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Deutsche Sprichworte
K bis L
Kalbfleisch ist Halbfleisch.
(Leichtsinnige und unerfahrene junge Leute in Staatsämtern und Würden sind Kalbfleisch.)

Kalbfleisch und Kuhfleisch kochen nicht zugleich.

Kalte Hände, warme Liebe.


Kalt Eisen brennt nicht.


Kann man den Feind nicht schlagen, so muss man ihn schrecken.


Kannst du das Geld brauchen, so bist du sein Herr, wo nicht sein Knecht.


Kannst du Karren schieben, kannst du Arbeit kriegen.


Kannst du nicht mit Wagen fahren, so fahre mit einem Karren.


Kannst du nicht Pfaff werden, so bleibe Küster.


Kannst du nicht werden Magister, so bleib ein Küster.

Kannst du's, so treib es; weißt du's, so üb es.

Kannst du was, dann bist du was. Bist du was, dann hast du was.


Kappen, Kleider und Kalk verdecken manchen Schalk.


Kappen machen keine Mönche.


Kartenspiel ist des Teufels Gebetbuch.

Kassenschlüssel schließen alle Schlösser.

Kastrat ist ein Kammerherr, dem man beide Knöpfe abgeschnitten und nur den Schlüssel gelassen hat.

Käs und Brot, besser als der bittre Tod.

Käs und Brot macht Wangen rot.


Katz aus dem Haus, rührt sich die Maus.


Katzengebet dringt nicht in den Himmel.


Kauf bedarf hundert Augen, Verkauf hat an einem genug.

Kaufe deines Nachbarn Rind und freie deines Nachbarn Kind.

Kaufen ist wohlfeiler denn bitten.

Kaufe, was du nicht brauchst, so wirst du bald verkaufen müssen, was du brauchst.

Kauf in der Zeit, so hast du in der Not.


Kehre jeder vor seiner eigenen Tür.

Kehr erst vor deiner Tür; dann hilf dem Nachbarn.

Kein Ackersmann so gut, er ziehe wohl krumme Furchen.


Kein Armer soll verachtet werden, denn Christus war auch arm auf Erden.


Kein Baum fällt auf den ersten Streich.
Es fällt kein Baum auf einen Hieb.

Kein besser Werkzeug als Menschenhände.

Kein Bettler erschrickt vor einem großen Stück.


Kein Bettler ist je hungers gestorben.


Kein braver Mann fällt (einen) von hinten an.


Kein Brot ist zu hart, aber kein Brot ist hart.


Kein Ding ist so gering, es ist einer Bitte wert.


Kein Dorf so klein, es hat jährlich seine Kirmes.


Keine Antwort ist auch eine Antwort.


Keine Elster heckt eine Taube.

Keine festere Mauer denn Einigkeit.

Keine Freud ohne Leid.


Keine Hut ist so gut, als die ein Weib sich selber tut.

Keine Kapelle so klein, des Jahres muss einmal Kirmes drin sein.

Keine Katze so glatt, sie hat scharfe Nägel.

Keine Kette ist stärker als ihr schwächstes Glied.


Keine Krone hilft vor Kopfweh.


Keine Kunst, eine gute Sache zu gewinnen, sondern eine böse.

Keine Liebe ohne Eifersucht. (Ohne Eifersucht keine Liebe.)

Keine Mönchskappe so heilig, der Teufel kann drein schlüpfen.

Keine Mutter trägt einen Bastard.
Keine Rose so schön, dass sie nicht auch endlich welkte.
Keine Nachricht, gute Nachricht.

Keiner, der nicht nach Adam schmecke und der Eva Unterröcke.

Keine Regel ohne Ausnahme.

(Sprichwort auch in Italien)

Keiner ist so klug, dass er nicht ein wenig Narrheit übrig hätte.

Keiner ist zu klein, ein Meister zu sein.

Keiner kann nichts und keiner kann alles.


Keine Rose ist ohne Dornen.

Keine Rose so schön, dass sie nicht auch endlich welkte.


Keiner so alt, der nicht noch ein Jahr leben will, und keiner so jung, der nicht heute sterben kann.


Keine schönere Konkordanz*14, denn so Herz und Mund zusammenstimmen.

Kein Fisch ohne Gräte, kein Mensch ohne Mängel.

Kein Gebiet ist so klein, dass sich darauf nicht Größe entfalten könnte.

Kein Gefängnis ist schön und keine Braut hässlich.

Kein Genuss ohne Verdruss.


Kein Gewand kleidet schöner als Demut.


Kein gräulicher Aas denn von Menschen.


Kein größerer Dieb ist als der Schlaf: Er raubt uns das halbe Leben.

Kein großer Mann begeht eine kleine Torheit.

Kein Harnisch schützt wider den Tod.


Kein Haus ohne Maus, keine Scheuer*21
ohne Korn, keine Ros ohne Dorn.

Kein Honig ohne Gift.

Kein Huhn scharrt umsonst.

Kein Kleid steht den Weibern (einer Frau) besser als Schweigen.


Kein Korn ohne Spreu.


Kein Kram ist so gut, man find't auch böse Ware drin.


Kein Kranz schützt vor Kopfweh.


Kein Lieb ohn Leid.


Kein Mahl taugt ohne Brot.

Kein Mai währt sieben Monate.

Kein Mann ohne Wolfszahn, kein Roß ohne Tücke, kein Weib ohne Teufel.

Kein Meister ist so gut, der nicht noch zu lernen hätte.


Kein Mensch muss müssen.

Kein Mist düngt besser, als den der Herr mit den Füßen auf den Acker trägt.


Kein Nachteil, er hat seinen Vorteil.


Kein Narr war je so dumm, er fand einen, der ihn für klug hielt.

(Sprichwort in Italien: Ein Dummkopf findet immer einen anderen Dummkopf, der ihn bewundert.)


Kein Opfer ohne Salz.


Kein Panzer hilft wider den Galgen.


Kein Pfaffe gibt ein Opfer wieder.


Kein Pfaffenrock so heilig, der Teufel schlüpft hinein.


Kein Rat ist gut, man folge ihm denn.


Kein Rauch ohne Feuer.

(Eine Ausrede dafür, dass bei Gerüchten oder übler Nachrede auch bei bewiesener Unwahrheit, von einigen Menschen trotzdem falsche Behauptungen geglaubt und weitererzählt werden. Das Sprichwort soll andeuten, alles hat seine Ursache, jedes Gerücht hat einen Grund, also ist etwas dran. Der Grund muss aber nicht Gegenstand des Gerüchtes sein, der Urheber kann damit etwas bezwecken und selbst der Grund sein! Absichtliche Verleumdungen und Falschmeldungen können absichtlich verbreitet werden, um jemanden oder etwas zu Schaden zuzufügen. In weiteren Sprichwörtern sind neben Rauch (Gerüchten) auch böse Weiber, Wanzen und anderes als die Ursache aufgeführt, die aber keine Wärme, das heißt, keinen Nutzen bringen. Ei anderes Sprichwort sagt: Viel Rauch, wenig Feuer, das heißt: viel Gerede und nichts dahinter. Trotzdem fallen immer wieder viele Menschen auf Gerüchte und Falschmeldungen herein, besonders bei Großprojekten (A7-Ausbau in Hamburg und Schleswig-Holstein) oder in der Öffentlichkeit stehende Personen (Bundespräsidenten), die sich später als haltlos erweisen. Manchmal sind auch nur Missverständnisse schuld an der großen Aufregung. Schon im Deutschen Sprichwörter-Lexikon von 1867 bis 1880 herausgegeben von Karl Friedrich Wilhelm Wander, wird mangelnde Bildung der Menschen und unangemessene Gesetzgebung verantwortlich gemacht.)

Kein Schalk ist so verlogen, er wird wohl selbst betrogen.


Kein schärfer Schwert, denn das für Freiheit streitet!


Kein Schermesser schärfer schert, als wenn der Bauer ein Herr wird.

(Wenn ein von seinen Vorgesetzten oft ungerecht oder lieblos behandelter Mensch selbst über andere zu bestimmen hat, ist es nicht verwunderlich, wenn er genauso handelt.)


Kein Schlag zu viel, als der daneben fällt.


Kein Spiel, so nicht seinen Vorteil hätte.


Kein Tanz, der Teufel hat dabei den Schwanz.


Kein teurer Fleisch als Roß- und Weiberfleisch.


Kein Töpfchen so schief, es findet sich ein Deckelchen drauf.


Kein Übermut entläuft der Rut.

Kein Unglück so groß, es ist ein Glück dabei.

Kein Vogel fliegt so hoch, er kommt wieder auf die Erde.


Kein Vorteil ohne Nachteil.


Kein Warum ohne ein Darum.

Kein Wässerchen so klar, es trübt sich einmal.

Kein Weg ist lang mit einem guten Freund als Begleiter.


Kein Weg ist zu weit, wenn die Liebe treibt.

Kein weiser Mann ward je genannt, bei dem sich keine Torheit fand.


Kein Wurm so klein, er krümmt sich, wenn er getreten wird.


Kennst du einen, so kennst du alle.


Kinder findet man nicht auf dem Mist.


Kinder leckt man nicht aus dem Schnee.


Kinder schöpft man nicht aus dem Brunnen.

Kinder, Schweine und Hühner sind nie satt.


Kinder und Narren sagen die Wahrheit.

Kinderzeugen ist keine Zwangsarbeit.


Kindeshand ist bald gefüllt, Kindeszorn ist bald gestillt.

Kirchenbuße*12 ist kein Staubbesen.

Kirchengehen macht nicht selig, aber Nichtgehen macht verdammt.

Kirchengehen säumet nicht.

Kirchengut hat Adlersfedern.

Kirchengut hat eiserne Zähne.

Kirchengut kommt nicht auf den dritten Erben.

Kirschen essen ist herrlich, aber auf den Baum steigen ist gefährlich.

Klage ist des Händlers Gruß.


Klagen füllt nicht den Magen.


Klag ich dem Nachbarn mein Leid, wird es noch einmal so breit.


Klag niemand dein Leid, so wird es nicht breit.

Klappern gehört zum Handwerk.

Klarem Himmel und lachendem Herren ist nicht zu trauen.

Klatschweiber hecheln alles durch.


Kleider fressen die Motten und Sorgen das Herz.
Kleider fressen die Motten, Herzen die Sorge, den Neidhart der Neid.

Kleider machen Leute, Lumpen machen Läuse.
(Sprichwort in Polen: Wie man dich sieht, so beschreibt man dich.)


Kleine Birne, langer Stiel.

Kleine Brunnen sind leicht erschöpft.

Kleine Diebe hängt man an den Galgen, die großen an goldene Ketten.


Kleine Diebe hängt man (auf), die großen lässt man laufen.


Kleine Diebe hängt man ins Feld, die großen ins Geld.

Kleine Diebe hängt man, vor großen zieht man den Hut ab.

Kleine (kurze) Fädchen, fleißige Mädchen; großer Faden, faule Maden.

(Wer beim Nähen faul ist, näht nicht viel und es bleibt ein langer Faden, wer fleißig näht, verbrauch viel Faden und es bleiben nur kurze Reste.)

Kleine Feinde und kleine Wunden verachtet kein Weiser.


Kleine Freuden sind Blumen im Teppich des Lebens.


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.


Kleine Glöckchen klingen auch.

Kleine Hände müssen sich nicht mit großen messen.


Kleine Heilige tun auch Zeichen.


Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen.

Kleine Kinder spielen gern, große noch viel lieber.


Kleine Leute müssen sich mit dem Maul wehren.

Kleine Löchlein machen das Schiff voll Wasser.

Kleine Mäuse haben auch Schwänze.

Kleinen Leuten liegt der Dreck nahe beim Herzen.

Kleiner Leute halber ging nie eine Schlacht verloren.

Kleiner Rauch beißt mich nicht.
(Das bedeutet, kleine Übel kann man ertragen, ohne sich von kleinen Ärgernissen aus der Fassung bringen zu lassen.)

Kleiner Verdruss bringt oft großen Genuss.


Kleiner Vorteil macht großen Schalk.


Kleiner Zank, großer Stank.


Kleine Schiffe müssen sich ans Ufer halten.


Kleine Sorgen machen viele Worte, große sind stumm.

Kleine Töpfe haben auch Ohren.

Kleine Töpfe kochen leicht über.


Klein und dick gibt auch ein Stück.

Kleinvieh macht auch Mist.

Klingende Beweise überführen am besten.

Klingt es nicht, so klappert's doch.

Klopf auf den Busch, so fliegen die Vögel heraus.

Kluge Kinder leben nicht lange.


Kluge Leute fehlen auch.


Kluger Dieb hält sein Nest rein.


Klug wird man nur aus Erfahrung.


Knapp daneben ist auch vorbei.


Knappen und Pfaffenehen werden im Mai gemacht.


Knapp vorbei ist auch daneben.


Kometen böse Propheten.


Komm ich heut nicht, komm ich morgen, übermorgen ganz bestimmt.


Kommst du heute nicht, kommst du morgen.

Kommst du mir so, so komm ich dir so.

Kommst du nicht auf den Berg, so bleib doch nicht in der Ebene.

Kommst du nicht, so hol ich dich.

Kommt das Weib an des Mannes Bett, so hat es die Hälfte ohne alle Aufgabe.
(Dieses Rechtssprichwort bedeutet, wenn früher eine Frau einen Mann heiratet und beide zum ersten Mal ins Bett gehen, gab sie damit auch alle Rechte an ihrem Eigentum auf. Es gab nur noch ein gemeinsames Vermögen über das der Mann ganzheitlich entscheiden und verfügen konnte. Die Frau brauchte in der Ehe die Erlaubnis des Mannes, um über ihr früheres eigenes Gut zu verfügen.)

Kommt der Bettler auf den Gaul, so wird er stolz wie König Saul.

Kommt der Dieb zum Eide und der Wolf zur Heide, gewonnen Spiel für beide.

Kommt der Ruhm, so schwindet das Gedächtnis.

Kommt der Zorn, geht der Verstand.


Kommt die Hur ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel.

Kommt einmal Glück, so kommen fünf Sturmwinde darnach.

Kommt es zur Exekution, so sucht man Dilation*.
(*Aufschub, Aufschubfrist)

Kommt Feuer und Stroh zusammen, so gibt es gerne Flammen.

Kommt man aus der Not, so kommt der Tod.


Kommt man bis dahin, so kommt man auch weiter.


Kommt Zeit, kommt Rat.


Könige haben lange Arme.

Können zweie sich vertragen, hat der dritte nichts zu sagen.


Könnte der Narr schweigen, so wär er weise.


Könnte man jedes Ding zweimal machen, so stünd` es besser um alle Sachen.

Konstanz das größte, Basel das lustigste, Straßburg das edelste, Speyer das andächtigste, Worms das ärmste, Mainz das würdigste, Trier das älteste, Köln das reichste Hochstift.

Kraft, die nicht wirkt, erschlafft.

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist.


Kräht die Henne, piept der Hahn, steht`s dem Hause übel an.


Kranke Beine und brave Frauen findet man daheim.


Krankes Fleisch, kranker Geist.


Krankheit kommt mit Extrapost und schleicht weg wie die Schnecken.


Krankheit kommt zu Pferde und geht zu Fuße weg.

Kredit ist besser denn bar Geld.


Krieg frisst Gold und scheißt Kieselsteine.

Krieg ist kein Kinderspiel.

Krieg ist leichter angefangen als beendet.

Krieg ist süß - den Unerfahrenen

Krieg sät Krieg.

Kriegsknecht und Bäckerschwein wollen stets gefüttert sein.

Krieg verzehrt, was Friede beschert.


Kröche der Schalk in einen Zobelbalg, so bleibt er doch darin ein Schalk.

(Auch wenn man sich verstellt oder vorgibt, etwas oder jemand anderes zu sein, man bleibt doch immer das und der gleiche wie vorher.)


Krumme Bäume tragen so viel Obst als die geraden.


Krummes Holz brennt so gut wie gerades.

Krummes Holz gibt auch gerades Feuer.


Kühe, die am lautesten brüllen, geben am wenigsten Milch.


Kühe und Schafe gehen miteinander, aber der Adler fliegt allein.

Kühner Mut der beste Harnisch.


Kummer macht alt vor den Jahren.


Kümmre dich nicht um ungelegte Eier.

Kumpanei ist Lumperei.

Kunst hält fest, wenn alles verlässt.

Kurz abschlagen ist Freundschaft.

Kurze Abendmahlzeit, lange Lebenszeit.

Kurze Besuche verlängern die Freundschaft.

Kurze Briefe, viel Glaubens; lange Briefe, wenig Glaubens.

Kurze Lust, lange Reue.

Kürzen kannst du dein Leben, verlängern kann es Gott allein.


Kurze Rede, gute Rede.


Kurzer Scherz ist der beste.


Kurz Gebet, tiefe Andacht.

Kurz gefreut, lang gereut.

Küssen ohne Scheu zeugt nicht von Keuschheit und von Treu.
Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen.

Lachen ist die beste Medizin.


Lade nicht alles in ein Schiff.

Lang arm, lang unselig.

Lange Fädchen, faule Mädchen.
(Wer beim Nähen faul ist, näht nicht viel und es bleibt immer ein langer Faden übrig.)

Lange fasten ist nicht Brot sparen.


Lange Gebete haben wenig Andacht.


Lange Hoffnung, langer Schmerz.


Lange hungern ist kein Brot sparen.


Lange Krankheit, sichrer Tod.


Lange leben, lang im Unglück schweben.


Lange Qual ist bittrer Tod.


Langer Draht gibt eine faule Naht.


Langes Fädchen, faules Mädchen.


Lange Trennung ist der Liebe Tod.


Lang geborgt ist nicht geschenkt.


Lang ist nicht ewig.

Langsam, aber sicher.


Langsame Gabe verliert den Dank.

Langsame Köpfe behalten lange.


Langsam ziehen, dann bricht die Leine nicht.


Langsam zum Säckel, hurtig zum Hut hilft manchem jungen Blut.


Lang Warten ist nicht geschenkt.


Lang zu Hofe, lang zur Hölle.


Lass Armut dich nicht niederbeugen und Reichtum nicht zum Stolze neigen.


Lass deinen Nachbar in Frieden, so ist dir Ruh' im eigenen Haus beschieden.


Lass dem Armen auch sein Brot.


Lass dem Bauern die Kirmes, so bleibst du ungeschlagen.

Lass dem Bauern sein Schwein.

Lass den Gast ziehen, ehe das Gewitter ausbricht.

Lass dich den Teufel bei einem Haare fassen, und du bist sein auf ewig.

Lass dich in keinen Kompromiss, du verlierst die Sach´, das ist gewiss.


Lass dich nicht von jedem Rauch beißen.

Lass die Hunde bellen, wenn sie nur nicht beißen.


Lass die Kirch im Dorf stehen.


Lass die Leute reden und die Hunde bellen.


Lass die sorgen, die uns borgen.

Lass die Zunge nicht schneller als die Gedanken sein.

Lass dir darum keinen Bart wachsen.

Lassdünken macht den Tanz gut.

Lass ein Ei im Nest.
(Verbrauch nicht alles, behalte etwas in Reserve.)

Lass fahren, was nicht bleiben will!

Lass fahren, wer nicht hören will, lass fahren, was nicht bleiben will.


Lass Gottes Wasser über Gottes Land laufen.


Lässiger Schüler bleibt ein Schüler.


Lass ihn eine Weile fasten, so vergeht ihm das Tanzen.

Lass laufen, was du nicht halten kannst.

Lass Neider neiden, Hasser hassen. Was Gott mir gönnt, muss man mir lassen.


Lass nicht nach, so kommst du hoch.

Lasst die Toten ruhen.


Lässt du deinem Freund Unrecht tun, so bist du selbst kein Biedermann.


Lässt du dir auf den Achseln sitzen, so sitzt man dir bald auf dem Kopfe.


Lässt du einen ins Haus kommen, er kommt dir bald in die Stube.

Lässt Gewalt sich blicken, geht das Recht auf Krücken.


Lässt man dem Schalk eine Handbreit, so nimmt er eine Elle lang.


Lässt man den Hund herein, so kriecht er in den Schrank.

(Man zieht den kürzeren und hat das Nachsehen)

Laster, die man nicht tadelt, sät man.


Lauter Honig verdirbt den Magen.


Lebe dein Leben so, dass du dein Tagebuch nicht zu verstecken brauchst.


Lebe für dich: Dienst hat Müh auf sich.

Leben ohne Ehr` ist kein Leben mehr.

Lebe, wie du Ernte hast.

Lediger Leib ist Goldes wert.

Leere Ähren stehen hoch.

Leere Fässer klingen hohl.


Leerer Schein kann nicht erfreuen.


Leeres Fass macht nicht nass.


Leere Tonnen geben großen Klang.


Leere Töpfe machen den größten Lärm.

Leere Wagen klappern am meisten.

Legt der Abt die Würfel dar, so spielen die Mönche ohne Gefahr.


Lehren bringt Ehren.


Lehrjahre sind keine Herrenjahre (Meisterjahre).


Leichenpredigt, Lügenpredigt.

Leichte Bürden werden gerne schwer.
Leichte Bürden werden ferne schwer.

Leichte Bürde wird in die Länge schwer.


Leichter ein Dorf vertan, als ein Haus erworben.


Leichter einer Wanne Flöhe hüten als eines Weibes.


Leichter trägt, was er trägt, wer Geduld zur Bürde legt.

Leiden ist heilig, wer`s kennt.

Leidenschaft nur Leiden schafft.

Leiden und Danken ist die beste Hofkunst.

Leid(en) währt nicht immer, Ungeduld macht's schlimmer.

Leid ist ohne Neid.


Leid, schweig und vertrag; deine Not niemand klag.

Leidst du, dass dich einer fasse, so leide, dass er dich zu Boden werfe.

Leid und Freud, mit fünfzig Jahr ist alles eins.

Leid und meid, bist du gescheit.

Leid und meid, das ist die Kreid.

Leih deinem Freund, mahn deinen Feind.

Leihen macht Freundschaft, wiedergeben Feindschaft.


Lerne deine Freude auszudrücken und du wirst sie beflügeln.

Lerne was, so kannst du was.

Lern schweigen, so kannst du am besten reden.

Lesen und nicht verstehen ist halbes Müßiggehen.


Liebe deinen Nachbarn, reiß aber den Zaun nicht ein.


Liebe erfüllt die Welt und mehrt den Himmel.

Liebe ergibt sich keinem Diebe.


Liebe geht durch den Magen.


Liebe hat ein gut Gedächtnis.


Liebe hat ihren Sitz in den Augen.


Liebe heilt wunde Herzen.


Liebe ist der beste Wächter.


Liebe kann alles überwinden.


Liebe kann viel, Geld kann alles.


Liebe Kinder haben viele Namen.


Liebe lehrt tanzen.

Liebe macht blind.

Liebe muss Zank haben.


Lieben ist nicht Sünd, und küssen macht kein Kind.

Lieben Kindern gibt man viele Namen.

Lieben und Singen lässt sich nicht zwingen.

Liebe ohne Gegenliebe ist eine Frage ohne Antwort.


Lieber Aff, sieh erst auf dich, dann lobe oder schelte mich.


Lieber arm und gesund als reich und krank.


Lieber beneidet als bedauert.

Lieber biegen als brechen.

Lieber das Halbe ganz, als das Ganze halb.

Lieber dem Schuster als dem Apotheker.

Lieber den Anker verlieren als das ganze Schiff.

Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.

Lieber die Motten in den Kleidern als die Ehre in Schuldscheinen.

Lieber ein bärtiges Weib als ein gelehrtes.

Lieber einen Darm im Leibe gesprengt, als dem Wirt ein Tröpfchen geschenkt.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Lieber ein kluger Tadel als ein dummes Lob.


Lieber Gewalt denn Unrecht.


Lieber grob als falsch.


Lieber Hammer als Amboss.


Lieber Land und Leut verloren als einen falschen Eid geschworen.


Lieber, lass Bauern auch Leute sein.

Lieber leeren Darm als müden Arm.

Lieber mit den Füßen gestrauchelt als mit der Zunge.

Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen.

Lieber sich den Darm verrenken, als dem Wirt 'nen Tropfen schenken.


Lieber ungezogene Kinder als verzogene Kinder.


Lieber zehn ehrlich machen als einen zum Schelm.

Liebeszorn ist neuer Liebeszunder.


Liebe überwindet alles.

Liebe und Herrschaft leiden nicht Gesellschaft.


Liebe und Husten lassen sich nicht verbergen.
(Ähnliche Sprichworte auch in anderen Ländern.)

Liebe weiß verborgene Wege.


Liebe wird durch Lieb erkauft.


Lieb, Feuer, Husten, Krätze, Gicht Lassen sich verbergen nicht.


Lieb und Gesang kennt keinen Zwang.


Liegt der Baum, so klaubt jedermann Holz.


Liegt einer im Bette bei einer im Kloster, so beten sie schwerlich ein Paternoster*18.

Ließe der Dieb das Stehlen, der Hund ließe sein Bellen.

Ließe die Katze das Mausen, so bliebe der Kater draußen.


List geht über Gewalt.


List macht guten Mist.


List tut mehr denn Stärke.


List wird mit List bezwungen.

Lobe den Narren, so schwillt er.


Lobe die Berge und bleib in der Ebene.


Lobe die See und bleib auf dem Lande.


Loben ist nicht lieben.


Lob macht einen Anfang zur Freundschaft.


Lob macht Künstler.


Lob ohne Maß hat keine Ehre.


Lob wird manchem toten Mann, der Lob im Leben nie gewann.



Lösche das Feuer, ehe es zum Dache ausschlägt.
Sprichwort im Deutschen Sprichwörter Lexikon Band 1 von 1867 von Karl Friedrich Wilhelm Wander unter dem Stichwort Feuer, als Quellen gibt er die Sammlungen von Karl Simrock und Wilhelm Körte an.
Bei Simrock steht:   Lösche das Feuer, eh es ausschlägt.
und bei Körte steht: Lösche das Feuer bei Zeiten. eh' es zum Dache hinausschlägt.
Jeder hört dasselbe Sprichwort anders und Wander nimmt aus allen das Passende heraus und stellt es neu zusammen.
weitere Variation:
Lösche beizeiten, eh das Feuer zum Dach ausschlägt.


Lösche das Licht aus, so sind alle Weiber gleich.

Lotterielose sind Eingangszettel ins Armenhaus.


Lüge ist die erste Staffel zum Galgen.


Lügen, Buhlen und Stehlen hängen aneinander.

Lügen haben kurze Beine.
(Die Wahrheit kommt immer heraus. Auch in Italien und Slowenien, ähnlich in Armenien: Die Sonne wird nicht hinter der Wolke bleiben. und aus Afrika: Der Weg des Lügners ist kurz.) Armenisch: Die Sonne wird nicht hinter der Wolke bleiben., aus Afrika: Der Weg des Lügners ist kurz.)

Lügen in allen Formaten ist eine große Bibliothek.

Lügen ist der Leber gesund.

Lügen und Lawinen wachsen immer.

Lügen und Stehlen gehen miteinander.


Lügen zerschmelzen wie Schnee.


Lumpen gehen dreizehn aufs Dutzend.


Lustig gelebt und selig gestorben heißt, dem Teufel die Rechnung verdorben.

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