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Deutsche Sprichworte
Über 13.000 deutsche Sprichwörter auf 35 Seiten
G - Ge
Gaben, die ein Armer einem Reichen gibt, sind Bettelei.

Gaben, die einmal gegeben, soll man nicht wiederum fordern.


Gaben machen kein Christen, sondern der Glaube.


Gaben macht der Wille gut.

Gaben verblenden weiser Leute Augen.

Gaben vom Feind sind selten gut gemeint.


Gabe oder Kauf wandelt nicht das Gut, sondern die Herrschaft.


Gäb' es keine Narren, so gäb' es keine Weisen.

Galgen und Orden werden oft auf demselben Wege erworben.


Galle bleibt Galle, wenn man sie auch mit Honig bestreicht.


Gämsen steigen hoch und werden doch gefangen.

Gänse und Weiber hören nicht auf zu schnattern und wenn man sie zu Tode füttert.

Ganz bekannt, halb gebüßt.

Ganze Beine sind besser als ein gemästeter Bauch.

Garaus macht böse Hosen.

Garaus, so wird ein voller Bruder draus.

Garnstellen fängt nicht Vögel, sondern Zuziehen.

Gar oft den Armut widerfährt, der sein Gut unnützlich verzehrt.

Garten muss man warten.

Gartenwerk, Wartenwerk.

Gar zu gut ist halb schlimm.

Gar zu höflich ist bäurisch.

Gar zu höflich sein ist auch eine Grobheit.

Gassenengel, Hausteufel!

Gäste, die nachmittags kommen, bleiben gern über Nacht.

Gast und Fisch bleiben kaum drei Tage frisch.


Gebare jung und tu als ein Alter.


Gegeben gut gehört sich viel.

Geben kann ein jeder, was (wie viel) er will, aber nehmen darf er nur nach Verdienst.

Geben ist seliger denn Nehmen.


Geben und doch behalten gilt nichts.


Geben und Wiedergeben hält die Freundschaft zusammen.

Gebet ohne Inbrunst, Vogel ohne Flügel.

Gebetteltes Brot schmeckt süß.

Gebieten ohne Straf und Macht, macht Herren und Gebot veracht.

Geborstener Hafen*12 bricht zuletzt.

Gebot ohne Glauben lehren macht Heuchler.

Gebrannte Kinder scheuen das Feuer.

Gebranntes Kind scheut das Feuer.

Gebrannt ist nicht gebraten.

Gebrauchter Pflug blinkt, stehend Wasser stinkt.

Gebrauchter Schlüssel ist immer blank.

Gebrauchte Rut wirft Gott in die Glut.

Gebrauch tut mehr als Meisterlehr.

Gebrühte Katze scheut auch das kalte Wasser.

Gebt der Frau Flügel, und sie ist entweder ein Engel oder eine Gans.

Geburt ist etwas, Bildung mehr.


Geburt macht nicht edel.

Geburt macht weder bös noch gut.

Gecken lassen sich leichtlich schrecken.

Gedanken leiden keinen Zwang.

Gedanken sind frei.
Gedanken sind zollfrei.

Gedanken sind zollfrei, aber nicht höllenfrei.

Gedinge bricht Landrecht.

Gedingt Pferd macht kurze Meilen*20.

Geduld die beste Arznei, in allem Leid und Unglück sei.

Geduld frisst den Teufel.

Geduldiger Schafe gehen viel in einen Stall – ungeduldiger noch mehr.

Geduld ist das beste Kraut im Unglück.


Geduld ist das beste Pflaster für alle Schwären.

Geduld ist der Seelen Schild.

Geduld ist die Seelenspeis.

Geduld ist ein edel Kraut, wächst aber nicht in allen Gärten.

Geduld ist ein Pflaster für alle Wunden.

Geduld ist stärker denn Diamant.

Geduld lädt Gewalt zu Haus.

Geduld macht aus einem Feind oft einen Freund.

Geduld überwindet alles.


Geduld überwindet Holzäpfel.

Geduld überwindet Schweinsbraten.

Geduld und Batzen*2 gehen viel in einen Sack.

Geduld und Heiterkeit siegen allezeit.

Geduld und Zeit lindern alle Traurigkeit.

Geduld verdauet alle Not und verschlingt zuletzt den Tod.


Geduld, Vernunft un Havergrüt, de sünd to allen Dingen nüt.

(Sprichwort aus Lübeck.)

Geduld wird alle Wege ebnen.


Geduld zu hoch gespannt wird rasend.

Geehrt werden und kitzeln tut wohl.

Gefahr erhöht den Genuss.


Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden.


Gefahr muss man mit Gefahr überwinden (vertreiben).


Gefährte munter kürzt die Meilen*20.

Gefahr wird nicht ohne Gefahr vertrieben.

Gefällt der Henne der Hahn, so gefällt ihr auch der Hühnerhof.


Geflickte Freundschaft wird selten wieder ganz.


Gefundenes verholen ist so gut wie gestohlen.

Gefunden, gefunden wiedergib, geschenktes Gut nimmer gib.

Gegen den Backofen ist übel gähnen.

Gegen den Frost hilft kein Zittern.

Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.

Gegen den Wind beweist sich die Freundschaft.


Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

Gegensätze ziehen sich an.


Gegenwehr ist nicht verboten.

Gegessen Brot ist bald vergessen.

Gegessen Brot soll man gedenken.

Gegessen muss sein, und wenn jeder Baum ein Galgen wäre.

Geh die gemeine Landstraße, es kann nicht jeder auf dem Seile gehen.

Gehe dem Bach nach und du findest das Meer.

Geheime Unzucht, offene Schande.

Gehe nicht zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst.

Gehgemach und Lebelang sind Brüder.

Geh hin und werd ein Krämer, sagt der Henker zu seinem Knecht.

Geh ins Beinhaus und lies eines Edelmanns Kopf heraus.

Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.

Geh nicht in Nachbars Haus, du trägst wenig Ehre heraus.

Geh nicht tiefer ins Wasser, als du schwimmen kannst.


Geh nicht zu armer Bursch zu Gast, so du dein Speis nicht bei dir hast.

Gehorchen ist leichter als Befehlen.

Gehorsam ist besser denn Opfer.

Gehorsam macht fromm.

Gehorsam und Geduld wachsen nicht im Frauengarten (Weibergarten).

Geht der Handel nicht so, wie du willst, so geh, wie er will.


Geht der Wagen wohl, so hängt sich der Neid daran.

Geht es an die Steuer zum gemeinen Nutzen, so sucht jedermann den Bettelmantel hervor.

Geht Kunz hin, so kommt Hinz wieder.

Geht’s nicht grad, geht’s krumm.

Geht’s, so ist es gut, geht’s nicht, so ists auch gut.


Geige den Leuten, wie du willst, du geigst selten allen recht.

Geiger und Pfeifer sind keine Scherenschleifer.

Geist ist gut, aber Verstand besser.

Geistlich um den Kopf, weltlich um den Bauch war vor alters junger Nonnen Brauch.

Geizhalses Gut, des Teufels Opferherd.

Geiz ist die größte Armut.

Geiz sucht seinen Himmel im Kot.

Geiz und Ehr treibt über Meer.

Geiz und Verstopfung gehen Hand in Hand.

Gekränkte Liebe hat einen Freund im Himmel.

Gelbe Butter am Spunde ist nicht immer gut auf dem Grunde.

Geld allein macht nicht glücklich.

Geld behält das Feld, spielt den Meister in der Welt.

Geld bringt Gunst, aber nicht Kunst.

Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.

Geld, das tät's.

Geld erklärt den Text und die Glosse.

Geld fährt auf hohen Schlitten, Armut muss zu Fuße gehn.

Geld führt den Krieg.

Geld genommen, um Freiheit gekommen.

Geld hat einen feigen Hals.

Geld hat keine Zipfel.

Geld hat manchen an den Galgen gebracht.

Geld heißt Junker.

Geld her, Geld her, klingen die Glocken, wenn gleich (wennschon) der Pfaff tot ist.

Geldhunger, wen machst du nicht zum Unger?

Geld im Beutel vertreibt die Schwermut.

Geld im Säckel duzt den Wirt.

Geld ist der Adel, Geld ist ohne Tadel.

Geld ist der größte Held.

Geld ist der Mann, der`s kann.

Geld ist der Meister.

Geld ist der Nerv.

Geld ist die beste Ware, sie gilt Sommer und Winter.

Geld ist die Losung.

Geld ist die Welt und die Welt ist Geld.

Geld ist ein Pflaster für alle (Schäden).

Geld ist Königin, Tugend und Kunst ihre Schüsselwascherinnen.

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts.

Geld kann den Teufel in ein Glas bannen.

Geld kann nicht Unrecht tun.

Geld kann Tugend nicht ersetzen.

Geld macht den Markt.

Geld macht nicht reich, es sei denn reich das Herz zugleich.

Geld macht Schälke.

Geld regiert die Welt.

Geld schließt auch die Hölle auf.

Geld schweigt nicht, wo es ist.

Geldsüchtig, Wassersüchtig.

Geld um Dienst ist nicht dankenswert.

Geld und Freundschaft trotzen der Gerechtigkeit.

Geld verloren, nichts verloren, Mut verloren, viel verloren, Ehre verloren, alles verloren.

Geld vor, Recht nach.

Geld will einen guten Vormund haben.

Geld wird nicht gehenkt.

Gelegenheit hat vorn langes, hinten kurzes Haar.

Gelegenheit macht Diebe.

Gelegenheit macht Liebe.

Gelehrte Hasen fängt man im Schulgarn.

Gelehrte Leute sind auch oft große Narren.

Gelehrte Leute und Bienen müssen wohl in acht genommen werden.

Gelehrte Leute wissen's, tapfre tun's.

Gelehrten ist gut predigen.

Gelehrter Witz ist selten nütz.

Gelehrte sagen, ich hab's gelesen, Soldaten, ich hab's getan.

Geliehen Geld soll man lachend bezahlen.

Geliehen Gold wird Blei, wenn man's wiederfordert.

Gelinder Arzt bei faulem Schaden macht Übel ärger.

Gelindes Feuer gibt süßes Malz.

Geloben ist adlig, halten bäurisch.

Geloben ist ehrlich, halten beschwerlich.

Gelübde bricht Landrecht.

Gemach fährt den Berg hinauf.

Gemach geht auch weit.

Gemach in die Kohlen geblasen, so fährt dir kein Staub in die Nasen.

Gemach ins Dorf, die Bauern sind trunken!

Gemach ins Dorf, die Bauern sitzen über den Eiern.

Gemach wird das Kleine groß, jählings das Große klein.

Gemalte Blumen riechen nicht.

Gemalte Rosen duften nicht.


Gemeine Gefahr macht die Leute einig.

(Eine allgemeine Gefahr, die für alle gefährlich ist und alle die gleichen Interessen haben kann alle einigen. Wie sich bei mancher Gelegenheit gezeigt hat, versuchen manche aber, einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen.)


Gemeine Hand baut das Land.

Gemeines Gut geht zumeist verloren.

Gemeines Unglück ist leicht verschmerzt.

Gemeine Verzeihung hat keine Kraft.

Gemein Gebet und gemeiner Fluch vermögen viel.

Gemein Geplärr ist nie ganz leer.

Gemeiniglich, wenn man unter die Hunde wirft, so trifft man einen.

Gemein ist selten ein.

Gemein ist unrein.

Gemeinsam sind wir stark.

Gemeinsam Unglück rüstet wohl.


Genäsch will Streiche (haben).

Genau gedingt und gleich bezahlt, macht den besten Kauf.
Genau gedungen und richtig bezahlt.

General oder gar Korporal.

Genieße deine Kraft, man lebt nur, wenn man schafft.

Genug geht viel in einen Sack.

Genug haben ist mehr als viel haben.

Genug ist besser als zu viel.

Genug ist genug, hat der Geiger gegeigt.

Genug ist über einen Sack voll.

Genug macht Unruhe.

Geradedurch, das hält den Stich.

Gerade hat viel Ungerade.

Geradeheraus ist Meister.

Geradeweg, wie der Teufel die Bauern holt.

Gerade - wie grün Holz hinter dem Ofen getrocknet.

Geradezu gibt guten Renner.

Geradezu gibt gute Schützen.

Geradezu ist der nächste Weg.

Gerät der erste Wurf nicht, so fällt die Birne beim zweiten.

Gerechte tun das Rechte recht.

Gered't ist gered't, man kann's mit keinem Schwamm auswischen.

Gerhaber (Vormünder) sind Gernhaber.

Geringer Leute Zorn ist nicht wert ein Haferkorn.

Gern gesehn kommt ungebeten.

Gerste mit gutem Aufgang wird selten lang.

Gerüchte ist der Klage Anfang.

Gerücht, Glaub' und Augen zum Scherze nicht taugen.

Gesamt Gut, verdammt Gut.

Geschäftig wie eine Katze, die sieben Töpfe zugleich zu lecken hat.

Geschehene Dinge haben keine Umkehr.

Geschehene Dinge leiden keinen Rat.

Geschehenes zum Besten wende, dass Schaden sich mit Nutzen ende.

Geschehen ist geschehen.

Gescheite Hähne frisst der Fuchs auch.

Gescheite Hündlein trägt der Wolf ins Holz.

Gescheite Leute müssen keine Narren sein.

Geschenke bringen Ränke.

Geschenke haben ihre Schwänke.

Geschenke halten die Freundschaft warm.

Geschenke machen dem Wort Gelenke.

Geschenke müssen sich gleich bleiben oder wachsen.

Geschenk macht leibeigen.

Geschenktem Gaul sieh nicht ins Maul: nimm's, die Haut ist dankenswert.

Geschenkter Essig ist besser als gekaufter Honig.

Geschenkt Gut ist ehrlich Gut.

Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen.

Geschenkt und wieder genommen ist gestohlen.

Geschenkt und wieder genommen ist schlimmer als gestohlen.

Geschieht's, man sieht's.

Geschleck will Streiche haben.

Gescholtene Kräuter isst man am liebsten.

Geschrei hat oft gelogen, nicht immer betrogen.

Geschrei macht den Wolf größer, als er ist.

Geschriebenes Recht ist ein breites, dünnes Netz, die Mücken bleiben drin hängen, die Hummeln brechen hindurch.

Geschriebenes Recht ist eine große Glocke: wenn nur der Schwengel nicht so leicht herunterfiele.

Geschwätziger Feind ist schlimmer, denn der da schweigt.

Geschwätzigkeit bringt Herzeleid.

Geschwind! eh die Katz ein Ei legt und die Bücklinge lammen.

Geschwinde zum Hut und langsam zum Beutel.

Geschwindigkeit ist keine Hexerei.

Geschwind wie der Wind, wer nicht sieht, der ist blind.

Geschwister vertragen sich gern, sind sie einige Meilen*20 fern.

Gesellensitten und Räuden erben.

Gesellentreue nicht besteht, Eheweibs Treu über alles geht. Brüder und Mütter lieben sehr, aber ein Eheweib noch viel mehr.

Gesellentreue selten besteht, Ehweibstreu über alles geht.

Gesellschaft malt einen am besten.

Gesetze macht man nicht wie Karnickel.

Gesetz muss Gesetz brechen.

Gesetz ohne Strafe, Glocke ohne Klöppel.

Gesetz weicht der Gnade.

Gesinde soll weder finden noch verlieren.

Gesottenem Fisch hilft das Wasser nichts.

Gespalten Geschirr klappert.

Gespalten Holz fängt leicht (gerne) Feuer.

Gespaltne Glocke hat bösen Laut.

Gespenster musst du nicht zitieren, du wollest dich denn selbst vexieren.
(vexieren - vom lat. vexare = stark bewegen, schütteln, plagen, quälen, alter Ausdruck für: irreführen; ärgern; quälen; necken.)

Gespött zerreißt dir kein Bett.

Gestochen ist nicht gehauen.

Gestohlen Brot schmeckt wohl.

Gestohlen Gut liegt hart im Magen.

Gestohlen Wasser ist Malvasier.
(Malvasier = nach dem italienischen Namen Malvasia für die griechischen Stadt Monemvassia für einen likörartig süßen und schwerer Weißwein, der von dort kommt.)

Gestohlne Katzen mausen gern.

Gestrenge Herren regieren nicht lange.
(Dieses Sprichwort geht zurück auf die Tragödie Medea von Seneca. Im Stück heißt es: Ungerechte Gewaltherrschaft ist nicht von ewiger Dauer.)

Gesucht wie der Pelz im Sommer.

Gesunde Beine bedürfen keiner Krücke.

Gesunder Zahn kaut Brot zum Marzipan.


Gesundheit ist der größte Reichtum.

Gesundheit ist leichter verloren als wiedergewonnen.

Gesundheit schätzt man erst, wenn man krank wird.


Gesundheit und Geld durchstreifen die Welt.

Gesund und arbeitsam verzehrt das Seine nimmermehr.

Getauscht ist getauscht.

Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Geteiltes Leid ist halbes Leid.

(Ursprung der beiden vorangegangenen Sprichwörter sind die Fragmente aus Christoph August Tiedges (1752 - 1841) Urania. Liebe und Freundschaft erscheinen als Gesandte des Himmels. Im Original: Sei hochbeseligt oder leide: Das Herz bedarf ein zweites Herz. Geteilte Freud' ist doppelt Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz.)

Getreuen Diener findet man nicht auf dem Trödelmarkt.

Getreuen Dienst lohnt Gott.

Getreuer Diener ist ein verborgener Schatz.

Getreuer Herr, getreuer Knecht.

Getroffene Hunde bellen.

Gevatter übern Zaun, Gevatter wieder herüber.

Gewährsmann haben hilft nicht.

Gewalt führt die Kuh nicht in den Stall.

Gewalt geht vor Recht.
(Das klagt manch armer Knecht).

Gewalt kann man mit Gewalt vertreiben.

Gewalt macht schnellen Vertrag.


Gewalt schafft Gewalt.


Gewalt soll gütig sein.

Gewalt und Lügen nicht lange trügen.

Gewalt wird leicht vermessen.

Gewalt wird nicht alt.

Gewärmte Essen munden nicht.

Gewarnter Mann ist halb gerettet.

Gewinnen fängt an mit Beginnen.

Gewinnen ist der Abend vor Verlieren.

Gewinn geht über Scham.

Gewinn ich nichts, so verlier ich nichts.

Gewinn ist nicht Gewinn, er sei denn gerecht.

Gewinn riecht gut, und wenn er aus dem Abtritt käme.

Gewinn schmeckt fein, so klein er mag sein.

Gewinn wagt alles.

Gewinn will Beine haben.

Gewissen ist die Gewissheit, dass man sich später für gewisse Taten schämen würde.

Gewiss geht vor Ungewiss.

Gewohnheit entschuldigt nicht, sondern erschwert.

Gewohnheit hat leichte Bürde.

Gewohnheit ist die andere Natur.

Gewohnheit ist König über den Verstand.

Gewohnheit ist wie ein eisern Hemd.


Gewohnheit lindert alle Dinge.

Gewohnheit wächst mit den Jahren.

Gewohnheit will Recht haben.

Gewohn's, so kommt's dich nicht hart an.

Gewonnen, wo Geld steht!

Gezwungen Ding besteht nicht.

Gezwungene Ehe des (bringt) Herzens Wehe.

Gezwungene Liebe und gefärbte Schönheit halten nicht Farbe.

Gezwungene Liebe und gemalte Wangen dauern nicht.

Gezwungener Dienst hat keine Kraft.

Gezwungener Eid ist Gott leid.

Gezwungener Wille ist Unwille.


Gezwungen trägt der Esel Säcke, ledig tät` er keinen Schritt.

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