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Deutsche Sprichworte
Über 12.000 deutsche Sprichwörter auf 27 Seiten
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Nachbarn neiden gern.

Nachbarschaft ist halbe Verwandtschaft.

Nachbars Kuh ist eine herzensgute Kuh, gibt aber keine Milch.

Nachbar über den Zaun, Nachbar wieder herüber.

Nach böser Ernte säe.

Nach dem Beutel richte den Schnabel.

Nachdem ein Ding geschehen ist, sind alle Gräben voll Weisheit.

Nach dem Essen sollst du ruhn (stehen) oder tausend Schritte tun.

Nach dem Käswasser kommt selten was Besseres.

Nach dem Rat greif zur Tat.

Nach dem Tod gilt das Geld nicht mehr.

Nach dem toten Mund muss der Kläger seine Klage wider die Erben beweisen.

Nach den Blättern fallen die Bäume.

Nach den Flitterwochen folgen die Zitterwochen.

Nach der Fastnacht*9 immer die Fasten.

Nach der Hochzeit erkennt man des Weibes Bosheit.

Nach der Marterwoche kommt Ostertag.

Nach der Tat finden auch Narren Rat.

Nach der Tat kommt Schweizerrat.

Nach Dreikönigen wachsen die Tage um einen Hahnenschritt.

Nach Fasten kommt Ostern.

Nach Faulheit folgt Krankheit.

Nach Fischen Nüss, nach Fleisch iss Käse.

Nach Freude folgt Leid.

Nachgeben stillt den Krieg.

Nach gelben Birnen und braunen Nüssen fällt sich einer den Hals ab.

Nachgerade kommt Hans ins Wams.

Nach getaner Arbeit ist gut ruhen.

Nach großem Heger kommt ein großer Feger.

Nach großer Dürre großer Regen.

Nachher ist jeder klug.

Nach Karfreitag kommt Ostern.

Nach Krieg und Brand kommt Gottes Segen ins Land.

Nachlässige Eltern ziehen keine guten Kinder.

Nach Liebe Leid.

Nach Nürnberger Recht behält der die Schläge, der sie hat.

Nachrat gebrach noch niemand.

Nachrat, Narrenrat.

Nachrechnen hat immer das Spiel verloren.

Nachrede schläft nicht.

Nach Regen kommt Sonnenschein.

Nachreue, Weiberreue.

Nach schwarzen Kirschen steigt man hoch.

Nach und nach macht der Vogel sein Nest.

Nach vielen Feiertagen kommt selten ein guter Werktag.

Nach Wolle ging schon mancher aus und kam geschoren selbst nach Haus.

Nah beim Feuer schmilzt das Wachs.

Nahe schießen hilft nicht, das Treffen gilt.
(Standhaft und ausdauernd soll man ein Ziel verfolgen und nicht halbherzig, sondern ganz zu erreichen suchen.)

Nahrhand und Sparhand kauft andrer Land.

Nährt das Weib den Mann, so muss er ihr Spielball sein.

Nährt die Fidel ihren Mann, so nimmt sie ihn als Geiger an.

Nahrung ist kein Erbe.

Narren bauen Häuser, der Kluge kauft sie.

Narren bedürfen der Schellen nicht, man kennt sie an ihren Sitten.

Narren haben mehr Fug als andere Leute.

Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.

Narrenhaut hält wohl Stich, lässt sich aber nicht flicken.

Narrenhaut lässt sich nicht flicken.

Narren lassen sich keine grauen Haare wachsen.

Narren laufen vom Regen in die Traufe.

Narren machen den Bock zum Gärtner.


Narrenreden, Narrentand.

Narren reden, was ihnen einfällt.

Narren reden, wie Narren pflegen.

Narren sagen, was die Klugen denken.

Narrenschellen klingen laut, tun aber den Ohren weh.

Narrenschiff fährt aller Enden an.

Narren sind auch Leute.

Narren soll man mit Kolben lausen.

Narren soll man nicht über Eier setzen.

Narrenspiel will Raum haben.

Narren und Affen alles begaffen.

Narren und Gecken reiten auf Schecken.

Narren und Weibergeschirr machen die ganze Welt irr.

Narren wachsen unbegossen.

Narren wirft man bald aus der Wiege.

Narretei ist Narretei, aber Feuer in der Hose ist keine Narretei.

Narrheit ist's, das Mehl gegen den Wind beuteln.

Närrische Frage, närrische Antwort.

Naschen macht leere Taschen.

Näschige Katze macht achtsame Mägde.

Nasse Jäger, trockne Fischer, schlecht Geschäft.

Natur begehrt wenig, Wahn viel.

Natur bringt gutes Gold, die Kunst macht falsches.

Natur geht vor Lehre.

Natur hängt überall ihr Schild aus.

Natur lässt nichts unbezeichnet.

Natur überwindet Gewohnheit.

Natur und Liebe lassen sich nicht bergen.

Natur zieht stärker denn sieben Pferde.

Neben dem Pferd gegangen ist nicht geritten.

Neben dem Stock ist gut springen.

Nehmen ist das süßeste Handwerk.

Nehmt für gut, wie man euch tut, ist altes Tafelrecht.

Neider sind Lichtputzen, die andern ihr Licht ausputzen.

Neider verfolgen Hochgesinde, hohe Berge überwehen Winde.

Neidhart hasst nur die Tagvögel.

Neidhart kann's nicht leiden, dass die Sonne ins Wasser scheint.

Neidhart zeucht nur bei großen Herren ein.

Neid hat scharfe Augen.

Neid ist dem Menschen, was Rost dem Eisen.

Neid ist des Glücks Gefährte.

Neid ist des Narren Leid.

Neid ist des Teufels Kreid.

Neid ist die ehrlichste Form der Anerkennung.

Neid ist seine eigene Geißel.


Neid ist zu Hof geboren, im Kloster erzogen und im Spital begraben.

Neid kriecht nicht in leere Scheunen.

Neid schlägt sich selbst.

Neid sucht böse Wege.

Neid tut sich leid.

Nesseln brennen Freund und Feinde.

Neue Besen kehren gut, aber die alten fegen die Ecken rein.
(Neue Besen kehren in vielen Ländern gut, deswegen gibt es dieses Sprichwort so oder ähnlich in vielen Ländern. Jemand neues kann möglicherweise ganz neue Ideen einbringen, aber die Alten haben die Erfahrung und Routine und können deswegen wahrscheinlich oft besser und schneller arbeiten. Leider wird das von vielen Arbeitgebern und Firmen vergessen. Die Folgen sind schlechtere Produkte, unzufriedene Kunden und sinkende Gewinne!)

Neue Funde kommen von armen Leuten.

Neue Fürsten, neue Gesetze.

Neue Gäste hält man gut.

Neue Geschäfte, neue Kräfte.

Neue Herren machen neue Wetten.

Neue Herren, neue Fünde.

Neue Herren und neue Schuh hat man lieber als die alten.

Neue Herrschaft, neue Lehrzeit.

Neue Kirchen und neue Wirtshäuser stehen selten leer.

Neue Lieder singt man gern.

Neuem Freund und altem Haus ist nicht viel zu trauen.

Neuem Gesetz folgt neuer Betrug.
Neuen Gesetzen folgt auf der Ferse neuer Betrug.

Neuen Freunden und altem Fass ist nicht wohl zu trauen.

Neuer Arzt, neuer Kirchhof.

Neuer Jurist muss einen neuen Galgen haben.

Neuer König, neues Gesetz.

Neuer Landtag, gewisse Steuer.

Neuerung macht Teuerung.

Neue Schuhe und neue Beamte liegen härter an als die alten.

Neue Zeitung hört man gern.

Neu Gesetz machen ist leicht, aber die Handhaben daran fehlen immer.

Neukommen ist willkommen.

Neunerlei Handwerk, achtzehnerlei Unglück.

Neutral will auf Eiern gehen und keines zertreten.

Nicht alle Blumen taugen zum Sträußchen.


Nicht alle fliehen, so den Rücken wenden.

Nicht alle können dichten, doch wollen alle richten.


Nicht alle Kugeln treffen.


Nicht alles dient dem Magen, was angenehm dem Kragen.

Nicht alle sind Diebe, die der Hund anbellt.

Nicht alle Wolken regnen.

Nicht auf jede Frage gehört eine Antwort.

Nicht aus jedem Holz kann man Pfeifen schneiden.

Nicht die Geburt macht schlecht und gut; von Adel ist, wer edel tut.

Nicht die Mutung, sondern die Findung eines Ganges erlangt das Alter im Felde.
(Rechtssprichwort des früheren, gemeinen deutschen Bergrechts. Der Finder hat als Erster das Recht, das Eigentum an den von ihm gefundenen Mineralen zu beantragen (zu muten). Nach erteilter Mutung ist der Finder der Muter.)

Nicht die Politik verdirbt den Charakter, sondern schlechter Charaktere verderben die Politik.

Nicht einmal die Bäume des Waldes machte Gott gleich, wie viel weniger die Menschen.

Nicht gemalt hat er`s gesehn.

Nicht jede Kugel trifft.

Nicht jede Nase riecht den Braten.

Nicht jeder, der jagt, hat Weidmannsglück.

Nicht jeder kann uns nützen, aber jeder kann uns schaden.

Nicht jedes Feld trägt jede Frucht.

Nicht jedes Holz gibt einen Bolz.

Nicht jedes Land hat alles zur Hand.

Nicht jedes Licht kommt von der Sonne.

Nicht mehr tun ist die beste Abbitte.


Nicht nach den meisten, sondern nach den besten.

Nichts aufschieben, denn das früher Getane bringt früher und länger Zinsen.

Nichts braucht keine Schlupfwinkel.

Nichts erhöht des Mannes Schild als Fahnlehn.

Nichts gibt, wer langsam (zögernd) gibt.

Nichts gleicht einem rechtschaffenen Menschen mehr als ein Schelm.


Nichts haben ist ein ruhig Leben, aber etwas haben ist auch gut.

Nichts haben, Ruh haben.

Nichts haben sind zwei Teufel, ichts haben ein Teufel.
(ichtwas, abgekürzt ichts = veraltet für etwas)

Nichts ist gut für die Augen, aber nicht für den Magen.

Nichts ist nutz, es sei denn ehrlich.

Nichts ist schmerzlicher als in steter Furcht leben.

Nichts ist schöner als das Wahre.


Nichts ist so gut, es habe denn sein Aber.

Nichts ist so neu, als, was längst vergessen ist.

Nichts ist so schlecht, es ist zu etwas gut.

Nichts ist so schlimm, es ist zu etwas gut.

Nichts ist teurer, als was man erbittet.

Nichts ist ungesunder, als krank sein.

Nichts können ist keine Schande, aber nichts lernen.

Nichts kühner als des Müllers Hemd, das jeden Morgen einen Dieb beim Kragen nimmt.

Nichts lieber als Kindeskind.

Nichts liegen lassen, als glühend Eisen und Mühlensteine.
(Das soll bedeuten, das Stehlen nur dort sein lassen, wo es nicht möglich ist.)

Nichts macht arm und Nichts macht reich.

Nichts mit Hast – als Flöhe fangen.

Nichts sieht einem gescheiten Manne ähnlicher als ein Narr, der das Maul hält.

Nichts tun lehrt übel tun.

Nichts übereile, gut Ding will Weile.

Nichts veraltet eh'r denn Lob und Ehr.

Nichts wiegt leichter als ein Versprechen.

Nicht viel wissen, sondern viel tun ist wohlgetan.

Nicht von jedem Baume kann man Kirschen pflücken.

Nicht wer viel hat, ist reich, sondern wer wenig bedarf.

Nicht wer wenig hat, sondern wer wenig weiß, ist arm.

Nicht wieder tun ist die beste Buße.

Nicht zu geben, findet der Geizige allweg Ursach.

Nicht zusehen, probieren macht den Koch.

Nicht zu starr und nicht zu zart ist so deutscher Schlag und Art.

Nieder und schwach findet allzeit Gemach.

Niemals nüchtern und niemals voll tut in Sterbensläuften wohl.
(Sterbenslauf = ähnlich wie beim Lebenslauf der Verlauf des Sterbens, der Krankengeschichte. Sterbensläuften oder -läufe bedeuten Zeiten erhöhter Sterblichkeit.)

Niemand hat ein so scharf Gesicht, dass er dem andern in den Beutel sieht.

Niemand hat sich übers Meer zu beklagen, der zum zweiten Mal Schiffbruch litt.

Niemand hinkt an eines andern Fuß.

Niemand hinkt von fremdem Schaden.
(Fremdes Unglück geht nicht besonders zu Herzen, der Unglückliche wird meist allein gelassen.)


Niemand ist aller Heiligen Knecht.


Niemand ist klug genug, sich selbst zu raten.


Niemand ist mit seinem Schicksal zufrieden.


Niemand ist ohne Schuld.


Niemand ist so glücklich, dass ihm nicht etwas fehle.


Niemand kann dem Tod entlaufen.

Niemand kann frommer sein, als es ihm Gott hat zugemessen.

Niemand kann geben und behalten.

Niemand kann haspeln und spinnen zugleich.

Niemand kann zwei Herren dienen.


Niemand lebt nur sich selbst.

Niemand lebt ohne Mängel, wir sind Menschen, keine Engel.

Niemand mag auf lange Zeit große Ehre haben ohne Neid.

Niemand schändet sein eigen Gesicht.

Niemands Geselle komme nicht über deine Schwelle.

Niemand sieht gern in ein Essigfass.

Niemand sieht seine eigenen Fehler.

Niemand soll zwei Strafen zahlen von einer Sache.


Niemand speit in den eigenen Bart.

Niemand steigt in Gottes Kanzlei.

Niemand stirbt ohne Erben.

Niemand stirbt vor seinem Tage.

Niemand weiß, was der Morgen bringt.

Niemand will das Heilige Grab umsonst hüten.
Niemand will umsonst sitzen bei dem heiligen Grab.

Niemand will ein Sklave seiner Worte sein.

Niemand will gerne der Katze die Schelle anhenken.

Niemand wird zu dienen gedrungen, der zu sterben bereit ist.

Niemand zieht eines andern Fuß aus dem Feuer, um den eigenen hineinzulegen.

Nifnaf konnt 's Loch nicht treffen.

Nimm das Kräutlein, so du kennest.

Nimm das Weib, so wirst du sie los.

Nimm die Augen in die Hand und die Katz aufs Knie, was du nicht siehst, das sieht sie.

Nimm die Welt, wie sie ist, nicht wie sie sein sollte.

Nimmer Geld, nimmer Gesell.

Nimmer nutz, nimmer lieb.

Nimmst du einen Mann, um dein Glück ist's getan.

Nimm's zwiefach, wenn's einfach zu lang ist.

Nimmt der Wein den Kopf dir ein, sind auch die Füße nicht mehr dein.

Nimmt Gewohnheit überhand, kommt sie über all das Land.

Nimmt man zu viel unter den Arm, so lässt man es fallen.

(Wer zu viel will oder unternimmt, pflegt alles zu verderben oder nicht fertig zu werden.)

Nimmt nicht die Jungfrau selbst sich in acht, umsonst ist alle Hut und Wacht.

(Eine Tugend, die bewacht werden muss, ist der Schildwache nicht wert.)

Nimm, was dir werden mag, das andere lass fahren.

Nonn oder Hur, Mönch oder Bub.

Nordwind, Aachener Kind, Lütticher Blut, tut selten gut.

Not an Mann, Mann voran!

Not bricht Eisen.

Not geht nie irre.

Not hat keinen Feierabend.

Not hat (kennt) kein Gebot.

Not hebt einen Wagen auf.

Not lehrt auch den Lahmen tanzen.

Not lehrt beten.

Not lehrt den Affen geigen.

Not lehrt einen Bären tanzen.

Not lehrt in saure Äpfel beißen.

Not lehrt Künste.

Not macht ein alt Weib trabend.

Not macht erfinderisch.

Not macht Füße.

Not, Person und Zeit machen die Gesetze eng und weit.

Not sucht Brot, wo sich's findet.

Not und Tod hat kein Gebot.

Not und Tod kommen zu Alten und Jungen.

Not vereinigt Herzen.

Notwehr ist nicht verboten.

Nüchtern gedacht, voll gesagt.

Nüchtern Leben, gutes Leben.

Nun ist Holland in Not.

Nun weiß ich meines Löffels keinen Stiel mehr.

Nur an den Galgen, eh er umfällt.

Nur die allergrößten Kälber wählen ihren Metzger selber.

Nur einer kann Kaiser sein.

Nur Erde füllt das gierige Auge.


Nur Mut, es wird schon schiefgehen.

Nürnberger Gebot währt drei Tage.

Nürnberger Witz und künstliche Hand findet Wege durch alle Land.

Nur nicht ängstlich, sagte der Hahn zum Regenwurm, da fraß er ihn auf.

Nussbäume, Esel und Weiber wollen geschlagen sein.

Nussbäumen und Narren sind Kolben die besten Salben.

Nutzbare Kunst gibt Brot und Gunst.

Nutzen ist der größte Reichtum.
Oben fix, Unten nix.

Obrigkeit, bedenk dich recht, Gott ist dein Herr und du sein Knecht.

Ochsen gehen langsam, ziehen aber gut.

Ochsen muss man schön Aus dem Wege gehn.

Ochse, wart des Grases.

Ochs, schau aufs Buch!

Ofen, Bett und Kanne sind gut dem alten Manne.

Ofen und Frau sollen daheim bleiben.

Offenbare Nester scheuen alle Vögel.

Offene Türe verführt einen Heiligen.

Öffentliche Feinde sind besser denn Heuchler.

Offne Hand macht offne Hand.

Oft beschert ein einziger Tag, was jahrelang nicht kommen mag.

Oft essen die Eltern Holzäpfel, davon den Kindern die Zähne stumpf werden.

Oft fühlt sich leicht auf dem Rücken an, was das Gewissen leicht trägt.

Oft ist auch eine rostige Büchse geladen.

Oft ist eines Wolfes Herz bedeckt mit Schaffellen.

Oft lacht der Mund, wenn das Herze weint.

Oft muss man spielen, wie die Geige will.

Öftre Hochzeit hat nicht Ehre.

Oft schießen trifft das Ziel.

Oft wird ein kleiner Feind dem großen schädlich sein.

Ohne Bruder kann man leben, nicht ohne Freund.

Ohne die Nacht wüssten wir nichts von der Sternenwelt.

Ohne die rechte Ladung ist der Schuss gefährlich.

Ohne Eifersucht keine Liebe. (Keine Liebe ohne Eifersucht)

Ohne Fleiß kein Preis.

Ohne Futter bleibt das beste Pferd stehen.

Ohne Gebet soll man nichts wagen, mit Gebet nichts scheuen.


Ohne Köder ist übel Fische fangen.


Ohne Macht eitler Zorn.

Ohne Mehl und Wasser ist übel backen.

Ohne Mühe bringt man es in keiner Sache weit.


Ohne Rat keine Tat.

Ohne Schaden wird niemand witzig.

Ohne Umkehren ist kein Rechtgehen.


Ohne Verdruss ist kein Genuss.

Ohne Wein ist nicht gut fröhlich sein.


Ohne Wein und Brot leidet Liebe Not.

Oppenheim ging an den Funken an.

Optimismus kann kostbare Medizin sein.

Ordnung erhält die Welt.

Ordnung erleichtert die Arbeit.

Ordnung hat Gott lieb.

Ordnung hilft Haushalten.

Ordnung ist das halbe Leben. (...aber die andere Hälfte ist schöner)

Ost und West, daheim das Best.

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Pantoffelholz schwimmt immer oben.

Panzer, Bücher und Frauen muss man erst versuchen.

Paros hat kalt Wasser, aber schöne Weiber.

Pech im Spiel, Glück in der Liebe.

Perlen im Kot haben keinen Schein.

Peterlein muss nicht auf allen Suppen sein.

Pfaffen-Gierigkeit und Gottes Barmherzigkeit währt in alle Ewigkeit.

Pfaffengut faselt nicht.

Pfaffengut, Klosterbeute.

Pfaffengut, Raffgut.

Pfaffen haben zwei Hände: eine zum Nehmen und eine zum Festhalten.

Pfaffen im Rat, Säue im Bad und Hund in der Küche haben nie was getaugt.
Pfaffen im Rat, Säue im Bad und Hunde in der Küche machen üble Gerüche.

Pfaffenknechte essen im Schweiß; von Arbeit werden sie nicht heiß.

Pfaffenköchin sagt zuerst: des Herrn Küche, dann unsere Küche, zuletzt meine Küche: dann hat der Pfaff bei der Köchin gelegen.

Pfaffenkohl schmeckt wohl (aber brennt übel).

Pfaffen, Mönche und Begheinen sind nicht so heilig, als sie scheinen.
(Begheinen, Beginen, Beguine, Begutten (weibliche) oder Begarden (männliche) = Angehörige einer christlichen Gemeinschaft ab dem 12. Jahrhundert, die keine Ordensgelübde ablegten und nicht im Kloster, sondern ein religiöses, eheloses Leben in Gemeinschaft in Beginenhöfen oder -häusern lebten.)

Pfaffenschnitzel sind die besten.

Pfaffen segnen sich zuerst.

Pfaffen sollen nicht aus der Beichte schwatzen.

Pfaffentrug und Weiberlist geht über alles, was ihr wisst.

Pfaffen und Klaffen hat der Teufel erschaffen.

Pfaffen und Weiber vergessen nicht.

Pfaffen zahlen einander keine Zehnten.


Pfand gibt oft Land.

Pfau hat adlig Gewand, gleisnerischen Gang und teuflischen Gesang.

Pfeffer bringt den Mann aufs Pferd und die Frau unter die Erd.

Pfeffer, Kappe und Kalk verdecken manchen Schalk.

Pfefferkuchen und Branntwein wollen stets beisammen sein.

Pfennig ist Pfennigs Bruder.

Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.

Pferdearbeit, Zeisigfutter.

Pferde fressen einen Mann, der sie mit Rat nicht halten kann.

Pferde lassen sich zum Wasser bringen, aber nicht zum Trinken zwingen.

Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut tun nimmer gut.

Pfingstenregen, Weinsegen.

Pfingsten, wenn die Gans auf dem Eise geht!

Pfirsichbaum und Bauernregiment wächst schnell, nimmt bald ein End.

Pfirsiche sind nicht getrocknete Birnen.

Pflanze mich für zwei, so trag ich dir für drei.

Pflanze, oft versetzt, gedeiht nicht.

Pflaumen kann man nicht zu Äpfeln machen.

Pflaumenstreicher sind alle falsch.

Pflegerlieb ist falsch und trüb.

Pflegertreu ist immer neu.

Pflück die Rose, wenn sie blüht, schmiede, wenn das Eisen glüht.

Pflügen und nicht säen, lesen und nicht verstehen ist halb müßiggehen.

Pfründenbrot ist Bettelbrot.
Pracht, Gold und Ehr ist morgen oft nicht mehr.
Pillen muss man schlingen, nicht kauen.

Pillen muss man schlucken, nicht im Maul zerdrucken.

Planeten sind üble Propheten.

Platz für sieben Mann, es kommt ein halber.

Plumper Verstand hält fest.

Plünderer sind feige Soldaten.

Plündern macht nicht reich.


Pocher und Prahler sind keine Fechter.

Politisch ist englisch reden und teuflisch meinen.

Politisch ist wie ein Engel reden und teuflisch meinen.

Pracht, Gold und Ehr ist morgen oft nicht mehr.

Pracht macht keinen ehrlich.

Prahle nicht mit deinem Glücke, willst du meiden Neid und Tücke.

Prahlen wir nicht mehr, sind wir arme Leute.

Prahler, ihrer Torheit Maler.

Prahler, schlechte Zahler.

Praktisieren ist die Kunst, sagte die Frau, da setzte sie den Lappen neben das Loch.

Prasser eilen zum Bettelstab.

Predigen macht den Leib müde.

Prediger haben Gehalt fürs Predigen, nicht fürs Tun.

Predigt hören säumet nicht.

Priesterkinder, Müllerrinder, Bäckerschwein wollen gut gefüttert sein.

Priesterkinder und Müllerküh, wenn sie geraten, sind gutes Vieh.

Priester lehren Gutes, nicht aber jeder tut es.

Priester soll man ehren, weil sie Gutes lehren.

Priester und Schafe haben goldnen Fuß.

Priester und Weiber soll man ehren.

Probieren geht über studieren.

Probieren macht die Jungfern teuer.

Probieren macht gelüstige Leute.

Prüfet alles, und das Beste behaltet!

Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige.

Putzen wollen alle den Docht, aber keiner will Öl zugießen.

Putzt die Katze den Bart, so bedeutet es Fremde.

Quarrige Kinder gehen am längsten.

Quer durch geht nicht allemal an.

Quinquenellen Kommen aus der Höllen.
(Quinquenellen gehen auf Kaiser Justinian (* um 482 bis † 14.11.565) zurück. Nach einer Verordnung sollte ein Schuldner, dessen Zahlungsunfähigkeit durch Unglücksfälle herbeigeführt worden war, noch 5 Jahre (quinquennale spatium) Aufschub erhalten. Weil dadurch die Rechte der Gläubiger verletzt wurden, nannte man diese Quinquenellen eine Erfindung des Teufels.)

Quinten springen leicht, wenn man sie zu hart streicht.

Rab auf dem Dach, Fuchs vor der Tür, hüt' sich Mann und Roß dafür.

Raben baden sich alle Tage und bleiben doch schwarz.

Raben und Huren lassen sich nicht weiß waschen.


Raben zeugen keine Tauben, Dornen bringen keine Trauben.

Rache bleibt nicht lange ungerächt.

Rache bleibt nicht ungerochen.

Rache ist neues Unrecht.

Rache macht ein kleines Recht zu großem Unrecht.


Rappelige Räder laufen am längsten.

Rasches Pferd kam oft krank nach (zu) Hause.

Rast gibt Mast.

Rast ich, so rost ich, sagt der Schlüssel.

Rate mir gut, aber rate mir nicht ab, sagte die Braut.

Rate niemand ungebeten.

Raten ist leichter denn helfen.

Raten ist nicht zwingen.

Raten ist oft besser denn fechten.

Raten ist wie Scheibenschießen.

Raten und Überreden stehen nicht gut beieinander.

Ratet mir gut, aber ratet mir nicht ab, sagt die Braut.

Ratgeber bezahlen nicht.

Rat ist besser denn Glück.

Rat nach der Tat kommt zu spat.

Rat soll vor der Tat gehen.

Raubvögel singen nicht.

Rauch, bös Weib und übel Dach sind drei große Ungemach.


Rauch geht vor dem Feuer her.

Rauch genug, aber keine Wärme.

Rauch ist Rauch und wenn er von Weihrauch kommt.


Rauch, schlimm Dach und böse Weiber können den Mann aus dem Hause treiben.


Rauch und eine böse Frau vertreiben den Mann aus Haus und Gau.


Rauch und Wanzen machen die Leut' im Hause tanzen.


Rauch vertreibt die Bienen, Sünde die Engel.


Rauer Montag, glatte Woche.

Rebellen sind unruhige Gesellen.

Reben können einen Bauer ausziehen, aber auch wieder an.

Reben lassen einen fallen bis an den Rhein, aber nie ganz hinein.

Recht beten, halbe Arbeit.

Recht bleibt Recht, aber man verdreht's gern.

Rechte Liebe wird vergnügt, wenn sie ihresgleichen kriegt.

Rechten ist bös, wo Gewalt Richter ist.

Rechten ist fechten.

Rechten ist kriegen: von beiden weiß Gott das Ende.

Rechten ist recht, aber unfreundlich.

Rechten Reichtum stiehlt kein Dieb.

Rechten und borgen macht Kummer und Sorgen.

Rechter Mann hilft, wo er kann.

Rechtes leidet nichts Schlechtes.

Recht findet allzeit seinen Knecht.

Recht findet sich.

Recht getan ist viel (wohl-) getan.

Recht haben und recht bekommen sind zwei paar Schuhe.

Recht hast du, aber schweigen musst du.

Recht ist über hübsch.

Recht ist wahr.

Recht ist Wahrheit, Wahrheit ist Recht.

Recht muss doch Recht bleiben.

Recht muss Recht finden.

Recht scheidet, Vergleich sühnt.

Recht scheidet wohl, aber es freundet nicht.

Recht tun lässt sanft ruhn.

Recht tun verliegt sich nicht.

Recht tut, wer tut, was Lohnes wert, und doch des Lohnes nicht begehrt.

Recht und schlecht, das ziert den Mann.

Rede, dass ich dich sehe.

Rede nicht mit dir selber, sonst möchte man sagen, dein Zuhörer war' ein Narr.

Reden ist Silber, schweigen ist Gold.

Reden kommt von Natur, Schweigen vom Verstande.

Reden steht einem Jungen wohl an, schweigen mehr.

Reden und Tun ist zweierlei.

Redet Geld, so schweigt die Welt.


Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.


Rede wenig, höre viel.

Rede wenig mit anderen, aber viel mit dir selbst.

Rede wenig, rede wahr - zehre wenig, zahle bar.


Redlichkeit lobt jedermann, jedoch lässt man sie betteln gahn.

Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch.

Reiche essen, wann sie wollen, Arme, wann sie was haben.

Reiche Leute haben fette Katzen.

Reichen gibt man, Armen nimmt man.

Reicher Leute Kinder geraten selten wohl.

Reicher Leute Krankheiten und armer Leute Braten riecht man weit.

Reicher Leute Töchter und armer Leute Kälber kommen bald an Mann.

Reiche Spieler und alte Trompeter sind selten.

Reiche Weiber machen arme Kinder.

Reich genug, wer sich genügen lässt.

Reich ist, wer mit der Armut eins ist.

Reicht der Busch dem Reiter an die Sporen, so hat der Bauer sein Recht verloren.

Reichtum ist allgemein (allzeit) eine Stiefmutter der Tugend.

Reichtum mag Torheit wohl leiden.

Reichtum stiftet Torheit.

Reichtum und Armut liegen nicht am Gut, sondern am Mut.

Reichtum vergeht, Kunst besteht.

Reich werden ist keine Kunst, aber fromm bleiben.

Reife Erdbeeren um Pfingsten bringen ein gutes Weinjahr.

Reihet euch, sagte der Bauer: da hatt' er eine Kuh im Stall.

Reimschmiede genug, aber wenig Dichter.

Reiner Mund und treue Hand gehen wohl durchs ganze Land.

Reines Herz und froher Mut stehn zu allen Kleidern gut.

Reinlichkeit ist keine Hoffart.

Rein und ganz gibt dem schlechten Kleide Glanz.

Rein und ganz gibt dem schlechtesten Tuche Glanz.

Reist eine Katze, so kommt ein Mäusefänger wieder.

Reitet der Teufel die Pfaffen, so reitet er sie rechtschaffen.

Reue ist ein fauler Schelm.

Reue kommt langsam, aber gewiss.

Reu und guter Rat sind unnütz nach geschehner Tat.

Richte erst, wenn du beide gehört.

Richter sollen zwei gleiche Ohren haben.


Richtige Rechnung macht gute Freundschaft.


Richtiges Zahlen bringt williges Borgen, fördert den Handel und verscheucht die Sorgen.


Ritterschaft will Arbeit haben.

Rittersweib hat Rittersrecht.

Röche Hoffart wohl, so wär' er lauter Bisam.

Roggen gilt allermeist, wenn man bittet, um den Heil'gen Geist.

Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden.
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.


Rosen auf den Wangen und Dornen im Gewissen


Rosen kann nicht jedermann brechen.

Rosen und Jungfern sind bald verblättert.

Rosen wachsen unter Dornen, das Gute unter dem Bösen.

Rost frisst Eisen, Sorge den Weisen.

Rote Äpfel sind auch faul.

Rüben in die Bauern, Heu in die Ochsen.

Rüben nach Christtag, Äpfel nach Ostern und Mädchen über dreißig Jahr haben den besten Geschmack verloren.

Rücke nicht, wenn du wohl sitzest.

Rufe nicht Fisch, du habest ihn denn bei den Kiefern.

Rufe nicht Hase!, er liege denn im Garne.

Rufe nicht Juch!, bis du über dem Graben bist.

Ruhe erzwingt, was sonst nicht gelingt.

Ruhe und Mäßigkeit heilen das Fieber.


Ruh ist der Arbeit Tagelohn.

Rühme den Markt nicht, bevor er gehalten ist.

Rühme dich nicht, Räuplein, dein Vater war ein Kohlwurm.

Ruhm ist verführerischer als Gold.

Rühmt man dich, so halte dich danach.


Rute macht die Kinder gut.
(Kommentare von früher: Hans Sachs (1494-1576): „Der ruten schmertz treibt Thorheit auss des Kindes Hertz.“ Johann Georg Wachter, Gelehrter (1663-1757): „Die bircke rut zeucht die lieb des kinds.“)

Ruten und Schläge bringen bei der Jugend viel Gutes zuwege.


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