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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
L
Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen.

Lachen ist die beste Medizin.


Lach mich an, gib mich hin, ist des falschen Freundes Sinn.

Lade nicht alles in ein Schiff.

Lamm, Lamm! ist des Wolfes Vesperglocke.

Landesbrauch ist Landesrecht.

Landeskinder soll man vor andern befördern.

Landessitte, Landesehre.

Landkauf kann man nur einmal widersprechen.

Ländlich, sittlich.

Ländlich, sittlich: Wo's der Brauch ist, singt man den Pumpernickel in der Kirche.

Landsknecht' und Bäckerschwein, wollen allzeit gemästet sein.

Landsmann, Schandsmann, weißt du was, so schweige.

Landstraß ist sicher, Holzweg gefährlich.

Lang arm, lang unselig.

Lange bedacht, geschwind gemacht.

Lange fasten ist nicht Brot sparen.

Lange Gebete haben wenig Andacht.


Lange Hoffnung, langer Schmerz.


Lange hungern ist kein Brotsparen.


Lange ist nicht ewig.

Lange Kleider, kurzer Sinn.
(Dieses Sprichwort ist auch für langes Haar in Umlauf. Es deutet darauf hin, das dieses Sprichwort wie etliche andere von Männern gemacht wurde und das die den Frauen keine große Intelligenz zutrauten. Ein Vorurteil, das viele Männer dank ihrer beschränkten Intelligenz auch heute noch haben.)

Lange Krankheit, sichrer Tod.

Lange leben, lang im Unglück schweben.


Lange Nas und spitzes Kinn, da sitzt der Satan leibhaft drin. (Teufel drin)
Nase lang und spitzes Kinn, da sitzt der lebendige Satan drin.
(Ein Sprichwort mit Vorurteil zum Nachteil von allen, die den vorherrschenden Vorstellungen einer angeblichen Mehrheit nicht entsprechen. Im Mittelalter wurden aufgrund von vergleichbaren Vorurteilen körperlicher Auffälligkeiten (rote Haare oder anderes) Menschen als Hexen verbrannt. Heute werden sie bisher nur ausgegrenzt, gemobbt, verunglimpft oder in einigen Gegenden Deutschlands als vorgeblich Fremde oder Ausländer verprügelt. Was soll da noch als Steigerung folgen?)

Lange Qual ist bittrer Tod.

Langer Draht gibt eine faule Naht.


Lange reiten richtet den krummen Fuß.

Langer Krankheit kommt man selten auf.

Langes Haar, kurzer Sinn (Mut).
(Dieses Sprichwort ist mit der Bezeichnung Frauen oder Weiber oder ganz ohne diesen Hinweis in Umlauf. Es deutet darauf hin, das dieses Sprichwort wie etliche andere von Männern gemacht wurde und das die den Frauen keine große Intelligenz zutrauten. Ein Vorurteil, das viele Männer dank ihrer beschränkten Intelligenz auch heute noch haben.)

Langes Pferd, kurzer Ritt.

Langes Trauern, kurzes Leben; kurz trauern, lang leben.

Lange Trennung ist der Liebe Tod.

Lang geborgt ist nicht geschenkt.


Lang ist nicht ewig.

Lang läuten bricht den Donner.

Lang Mundwerk ist schlechter Gottesdienst.

Langsam, aber sicher.

Langsame Gabe verliert den Dank.

Langsame Köpfe behalten lange.


Langsam hat bald Feierabend.

Langsam nährt sich auch.

Langsam ziehen, dann bricht die Leine nicht.

Langsam zum Säckel, hurtig zum Hut hilft manchem jungen Blut.


Längst Leib, längst Gut.
(Altes Erbgesetz für Ehepaare.)

Lang und schmal
hat kein Gefall;
kurz und dick
hat kein Geschick:
Ein Mädchen von der Mittelstraß
geht am wackersten über die Straß.

Lang und schwank hat keinen Gang.

Lang Warten ist nicht geschenkt.

Lang zu Hofe, lang zur Hölle.


Lass Armut dich nicht niederbeugen und Reichtum nicht zum Stolze neigen.


Lass deinen Nachbar in Frieden, so ist dir Ruh' im eigenen Haus beschieden.


Lass dem Armen auch sein Brot.


Lass dem Bauern die Kirmes, so bleibst du ungeschlagen.

Lass dem Bauern sein Schwein.

Lass dem Edelmann sein Wildbret, den Bauern ihre Kirchweih und den Hunden ihre Hochzeit, so bleibst Du ungeschoren.

Lass den Gast ziehen, ehe das Gewitter ausbricht.

Lass den Karren stehen, er kirret sonst.

Lass den Storch in seinem Nest zufrieden.

Lass dich auf keinem fahlen Pferde betreffen.

Lass dich den Teufel bei einem Haare fassen, und du bist sein auf ewig.

Lass dich in keinen Kompromiss, du verlierst die Sach´, das ist gewiss.


Lass dich mit wenigem Vorrat begnügen.

Lass dich nicht von jedem Rauch beißen.

Lass die Hunde bellen, wenn sie nur nicht beißen.


Lass die Hunde sorgen, die brauchen vier Schuh.

Lass die Kirch im Dorf stehen.

Lass die Leute reden, die Gänse können's nicht.

Lass die Leute reden und die Hunde bellen.

Lass die sorgen, die uns borgen.

Lass die Toten unbestichelt.

Lass die Vöglein sorgen, die schwache Beinlein haben.

Lass die Zeit und iss Brot dazu.

Lass die Zunge nicht schneller als die Gedanken sein.

Lass dir darum keinen Bart wachsen.

Lass dir keinen Unmut übers Knie (zum Herzen) gehen.

Lass dir kein Unglück über die Knie gehen.

Lass dir kein X für ein U machen.

Lassdünken macht den Tanz gut.

Lass ein Ei im Nest.
(Verbrauch nicht alles, behalte etwas in Reserve.)

Lass einen Hund sorgen, der bedarf vier Schuhe.

Lass fahren, was nicht bleiben will!
Lass fahren, wer nicht hören will, lass fahren, was nicht bleiben will.

Lass Gott einen guten Mann sein.

Lass Gottes Wasser über Gottes Land laufen.

Lass Gott in allen Dingen dein den Anfang und das Ende sein.

Lässiger Schüler bleibt ein Schüler.

Lass ihn eine Weile fasten, so vergeht ihm das Tanzen.

Lass laufen, was du nicht halten kannst.

Lass mich mit dir laufen, sagt die Schneck zum Boten.

Lass mir den Vogel und behalt du die Federn.

Lass Neider neiden, Hasser hassen. Was Gott mir gönnt, muss man mir lassen.

Lass nicht nach, so kommst du hoch.

Lass regnen, weil es regnen mag, das Wasser will seinen Lauf,
und wenn es ausgeregnet hat, so hört's von selber auf.

Lasst die Toten ruhen.

Lässt du deinem Freund Unrecht tun, so bist du selbst kein Biedermann.


Lässt du dir auf den Achseln sitzen, so sitzt man dir bald auf dem Kopfe.


Lässt du einen ins Haus kommen, er kommt dir bald in die Stube.

Lässt Gewalt sich blicken, geht das Recht auf Krücken.


Lässt man dem Schalk eine Handbreit, so nimmt er eine Elle lang.


Lässt man den Hund herein, so kriecht er in den Schrank.

(Man zieht den kürzeren und hat das Nachsehen)

Lässt sich die Katze streicheln, ist sie schon mehr bei Leuten gewesen.

Lass unverachtet jedermann, du weißt nicht, was ein andrer kann.

Laster, die man nicht tadelt, sät man.

Laufen und Kaufen stimmen nicht wohl zusammen.

Lauf hin, wohin du willst, du wirst überall den Wirt daheim finden.

Lauf nicht eher, als man dich jagt.

Läuse und Kinder geraten alle Jahr.

Lauter Honig verdirbt den Magen.

Lauter Lappen gibt neue Kappen.

Leb, als wollst du täglich sterben, schaff, als wollst du ewig leben.

Lebe dein Leben so, dass du dein Tagebuch nicht zu verstecken brauchst.

Lebe für dich: Dienst hat Müh auf sich.

Lebe nach der alten Welt und sprich, wie's der neuen gefällt.

Lebend'ger Mann, lieber Mann.

Lebendiger Leib ist Goldes wert.

Leben ist eine Kunst, Sterben ist auch eine Kunst.

Leben ohne Ehr` ist kein Leben mehr.

Leben und leben lassen.

Lebe, wie du Ernte hast.

Leb mit Vernunft, so kommst nicht in der Armen Zunft.

Leb wie vor Zeiten, red wie jetzt.

Lecker aus der Küchen!

Ledige Haut schreit überlaut.

Lediger Beutel findet selten Freunde.

Lediger Leib ist Goldes wert.

Ledig gehen kostet Lehrgeld.

Ledig sein macht sündlich.
Ledig, sündlich.

Leere Ähren stehen hoch.

Leere Fässer klingen hohl.


Leerer Beutel macht verschämte Herzen.

Leerer Gruß geht barfuß.

Leerer Schein kann nicht erfreuen.

Leeres Fass macht nicht nass.


Leere Tonnen geben großen Klang.


Leere Töpfe machen den größten Lärm.

Leere Wagen klappern am meisten.

Leg deinen Reichtum nicht all auf ein Schiff.

Leg dich dran, so wird es gahn.

Legt den Kranken, wohin ihr wollt, so ist ihm doch nicht wohl.

Legt der Abt die Würfel dar, so spielen die Mönche ohne Gefahr.

Lehen fallen nicht auf die Spindel.

Lehenmann kein Untertan.

Lehenschaft zieht keine Untertänigkeit nach sich.

Lehen tragen keine Schulden.

Lehn dich dran, so muss es gehen.

Lehr du mich Karpfen kennen! mein Vater war ein Fischer.
Lehre mich die Karpfen nicht kennen, mein Vater war ein Fischer.

Lehren bringt Ehren.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre (Meisterjahre).


Lehrstück (Lehrwerk) ist kein Meisterstück.

Leib an Leib und Gut an Gut.

Leibgut schwendet Hauptgut.

Leib und Gut gehen miteinander.

Leib und Gut kann niemand zusammen verbrechen.

Leichenpredigt, Lügenpredigt.

Leichte Bürden werden gerne schwer.
Leichte Bürden werden ferne schwer.

Leichte Bürde wird in die Länge schwer.


Leichter ein Dorf vertan, als ein Haus erworben.


Leichter einer Wanne Flöhe hüten als eines Weibes.


Leichter Magen, schwerer Sinn.

Leichter trägt, was er trägt, wer Geduld zur Bürde legt.

Leichter zeihen als beweisen.

Leichtfertige Leute rühmen sich, närrische Leute schelten sich.

Leicht gelacht, leicht geweint.

Leid' dich, Gast, sonst bist ein' Last!

Leiden ist heilig, wer`s kennt.

Leidenschaft nur Leiden schafft.

Leiden und Danken ist die beste Hofkunst.

Leid(en) währt nicht immer, Ungeduld macht's schlimmer.

Leid ist ohne Neid.


Leid, schweig und vertrag; deine Not niemand klag.

Leidst du, dass dich einer fasse, so leide, dass er dich zu Boden werfe.

Leid und Freud, mit fünfzig Jahr ist alles eins.

Leid und meid, bist du gescheit.

Leid und meid, das ist die Kreid.

Leih deinem Freund, mahn deinen Feind.

Leihen macht Freundschaft, wiedergeben Feindschaft.


Lepsch, lass nicht schnappen.
(Lepsch ist ein Dialektausdruck im Rheinland und bedeutet billig oder läppisch, schlecht, einfach, simpel gemacht. Im Saarland kann es auch schlecht oder wenig gewürztes Essen oder zu schwach gesalzen bedeuten.
In der Sprichwörtersammlung von Sebastian Franck, 1831 von Bernhard Guttenstein herausgegeben steht eine Erklärung, die später auch Karl Friedrich Wilhelm Wander in sein Sprichwörterlexikon übernommen hat:
Der Bischof von Magdeburg und Halberstadt hatte einen Narren, Claus Narr genannt. Dieser trennte einmal seines Herrn Bettdecke auf und verstreute die Federn im ganzen Zimmer, wobei der Hund des Bischofs mit dem Namen Lepsch anwesend war. Als der Bischof ins Zimmer trat und die verstreuten Federn sah, wollte er wissen, wer das gewesen sei. Der Hund Lepsch lief mit offenem Maul zu seinem Herrn, was der Narr Claus wiederum sah. Der Narr sprang herbei und hielt dem Hund das Maul zu und rief: „Lepsch, lass nicht schnappen!“ Dieser Ausruf wurde wegen der häufigen Wiederholungen danach zum Sprichwort, um andere zu erinnern, von einem ihnen bekanntem Vorfall nicht zu sprechen.)

Lerchen lassen sich nicht unterm Hütlein fangen.

Lerne beizeiten, so kannst du's bei den Leuten.

Lerne deine Freude auszudrücken und du wirst sie beflügeln.

Lerne, so kannst du was vergessen.

Lerne was, so kannst du was.

Lern schweigen, so kannst du am besten reden.

Lernst du wohl, hast du gebrat'ne Hühner wohl; lernst du übel, friss mit den Schweinen aus dem Kübel.

Lesen und nicht verstehen ist halbes Müßiggehen.

Leutfresser find't wohl Eisenfresser.

Lichter Tag, lichte Augen.

Licht ist Licht, sieht's gleich der Blinde nicht.

Lieb dein Weib, so hasst sie dich.

Liebe deinen Nachbarn, reiß aber den Zaun nicht ein.

Liebe, Diebe und Furchtsamkeit machen Gespenster.

Liebe erfüllt die Welt und mehrt den Himmel.

Liebe ergibt sich keinem Diebe.


Liebe erwirbt Liebe.

Liebe fängt bei sich selber an.

Liebe findet man nicht auf dem Markte feil.

Liebe geht durch den Magen.

Liebe hat ein gut Gedächtnis.


Liebe hat ihren Sitz in den Augen.


Liebe heilt wunde Herzen.


Liebe ist der beste Wächter.


Liebe ist der größte Reichtum.

Liebe ist die beste Hut.

Liebe ist süß, wo Liebe erfolgt.

Liebe kann alles überwinden.

Liebe kann viel, Geld kann alles.


Liebe Kinder haben viele Namen.


Liebe kommt der Bitte zuvor.

Liebe lehrt tanzen.

Liebe macht blind.

Liebe macht Gegenliebe.

Liebe macht Löffelholz aus manchem jungen Knaben stolz.

Lieb empfindet keine Arbeit.

Liebe muss Zank haben.

Lieben ist nicht Sünd, und küssen macht kein Kind.

Lieben Kindern gibt man viele Namen.

Lieben und beten lässt sich nicht nöten.

Lieben und buhlen fängt im Gesicht an.

Lieben und Husten lässt sich nicht verbergen.

Lieben und nicht genießen möchte den Teufel verdrießen.

Lieben und Singen lässt sich nicht zwingen.

Liebe ohne Gegenliebe ist eine Frage ohne Antwort.


Lieber Aff, sieh erst auf dich, dann lobe oder schelte mich.


Lieber arm und gesund als reich und krank.


Lieber aus der Flasche als aus der Tasche.

Lieber beneidet als bedauert.

Lieber biegen als brechen.

Lieber das Halbe ganz, als das Ganze halb.

Lieber dem Schuster als dem Apotheker.

Lieber dem Wirt als dem Apotheker.

Lieber den Anker verlieren als das ganze Schiff.

Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.

Lieber die Motten in den Kleidern als die Ehre in Schuldscheinen.

Lieber ein bärtiges Weib als ein gelehrtes.

Lieber einen Darm im Leibe gesprengt, als dem Wirt ein Tröpfchen geschenkt.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Lieber eine Schüssel mehr und bequem sitzen.

Lieber ein kluger Tadel als ein dummes Lob.

Lieber Gewalt denn Unrecht.


Lieber grob als falsch.


Lieber Hammer als Amboss.


Lieber henken als ertränken.

Lieber Kot stinkt nicht.

Lieber Krieg als den Hals gebrochen.

Lieber Land und Leut verloren als einen falschen Eid geschworen.

Lieber, lass Bauern auch Leute sein.

Lieber leeren Darm als müden Arm.

Lieber mit den Füßen gestrauchelt als mit der Zunge.

Lieber Rock, reiß nicht, Herrenhuld erbt nicht.

Lieber, sag, wo ist der Mann,
der jedermann gefallen kann?
Niemand ist er genannt,
nusquam ist sein Vaterland.
(nusquam = nirgends, nirgendwo)

Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen.

Lieber sich den Darm verrenken, als dem Wirt 'nen Tropfen schenken.


Lieber sich zum Schelm schlafen als sich zum Schelm arbeiten.

Lieber ungezogene Kinder als verzogene Kinder.

Lieber unhöflich als überlästig.

Lieber vom Herren gekauft als vom Knechte.

Lieber zehn ehrlich machen als einen zum Schelm.

Liebes geht über Schönes.

Liebes Kind, lernst du wohl, wirst du gebratner Hühner voll;
lernst du aber übel, so geh mit den Säuen über den Kübel.

Liebesstück ist kein Diebesstück.

Liebeszank, Liebesdank.

Liebeszorn ist neuer Liebeszunder.

Liebe überwindet alles.

Liebe und Herrschaft leiden nicht Gesellschaft.


Liebe und Husten lassen sich nicht verbergen.
(Ähnliche Sprichworte auch in anderen Ländern.)

Liebe weiß verborgene Wege.


Liebe wird durch Lieb erkauft.


Lieb, Feuer, Husten, Krätze, Gicht Lassen sich verbergen nicht.


Liebhaber kommen immer der Glocke zuvor.

Lieb ist Leides Anfang.

Lieb ohne Gesicht gar leicht zerbricht.

Lieb und Gesang kennt keinen Zwang.

Lieb und Not hat kein Gebot.

Lieb und Rausch schaut zum Fenster aus.

Lieb und wieder Leid ist verlorne Arbeit.

Lieb wächst durch Kieb.
(Kieb = kiebig, aus dem mhd., bedeutet keifen, zänkisch, vorlaut, frech.)

Liedlohn schreit zu Gott im Himmel.

Liegt der Baum, so klaubt jedermann Holz.

Liegt der Hund, so beißen ihn alle.

Liegt einer im Bette bei einer im Kloster, so beten sie schwerlich ein Paternoster*22.

Liegt er, so gibt er: läg' er nicht, so gäb' er nicht.

Ließe der Dieb das Stehlen, der Hund ließe sein Bellen.

Ließe der Wolf sein Laufen, das Volk ließe sein Rufen.

Ließe die Katze das Mausen, so bliebe der Kater draußen.

Ließen wir die Güsse, so ließen uns die Flüsse.
Ließest du die Güsse, so ließen dich die Flüsse.
(Dies Sprichwort soll eine Warnung für Trinker sein.)

Links und rechts, wie die Kartäuserkatzen.

List gegen List.

List geht über Gewalt.

Listig, wie ein Oktoberfuchs.

List macht guten Mist.

List tut mehr denn Stärke.


List wird mit List bezwungen.

Lobe, dass du könnest schelten, Schelte, dass du könnest loben.

Lobe den Narren, so schwillt er.

Lobe die Berge und bleib in der Ebene.


Lobe die See und bleib auf dem Lande.


Lobe gern die alte Welt und tu, was der neuen gefällt.

Loben ist nicht lieben.

Lob ist der Toren Prob.

Lob ist leichter zu erlangen, als zu erhalten.

Lob macht einen Anfang zur Freundschaft.

Lob macht Künstler.


Lob ohne Maß hat keine Ehre.


Lob wird manchem toten Mann, der Lob im Leben nie gewann.


Löffeln macht Hochzeit.

Löffeln und witzig sein stimmen selten überein.

Lohn macht in der Kirche großen Ton.


Lösche das Feuer, ehe es zum Dache ausschlägt.
Sprichwort im Deutschen Sprichwörter Lexikon Band 1 von 1867 von Karl Friedrich Wilhelm Wander unter dem Stichwort Feuer, als Quellen gibt er die Sammlungen von Karl Simrock und Wilhelm Körte an.
Bei Simrock steht unter Nr. 2410:  Lösche das Feuer, eh es ausschlägt. und unter Nr. 6604: Lösche beizeit, eh das Feuer zum Dach ausschlägt.
und bei Körte steht: Lösche das Feuer bei Zeiten. eh' es zum Dache hinausschlägt.
Jeder hört dasselbe Sprichwort anders und Wander nimmt aus allen etwas heraus und stellt es neu zusammen.


Lösche das Licht aus, so sind alle Weiber gleich.

Lotterielose sind Eingangszettel ins Armenhaus.


Lübeck ein Kaufhaus, Hamburg ein Brauhaus, Braunschweig ein Rüsthaus, Lüneburg ein Salzhaus, Halberstadt ein Pfaffenhaus.

Lübeck ist in einem Tage gestiftet, aber nicht in einem Tage gebaut.

Lübisch Recht, Glüpisch Recht.
(Lübisches Recht war früher das Recht der Stadt Lübeck. Glüpisch bedeutet heimtückisch oder hinterlistig. Das Sprichwort meinte früher, das Recht würde Rollwagen gleich so hin und her geschoben, wie und wohin man will.)

Lüge ist die erste Staffel zum Galgen.

Lügen, Buhlen und Stehlen hängen aneinander.

Lügen, dass sich die Balken biegen.

Lügen haben kurze Beine.
(Die Wahrheit kommt immer heraus. Auch in Italien und Slowenien, ähnlich in Armenien: Die Sonne wird nicht hinter der Wolke bleiben. und aus Afrika: Der Weg des Lügners ist kurz.) Armenisch: Die Sonne wird nicht hinter der Wolke bleiben., aus Afrika: Der Weg des Lügners ist kurz.)

Lügen in allen Formaten ist eine große Bibliothek.

Lügen ist der Leber gesund.

Lügen und Lawinen wachsen immer.

Lügen und Stehlen gehen miteinander.


Lügen zerschmelzen wie Schnee.


Lüg und Trug ist der Welt Acker und Pflug.

Lumpen gehen dreizehn aufs Dutzend.

Lumpenreben geben den besten Wein.

Lüneburger Heide, armer Wichtel Weide.

Lurz, leck den Löffel.

Lustig! Der Vater hat das Haus verkauft, die Mutter die Scheuer abgebrannt.

Lustig gelebt und selig gestorben heißt, dem Teufel die Rechnung verdorben.

Lustig in Ehren darf niemand wehren.

Lustig! morgen haben wir wieder nichts!

Lustig sein ist des Weins Gerechtigkeit.

Lustig! Über hundert Jahre sind die Heiden hier!

Lust schafft Leute.

Lust und Liebe zu einem Ding macht alle Müh und Arbeit gering.

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