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Deutsche Sprichworte
Über 15.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
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Haare und Schaden wachsen alle Tage.

Haar und Unglück wächst über Nacht.

Habe den Doktor zum Freund und den Apotheker zum Vetter, sterben musst du doch.

Hab einen Pfennig lieb wie vier, fehlt dir`s an Wein, so trinke Bier.

Habe ist wie der Haber.

Haben Eheleut einen Sinn, so ist das Unglück selbst Gewinn.

Haben ist besser als gehabt haben.

Haben ist haben, aber kriegen, das ist die Kunst.

Haben wir nicht Eier, so braten wir das Nest.

Haber (Hafer) und Zinsen schlafen nicht.

Hab ich den Zaun zerrissen, kann ich ihn wieder zumachen.

Hab' ich Gott zum Freunde, so kann mich kein Unglück treffen.

Habich ist ein besserer Vogel als Hättich.

Habich ist ein reicher Mann, Hättich ein armer.
Habich ist ein schöner Vogel, Hättich nur ein Nestling.

Hab' ich, was klinget, so krieg' ich, was singet.

Habt Geduld mit anderer Schuld.

Hagel und Brand segnet Gott mit milder Hand.

Hahnreischaft*13 ist die vornehmste Zunft.

Halbe Tat ist Torenrat.

Halb Fisch, halb Fleisch ist Fisch noch Fleisch: Gar Fisch ist Fisch, gar Fleisch ist Fleisch.

Halb fromm, halb Schalk, gedeiht wohl und währt lang'.

Halbgeburt tritt ein Glied weiter.

Halb gefunden, mein.

Halb Haus, halbe Hölle.

Halb ist oft mehr denn gar.

Halb und halb, wie man die Hunde schiert.

Halt den Knecht, so flieht er.

Halt den Mann, die Kuh will beißen.

Hält der Buchstabe dich gefangen, kannst du nicht zum Geist gelangen.

Halt dich rein, acht dich klein, sei gern allein, mit Gott gemein.

Halt dich rein, bleib gern allein, mach dich nicht gemein, willst du in Ehren gehalten sein.

Halt dich wohl und fürcht dich übel.

Halt die Pfanne bei dem Stiel, halt den Pflug bei dem Sterz.

Halt du dich wohl, ich kann es nicht.

Halte deinen Witz im Zaum, leicht macht er dem Hasse Raum.

Halte dich ans Hornvieh, aber nicht ans Kornvieh.

Halte Fastnacht*9, dass du gute Ostern habest.

Halte jeden für einen Engel und schließ die Sachen vor ihm als vor einem Diebe.

Halte Maß und gedenk ans Ende!

Halte Rat vor der Tat.

Halt es mit den Lebendigen.

Halt Maß im Salzen, doch nicht im Schmalzen.

Handel hat Wandel.

Handel und Wandel leidet keine Freundschaft.

Handel und Wandel muss getrieben sein.

Handkauf lacht.

Hand muss Hand wahren.

Handwerk hasst einander.

Handwerk hat goldenen Boden.

Handwerk ist eine tägliche Gült.

Handwerkssachen gehören vor den Rat.

Hangen tut nicht weh, so es Ehren halber geschieht.

Hänge weg, eh das Holz vergeht.

Hänschen, lern nicht zu viel!
Hänschen, lern nicht zu viel, du musst sonst zu viel tun.

Hans kommt durch seine Dummheit fort.

Hans in allen Gassen!

Hans ohne Fleiß wird nimmer weis.

Hans ohne Sorgen lebt mit der wilden Gans und lässt die Waldvöglein sorgen.

Hans Schenk hat Gunst bei Hofe.

Hans Widerborst ist Igels Art, hält jedermann das Widerpart.

Harren ist des Zornes Arznei (Gegengift).

Harren ist langweilig, macht aber weise.

Harren, sehn und schweigen verhütet manchen Krieg.

Harr ist des Zorns Arznei.

Harte Schale und weicher Kern.

Hart gegen hart nimmer gut ward.

Hart gegen hart, sagte der Teufel, da sch– er gegen ein Donnerwetter.

Hart Land, harte Leute.

Hart Schneuzen macht blutige Nasen.

Hart verdient Geld geht zäh heraus.

Harz ist gut zum Geigen.

Hassen mich die einen, so lieben mich die anderen.

Hässliche Weiber hüten das Haus wohl.

Hass und Neiden muss der Biedermann leiden.

Hass und Neid macht die Hölle weit.

Hast den Teufel gefressen, so friss die Hörner auch.

Hast du den Faden angefangen, so spinn ihn auch zu Ende.
(Eine angefangene Arbeit muss zu Ende gebracht werden.)

Hast du den Gipfel des Turmes erlangt, so gedenke nicht über die Spitze.

Hast du der Feinde drein, vertrag dich mit zwein, und guten Mutes sein.

Hast du die Stute gekauft, so führe sie auch in den Stall.
(Wenn man eine Braut hat, sollte man nicht zu lange warten, sondern bald heiraten.)

Hast du einen Edelmann zum Meier, so bekommst du weder Zinsen, Hühner noch Eier.

Hast du einen Gast, so gib ihm, was du hast, ist er ein Mann von Ehr', so verlangt er nicht mehr.
(aus der Eifel.)

Hast du einen Sautrog umgestoßen, so richt ihn nicht wieder auf.

Hast du ein Haus, so denk nicht hinaus.

Hast du ein Schwert, so haben wir Hellebarden.

Hast du ein Schwert, so hab ich einen Degen.

Hast du Geld, so setz dich nieder, hast du keins, so scher dich wieder.

Hast du Geld, so spiel, hast du keins, so stiehl.

Hast du Geld, so tritt herfür, hast du keins, so such die Tür.

Hast du gern ein sauber Haus, lass Pfaffen, Mönch und Tauben draus.

Hast du gut gekocht, so magst du gut essen.

Hast du kein Geld, so werd ein Amtmann, sagte jener Hofnarr zu seinem Fürsten.

Hast du kein Pferd, so brauche den Esel.
Hast du kein Pferd, so nimm den Esel.

Hast du Lust zum Süßen, lass dich Bittres nicht verdrießen.

Hast du mich genommen, so musst du mich behalten.

Hast du nicht Pfeile im Köcher, so misch dich nicht unter die Schützen.

Hast du nichts Gutes zu sagen, sage lieber gar nichts.

Hast du nicht wollen den Karren ziehen, so zieh nun den Wagen.

Hast du's nicht mit Scheffeln*26, so hast du's doch mit Löffeln.

Hast du's wohl gemischt, so kart es wohl.

Hast du wohl gekocht, so richt wohl an.

Hast hat nicht Sput.
(Sput = von sputen, vom mittelniederdeutschen spōden - sich beeilen, schnell sein. Das bedeutet, wer hastet, beeilt sich nicht, ist nicht schnell, weil durch die Hast schnell Fehler entstehen können und ein Weg länger dauert oder eine Arbeit nicht nur mehr Zeit beansprucht, sondern auch schlechter wird.)

Hastige Hunde gebären blinde Junge.

Hastiger Mann war nie Verräter.

Hast ist meist ohne Vorteil.

Hastiger Mann soll trägen Esel reiten.

Hat der Apfel einen Wurm, so fällt er ohne Sturm.

Hat der Arme nicht vollen Tisch, so hat er guten Schlaf.

Hat der Bart Feuer gefangen, dann droht Gefahr dem Kopfe.

Hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt.

Hat der Teufel den Gaul geholt, so nehm' er auch den Zaum.

Hat der Teufel den Hund geholt, so hol' er auch den Strick.

Hat die Henne ein Ei gelegt, so gackert sie.

Hat die Katze Junge, so lernt sie mausen.

Hat die Maus einmal den Speck gekostet, so kommt sie wieder.

Hat einer Geld, so ist er ein Held, und der mit goldnen Äpfeln werfen kann, behält das Feld.

Hat er keine, so will er verzagen, hat er eine, so ist er geschlagen.

Hat man die Gans lange genug gelobt, so schlachtet man sie.

Hat mir's Gott beschert, so nimmt mir's St. Peter nicht.

Hat sich der Magen geschlossen, so kann noch etwas zum Schlüsselloch hinein.

Hätte die Pfalz Wiesen und Holz, so war' sie aller Länder Stolz.

Hätte jeder das Seine, so wärst du so arm wie ein andrer.

Hätte jedes Kind seinen rechten Namen, so hießest du nicht Peter Götz.

Hätte Lyra nicht geleiert, hätte Luther nicht getanzt.

Hätte mancher einen Stab, so könnte er auch hinüberspringen.

Hätten wir alle einen Glauben, Gott und das gemeine Beste vor Augen, guten Frieden und recht Gericht, eine Elle, Maß und Gewicht, gleiche Münze und gutes Geld, so stünd' es wohl in aller Welt.

Hätten wir alle einen Sinn, wir liefen einen Weg.

Hätt' ich dein Geld und du meine Tugend!

Hätt' ich den Stein nicht gezogen, ich hätte das ganze Spiel verloren.

Hätt' ich den Zoll am Rhein, so wär' Venedig mein.

Hätt' ich Geld, ich wäre fromm genug.

Hätt' ich Geld, so wär' ich lieb, und wär' ich ein Hur', mein' Mutter ein Sack und mein Vater ein Dieb!

Hätt' ich Glück und guten Wind, ich führ' in einem Schüsselkorb über den Rhein.

Hättich ist ein armer Mann.

Hättich ist ein böser Vogel, Habich ein guter.

Hätt' ich nur erstlich einen Mann, was gehn mich andre Jungfern an?

Hätt' Lyra nicht über die Bibel geschrieben, so wäre Luther ein Esel geblieben.

Hätt' sie (ihn) die erste Lüge erstickt, sie wäre längst tot.

Hätt's nicht gemeint, ist der Welt Spruch.

Hauseid soll man verhalten, nicht halten.

Hausfriede ist Hausfreude.

Hausgemach ist über alle Sach.

Haushalt hat ein großes Maul.

Häuslicher Zwist gehört nicht auf die Straße.

Hausmannskost schmeckt wohl.

Haus ohne Mann, Haus ohne Rat; Haus ohne Frau, Haus ohne Staat.

Hauszank und Hauseid machen nicht groß Leid.

Hauszank währt nicht lang.

Hauszins schläft nicht.

Heb kein Zank noch Hader an, mit dem der viel Wort machen kann.

Hechtenzünglein, Barbenmäulein bringen den Reiter um sein Gäulein.

Hehl du mir, so hehl ich dir.

Hehler sind Stehler.

Heilige reden nicht, rächen sich aber nicht desto weniger.

Heimat mein, was kann besser sein?

Heimlicher Druck ist unerträglich.

Heimlicher Groll sitzt tief.

Heimlichkeiten sind schwer zu tragen und schlimm zu sagen.

Heimlich Verlöbnis stiftet keine Ehe.

Heim und Herd sind Goldes Wert.

Heirat der Alten ist ein Ladschreiben an den Totengräber.

Heiraten in Eile bereut man mit Weile.

Heiraten ist gut. Aber nicht heiraten ist besser.

Heiraten ist kein Bauerndienst.

Heiraten ist leicht, Haushalten schwer.

Heiraten ist Lotterie.

Heiraten ist nicht Kappentauschen.

Heirate über den Mist, so weißt du, wer sie ist.

Heirat ins Blut tut selten gut.

Heirat ist ein verdeckt Essen.

Heiße Sommer und kalte Winter bringen keine böse Zeit.

Heiße Suppen muss man blasen.

Heißt man dich auch noch so gern willkommen, so musst du doch beizeiten „Auf Wiedersehen“ sagen.

Heiterem Himmel und lachenden Herren ist nicht zu trauen.
Klarem Himmel und lachendem Herren ist nicht zu trauen.

Helf Gott! bricht keinem den Sack.

Heller*14, steh auf, lass den Gulden*11 niedersitzen.

Hennen, die viel gackern, legen wenig Eier.
Hühner, die viel gackern, legen wenig Eier.
(Umso mehr jemand Aufhebens von seinen Verdiensten macht, umso weniger ist dahinter.)

Heraus mit den wilden Katzen aus dem Sack!

Herberge kann niemand bei sich führen.

Herberg schön, der Wirt ein Schalk.

Herodes und Pilatus sind gute Freunde.

Herren Bitten ist Gebieten.

Herrendienst erbt nicht.

Herrendienste sind keine Ehgelübde.

Herrendienst geht vor Gottesdienst.

Herrenfeuer wärmt und brennt.

Herrengeld schreit vor aller Welt.

Herrengunst und Lautenklang (Lerchensang) klinget wohl und währt nicht lang.

Herren Hand reicht in alle Land.

Herren können wohl Schaden, aber keinen Schimpf leiden.

Herren lassen sich die Mücken abwehren, aber nicht die Ohrenbläser.

Herren und Narren haben frei reden.

Herren wollen Vorteil haben.

Herr Hochhinaus und Herr Habenichts passen nicht zusammen.

Herrlichkeit bedarf viel.

Herr nicht zu Hause, niemand zu Hause.

Herrn und Heilige gehen über alles.

Herr Omnes hat nie wohl regiert.
(Omnes = aus dem Lateinischem: alle, alles, jeder.)

Herrschaften haben viel Augen und Ohren.

Herrschaften sind Hemden, die man nicht anders, als mit der Haut ablegt.

Herr, vertraut mir, was ihr wollt, nur keine Heimlichkeit.

Herzhafte Hand nährt Leut und Land.

Herz, was begehrst du?

Herz, wo Geld.

Heuchelei bekommt`s Geld, und die Wahrheit geht betteln.

Heuchelmann ist am besten dran.

Heuchler sind wie faules Holz, welches des Nachts einen Schein gibt, aber nicht wärmt.

Heute Blume, morgen Heu.

Heute ein Faster, morgen ein Fresser.

Heute Freud, morgen Leid.

Heute für Geld, morgen umsonst.

Heute groß, morgen klein.

Heute haben wir einen Feiertag, aber zu Castell mistet man die Ställe.

Heute Herr, morgen Knecht.

Heute hier und morgen dort.

Heute im Putz, morgen im Schmutz.

Heut ein Schuldner, morgen ein Zahler.

Heute ist besser, denn zehn Morgen.

Heute ist heute, morgen ist ein unsicherer Tag.

Heute ist nur einmal und nie wieder.

Heute König, morgen tot.

Heute mein, morgen dein, so teilet man die Huben.

Heute mir, morgen dir.

Heute reich, morgen eine Leich.

Heut erfährt man, was man gestern nicht gewusst hat,

Heute rot, morgen tot.

Heute sind wir's, morgen ist's ein andrer.

Heute Trab, Morgen im Grab.

Heute und morgen ist auch ein Tag.

Heute was, morgen Aas.

Heut fasten kocht morgen die Suppe süß.

Heut` frisch und stark, und morgen im Sarg.

Heut haben wir schön gespielt, sagt der Balgtreter.
(Im Prinzip hat nur der Organist die Orgel gespielt, aber ohne den anderen kann selbst der Beste nichts ausrichten, selbst wenn der andere nur einen unbedeutenden und geringen Anteil beigetragen hat.)

Heut im Putz, morgen im Schmutz.

Heut ist der Tag.

Heut ist ein Kaufmann, morgen ein Bettelmann.

Heut oben, morgen unten.

Heut soll dem Morgen nichts borgen.

Heut und morgen ist auch ein Tag.
(Das bedeutet, man soll sich nicht übereilen, wenn heute etwas nicht klappt, kann es am nächsten Tag etwas werden.)

Heut will ich ihn nicht um seine Tochter bitten.

Hexen weinen nicht.

Hexerei und Schelmerei ist des Teufels Liverei.

Hier bin ich gewesen, her komm ich nicht wieder.

Hier geht es durch zwei Rechen.

Hier hat der Zimmermann ein Loch gelassen.
(Eine eindeutige Aufforderung mit Hinweis auf die Tür zu jemanden, sich umgehend zu entfernen.)

Hier ist ein Dreier: kauf dir einen Strick.

Hier ist nichts und da ist nichts: aus nichts hat Gott die Welt geschaffen.

Hier sitzen die Musikanten!

Hier stehn wir Fische, sagte der Stichling zur Schnecke.

Hier stehn wir Helden, sprach der Frosch zum Schwaben.

Hierum und darum - gehn die Gänse barfuß.

Hier zieht die Sau den Zapfen raus.
(Man hat nicht aufgepasst und die Nachlässigkeit rächt sich durch einen Misserfolg.)

Hilf beizeit, eh es kommt weit.

Hilf dir selber, so hilft dir das Glück.

Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.

Hilft der Starke dem Schwachen, so geschieht es zum Garaus.

Hilft Gott nicht zu jeder Frist, so hilft er doch, wenn's nötig ist.

Hilft`s nicht allein, so hilft`s doch im Gemein.

Hilft's nicht, so schadt's nicht.

Hineingeritten und hineingefahren ist gleich.

Hing' man alle Diebe heuer, die Galgen würden teuer.

Hin ist hin, da leiht kein Jude mehr drauf.

Hin ist hin; wär' sie nicht hin, so wär' ich jünger, denn ich bin.

Hinkebein spielt den Mann.

Hintenaus hat keine Ehre.

Hintenaus verderbt das Haus.

Hinter dem Ofen ist gut kriegen.

Hinter dem Rücken lernt man auch Leute kennen.
(Ein Sprichwort, das man nur bestätigen kann. Einige Leute habe ich nach Jahren erst so richtig kennengelernt, als sie hinter meinem Rücken ihr wahres Gesicht gezeigt haben, das ärger als die schlimmste Vermutung ist.)

Hinter den Bergen wohnen auch Leute.

Hinter den Rosen steckt die Schlange.

Hinterher ist man immer klüger.

Hinterm Kreuz versteckt sich der Teufel.

Hinterm Rücken ist gut fechten.

Hinterm Rücken lernt man einen am besten kennen.

Hinter sich hinaus tragen die Bauern die Spieße.

Hinz hat es angezettelt, Kunz muss es ausbaden.

Hiobs Plage war ein böses Weib.

Hitzige Liebe ist hastig kalt.

Hitzige Tränen trocknen bald.

Hitzig ist nicht witzig.

Hitz im Rat, eil in der Tat bringt nichts als Schad.

Hm, sagte Steffen, da wusst' er nichts anders zu sagen.

Hoch genug macht alte Kriegsleut.

Hochmut kommt nicht von Armut.

Hochmut kommt vor dem Fall.

Hochmut liebt Demut - nämlich bei den anderen.

Hochmut macht dumm.

Hochmut tut nimmer gut.

Hoch schwören zeigt tiefe Lügen.
Hoch schwören zeugt tiefe Lügen.

Hochsteiger fallen gern, gute Schwimmer ertrinken gern.

Hochsteiger und Tiefschwimmer werden selten alt.

Hochzeitgehen (Kinderheben) ist ein Ehr, macht den Beutel aber leer.

Hochzeit haben ist besser als Tote begraben.

Hoffart ist allemal Sünde, sie habe ein Helmlein oder trag ein Fähnlein.

Hoffart ist allenthalben Sünde, aber in Augsburg ist sie Wohlstand.

Hoffart ist des Dünkels Wassersucht.

Hoffart ist ein süßes Leben.

Hoffart ist gar leicht gelernt, kostet aber viel zu halten.

Hoffart löscht das Feuer in der Küchen aus.

Hoffart meint, Stuhl und Bänke sollten vor ihr aufstehen.

Hoffart steckt den Schwanz übers Nest.

Hoffart und Armut halten übel Haus.

Hoffart war nie guter Art.

Hoffart will Pein haben.

Hoffart will Zwang leiden.
(Wer eitel ist, muss dafür büßen.)

Hoffen ist ein süßes Leben.

Hoffen und Harren macht manchen zum Narren.

Hoffnung braucht man nicht zu kaufen.

Hoffnung erhält, wenn Unglück fällt.

Hoffnung hilft die schwersten Lasten tragen.

Hoffnung ist das Brot des Elenden.

Hoffnung ist ein Traum der Wachenden.

Hoffnung lässt nicht zuschanden werden.

Hoffnung macht den Schwachen stark.

Hoffnung treibt das Schiff der Narren.

Hoffnung übergibt uns dem Totengräber.

Hoffnung überredet sich, der alte Wolf werde noch fromm werden.

Hoffnung und Mut helfen über manchen Graben.

Höfliche Worte machen die Zähne nicht stumpf.

Höfliche Worte vermögen viel und kosten doch wenig.

Höflichkeit ist nicht Schuldigkeit.

Höflichkeit und Treue Bringt nimmer Reue.

Höflichkeit ziert den Mann und kostet nichts.

Hohe Häuser sind gewöhnlich unterm Dach leer.

Hohe Klimmer und tiefe Schwimmer werden nicht alt.

Hoher Baum fängt viel Wind.

Hohe Steiger fallen tief.

Hohl bis auf die Fußsohl.

Hohle Köpfe klappern am meisten.

Hohn für Lohn, Stank für Dank.

Holz, Haar und Unglück wachsen über Nacht.

Honig auf den Lippen, Galle im Herzen.

Honig auf der Zunge macht den Mund nicht süß.
(Das Sprichwort bedeutet, dass jemand viel verspricht, aber nicht die Absicht hat, Versprechen einzulösen.)

Honig auf der Zunge, schaue nach dem Beutel.

Honig essen ist gesund, zuviel macht speien.

Honig im Mund, im Herzen Gall, ist jetzt bräuchlich überall.

Honig im Mund, Schermesser in der Hand.

Honig im Mund und Galle im Herzen.
(Man stellt sich wohlwollend und hat aber tatsächlich böse Absichten.)

Honig ist der Mücken Tod.

Honigsüße verdrießt, wenn man sie zu viel genießt.

Honig ums Maul und Dreck darin.

Honigworten ist nicht gut glauben.

Hör auch, was der andre sagt, wenn du hörst, was einer klagt.
(Man muss erst beide Seiten hören, bevor man ein Urteil fällen kann. Wenn nicht, ergreift man eine Partei und ist nicht mehr neutral.)

Horcher und Laurer sind des Friedens und der Einigkeit Gift und Pestilenz.

Hörensagen ist halb gelogen.

Höre viel und rede wenig.
(Wer wenig redet, hört mehr, was die anderen sagen und erfährt so mehr.)

Hör und sei nicht taub, aber langsam glaub.

Hügel werfen Berge nicht um.

Hühner, die daheim essen und anderswo legen, soll man am Bratspieß ziehen.

Hühner und Hahnen bleiben Gespanen.

Hülfe Lügen, so würde keiner gehangen.

Hunde an Ketten sind bissiger als alle anderen.

Hunde, die bellen, beißen nicht. (Bellende Hunde beißen nicht.)
(Sprichwort auch in Italien)

Hunde, die einen (den) Braten gerochen haben, wollen ihn auch gerne belecken.

Hunde, die jedermanns Gesellen sind, hat man nicht gern.

Hunde pissen und Weiber weinen, wann sie wollen.

Hundert Jahre Unrecht getan, wird nimmer Recht getan.

Hundert Jahre Unrecht ist noch keine Stunde Recht.
Hunderttausend Jahre Unrecht ist noch keine Stunde Recht.

Hundert Pfund Sorgen bezahlen kein Lot Borgen (Schulden).

Hundert Stunden Kummer bezahlt keinen Heller*14 Schulden.

Hunde und Schmeichler beschmutzen gern ihren eigenen Herrn.

Hunde und Verleumder prüfen die Natur von hinten.

Hundsbiss heilt Hundshaar.

Hund, so nicht auf einer Spur bleibt, fängt weder Hirsch noch Hasen.

Hunger ist das beste Gewürz.

Hunger ist der beste Koch.

Hunger ist ein guter Redner.

Hunger ist ein scharf Schwert.

Hunger lehrt die Katzen mausen.

Hunger lehrt geigen.

Hungerleiden ist ein gewisses Einkommen.

Hunger leidet keinen Verzug.

Hunger macht hart Brot zu Lebkuchen.

Hunger macht rohe Bohnen zu Mandeln.

Hunger macht Saubohnen zuckersüß.
Hunger macht saure Bohnen süß.

Hungern und Harren stinkt übel in die Nase.

Hunger und Durst singen keinen Alt.

Hungrige Fliegen beißen scharf.
Hungrige Fliegen stechen übel.
Hungrige Mücken beißen schlimm.

Hungrige Flöhe tun wehe.

Hungrigem Bauch schmeckt alles wohl.

Hungriger Bauch singt einen bösen Alt.

Huren haben Mausfallen mit Speck darauf.

Hurenlieb so lange währt, als das Feuer auf dem Herd.

Huren sind Kohlen, die schwärzen und brennen.

Hurentränen, Säckelzieher.

Huren und Buben, ein Gespann.

Huren und Buben kommen ungerufen.

Huren und Buben verstehen sich bald.

Huren und Hasen sind schwer zu zähmen.

Hurtig zur Arbeit, hurtig zum Imbiss.

Husaren beten um Krieg und der Doktor ums Fieber.

Hut bei Schleier und Schleier bei Hut.

Hüt dich vor dem Rotbart, Rotbart nie gut ward.
(Gegen rote Haare und Bärte gab es schon immer unbegründete Vorurteile. Im Zweifel oder bei unbekannter Ursache waren immer andere Schuld, oder anders aussehende. Da rote Haare und Bärte im Vergleich zu anderen Haarfarben eine Minderheit sind (nur ca. 2 %), war und ist es einfach, ihnen für alles Unglück oder Schlechte die Schuld zu geben. Gegen Vorurteile helfen die besten Beweise nichts, sieh heute in der Politik und den Parteien! Meist schreien diejenigen „Lügenpresse“, die selbst die größten Unwahrheiten verbreiten. Viele Menschen versuchen auch heute noch andere für eigenes Versagen oder Unvermögen haftbar zu machen, auch wenn es nur die Aufdeckung eigener Täuschungsversuche ist.)

Hüt dich vor der Tat, der Lügen wird schon Rat.

Hüte dich, dass du den Leuten nicht in den Mund kommst, denn du kommst selten heraus.

Hüte dich, sei witzig, die Welt ist spitzig!

Hüte dich vor blonden Frauen und Autos, die die Russen bauen.
(Sprichwort aus der ehemaligen DDR)

Hüte dich vor Borgen, so schläfst du ohne Sorgen.

Hüte dich vor dem, den Gott gezeichnet hat.

Hüte dich vor dem Hintersten, der Vorderste tut keinem was.

Hüte dich vor dem Landgrafen von Hessen, wenn du nicht willst werden aufgefressen.

Hüte dich vor dem Pocher, dir schadet nie der Socher.
(Pocher = Aufschneider, Prahler, Großsprecher, alle meist feige; Socher = ist einer, der siecht oder kränkelt.)

Hüte dich vor dem Schleicher, der Rauscher tut dir nichts.

Hüte dich vor dem Tier, das Zöpfe hat.

Hüte dich vor denen, die dich fürchten.

Hüte dich vor denen, die Gott gezeichnet hat.

Hüte dich vor denen, die niemand leiden kann.

Hüte dich vor den Katzen, die vorne lecken und hinten kratzen.

Hüte dich vor drei K: der Kanne, den Karten, dem Käthchen.

Hüte dich vor einem deutschen Welschen*31.

Hüte dich vor einem Mann, der im Zorne lächeln kann.

Hüte dich vor jenen, so zwei Zipfel haben.

Hüte dich vor Kannicht.

Hüte dich vor Knospen an der Stirn, die in der Ehe aufbrechen.

Hüte dich vor Rom, willst du bleiben fromm.

Hüte dich vor Übeltaten, Feld und Wald kann dich verraten.

Hütet eurer Zungen ist Alten gut und Jungen.

Hut in der Hand hilft durchs ganze Land.