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Deutsche Sprichworte
Wen bis Wenn
Wen das Gerücht zum Buben macht, der bleibt sein Leben lang veracht.

Wen das Glück in die Höhe hebt, den will's werfen.

Wen das Glück verderben will, den zärtelt es wie eine Mutter.

Wen das Glück zärtelt, dem will es den Strick um den Hals werfen.

Wen das Land ernährt, der soll das Land schützen.

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dir.
(Sprichwort auch in Äthiopien, Südafrika, Thailand)

Wen der Kellner liebt, der trinkt oft.

Wen der Teufel ärgern will, schickt er böse Weiber ins Haus.

Wen der Teufel treibt, der hat Eile.

Wen der Teufel treibt, der muss wohl laufen.

Wen die Wahrheit nicht kann überzeugen, dem muss man harte Taler*22 zeigen.

Wen die Wahrheit trifft, der hasset sie.


Wen die Welt zärtelt, dem will sie den Strick um den Hals legen.


Wen Falschheit kränkt und Undank quält, der geh beizeiten aus der Welt.


Wen Gott nass macht, den macht er auch wieder trocken.


Wen Gott nicht hält, der fällt.

Wenig gedeiht, zu viel zerstreut.

Wenig Honig versüßt viel Bitterkeit.


Wenig mit Recht ist besser als viel mit Unrecht.


Wenig reden altert die Frauen.

Wenig und oft macht zuletzt viel.

Wenig zu wenig macht zuletzt viel.

Wen man fürchtet, den liebt man nicht.


Wenn alle hinken, meint jeder, er gehe recht.


Wenn alle in den Brunnen springen, würdest du nachspringen?

Wenn Allzu dazu kommt, taugt Nichts was.

Wenn alte Scheuern*21 brennen, hilft kein Löschen.


Wenn Äpfel und Nüsse kommen, soll man schäkern.

Wenn Armut zur Tür eingeht, fliegt die Liebe zum Fenster hinaus.
Wenn die Armut kommt zur Tür herein, so entflieht die Liebe durchs Fensterlein.


Wenn auch der Adler stirbt, die Eule wird nicht König.

Wenn Bacchus das Feuer schürt, so sitzt Venus beim Ofen.

Wenn Bescherung ist, soll man den Sack auftun und das Zuknüpfen nicht vergessen.

Wenn Blinde und Scheele*19 zusammenkommen, stoßen sie einander über den Haufen.

Wenn Danken einen Batzen*2 kostete, behielt` es mancher zurück.

Wenn das Aas abgefleischt ist, fliegt der Rabe davon.

Wenn das Arbeiten nur leicht wäre, tät`s der Bürgermeister selber.


Wenn das Aug nicht sehen will, so helfen weder Licht noch Brill.


Wenn das Bein gebrochen ist, haut man den Baumstumpf um.

Wenn das Dorf brennt, so steht des Pfaffen Haus in Rauch.
   
Man muss (soll) das Eisen schmieden, solange es heiß ist.
Wenn das Eisen glüht, soll man es schmieden.
Wenn das Eisen heiß ist, soll man schmieden.
(Das bedeutet, man sollte schnell handeln, eine sich bietende Gelegenheit nutzen, bevor sie vorbei ist und es zu spät sein könnte. Das Sprichwort ist in vielen anderen Ländern ebenfalls bekannt. Nach verschiedenen unbewiesenen Quellen soll es auf Terenz, Ovid oder andere zurückgehen. Als deutsches Sprichwort (der 3. Spruch) steht es schon im 17. Jahrhundert im Sprichwörterbuch „Florilegium Politicum. Politischer Blumengarten“ von Christophorum Lehmann aus dem Jahr 1630 auf Seite 258, Nr.8 im Kapitel Gelegenheit.)
   
Wenn das Fass leer ist, so wischen die Freunde das Maul und gehen.

Wenn das Fass rinnt, muss man die Reifen treiben.

Wenn das Fass voll ist, läuft's über.

Wenn das Ferkel satt ist, so stößt es den Trog um.


Wenn das Ferkel träumt, so ist`s von Trebern.

Wenn das Feuer erloschen ist, spielen die Kinder mit der Asche.
(Das bedeutet, wenn die Gefahr vorbei ist, sind alle mutig, so wie alle den toten Löwen mit Füssen treten, den sie noch lebend über alle Maßen fürchteten.)

Wenn das Feuer in der Küche ausgeht, so löscht es auch in den Herzen aus.

Wenn das Gefäß voll ist, läuft's von einem Tropfen über.
(Gleiche Bedeutung wie die Sprichworte: Vom letzten Tropfen läuft der Eimer (das Fass) über. und Ein Ei macht einen vollen Wagen bersten oder das arabische Sprichwort: Die letzte Feder bricht dem Kamel den Rücken.)

   
Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.
Sobald das Geld im Kasten klingt, alsbald die Seel in Himmel springt.
Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.
Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt.
Ausruf des Ablasspredigers und Mitglied der Dominikaner Johann Tetzel.
Tetzel wurde um 1460 in Pirna oder Leipzig geboren und starb am 11.8.1519 in Leipzig. Mit der Art eines Marktschreiers soll er den Ablasshandel eröffnet haben. Der ins Hochdeutsche übertragen heutzutage allgemein geläufige Ausruf (die drei ersteren) und ein mögliches Original (der Vierte).

Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Ablasshandel streng geregelt, nur bestimmte Sündenstrafen konnten durch Geld und keinesfalls ohne tätige Reue erlassen werden. Als Alternative für Reue und Bußleistungen und zur Finanzierung der leeren Kirchenkassen wurden die Ablassbriefe erfunden. Wer einen Ablassbrief kaufte, konnte sich zweimal im Leben, ganz ohne Beichte und anderer Auflagen oder Reuebeweis,zu einem beliebigen Zeitpunkt und in seiner Todesstunde, von allen Sünden freikaufen. Selbst ein Dokument, das bereits verstorbenen Angehörigen volle Gnade zusicherte, konnte erworben werden. Bezahlt wurde nach Stand und Vermögen: Grafen und Adlige bezahlten sechs bis zehn Gulden, Bürger und Kaufleute drei, Handwerker nur einen Gulden. Ein Paar Schuhe kostete damals ca. einen Gulden. Völlig Mittellose mussten beten und fasten, manchmal jahrelang bei Wasser und Brot.
1504 begann Tetzel seine Tätigkeit im Ablasshandel und übertrieb dessen Umfang. Die eine Hälfte der Einnahmen diente dem Bau des Petersdoms in Rom, die andere Hälfte teilten sich der Erzbischof Albrecht von Brandenburg und der jeweilige Ablassprediger. Mit den Einkünften bezahlte der Erzbischof seine Schulden bei den Fuggern, deren Vertreter mit Tetzel unterwegs waren und die Tilgungssummen umgehend einzogen.
Martin Luther, Beichtvater vieler Wittenberger, bemerkte Tetzels Ablasshandel und prangerte das seiner Meinung nach schändlichen Tun an. Seine Vorstellung von einem sündigen Menschen, der sich einem Leben der Reue und Demut unterwirft, würde damit geradezu verhöhnte. Die 95 Thesen, die Luther in Wittenberg veröffentlicht haben soll, sollen die Reaktion seiner tief greifenden Enttäuschung darauf sein und gelten als Auslöser der Reformation.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Tetzel

   
Wenn das Glück groß ist, muss man das Unglück fürchten.

Wenn das Gute fehlt, muss man das Bessere nehmen.

Wenn das Haupt krank ist, so siechen die Glieder.


Wenn das Herz fröhlich ist, so freut sich der Leib mit.


Wenn das Kind ertrunken ist, deckt man den Brunnen.

Wenn das Kind getauft ist, will es jedermann halten.

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus.

Wenn das Maß voll ist, so läuft's über.


Wenn das Nachbars Haus brennt, so trägt man Wasser zum eigenen.

Wenn das Pferd tot ist, kommt der Hafer zu spät.
Wenn das Pferd tot ist, kommt der Hafer zu spät.
 
Wenn das Pferd voll ist, so ist es faul.

Wenn das Pferd zu alt ist, spannt man's in den Karren.

Wenn das Schaf gestohlen ist, so sagt der Schäfer: Der Wolf hat's getan.

Wenn das Spiel aus ist, sieht man, wer gewonnen hat.

Wenn das Wasser noch so still, der Schiffer muss an den Sturm denken.

Wenn das Wasser über die Steine läuft, wird es rein.

Wenn das Weib die Töpfe zerbricht und der Mann die Krüge, so gibt es viel Scherben im Haus.

Wenn das Werk getan ist, ist der Tadel unwert.

Wenn das Wort heraus ist, ist es eines andern.

Wenn dein Verdienst bei Weisen gilt, sei ruhig, wenn der Tor dich schilt.

Wenn dem Esel zu wohl ist, so geht er aufs Eis und bricht ein Bein.

Wenn dem Esel zu wohl ist, so gumpet (springt) er.

Wenn der Abt die Würfel auflegt, dürfen die Brüder spielen.

Wenn der Abt die Würfel auflegt, hat das Konvent Macht zu spielen.


Wenn der Abt die Würfel legt, sich auch der Durst der Brüder regt.


Wenn der Abt gähnt, so schlafen die Mönche.


Wenn der Argwohn hungert, reicht ihm der Teufel den Bissen.


Wenn der Arme dem Reichen gibt, so lacht der Teufel.


Wenn der Arme ein Stück Brot bekommt, so reißt es ihm der Hund aus der Hand.


Wenn der Arme etwas hat, so gibt er gern.


Wenn der Arme kommt, ist der Reiche blind.


Wenn der Bauch schwillt, sieht man, wo es gilt.

Wenn der Bauch voll ist, ist das Haupt blöde.

Wenn der Bauer aufs Pferd kommt, reitet er schärfer als der Edelmann.

Wenn der Bauer nicht muss, rührt er weder Hand noch Fuß.

Wenn der Baum gefällt ist, rühmt man seinen Schatten.

Wenn der Besen verbraucht ist, so muss er in den Ofen.

Wenn der Besen verbraucht ist, so sieht man erst, wozu er gedient hat.

Wenn der Bettler aufs Pferd kommt, so kann ihm kein Teufel mehr vorreiten.

Wenn der Bettler ein Ritter wird, jagt er sein Pferd zu Tode.


Wenn der Bettler nichts haben soll, verliert er das Brot aus dem Sack.


Wenn der Bettler wird zum Kavalier, so ists das stolzeste Tier.


Wenn der Beutel klingt, so tanzt der Kellner.


Wenn der Blinde den Lahmen trägt, kommen sie beide fort.

Wenn der Bock zum Gärtner wird, die jungen Bäum' er selten ziert.


Wenn der Boden zu fett ist, so erstickt die Furche.

Wenn der Böse schläft, wiegt ihn der Teufel.

Wenn der Brunnen trocken ist, schätzt man erst das Wasser.

Wenn der Dieb reif für den Galgen ist, bringt er den Strick selbst herbei.
(Die Vorsehung ergreift den Dieb, wenn die Zeit reif ist.)

Wenn der Dieb sich nähren (retten) möchte, käm` er nicht an den Galgen.

Wenn der Dieb zum Galgen zeitig ist, so bringt er den Strang selbst mit.

Wenn der Diener reich wird und der Herr arm, so taugen beide nichts.

Wenn der Dreck Mist wird, will er gefahren sein.

Wenn der Engel zum Teufel wird, so gibt es einen bösen Teufel.

Wenn der Esel auch eine Löwenhaut trägt, die Ohren gucken doch heraus.

Wenn der Esel in die Mühle kommt, so sagt er i-ah.

Wenn der Esel nicht will, so muss er.

Wenn der Esel seine Tracht hat, so weiß er, wie er gehen soll.

Wenn der Esel weit läuft, ist er darum nicht gelehrt.

Wenn der Fleischer füttert, will er mästen.

Wenn der Fuchs die Trauben nicht erreichen kann, so sagt er, sie sind sauer.

Wenn der Fuchs die Gänse lehrt, so ist ihr Kragen sein Schulgeld.

Wenn der Fuchs Gänse fangen will, so wedelt er mit dem Schwanze.

Wenn der Fuchs predigt, so hüte der Gänse.

Wenn der Fuchs sich tot stellt, so sind die Hühner in Gefahr.

Wenn der Fuchs zeitig ist, trägt er selber den Balg zum Kürschner.

Wenn der Fuhrmann nicht mehr fahren kann, so knallt er mit der Peitsche.

Wenn der Fürst einen Apfel will, bringen seine Diener den ganzen Baum.
Wenn der Fürst seinen Untertanen einen Apfel nimmt, so nehmen seine Diener den ganzen Baum.

Wenn der Gast am liebsten ist, soll er wandern.

Wenn der Gatte nicht sieht und die Gattin nicht hört, so gibt's eine glückliche Ehe.

Wenn der große Beutel kommt, so verwirft man den kleinen.

Wenn der Hase läuft über den Weg, so ist das Unglück schon auf dem Steg.

Wenn der Herr kurzsichtig ist, so ist der Knecht gar blind.

Wenn der Hirt nicht mehr Freiheit hätte als das Schaf, so müsste er auch Gras essen.

Wenn der Hund wacht, mag der Hirt schlafen.

Wenn der Kaiser stirbt, setzt sich der König in den Sattel.

Wenn der Koch verhungert, soll man ihn unter den Herd begraben.

Wenn der Kohl am besten schmeckt, soll man aufhören.

Wenn der Kopf ein Narr ist, muss es der ganze Leib entgelten.

Wenn der Kopf schmerzt, leiden alle Glieder.

Wenn der Kopf wund ist, verbindet man umsonst die Füße.

Wenn der Kuchen spricht, schweigen die Krümel.

Wenn der Kuckuck Eier legt, so muss ein fremdes Nest herhalten.

Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.

Wenn der Mann die Frau einmal schlägt, schlägt er sie mehr.

Wenn der Mann einlöffelt und die Frau ausscheffelt, muss die Wirtschaft zugrunde gehen.

Wenn der Mann spricht, muss die Frau schweigen.

Wenn der Mühlgraben trocken steht, ist auch der Mehlkasten leer.

Wenn der Nachbar isst, werd' ich davon nicht satt.

Wenn der rechte Joseph kommt, sagt Maria ja.


Wenn der Sack voll ist, bindet man ihn zu.

Wenn der Sattel leer ist, kann man aufsitzen.

Wenn der Scherz am besten, soll man aufhören.

Wenn der Schlag nicht offen steht, kann der Vogel nicht einfliegen.

Wenn der Schreiber nichts taugt, gibt er der Feder die Schuld.

Wenn der Stein aus der Hand ist, ist er des Teufels.

Wenn der Teufel das Pferd holt, holt er auch den Zaum dazu.

Wenn der Teufel die Leute betrügen will, so ist er schön wie ein Engel.

Wenn der Teufel krank ist, will er ein Mönch werden.

Wenn der Teufel ledig wird, so hüte dich.

Wenn der Teufel zwischen zwei alten Weibern sitzt, ist`s purer Hochmut.

Wenn der Trank kommt, ist die Red aus.

Wenn der Wächter nicht wacht, wacht der Dieb.

Wenn der Wagen fällt, hat er fünf Räder.

Wenn der Wagen im Kote steckt, werden viele Worte gemacht.

Wenn der Wanderer getrunken hat, wendet er dem Brunnen den Rücken zu.

Wenn der Wein eingeht, geht der Mund auf.

Wenn der Wein niedersitzt, schwimmen die Worte empor.

Wenn der Wind in einen Haufen Federn stößt, so sind sie bald zerstreut.

Wenn der Wolf die Geißen beten lehrt, frisst er sie fürs Lehrgeld.

Wenn der Wolf gefangen ist, stellt er sich wie ein Schaf.

Wenn der Wucherer stirbt, freuen sich viere: der Erbe wegen des Geldes, der Glöckner wegen der Leiche, der Arme wegen des wohlfeilen Brots und der Teufel um die Seele.

Wenn der Zaun fällt, springen die Hunde darüber.

Wenn der Zimmermann spielen geht, fallen keine Späne.

Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht.

Wenn dich eine Frau hasst, so hat sie dich geliebt, liebt dich oder wird dich lieben.

Wenn die alten Kühe tanzen, so klappern ihnen die Klauen.


Wenn die Armut kommt ins Haus, gehen die Freunde schnell hinaus.

Wenn die Armut zur Tür eingeht, fliegt die Liebe zum Tempel hinaus.


Wenn die Augen mit dem Geldbeutel auf den Markt gehen, muss der Magen sich auf Fasttage richten.

Wenn die Birne reif ist, fällt sie vom Baum.


Wenn die Blase zu voll ist, zerplatzt sie.

Wenn die Blatter voll ist, so zerspringt sie.

Wenn die Braut nicht tanzen will, ist alles Fiedeln umsonst.

Wenn die Buben Soldaten spielen, so gibt's Krieg.

Wenn die Bürger zu Rathaus gehen, so geht der Bauer vor.

Wenn die Drescher Feierabend haben, liegen die Flegel auf dem Tisch.

Wenn die Dummen zu Markt gehen, kriegen die Klugen Geld.

Wenn die Ehre einen Riss bekommt, so klafft sie.

Wenn die Fliege nisten will, sucht sie Löcher.

Wenn die Flüsse aufwärts fließen und die Hasen Jäger schießen und die Mäuse Katzen fressen, dann erst will ich dich vergessen.

Wenn die Frauen gut gehen und die Kühe (Bienen) gut stehen, kann der Mann reich werden.

Wenn die Frau tot ist, hat die Schwägerschaft ein Ende.

Wenn die Fürsten mit den Priestern gehn, ist's um des Volkes Wohl geschehn.

Wenn die Füße gebunden sind, so läuft die Zunge am meisten.

Wenn die Gans das Wasser sieht, so zappelt ihr der Steiß.

Wenn die Gefahr vorbei ist, wird der Heilige ausgelacht.

Wenn die Gewalt kommt, geht das Recht auf Krücken.


Wenn die Henne ihr Gackern ließe, so wüsste man nicht, wo sie gelegt hat.

Wenn die Henne kräht vor dem Hahn und das Weib redet vor dem Mann, so soll man die Henne braten und das Weib mit Prügeln beraten.

Wenn die Henn zum Hahn kommt, vergisst sie die Küken.

Wenn die Herren sich raufen, müssen die Bauern Haar lassen.

Wenn die Hirten sich zanken, hat der Wolf gewonnen Spiel.

Wenn die Hoffnung nicht wär, so lebt ich nicht mehr.

Wenn die Hunde gähnen, ist die beste Jagd vorbei.

Wenn die Hunde schlafen, hat der Wolf gut Schafe stehlen.

Wenn die Huren schimpfen, so bricht die Schand aus.

Wenn die Katze aus dem Hause ist, springen die Mäuse über Stühl und Bänke.

Wenn die Katze nicht zu Hause ist, hat die Maus freien Lauf.

Wenn die Katzen mausen, hängen sie keine Schellen an.

Wenn die Katze fort ist, tanzen die Mäuse.

Wenn die Keuschheit zum Tanz kommt, so tanzt sie auf gläsernen Schuhen.

Wenn die Kinder eine Stiefmutter haben, so haben sie auch einen Stiefvater.

Wenn die Kirche voll ist, singt der Pfaff, was er kann.

Wenn die Kirschen reif sind, braucht man den Spatzen keinen Boten zu schicken.

Wenn die Kirschen vorbei sind, schmecken sie noch einmal so gut.


Wenn die Kuh den Schwanz verloren hat, so merkt sie erst, wozu er gut gewesen ist.


Wenn die Kuh gestohlen ist, sperrt man den Stall.

Wenn die Kuh nimmer Milch gibt, gehört sie unter den Schlegel.

Wenn die Laus einmal im Pelze sitzt, so ist sie schwer wieder herauszubringen.

Wenn die Lüge kalt wird, so stinkt sie.

Wenn die Lügner schwören, wollen sie dich tören.

Wenn die Magd Frau wird, jagt sie den Herrn aus dem Hause.

Wenn die Maus satt ist, schmeckt das Mehl bitter.

Wenn die Not am größten, dann ist Gottes Hilfe am nächsten.
Wenn die Not am höchsten ist, ist die Hülfe Gottes am nächsten.

Wenn die Pfaffen sich in den Haaren liegen, so lacht der Teufel.

Wenn die Reichen bauen, haben die Armen zu tun.

Wenn die Rose sich schmückt, so schmückt sie auch den Garten.

Wenn die Rute ausgedient hat, muss sie in den Ofen.

Wenn die Schafe blöken, fällt ihnen das Futter aus dem Maule.

Wenn die Scheide nicht will, kann der Degen nicht hinein.

Wenn die Sonne auf einen Misthaufen scheint, so antwortet er mit Gestank.


Wenn die Stute den Hengst tritt, tut es ihm nicht weh.

(Einen richtigen Mann kümmert eine Beleidigung von Frauen nicht, er beachtet sie nicht.)

Wenn die Untertanen bellen, soll der Fürst die Ohren spitzen.


Wenn die Untertanen verderben, kann die Herrschaft nichts von ihnen erben.


Wenn die Weiber nicht eitel wären, die Männer könnten sie`s lehren.

Wenn die Weiber waschen und backen, haben sie den Teufel im Nacken.

Wenn du allein bist, so denke, dass Gott und dein Gewissen bei dir sind.

Wenn du dem Nachbar eine Maulschelle gibst, so geb' ich sie dir wieder.


Wenn du die Angel ziehst zu früh, so fängst du nie.


Wenn du deinem Nachbarn die Hand reichst, so hat dir Gott schon die seine gereicht.

Wenn du deinen Geburtstag feierst, soll ihn dein armer Nachbar auch haben.

Wenn du einen vom Galgen lösest, der brächte dich selber gerne dran.

Wenn du etwas für unmöglich hältst, so wird deine Zaghaftigkeit es unmöglich machen; aber derjenige, der beharret, wird alle Schwierigkeiten überwinden.

Wenn du mit Wölfen essen willst, musst du mit Wölfen heulen.

Wenn du tanzen willst, so sieh zu, welche du bei der Hand nimmst.

Wenn du vor Gericht gehst, lass deine Seele Zuhause.

Wenn du wissen willst, wie das Licht wirklich ist, geh ins Dunkel.


Wenn ein alter Gaul in Gang kommt, so ist er nicht mehr zu halten.


Wenn ein alter Hund bellt, soll man hinausschauen.


Wenn ein Armer dem andern was schenkt, so freuen sich die Engel im Himmel.


Wenn ein Bettler aufs Pferd kommt, so kann ihm kein Teufel mehr voreilen.

Wenn ein Blinder den anderen führt, fallen beide in den Graben.

Wenn eine Gans gaggt, so gaggt die andre auch.

Wenn eine Gans trinkt, so trinken sie alle.

Wenn eine Hand die andre wäscht, werden sie beide rein.

Wenn eine Jungfer fällt, so fällt sie auf den Rücken.

Wenn eine Jungfrau reif ist, so hätte sie gern einen Mann.

Wenn einer einmal fällt, so treten gleich alle auf ihn.

Wenn einer gafft, so gaffen auch die anderen.


Wenn einer gähnt, so gähnen sie alle.


Wenn einer Geld hat, darf er so dumm sein, wie er will.

Wenn einer keinen Feind hat, so geht`s ihm übel.

Wenn einer nützt, so nimmt man ihn vom Galgen.

Wenn einer reich wird, so spart er.

Wenn einer verderben soll, so muss alles dazu helfen.

Wenn ein Freund bittet, da ist kein Morgen.

Wenn ein Fuchs ein Amt erschleicht, wird er es als ein Wolf verwalten.

Wenn ein Giehnlöffel gähnt, so gähnt auch der andere.

Wenn ein Hafen auf den andern stößt, so zerbrechen beide.

Wenn ein Haus arm wird, erkennt man den guten Sohn.

Wenn ein Haus einig ist, kann es wohl arm, aber auch glücklich sein.


Wenn ein neuer Heiliger kommt, so vergisst man der alten.

Wenn ein Weib Geschenke nimmt, so hat sie sich selbst verkauft.

Wenn ein Wolf den andern frisst, ist Hungersnot im Walde.

Wenn er noch so böse ist, er muss sich doch selber ausziehen.

Wenn es auch nur tröpfelt, so macht es doch nass, wo es hinfällt.

Wenn es auf den Herrn regnet, so tröpfelt es auf den Knecht.

Wenn es aufs Äußerste kommt, so bricht’s.

Wenn es Brei regnet, hab ich keinen Löffel.

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.

Wenn es friert in den Dreck, ist der Winter ein Geck.

Wenn es Krieg gibt, so macht der Teufel die Hölle um hundert Klafter weiter.

Wenn es leidlich ist, so soll man`s loben.

Wenn es schneit in den Dreck, so friert es, dass es bäckt.

Wenn es taut, so kommt an Tag, was unterm Schnee verborgen lag.

Wenn es wahr wäre, was der Pfaff redet, lebte er nicht so üppig.

Wenn Falschheit brennte wie Feuer, so wär das Holz nicht halb so teuer.


Wenn Feinde gute Worte geben, haben sie Böses im Sinn.


Wenn gekochter Fisch ins dritte Wasser kommt, wird er ungesund.

Wenn Gewalt kommt, ist Recht tot.

Wenn Gold redet, schweigt alle Welt.

Wenn Gott das Gedeihen nicht gibt, so hilft unser Pflanzen und Wässern nicht.

Wenn Gott die Eier zerbrechen will, so setzt er Narren darüber.

Wenn Gott ein Ding verdrießt, so verdrießt es auch bald die Menschen.

Wenn Gott eine Tür zumacht, macht er die andere auf.

Wenn Gott ein Land segnet, so gibt er ihm einen weisen Fürsten und einen langen Frieden.

Wenn Gott ein Volk strafen will, dann schenkt er ihm einen dummen Herrn.
Wenn Gott ein Land strafen will, so nimmt er den Herren die Weisheit.

Wenn Gott es will, grünt sogar ein Besenstiel.

Wenn Gott sagt, heute, sagt der Teufel morgen.

Wenn Heu und Stroh beisammen sind, so brennt es gern.

Wenn Hochmut aufgeht, geht Glück unter.

Wenn ich dich nicht hätte und meine Augen nicht, so wär` ich blind.

Wenn ich nicht das liebe bisschen Deutsch könnte, so könnt` ich nichts.

Wen nicht hungert, der fastet leicht.

Wenn jeder seine Gasse kehrte rein, so würden alle Gassen sauber sein.

Wenn jeder vor seiner Tür fegt, so wird es überall sauber.


Wenn jemand mich einmal betrügt, so verzeih`es ihm Gott, betrügt er mich zweimal, so verzeih`es mir Gott.

Wenn junges Laub kommt, fällt das alte ab.

Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.


Wenn Kinder unrein (ungewaschen, ungebürstet) sind, das ist das beste Zeichen, dass sie eine böse Stiefmutter haben.

Wenn Liebe sich verkehrt in Hass, so weiß sie selten Maß.

Wenn Lügen lündsch*15 Tuch wäre, wär` es nicht ein Wunder, dass er schöne Kleider hätte.

Wenn Lügen welsch wär`, er gäb` einen guten Dolmetsch.

Wenn mancher Mann wüsste, wer mancher Mann wäre, tät` mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehre.

Wenn man den Balken im Auge hat, darf man für den Splitter des andern nicht sorgen.

Wenn man den Bauern bittet, wird er um eine Spanne länger.

Wenn man den Brunnen verstopfen will, muss man die Quelle suchen.

Wenn man den Fuchs nicht beißen will, so kann man keinen Hund finden.

Wenn man den Narren zum Markte schickt, freut sich der Krämer.

Wenn man den Pfau lobt, breitet er den Schwanz aus.

Wenn man den Sack aufbindet, so sieht man, was drin ist.

Wenn man den Teufel in die Kirche lässt kommen, will er gar auf den Altar.

Wenn man den Wolf nennt, so kommt er gerennt.

Wenn man die Armbrust überspannt, so zerspringt sie.

Wenn man die Gänse nicht sieht, so hört man sie doch.


Wenn man die Gans zum Ganter setzt, so bleibt der Ganter der Mann, der es sein soll.

Wenn man die Gerechtigkeit biegt, so (dann) bricht sie.

Wenn man die Rute spart, werden die Kinder schlechter Art.


Wenn man die Saite zu hoch spannt, so reißt sie.


Wenn man die Sau kitzelt, so legt sie sich in den Dreck.

Wenn man die Stiege wischt, so fängt man oben an.

Wenn man einem den Finger bietet, will er gleich die ganze Hand haben.

Wenn man einen Bauern bittet, so schwellen ihm die Stiefel.

Wenn man einen (Dieb) brauchen kann, so nimmt man ihn vom Galgen.

Wenn man einen Streit mit Wein begießt, richtet man mehr aus als mit einem Prozess.

Wenn man einen Wagen mit Eiern umwirft, so kann man die ganze Zahl nicht mehr zusammenbringen.

Wenn man einen zu Gast ladet, stößt man ihm das Maul auf den Tisch.

Wenn man eine Sau auch in Gold kleidet, sie legt sich dennoch in den Kot.
(Der schlechte und unreine Mensch handelt auch in Festtagskleidern schlecht und unmoralisch.)


Wenn man ihm ruft: drisch!, versteht er gern: zu Tisch.

Wenn man keine Gelegenheit hat, muss man eine machen.

Wenn man kleine Laster nicht straft, so wachsen die großen.

Wenn man manchem Edelmann die Bauernader aufschnitte, müsste er sich zu Tode bluten.

Wenn man nach einem Geist schlägt, so verwundet man sich selber.

Wenn man nachts in den Spiegel sieht, guckt der Teufel heraus.

Wenn Männer reden, sollen Weiber schweigen.
(Ähnliches Sprichwort in Schweden: Der Mann sollte sprechen und die Frau schweigen.)

Wenn man nicht Jungfern hat, tanzet man mit Huren.

(Soll wohl aus der Not eine Tugend machen heißen? oder der der Versuchung erliegen.)

Wenn Mann und Frau sich streiten, so bleibe du im Weiten.
(Sprichworte mit ähnlicher Bedeutung gibt es auch in der Lombardei, Sardinien und Surinam.)

Wenn man rückwärts geht, trägt man dem Teufel Wasser in die Küche.

Wenn man`s am wenigsten denkt, liegt ein Fisch in den Reusen.

Wenn man schon einem Armen unrecht tut, so lacht jedermann.

Wenn man selbst geht, so betrügt einen der Bote nicht.

Wenn man unter den Wölfen ist, muss man mit ihnen heulen.

Wenn man unter die Hunde wirft, so schreiet, wer sich getroffen fühlt.
(Wenn man eine allgemeine Kritik verlauten lässt, wird der am lautesten protestieren, auf den sie zutrifft.)

Wenn man vom Rathaus kommt, ist man klüger.

Wenn man vom Teufel spricht, dann kommt (erscheint) er.

Wenn man vom Wolf spricht, ist er nicht weit.

Wenn mit dem Taler*22 geläutet wird, gehen alle Türen auf.

Wenn Nachbarn sind einander hold, viel besser ist denn Silber und Gold.


Wenn Narren reden, haben kluge Ohren Feierabend.


Wenn Neid brennte wie Feuer, wäre das Holz nicht so teuer.

Wenn nicht viel im Fass ist, kann man nicht viel daraus zapfen.

Wenn Rauch im Haus, lass ihn nicht hinaus.
(Das bedeutet, wenn es im Haus Auseinandersetzungen und Streit gibt, sollte man es im privaten Bereich lassen und nicht in die Öffentlichkeit bringen.)


Wenn's am besten schmeckt, soll man aufhören.


Wenn's auf dem Berg gereift hat, so ist im Tal alles erfroren.

Wenn Saufen eine Ehr ist, ist Speien keine Schande.

Wenn's Brei regnet, fehlt mir der Löffel.

Wenn Schäfchen am Himmel stehen, kann man spazieren gehen.

Wenn's dem Tode ein Ernst ist, hilft kein Pflaster.

Wenn's friert, merkt auch der Esel, dass der Sommer zu Ende ist.


Wenn's gehen soll, muss man den Daumen rühren.

Wenn sich der Bauer nicht bückt, so ackert er nicht gut.

Wenn sich der Frosch zum Ochsen bläst, so muss er platzen.

Wenn sich der Wetterhahn nicht dreht, zerbricht ihn der Sturm.


Wenn sich die Bauern um eine Kuh streiten, wird diese von den Advokaten gemolken.

aus Westfalen (Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Vor Gericht gewinnt meist der Anwalt, egal wie das Verfahren ausgeht.)


Wenn sich die Fürsten an einen Fuß stoßen, so müssen die Untertanen hinken.


Wenn sich zwei Diebe schelten, so kriegt ein ehrlicher Mann seine Kuh wieder.

Wenn Sie das tun, was Sie immer getan haben, werden Sie auch das bekommen, was Sie immer bekommen haben.

Wenn`s nach Fastnacht lange Eiszapfen gibt, wird der Flachs schön lang.

Wenn's regnet bei Sonnenschein, so hat der Teufel seine Großmutter auf der Bleiche.

Wenn's Schiff gut geht, will jeder Schiffsherr sein.

Wenn Unglück dem Reichen bis an die Knie geht, so geht es dem Armen bis an den Hals.

Wenn Wünschen hülfe, wären alle reich.

Wenn zum armen Mann kommt die böse Frau, so heißt's für immer ach und au.

Wenn zu zwei vernünftigen Männern eine Frau kommt, entstehen zwei Narren.


Wenn zwei das Gleiche tun, so ist es nicht dasselbe.


Wenn zwei Esel einander unterrichten, wird keiner ein Doktor.

Wenn zwei Frauen zusammenkommen, wird die Dritte in die Hechel genommen.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

Wen's juckt, der kratze sich.

Über 8500 deutsche Sprichwörter:

A - Argwohn / Arm - AzB - CDa - DenDer A - Der ZDes - DzE - Ei
El - Ez / FGH - I / JK - L / MN - RST - VWa - Wem
Wen - WennWer a - Wer jWer k - Wer zWes - ZDeutsche Mundarten