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Deutsche Sprichwörter
Über 20.000 deutsche Sprichwörter auf
An der bis arm
Flagge von Deutschland
Die Farben Schwarz, Rot und Gold der deutschen Flagge wurden ab 1813 von Soldaten des Lützowschen Freikorps in den Befreiungskriegen gegen Napoleon verwendet. Die Farben befanden sich auf den Uniformen, die sie trugen. Das Schwarz symbolisierte die Knechtschaft, aus der das Volk befreit werden sollte. Rot steht für das Blut, welches in den Schlachten von den Soldaten vergossen wurde und Golden war das Licht der Freiheit, die erreicht werden sollte.

Nach den Befreiungskriegen wurden die Farben von den neu gegründeten Burschenschaften weiterverwendet. Beim Hambacher Fest im Mai 1832 wehten dann erstmalig Fahnen mit schwarz-rot-goldenen Querbalken. Die Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Frankfurter legte 1848 die Nationalfahne mit schwarz-rot-goldenen Querstreifen fest. Nach Niederschlagung der Revolution wurden die Farben zunächst wieder aus dem öffentlichen Leben verbannt.

Erst die Weimarer Republik erklärte in ihrer Verfassung vom 11. August 1919 Schwarz-Rot-Gold wieder zu den Reichsfarben. Nach der Zeit des Nationalsozialismus und des Weltkrieges wurde mit dem neuen Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland am 8. Mai 1949 die schwarz-rot-goldene Flagge wieder eingeführt um an die zeitweilig durch die Nationalsozialisten verlorene Demokratie als Grundlage für die Bundesrepublik Deutschland anzuknüpfen. Es ist die Flagge Deutschlands und aller Deutschen und nicht die einer Partei oder Organisation, die sie manchmal als eigenes Zeichen für besondere nationale Gesinnung oder Zwecke missbrauchen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold
          https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Deutschlands

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An der Armut will jeder den Schuh wischen.
An der Armut wischt jedermann die Schuhe.

Andere Länder, andere Sitten.


Arme Leute gehören hinter die Tür.

Andere Leute haben auch Hände.

Andere Leute kochen auch mit Wasser.

Anderer Fehler sind gute Lehrer.
Anderer Leute Fehler sind gute Lehrer.

Anderer Gefahr sei dein Lehr'.

Anderer Torheit bemerkt man eher als eigene.

Anderer Torheit sei deine Weisheit.

Andere sehen zu, er hat zugegriffen.

Ander Jahr, Ander Haar.
Anderes Jahr, anderes Haar.
(Das bedeutet, selbst ein Jahr kann schon große Veränderungen im Leben bewirken.)

Andere Zeiten, andere Sitten.

An der Frucht erkennt man den Baum.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 22, 6)

An der Geduld erkennt man den Mann.

An der Hunde hinken, an der Huren Winken, an der Weiber Zähren und des Krämers schwören, soll sich niemand kehren.
(Bei Eduard Graf (Deutesche Rechtssprichwörter, 1864) geht es noch weiter: Denn Krämer schwören um Geld, Weiber weinen, wenn's ihnen gefällt.)

Ander Leut Gut ist ander Leut Sorge.

Ander Mann, ander Glück.

Andern ist gut predigen.

Ändern ist nicht bessern.

Andern kann man raten, nur sich selber nicht.

Ändern und bessern sind zwei.

An der Red erkennt man den Mann.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 22, 6)

An der Red erkennt man den Toren wie den Esel an den Ohren.

An der Schale beißt sich mancher die Zähne aus, eh er zum Kern kommt.

Ander Städtchen, ander Mädchen.

An der Tafel des Gastmahls gibt`s mehr Freunde als an der Tür des Kerkers.

Änderung im Regiment nimmt selten gut End.

Anderwärts ist auch gut Brot essen.

An des Nachbarn Fall soll man sich spiegeln.


An die Berge scheint die Sonne zuerst.

Andre Hütten, andre Sitten.

Andre Jahre, andre Haare.

Andren Leuten flickt er den Sack, seinen lässt er die Mäuse fressen.

Andrer Leute Briefe, Beutel und Tisch soll man nicht ansehen.

Andrer Leute Kreuz lehrt das eigene tragen.

Andrer Leute Kühe haben immer größere Euter.

Andrer Mann, andres Glück.

Andre Zeit, andre Freud.

Andre Zeit, andre Lehre.

An dummen Leuten sind Rüben und Sack verloren.

An einem Fuchs bricht man nicht Wildbann.

An einem Gaste und an einem Weibe hat man nach drei Tagen genug.

An einem Haar zieht man mich hin, wo ich gern bin.

An einem nassen Sack kann man sich nicht trocknen.

An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden*13 gemünzt ist.

An einem rußigen Kessel kann man sich nicht sauber reiben.

An einem schmutzigen Lumpen kann man sich nicht sauber waschen.

An einer alten Schuld nimmt man Haberstroh.

An einer Frau und an einer Mühle gibt es immer was zu flicken.

An Entschuldigungen wird es niemand leicht fallen.

Anerkennung ist der Sauerstoff für menschliche Beziehungen.

Anfangen ist leicht, Beharren ist Kunst.

Anfangen und ringen ist ob allen Dingen.

Anfang heiß, Mitte lau, Ende kalt.

Anfang ist ein gut Behagen, die Last, die muss das Ende tragen.

Anfang ist kein Meisterstück.

Anfang und Ende reichen sich (einander) die Hände.

Anfang und Ende sind nicht immer gleich.

An fauler War ist kein gut Haar.

Anfechtung lehrt aufs Wort merken.

Anfechtung macht gute Christen.

An fremden Hunden riechen die andern.

An fremden Hunden und Kindern ist das Brot verloren.

Angeboren ist unverloren.

Angebotene Hülfe hat keinen Lohn.
Ungebotene Hülfe hat keinen Lohn.

Angebotener Dienst ist henkenswert.

Angebotener Dienst ist unwert (halb umsonst).

Angebotene Ware gilt nichts.

Angebotene Ware stinkt.

An Gedanken und gespanntem Tuche geht (kriecht) viel ein.

Angenommene Weis zergeht wie Eis.
(Das bedeutet, wenn man sich in einer Weise verhält, die nicht dem eigenen Charakter entspricht, wird man es anderen nicht lange vormachen können. Früher oder später verrät man sich doch und im entscheidenden Moment tritt die wirkliche Wesensart zum Vorschein.)

Angerührt, heimgeführt.

Angesicht, falscher Wicht.

An gleicher Bürde trägt sich keiner müde.

Angle, willst du Fische fangen.

An Gottes großem Kram sind alle Waren um Arbeit feil.
In Gottes Kram ist alles um Arbeit feil.

An Gottes Segen ist alles gelegen.
(Das bedeutet, ohne Gottes Segen geht nichts, hat auch der Erfolg keinen Sinn.)

Angriff ist die beste Verteidigung.

An großen Öfen ist gut sich wärmen, sie bedürfen aber viel Holzes.

Angst macht auch den Alten laufen.

Angst und Schrecken bringen den Lahmen auf die Beine.

An Höfen fällt es schwer, hohes Alter zu erreichen.


An Höfen gibt es mehr Achitophel als Josephe.
(Ein Sprichwort in Anlehnung an die Bibel. Achitophel, Ahitofel oder Ahitophel war ein Ratgeber König Davids. Er verbündete sich mit dessen Sohn Abschalom, der einen Aufstand gegen seinen Vater David zur eigenen Thronbesteigung ausführen wollte. Der Aufstand scheiterte und Abschalom starb dabei. Achitophel kehrte nach Hause zurück und erhängte sich. Quelle: Altes Testament, 2. Buch Samuel 15 - 18. Das Sprichwort sagt, dass es an Königshöfen mehr heimliche Feinde als treue Diener gebe.)

An jungen Bäumen, wenn sie gerade wachsen sollen, muss man immer etwas abhauen.

An kleinen Brunnen löscht man auch den Durst.

An kleinen Riemen lernen die Hunde Leder fressen.
An Riemen lernt der Hund das Leder fressen.

An kurzen Rossen und langen Stieren Ist nichts zu verlieren.

An losen Zeugen gebrach es nie (niemandem).
(Mit losen Zeugen sind falsche Zeugen gemeint.)

An Lügen gewinnt man nicht, denn dass man ihm nächstens desto weniger glaubt.

An manchem Kopf ist das Beste der Zopf.

An Meinen bindet niemand sein Pferd an.
An Meinen und Glauben bindet niemand seinen Gaul (Pferd) fest.

Anschauen macht Gedanken.


Anschauen macht Liebe, Gelegenheit Diebe.

Anschläge gehen mit der Sonne auf und nieder.

An schmierigen Händen bleibt viel hangen.

An schmutzigen Händen bleibt viel hängen.

An schwarzen Kesseln kann man sich nicht weiß brennen.

Ansehen kostet nichts.

Ansehen macht freien.

Ansehen macht (deit, tut) gedenken.
(Dieser Spruch soll dadurch entstanden sein, dass ihn ein Bäcker über sein Schild mit gemalten Backwaren geschrieben hat.)

Ansehn tut mehr denn Macht.

Anstatt zu klagen, dass die Rosen Dornen haben, Freude sollst du haben, dass der Dornenstrauch Rosen trägt.

Antichristus kann Christentum nicht predigen.

An überstandene Leiden erinnert man sich gern.

An verlegenem Fleisch kauft man allzeit zu teuer.

An Weibern liegt keine Macht.
(Dieses Rechtssprichwort bedeutet, wenn früher eine Frau einen Mann heiratet, gab sie damit auch alle Rechte an ihrem Eigentum auf, nur der Mann durfte entscheiden und die Frau brauchte in der Ehe die Erlaubnis des Mannes, um über ihr eigenes Gut zu verfügen.)

An Weibern schlagen die Männer ihre Schand'.

Anweisung ist keine Zahlung.

Anwerbung macht keine Verbindung.

An Worten und grauem Tuch geht viel ein.
An Worten und ungenetztem Tuche geht viel ein.

Aprilen-Blutt tut selten gut.

April tut, was er will.

Arbeit adelt.


Arbeite gern und sei nicht faul, keine gebratene Taube fliegt dir ins Maul.

Arbeiten bringt Brot, Faulenzen Hungers Not.

Arbeiten hat seine Zeit, und Feiern hat seine Zeit.


Arbeiten ist keine Schande, sondern faul sein ist eine Schande.

Arbeiten soll man, als wolle man ewig leben; fromm sein, als wolle man alle Stund sterben.

Arbeiten und Sparen macht zusehends reich.

Arbeit gebiert Ruhe.

Arbeit gewinnt allezeit (etwas).

Arbeit gewinnt Feuer aus den Steinen.

Arbeit gibt Tugend, Tugend bringt Ehre.

Arbeit hat allezeit Vorrat.

Arbeit hat bittere Wurzel, aber süße Frucht.
Arbeit hat eine bittere Wurzel, sie gewinnt aber süße Früchte.

Arbeit ist bei Armut gut.

Arbeit ist der beste Brautschatz.

Arbeit ist des Lebens Würze.

Arbeit ist des Ruhmes Mutter.

Arbeit ist eine Arznei vieler Laster.

Arbeit ist Irrtums Lohn.

Arbeit löscht Feuer- und Liebes-Brunst.

Arbeit ohne Vorteil wird sauer.

Arbeitsamkeit ist die beste Lotterie.

Arbeit, Sorg und Herzeleid ist der Erde Alltagskleid.


Arbeitsschweiß an den Händen hat mehr Ehre als ein goldener Ring am Finger.


Arbeit und Sparen macht reiche Knechte.

Arg lässt ärger Kind.

Arglist hilft nicht.

Arglist ist nicht Weisheit.

Argwohn betrügt den Mann.

Argwohn erzeugt Furcht und Furcht ist ein stetes Sterben.


Argwohn, Hoffart, Grimm und Zorn, machen aus den Weisen Toren.


Argwohn isst mit dem Teufel aus einer Schüssel.


Argwohn ist des Teufels Hure.

(Der Argwohn kann so viel Unheil anrichten, dass man ihn ein Werkzeug in der Hand des Teufels nennen kann.)

Argwohn ist ein böser Nachbar.

Argwohn ist ein Schalk.


Argwohn ist kein Beweis.

Argwohn ist leicht zu betrügen.

Argwohn macht aus Spinnweben Schiffstaue.


Argwohn riecht den Braten, bevor das Kalb geschlachtet worden ist.


Argwohn sieht einen weißen Hund für einen Müllerknecht an.

Arm an Begierden macht reich an Vermögen.

Arme Gäste sendet uns Gott zu.

Arme Gesellen kommen nicht leicht zu Ehren.

Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

Arme Leute, arme Küchen.

Arme Leute, armes Kreuz.

Arme Leute gehören hinter die Tür.
Der Arme gehört hinter die Tür.
Der Arme hat seinen Platz hinter der Tür.

Arme Leute haben bald abgespeist.

Arme Leute haben einen Sinn mehr als die reichen.

Arme Leute haben weit heim.

Arme Leute kennt niemand.

Arme Leute kochen dünne Grütze (Suppen).

Arme Leute machen reiche Heilige.

Arme Leute müssen immer unrecht haben.

Arme Leute schlafen für wohl essen.

Arme Leute sind in ihrem eigenen Haus nicht daheim.
Die armen Leute sind auch in ihrem eigenem Hause nicht daheim.

Arme Leute sollen nicht lecker sein.

Arme Leute treiben arme Weise.

Arme Leute vernähen das Gold in einen Wetzstein.

Arme mag man haben, Bettler nicht.

Armen geben, armet nicht.

Armen geben ist eine gewisse Einnahme.

Armen hat nie kein Geld gebrochen als den Sonntag und die ganze Wochen.

Ärmer als eine Hure in der Marterwoche.
So arm, wie 'ne Hure in der Marterwoche
Arm wie eine Hur in der Karwoche.

Armer, der sich schämt, bekommt nichts.

Armer Gast ist Gottes-Kast.

Armer Leute Freund und Gesell will niemand gern sein.

Armer Leute Gäste gehen früh nach Haus.

Armer Leute Hoffart und Kälbermist verriechen gern (gar bald) in kurzer Frist.

Armer Leute Hoffart hat bald ein End und spottet jedermann.
Armer Leute Hoffart währt nicht lange.

Armer Leute Kinder regieren Land und Leute.

Armer Leute Kinder und der Reichen Hunde werden fast gleich erzogen.

Armer Leute Pracht währt kaum über Nacht.
Armer Leute Pracht währt über Nacht: Zween Tage weiß Brot, darnach Jammer und Not.

Armer Leute Reden gehen viel in einen Sack.

Armer Leute Reden gilt nicht.

Armer Leute Sache gilt nichts.

Armer Leute Witz gilt nicht, Wasserkrug ist nicht klug.

Armer Leute Zorn hat keinen Nachdruck.

Armer Mann, unwerter Gast.

Arme sind auf dem Wege des Reichen Felsen im Meere.

Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf (begehrt).


Arm ist, wer den Tod wünscht, aber ärmer, wer ihn fürchtet.


Arm Mann lecker hat seinen Willen nicht.

Arm oder reich, der Tod macht alles gleich.
Arm und Reich, der Tod macht gleich.

Arm oder reich, vor Gott sind alle gleich.
Arm und Reich, vor Gott sind alle gleich.

Armschmalz tut`s.

Arm sein ist eine Kunst, wer's kann.

Arm und fromm war nur bei Josepf im Stalle.

Arm und Reich gelten selten gleich.

Arm und Reich gesellen sich nicht wohl.

Arm und Reich: Schlimm und Schlemm.

Arm und stolz sein ist Spott und Torheit.

Armut nur im Sprichwort?
Die Armut in Deutschland steigt!
Die Armut steigt in Deutschland. 2015 wird weiter nur öffentlich auf Veranstaltungen diskutiert, in Hamburg am 2. Juni 2015 in der Apostelkirche. Wann wird endlich gehandelt? Auch 2016, 2017 und in Zukunft wahrscheinlich wieder nicht!!
Armut hat es schon immer gegeben. Schon immer waren Sprichwörter über die Armut im Umlauf. In der Sammlung „FLORILEGIUM POLITICUM - Politischer Blumengarten“ von Christophorum Lehman aus dem Jahr 1630 werden auf sechs Seiten (von Seite 42 bis 47) Sprichworte mit Arm und Armut aufgelistet. Dieser Umfang zeigt das Ausmaß der Armut in seiner Zeit. Auch Später wurde der Zustand der Armen nicht besser. 1867 in der Sammlung von Karl Friedrich Wander hat sich die Zahl der Sprichwörter zu diesem Thema schon verzehnfacht: Unter dem Stichworten Arm (Adj.): 113, Der Arme: 322 und Armut: 329, die Fremdsprachigen und diejenigen unter anderen Stichworten nicht mitgerechnet.

Heute wird immer noch darüber geredet, nicht mit Sprichwörtern wie früher, sondern in öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen. Verbessert hat sich nichts, die Armut ist eher schlimmer geworden, dank der sozialen Gesetzgebung und Hartz IV? In Deutschland hat sich die Armutsquote von 2006 auf 2013 von 14,0% auf 15,5% der Bevölkerung erhöht (in Hamburg auf 16,9%). Das ist eine Steigerung um 10,7% auf 12,5 Millionen Menschen in Deutschland. Eine Zunahme der Armut trotz einer Wirtschaftsentwicklung und Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 2390 auf 2809 Mrd. Euro und Abnahme der Arbeitslosenzahlen! Besonders stark nahm im gleichen Zeitraum die Armut der 65-jährigen und älteren um 37,5 Prozent und die der Rentner und Pensionäre sogar um 47,5 Prozent zu. Die Riester und Rürup oder sonstigen Rentenverträge haben nichts zur Verbesserung beigetragen. Durch Provisionen und Gebühren ist es vorwiegend eine Förderung und Hilfe für die Versicherungsgesellschaften. Erst musste vom sowieso geringen Einkommen etwas abgezweigt und Verzicht geübt werden und später werden die daraus resultierenden Zahlungen auf den Hartz IV Betrag angerechnet und abgezogen oder Steuern erhoben. Trotz (oder durch?) privater Vorsorge - Doppelt verloren und Armut vergrößert!
Manche Politiker haben in der Vergangenheit gesagt, so viele Rentner wären ja gar nicht arm, sie würden zur Rente dazuverdienen und würden deswegen nicht als arm gelten. Umgekehrt wird ein Schuh daraus, weil sie arm sind und nicht genug zum Leben haben müssen viele dazuverdienen, um Miete und Lebensmittel bezahlen zu können. Zukünftig wird es immer mehr arme Rentner geben:
https://rentenbescheid24.de/arme-rentner/

Die Zahlen sind aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands vom Februar 2015. Dieser und Armutsberichte aus anderen Jahren stehen im Internet zum Download zur Verfügung:
www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/armutsbericht/download-armutsbericht/

Armut alle (aller) Türen zutut.


Armut behält Armut.

Armut bindet den Sack bei der Hälfte zu.

Armut den Sack zum halben Teil zubind.

Armut braucht List.


Armut bringt Kummer und Not und tut gar bange.

Armut bringt Kunst und Demut.

Armut bringt Ungeduld.


Armut dämpft Hochmut.

Armut den Herzen Friede gibt, Reichtum in großen Sorgen liegt.

Armut ein Schalk macht fetten Balg.

Armut erfährt viel.

Armut findet alles auf den ersten Griff.


Armut findet alle Wege und Stege.


Armut folgt Armut bis in die Grube hinein.


Armut geht nicht betteln, sondern der Bettel.


Armut greift nie fehl.
(Laut der Erklärung in der Sammlung von Georg von Gaal aus dem Jahr 1830 ist das so, „weil ihr Geld gezählt und ihre spärliche Habe leicht zu übersehen ist.“)

Armut hat allenthalb Geleit.

Armut hat den sechsten (ist der sechste) Sinn.
(Das bedeutet soviel wie: Not macht erfinderisch.)

Armut hat einen Sinn mehr, denn andere Leute – die Not.


Armut hat ihren Stand ohne Neid erhalten.

Armut hat kein Ansehen, drum geht sie hinten nach.

Armut hat Städte gebaut.


Armut hat überall geliehen.

Armut hat viele an den Galgen gebracht.


Armut hat viele zu Herren gemacht, doch manchen auch an den Galgen gebracht.

Armut hat viel zu Huren gemacht und viel an Galgen gebracht.

Armut hindert der Ehren viel, Kunst ohne Geld ist Affenspiel.


Armut holt die Trägheit ein, es sei denn, dass diese auf einem Mönch reitet.


Armut hütet wohl.

Armut ist aller Künste Stiefmutter.


Armut ist angenehm.


Armut ist auslagefrei.

Armut ist der Künste (Weisheit) Mutter.


Armut ist der sechste Sinn.

Armut ist der Tasche gut.

Armut ist des Reichen Hand, Zunge, Aug' und Fuß.
Armut ist des Reichtums Hand und Fuß.
(Das bedeutet, dass die Armen den Reichen dienen müssen als Handwerker, für sie reden und alle Wege zu Fuß erledigen müssen. Wenn die Reichen alles alleine machen sollten und dafür bezahlen müssten wären sie wahrscheinlich nicht so reich.)

Armut ist des Reichen Kuh.


Armut ist des Unfriedens Mutter.

Armut ist die Erfinderin aller Dinge.

Armut ist die Mutter der Demut.


Armut ist die Tochter der Faulheit.


Armut ist ein brennend Hemd.


Armut ist eine böse Krankheit.


Armut ist eine böse Stiefmutter guter Sitten und Tugend.

Armut ist eine gute Ringmauer und macht sicher vor Dieben.
(Laut dem Sprichwort schützt Armut vor Dieben. Was sollen sie auch stehlen, es ist ja sowieso nichts von Wert vorhanden.)


Armut ist ein ehrlich Ding, wer mit ihr kann umgehen.

Armut ist eine Haderkatze*14.

Armut ist eine Kunst, wer`s kann.

Armut ist eine Last, Alter ein unwerter (unangenehmer) Gast.

Armut ist eine schlimme Gesellschaft.

Armut ist eine schwere Last und nimmt ehrlichen Menschen Mut und Rast.


Armut ist ein fröhlich Ding.

Armut ist ein loser Hurenbalg und lehrt partieren.
(partieren = frühes Neuhochdeutsch, ab ca. 15. Jahrhundert: von Partiri - Zertheilen, zweien, scheiden, sondern, teilen; einzelnen Stimmen in Partituren anordnen.)

Armut ist ein Luchs, fängt wohl auch einen Fuchs.

Armut ist ein Schalk, sie macht manchen Balg.

Armut ist ein schneidend Schwert.

Armut ist ein unwerter Gast.


Armut ist fürs Podagra gut.
(Podagra, aus dem griechischen: Fußgicht, bes. Gicht der großen Zehe.)

Armut ist für Torheit gut.

Armut ist groß, aber Faulheit noch größer.

Armut ist gut, wer's glaubt und ihr recht tut.

Armut ist keine Lame am Leibe, noch Hindernis an der Seele.

Armut ist keine Schande.
Armut ist keine Schande, aber ein leerer Sack steht nicht gut aufrecht.
Armut ist keine Schande noch Unehre.

Armut ist keine Schande, aber Ursache zur Armut geben ist Schande und Unrecht.
(Ein Sprichwort, dass schon 1605 in der Sammlung von Petri steht und im Deutschen Sprichwörter Lexikon von Wander unter Armut Nr. 215. Ein Sprichwort, das etliche Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zur Kenntnis nehmen sollten. Es ist deren Schande und Unrecht, dass die Armut weiter zunimmt. Leider lesen die Verantwortlichen keine Sprichwörter oder halten sich nicht daran. Wer soll den wenigen Reichen noch etwas abkaufen, wenn keiner mehr etwas hat?)

Armut ist keine Sünde.

Armut ist keine Unehre.

Armut ist kein Laster, aber sie wirkt wie der Aussatz.

Armut ist kostenfrei.

Armut ist listig, sie fängt auch einen Fuchs.

Armut ist listig und sinnreich.

Armut ist nicht Armut, sie sei denn nicht fröhlich.

Armut ist nicht gut, denn sie macht Unmut.

Armut ist nur dem beschwerlich, der sie nicht ertragen kann.

Armut ist so angenehm, wie wenn ein Hund ins Bad käm'.

Armut ist weder Schande noch Unehre.

Armut ist wohl eine böse Webe weiß zu bleichen und dennoch hat es seinen Reichtum.

Armut kann nicht regieren.

Armut kann nicht verlieren, Armut kann nicht regieren.

Armut kocht dünne Suppen.


Armut lähmt nicht.


Armut lehrt geigen.

Armut lehrt viel Böses.

Armut lehrt viel Künste.


Armut macht nicht arm, sie sei denn, dass Gott erbarm.

Armut macht schamlos (unverschämt).

Armut muss zu Fuß gehen.


Armut prüft Freundschaft.


Armut schadet dem Adel nicht.


Armut schändet nicht, aber Laster schänden.


Armut schärft den Verstand.


Armut schneidet keinen Speck, aber Reichtum findet (presst) Öl in (aus) jedem Dreck.


Armut selten recht tut.

Armut steigt, Reichtum fällt.

Armut sticht überall.


Armut stiehlt frohen Mut.


Armut studiert, Reichtum bankettiert (jubiliert).

Armut sucht neue List.

Armut sucht neue Wege.

Armut sucht Wege.

Armut trägt den Kopf nie hoch.

Armut treibt zur Arbeit.


Armut tut dem Alter weh.


Armut tut selten gut.

Armut tut wehe, Elend noch mehr, noch will ich lieber Elend sein, denn verlieren die Treue mein.
Armut wehe tut.

Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.
Alt und arm sein sind zwei schwere Bürden; man hätt' an einer genug zu tragen.

Armut und Alter sind zwei unwerte Gäste.

Armut und Elend sind Gefährten.

Armut und Furcht lügen gern.

Armut und Furcht macht schlechte Leute zu Lügnern.

Armut und Geiz treibt zu nichts Gutes.

Armut und Hunger haben manchen Junger.
Armut und Hunger hat viele gelehrte Jünger.

Armut und Jähzorn vertragen sich nicht.

Armut und Liebe sind schwer zu verbergen.

Armut und Verstand gehen selten Hand in Hand.

Armut und Zechen führen zum Verbrechen.


Armut versucht viel.

Armut wagt alles.

Armut weiß viel Ränke.

Armut wird verdrückt (versteckt), Reichtum wird hervor gerückt.