Logo Sprichworte der Welt
____________

Wetterkarte

Diese Internetseite wird mehrmals wöchentlich aktualisiert und ergänzt. Diese Internetseite erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und alle Angaben sind ohne Gewähr.
Alle enthaltenen Informationen sind bestmöglich und so genau wie möglich wiedergegeben. Falls trotzdem Angaben ungenau sind oder nicht den Tatsachen entsprechen, bitte ich um eine Benachrichtigung.

____________



Deutsche Sprichworte
S
Sachs, Bayer, Schwab und Frank, sie lieben alle den Trank.

Sachte mit der Braut im Sande.

Säckel und Stift müssen beisammen sein.

Sackleinen kann man auch weiß bleichen.

Säet einer Gutes, so schneidet er nicht Böses.

Sag eine Lüge, so hörst du die Wahrheit.

Sage mir, mit wem du umgehst (verkehrst, wer deine Freunde sind oder ähnlich), so will ich dir sagen (und ich sage dir), wer du bist.
(Schon im Sprichwörter-Lexikon von Samuel Christoph Wagener, erschienen 1813 in Quedlinburg und 2005 im Georg Olms Verlag nachgedruckt (ISBN 3-487-12812-8), ist dieses als deutsches Sprichwort auf Seite 154 aufgeführt. So oder ähnlich wird es auch als Sprichwort in vielen anderen Ländern verbreitet (in Armenien, Brasilien, Italien, Spanien, Ungarn Türkei, Vietnam und andere) oder als Zitat von Goethe (1749 - 1832), Brillat-Savarin (1755 - 1826) oder Lenin (1870 - 1924) gebraucht. Wo es als erstes auftrat oder zitiert wurde oder von wem abgeschrieben wurde, ist nicht bekannt.)

Sag nicht alles, was du weißt, glaub nicht alles, was du hörst, tu nicht alles, was du kannst, weiß nicht alles, was du liest.
Sage nicht immer, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.

Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt.

Sage nichts, du könnest es denn beweisen.

Sage niemand, wer er ist, so sagt man dir nicht, wer du bist.

Sagen und Tun ist zweierlei.

Sagt man, die Armut sei besser als Reichtum, so glaube es nicht.

Salbe den Schelm, so sticht er dich; stich den Schelm, so salbt er dich.

Salz ist die beste Würze.

Salz kann nichts denn salzen.

Salz und Brot macht Wangen rot.

Sammet am Kragen, Kleie im Magen.

Samt am Kragen, Hunger im Magen.

Samt und Seide löschen das Feuer in der Küche aus.

Sanfte Rede stillt den Zorn.

Sanftmut gereut nicht.

Sanftmut macht alles gut.

Sanft wie die Tauben, dumm wie die Gänse.

Sänger und Buhler lügen viel.

Sankt Florian, Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an.

Sät einer Gutes, so schneidet er nicht Böses.

Sauer Ende denkt nicht an den süßen Anfang.

Sauer macht lustig.

Säue sind Säue und bleiben Säue.

Saurer Dienst, kleiner Gewinn.

Schaden gebiert Schaden.

Schaden kann jeder, aber nicht jeder nutzen.

Schaden macht zwar klug, aber nicht reich.

Schaden, Sorge, Klage wachsen alle Tage.

Schade scheidet Freundschaft.

Schäfer und Schinder sind Geschwisterkinder.
(Die Schäfer und ihre Knechte pflegen verendeten und zu schwachen Schafen das Fell über die Ohren zu ziehen.)


Schälke muss man mit Schälken fangen.


Schält` ein Dieb den andern Dieb, das wäre den Nachbarn lieb.


Scham hindert Schande.

Schamrot ist die beste Farbe.

Scham und gute Sitten weichen der Armut.

Schande hindert Tugend.

Schande ist Schande, man halte sie dafür oder nicht.

Schandtaten lassen sich mit Schandworten nicht gut machen.

Scharfe Mahner machen gute Zahler.

Schätze den Hund nicht nach den Haaren, sondern nach den Zähnen.

Schaue selbst nach deinen Dingen, wenn sie sollen wohlgelingen.
(Verlass dich nicht auf andere, sondern kümmere dich selbst um deine Dinge.)

Scheiden bringt Leiden, Wiederkehr Freuden.

Schein ist nicht Sein.

Schein ohne Sein trägt wenig ein.


Schelten steht übel, wo man helfen soll.

Schelten und Schlagen hat kein Recht.

Schenken hat keinen Boden.

Schenken heißt angeln.

Schenken tut niemand kränken.

Schenken und Wiederschenken erhält die Freundschaft.

Schenk ist tot, geben hat ein Bein gebrochen.

Schenkt man einem die Kuh, so schenkt man ihm auch den Strick dazu.

Schere sie (die Schafe), aber schinde sie nicht.
(Die Kuh, die man melkt, schlachtet man nicht. Solange man aus einer Sache seinen Vorteil zieht, lässt man sie weiterlaufen. Ein stetiger kleinerer Gewinn ist besser als ein sofortiger etwas höherer, der danach aufhört.)

Scherz soll Schaf-, nicht Hundezähne haben.

Schickst du die Sau auch nach Gastein, sie kommt zurück als Schwein.

Schlafende Hunde soll man nicht wecken.

(ähnlich in England, Frankreich, Island, Niederland, Persien, in der Picardie, Schweden und Spanien)


Schlafender Fuchs fängt kein Huhn.

Schlaf ist der größte Dieb, er raubt das halbe Leben.

Schlagen hat kein Recht.

Schlagen ist verboten, widerschlagen nicht.

Schläge sind behaltene Ware.
(Auch nach einer Abbitte kann man sie dem Misshandelten nicht wieder abnehmen.)

Schlägst du mich mit der Barte, schlag ich dich mit dem Beile.

Schlampig macht wampig.

Schlangen schleichen, Tauben fliegen.

Schlechte Ärzte machen aus kleinen Wunden große.

Schlechte Beispiele verderben gute Sitten.


Schlechten Leuten missfallen ist kein Unglück.

Schlechter Anfang gewinnt Krebsgang.

Schlechtes Geld kommt immer wieder.

Schlechte Sitten machen gut Gesetz.

Schlechtes Schild lockt keine Gäste.

Schlechte Ware wird jedem angetragen.

Schlimmer Anfang bringt wohl gut Ende.

Schlimmer und Flimmer dauern nicht immer.

Schloss und Schlüssel macht man nicht für treue Finger.

Schluchzen wird oft Juchzen.

Schmach sucht Rache.

Schmalhans ist Küchenmeister.
(Bei einem Hungerleider oder Geizhals ist die Tafel armselig gedeckt.)

Schmeichelworte sind nicht ohne Gift.

Schmeichlerworte sind nicht ohne Gift.


Schmeichler, Heuchler.

Schmeichler sind des Teufels Ammen.

Schmeichler sind Katzen, die vorne lecken und hinten kratzen.

Schmeichler tun den Fürsten größeren Schaden, als der Feind im Felde.


Schmerz auf Schmerz bricht das Herz.


Schmerzen muss man mit Schmerzen vertreiben.

(Gegen schwere Krankheiten hilft meist eine übelschmeckende Medizin, gegen üble Angewohnheiten aus der Jugendzeit wird mit unangenehmen Maßnahmen gegenangegangen oder auf böse Taten folgen harten Strafen.)

Schmerz klammert sich ans Herz.

Man muss (soll) das Eisen schmieden, solange es heiß ist.
Schmiede das Eisen, solange es heiß ist.
Schmiede das Eisen, weil es glüht.

Wenn das Eisen heiß ist, soll man schmieden.
(Das bedeutet, man sollte schnell handeln, eine sich bietende Gelegenheit nutzen, bevor sie vorbei ist und es zu spät sein könnte. Das Sprichwort ist in vielen anderen Ländern ebenfalls bekannt. Nach verschiedenen unbewiesenen Quellen soll es auf Terenz, Ovid oder andere zurückgehen. Als deutsches Sprichwort (der 4. Spruch) steht es schon im 17. Jahrhundert im Sprichwörterbuch „Florilegium Politicum. Politischer Blumengarten“ von Christophorum Lehmann aus dem Jahr 1630 auf Seite 258, Nr.8 im Kapitel Gelegenheit.)

Schmieren und salben hilft allenthalben.


Schmutzige Arbeit, blankes Geld.

Schneide nicht unter dem Schnee.
(Bei der großen Ungewissheit alles Irdischen soll man nicht auf eine zukünftige zuverlässig gut Ernte hoffen.)

Schneit es in den Dreck, so geht man drüber weg.

Schnelle Rach` und jäher Zorn, haben manch gut Spiel verlor`n.

Schneller Entschluss bringt Verdruss.

Schnelle Sprünge geraten selten.

Schnell gab, schnell recht, langsam gab wird verschmäht.
(Ähnliche Bedeutung hat das polnische Sprichwort: Je bereitwilliger die Gabe, um so höher, wer sie gibt.)

Schnell genug, was gut genug.


Schnell Glück, schnell Unfall.

Schöne Äpfel sind wohl sauer.

Schöne Blumen stehn nicht lang am Wege.

Schöne Gesichter haben viel Richter.

Schöne Gestalt verliert sich bald.

Schöne Hur ist ein lebendiger Sarg.

Schöne Küh geben gemeinlich nicht viel Milch.

Schönem Wetter und Fürstenlächeln ist nicht zu trauen.

Schönes Angesicht verkauft einen grindigen A. . . ..

Schöne Schilder, schlechte Ware.

Schöne Tage soll man abends loben und schöne Frauen morgens.

Schöne Töchter machen alte Mütter.

Schöne Weiber sind Irrwische, verführen bei hellem Tag.

Schöne Worte, böser Kauf.

Schöne Worte helfen viel und kosten wenig.

Schöne Worte machen den Kohl nicht fett.

Schönheit kann man nicht essen.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.


Schönheit ohne Tugend ist verdorbener Wein.


Schönheit und Keuschheit sind selten beieinander.

Schönheit vergeht, Tugend besteht.

Schön und fromm stehen selten in einem Stall.

Schreie nicht juchhei, ehe du über den Graben bist.


Schüchtern hat nie eine schöne Freundin und wird nie besungen von Dichtern.


Schulden, Alter und Tod kommen unangemeldet ins Haus.

Schulden lassen die Lügen hinter sich aufsitzen.

Schulden machen ist keine Schande, es tun die feinsten Leute im Lande.

Schulden sind keine Frösche, sie hüpfen nicht fort.


Schulden sind keine Hasen.

Schulden und der Krebs sind unheilbare Übel.

Schuldner sind Lügner.


Schuld tötet den Mann.

Schuster bleib bei deinem Leisten.

Schwachheit ist der Menschen Los.

Schwangerschaften bringen Schwägerschaften.


Schwankender Sinn hat keinen Gewinn.


Schwarze Kühe geben auch weiße Milch.

Schwarzer Kopf, roter Bart, böse Art.

Schwarze Seele in schönem Körper ist doppelte Gefahr.

Schwätzer sind schlechte Ratgeber.

Schweigender Hund beißt am ersten.

Schweigend Mann, lobend Mann.

Schweigen ist auch eine Antwort.

Schweigen steht den Weibern wohl.

Schweigen und denken Mag niemand kränken.

Schweigst du stille, so ist's dein Wille.

Schweig, was du willst, dass andere schweigen.

Schwere Arbeit in der Jugend ist sanfte Ruhe im Alter.

Schwerredenden Kindern hilft es, Bettelbrot zu essen.

Schwiegermutter, Teufels Unterfutter.

Schwiegermutter und Schwiegertochter sind gleich Sturm und Hagelwetter.

Schwielen an den Händen hat mehr Ehre als ein goldener Ring (Diamantring) am Finger.


Seelenwunden heilen schwer.

Sehen geht über Hören.


Sehen's die Menschen nicht, so sieht es Gott.

Sehr fröhlich, gefährlich, sehr traurig, beschwerlich.

Seid und Samt am Leibe löschen das Feuer in der Küchen aus.

Seine Butter muss immer oben schwimmen.

Seine Eier haben allzeit zwei Dotter.

Seine Eier sollen mehr gelten als anderer Leute Hühner.

Seinem Schicksal mag niemand entrinnen.

Seinem Schicksal soll man nicht widerstreben.

Seinen Geldsack hat ein jeder lieb.


Seinen Kohl zieht mancher mit mehr Sorgfalt als seine Buben.


Seiner Gegner Fehler soll man kennen, aber sie niemals benennen.

Seines Handwerks soll sich niemand schämen.

Sein geht über Schein.

Sein Hering brät dort nicht.

(Es funktioniert nicht alles so, wie es sollte.)

Sei nicht eigensinnig wie Hans, der sollte an den Galgen und wollte nicht.

Sei nicht faul, die Krippe kommt nicht zum Gaul.

Sei nimmer faul, das Jahr hat gar ein großes Maul.

Sein ist über Schein.

Sein kleiner Finger ist gescheiter als du mit Haut und Haar.

Sei, was du scheinen willst.

Selber essen macht feist.

Selber schuldig ist der Tat, wer nicht straft die Missetat.

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

Selbst geschaffenes Unglück lastet schwer.

Selbst gesponnen, selbst gemacht, rein dabei, ist Bauerntracht.

Selbst getan ist bald getan.

Selbst ist der Mann.


Seltener Genuss erhöht das Vergnügen.

Selten gesehen ist bald vergessen.

Selten wohl und allzeit wehe ist das täglich Brot der Ehe.

Setz einen Frosch auf goldnen Stuhl, er hüpft doch wieder in den Pfuhl.

Sich der Schlemmerei ergeben führet nicht zu langem Leben.

Sicherheit ist des Unglücks erste Ursache.


Sicherheit ist nirgends sicher.

Sich regen bringt Segen.

Sich selber loben niemand soll, den Guten loben andre wohl.

Sich selbst kennen ist die größte Kunst.

Sich selbst zu kennen ist die größte Weisheit.

Siegen kommt nicht von Liegen.


Siegen macht verwegen.

Sie haben einander an der Nase.
(Zwei betrügen sich genseitig.)

Sieh dich vor, dass es dir nicht ergehe wie dem Abt von Fulda.

(Der Abt war zu neugierig und sah Lützener Schlacht zu, dabei traf ihn ein Schuss tödlich.)

Sieh erst auf dich und die Deinen, dann schilt mich und die Meinen.

Sieh in dein eigen Spiel.

Sie kann sogar den Teufel aufs Kissen binden.
(Mit boshafter Starrköpfigkeit kann sie sogar den Teufel überwinden.)

Sind Hände und Füße gebunden, so läuft die Zunge am meisten.

Sie schlafen nicht alle, die mit der Nase schnaufen.

Sie sind ein Herz und eine Seele.
(auch Finnisch: Sie sind wie ein Hemd und ein Hintern.)

Sie sind nicht alle gleich, die mit dem Kaiser reiten.

Sie trägt Feuer in der einen, doch Wasser in der anderen Hand.

(Sie ist unaufrichtig und doppelzüngig.)

Sie verstehen einander wie Diebe beim Jahrmarkt.

Sitte ist stärker als Recht.
So arm ist kein Mann, dass er sich nicht Tugend erwerben kann.


Sobald das Geld im Kasten klingt, alsbald die Seel in Himmel springt.
Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.
Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.
Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt.
Ausruf des Ablasspredigers und Mitglied der Dominikaner Johann Tetzel.
Tetzel wurde um 1460 in Pirna oder Leipzig geboren und starb am 11.8.1519 in Leipzig. Mit der Art eines Marktschreiers soll er den Ablasshandel eröffnet haben. Der ins Hochdeutsche übertragen heutzutage allgemein geläufige Ausruf (die drei ersteren) und ein mögliches Original (der Vierte).

Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war der Ablasshandel streng geregelt, nur bestimmte Sündenstrafen konnten durch Geld und keinesfalls ohne tätige Reue erlassen werden. Als Alternative für Reue und Bußleistungen und zur Finanzierung der leeren Kirchenkassen wurden die Ablassbriefe erfunden. Wer einen Ablassbrief kaufte, konnte sich zweimal im Leben, ganz ohne Beichte und anderer Auflagen oder Reuebeweis,zu einem beliebigen Zeitpunkt und in seiner Todesstunde, von allen Sünden freikaufen. Selbst ein Dokument, das bereits verstorbenen Angehörigen volle Gnade zusicherte, konnte erworben werden. Bezahlt wurde nach Stand und Vermögen: Grafen und Adlige bezahlten sechs bis zehn Gulden, Bürger und Kaufleute drei, Handwerker nur einen Gulden. Ein Paar Schuhe kostete damals ca. einen Gulden. Völlig Mittellose mussten beten und fasten, manchmal jahrelang bei Wasser und Brot.
1504 begann Tetzel seine Tätigkeit im Ablasshandel und übertrieb dessen Umfang. Die eine Hälfte der Einnahmen diente dem Bau des Petersdoms in Rom, die andere Hälfte teilten sich der Erzbischof Albrecht von Brandenburg und der jeweilige Ablassprediger. Mit den Einkünften bezahlte der Erzbischof seine Schulden bei den Fuggern, deren Vertreter mit Tetzel unterwegs waren und die Tilgungssummen umgehend einzogen.
Martin Luther, Beichtvater vieler Wittenberger, bemerkte Tetzels Ablasshandel und prangerte das seiner Meinung nach schändlichen Tun an. Seine Vorstellung von einem sündigen Menschen, der sich einem Leben der Reue und Demut unterwirft, würde damit geradezu verhöhnte. Die 95 Thesen, die Luther in Wittenberg veröffentlicht haben soll, sollen die Reaktion seiner tief greifenden Enttäuschung darauf sein und gelten als Auslöser der Reformation.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Tetzel


Sobald Gesetz ersonnen, wird Betrug gesponnen.

So der Abt Würfel auflegt, mögen die andern Brüder kühnlich mitspielen.

So dumm als ein Hinterviertel vom Schafe.

So eben wie der Weg über den St. Gotthard.

So fürchterlich ist keine Höllenfurie wie ein verschmähtes Weib.

So geht es in der Welt, der eine hat den Beutel, der andre hat das Geld.

So gut mit beiden Beinen im Stock als mit einem.

So heiß wird nichts gegessen, als es gekocht wird.

So kauft man`s in der Apotheke.

So kommt Gottes Wort in Schwung, sagte der Teufel und schmiss die Bibel über den Zaun.

Solange der Esel trägt, ist er dem Müller lieb.

Solange ein Narr schweigt, hält man ihn für klug.

So lange kein Herr, so lang auch kein Knecht.

Solange kriecht ein Kind, bis es gehen lernt.

Solange man Courage hat, so ist noch nichts verloren.

Solcher Ehemann ist der best, der`s Herz bei der Frauen lässt.

Soldaten holen nur und bringen nichts.

Soldaten sind des Feindes Trutz, des Landes Schutz.

Soldaten stehlen nicht, sie beuten nur.

Soldaten, Wasser und Feuer, wo die überhand nehmen, da machen sie wüste Plätze.

So leicht ertrinkt ein Insekt in Sekt.

So lernt man den Bauern die Künste ab.

Soll die Ampel brennen, so muss man Öl zugießen.

Soll es dir gelingen, so sieh selbst nach deinen Dingen.


Soll sich der Acker wohl lösen, so muss man ihn auch wohl gürten.


Sollte dir was widerstreben, verschiebe es aufs nächste Leben.


Sollten alle Ehebrecher graue Röcke tragen, so würde das Tuch teuer.

So manches Gras aus der Erde sprießt, so manche Gefahr aus Buhlschaft.

Sommersaat und Weiberrat gerät alle sieben Jahre einmal.

So recht von Herzen hundsgemein, das können nur Verwandte sein.

Sorge, aber nicht zu viel, es geschieht doch, was Gott will.

Sorge frisst den Weisen wie Rost das Eisen.

Sorgenlos sein ist ein Glück - sorglos sein viel Unglück.

Sorg für dich und dann für mich.

Sorg und Klage wächst alle Tage.

So schnell schießen die Preußen nicht.

So Stärke nicht hilft, muss man List versuchen.

So vielmal, als die Wachtel schlägt, so viel gilt der Laib Brot.

So wenig Gesundheit ein Verdienst ist, so wenig ist Behinderung eine Strafe.

Spann den Bogen nicht zu strenge, soll er halten in die Länge.


Spar dein Brot, es kommen Eier!

Spar dein Brot, so hast du in der Not.

Spar deine Andacht nicht bis aufs Tanzhaus und deine Fastnacht nicht bis zum Karfreitag.

Spare in der Zeit, so hast du in der Not.

Sparen ist größere Kunst denn erwerben.


Sparen ist zu spät, wenn man im Beutel auf die Naht und im Fass auf den Boden greift.

Sparen ist zu spät, wenn's an die Hofstatt geht.


Spar in der Zeit, so hast du in der Not ein Brot.

Sparnichts und Habenichts wohnen unter einem Dach.

Spaß ist nicht Ernst.


Spaß muss sein, sagte die Katze zur Maus.

Spaß muss sein, sagte Hans und kitzelte Greten mit der Mistgabel.

Später Dank, schlechter Dank.

Späte Reu ist selten treu.

Späte Reu macht Schaden neu.

Spät nieder, spät auf ist aller faulen Leute Brauch.

Spät Obst liegt lange.

Sperlinge fängt man, wenn man ihnen Salz auf den Schwanz streut.

Spielen, Fischen, Vogelstellen schänden manchen Junggesellen.

Spielen ist keine Kunst, aber Aufhören.

Spiel nicht in der Fremde, Sonst verlierst du Rock und Hemde.

Spinnen lernt man vom Spinnen.

Spitzes Kinn, böser Sinn.

Splitterrichter vergessen ihren Balken und ärgern sich über den Splitter in des Nächsten Auge.

Spott ist das Wetterleuchten der Verleumdung.


Spott und Schaden stehen übel beisammen.

Sprich gut von deinen Freunden und schweig von deinen Feinden.

Sprich nicht hui, eh du über den Berg kommst.

Sprich nicht weiter, wenn du überzeugt hast.

Sprich von deinem Glück ganz leise, damit es der Neider nicht höre.

Sprich, was wahr ist, trink, was klar ist, iss, was gar ist.

Sprich wenig mit andern, viel mit dir selbst.

Sprichwörter sind die Weisheit auf der Gasse.

Sprichwörter sind wie Schmetterlinge; manche lassen sich einfangen, und manche fliegen davon.


Sprichwort - wahr Wort.

Spring nicht über den Graben, wenn der Steg daneben ist.

Stäch' ein Eid wie ein Dorn, es würde nicht so viel geschworn.


Stank ist des Teufels Dank.

Starke Güsse sind nicht von Dauer.

Starke Hand fackelt nicht.


Stärke ist nicht in den Beinen, sondern im Gemüt.


Stärke ohne Rat ist tot.

Starker Leute Spiel ist schwacher Leute Tod.

Stärke wächst im Geduldgarten.

Staub bleibt Staub, auch wenn er bis zum Himmel fliegt.

Steck deinen Löffel nicht in andrer Leute Töpfe.

Steckenpferde sind teurer als arabische Hengste.

Stehendes Wasser wird faul.

Stehende Wasser werden endlich faul und stinkend.


Stehlen und Lügen ist gern beieinander.

Stehler, Hehler und Befehler sind drei Diebe.

Steige nicht zu hoch, so fällst du nicht zu tief.

Steile Berge hinansteigen, fordert im Anfang langsame Schritte.

Steinerne Herzen machen keine nassen Augen.

Sterben ist auch eine Kunst.

Sterben ist kein Kinderspiel.

Sterben und geboren werden Ist des Menschen Tun auf Erden.

Steter Tropfen höhlt den Stein.
(Sprichwort in vielen Ländern. Durch ständige Wiederholung kann man ein Ziel erreichen, was mit Gewalt nicht möglich wäre. Auch viele kleine Schritte können zum Erfolg führen. Nicht durch Ein- oder Zweimaliges, sondern durch häufiges Lesen wird der Mensch weise.)
(Das Sprichwort hat seinen Ursprung beim griechischen Dichter Choirilos von Samos (um 470 bis 401 v. Chr.) im fragmentarischen epischen Gedicht über die Perserkriege: „Der Tropfen höhlt den Stein (durch Beharrlichkeit).“ Der römischen Dichter Ovid (43 v.Chr. - 17 n.Chr.) schreibt in „Epistulä ex Ponto IV, 10“: „Der Tropfen höhlt den Stein, abgenützt wird der Ring durch Gebrauch.“ Auch mit dem Nachsatz „nicht durch Kraft, sondern durch häufiges niederfallen.“ verbreitet.)

Stiche, die nicht bluten, tun weher denn andre.


Stiefmütter geraten selten wohl.
(Das bedeutet, Stiefmütter sind seit alters her meist schlecht angesehen. Ihnen wird nachgesagt, ihre Stiefkinder schlecht zu behandeln und ihre eigenen immer vorzuziehen. Die gleiche Meinung vertreten viele weitere Sprichwörter und etliche Märchen.)

Stiehl einmal und bleib dein Lebtag ein Dieb.

Stiehlt mein Vater, so hängt ein Dieb.

Stiehl viel, gib wenig, so kommst du davon.

Stillem Wasser und schweigenden Leuten ist nicht zu trauen.

Stillen Wassern ist nicht zu trauen.
(Offene und durchschaubare Menschen sind weniger gefährlich. Ein ruhiger und zurückhaltender Charakter oder ein Mangel an Lebhaftigkeit ist kein Zeichen der Einfalt.)


Stillen Wassern und schweigenden Leuten sind nicht zu trauen.


Stilles Wasser wäscht die Ufer aus.


Stille Wasser fressen auch Grund (fressen tief).

(Sie unterwühlen den Grund.)

Stille Wasser gründen (sind) tief.


Stille Wasser sein tief, sie rauschen, wenn sie wollen.
(Wird von sehr schweigsamen Leuten gesagt, die sich ihre Gedanken erst in Fluss bringen, wenn es notwendig oder die Zeit reif ist.)


Stille Wasser sind betrüglich (sind die gefährlichsten).


Stille Wasser sind tief.


Stille Wasser sind tief, die rauschenden Wasser sind nicht grausam.


Stille Wasser sind tief, tröste Gott den, der sie gründen soll.


Stille Wasser und stumme Hunde sind gefährlich.


Stillstand ist kein Friedensband.


Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg.

Stirbt der Reiche, so geht man zur Leiche; stirbt der Arme, dass Gott erbarme!

Stolz auf der Gasse, kein Heller*11 in der Tasche!

Stolz geht voran und Schande hintennach.

Stöhnen ist die halbe Arbeit.

Strafe im Zorn kennt weder Maß noch Ziel.

Strafe um Sünde bleibt nicht aus.

Strecke Dich nach der Decke.

Streicheln tut verweicheln.

Streithafter Jäger macht feiges Wild.

Strenges Recht ist oft das größte Unrecht.

Streng Recht, gewiss Unrecht.

Streut der Fuchs auch Asch' ins Haar, die Henne bleibt doch in Gefahr.

Stroh entbrennt beim Feuer.
(Vorwitz macht die Jungfern teuer.)

Stroh im Schuh, Spindel im Sack, Hur im Haus gucken allzeit heraus.

Stroh in Schuhen und Lieb im Herzen gucken überall heraus.

Stroh vom Feuer!

Strümpfe und Schuh tun`s nicht aneinander.

Studentenblut, das edle Gut, wenig gewinnt und viel vertut.

Studentengut ist zollfrei.

Stumme Hunde und stille Wasser sind gefährlich.

Stunden der Not vergiss, doch was sie dich lehren, vergiss nie.

Suche, so wirst du finden.

Suchst du einen Toren, so fang dich selbst bei den Ohren.

Sünde büßt sich selbst.

Sünden kehren lachend ein und weinend aus.

Sünde verteidigen heißt selber sündigen.

Sünden werden vergeben, aber die Strafe folgt nach.

Süße Milch soll man vor Katzen hüten.

Süßer Gesang hat manchen Vogel betrogen.

Süßer Wein gibt sauern Essig.

Süßes kriegt der nicht zu lecken, der nicht will das Saure schmecken.

Süßes Wasser ist besser als sauerer Wein.

Süß getrunken, sauer bezahlt.