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Deutsche Sprichworte
Über 16.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
J
Jacobs Stimme, Esaus Hände.

Jagen und nicht fangen macht verdrossene Jäger.

Jäger, Fischer und Hahnreie*15 müssen viel Geduld haben.

Jäger und Hunde tun manchen vergeblichen Sprung.

Jagest du, so fahest du.

Jähe Liebe, lange Feindschaft.

Jähe Liebe und Strohfeuer verrauchen schnell.

Jähem Rat folgt Reu und Leid.

Jäher Rat hat Reu zum Gefährten.

Jäher Rat kommt zu früh.

Jäher Rat nie gut tat.
Jäher Rat, selten gerat.

Ja Herr, vor Augen süß, zu Rücken bitter.

Jahre bringen Verstand, aber auch graue Haare.

Jahre lehren mehr als Bücher.


Jahre sollte man nicht zählen, sondern erleben.

Jahrmarkt ist nicht alle Tage.

(Wenn der Freudentag vorbei ist, fängt der Ernst wieder an und man muss zur Arbeit gehen.)

Jahr und Tag ist die rechte Gewähr.

Jahr und Tag soll ewig dauern.

Jähzornige Leute, treue Leute.
(Das bedeutet, wer schnell zornig wird, beruhigt sich auch schnell wieder. Bei denen weiß man, woran man ist und kann sich mit ihnen offen und einvernehmlich einigen. Die Menschen aber, die schweigen und sich zurückhalten, vor denen muss man sich in acht nehmen. Die sind meist tückisch und heuchlerisch und warten nur auf den Moment, um aus dem Hinterhalt zu handeln.)

Jähzorniger Mann ist kein Verräter.

Ja, liebe Frau Bas, wenn es regnet, wird man nass, wenn es schneit, so wird man weiß, und wenn's gefriert, so gibt es Eis.

Jammer, Angst und Not, ist mein täglich Brot.

Jammer füllt keine Kammer.

Jammern füllt keine Kammern.

Jammer lernt weinen.

Jammer steht vor der Türe und Elend schlägt die Trommel.


Ja und nein ist ein langer Streit.


Ja und nein scheidet die Leute.


Je älter der Bock, je härter das Horn.


Je älter der Geck, je schlimmer.


Je älter der Vogel ist, desto schwerer lässt er sich rupfen.
Je älter der Vogel, je übler (schwerer) lässt er sich rupfen.
Je älter der Vogel, je ungerner verlässt er die Federn.

Je älter die Kuh, je hübscher das Kalb.

Je älter, je kälter; je kärger, je ärger.

Je ärger das Stück, je größer das Glück.

Je ärger der Mahner, je schlimmer der Zahler.

Je ärger Schalk, je größer Glück.

Je ärger Schelm, je besser Glück.

Je ärger Strick, je besser Glück.

Je ärgrer Student, je frömmerer Pastor.

Je ärmer hier, je reicher dort.

Je besser Spiel, je ärger Schalk.

Je bitterer die Wurzel, je süßer die Frucht.

Je blinder der Herr, je heller der Knecht.

Jede Flasche findet ihren Stöpsel.

Jede Freud hat ein Leid auf dem Rücken.

Jede Gabe ist gut, die man in den Bettelsack tut.


Jede Gans hat ihren Kopf.

Jede Gans schnattert nach ihrer Weise.

Jede Glocke hat ihren Klöppel.

Jede Kuh ist früher ein Kalb gewesen.

Jede Lüge will zehn andre zum Futter haben, wenn sie nicht sterben will.

Jedem das Seine.

Jedem das Seine ist nicht zu viel.

Jedem das Seine, so hat der Teufel nichts.

Jedem dünkt seine Braut die Schönste.

Jedem ein Ei, dem braven Schweppermann zwei.

Jedem gefällt seine Weise wohl, darum ist das Land der Narren voll.

Jedem gefällt sein Fach.

Jedem ist sein Maß bestimmt, zu trinken und zu buhlen: tut er's bald, so ist er früh fertig.

Jedem ist zu glauben in seiner Kunst.
Jedem Vogel gefällt sein Nest.
Jedem Lapp gefällt seine Kapp.

Jedem Narren gefällt seine Kappe.


Jedem Narren gefällt sein Kolben wohl.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Jedem vertrauen ist töricht, keinem tyrannisch.

Jedem Vogel gefällt sein Nest.

Jedem was, ist gute Teilung.

Jeden deucht seine Braut die Schönste.

Jeden dünkt seine Eule ein Falk.

Jeden friert nach seinen Kleidern.

Jeden kleidet seine Tat.

Jeder Abel hat seinen Kain.

Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.

Jeder bekommt, was er verdient.

Jeder Bischof ist Papst in seinem Sprengel und jeder Pfaff Bischof in seiner Parochie*23.

Jeder bleibe bei seinem Fach, dann fällt auch kein Schneider vom Dach.

Jeder bleibt bei seiner Weise.


Jeder Bürger ist seines Gutes Genosse.

Jeder Degen hat seine Scheide.

Jeder Degen hat seine Scheide, aber nicht jede Scheid ihren Degen.

Jeder, der das Schwert zieht, soll auch durch das Schwert fallen.

Jeder Fasttag hat drei Fresstage.

Jeder fege vor seiner Tür.
Jeder sollte vor seiner eigenen Tür kehren.
Kehre jeder vor seiner eigenen Tür.
Kehre jeder vor seiner Tür.

Jeder friert, darnach er Kleider hat.

Jeder Fuchs verwahrt seinen Balg.
Jeder Fuchs pflegt seines Balgs.

Jeder für sich, Gott für uns alle.
(Der verwerflichste Egoismus, den kein Ehrbarer im Munde führen soll und kein Christ befolgen darf.)

Jeder Fürst ist Kaiser in seinem Lande.

Jeder Geselle will lieber Meister sein.


Jeder gilt, soviel er hat.

Jeder halte sich nach seinem Stande.

Jeder hält seine Arbeit für die beste.

Jeder hält seine Frau für die beste.


Jeder hält sein Kupfer für Gold.


Jeder hält sein Stroh für Heu und des andern Heu für Stroh.

Jeder Handel will seinen Mann ganz haben.

Jeder hat einen Sparren, und der's nicht glaubt, hat zwei.

Jeder hat ein Hemd von Menschenfleisch.

Jeder hat mit sich selbst genug zu tun.

Jeder hat seine eigenen Berge.


Jeder hat seine Meinung.


Jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigene Nase.


Jeder hat seinen eigenen Teufel.


Jeder hat seinen Splitter.

Jeder hat seinen Wurm.

Jeder hat seine Plage.

Jeder hat seine Schelle.

Jeder hat seine Stärken.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen.

Jeder hat sein Steckenpferd.
(Das ist ihm über alles wert).

Jeder hat sein Teufelchen im Leibe.

Jeder hat so seine Weise.

Jeder Hirt lobt seine Keule.

Jeder hüte sich vor der ersten Auslage.

Jeder hüte sich vor der Nacht.

Jeder ist ein Dieb in seiner Nahrung.

Jeder ist König und Kaiser in seinem Hause.

Jeder ist seiner Worte beste Ausleger.

Jeder ist seines Glückes Schmied.

Jeder ist seines Gutes mächtig.

Jeder ist sich selbst der Nächste.
(Wahlspruch der Egoisten, einer, der seine persönlichen Interessen in den Vordergrund stellt. Nur in Not- und Ausnahmesituationen darf man Gesetze übertreten oder braucht dem Nächsten nicht helfen, wenn man sich selbst in Gefahr begeben müsste.)

Jeder ist sich selbst die nächste Treue schuldig.

Jeder ist so alt, wie er sich fühlt.

Jeder kann seine Haut gerben lassen, wo er will.

Jeder kann, so viel er tut.

Jeder Kaufmann lobt seine Ware.

Jeder kehre (fege) vor seiner Tür.

Jeder Krämer lobt seine(n) Ware (Kram).

Jeder Kreuzer, gewonnen im Spiel, trägt dem Teufel Prozente viel.

Jeder kriegt, was er verdient.
(Sprichwort aus dem Ruhrgebiet)

Jeder Kummer ist ein Stein fürs Herz.

Jeder langt in einen offenen Kasten hinein.

Jeder lobt das Seine.

Jeder lügt in seinen eigenen Beutel.

Jeder macht`s, wie er`s versteht.

Jeder mag das Seine frei brauchen und besitzen.

Jedermann gewinnt seinen Arbeitslohn mit seiner Seele.

Jedermann hat seines Gutes Gewalt.

Jedermann ist Volksrechts würdig, der Arme wie der Reiche.

Jedermann mag auf seine Treue gehen.

Jedermann nutzt wohl das Seine.

Jedermann recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

Jedermann sagt es, niemand weiß es.

Jedermanns Freund ist niemands Freund.

Jedermanns Freund, jedermanns Geck (Narr).

Jedermanns Gesell ist niemands Freund.

Jedermann singt das Liedlein dem Loch unter der Nase zulieb.

Jedermann will den Amtsschimmel reiten.

Jeder meint, er habe das größte Kreuz.

Jeder meint, sein Kuckuck singe besser, als (denn) des andern Nachtigall.

Jeder meint, was er im Sinne hat, das läuten alle Glocken.

Jeder Mensch hat seinen Zwickel.

Jeder muss der Natur seine Schuld bezahlen.
(Mit der Klimaerwärmung präsentiert die Natur grade ihre Rechnung für Fortschritt und Technik der Menschheit. Mit den Kosten für die Folgen der vielen Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Dürren und Überschwemmungen werden die ersten Schulden an die Natur bezahlt, und das ist erst der Anfang.)

Jeder muss ein Paar Narrenschuhe zerreißen.
Es muss ein jeder ein paar Narrenschuh vertreten.
(Das bedeutet, jeder Mensch, egal wie klug oder weise, wird sich in einer Sache, von der er nichts versteht, als Narr erweisen.)

Jeder muss seine Haut zu Markte tragen.

Jeder Mutter Kind ist schön.

Jeder nach seinem Geschmack.

Jeder Narr ist seines Vorteils gescheit.

Jeder nur zu oft vergisst, dass er allein nicht jeder ist.

Jeder Pfaffe muss des Nachts Gemach haben.

Jeder Pfaff lobt sein Heiligtum.

Jeder Platz hat seinen Schatz, jeder Ort seinen Hort.

Jeder Räuber ist ein Dieb.

Jeder Schäfer lobt seine Keule.

Jeder schaue in seinen Rinnstein.
(Man sollte erst auf die eigenen Fehler sehen, bevor man die anderer kritisiert.)

Jeder schiebt die Schuld gern auf andere.

Jeder schlägt auf seinen Hals und nicht auf sein Gut.

Jeder seh`auf seine Sachen und nicht auf das, was andere machen.

Jeder spricht am liebsten von seiner Kunst.


Jeder spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Jeder strecke sich nach seiner Decke.
(Man kann nur das ausgeben, was man vorher eingenommen hat.)

Jeder Tag hat seine Plage.
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel, Das Evangelium nach Matthäus 6, 34: „Darum sorget nicht für den andern Morgen, der der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.“)

Jeder Tag hat sein Lieb und Leid.

Jeder Topf findet seinen Deckel.

Jeder trägt seinen Schalk im Busen.

Jeder Vogel hat sein Nest lieb.

Jeder Vogel singt seinen Gesang.

Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Jeder Vogler lobt seinen Kauz.

Jeder warte des Seinen und laufe nicht fort.

Jeder Wein hat seine Hefen, jedes Mehl seine Kleien.

Jeder weiß am besten, wo ihm der S– in den Schuh dringt.
 
Jeder weiß es am besten, wo ihn der Schuh drückt.
(Der Ursprung des Sprichworts geht auf die Römer vor über 2000 Jahren zurück: Als sich der römische Feldherr und Politiker Lucius Aemilius Paullus Macedonicus (* um 229 v. Chr. bis † 160 v. Chr.) nach langer Ehe von seiner ersten Frau trennte, fragten ihn seinen Freunden nach dem Grund. Sie wäre schön und tugendhaft und hätte ihm auch zwei Söhne und zwei Töchter geboren. Als Antwort hielt er ihnen seinen Schuh entgegen und sagte: „Sieht dieser Schuh nicht sehr zierlich und ganz neu aus? Keiner von euch aber weiß und fühlt es, wo und wie sehr er meinen Fuß drückt!“)

Jeder Winkel hat seinen Dünkel.

Jeder Zeit ihr Recht macht manchen armen Knecht.

Jeder zeugt seinesgleichen.

Jede Sache hat ihr Aber.

Jedes Alter hat seine Weise.


Jedes Ämtlein hat auch sein Schlämplein.


Jede Sau hat ihren Martinstag.


Jede Sau nennt ihre Ferkel schön.


Jede Sau soll bei ihrem Troge bleiben.


Jedes Dach hat sein Ungemach.

Jedes Ding hat sein Ende, die Wurst hat zwei.

Jedes Ding hat seinen Handgriff, nur das Mistspreiten hat seinen Schludder.
(Mistspreite = dreizinkige Mistgabel zum Mistwenden, Mistspreiten = Ausbreiten vom Mist zum Trocknen, Schludder = schleudern, etwas durch heftiges Bewegen die ihm anhaftende Feuchtigkeit, Flüssigkeit abschleudern.)

Jedes Ding hat seine Zeit, Gottes Güt' in Ewigkeit.
(Der Ursprung befindet sich in der Bibel: Der Prediger Salomo 3, 1.)
Jedes Ding hat zwei Seiten.
Alle Dinge haben zwei Seiten.
Alles Ding hat zwei Seiten.
Alles hat zwei Seiten.
Das Neue hat zwei Seiten.
Es hat alles zwei Seiten.
Jede Geschichte hat zwei Seiten.
Jede Medaille hat zwei Seiten.
Jeder Mensch hat zwei Seiten.

Zwei Seiten derselben Medaille.
(Sehr viele Dinge haben zwei Seiten, manche auch etliche mehr. Dinge, Menschen, Medaillen oder anderes kann gut oder schlecht oder irgendetwas anderes sein, kein Mensch sieht etwas wie ein Zweiter und beurteilt es noch anders. Auch Sprichwörter haben manchmal mehr als eine Seite und man kann sie verschieden auslegen. Diese Internetseite hat 39 Seiten mit deutschen und über 200 Seiten mit anderen Sprichwörtern. Auf der einen Seite ist es gut, da man bei der großen Auswahl für alles und jedes etwas findet, auf der anderen Seite ist es weniger gut, da man wegen der Menge leicht die Übersicht verlieren kann und vergebens sucht (Ich hoffe, das ist nicht so oft der Fall.).)

Jedes Ding ist wie der, der's besitzt.

Jedes Ding will Ruhe haben.

Jedes Gut muss einen gewissen Herrn haben.

Jedes Haar hat seinen Schatten und jede Ameise ihren Zorn.

Jedes Holz hat seinen Wurm und jedes Mehl seine Kleie.

Jedes Kind behält seines Vaters Recht.

Jedes Kind erbt für sein Teil und für sein Haupt.

Jedes Kind ist seines Vaters.

Jedes Land hat seinen Tand.
(Kommentar zu diesem Sprichwort in dem Buch „Die Sprichwörter der Deutschen“ aus dem Jahr 1837 von Wilhelm Körte: „Es ist übrigens überall gut leben; nur da nicht, wo die Ausgabe die Einnahme übersteigt und wo die Menschen mehr vermögen als die Gesetze.“
Ein Zustand, der auch heute wieder in Deutschland immer weiter um sich greift, wo immer mehr glauben, sich um Gesetze, Regeln und die geringste Rücksichtnahme gegenüber anderen oder schwächeren nicht mehr kümmern zu müssen. Rücksichtslose Autofahrer, Radfahrer, die von Verkehrsregeln noch nie gehört haben und Fußgänger, die Rote Ampeln nicht beachten. Jeder gegen jeden, der Stärkere gegen den Schwächeren, Hauptsache sich durchsetzen, ohne Rücksicht auf Verluste (natürlich immer die der anderen). Die Unfallzahlen im Verkehr geben Zeugnis davon, ebenso die Verletzten und Toten im Zusammenhang mit den vermeintlich bösen anderen, gegen die immer mehr meinen, aktiv werden zu müssen, gegen Anstand oder christliche Kultur und Grundsätze oder jedes Gesetz.)

Jedes Land hat seinen Teufel, der von Deutschland heißt Weinschlauch und Saufaus.

Jedes Paradies hat seine Schlange.

Jedes Schloss kann man öffnen, mit einem goldenen Schlüssel.

Jedes Sprichwort muss einen Zipfel haben, wo man`s anfasst.

Jedes Weib will lieber schön als fromm sein.


Jede Ware ist nach ihrem Gelde.

Je dümmer der Mensch, desto größer das Glück.

Je dürrer die Zeit, desto grüner die Hoffnung.

Je enger der Käfig, je schöner die Freiheit.

Je fauler der Stamm, je wohler dem Wurm.

Je fertiger Hand, je lieber Pfand.

Je fester man eine Brennnessel anfasst, desto weniger brennt sie.

Je fetter der Floh, je magerer der Hund.

Je fetter der Ochs, je schlechter das Fell.

Je frecher die Tat, desto leichter gelingt sie.

Je frommer der Christ, je größer das Kreuz.


Je früher die Zucht, je besser die Frucht.

Je früher reif, je früher faul.

Je gefälliger jemand ist, je mehr wird ihm aufgebürdet.

Je gelehrter, je verkehrter.

Je gelehrter Mann, je böser Weib.

Je gesunder das Pflaster, je größer der Schmerz.

Je glatter Maul, je fauler Aas.

Je grauer, je schlauer.

Je größer das Fest, je schlimmer der Teufel.

Je größer das Glück, desto größer ist auch die Unsicherheit.


Je größer das Verbrechen, je weniger glaubt man daran.


Je größer der Baum, je schwerer der Fall.

Je größer der Berg, je tiefer das Tal; je größer der Mann, je härter der Fall.

Je größer der Offizier, je größer das Verbrechen.

Je größerer Narr, je größere Schelle.

Je größer Glück, je mehr Tück.

Je größer Gut, je mehr Brandholz, so wir in die Hölle tragen.

Je größer Lump, je größer Gunst.

Je größer Hast, je minder Sput.

Je größer Neid, je größer Glück.

Je größer Not, je näher Gott.


Je größ're Herr, je wild'rer Bär.

Je größ'rer Nar, je beß're Pfarr.

Je heftiger die Krankheit, je schärfer die Arznei.

Je heiliger das Fest, je geschäftiger der Teufel.


Je heiliger Zeit, je heftiger Streit.

Je heißer der Krieg, desto schneller der Friede.

Je höher der Affe steigt, je mehr er den Hintern zeigt.

Je höher der Baum, je schwerer sein Fall.

Je höher geklommen, je schwerer sein Fall.

Je höher der Berg, je tiefer das Tal, je größer der Mann, je tiefer der Fall.
Je höherer Berg, je tiefer Tal.

Je höher der Kirchturm, je schöner das Geläute.

Je höher der Rang, desto stärker der Zwang.

Je höher der Turm, je näher dem Wetter.

Je höher die Glocke hängt, je heller sie klingt.

Je kahler der Junker, je größer der Prunker.

Je kleiner das Dorf, desto bissiger die Hunde.

Je krummer das Holz, je besser die Krücke.
(Je mehr sich jemand vor dem Stolzen oder vermeintlich Großen biegt und buckelt, um so mehr wird er missbraucht und macht sich selber klein und krumm.)

Je krümmer, desto dümmer (je schlimmer).
(Das Sprichwort stammt aus früherer Zeit, in der man noch glaubte, dass Menschen, die mit einem krummen Glied, einem Buckel oder anderen Missbildungen zur Welt kamen, gezeichnet waren, weil sie etwas Böses an sich hatten und andere Menschen sich vor ihnen in acht nehmen müssten. Durch diese Missbildung könnten andere sie rechtzeitig erkennen und ihnen aus dem Weg gehen. Ein unbegründeter Aberglaube aus einer Zeit, in der man noch an Geister und Hexen glaubte. Heute breitet sich ein vergleichsweiser Aberglaube gegen fremde Menschen aus anderen Ländern aus, die in Deutschland grundlos immer mehr auf Feindseligkeiten stoßen.)

Je kürzer der Hund angelegt, je böser ist er.
(Das bedeutet, je bissiger oder aggressiver ein Hund ist, umso kürzer muss er angebunden werden, um kein Unheil anzurichten. Im übertragenen Sinn ist dieses Sprichwort für böse und gefährliche Menschen gedacht, denen man keine Macht oder Einfluss geben darf.)

Je länger der Tag, je kürzer der Faden
(Das Sprichwort bedeutet, in früheren Zeiten wurde bei Tageslicht draußen auf den Feldern gearbeitet. Am Abend nach Sonnenuntergang wurde in den Häusern gesponnen. Um so länger die Tage waren, umso kürzer die Zeit, in der gesponnen wurde und umso kürzer der dabei gesponnene Faden.)

Je länger hier, je später dort.

Je länger, je ärger, je älter, je kärger.

Je länger man lebt, je älter man wird.


Je lieber Kind, je schärfre Rute.
(Das bedeutet, soll das Kind gut geraten, darf man nicht alles durchgehen lassen. Man muss bei Verfehlungen oder bösen Taten auch strafen und tadeln und Vorschriften machen. Das muss nicht unbedingt mit Prügeln und Schlägen wie früher üblich geschehen, es gibt genügend andere Erziehungsmethoden. Ohne die richtige Strenge und Fürsorge werden aus Kindern oft nur schlechte, verwöhnte und unfähige Erwachsene. Im Zweifel helfen heute Jugendämter, Elternschulen und andere. Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel bei den Sprüchen Salomos 13, 24.)

Je magrer der Hund, je größer die Flöhe.

Jemand einen Korb geben.
(Einen Antrag ablehnen.)


Je mehr Aufsicht, je weniger Einsicht.

(Zu viel Kontrolle und Aufsicht erzeugt oft Heuchelei und Scheinheiligkeit.)


Je mehr der Brunnen gebraucht wird, je mehr gibt er Wasser.

Je mehr der Geizige hat, je weniger wird er satt.

Je mehr der Held mit Worten prahlt, je schlechter er mit Taten zahlt.

Je mehr der Rauch aufsteigt, je mehr verfliegt er.

Je mehr der Teufel hat, je mehr will er haben.

Je mehr du rührst, je mehr es stinkt.

Je mehr Ehr, je mehr Beschwer.

Je mehr ein Ding einer Lüge gleich ist, je größeren Anhang es hinter sich hat.

Je mehr einer (er) trinkt, je mehr ihn (er) dürstet.

Je mehr es schreit, je bälder es freit.

Je mehr Feinde, je mehr Ehre; viel Feinde, viel Beute.
(Denkspruch des Ritters Georg von Frundsberg, des Kriegsoberſten Kaisers Maximilian I.)

Je mehr Freiheit, je mehr Mutwille.

Je mehr Gesetze, desto mehr Untugend.

Je mehr Gesetze, je mehr Sünde.

Je mehr Gesetze, je weniger Recht.

Je mehr Hunde, je weher dem Bein.

Je mehr Kinder, je mehr Glücks.

Je mehr Leute, je mehr Glück.

Je mehr man an das Sterben denkt, desto besser wird man leben.

Je mehr man den Dreck rührt, je mehr stinkt er.

Je mehr man den (im) Schmutz(e) rührt, je mehr stinkt er.

Je mehr man den Stock begießt, je schöner er aufschießt.

Je mehr man hat, je mehr man haben will.

Je mehr man sich vergisst, desto besser erinnern sich die anderen.

Je mehr Neider, je mehr Glück.


Je mehr Seelen, je mehr Freude.

Je mehr Tücke, je besser Glücke.

Je mehr Vermögen der Vater, je weniger Tugend hat der Sohn.

Je mehr Widerstand, je mehr Fortgang.

Je nachdem man einem will, steckt man ihm Maien oder Besen.

Je nach dem Winde dreht sich die Fahne.

Je näher dem Bein, je süßer (das) Fleisch.

(Ähnliche Sprichwörter gibt es in etlichen Sprachen auch in anderen Ländern. Mit Bein sind hier Knochen gemeint. Bei dicken oder dünnen Menschen bedeutet das, um so dünner jemand ist, umso näher ist die Haut dem Bein (dem Knochen). Das Sprichwort bedeutet, dass dünnere Frauen als bessere Geliebte angesehen werden (süße, hübsche schlanke Mädchen, Fleischeslust). Es wird teilweise auch als Werbung für Fleisch mit Knochen, das angeblich dicht am Knochen besser ist, gebraucht. Oder für Knochen mit wenig Fleisch? Gastwirte, die mit diesem Sprichwort werben, wollen wahrscheinlich nicht, dass sich Gäste mit der hübschen schlanken Kellnerin ins Separee zurückziehen.
Das Sprichwort wird schon 1616 im Buch „Teutsche Sprach und Weiszheit Thesaurus Germanicae“ von Georg Henisch, Doktor der Medizin (1549 - 1618), aufgeführt. Dort steht es in Spalte 1137 in Verbindung mit dem Glauben: „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben. Gott wechselt mit uns wunderlich unser Fleisch, nimmt er an und gibt uns in sein Himmelreich die klare Gottheit darein. Je geringer Glaube, je stärker Fleisch und Blut und je weniger ihm abgebrochen wird. Je näher dem Bein, je süßer Fleisch.“ Unzucht und Unkeuschheit bei Frauen waren früher Gründe, die den Weg ins Himmelreich versperrten.)

Je näher dem Brunnen, je frischer (reiner) das Wasser.

Je näher dem Feuer, je heißer.

Je näher dem Kloster, je ärmer der Bauer.

Je näher dem Papst, je schlimmerer Christ.

Je näher der Abend, je weiter nach Haus.

Je näher der Kirche, je später hinein.

Je näher der Kirche, je weiter von Gott.

Je näher der Kuh, je besser der Käs.
(Das bedeutet, je frischer die Milch ist, desto besser wird auch der daraus hergestellte Käse. Demnach sind nur die Käse wirklich gut, die in einer Käserei direkt neben dem Bauernhof hergestellt wurden. Die vielen Käse, die heute industriell aus denaturierter Milch mit etlichen fremden Zusätzen entstehen, können demnach keine sonderliche Qualität haben und wären früher unverkäuflich.)

Je näher die Herberge, je länger der Weg.

Je näher Freundschaft, je bittrer Feindschaft.

Je näher, je später.

Je näher Rom, je schlimmer Christ.

Jenseits dem Bach giebt's auch Leute.

Je povrer der Pracher*25, je fetter die Laus.
(Je ärmer der Bettler, je fetter die Laus.)

Je reicher, je kärger.

Je schäbiger Hund, je mehr Flöhe.

Je schärfer die Rute, je besser das Kind.

Je schlechter der Jäger, je schlimmer der Hund.
(Das bedeutet, wenn man ein schlechter Jäger ist, wird man auch bei den dazugehörigen Dingen nicht sonderlich gut sein, zum Beispiel bei der Dressur der Jagdhunde. Das Gleiche gilt auch für andere zusammenhängenden Arbeiten.)

Je schlimmer der Zimmermann, je mehr Späne.

Je schlimmer die Leut', je schlimmer die Zeit.

Je schlimmer die Sau, desto besser die Eicheln.

Je schlimmer Mensch, je besser Glück.

Je schöner die Wirtin, je schwerer die Zeche.


Je schöner Frau, je kürzer Leben.

Je schöner Weib, je schlechtere Schüssel.

Je schwächer der Bettler, je stärker die Krücke, je ärger der Schalk, je größer das Glück.
(Das Sprichwort meint, je schwächer und hilfloser einer aussieht, desto mehr Mitleid erregt er bei anderen, ihm wird schneller und mehr geholfen als anderen. Seine vermeintliche Schwäche ist die eigentliche Stärke der Bettler und Faulenzer. Dazu steht in der Sprichwörtersammlung von Wilhelm Körte 1837 folgende Geschichte: „In der Stadt Basel war ein Bettler, welcher dem ersten Kinde, das ihm sein Weib gebar, den Fuß zerbrach; dem Zweiten wollt' er den Arm zerbrechen; die Mutter aber wollte wenigstens ein Kind mit ganzen Gliedern behalten. „Gut,“ sprach der Bettler, „nimm's hin! Willst du einen Hungerleider haben, so behalt' ihn; ich wollte einen Herrn draus machen, der zu leben hätte, ohne viel Arbeit!“ “)

Je schwärzer die Nacht, je schöner der Tag.

Je schwerer Kunst, je mehr Pfuscher.

Je später der Abend, je schöner die Leute.


Je später, je härter.

Je stärker getrunken, je schwächer geworden.

Je süßer der Wein, je saurer der Essig.

Jetzt komm ich dran, sagt der Hanswurst.

Je ungelehrter, je hoffartiger.

Je unwissender, je kecker.

Je voller das Fass, je gelinder der Klang.

Je voller, je toller.

Je weiter der Mond (und Sterne) von der Sonne, je heller ist er (sie leuchten gar).
Je weiter der Mond von der Sonne ist, je klarer er leuchtet.

Je weiter entfernt, je größer die Sehnsucht.

Je weniger Ausbildung, je mehr Einbildung.


Je weniger Gesetz, je besser Recht.

Je weniger man isst, je länger isst man.

Je weniger Speise, je mehr Hunger.

Je weniger Worte, je besser Gebet.

Jokele, geh du voran! Du hast Stiefel und Sporen an, dass dich der Has nicht beißen kann.

Jucken und Borgen tut wohl, doch nicht lange.

Judasgruß und Jakobskuss ist jetzt der Welt Meisterstück.
(Falschheit und Verstellung sind an der Tagesordnung.)

Jugend fängt wie Zunder.

Jugendfleiß belohnt sich im Alter.

Jugend fragt nicht, was das Brot gilt.

Jugend hat keine Tugend.

Jugend hat nicht allzeit Tugend.

Jugend schadet der Weisheit nicht.
(Das bedeutet, nicht durch das Alter wird man klug und weise, sondern durch Überlegen und Nachdenken. erhält man Erkenntnisse.)

Jugend schont, alter lohnt.

Jugend sei Rausch ohne Wein, Alter Wein ohne Rausch.

Jugendsünden strafen sich im Alter.

Jugendsünden werden Altersschwächen.

Jugend und verlorene Zeit kommt nicht wieder in Ewigkeit.

Jugend wild, Alter mild.


Jugendwollust , späte Unlust.

(Frühe Ausschweifungen bestrafen sich über kurz oder lang durch Schmerzen und Krankheit.)

Jung an Jahren kann alt an Verstand sein.


Jung denk an den alten Mann, wenn du nicht willst betteln gahn.

Junge Bettschwester, alte Betschwester.
Junge Buhlschwester, alte Betschwester.

Junge Elster lernt ihr Hüpfen von der alten.

Junge Gänse wollen die alten zur Tränke führen.

Junge Geiß leckt Salz, alte Geiß frisst Sack und Salz.

Junge Hure, alte Betschwester.

Junge Hure, alte Kupplerin.

Junge Huren, alte Wettermacherinnen.

Jung ein Engel, alt ein Teufel.

Junge Krieger, alte Kriecher.

Jungens sind Jungens und Flegel zugleich.

Junge Pfaffen, alte Affen, wilde Bären, so niemand ins Haus begehren.

Junge Pferde wollen den Bereiter abrichten.

Junger Arzt, höckriger Kirchhof.
(Das Sprichwort unterstellt, das junge Ärzte erst noch üben und dabei viele Fehlschläge hinnehmen müssen, die auf dem Friedhof enden.)

Junger Dieb, alter Galgenschwengel.

Junge Rebe, zum alten Baum gesetzt, muss verdorren.

Junge Reiser pfropft man nicht auf alte Stämme.

Junge Reiter, alte Bettler.

Junger Engel, alter Teufel.


Junger Hund muss beißen lernen.

Junger Lügner, alter Dieb.

Junger Schlemmer, alter Bettler.

Junger Spieler, alter Bettler.

Junger Springer, alter Stelzer.

Junger Wein ist süß, hat aber viel Hefen.

Junges Blut, spar dein Glut.

Junges Blut, spar dein Gut, Armut im Alter wehe tut.
Junges Blut, spar dein Gut; im Alter schmeckt's noch einmal so gut (Hunger wehe tut).

Junges Blut, friss dein Gut; im Alter nichts mehr schmecken tut.

Junge Spaßmacher, alte Sauertöpfe.

Junges Vöglein, weiches Schnäblein.

Junges Weib bei altem Mann ist bei Tag Weib und bei Nacht Witwe.

Junges Weib ist altem Mann das Postpferd zum Grabe.

Junge Weiber und gute Pferde holt man am sichersten aus bekannten Ställen.

Jungfernfleisch ist kein Lagerobst.

Jungfernherz ein Taubenhaus, fliegt einer ein, ein andrer aus.

Jungfernlieb ist fahrende Hab, heute lieb, morgen schabab.

Jungfernschänder schändet Gott wieder.
(Manchmal ist veraltete oder unmodern gewordene Sprache deutlicher und ausdrucksstärker als jede moderne Ausdrucksweise oder neue Wort. Wer jemand anderen vergewaltigt, fühlt sich möglicherweise, stark, überlegen oder anders positiv. Wer vergewaltigt, übt Gewalt aus und Gerede über mögliche oder ausgebliebene Gegenwehr oder gesetzliche Spitzfindigkeiten verharmlosen nur und ändern nichts am schändlichen Tun.
Wenn wie früher jemand geschändet wurde (nicht wie heute vergewaltigt), war schon durch die Wortwahl klar: Der Schänder hat schändlich gehandelt und dadurch erst recht Schande über sich gebracht, unabhängig von möglichen äußeren Begleitumständen wie Gegenwehr, Schreckensstarre, Gesetzen oder anderem. Wer andere schändet (Jungfer oder nicht, wen und wann auch immer) bringt Schande über sich, lebenslänglich, wer an einen Gott glaubt, noch darüber hinaus.) Worte beeinflussen das Denken der Menschen und dadurch ihr Handeln.)

Jungfern und Gläser schweben in steter Gefahr.

Jungfern und Herren kostet Vernunft viel Seufzer.

Jungfer von Flandern gibt einen um den andern.

Jung gebogen, alt erzogen.

Jung gefreit hat niemand gereut.

Jung genug, schön genug.

Jung gewohnt, alt getan.
(Was man sich jung angewöhnt hat, lässt man auch im Alter nicht. Das Sprichwort hat seinen Ursprung in der Bibel bei den Sprüchen Salomos 22, 6. )

Jung ist schön genug.

Jung und weise sitzen nicht auf einem Stuhle.

Jung zu bleiben und alt zu werden ist das höchste Gut.

Junkerschaft will Geld haben.

Juristen sind böse Christen.

Juristen und Ärzte sind Gaben-gierig.