leute haben bald abgespeist.

Arme Leute haben weit heim.

Arme Leute kennt niemand.

Arme Leute kochen dünne Grütze.

Arme Leute machen reiche Heilige.

Arme Leute schlafen für wohl essen.

Arme Leute sind in ihrem eigenen Haus nicht daheim.

Arme Leute sollen nicht lecker sein.

Arme Leute vernähen das Gold in einen Wetzstein.

Arme mag man haben, Bettler nicht.

Armen geben, armet nicht.

Armen geben ist eine gewisse Einnahme.

Armen hat nie kein Geld gebrochen als den Sonntag und die ganze Wochen.

Armer, der sich schämt, bekommt nichts.

Armer Leute Gäste gehen früh nach Haus.

Armer Leute Hoffart und Kälbermist verriechen gern in kurzer Frist.

Armer Leute Hoffart währt nicht lange.

Armer Leute Pracht währt über Nacht: Zween Tage weiß Brot, darnach Jammer und Not.

Armer Leute Reden gehen viel in einen Sack.

Armer Leute Reden gilt nicht.

Armer Leute Sache gilt nichts.

Armer Leute Witz gilt nicht, Wasserkrug ist nicht klug.

Armer Mann, unwerter Gast.

Arme sind auf dem Wege des Reichen Felsen im Meere.

Arme und Kranke müssen viel ertragen.

Arm im Beutel, krank im Herzen.

Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf (begehrt).


Arm ist nur, wer sich für arm hält.


Arm ist, wer den Tod wünscht, aber ärmer, wer ihn fürchtet.


Arm ist, wer nirgendwo zu bleiben hat.


Arm ist, wer sich nicht begnügen lässt.


Arm Mann lecker hat seinen Willen nicht.

Arm oder reich, der Tod macht alles gleich.

Arm oder reich, vor Gott sind alle gleich.


Armschmalz tut`s.

Arm sein ist eine Kunst, wer's kann.

Arm sein ist keine Schande, wenn man nur Geld genug hat.


Arm und frei ist besser als ein voller Kragen (Kropf) und eine Kette um den Hals.


Arm und fromm war nur bei Josepf im Stalle.

Arm und Reich, der Tod macht gleich.

Arm und Reich gelten selten gleich.

Arm und Reich: Schlimm und Schlemm.

Arm und Reich, vor Gott sind alle gleich.

Armut nur im Sprichwort?
Die Armut in Deutschland steigt!
Die Armut steigt in Deutschland. 2015 wird weiter nur öffentlich auf Veranstaltungen diskutiert, in Hamburg am 2. Juni 2015 in der Apostelkirche. Wann wird endlich gehandelt? Auch 2016, 2017 und in Zukunft wahrscheinlich wieder nicht!!
Armut hat es schon immer gegeben. Schon immer waren Sprichwörter über die Armut im Umlauf. In der Sammlung „FLORILEGIUM POLITICUM - Politischer Blumengarten“ von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 werden auf sechs Seiten (von Seite 42 bis 47) Sprichworte mit Arm und Armut aufgelistet. Dieser Umfang zeigt das Ausmaß der Armut in seiner Zeit. Auch Später wurde der Zustand der Armen nicht besser. 1867 in der Sammlung von Karl Friedrich Wander hat sich die Zahl der Sprichwörter zu diesem Thema schon verzehnfacht: Unter dem Stichworten Arm (Adj.): 113, Der Arme: 322 und Armut: 329, die Fremdsprachigen und diejenigen unter anderen Stichworten nicht mitgerechnet.

Heute wird immer noch darüber geredet, nicht mit Sprichwörtern wie früher, sondern in öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen. Verbessert hat sich nichts, die Armut ist eher schlimmer geworden, dank der sozialen Gesetzgebung und Hartz IV? In Deutschland hat sich die Armutsquote von 2006 auf 2013 von 14,0% auf 15,5% der Bevölkerung erhöht (in Hamburg auf 16,9%). Das ist eine Steigerung um 10,7% auf 12,5 Millionen Menschen in Deutschland. Eine Zunahme der Armut trotz einer Wirtschaftsentwicklung und Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2390 auf 2809 Mrd. Euro und Abnahme der Arbeitslosenzahlen! Besonders stark nahm im gleichen Zeitraum die Armut der 65-jährigen und älteren um 37,5 Prozent und die der Rentner und Pensionäre sogar um 47,5 Prozent zu. Die Riester und Rürup oder sonstigen Rentenverträge haben nichts zur Verbesserung beigetragen. Durch Provisionen und Gebüren ist es vorwiegend eine Vörderung und Hilfe für die Versicherungsgesellschaften. Erst musste vom sowieso geringen Einkommen etwas abgezweigt und Verzicht geübt werden und später werden die daraus resultierenden Zahlungen auf den Hartz IV Betrag angerechnet und abgezogen oder Steuern erhoben. Trotz (oder durch?) privater Vorsorge - Doppelt verloren und Armut vergrößert!
Manche Politiker haben in der Vergangenheit gesagt, so viele Rentner wären ja gar nicht arm, sie würden zur Rente dazuverdienen und würden deswegen nicht als arm gelten. Umgekehrt wird ein Schuh daraus, weil sie arm sind und nicht genug zum Leben haben müssen viele dazuverdienen, um Miete und Lebensmittel bezahlen zu können. Zukünftig wird es immer mehr arme Rentner geben:
https://rentenbescheid24.de/arme-rentner/

Die Zahlen sind aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands vom Februar 2015. Dieser und Armutsberichte aus anderen Jahren stehen im Internet zum Download zur Verfügung:
www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/armutsbericht/download-armutsbericht/

Armut alle (aller) Türen zutut.


Armut bei (in) bösen Jahren lehrt einem viel erfahren.


Armut bindet den Sack bei der Hälfte zu.


Armut bleibt verschmäht.

(Das bedeutet, wenn einer mit Geld und Ansehen etwas sagt, hören alle zu. Wenn aber ein unbedeutender und Armer etwas sagt, will keiner zuhören und ihn kennen wollen. Das gilt auch, wenn der Reiche Unsinn redet und der Arme geistreich und sinnvoll spricht.)


Armut braucht leichtes Blut, sagte der Geizhals, und speiste den Bettler ab.


Armut braucht List.


Armut bringt Kunst und Demut.


Armut bringt Ungeduld.


Armut den Herzen Friede gibt, Reichtum in großen Sorgen liegt.


Armut ein Schalk macht fetten Balg.

Armut erfährt viel.

Armut ernährt, aber sie macht nicht fett.


Armut findet alles auf den ersten Griff.


Armut findet alle Wege und Stege.


Armut folgt Armut bis in die Grube hinein.


Armut geht nicht betteln, sondern der Bettel.


Armut hat allenthalb Geleit.

Armut hat den sechsten (ist der sechste) Sinn.
(Das bedeutet soviel wie: Not macht erfinderisch.)

Armut hat einen Sinn mehr, denn andere Leute – die Not.


Armut hat Eselskleid und Pfauenstimm'.

(Das bedeutet, das es unschön anzusehen ist und auch unangenehm fürs Ohr ist. Man will die Armut weder ansehen noch anhören.)


Armut hat keine Scham.


Armut hat Städte gebaut.


Armut hat überall geliehen.

Armut hat viele an den Galgen gebracht.


Armut hat viele zu Herren gemacht, doch manchen auch an den Galgen gebracht.

Armut heilt Hochmut.

Armut hindert der Ehren viel, Kunst ohne Geld ist Affenspiel.


Armut hinkt, Reichtum (Wohlstand) springt.


Armut holt die Trägheit ein, es sei denn, dass diese auf einem Mönch reitet.


Armut hütet wohl.

Armut im Lande macht der Regierung oft Schande.

Armut in Ehren ist besser als Reichtum mit Schande.


Armut ist aller Künste Stiefmutter.


Armut ist angenehm.


Armut ist auslagefrei.

Armut ist der Faulheit Lohn.

Armut ist der Gesundheit Mutter.


Armut ist der Künste (Weisheit) Mutter.


Armut ist der sechste Sinn.

Armut ist der Tasche gut.

Armut ist der Tugend Stiefmutter.


Armut ist des Reichen Hand, Zunge, Aug' und Fuß.

(Das bedeutet, dass die Armen den Reichen dienen müssen als Handwerker, für sie reden und alle Wege zu Fuß erledigen müssen. Wenn die Reichen alles alleine machen sollten und dafür bezahlen müssten wären sie wahrscheinlich nicht so reich.)


Armut ist des Reichen Kuh.


Armut ist des Reichtums Hand und Fuß.


Armut ist des Unfriedens Mutter.

Armut ist die Erfinderin aller Dinge.

Armut ist die größte Untugend (Sünde).


Armut ist die Mutter der Demut.


Armut ist die Tochter der Faulheit.


Armut ist ein böser Ratgeber.


Armut ist ein brennend Hemd.


Armut ist eine böse Krankheit.


Armut ist eine gute Ringmauer.

(Laut dem Sprichwort schützt Armut vor Dieben. Was sollen sie auch stehlen, es ist ja sowieso nichts von Wert vorhanden.)


Armut ist eine Haderkatze*13.

Armut ist eine Kunst, wer`s kann.

Armut ist eine Last, Alter ein unwerter Gast.

Armut ist eine schlimme Gesellschaft.

Armut ist eine schwere Last und nimmt ehrlichen Menschen Mut und Rast.


Armut ist eine Sünde, die der Reiche nie vergibt.


Armut ist ein fröhlich Ding.

Armut ist ein Gut, das alle Menschen hassen.

Armut ist ein Luchs, fängt wohl auch einen Fuchs.

Armut ist ein Schalk, sie macht manchen Balg.

Armut ist ein schneidend Schwert.

Armut ist ein unwerter Gast.


Armut ist fürs Podagra gut.
(Podagra, aus dem griechischen: Fußgicht, bes. Gicht der großen Zehe.)

Armut ist für Torheit gut.

Armut ist groß, aber Faulheit noch größer.

Armut ist keine Schande.
Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.
Armut ist keine Schande noch Unehre.

Armut ist keine Sünde.

Armut ist keine Unehre.

Armut ist kein Laster, aber sie wirkt wie der Aussatz.

Armut ist kein Schand, aber Ursach zur Armut geben ist Schand und Unrecht.

Armut ist kostenfrei.

Armut ist listig, sie fängt auch einen Fuchs.

Armut ist nicht Armut, sie sei denn nicht fröhlich.

Armut ist nur dem beschwerlich, der sie nicht ertragen kann.

Armut ist so angenehm, wie wenn ein Hund ins Bad käm'.

Armut ist weder Schande noch Unehre.

Armut kann nicht regieren.


Armut kann nicht verlieren, Armut kann nicht regieren.

Armut kocht dünne Suppen.


Armut lähmt nicht.


Armut lehrt geigen.

Armut lehrt viel Böses.

Armut lehrt viel Künste.


Armut lockt den Teufel aus der Hölle.


Armut macht Erfindungen, Reichtum benutzt sie.


Armut macht nicht arm, sie sei denn, dass Gott erbarm.

Armut macht schamlos (unverschämt).

Armut muss zu Fuß gehen.


Armut prüft Freundschaft.


Armut schadet dem Adel nicht.


Armut schändet nicht, aber Laster schänden.


Armut schärft den Verstand.


Armut schneidet keinen Speck, aber Reichtum findet (presst) Öl in (aus) jedem Dreck.


Armut selten recht tut.

Armut steigt, Reichtum fällt.

Armut sticht überall.


Armut stiehlt frohen Mut.


Armut studiert, Reichtum bankettiert (jubiliert).

Armut sucht neue List.

Armut sucht neue Wege.


Armut trägt den Kopf nie hoch.


Armut treibt zur Arbeit.


Armut tut dem Alter weh.


Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.


Armut und Alter sind zwei unwerte Gäste.


Armut und Elend sind Gefährten.

Armut und Furcht lügen gern.

Armut und Furcht macht schlechte Leute zu Lügnern.

Armut und Hunger haben manchen Junger.
Armut und Hunger hat viele gelehrte Jünger.

Armut und Jähzorn vertragen sich nicht.

Armut und Liebe sind schwer zu verbergen.

Armut und Verstand gehen selten Hand in Hand.

Armut und Zechen führen zum Verbrechen.


Armut weiß viel Ränke.


Armut wird gedrückt, Reichtum wird hervorgerückt.

Arm wie eine Hur in der Karwoche.
Artig Kind fordert nichts, artig Kind bekommt auch nichts.

Art lässt nicht von Art, der Bock nicht seinen Bart, der Speck nicht von der Schwart.

Arznei hilft, wenn Gott will, wo nicht, so ist`s des Lebens Ziel.

Arznei ist galgenfrei.
(Bei Wilhelm Körte steht 1837 bei diesem Sprichwort der Zusatz: Aber Gift nicht. Bedeutet das möglicherweise, Giftmord wird mit dem Galgen bestraft, der mit Arznei bleibt aber straffrei? Wenn man sich die heutigen Zahlen von ungeklärten Todesfällen, oder durch Nebenwirkungen oder falscher Dosierung von Medikamenten ansieht, könnte man manchmal ins Grübeln kommen.)

Ärzte sind unseres Herrgotts Menschenflicker.

Arzt, hilf dir selber.
(Das Sprichwort stammt aus der Bibel, Das Evangelium nach Lukas 4, 23.)

Asch vor, Asch nach.

Auch auf breitem Wege kann man sich verirren.

Auch auf hinkendem Pferde kann man musterhaft reiten.


Auch Bücher haben ihr Schicksale.


Auch das beste Pferd stolpert einmal.

Auch der beste Gaul stolpert einmal.


Auch der Bauer isst nichts ungesalzen.

Auch der beste Acker bringt allein keine Frucht.

Auch der Geizige öffnet den Schrank, dauert das Bitten zu lang.

Auch der Löwe muss sich vor der Mücke wehren.

Auch der Papst ist ein Schüler gewesen.

Auch die besten Händel*13 sind nichts nütz.

Auch die Ewigkeit besteht aus Augenblicken.

Auch die Heiligen haben ihre schwachen Augenblicke.

Auch die Mücke hat ihre Milz.

Auch die Unrecht tun, hassen das Unrecht.

Auch ein Aas scheint fett, wenn es voll Luft ist.


Auch ein Armer hat noch einen Lappen, den ihm das Unglück abschneiden kann.

Auch eine Edelrebe trägt einen Wintertroll.

Auch eine Hur hat oft ein fromm Kind.

Auch ein gelehrter Mann spürt manchmal einen leeren Bauch.

Auch ein guter Baum bringt ungleiches Obst.

Auch ein Haar hat seinen Schatten.

Auch ein Sperling findet ein Haus für sich.

Auch geheilte Wunden lassen Narben zurück.

Auch gut, hat der Bauer gesagt, da hatt` er einen Floh gefangen; er war aber auf den Läusefang aus.

Auch in einer elfenbeinernen Scheide steckt oft ein bleiern Messer.

Auch rote Äpfel sind wurmstichig.

(Es ist nicht immer das enthalten, was eine schöne Außenseite verspricht.)

Auch vom Feinde kann man lernen.

Auch wenn Schnee auf der Hütte liegt, bedeutet es nicht, dass der Kamin in der Hütte schon kalt ist.


Auf allen Gassen findet man Unglück (Schlimmes) feil.


Auf alle Pferde gerecht, wie ein Postsattel.

Auf Allmende zu weiden, ist niemand verboten.

Auf Allzuviel und Zwerge stirbt weder Leh`n noch Erbe.

Auf alten Mann bauen ist misslich.

Auf andere Leute jeder sieht, doch niemand merkt, was ihm gebricht.

Auf andrer Leute Kirchweih ist gut Gäste laden.

Auf das schönste Fleisch sitzen gern Scheißfliegen.

Auf deine Weise magst du essen, aber auf anderer Leute Art musst du dich kleiden.

Auf dem, der unterliegt, soll man nicht sitzen.

Auf dem Dorfe ist gut predigen.

Auf dem Eise ist nicht gut gehen.

Auf dem Markt lernt man die Leute besser kennen als im Tempel.

Auf dem Messer könnte man bis Rom reiten.

Auf dem Weg, den viele gehn, wächst kein Gras.

Auf den Gräbern wachsen die schönsten Rosen.

Auf den man nicht wartet, von dem hält man nichts.

Auf den Priester folgt der Küster.

Auf den Schergen*29 folgt der Henker.

Auf den Sparer folgt der Zehrer.

Auf den Winter folgt ein Sommer, aber alte Leute werden nie wieder jung.

Auf der armen Braut Gelöbnis trinkt der Schenk zuerst.

Auf der Fähre gilt kein Gotteslohn.
(Für eine in Anspruch genommene Leistung muss man bezahlen. Ohne Geld keine Ware und keinen Dienst von anderen.)

Auf der Kanzel ist der Mönch keusch.


Auf der Neige ist nicht gut sparen.

Auf der schwächsten Schulter ruht oft die schwerste Last.

Auf des Teufels Eis ist nicht gut gehen.

Auf die Jungfernschaft kann man keine Semmel borgen.

Auf Donner folgt gern Regen.

Auf Eiern tanzen und mit Weibern umgehen muss gelernt werden sieben Jahr und einen Tag.

Auf eine Frage gehört eine Verantwortung.

Auf eine grobe Lüge gehört eine grobe Ohrfeige.

Auf ein Ei gehört ein Trunk, auf den Apfel ein Sprung.

Auf eine Lüge gehört eine Fliege.

Auf eine Lüge gehört eine Maulschelle.

Auf einem alten Gaul lernt man das Reiten.

Auf eine Maulschelle gehört ein Dolch.

Auf einem Bein ist nicht gut stehen.
Auf einem Beine steht man nicht.

(Das Sprichwort, welches meist dazu benutzt wird, ein zweites Glas zu trinken.)

Auf einem heißen Ofen kann kein Gras wachsen.

Auf einem Stabe geritten ist halb gegangen.

Auf einen bösen Markt gehört ein guter Mut.

Auf einen bösen Tag gehört ein guter Abend.

Auf einen Eselkopf sind Laugen umsonst.

Auf einen gottlobigen Tod kommt gern ein trauriger.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
Auf einen groben (harten) Ast gehört ein grober (harter) Keil.

Auf einen knorrigen Ast gehört ein derber Keil.


Auf einen guten Bissen gehört ein guter Trunk.

Auf einen guten Montag folgt stets ein böse Samstag.

Auf einen harten Amboss gehört ein Hammer von Federn.

Auf einen Heger kommt ein Feger.

Auf einen Narren soll man nicht harren.

Auf einen schiefen Topf gehört ein schiefer Deckel.
Auf einen solchen Topf gehört eine solche Stürze (Deckel).
Auf schiefen Topf ein schiefer Deckel.
Es ist kein Topf so schief, er findet seinen Deckel. (es findet sich ein Deckel dazu.)
Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel.
Jeder Topf findet seinen Deckel.
Kein so schlimmer Pott, man findet einen Deckel darauf.
Kein Töpfchen so schief, es findet sich ein Deckelchen drauf.
(Seit über 400 Jahren ist dieses Sprichwort mit teilweise verschiedenem Wortlaut in etlichen Sprichwörtersammlungen zu finden und alle meinen das gleiche. Für jeden Menschen soll es einen passenden Partner geben, den man finden kann, wenn man nur lange genug mit offenen Augen sucht und auch bereit für Kompromisse ist. Wie kommt es dann, das in manchen Gemeinden so viele Singles leben? In einigen Hamburger Stadtteilen sind über 50 % aller Bewohner Singles. Das es alle so wollen ist unwahrscheinlich. Es bedeutet auch, dass sich für alles und jedes irgendwann etwas Passendes findet, ein Deckel, eine Schraube oder ein Besitzer für ausgefallene Dinge.)

Auf einen stillen Hund und schweigenden Menschen gib wohl Achtung.

Auf einen trüben Morgen folgt ein heiterer Tag.

Auf einen Weisen kommen tausend Narren.

Auf eine öffentliche Sünde gehört eine öffentliche Buße.

Auf einer Jagd fängt man nicht alles Wild.

Auf einer schwere Reise darf (mag) man wohl ein X für ein U setzen (schreiben).
(Das X für ein U stammt von den alten römischen Zahlen, die auch heute teilweise noch verwendet werden und der alten Schreibweise mit nur Großbuchstaben, bei der das „U“ und das „V“ beide als „V“ geschrieben wurden. Die römische Zahl X bedeutet 10 und die römische Zahl V bedeutet 5. Wenn das V etwas nach unten verlängert wurde, entstand daraus ein X, eine Verdoppelung. Bei Rechnungen oder Schuldscheinen konnte so in betrügerischer Absicht die Summe nachträglich unerkannt erhöht werden. So konnte beispielsweise ein Wirt ein V auf dem Kerbholz leicht in ein X ändern und der Gast musste 10 Getränke bezahlen, obwohl nur 5 getrunken wurden. Daraus entstanden die Sprichwörter und Redewendungen, wenn jemand andere täuschen, irreführen, hinters Licht führen, betrügen oder übers Ohr hauen wollte.)

Auf ein et cetera folgt eine Ohrfeige.

Auf ein hölzern Geschirr gehört ein hölzerner Deckel.

Auf ein junges Pferd gehört ein alter Reiter.
Auf ein ungezähmtes Pferd gehört ein alter Reiter.

Auf ein schief Düppen gehört ein schiefer Deckel.

Auf ein ungezäumt Pferd gehört ein alter Reiter.

Auf Erden lebt kein Menschenkind, an dem man keinen Mangel find't.

Auf fremden Füßen ist gefährlich stehen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
(Soll auf einen Kommentar von Arnobius dem jüngeren (Kirchenschriftsteller, † nach 455), zu Psalm 36 zurückgehen,
www.was-war-wann.de/geschichte/beruehmte-zitate.html)


Aufgewärmte Speise wird leicht zuwider.

Auf Gott vertrau, arbeit nicht lau, leb genau.

Auf grindigen Kopf gehört scharfe Lauge.

Auf großen Seen sind große Wellen.

Auf gute Anrede folgt guter Bescheid.

Auf halben Wege ist gut umkehren, wenn man irre geht.
Besser auf halbem Wege umkehren, als toll in die Ferne laufen.
Der auf halben Weg umkehrt, irrt nur um die Hälfte.
Wer auf halbem Wege umkehrt, irrt nur zur Hälfte.
(Egal mit welchem Wortlaut, dieses Sprichwort sagt eindeutig, wenn ein Irrtum oder Fehler bemerkt wird, sollte man umkehren, um den richtigen Weg zu nehmen und den Schaden begrenzen.)

Auf harten Betten liegt man sanft, auf weichen Betten liegt man hart.

Auf harten Betten schläft sich's wohl.

Auf heiler Haut ist gut schlafen.

Auf hohen Stühlen sitzt man schlecht.

Auf Lieb und Gewinn steht aller Welt Sinn.

Auf Lust folgt Unlust.

Auf Nachbars Feld steht das Korn besser.


Auf Nebel stark füllt Tod den Sarg.

Auf Purpurbetten liegt man hart.

Auf Rach folgt Ach!

Aufrecht hat Gott lieb.

Auf Regen folgt Sonnenschein.
Nach Regen kommt Sonnenschein.

Auf Rosenblätter ist nicht zu bauen.

Auf schnelle Fragen gib langsame Antwort.

Aufschub in Gefahr bringt oft ein böses Jahr.


Aufschub ist ein Tagedieb.


Auf seinen Vorteil kann jeder verzichten.

Auf solcher Kirchweih gibt man solchen Ablass.

Auf Sparen folgt Haben.

Auf Sünde folgt Strafe.

Aufs Wörtlein folgen Streiche.

Auf tausend Dummköpfe kommt ein Weiser und drei, die sich dafür halten.
(Wird vielfach als deutsches Sprichwort zitiert. Einige Male wird es auch als griechisches Sprichwort bezeichnet. Bisher keine original griechische oder deutsche Quelle gefunden.)

Auf unfruchtbar Land muss man nicht erst säen.
(Das bedeutet, es ist umsonst und vergeblich, Menschen etwas zu erklären oder beizubringen zu versuchen, die nicht lernen können oder wollen.)


Auf ungewischter Bank ist gut finden.

Auf vielbetretenem Fußsteig wächst kein Gras.

Auf vollem Bauch steht ein fröhlich Haupt.

Auf vollem Magen steht ein fröhlicher Kragen.

Auf Weiber und Gewinn steht aller Welt der Sinn.

Augen auf, Kauf ist Kauf.

Augenblick gibt das Glück.

Augendienern darf man nicht glauben.
(Augendiener = Diener oder Bediensteter, der nur arbeitet und zu Diensten ist, solange er gesehen wird. Ein Diener, der nur zum Schein dient, aber sonst nur herumsteht und nichts bewerkstelligt. Ein Schmeichler; Kriecher, Speichellecker, Heuchler oder anderes Gleichwertiges. Ein altes Wort, das nach dem 18./19. Jahrhundert nicht mehr in gebrauch ist.)

Augendienen tut nie kein Gut.

Augenfreund, Rückenfeind.
(Augenfreund = Genau wie der Augendiener, einer, der nur freundlich tut, solange man ihn sieht, hinterm Rücken una außer Sichtweite, verhält er sich ganz anders bis zum Gegenteil dessen, was er vorgibt.)

Augenfreunde, falsche Freunde.

Augen, Glauben, Glimpf*11, leiden keinen Schimpf.

Augenschein ist aller Welt Zeugnis.

Augen und Ohren (Die Ohren, Augen) haben auch ihre Zungen.

Auge um Auge, Zahn um Zahn.
(Der Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Altes Testament, 2. Buch Mose 21, 24, dort geht es noch weiter: Hand um Hand, Fuß um Fuß. Mose 21, 25: Brandmahl um Brandmahl, Beule um Beule, Wunde um Wunde. In Mose 21, 23 lautet der Anfang dieser Aufzählung: Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben,. Es ist die Ausrede von vielen, um Terror und Gewalt auszuüben, da es immer irgendwo einen vorgeblichen strafenswerten Grund zu finden gibt. Mahatma Gandhi sagte dazu, eine strickte Befolgung dieses aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelzitats, würde die Welt erblinden lassen. Es ist eben nicht die Aufforderung an die Opfer von Unrecht, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und Rache für erlittenes Unrecht zu üben. Es ist vielmehr eine Mahnung an die Verursacher von Unfällen und Schäden, den Schaden möglichst in voller Höhe wieder auszugleichen und so weit es geht zu beheben.
Bericht mit einer ausführlichen Analyse von der Uni Heidelberg: www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca03-3/auge.html)

Aus altem Groll wird Hass.

Aus altem Mantel wird ein neues Wams.

Aus anderer Leute Beutel ist gut zehren.

Aus andrer Leuten Häuten ist gut Riemen schneiden.
Aus andrer Leute Haut ist gut Riemen schneiden.

Aus Belieben zum Talg leckt die Katze den Leuchter.

Aus Bösen Gedanken entspringen böse Taten.

Aus Bösem kommt nichts Gutes.

Aus böser Wurzel üble Frucht.

Aus dem Busche in den Wald kommen.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Aus dem Ehebett soll man nicht schwatzen.

Aus dem Esel macht man kein Reitpferd, mag man ihn zäumen, wie man will.

Aus dem Kessel in die Bratpfanne.

(Aus dem Regen in die Traufe.)


Aus dem kleinsten Funken wird oft größter Brand.


Aus dem Mund kommen Worte, und Worte sind Wind.


Aus dem Regen in die Traufe kommen.

(Ein schlimmer Zustand wird noch weiter verschlimmert, der Unglückliche wird noch unglücklicher oder wenn man erst kein Glück hat kommt auch noch Pech dazu.)


Aus dem reichen Schlecker wird ein armer Lecker.

Aus dem Sächli wird ein Sach, aus dem Rünsli wird ein Bach.

Aus dem Staube in die Mühle.

Aus den Augen, aus dem Sinn.
Fern aus den Augen, fern aus dem Sinn.
(Sprichwort ähnlich in vielen Ländern. In Irland: Fern aus den Augen, fern aus dem Herzen. aus Griechenland: Augen die sich nicht sehen, vergessen sich schnell. und andere)

Aus den Reben fließt Leben.

Aus den Scherben erkennt man den Topf – und aus dem Weisch das Getreide.

Aus der Ferne ist gut lügen.

Aus der Hand in den Mund gibt schlechte Nahrung (Haushaltung) kund.

Aus der Hand in den Mund leben.

Aus der Quelle soll man schöpfen.


Aus einem Esel wird kein Hengst, man schicke ihn, wohin man wolle.

Aus einem kleinen Loch kann man auch den Himmel sehen.

Aus einem kleinen Fünklein kann ein großes Feuer werden.

Aus einem kleinen Gebüsch springt oft ein großer Hase.

Aus einem kleinen Samen wird ein großer Baum.


Aus einem Kohlensack kann nichts anderes als Ruß kommen.

Aus einem Mops wird kein Jagdhund.

Aus einem Mund gehen loben und fluchen.

Aus einem Nascher wird leicht ein Dieb.

Aus einem Reis wird kein Besen.

Aus einem Schädel wird ein Schaden, wenn man nicht beizeiten wehrt.

Aus einem Schädlein soll man keinen Schaden machen.

Aus einem Schlecker wird ein armer Lecker.

Aus einem Schweinsohr kann man keinen seidenen Geldbeutel machen.

Aus einem verzagten Arsch fährt kein fröhlicher Furz.


Aus einem Wolf wird kein Lamm.


Aus einer argen Hur wird selten ein gut Eheweib.

Aus einer faulen Wurzel kommt kein guter Spross.


Aus einer Igelshaut macht man kein Brusttuch.

Außen blank, innen Stank.

Außen fix, innen nix, außen nix, innen fix.

Außen Honig, innen Galle.

Außen hui, innen pfui.


Außer dem Zaun ist gut dingen.

Außer den Marken muss man den Feinden angreifen.

Aus Fäden werden Stricke.

Aus fremdem Leder ist gut Riemen schneiden.


Aus fremdem Rohr ist gut Pfeifen schneiden.

Aus fremden Beuteln ist gut blechen.

Aus fremden Landen kommen üble Sitten.

Aus gebratenen Eiern kommen keine Hühner.


Aus gescheiten Kindern werden Gecken.

Aus Gras wird Heu.

Aus grober Wolle wird nie feines Tuch.


Aus großem Wasser kommen große Fische und aus reichen Klöstern feiste Pfaffen.

Aus Holz macht man große und kleine Heilige.

Aushorcher und Angeber sind des Teufels Netzeweber.

Aus kaltem Herzen kommt kein warmes Wort.

Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.

Aus klattrigen Fohlen werden die schönsten Hengste.
(Aus dem Plattdeutschen: klattrig = zerlumpt, abgerissen, zerfetzt.)

Aus kleinen Brunnen trinkt man sich ebenso satt als aus großen.

Aus kleinen Worten oft großer Zank.

Aus Knaben werden Leute, aus Mädchen werden Bräute.

Aus lauteren Brunnen schöpft man lauteres Wasser.

Aus Liebe frisst der Wolf das Schaf.

Aus Liebe zum Talg leckt die Katze den Leuchter.

Aus Lust küsst einer die Kuh, wo sie hübsch ist.

Aus Melkgilten ist gut trinken.
(Gilten = alte Bezeichnung für gelten oder Kapital. Kapital melken - Zinsen aus dem Kapital erhalten.)

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aus Neigungen werden Tugenden und Laster.

Aus Nichts wird nichts und bleibt nichts.
Aus nichts wird nichts, von nichts kommt nichts.
Von nichts kommt nichts.
(Das bedeutet, ohne eigenen Einsatz und eigenen Anstrengungen kann man nichts erreichen und hat auch keinen Erfolg.)

Aus Sand dreht man keinen Strick.

Aus Schaden wird man klug.

Aus Scherz kann leicht Ernst werden.
Aus Spaß wird oft Ernst.

Aus schlechtem Fass kann man nichts Gutes zapfen.

Aus schlichtem Hause sieht oft ein kluger Mann heraus.


Aus Stiefeln macht man leicht Pantoffeln.

Aus Tagen werden Wochen, aus Monden Jahre.

Aus Trauen wird leicht Trauern.

Aus Tropfen werden Flüsse, aus Flüssen wird das Meer.

Aus trüben Mistlachen schöpft man nicht lauter.

Aus ungelegten Eiern schlüpfen keine Hühner.

Aus ungelegten Eiern werden spät junge Hühner.

Aus viel Beuteln ist gut Geld zählen.

Aus vier Augen sieht die Welt viel heiterer aus als aus zweien.

Aus Wasser macht man Essig, wie Salz aus Schnee.

Ausweichen muss man zur Rechten.

Auswendig fein, inwendig ein Schwein.

Aus zwilchenen Säcken kann man keine seidenen Beutel machen.
Aus Zwilchsäcken macht man keine Seidenbeutel.