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Deutsche Sprichwörter
Über 18.000 deutsche Sprichwörter
Gla - Gz
Flagge von Deutschland
Sprichwörter aus der Bibel

Der Ursprung vieler Sprichwörter ist in der Bibel zu finden. Damit sind nicht die Sprüche Salomos gemeint, sondern normale deutsche Sprichwörter, die im allgemeinen Gebrauch sind oder waren und deren Ursprung in allen Teilen der Bibel den meisten unbekannt ist. Manchmal sind sie wörtlich aus der Bibel übernommen, teilweise nur dem Sinn nach. Ebenso ist in den meisten Sammlungen ihre Quelle nicht angegeben.

Auf dieser und den anderen Seiten mit deutschen Sprichwörtern sind etliche dieser Sprichwörter enthalten. Meist steht die Bibelstelle (teilweise im Wortlaut) darunter, nach der sie entstanden sind. In neuerer Zeit sind mehrere neue Bibelübersetzungen veröffentlicht worden, in denen der Wortlaut geändert wurde. Ganze Sätze oder Verse lauten heute manchmal anders als in der Entstehungszeit der Sprichwörter vor hundert oder mehr Jahren. Entsprechend gibt es bei einigen Sprichwörtern eine große, bei anderen fast keine offensichtliche Ähnlichkeit. Die zitierten Bibelstellen stammen wenn möglich aus der Bibelübersetzung, die dem Sprichwort am nächsten kommt.

In einigen Übersetzungen sind teilweise die Verszahlen unterschiedlich oder Texte werden mit anderer Bedeutung übersetzt.

Beispiel das Sprichwort: „Gut ist gut, wenn man gut mit tut.
Dazu die entsprechende Stelle bei Jesus Sirach im Kapitel 13, je nach Veröffentlichung in Vers 24, 28 und 30. Einmal ist Reichtum gut, wenn man ihn ohne Sünde verwendet, ein anderes Mal nur dann, wenn keine Sünde daran ist, ohne Sünde entstanden ist, unabhängig von seiner Verwendung:
Die ganze Heilige Schrift, Zürich 1755
28: „Reichtum ist gut, wann man's ohne Sünde brauchet: und die Armut ist bös in dem Munde des Gottlosen.“
Die Heilige Schrift des alten Testaments 1813
24: „Der Reichtum ohne Sünde ist gut. Die Armut nennet der Gottlose böse.“
Die Andachts-Bibel oder Die ganze Heilige Schrift 1845
30: „Reichtum ist wohl gut, wenn man es ohne Sünde braucht; aber Armut des Gottlosen lehrt ihn viel Böses reden.“
Lutherbibel 1912
30: „Reichtum ist gut, wenn man ihn ohne Sünde braucht; aber Armut des Gottlosen lehrt ihn viel Böses reden.“
Gute Nachricht Bibel 2000
24: „Reichtum ist etwas Gutes, wenn kein Unrecht daran klebt. Und Armut ist nichts Schlechtes, auch wenn gewissenlose Menschen das behaupten.“
Einheitsübersetzung 2016
24: „Gut ist der Reichtum, an dem keine Sünde ist, schlecht ist die Armut im Mund des Gottlosen.“
Lutherbibel 2017
24: „Reichtum ist gut, wenn an ihm keine Sünde haftet, und allein der Gottlose nennt die Armut schlecht.“

In einigen Veröffentlichungen fehlen auch die Apokryphen, zu denen auch Jesus Sirach gehört. Das sind religiöse Schriften von ca. 200 v.Chr. bis 400 n. Ch., über deren Zugehörigkeit zur Bibel Uneinigkeit besteht. (https://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen). Einige Sprichwörter stammen auch aus ihnen.

Zu den Apokryphen gehören:

Buch Judit
Buch der Weisheit (Weisheit Salomos, um 50 v. Chr. entstanden)
Buch Tobit (nach Luther „Tobias“)
Jesus Sirach (zwischen 180 und 175 v.Chr. entstanden)
Baruch und Brief des Jeremia
1. Buch der Makkabäer
2. Buch der Makkabäer
Zusätze zum Buch Ester
Zusätze zum Buch Daniel
Gebet des Manasse

Bücher über deutsche Sprichwörter aus der Bibel

Die biblischen Sprichwörter der deutschen Sprache
von Carl Schulze, Vandenhoeck & Ruprecht's Verlag, Göttingen 1860

Biblische Redensarten und Sprichwörter
3000 Fundstellen aus der Lutherbibel gesammelt und erläutert von Heinz Schäfer
Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 1998, 2004

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Glatt geschliffen ist bald gewetzt.

Glaube ist besser denn bar Geld.

Glaube nicht alles, was du hörst; liebe nicht alles, was du siehst; rede nicht alles, was du weißt.

Glaube nicht ohne Probe.

Glauben ist besser denn bar Geld.

Glauben ist leichter als Denken.

Glaube, wenn du's in der Hand hast.

Gläubige Leute sind selten Bräute.

Glaub ist von Dingen, die man nicht sieht.

Gleich bei Gleich macht guten (langen) Frieden.

Gleiche Brüder, gleiche Kappen.
(Das Sprichwort stammt von den Mönchen, die je nach ihrem Mönchsorden alle gleich gekleidet waren. Eine weitere Bedeutung bezieht sich beim Erbrecht auf alle, die das gleiche Erbrecht haben.)

Gleiche Bürde bricht keinem den Rücken.

Gleiche Bürde hält feste Freundschaft.

Gleiche Fladen macht gleich Aufladen.

Gleiche Meinung schafft Vereinigung.

Gleiches Blut, gleiche Glut und Jahr, machen die besten Paare.

Gleiches Gut, gleiches Blut, gleiche Jahre gibt die besten Paare.

Gleiches mit Gleichem.

Gleiche Sünde, gleiche Strafe.

Gleiches Unglück macht Freundschaft.

Gleich frei sind, die in einer Stadt sitzen.

Gleich gegen Gleich ist die beste Bezahlung.

Gleich gesinnt macht gute Freunde.

Gleichheit bringt keinen Krieg.

Gleichheit macht Freundlichkeit.

Gleich sucht sich, Gleich findet sich.

Gleich Teil macht keinen Krieg.
Gleich und Gleich fängt keinen Krieg an.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.


Gleich und Gleich gesellt sich gern, sprach der Teufel, da wischt' er den A– an einem alten Weibe.

Gleich und Gleich gesellt sich gern, sprach der Teufel zum Köhler.

Gleich Vieh leckt sich gern.

Gleich wieder ist die beste Bezahlung.

Gleisnerei*11 belohnt Gott mit Rauch.

Gleisnerei*11 hat bös Geschrei.

Gleisnerei*11 macht viel Geschrei, Frömmigkeit treibt wenig red'.

Gleisner*11 sind wie Hunde, die gegen ihren Herren jederzeit den Wadel schwantzen und zutäppisch sind, es sei gut oder böse.

Gleisner*11 tun wie die Gaukler, zeigen einem ein Muskatnuss und geben einem Mist ins Maul.

Gleisner*11 und Heuchler.

Glimpf*12 ist besser denn Recht.

Glimpfius*12 ist nicht daheim.

Glimpflich*12 Mann führt gern an.

Glimpf*12 wird oft belohnt mit Schimpf.

Glocken und Narren läuten gern.

Sprichwörter, die unter „Glück“ nicht gefunden werden,
könnten auch unter    → „Das Glück“    stehen.

Glück bedarf keines Rates.

Glück bedarf Witz und nimmt Witz.

Glück bei Glück macht guten Frieden.

Glück bringt Neider.
Glück hat Neider.

Glück folgt den Sitten.

Glück fragt nicht nach Recht.

Glück gebiert Neid, Sicherheit gebiert Gefahr, Vertraulichkeit Verachtung, Wahrheit gebiert Verfolgung.


Glück geht über Witz.

Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige.

Glück hat Tück.


Glück im Spiel, Unglück in der Liebe.

Glück ist blind und macht blind.

Glück ist der Dummen Vormund.
Glück ist der Narren Vormund.
(Nach Sprichwörtern gibt es nur zwei Möglichkeiten, etwas zu erreichen: Entweder man lernt und kann etwas und arbeitet entsprechend, oder man hat Glück. Das Glück scheinen aber fast nur Narren und Dumme zu haben. Z. B. „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“. Wilhelm Körte (1837) sah beide Variationen als gleich an, da er dieses Sprichwort unter einer Nr. wahlweise mit beiden, Dummen und Narren, versah. Alle anderen haben es nur entweder unter dem einen oder anderen Wort in ihre Sammlungen aufgenommen. Nur Wander hat es zwei Mal als verschiedene Sprichwörter im Sprichwörterlexikon aufgeführt. Er hat auch das Wort „Das“ davor gesetzt, ebenso wie als Einziger 1616 Georg Henischi: Das Glück ist der Narren Vormünder.“ Bei allen anderen ist „Glück“ das erste Wort.)

Glück ist der Freunde Sommer.

Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter.

Glück ist leichter gefunden (gewonnen), als erhalten.

Glück ist willkommen, vorher wie nachher.

Glück kommt alle Tag, wer warten mag.

Glück lässt sich finden, behalten ist Kunst.

Glück läuft dem einen ins Haus, dem anderen heraus.

Glücklicher, der gern äße und hat's nicht, als der`s hat, und mag's nicht.
Glücklicher ist, der gern äße, und hat nichts, als der's hat, und mag's nicht.

Glücklich ist der Mensch, der nicht den Dingen nachschaut, die er nicht hat, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu erlangen ist.

Glücklich über die Bruck, verlacht man den Nepomuk.

Glücklich, wer im Besitz ist.

Glücklich, wer im Dunkel bleibt.

Glück macht blind und ist blind.

Glück macht Freunde, aber Not bewährt sie.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 6, 7: „Vertraue keinem Freunde, du habest ihn denn erkannt in der Not.“)

Glück macht Freunde, Unglück prüft sie.

Glück macht verrucht und Siegen verwegen.

Glück ohne Mangel, nicht ohne Angel.

Glückselig ist, der ein Auge im Land der Blinden hat.

Glückselig ist der Sohn, dessen Vater nicht in der Hölle ist.

Glücks kann sich niemand erwehren.

Glückt es einem, so glückt es Hunderten nicht.

Glück und Ehre haben Neid zum Gefährten.

Glück und Glas, wie leicht bricht das.
(Ursprung für das Sprichwort ist das Publilius Syrus Zitat: „Glück ist aus Glas: Wenn es glänzt, zerbricht es.“)

Glück und Gras, wie bald wächst das!

Glück und Heil sind Neidharts Speise.

Glück und Recht sind der Wachenden.

Glück und Regenbogen sieht man nicht über dem eigenen Haus, sondern nur über dem fremden.

Glück und Unglück führen einen wankelbaren Streit.

Glück und Unglück ist aller Morgen Frühstück.

Glück und Unglück sind zwei Eimer im Galgenbrunnen.

Glück und Unglück sind zwei Nachbarn.

Glück und Unglück tragen einander auf dem Rücken (huckepack).

Glück und Unglück wandern auf einem Steig.

Glück und Weiber haben die Narren lieb.
Das Glück und die Weiber sind den Narren hold.

Glück und Weiber hassen die Weisen.

Gnade ist besser denn Recht.

Gnade geht vor Recht.

Gnade hat kein Warum, ist Ebbe und Flut.

Gnade ziemt wohl bei der Macht.

Gold auf den Hosen und keins darin, ist Hof-Art.

Golden die Praxis, hölzern die Theorie.

Goldene Kirchen, hölzerne Herzen.

Goldener Hammer bricht eisernes Tor.

Golden Gebiss macht`s Pferd nicht besser.

Gold geht durch alle Türen, ausgenommen durch die Himmelstüre.

Gold ist Sold, dem ist man hold.

Gold liegt tief im Berge, aber der Kot am Wege.
(Genauso verhält es sich mit Tugend und Gemeinheit.)

Gold macht Menschen hold.

Gold macht taub, Glück macht blind.

Goldner Zaum macht schlechtes Pferd nicht besser.

Goldschmier' macht schmeidige Hände.

Gold und Silber sind der Welt Brüste, darein ein jeder gern trinkt und niemand davon sich will abgewöhnen lassen.

Gott begegnet dir überall, wenn du ihn grüßen möchtest.
Gott begegnet manchem, wer ihn nur grüßen könnte.

Gott beschert über Nacht.
(Bescheren bedeutet, aus Gnade, nicht aus Pflicht, sondern ohne Gegenleistung etwas geben und schenken.)

Gott beschert wohl die Kuh, aber nicht den Strick dazu.
Gott gibt wohl die Kuh, aber nicht den Strick dazu.

Gott beschütze mich vor meinen Freunden! Mit meinen Feinden will ich schon selbst fertig werden.

Gott bewahr mich vor stillem Wasser, vor den rauschenden will ich mich selber hüten.

Gott bleibt nicht aus, wenn er gleich verzieht.

Gott ehre das Handwerk, sprach der Schinder zum Richter.

Gott, Eltern und Lehrern kann man nie vergelten.

Gottes Allmacht ist (bleibt) allzeit ausgenommen.

Gottes Auge schläft nicht.


Gottes Brot verschmähe nicht und wär' es auch in Essig geweicht.

Gottesdienst geht vor Herrendienst.
(Dieses Sprichwort gibt es in beiden Richtungen. Je nachdem, was einem wichtiger ist, kann jeder die eigene Meinung mit dem entsprechenden Sprichwort bekräftigen oder rechtfertigen.)

Gottes Freund, der Pfaffen Feind.

Gottes Freund und aller Menschen Feind.

Gottesfurcht ist aller Weisheit Anfang.
Gottesfurcht ist eben die Weisheit.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 1, 16: „Den Herrn fürchten sättigt mit Weisheit, und sie macht trunken mit ihren Früchten.")

Gottesfurcht lebt lang.

Gottesfurcht sündigt nicht.

Gottes Gewalt und ehehafte Not sind vorbehalten.

Gottes Gewalt und Herrengeschäfte müssen vorgehen.

Gottes Gewölbe steht fest und hat doch keine Balken.

Gottes Mühle mahlt langsam, aber klein.
Gottes Mühle mahlt langsam, aber sie mahlt fein.
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich klein.

Gottes Mühle steht oft lange still.

Gottes Rechnung fehlt nicht.

Gottes Wege sind unergründlich.

Gottes Weisheit und der Menschen Torheit regieren die Welt.

Gottes Wille hat kein Darum.
Gottes Wille hat kein Warum?

Gottes Wille sei mein Ziel.

Gottes Wort durch die Kirchenväter auslegen, heißt Milch durch 'nen Kohlsack seigen.

Gottes Wort trügt nicht.

Gottes Wort wär` nicht so schwer, wenn nur der Eigennutz nicht wär`.

Gottes Wunder erben nicht.

Gottes Zeiger geht langsam, aber richtig.

Gott findet den Schuldigen.

Gott fügt, dass mir's genügt.

Gott führt gern Gleiches und Ungleiches zusammen.

Gott führt seine Heiligen wunderlich.

Gott führt wohl in die Grube, aber auch wieder hinaus.

Gott gab, Gott nahm.
Gott gibt, Gott nimmt.

Gott gebe, Gott grüße! Bier und Wein schmeckt süße. Versauf ich auch die Schuh, so behalt ich doch die Füße.

Gott gibt alle Nacht; was er heute Abend nicht gibt, gibt er morgen zu Nacht.

Gott gibt dem Geizhals die Kost, aber der Teufel ist der Koch.

Gott gibt die Kleider nach dem Regen.

Gott gibt einem wohl den Ochsen, aber nicht bei den Hörnern.

Gott gibt leisen Wind, wenn die Schafe geschoren sind.

Gott gibt nicht einem alles.

Gott gibt nicht mehr Frost als Kleider.
(Das soll bedeuten, Gott gibt das zum Leben notwendige. Dieses Sprichwort kann so nicht stimmen, da in jedem Winter immer wieder etliche Menschen ohne eigene Schuld erfrieren. Wahrscheinlich wurde es von denen gemacht, die immer genügend hatten und niemals froren.)

Gott gibt Schultern nach der Bürde.

Gott gibt's den Seinen im Schlafe.
(Der Ursprung dieses Sprichworts liegt in der Bibel, Altes Testament, Psalm 127, 2: „Es ist umsonst, dass ihr früh austeht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen seinen Freunden gibt er es im Schlaf.“)

Gott gibt wohl den melancholischen Gemütern gute Speisen, der Teufel aber ist Koch dazu.

Gott gibt wohl den Vögeln ihre Kost, sie müssen aber darnach fliegen.

Gott grüßt alle Welt, aber wenige danken ihm.

Gott grüßt manchen, könnt' er ihm nur danken.

Gott hält die Bäume auf, bevor sie in den Himmel wachsen.

Gott hängt jedem ein Kläpperlein an.

Gott hat drei Stände erschaffen, Adel, Bauernvolk und Pfaffen.

Gott hat mehr, denn er je gab.

Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

Gott hat wohl Füße von Wolle, aber auch Hände von Eisen.

Gott hilft dem Arbeitsamen (der arbeitsamen Hand).

Gott hilft dem Fleiß.
Gott hilft dem Fleiß und nicht Hans Unfleiß.

Gott hilft dem Schwachen.

Gott hilft dem Stärksten.

Gott hilft, und dem Arzte dankt man.

Gott ist alt, aber nicht krank.

Gott ist Bürger worden zu Bern: Wer will wider Gott streiten gern.

Gott ist der Dummen Vormund.

Gott ist der rechte Kriegsmann.

Gott ist ein Herr, der Abt ein Mönch.

Gott ist kein Bayer, er lässt sich nicht spotten.

Gott ist mit im Schiffe.

Gott ist nicht ein so schlechter Wirt, dass er nicht eine Zeche sollte borgen können.

Gott ist überall, außer in Rom, denn da hat er seinen Statthalter.

Gott kann nicht wittern, dass es jedem gefällt, sonst kann er alles.

Gott kann wohl eine Zeche borgen.

Gott kommt langsam, aber wohl.

Gott lässt alle Jahr eine neue Welt werden.

Gott lässt der Ziege den Schwanz nicht länger wachsen, als sie ihn brauchen kann.

Gott lässt genesen, der Arzt kassiert die Spesen.

Gott lässt keinen Deutschen verderben.

Gott lässt sich allenthalben finden.

Gott lässt sich keinen Baum in den Himmel wachsen.

Gott lässt sich keinen flächsernen Bart flechten.

Gott lässt sich nicht auf den Arm malen.

Gott lässt sich nicht erlaufen.

Gott lässt sich seine Uhr von keinem Menschen stellen.

Gott lässt uns wohl sinken, aber nicht ertrinken.

Gott lieben ist die schönste Weisheit.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach (neu 1, 10) alt 1, 14: „Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit“)

Gottlob hier! Sagte der Schiffer und war noch drei Meilen vom Lande.

Gottlos, lieblos.

Gott macht genesen, und der Arzt holt die Spesen.

Gott macht gesund, und der Doktor kriegt's Geld.

Gott muss man nicht einreden.

Gott muss schicken, wenn's soll glücken.

Gott nimmt einen Schalk und schlägt damit den andern.

Gott pflegt Schälke mit Schälken zu strafen.

Gott rechnet anders als der Mensch.

Gott richt't, wenn niemand spricht.

Gott schlug nie einen Schlag, er salbt' ihn wieder.

Gott schütze uns vor Feuer und Wind und vor Arbeitern, die langsam sind.

Gott selbst kann es nicht allen recht machen.

Gott sieht das Herz an.

Gott sieht durch die Finger, aber nicht ewig.

Gott, störe meine Gegner und gib mir Geduld.

Gott straft Buben mit Buben.

Gott über alles.

Gott und den Teufel kann man nicht in ein Glas bannen.

Gott und der Erde ist gut auf Wucher leihen, sie zahlen reichlich.

Gott und genug.

Gott verlässt die Seinen nicht.

Gott verlässt keinen Deutschen: hungert ihn nicht, so dürstet ihn doch.

Gott verlässt keinen Schwaben.

Gott versüßt den Wasserkrug und würzt den Haferbrei.

Gott vertraut, wohl gebaut.

Gott walt's ist aller Bitte Mutter.

Gott weiß die Zeit.

Gott weiß wohl, warum er der Geiß den Schwanz abgehauen hat.

Gott widersteht den Hoffärtigen.

Gott windet aller Menschen Missetat auf einen Knäuel.

Gott zahlt bisweilen nicht alle Wochen, sondern auf einmal aus.

Graben und Hacken Macht schmale Backen.

Grade wie bei uns zuland hängt man die Wurst auch an die Wand.

Gradezu gibt gute Renner.

Gram bricht auch ein starkes Herz.

Graue Haare machen niemand alt, die Haut tut es, wenn sie runzelt.

Graue Haare sind Kirchhofsblumen.

Graue Haare stehen gut auf einem jungen Kopf.

Grauer Morgen, schöner Tag.

Graues Haar wächst auch auf jungen Kopf.

Grau ist alle Theorie.
(Praktische Erfahrungen sind besser als alles theoretische gelernte und Wissen. Das Sprichwort ist ursprünglich ein Zitat aus der Tragödie „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), in der es Mephistopheles zum Schüler „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie“ sagt.)

Grausamkeit hat nicht viel Leut.

Greif ehrlich zu, eh dir die Hände gebunden werden.

Greif in den eigenen Busen.

Greift man den Hund beim Schwanz, so knurrt er.

Greift zu, ihr sollt Gevatter werden.

Greif zu, eh dir die Hände gebunden sind.

Gries kennt den Gramen.

Grindige Katzen leben lang.

Grobe Holzhauer machen grobe Späne.

Groben Leuten und tollen Hunden soll man aus dem Wege gehen.

Grober Verstand ist eine Felsenwand.

Grobe Säcke muss man nicht mit Seide zunähen.
Grobe Säcke näht man nicht mit Seide.

Grobe Tücher geben keine feinen Kleider.

Grobheit und Stolz wachsen auf einem Holz.

Groß denken und nichts dahinter.
(Wichtig tun und nichts ausrichten, Sprichwort von Amrum.)


Große Anschläge haben kleinen Nachdruck.

Große Bäume geben mehr Schatten als Früchte.

Große Brüste verheißen viel und geben wenig.

Große Diebe hängen (henken) die kleinen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
(Das bedeutet, man kann aus Ereignissen oder Vorbereitungen, der allgemeinen Lage die Anzeichen für kommende Ereignisse, die folgen müssen, ableiten. Ursprung des Sprichworts ist das Gedicht „Lochiel’s Warning“ des schottischen Dichters Thomas Campbell (1777 - 1844), in dem diese Worte enthalten sind.)

Große Fische fressen die kleinen.
(Vergleichbares Sprichwort: Die Hechte werden von kleinen Fischen groß. Das bedeutet, von der Arbeit der Masse der kleinen Leute profitieren die Großen und Mächtigen.)

Große Flüsse laufen selten von klarem Wasser, großer Reichtum mit gutem Gewissen an.

Große Freundschaft und Geschlecht machen krumme Sachen recht.

Große Geister begegnen sich.

Große Gewalt wird selten alt.

Große Hast kommt oft zu spät.

Große Herren brechen leicht eine Ursache vom Zaun.

Große Herren denken lange.

Große Herren dürfen mit Heiligen scherzen.

Große Herren, große Sorgen.

Große Herren haben lange Hände.

Große Herren kommen am sichersten in den Himmel, wenn sie in der Wiege sterben.

Große Herren lassen sich nützen, unter reichen Fürsten ist gut sitzen.

Große Herren machen nicht viel Worte.

Große Herren müssen viel von sich reden lassen.

Große Kirchen, kleine Heilige.

Große Kunst hasst man.

Große Leute fehlen auch.

Große Leute, wenig Weisheit.

Große Männer sind nicht ohne Feinde.

Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.

Großen Herren, Fremden und Alten ist eine Lüge zu gut zu halten.
Großen Herren, Fremden und Alten pflegt man Lüge für gut zu halten.

Großen Herren ist übel borgen.

Großen Herren legt man alles wohl an.

Großen Herrn und schönen Frauen soll man wohl dienen, doch wenig trauen.

Große Pracht, kleine Macht.

Große Präsenz macht andächtige Priester.

Großer Herren Gunst ist ein schwacher Riedstab, der leicht knackt und ein reisefertiger Höfling, der allzeit mit dem Hut in der Hand steht, um Abschied zu nehmen.
(Riedstab = Spazierstock aus spanischem Rohr, auch Riesenschilf. 1685 noch ein Sprichwort bei Winckler (Fünftes Hundert Nr. 27), bei Wander werden zwei daraus, Herr Nr. 424 und 425.)

Großer Herren Hennen legen Eier mit zwei Dottern.

Großer Herren Huld und Nelkenwein verriecht über Nacht.

Großer Herren Leute dünken sich was.

Großer Herren Staat ist von Arbeit gesponnen und von Gefahr gewebt.

Großer Herrn Bitten ist Befehlen.

Großer Lärm macht keine Hochzeit.

Großer Mut und kleine Macht wird von jedermann verlacht.

Großer Reichtum hilft nicht, wenn nicht Gott den Segen spricht.

Großer Rhein, saurer Wein, Kleiner Rhein, süßer Wein.

Großer Rühmer, kleiner Tüner.

Großer Sager, kleiner Wager.

Großer Schein ohne Sein.


Großer Stein ist schwer zu werfen.


Großer Wind bringt oft nur kleinen Regen.

Großer Wind ist selten ohne Regen.

Große Schiffe können in See treiben, kleine müssen am Ufer bleiben.

Großes Glück, große Missgunst.

Großes Gut, große Sorge.

Große Städte, große Sünden.

Große Stadt, große Wüstenei.

Große Wasser, große Kriege.

Große Winde, große Kriege.

Große Worte, kleine Werke.

Große Worte und Federn gehen viel auf ein Pfund.

Große Worte und nichts dahinter.

Groß Geld, großer Glaube.

Groß Geld, groß Sorg und Gefahr.

Groß Geprahl, Bissen schmal.

Groß Geschenk bindet's Gelenk.

Groß Glück gebiert Narren.

Groß Glück, große Gefahr.

Groß Glück hält nicht lange Farbe.

Groß Glück, wenig Urlaub.

Groß Gut will (haben) starken Mut.

Groß Herr, groß Recht, klein Knecht, klein Recht.

Großprahler haben's in Worten, wie's Eichhorn im Schwanz.

Großsein tut`s nicht allein, sonst holte die Kuh den Hasen ein.

Großtun ist keine Kunst.

Groß und faul ist auch ein Gaul.

Groß und faul ist doppelter Schaden.

Gründe aus der Münze geholt überreden am besten.

Grüne Fastnacht*10, weiße Ostern.

Grüne Kirschen werden rot, kleine Kinder werden groß.

Grünes Holz, große Hitze.

Grünes Holz macht heißes Feuer.
(Das bedeutet, in der Jugend sind die Menschen meist hitzig und unüberlegt.)

Grün Holz gibt mehr Rauch als Wärme.


Gruß freut den Gast und ehrt den Wirt.

Gruß kommt von Hofe.

Guck in dein eigen Häfelein*15.

Gunst bekommt man nicht umsonst.

Gunst Geht vor Gespunst.

Gunst geht vor Recht.
Gunst geht vor Recht, das weiß ich armer Knecht.

Güsse machen Flüsse.

Gut angegriffen, gut verteidigt.

Gut ausgestellt ist halb verkauft.


Gut braucht Hut, Güter brauchen Hüter.

Gut Ding will Weile haben.
Gut Ding braucht Weile.

Gute Aufsicht ist halbe Erziehung.


Gute Ausrede ist drei Batzen*2 wert.

Gute Bäume tragen zeitig.

Gute Beine haben oft schlechte Stiefel.


Gute Belohnung macht willige Arbeiter.


Gute Botschaft ist des Botenbrots wert.

Güte bricht einem kein Bein.

Gut edel, Blut arm.
(Das bedeutet, dass oft Reichtum höher bewertet wird, als die Gesinnung und das Tun.)

Gute Freunde findet man nicht am Wege.

Gute Freunde sind dünn gesät.


Gute Freunde stehlen die Zeit.


Gute Freunde und treue Nachbarn sind nicht mit Geld zu bezahlen.


Gute Freunde, wie Koch und Kellner.

Gute Gedanken brauchen wenig Worte.

Gute Gedanken und gute Werke sind Geschwisterkinder, die einander immer bei der Hand führen.

Gute Haushaltung macht kleines Einkommen groß.

Gute Hut erhält das Gut.

Gute Hut macht guten Frieden.

Gute Katzen mausen daheim und in andern Häusern.

Gute Leute, aber schlechte Musikanten.

Gute Leute sind nicht Nachbarn.

Güte macht ungütige Knechte.

Gute Magd wird gute Frau.

Gute Meinung ohne Taten geben einen magern Braten.

Gute Nacht Schnepf, wir wollen ins Tirol.

Gute Nacht, Tugend: hab ich Geld, so bin ich lieb.

Guten Kaufs leert den Beutel.

Guten Rat muss man nicht ausbieten wie saures Bier.

Guten Rat soll man nicht auf alle Märkte tragen.

Gute Pfeifer, brave Säufer.

Guter Anfang, gut Behagen, das Ende muss die Last tragen.

Guter Anfang ist halbe Arbeit.

Guter Bankettier, guter Bankerottier.
(altes Sprichwort, Bankettier von bankettieren - festlich tafeln, jemand der ein Bankett oder Fest veranstaltet. Bankerottier aus dem italienischen - banco rotto gleich zerbrochener Tisch (banco - Bank) (meist der Tisch des Geldwechslers). Wenn der Tisch des Geldwechslers zerbrochen ist, ist er zahlungsunfähig - bankrott. Das bedeutet, wer große und verschwenderische Bankette veranstaltet, wird bald bankrott, das heißt, zahlungsunfähig sein.)

Guter Baum trägt zeitig.

Güter brauchen Hüter.

Guter Dienst bleibt unverloren.

Guter Freund, ein edles Kleinod*19.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 6, 14 + 15: „14. Ein treuer Freund ist ein starker Schutz; wer den hat, der hat einen großen Schatz. 15. Ein treuer Freund ist mit keinem Geld noch Gut zu bezahlen.)

Guter Freunde Schelten und Versöhnen findet sich von selbst.

Guter Freund, guter Arzt.

Guter Freund kommt ungeladen.

Guter Gast kommt ungeladen.

Guter Gesell, böser Kindvater.

Guter Gruß, gute Antwort.
Guter Gruß, guter Dank.

Guter Gruß, halbe Speise.

Guter Gruß ist vieler Krankheit Buß.

Guter Herren Bitte ist Mordgeschrei.

Guter Hund, so die Fährte nicht verliert.

Guter Hund, so nur einem Wilde nachjagt.

Guter Jäger spurt genau.

Guter Keller, halber Brauer.

Guter Kohl, schlechtes Heu.

Guter Lehrling, guter Meister.

Guter Leumund ist ein zweites Erbteil.

Guter Lohn macht die Arbeit leicht.

Guter Lohn macht hurtige Hände.

Guter Mahner macht guten Zahler.

Guter Mann ist guter Seide wert.

Güter müssen sich selbst verteidigen.

Guter Mut, halbe Arbeit.

Guter Mut, halber Leib (Hüt dich, Narr, und nimm kein Weib).
Guter Mut ist halber Leib: Hüte dich und nimm kein Weib.

Guter Mut ist tägliches Wohlleben.

Guter Mut macht gutes Blut.

Guter Rat ist Goldes wert.
(Ein Sprichwort, das entgegen mancher der folgenden 100% richtig ist. Manchmal kann er auch teuer sein, oder unbezahlbar, oft ist er aber umsonst und kostenlos. Manchmal kommt er über Nacht, oft aber zu spät. Am Schlimmsten ist es aber, wenn guter Rat vorhanden ist, aber man will ihn nicht annehmen, egal aus welchen Gründen, ob aus Stolz oder Geldmangel, man hat dann immer das Nachsehen und ist der Dumme.)

Guter Rat ist teuer.

Guter Rat kommt morgen.

Guter Rat kommt nie zu spat.

Guter Rat kommt über Nacht.

Guter Same geht bald auf.

Guter Schein, falscher Schatten.

Guter Schreiber ist aller Ehren wert.

Guter Soldat erwägt seine Tat.

Guter Soldat – hinter dem Ofen.

Guter Umgang verbessert schlechte Sitten.

Guter Vorgänger macht gute Nachtreter.

Guter Wein bedarf keines Kranzes.

Guter Wein hat auch Hefen.

Guter Wein ist der Alten Milch.

Guter Wein lehrt gut Latein.

Guter Wein macht böse Köpfe.

Guter Wein verkauft sich selbst.

Guter Wille erhält das Regiment.

Guter Wille geht vor Gold.

Guter Wille hat geschwinde Füße.

Guter Wille ist kein Erbe.

Guter Wille ist kein Recht.

Guter Wille muss am Ende betteln gehn.

Guter Wille tut viel, aber nicht alles.

Gute Saat, gute Ernte.

Gute Sänger, gute Schlemmer.

Gute Sänger, wenn sie fehlen, fangen von vornen an.

Gute Schwimmer ertrinken gar.

Gutes Gewissen ist täglich Wohlleben.

Gutes Gewissen ist tausend Zeugen wert.

Gutes Lied kann man nicht zu oft singen.

Gutes Lied singt man wohl zwei Mal.

Gute Singer, gute Schlinger.

Gutes Spiel mag wohl zu viel sein.

Gutes Wort ist halbes Futter.

Gute Tage kosten Geld.

Gute Tage stehlen das Herz.


Gute Tage wollen starke Beine haben.


Gute Tat wird zu guter Nachbarschaft führen.


Gute Vorsätze sind ein gepflasterter Weg zur Hölle.


Gute Vorsätze und Aprilsonne währen nicht lange.


Gute Ware lobt sich selbst.


Gute Waren finden geschwinde Verkäufer.

Gute Worte müssen böse Ware verkaufen.

Gute Wort ohne Gunst ist ein Stück von Judas' Kunst.

Gute Worte und nichts dahinter geben sie im Sommer und Winter.
(auch: Viel Lärm und nichts dahinter.)

Gute Worte, Zaum und Sporen machen das Pferd fromm.

Gut Exempel, halbe Predigt.

Gute Zähne haben und nichts zu essen ist verdorben Werk.

Gute Zeiten machen schlechte Menschen.

Gute Zimmerleute machen wenig Späne.


Gute Zucht, gute Frucht.

Gut Freund, gut Pfand.

Gut gefrühstückt, spürt man den ganzen Tag. Gut geschlachtet, das ganze Jahr. Gut geheiratet, das ganze Leben.
Gut Gewissen und armer Herd ist Gott und aller Ehren wert.
Gut gekaut ist halb verdaut.

Gut gemeint wird oft beweint.


Gut genug taugt selten viel.

Gut gesessen ist halb gegessen.

Gut Gespräch kürzt den Weg.

Gut gewässert ist halb gebleicht.

Gut Gewissen, ein sanftes Kissen.

Gut Gewissen macht ein fröhlich Gesicht.

Gut Gewissen und armer Herd ist Gott und aller Ehren wert.
Ein gut Gewissen und armer Herd ist Golds und aller Ehren wert.
(Bei Schottel (1663), Braun (1840) ist das Wort „Ein“ dem Sprichwort vorangestellt. Bei Petri (1605) und Henisch (1616) steht anstelle des Wortes „Gott“ das Wort „Golds“. Das anfänglich vorhandene Wort „Golds“ wurde schon im 17. Jahrhundert durch das Wort „Gott“ ausgewechselt, möglicherweise, weil arme Menschen meist kein Gold besaßen und Armut als gottgewollt angesehen wurde. Im 19. Jahrhundert wurde das Sprichwort um das Wort „Ein“ gekürzt und beginnt bei Wilhelm Körte (1837) und Karl Simrock (1846) mit „Gut Gewissen. .“)

Gut gewonnen ist gut zu halten.

Gut gezielt und schlecht getroffen, schlecht gezielt und gut getroffen.

Gut Glück gebiert Narren.

Gut Glück ist nimmer ohn' Tück'.

Gut Glück ohne Mangel, ist nimmer ohne Angel.

Gut ist der Freunde Rat, aber ihn nicht brauchen ist besser.

Gut ist gut, wenn man gut mit tut.
(Ursprung des Sprichworts ist die Bibel, Jesus Sirach 13, 30: „Reichtum ist gut, wenn man ihn ohne Sünde braucht; aber Armut des Gottlosen lehrt ihn viel Böses reden.“)

Gut kommt nicht von Geuden.
(geuden = altdeutsches Wort von dessen Bedeutungen Vergeudung geblieben ist, vergeuden, nutzlos vertun, verschwenden, ein Vermögen durchbringen.)

Gut Korn geht nicht verloren.

Gut Land, feige Leute.

Gut leben, lange leben.

Gut Leben und gesunde Tage stehen nicht in einem Hage.
(behagen = gefallen, wohlgefällig, in einem Hage = in einem behaglichen, gehegten, wohlgefälligen und gesicherten Ort sein.)

Gutlos ist besser denn ehrlos.

Gut macht Freunde, Not bewährt sie.

Gut macht Mut, Mut macht Übermut, Übermut tut selten gut.
(Übermut gibt es in verschiedenem Zusammenhang: „Überfluss macht Übermut, und Übermut tut selten gut.“ „Übermut tut selten gut.“ Früher bedeutete er Hochmut, leichtfertig, mutwillig oder tollkühn oder überheblich, was öfter Strafen nach sich zog.)

Gut macht Mut, Mut macht Hochmut, Hochmut macht Neid, Neid macht Streit, Streit macht Armut, Armut macht Demut.

Gut macht Übermut, Armut macht Demut.

Gut meinen bringt oft Weinen.

Gut Pferd, das nie stolpert, gut Weib, das nie holpert.


Gut Recht bedarf oft guter Hilfe.


Gut schlafen ist so gut, wie gut essen.

Gutschmecke macht Bettelsäcke.

Gut verloren, etwas verloren; Ehre verloren, viel verloren; Gott verloren, alles verloren.
Gut verloren, wenig verloren; Mut verloren, viel verloren; Freiheit (Ehre) verloren, alles verloren.
Gut verloren, unverdorben; Mut verloren, halb verdorben; Seele (Ehre) verloren, ganz verdorben.

Gut Werkzeug, gute Arbeit.

Gut will zu Gut.