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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
Gi - Gz
Gib ab ab, gib ab ab, klappert's in der Mühle.

Gib acht, es sind Schindeln auf dem Dache!

Gib acht ist mehr als Reue.


Gib Arsch, nimm Arsch.

Gib bald, so wird der Dank alt.

Gib blind, nimm sehend.

Gib dem Buben einen Dreier und tu es selbst.

Gib dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist.
(Eines der vielen Sprichwörter, deren Ursprung in der Bibel zu finden ist. Matthäus 22, 21)

Gib den Armen bei deinem Leben, nach deinem Tod hast nichts mehr zu geben.

Gib den kleinen Finger, und man nimmt die ganze Hand.


Gib einem Buben eine Frau und einem Kind einen Vogel, es ist beider Schade (so ist beider Untergang vor der Tür).

Gib einer Frau zehn gute Ratschläge; sie befolgt einen elften.

Gib lieber der Katze als der Maus, so bist du deiner Sorgen los.


Gibmir hat's Genick gebrochen.

Gib nie das Fell, wo du mit der Wolle zahlen kannst.

Gibst du dem Nachbar eine Maulschelle, so geb ich dir sie wieder.

Gibst du dem Narren einen Finger, so will er die ganze Hand haben.

Gibst du mir, so geb' ich dir.

Gibst du mir, so geh ich mit dir.

Gibst du mir, so halt ichs mit dir.

Gibt der Bauer, so sieht er sauer.

Gibt Gott Häschen, so gibt er auch Gräschen.
(Ein Sprichwort, das früher so wohl richtig war. Heute versuchen die Menschen, es mit allen Mitteln außer Kraft zu setzen! Durch für Hasen ungenießbare Neuzüchtungen und sogenannte Pflanzenschutzmittel sind die Hasen heute fast gänzlich aus Deutschland vertrieben und ausgerottet worden. Es gibt ihn nur noch vereinzelt und er steht überall auf der Roten Liste, der vom Aussterben bedrohten Tiere! Da es noch nicht ganz gelungen ist, wurde des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat durch illegale Tricks um mindestens weitere 5 Jahre europaweit zugelassen. Welche Tricks? Nur die Bewertungen des Herstellers, die eine Unbedenklichkeit attestieren, wurden bei der Bewertung der EU-Komission zugelassen. Alle negativen Studien von unabhängigen Institutionen wurden vom Hersteller, und so auch von der EU, als irrelevant abgetan und nicht berücksichtigt! Damit auch wirklich nichts dazwischenkommt, wurden fast alle vom Hersteller vorgeschriebenen Texte fast wörtlich in den EU-Prüfbericht übernommen. Auch wenn die Menschen noch nicht nachweislich an Glyphosat gestorben sind (Im Körper aller EU-Bürger ist Glyphosat inzwischen in bedenklichen Konzentration nachweisbar!), die meisten Beipflanzen in der Landwirtschaft (sogenanntes Unkraut) sind es schon, und mit ihnen 2/3 aller Insekten und fast alle auf die nicht mehr vorhandenen Futterpflanzen angewiesenen Wildtiere ebenfalls!)

Gibt man dem Teufel den kleinen Finger, so will er die ganze Hand.

Gibt man ihm viel Holz, so macht er viel Späne.

Gib und lass jedem das Seine.

Gib wie du willst nehmen, und nimm, wie du willst geben.

Gießen ist ein Schleifstein.

Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.

Giftig Verleumder tut frommen Herzen wehe und geht durch Mark und Bein.

Gift wirkt nicht in Gift.

Gissen ist missen.
(gissen = schätzen, missen= verwechseln, verfehlen. Das bedeutet, wer schätzt, der verwechselt oder verfehlt.)

Glatt geschliffen ist bald gewetzt.

Glaube ist besser denn bar Geld.

Glauben, Auge, Glimpf*10 leiden keinen Schimpf.

Glaube nicht alles, was du hörst; liebe nicht alles, was du siehst; rede nicht alles, was du weißt.

Glauben ist leichter als Denken.

Glaube, wenn du's in der Hand hast.

Glaub ist von Dingen, die man nicht sieht.

Gleich bei Gleich macht guten (langen) Frieden.

Gleiche Brüder, gleiche Kappen.
(Das Sprichwort stammt von den Mönchen, die je nach ihrem Mönchsorden alle gleich gekleidet waren. Eine weitere Bedeutung bezieht sich beim Erbrecht auf alle, die das gleiche Erbrecht haben.)

Gleiche Bürde bricht keinem den Rücken.

Gleiche Bürde hält feste Freundschaft.

Gleiche Fladen macht gleich Aufladen.

Gleiche Meinung schafft Vereinigung.

Gleiches Gut, gleiches Blut, gleiche Jahre gibt die besten Paare.

Gleiches mit Gleichem.

Gleiche Sünde, gleiche Strafe.

Gleiches Unglück macht Freundschaft.

Gleich gesinnt macht gute Freunde.

Gleichheit bringt keinen Krieg.

Gleichheit macht Freundlichkeit.

Gleich sucht sich, Gleich findet sich.

Gleich und Gleich fängt keinen Krieg an.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.


Gleich und Gleich gesellt sich gern, sprach der Teufel, da wischt' er den A– an einem alten Weibe.

Gleich und Gleich gesellt sich gern, sprach der Teufel zum Köhler.

Gleich Vieh leckt sich gern.

Gleich wieder ist die beste Bezahlung.

Gleisnerei hat bös Geschrei.

Glimpf*10 ist besser denn Recht.

Glimpfius*10 ist nicht daheim.

Glimpflich*10 Mann führt gern an.

Glimpf*10 wird oft belohnt mit Schimpf.

Glocken und Narren läuten gern.

Glück bedarf keines Rates.

Glück bringt Neider.

Glück fragt nicht nach Recht.

Glück gebiert Neid, Sicherheit gebiert Gefahr, Vertraulichkeit Verachtung, Wahrheit gebiert Verfolgung.


Glück geht über Witz.

Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige.

Glück hat Tück.


Glück im Spiel, Unglück in der Liebe.

Glück ist blind und macht blind.

Glück ist der Dummen Vormund.

Glück ist der Freunde Sommer.

Glück ist der Freunde Sommer und Ernte, Unglück aller Freunde Winter.

Glück ist willkommen, vorher wie nachher.

Glück kommt alle Tag, wer warten mag.

Glück lässt sich finden, behalten ist Kunst.

Glücklicher, der gern äße und hat`s nicht, als der`s hat, und mag`s nicht.

Glücklich ist der Mensch, der nicht den Dingen nachschaut, die er nicht hat, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.

Glücklich über die Bruck, verlacht man den Nepomuk.


Glücklich, wer im Besitz ist.

Glücklich, wer im Dunkel bleibt.

Glück macht Freunde, aber Not bewährt sie.

Glück macht Freunde, Unglück prüft sie.

Glück macht verrucht und Siegen verwegen.

Glück ohne Mangel, nicht ohne Angel.

Glücks kann sich niemand erwehren.

Glückt es einem, so glückt es Hunderten nicht.

Glück und Ehre haben Neid zum Gefährten.

Glück und Glas, wie leicht bricht das.
Ursprung für das Sprichwort ist das Publilius Syrus Zitat: „Glück ist aus Glas: Wenn es glänzt, zerbricht es.“

Glück und Gras, wie bald wächst das!

Glück und Heil sind Neidharts Speise.

Glück und Regenbogen sieht man nicht über dem eigenen Haus, sondern nur über dem fremden.

Glück und Unglück ist aller Morgen Frühstück.

Glück und Unglück sind zwei Eimer im Galgenbrunnen.

Glück und Unglück sind zwei Nachbarn.

Glück und Unglück tragen einander auf dem Rücken.

Glück und Unglück wandern auf einem Steig.

Glück und Weiber haben die Narren lieb.

Gnade ist besser denn Recht.

Gnade geht vor Recht.

Gnade hat kein Warum, ist Ebbe und Flut.

Gnade ziemt wohl bei der Macht.

Gold auf den Hosen und keins darin, ist Hof-Art.

Golden die Praxis, hölzern die Theorie.

Goldene Kirchen, hölzerne Herzen.

Goldener Hammer bricht eisernes Tor.

Golden Gebiss macht`s Pferd nicht besser.

Gold geht durch alle Türen, ausgenommen durch die Himmelstüre.

Gold ist Sold, dem ist man hold.

Gold liegt tief im Berge, aber der Kot am Wege.

Gold macht Menschen hold.

Gold macht taub, Glück macht blind.

Goldner Zaum macht schlechtes Pferd nicht besser.

Gold regiert die Welt.


Gott begegnet dir überall, wenn du ihn grüßen möchtest.

Gott beschert über Nacht.

Gott beschert wohl die Kuh, aber nicht den Strick dazu.

Gott beschütze mich vor meinen Freunden! Mit meinen Feinden will ich schon selbst fertig werden.

Gott bleibt nicht aus, wenn er gleich verzieht.

Gott ehre das Handwerk, sprach der Schinder zum Richter.

Gott, Eltern und Lehrern kann man nie vergelten.

Gottes Allmacht ist allzeit ausgenommen.

Gottes Auge schläft nicht.


Gottes Brot verschmähe nicht und wär' es auch in Essig geweicht.

Gottesdienst geht vor Herrendienst.

Gottes Freund, der Pfaffen Feind.

Gottes Freund und aller Menschen Feind.

Gottesfurcht ist aller Weisheit Anfang.

Gottesfurcht lebt lang.

Gottesfurcht sündigt nicht.

Gottes Gewalt und Herrengeschäfte müssen vorgehen.

Gottes Gewölbe steht fest und hat doch keine Balken.

Gottes Mühle mahlt langsam, aber klein.
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber trefflich klein.

Gottes Mühle steht oft lange still.

Gottes Rechnung fehlt nicht.

Gottes Wege sind unergründlich.

Gottes Weisheit und der Menschen Torheit regieren die Welt.

Gottes Wille hat kein Darum.

Gottes Wille sei mein Ziel.

Gottes Wort trügt nicht.

Gottes Wort wär` nicht so schwer, wenn nur der Eigennutz nicht wär`.

Gottes Wunder erben nicht.

Gottes Zeiger geht langsam, aber richtig.

Gott findet den Schuldigen.

Gott fügt, dass mir's genügt.

Gott führt gern Gleiches und Ungleiches zusammen.

Gott führt seine Heiligen wunderlich.

Gott führt wohl in die Grube, aber auch wieder hinaus.

Gott gibt alle Nacht; was er heute Abend nicht gibt, gibt er morgen zu Nacht.

Gott gibt dem Geizhals die Kost, aber der Teufel ist der Koch.

Gott gibt die Kleider nach dem Regen.

Gott gibt einem wohl den Ochsen, aber nicht bei den Hörnern.

Gott gibt, Gott nimmt.

Gott gibt leisen Wind, wenn die Schafe geschoren sind.

Gott gibt nicht einem alles.

Gott gibt nicht mehr Frost als Kleider.

Gott gibt Schultern nach der Bürde.

Gott gibt's den Seinen im Schlafe.

Gott grüßt alle Welt, aber wenige danken ihm.

Gott grüßt manchen, könnt' er ihm nur danken.

Gott hält die Bäume auf, bevor sie in den Himmel wachsen.

Gott hängt jedem ein Kläpperlein an.

Gott hat mehr, denn er je gab.

Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

Gott hilft dem Arbeitsamen (der arbeitsamen Hand).

Gott hilft dem Fleiß.
Gott hilft dem Fleiß und nicht Hans Unfleiß.

Gott hilft dem Schwachen.

Gott hilft dem Stärksten.

Gott hilft, und dem Arzte dankt man.

Gott ist alt, aber nicht krank.

Gott ist der Dummen Vormund.

Gott ist der rechte Kriegsmann.

Gott ist ein Herr, der Abt ein Mönch.

Gott ist kein Bayer, er lässt sich nicht spotten.

Gott ist mit im Schiffe.

Gott ist nicht ein so schlechter Wirt, dass er nicht eine Zeche sollte borgen können.

Gott ist überall, außer in Rom, denn da hat er seinen Statthalter.

Gott kann nicht wittern, dass es jedem gefällt, sonst kann er alles.

Gott kann wohl eine Zeche borgen.

Gott kommt langsam, aber wohl.

Gott lässt alle Jahr eine neue Welt werden.

Gott lässt der Ziege den Schwanz nicht länger wachsen, als sie ihn brauchen kann.

Gott lässt genesen, der Arzt kassiert die Spesen.

Gott lässt keinen Deutschen verderben.

Gott lässt sich allenthalben finden.

Gott lässt sich keinen Baum in den Himmel wachsen.

Gott lässt sich keinen flächsernen Bart flechten.

Gott lässt sich nicht auf den Arm malen.

Gott lässt sich nicht erlaufen.

Gott lässt sich seine Uhr von keinem Menschen stellen.

Gott lässt uns wohl sinken, aber nicht ertrinken.

Gott lieben ist die schönste Weisheit.

Gottlos, lieblos.

Gott macht genesen, und der Arzt holt die Spesen.

Gott macht gesund, und der Doktor kriegt's Geld.

Gott muss man nicht einreden.

Gott nimmt einen Schalk und schlägt damit den andern.

Gott pflegt Schälke mit Schälken zu strafen.

Gott rechnet anders als der Mensch.

Gott richt't, wenn niemand spricht.

Gott schlug nie einen Schlag, er salbt' ihn wieder.

Gott schütze uns vor Feuer und Wind und vor Arbeitern, die langsam sind.

Gott selbst kann es nicht allen recht machen.

Gott sieht das Herz an.

Gott sieht durch die Finger, aber nicht ewig.

Gott, störe meine Gegner und gib mir Geduld.

Gott straft Buben mit Buben.

Gott und den Teufel kann man nicht in ein Glas bannen.

Gott und genug.

Gott verlässt die Seinen nicht.

Gott verlässt keinen Deutschen: hungert ihn nicht, so dürstet ihn doch.

Gott versüßt den Wasserkrug und würzt den Haferbrei.

Gott walt's ist aller Bitte Mutter.

Gott weiß die Zeit.

Gott weiß wohl, warum er der Geiß den Schwanz abgehauen hat.

Gott widersteht den Hoffärtigen.

Gott windet aller Menschen Missetat auf einen Knäuel.

Graben und Hacken Macht schmale Backen.

Gram bricht auch ein starkes Herz.

Graue Haare machen niemand alt, die Haut tut es, wenn sie runzelt.

Graue Haare sind Kirchhofsblumen.

Graue Haare stehen gut auf einem jungen Kopf.

Grauer Morgen, schöner Tag.

Graues Haar wächst auch auf jungen Kopf.

Grausamkeit hat nicht viel Leut.

Greif ehrlich zu, eh dir die Hände gebunden werden.

Greif in den eigenen Busen.

Greift man den Hund beim Schwanz, so knurrt er.

Greift zu, ihr sollt Gevatter werden.

Greif zu, eh dir die Hände gebunden sind.

Gries kennt den Gramen.

Grindige Katzen leben lang.

Groben Leuten und tollen Hunden soll man aus dem Wege gehen.

Grobe Säcke muss man nicht mit Seide zunähen.
Grobe Säcke näht man nicht mit Seide.

Grobheit und Stolz wachsen auf einem Holz.

Groß denken und nichts dahinter.
(Wichtig tun und nichts ausrichten, Sprichwort von Amrum.)


Große Anschläge haben kleinen Nachdruck.

Große Bäume geben mehr Schatten als Früchte.

Große Brüste verheißen viel und geben wenig.

Große Diebe hängen (henken) die kleinen.

Große Fische fressen die kleinen.

Große Freundschaft und Geschlecht machen krumme Sachen recht.

Große Geister begegnen sich.

Große Hast kommt oft zu spät.

Große Herren denken lange.

Große Herren dürfen mit Heiligen scherzen.

Große Herren, große Sorgen.

Große Herren haben lange Hände.

Große Herren kommen am sichersten in den Himmel, wenn sie in der Wiege sterben.

Große Herren lassen sich nützen, unter reichen Fürsten ist gut sitzen.

Große Herren machen nicht viel Worte.

Große Herren müssen viel von sich reden lassen.

Große Kirchen, kleine Heilige.

Große Kunst hasst man.

Große Leute fehlen auch.

Große Männer sind nicht ohne Feinde.

Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.

Großen Herren, Fremden und Alten pflegt man Lüge für gut zu halten.

Großen Herren ist übel borgen.

Großen Herrn und schönen Frauen soll man wohl dienen, doch wenig trauen.

Große Pracht, kleine Macht.

Große Präsenz macht andächtige Priester.

Großer Herren Hennen legen Eier mit zwei Dottern.

Großer Herren Huld und Nelkenwein verriecht über Nacht.

Großer Herren Leute dünken sich was.

Großer Herrn Bitten ist Befehlen.

Großer Lärm macht keine Hochzeit.

Großer Mut und kleine Macht wird von jedermann verlacht.

Großer Reichtum hilft nicht, wenn nicht Gott den Segen spricht.

Großer Sager, kleiner Wager.

Großer Schein ohne Sein.


Großer Stein ist schwer zu werfen.


Großer Wind bringt oft nur kleinen Regen.

Große Schiffe können in See treiben, kleine müssen am Ufer bleiben.

Großes Gut, große Sorge.

Große Städte, große Sünden.

Große Stadt, große Wüstenei.

Große Wasser, große Kriege.

Groß Geld, großer Glaube.

Groß Geld, groß Sorg und Gefahr.

Groß Glück gebiert Narren.

Groß Glück, große Gefahr.

Groß Glück hält nicht lange Farbe.

Groß Gut will starken Mut.

Groß Herr, groß Recht, klein Knecht, klein Recht.

Großsein tut`s nicht allein, sonst holte die Kuh den Hasen ein.

Großtun ist keine Kunst.

Groß und faul ist auch ein Gaul.

Groß und faul ist doppelter Schaden.

Gründe aus der Münze geholt überreden am besten.

Grüne Fastnacht*9, weiße Ostern.

Grüne Kirschen werden rot, kleine Kinder werden groß.

Grünes Holz, große Hitze.

(Das bedeutet, in der Jugend sind die Menschen meist hitzig und unüberlegt.)

Grün Holz gibt mehr Rauch als Wärme.


Gruß freut den Gast und ehrt den Wirt.

Gruß kommt von Hofe.

Guck in dein eigen Häfelein.

Gunst bekommt man nicht umsonst.

Gunst Geht vor Gespunst.

Gunst geht vor Recht.

Güsse machen Flüsse.

Gut angegriffen, gut verteidigt.

Gut ausgestellt ist halb verkauft.


Gut braucht Hut.

Gut Ding will Weile haben.

Gute Antwort bricht den Zorn.

Gute Aufsicht ist halbe Erziehung.


Gute Ausrede ist drei Batzen*2 wert.

Gute Bäume tragen zeitig.

Gute Beine haben oft schlechte Stiefel.


Gute Belohnung macht willige Arbeiter.


Güte bricht einem kein Bein.

Gut edel, Blut arm.

Gute Freunde findet man nicht am Wege.

Gute Freunde sind dünn gesät.


Gute Freunde stehlen die Zeit.


Gute Freunde und treue Nachbarn sind nicht mit Geld zu bezahlen.


Gute Gedanken brauchen wenig Worte.

Gute Gedanken und gute Werke sind Geschwisterkinder, die einander immer bei der Hand führen.

Gute Haushaltung macht kleines Einkommen groß.

Gute Hut macht guten Frieden.

Gute Katzen mausen daheim und in andern Häusern.

Gute Leute, aber schlechte Musikanten.

Gute Leute sind nicht Nachbarn.

Güte macht ungütige Knechte.

Gute Magd wird gute Frau.

Gute Meinung ohne Taten geben einen magern Braten.

Gute Nacht, Tugend: hab ich Geld, so bin ich lieb.

Guten Kaufs leert den Beutel.

Gute Pfeifer, brave Säufer.

Guter Anfang, gut Behagen, das Ende muss die Last tragen.

Guter Anfang ist halbe Arbeit.

Guter Bankettier, guter Bankerottier.
(altes Sprichwort, Bankettier von bankettieren - festlich tafeln, jemand der ein Bankett oder Fest veranstaltet. Bankerottier aus dem italienischen - banco rotto gleich zerbrochener Tisch (banco - Bank) (meist der Tisch des Geldwechslers). Wenn der Tisch des Geldwechslers zerbrochen ist, ist er zahlungsunfähig - bankrott. Das bedeutet, wer große und verschwenderische Bankette veranstaltet, wird bald bankrott, das heißt, zahlungsunfähig sein.)

Guter Baum trägt zeitig.

Güter brauchen Hüter.

Guter Dienst bleibt unverloren.

Guter Freund, ein edles Kleinod*17.

Guter Freunde Schelten und Versöhnen findet sich von selbst.

Guter Freund kommt ungeladen.

Guter Gast kommt ungeladen.

Guter Gesell, böser Kindvater.

Guter Gruß, gute Antwort.

Guter Gruß, halbe Speise.

Guter Gruß ist vieler Krankheit Buß.

Guter Herren Bitte ist Mordgeschrei.

Guter Hund, so die Fährte nicht verliert.

Guter Hund, so nur einem Wilde nachjagt.

Guter Keller, halber Brauer.

Guter Kohl, schlechtes Heu.

Guter Lehrling, guter Meister.

Guter Leumund ist ein zweites Erbteil.

Guter Lohn macht hurtige Hände.

Guter Mann ist guter Seide wert.

Guter Meister macht gute Jünger.

Güter müssen sich selbst verteidigen.

Guter Mut, halbe Arbeit.

Guter Mut, halber Leib (Hüt dich, Narr, und nimm kein Weib).

Guter Mut ist tägliches Wohlleben.

Guter Mut macht gutes Blut.

Guter Nachbar ist besser als Bruder in der Ferne.

Guter Name ist schönes Heiratsgut.

Guter Rat ist Goldes wert.

Guter Rat ist teuer.

Guter Rat kommt über Nacht.

Guter Same geht bald auf.

Guter Schein, falscher Schatten.

Guter Schreiber ist aller Ehren wert.

Guter Soldat erwägt seine Tat.

Guter Soldat – hinter dem Ofen.

Guter Umgang verbessert schlechte Sitten.

Guter Wein lehrt gut Latein.

Guter Wille erhält das Regiment.

Guter Wille geht vor Gold.

Guter Wille hat geschwinde Füße.

Guter Wille ist kein Erbe.

Guter Wille ist kein Recht.

Guter Wille muss am Ende betteln gehn.

Guter Wille tut viel, aber nicht alles.

Gute Saat, gute Ernte.

Gute Sänger, gute Schlemmer.

Gute Sänger, wenn sie fehlen, fangen von vornen an.

Gute Schwimmer ertrinken gar.

Gutes Gewissen ist täglich Wohlleben.

Gute Singer, gute Schlinger.

Gutes Spiel mag wohl zuviel sein.

Gutes Wort findet guten Ort.

Gute Tage kosten Geld.

Gute Tage stehlen das Herz.


Gute Tage wollen starke Beine haben.


Gute Tat wird zu guter Nachbarschaft führen.


Gute Vorsätze sind ein gepflasterter Weg zur Hölle.


Gute Vorsätze und Aprilsonne währen nicht lange.


Gute Ware lobt sich selbst.


Gute Worte müssen böse Ware verkaufen.

Gute Worte und nichts dahinter geben sie im Sommer und Winter.

(auch: Viel Lärm und nichts dahinter.)

Gute Worte, Zaum und Sporen machen das Pferd fromm.

Gut Exempel, halbe Predigt.

Gute Zeiten machen schlechte Menschen.

Gute Zimmerleute machen wenig Späne.


Gute Zucht, gute Frucht.

Gut Feuer macht fertigen Koch.

Gut Freund, gut Pfand.

Gut gefrühstückt, spürt man den ganzen Tag. Gut geschlachtet, das ganze Jahr. Gut geheiratet, das ganze Leben.
Gut Gewissen und armer Herd ist Gott und aller Ehren wert.
Gut gekaut ist halb verdaut.

Gut gemeint wird oft beweint.

Gut genug taugt selten viel.

Gut gesessen ist halb gegessen.

Gut Gespräch kürzt den Weg.

Gut Gewissen macht ein fröhlich Gesicht.

Gut Gewissen und armer Herd ist Gott und aller Ehren wert.

Gut gewonnen ist gut zu halten.

Gut hilft nicht für Armut.

Gut ist der Freunde Rat, aber ihn nicht brauchen ist besser.

Gut ist gut, wenn man gut mit tut.

Gut kommt nicht von Geuden.
(geuden = altdeutsches Wort von dessen Bedeutungen vergeudung geblieben ist, vergeuden, nutzlos vertun, verschwenden, ein Vermögen durchbringen.)

Gut Korn geht nicht verloren.

Gut Land, feige Leute.

Gut leben, lange leben.

Gut Leben und gesunde Tage stehen nicht in einem Hage.
(behagen = gefallen, wohlgefällig, in einem Hage = in einem behaglichen, gehegten, wohlgefälligen und gesicherten Ort sein.)

Gutlos ist besser denn ehrlos.

Gut macht Mut, Mut macht Übermut, Übermut tut selten gut.
(Übermut gibt es in verschiedenem Zusammenhang: „Überfluss macht Übermut, und Übermut tut selten gut.“ „Übermut tut selten gut.“ Früher bedeutete er Hochmut, leichtfertig, mutwillig oder tollkühn oder überheblich, was öfter Strafen nach sich zog.)

Gut macht Mut, Mut macht Hochmut, Hochmut macht Neid, Neid macht Streit, Streit macht Armut, Armut macht Demut.

Gut macht Übermut, Armut macht Demut.

Gut meinen bringt oft Weinen.

Gut Pferd, das nie stolpert, gut Weib, das nie holpert.


Gut Recht bedarf oft guter Hilfe.


Gut schlafen ist so gut, wie gut essen.

Gutschmecke macht Bettelsäcke.

Gut verloren, etwas verloren; Ehre verloren, viel verloren; Gott verloren, alles verloren.

Gut Werkzeug, gute Arbeit.

Gut will zu Gut.

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