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Deutsche Sprichworte
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Jacobs Stimme, Esaus Hände.

Jagen und nicht fangen macht verdrossene Jäger.

Jäger, Fischer und Hahnreie müssen viel Geduld haben.

Jagest du, so fahest du.

Jähe Liebe, lange Feindschaft.

Jähe Liebe und Strohfeuer verrauchen schnell.

Jähem Rat folgt Reu und Leid.

Jäher Rat hat Reu zum Gefährten.

Jäher Rat kommt zu früh.

Jäher Rat nie gut tat.

Ja Herr, vor Augen süß, zu Rücken bitter.

Jahre bringen Verstand, aber auch graue Haare.

Jahre lehren mehr als Bücher.


Jahre sollte man nicht zählen, sondern erleben.

Jahrmarkt ist nicht alle Tage.

(Wenn der Freudentag vorbei ist, fängt der Ernst wieder an und man muss zur Arbeit gehen.)

Jahr und Tag ist die rechte Gewähr.

Ja, liebe Frau Bas, wenn es regnet, wird man nass, wenn es schneit, so wird man weiß, und wenn's gefriert, so gibt es Eis.

Jammer, Angst und Not, ist mein täglich Brot.


Jammer füllt keine Kammer.


Jammer lernt weinen.


Jammer steht vor der Türe und Elend schlägt die Trommel.


Ja und Nein ist ein langer Streit.


Ja und Nein scheidet die Leute.


Je älter der Bock, je härter das Horn.


Je älter der Geck, je schlimmer.


Je älter die Kuh, je hübscher das Kalb.


Je ärger das Stück, je größer das Glück.


Je ärger der Mahner, je schlimmer der Zahler.

Je ärger Schalk, je größer Glück.

Je ärger Schelm, je besser Glück.

Je ärger Strick, je besser Glück.

Je ärgrer Student, je frömmerer Pastor.

Je ärmer hier, je reicher dort.

Je besser Spiel, je ärger Schalk.

Je bitterer die Wurzel, je süßer die Frucht.

Je blinder der Herr, je heller der Knecht.

Jede Flasche findet ihren Stöpsel.

Jede Freud hat ein Leid auf dem Rücken.

Jede Gabe ist gut, die man in den Bettelsack tut.


Jede Gans hat ihren Kopf.

Jede Gans schnattert nach ihrer Weise.

Jede Glocke hat ihren Klöppel.

Jede Lüge will zehn andre zum Futter haben, wenn sie nicht sterben will.

Jedem das Seine.

Jedem das Seine ist nicht zu viel.

Jedem das Seine, so hat der Teufel nichts.

Jedem ein Ei, dem braven Schweppermann zwei.

Jedem gefällt seine Weise wohl, darum ist das Land der Narren voll.

Jedem gefällt sein Fach.

Jedem ist sein Maß bestimmt, zu trinken und zu buhlen: tut er's bald, so ist er früh fertig.
Jedem Vogel gefällt sein Nest.
Jedem Lapp gefällt seine Kapp.

Jedem Narren gefällt seine Kappe.


Jedem Narren gefällt sein Kolben wohl.

Jedem vertrauen ist töricht, keinem tyrannisch.

Jedem Vogel gefällt sein Nest.

Jeden deucht seine Braut die Schönste.

Jeden dünkt seine Eule ein Falk.

Jeden friert nach seinen Kleidern.

Jeden kleidet seine Tat.

Jeder Abel hat seinen Kain.

Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.

Jeder Bischof ist Papst in seinem Sprengel und jeder Pfaff Bischof in seiner Parochie*17.

Jeder bleibe bei seinem Fach, dann fällt auch kein Schneider vom Dach.

Jeder bleibt bei seiner Weise.


Jeder Degen hat seine Scheide.


Jeder Degen hat seine Scheide, aber nicht jede Scheid ihren Degen.

Jeder Fasttag hat drei Fresstage.

Jeder fege vor seiner Tür.

Jeder Fuchs pflegt seines Balgs.

Jeder für sich, Gott für uns alle.
(Der verwerflichste Egoismus, den kein Ehrbarer im Munde führen soll und kein Christ befolgen darf.)

Jeder Fürst ist Kaiser in seinem Lande.

Jeder Geselle will lieber Meister sein.


Jeder gilt, soviel er hat.

Jeder halte sich nach seinem Stande.

Jeder hält seine Arbeit für die beste.

Jeder hält seine Frau für die beste.


Jeder hält sein Kupfer für Gold.


Jeder hält sein Stroh für Heu und des andern Heu für Stroh.

Jeder Handel will seinen Mann ganz haben.

Jeder hat einen Sparren, und der's nicht glaubt, hat zwei.

Jeder hat ein Hemd von Menschenfleisch.

Jeder hat mit sich selbst genug zu tun.

Jeder hat seine eigenen Berge.


Jeder hat seine Meinung.


Jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigene Nase.


Jeder hat seinen eigenen Teufel.


Jeder hat seinen Splitter.

Jeder hat seinen Wurm.

Jeder hat seine Plage.

Jeder hat seine Schelle.

Jeder hat sein Steckenpferd.
(Das ist ihm über alles wert).

Jeder hat sein Teufelchen im Leibe.

Jeder hat so seine Weise.

Jeder Hirt lobt seine Keule.

Jeder hüte sich vor der ersten Auslage.

Jeder ist ein Dieb in seiner Nahrung.

Jeder ist König und Kaiser in seinem Hause.

Jeder ist seiner Worte beste Ausleger.

Jeder ist seines Glückes Schmied.

Jeder ist sich selbst der Nächste.
(Wahlspruch der Egoisten, einer, der seine persönlichen Interessen in den Vordergrund stellt)

Jeder ist so alt, wie er sich fühlt.


Jeder kann, so viel er tut.

Jeder Kaufmann lobt seine Ware.

Jeder kehre vor seiner Tür.

Jeder Krämer lobt seine Ware.

Jeder kriegt, was er verdient.
(Sprichwort aus dem Ruhrgebiet)

Jeder Kummer ist ein Stein fürs Herz.

Jeder langt in einen offenen Kasten hinein.

Jeder lobt das Seine.

Jeder lügt in seinen eigenen Beutel.

Jeder macht`s, wie er`s versteht.

Jedermann recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.

Jedermann sagt es, niemand weiß es.

Jedermanns Freund ist niemands Freund.

Jedermanns Freund, jedermanns Geck (Narr).

Jedermanns Gesell ist niemands Freund.

Jedermann singt das Liedlein dem Loch unter der Nase zulieb.

Jedermann will den Amtsschimmel reiten.

Jeder meint, er habe das größte Kreuz.

Jeder meint, was er im Sinne hat, das läuten alle Glocken.

Jeder Mensch hat seinen Zwickel.

Jeder muss der Natur seine Schuld bezahlen.
(Mit der Klimaerwärmung präsentiert die Natur grade ihre Rechnung für Fortschritt und Technik der Menschheit. Mit den Kosten für die Folgen der vielen Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Dürren und Überschwemmungen werden die ersten Schulden an die Natur bezahlt, und das ist erst der Anfang.)

Jeder muss ein Paar Narrenschuhe zerreißen.

Jeder muss seine Haut zu Markte tragen.

Jeder Mutter Kind ist schön.

Jeder Narr ist seines Vorteils gescheit.

Jeder nur zu oft vergisst, dass er allein nicht jeder ist.

Jeder Pfaff lobt sein Heiligtum.

Jeder Platz hat seinen Schatz, jeder Ort seinen Hort.

Jeder Schäfer lobt seine Keule.

Jeder schaue in seinen Rinnstein.

Jeder schiebt die Schuld gern auf andere.

Jeder seh`auf seine Sachen und nicht auf das, was andere machen.


Jeder spricht am liebsten von seiner Kunst.


Jeder spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Jeder strecke sich nach seiner Decke.
(Man kann nur das ausgeben, was man vorher eingenommen hat.)

Jeder Tag hat seine Plage.

Jeder Tag hat sein Lieb und Leid.

Jeder Topf findet seinen Deckel.

Jeder trägt seinen Schalk im Busen.

Jeder Vogel hat sein Nest lieb.

Jeder Vogel singt seinen Gesang.

Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Jeder Vogler lobt seinen Kauz.

Jeder warte des Seinen und laufe nicht fort.

Jeder Wein hat seine Hefen, jedes Mehl seine Kleien.

Jeder Winkel hat seinen Dünkel.

Jeder Zeit ihr Recht macht manchen armen Knecht.

Jeder zeugt seinesgleichen.

Jede Sache hat ihr Aber.

Jedes Alter hat seine Weise.


Jedes Ämtlein hat auch sein Schlämplein.


Jede Sau hat ihren Martinstag.


Jede Sau nennt ihre Ferkel schön.


Jede Sau soll bei ihrem Troge bleiben.


Jedes Dach hat sein Ungemach.

Jedes Ding hat seinen Handgriff, nur das Mistspreiten hat seinen Schludder.

Jedes Ding hat zwei Seiten.

Jedes Ding will Ruhe haben.

Jedes Haar hat seinen Schatten und jede Ameise ihren Zorn.

Jedes Holz hat seinen Wurm und jedes Mehl seine Kleie.

Jedes Kind ist seines Vaters.

Jedes Land hat seinen Tand.

Jedes Land hat seinen Teufel, der von Deutschland heißt Weinschlauch und Saufaus.

Jedes Paradies hat seine Schlange.

Jedes Schloss kann man öffnen, mit einem goldenen Schlüssel.

Jedes Sprichwort muss einen Zipfel haben, wo man`s anfasst.

Jedes Weib will lieber schön als fromm sein.


Je dümmer der Mensch, desto größer das Glück.

Je dürrer die Zeit, desto grüner die Hoffnung.

Je enger der Käfig, je schöner die Freiheit.

Je fauler der Stamm, je wohler dem Wurm.

Je fester man eine Brennnessel anfasst, desto weniger brennt sie.

Je fetter der Floh, je magerer der Hund.

Je fetter der Ochs, je schlechter das Fell.

Je frecher die Tat, desto leichter gelingt sie.

Je frommer der Christ, je größer das Kreuz.


Je früher die Zucht, je besser die Frucht.

Je früher reif, je früher faul.

Je gefälliger jemand ist, je mehr wird ihm aufgebürdet.

Je gelehrter, je verkehrter.

Je gelehrter Mann, je böser Weib.

Je gesunder das Pflaster, je größer der Schmerz.

Je glatter Maul, je fauler Aas.

Je grauer, je schlauer.

Je größer das Fest, je schlimmer der Teufel.

Je größer das Glück, desto größer ist auch die Unsicherheit.


Je größer das Verbrechen, je weniger glaubt man daran.


Je größer der Berg, je tiefer das Tal; je größer der Mann, je härter der Fall.


Je größer der Offizier, je größer das Verbrechen.

Je größerer Narr, je größere Schelle.

Je größer Lump, je größer Gunst.

Je größer Hast, je minder Sput.

Je größer Neid, je größer Glück.

Je größer Not, je näher Gott.


Je heftiger die Krankheit, je schärfer die Arznei.


Je heiliger das Fest, je geschäftiger der Teufel.


Je heiliger Zeit, je heftiger Streit.

Je höher Berg, je tiefer Tal.

Je höher der Affe steigt, je mehr er den Hintern zeigt.

Je höher der Baum, je schwerer sein Fall.


Je höher der Berg, je tiefer das Tal, je größer der Mann, je tiefer der Fall.


Je höher der Kirchturm, je schöner das Geläute.

Je höher der Rang, desto stärker der Zwang.

Je höher die Glocke hängt, je heller sie klingt.

Je kahler der Junker, je größer der Prunker.

Je kleiner das Dorf, desto bissiger die Hunde.

Je krummer das Holz, je besser die Krücke.
(Je mehr sich jemand vor dem Stolzen oder vermeintlich Großen biegt und buckelt, um so mehr wird er missbraucht und macht sich selber klein und krumm.)

Je länger der Tag, je kürzer der Faden.

Je länger hier, je später dort.


Je länger, je ärger, je älter, je kärger.

Je länger man lebt, je älter man wird.


Je lieber Kind, je schärfre Rute.

Je magrer der Hund, je größer die Flöhe.

Jemand einen Korb geben.
(Einen Antrag ablehnen.)


Je mehr Aufsicht, je weniger Einsicht.

(Zu viel Kontrolle und Aufsicht erzeugt oft Heuchelei und Scheinheiligkeit.)


Je mehr der Brunnen gebraucht wird, je mehr gibt er Wasser.

Je mehr der Geizige hat, je weniger wird er satt.

Je mehr der Rauch aufsteigt, je mehr verfliegt er.

Je mehr der Teufel hat, je mehr will er haben.

Je mehr du rührst, je mehr es stinkt.

Je mehr Ehr, je mehr Beschwer.

Je mehr einer trinkt, je mehr ihn dürstet.

Je mehr es schreit, je bälder es freit.

Je mehr Feinde, je mehr Ehre; viel Feinde, viel Beute.

Je mehr Freiheit, je mehr Mutwille.

Je mehr Gesetze, je mehr Sünde.

Je mehr Gesetze, je weniger Recht.

Je mehr Hunde, je weher dem Bein.

Je mehr Kinder, je mehr Glücks.

Je mehr Leute, je mehr Glück.

Je mehr man an das Sterben denkt, desto besser wird man leben.

Je mehr man den Dreck rührt, je mehr stinkt er.

Je mehr man den (im) Schmutz(e) rührt, je mehr stinkt er.

Je mehr man hat, je mehr man haben will.

Je mehr man sich vergisst, desto besser erinnern sich die anderen.

Je mehr Neider, je mehr Glück.


Je mehr Seelen, je mehr Freude.

Je mehr Tücke, je besser Glücke.

Je mehr Widerstand, je mehr Fortgang.

Je nachdem man einem will, steckt man ihm Maien oder Besen.

Je nach dem Winde dreht sich die Fahne.

Je näher dem Bein, je süßer (das) Fleisch.

(Ähnliche Sprichwörter gibt es in etlichen Sprachen auch in anderen Ländern. Mit Bein sind hier Knochen gemeint. Bei dicken oder dünnen Menschen bedeutet das, um so dünner jemand ist, umso näher ist die Haut dem Bein (dem Knochen). Das Sprichwort bedeutet, dass dünnere Frauen als bessere Geliebte angesehen werden (süße, hübsche schlanke Mädchen, Fleischeslust). Es wird teilweise auch als Werbung für Fleisch mit Knochen, das angeblich dicht am Knochen besser ist, gebraucht. Oder für Knochen mit wenig Fleisch? Gastwirte, die mit diesem Sprichwort werben, wollen wahrscheinlich nicht, dass sich Gäste mit der hübschen schlanken Kellnerin ins Separee zurückziehen.
Das Sprichwort wird schon 1616 im Buch „Teutsche Sprach und Weiszheit Thesaurus Germanicae“ von Georg Henisch, Doktor der Medizin (1549 - 1618), aufgeführt. Dort steht es in Spalte 1137 in Verbindung mit dem Glauben: „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben. Gott wechselt mit uns wunderlich unser Fleisch, nimmt er an und gibt uns in sein Himmelreich die klare Gottheit darein. Je geringer Glaube, je stärker Fleisch und Blut und je weniger ihm abgebrochen wird. Je näher dem Bein, je süßer Fleisch.“ Unzucht und Unkeuschheit bei Frauen waren früher Gründe, die den Weg ins Himmelreich versperrten.)

Je näher dem Brunnen, je frischer das Wasser.

Je näher dem Kloster, je ärmer der Bauer.

Je näher dem Papst, je schlimmerer Christ.

Je näher der Abend, je weiter nach Haus.

Je näher der Kirche, je später hinein.

Je näher der Kirche, je weiter von Gott.

Je näher der Kuh, je besser der Käs.

Je näher die Herberge, je länger der Weg.

Je näher Freundschaft, je bittrer Feindschaft.

Je näher, je später.

Je näher Rom, je schlimmer Christ.

Jenner, Holzverbrenner.

Je reicher, je kärger.

Je schärfer die Rute, je besser das Kind.

Je schlimmer die Sau, desto besser die Eicheln.


Je schlimmer Mensch, je besser Glück.

Je schöner die Wirtin, je schwerer die Zeche.


Je schöner Weib, je schlechtere Schüssel.

Je schwächer der Bettler, je stärker die Krücke, je ärger der Schalk, je größer das Glück.

Je schwärzer die Nacht, je schöner der Tag.

Je schwerer Kunst, je mehr Pfuscher.

Je später der Abend, je schöner die Leute.


Je später, je härter.

Je stärker getrunken, je schwächer geworden.

Je süßer der Wein, je saurer der Essig.

Jetzt komm ich dran, sagt der Hanswurst.

Je ungelehrter, je hoffartiger.

Je unwissender, je kecker.

Je voller das Fass, je gelinder der Klang.

Je voller, je toller.

Je weiter entfernt, je größer die Sehnsucht.

Je weniger Ausbildung, je mehr Einbildung.


Je weniger man isst, je länger isst man.

Je weniger Speise, je mehr Hunger.

Je weniger Worte, je besser Gebet.

Jokele, geh du voran! Du hast Stiefel und Sporen an, dass dich der Has nicht beißen kann.

Jucken und Borgen tut wohl, doch nicht lange.

Judasgruß und Jakobskuss ist jetzt der Welt Meisterstück.
(Falschheit und Verstellung sind an der Tagesordnung.)

Jugend fängt wie Zunder.

Jugendfleiß belohnt sich im Alter.

Jugend fragt nicht, was das Brot gilt.

Jugend hat nicht allzeit Tugend.

Jugend schadet der Weisheit nicht.

Jugend schont, alter lohnt.

Jugend sei Rausch ohne Wein, Alter Wein ohne Rausch.

Jugendsünden strafen sich im Alter.

Jugendsünden werden Altersschwächen.

Jugend und verlorene Zeit kommt nicht wieder in Ewigkeit.

Jugend wild, Alter mild.


Jugendwollust , späte Unlust.

(Frühe Ausschweifungen bestrafen sich über kurz oder lang durch Schmerzen und Krankheit.)

Jung an Jahren kann alt an Verstand sein.


Junge Bettschwester, alte Betschwester.

Junge Elster lernt ihr Hüpfen von der alten.

Junge Gänse wollen die alten zur Tränke führen.

Junge Geiß leckt Salz, alte Geiß frisst Sack und Salz.

Junge Hure, alte Betschwester.

Junge Hure, alte Kupplerin.

Jung ein Engel, alt ein Teufel.

Junge Krieger, alte Kriecher.

Jungens sind Jungens und Flegel zugleich.

Junger Arzt, höckriger Kirchhof.

Junger Dieb, alter Galgenschwengel.

Junge Reiser pfropft man nicht auf alte Stämme.

Junge Reiter, alte Bettler.

Junger Engel, alter Teufel.


Junger Schlemmer, alter Bettler.

Junger Springer, alter Stelzer.

Junges Blut, spar dein Glut.

Junges Blut, spar dein Gut, Armut im Alter wehe tut.

Junge Spaßmacher, alte Sauertöpfe.

Junges Vöglein, weiches Schnäblein.

Junges Weib bei altem Mann ist bei Tag Weib und bei Nacht Witwe.

Junges Weib ist altem Mann das Postpferd zum Grabe.

Jungfernfleisch ist kein Lagerobst.

Jungfernherz ein Taubenhaus, fliegt einer ein, ein andrer aus.

Jungfernlieb ist fahrende Hab, heute lieb, morgen schabab.

Jungfernschänder schändet Gott wieder.

Jungfern und Gläser schweben in steter Gefahr.

Jungfern und Herren kostet Vernunft viel Seufzer.

Jungfer von Flandern gibt einen um den andern.

Jung gebogen, alt erzogen.

Jung gefreit hat niemand gereut.

Jung genug, schön genug.

Jung gewohnt, alt getan.
(Was man sich jung angewöhnt hat, lässt man auch im Alter nicht.)

Jung und weise sitzen nicht auf einem Stuhle.

Jung zu bleiben und alt zu werden ist das höchste Gut.

Junkerschaft will Geld haben.

Juristen sind böse Christen.

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