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Deutsche Sprichworte
Über 15.000 deutsche Sprichwörter auf 39 Seiten
Es bis Es ist k
Es beiert so lange, bis es endlich Kirmes wird.
(beiern = mit dem Klöppel läuten, an die Glocke schlagen. Adem Niederländischen - beier =Glockenspiel. Es bezeichnet eine besondere Art des Läutens wie festliches Läuten zu Festtagen (Ostern, Pfingsten und andere) oder das Kirmesläuten.)

Es beißt kein Brack*5 eine Bräckin*5.

Es beißt kein Wolf den andern.

Es beten nicht alle, die die Hände falten.


Es beten nicht alle, die in die Kirche gehen.


Es betrügt uns niemand mehr, als unsere eigene Gedanken.

Es bietet immer ein Unglück dem andern die Hand.

Es bindet mancher eine Rute für seinen eigenen Hintern.

Es bleibt kein Mord verschwiegen.

Es braucht viel Mut, um sich nach Jahrhunderten von verhängnisvollen Vorstellungen zu befreien.

Es darf mir keiner ein Hofrecht in die Stube machen.

Es deckt mancher seine Armut mit Samt und Seide zu.

Es denkt jeder in seinen Sack.

Esel dulden stumm: Allzu gut ist dumm.

Eselsarbeit und Zeisigfutter ist des Überdrusses Mutter.

Esel singen schlecht, weil sie zu hoch anstimmen.
Der Esel singt drum übel, weil er so hoch anfängt.

Eselslauf, Nonnenlieb und Hurenfrömmigkeit sind unbeständig und nichts wert.

Esel verstehen kein Saitenspiel, denen muss man Disteln vorlegen.

Esel will jedermann reiten.

Es erhöhet nichts des Mannes Schild denn Fahnlehn.
(Im Mittelalter befanden sich auf den Schilden der Reiter zur Kennzeichnung die Wappen des Trägers. Daran konnte man die unterschiedlichen Adligen und Freund und Feind erkennen. Wenn der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ein Fürstenlehen vergab, gab er die Herrschaft des Landes an einen verdienten Adligen. Das wurde mit einem Fahnlehn vollzogen, bei der das Wappen des Landes oder der jeweiligen Herrschaft auf der Fahne abgebildet war. Damit wurde der belehnte Fürst des Landes mit allen Rechten der Gerichtsbarkeit und dem Gerichtsbann. Das Wappen auf dem Schild wurde auf das neue Lehen geändert und erhöht.
Als Letzter wurde Kurfürst August 1566 in Augsburg in feierlichem Aufzug mit 13 Fahnen belehnt. In eine Nachahmung wurde Großen Kurfürst Friedrich Wilhelm 1641 in Warschau durch König von Polen mit dem Herzogtum Preußen belehnt. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahnlehen
Im Sprichwörter Lexikon von Wander wird dieses Sprichwort gleich drei Mal aufgeführt, jedes Mal mit teilweisen gleichen Quellen aber mit verschiedenen Erklärungen aus „Grundsätze der deutschen Rechte in Sprichwörtern“ (1822) von Eisenhart: Band. 1, Spalte 841 unter Erhöhen 1 und Spalte 915-916 unter Fahnlehn 3 und im Band. 4, Spalte 177 unter Schild (das) 8.)

Es ertrinken mehr im Becher als in der Donau.

Es ertrinken mehr im Glas als in allen Wassern.

Es fallen keine Späne, man haue sie denn.
Es fallen keine Späne, sie werden denn gehauen.
Es fallen keine Späne vom Baum, man haue sie dann.

Es fällt kein Baum auf einen Hieb.
Es fällt keine Eiche vom ersten Streich.
Kein Baum fällt auf den ersten Streich.

Es fällt kein Doktor vom Himmel.

Es fällt keine Eiche vom ersten Streiche.

Es fällt kein Gelehrter vom Himmel.

Es fällt nicht alles, was wackelt.

Es fällt wohl ein Pferd und hat doch vier Füße.

Es fehlt ihm zwei Finger über der Nase.

Es findet wohl auch ein Blinder ein Hufeisen.

Es findet wohl auch ein blindes Huhn ein Weizenkorn.

Es fliehen nicht alle, die den Rücken wenden.

Es flog ein Gänslein über Meer und kam ein Gickgack wieder her.

Es freit sich am besten, wo der Kessel über dem Herde hängt.

Es führen viele Wege in die Hölle, aber keiner heraus.

Es führt mehr denn ein Weg ins Holz.

Es geben nicht alle Lumpen Papier.

Es gebührt sich wohl, dass ein armer Mann Konrad heiße.

Es gefällt ihm wie den Eulen das Tageslicht und den Dieben die Laternen.

Es gehen nicht alle Esel auf vier Füssen.

Es gehen viele Freunde in ein kleines Haus.

Es gehen viel Lügen in einen Sack.

Es gehen viel Reden in ein fudrig Fass.
(Fuder = altes mittelalterliches Hohlmaß. Sein Rauminhalt entsprach unterschiedlich nach dem Ort zwischen 800 und 1800 Liter. Bezeichnung kommt von der Ladung, die mit einer Fuhre eines zweispännigen Wagens, transportiert werden konnte.)

Es gehen viel Stierbuben auf einen rechten Ackersmann.

Es gehen viel Wege nach Darbstett und Mangelburg.

Es gehn viel Kaisersfahrten aus Deutschland gen Rom, aber wenig wieder heraus.

Es gehn viel Reden in einen Wollsack.

Es gehn viel Wünsche in einen Sack.

Es gehören nicht zwei Sättel auf ein Ross.

Es gehört mehr zum Laufen als Anrennen.

Es gehört mehr zum Tanz als rote Schuh.

Es gehört nicht alles zum Evangelium, was man auf der Kanzel sagt.

Es gehört nicht auf alle Fragen Antwort.

Es gehört viel Wissen zum Glauben.

Es gehört viel zur Haushaltung, aber noch mehr zur Frömmigkeit.

Es gehört viel zur Haushaltung, der Tage sind viel im Jahr und der Mahlzeiten noch mehr.

Es geht alles mit dem Fastelabend*9 durch.

Es geht an die letzte Garbe.

Es geht dich auch an, wenn des Nachbarn Haus brennt.

Es geht einem so glatt ein wie dem Teufel eine Advokatenseele.

Es geht heimlich zu, St. Lucas schreibt nicht viel davon.

Es geht ihm wie dem Esel, der zwei Brüdern dient: jedweder meinte, er sei beim andern gefüttert worden.

Es geht ihm wie einer Laus zwischen zwei Balken.

Es geht klein her, sprach der Wolf, da er Schnaken fraß.

Es geht mehr Liebes zur Kirche als Schönes.

Es geht nicht mit rechten Dingen zu.

Es geht nichts für ein gut Butterbrot, es ist besser als den ganzen Tag nichts.

Es geht nichts über Reinlichkeit, sagte die alte Frau und wandte alle Weihnachten ihr Hemd um.

Es geht nicht wie bei der Äpfelfrau, dass man sich den dicksten heraussucht.

Es geht noch manch Rad um, eh das geschieht.

Es geht so blutig her wie im Fladenkrieg.
(Das bedeutet, ein Konflikt wird unblutig und einvernehmlich beigelegt, der zuerst sehr gefährlich aussah. Der Fladenkrieg fand im April 1542 in Wurzen und dem Wurzener Land zwischen dem ernestinischen Kurfürstentum Sachsen und dem Kollegiatstift Wurzen statt. Die aufgezogenen Soldaten wurden mit Osterfladen, einem Oster-Hausgebäck der Gegend, versorgt. Aus diesem Grund wurde der Konflikt, der auch durch die Vermittlung von Martin Luther beigelegt wurde, später Fladenkrieg genannt. Ausführlich unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Wurzener_Fehde)

Es geht um den bunten Riemen.

Es geht vonstatten wie Pech von Händen.

Es geht zu wie an König Artus Hof: die Hunde tragen ganze Köpfe davon.

Es gerät nicht alles und missrät nicht alles.

Es geschieht doch, was Gott will.

Es geschieht ihm wie dem Hündchen von Bretten.
(Das bedeutet, jemand ist treu bis in den Tod und es wird im zu Lebzeiten nicht gedankt. Nach einer Version kaufte der Hund für seinen Herrn mit einem Korb alleine alles ein und bekam zum Lohn nur einen Knochen. Einmal wurde ihm von einem Schlachter der Schwanz abgeschnitten und als Geschenk für seinen Herrn in den Korb gelegt. Zurück zu Hause legte er den Korb ab und starb. In einer anderen Version rettete er seine Heimatstadt vor Feinden, die ihm dafür ebenfalls den Schwanz abschnitten. Beides in dem Buch „Badisches Sagen-Buch“, Seite 411 - 414, aus dem Jahr 1846.)

Es geschieht nichts Neues unter der Sonne.

Es geschieht oft, dass die Kapuziner Haarbeutel tragen.
(Kapuziner sind ein franziskanischer Bettelorden in der römisch-katholischen Kirche. Der Name ist von der markanten Kapuze der Franziskaner abgeleitet.)

Es gibt alles gern an ihm, ohne die Hände.

Es gibt Blicke, es wären ihrer neun genug zum Tode.

Es gibt der Schlupfwinkel nirgends mehr, als im menschlichen Herzen.
(Der Mensch hat für alles immer einen Entschuldigungsgrund in Bereitschaft.)

Es gibt drei Recht: Recht und Unrecht, und wie man's macht, ist auch recht.

Es gibt eine dünne Wand zwischen Wahnsinn und Verstand.

Es gibt einen Reim auf alle Dinge.

Es gibt keinen schönen Kerker und keine hässliche Geliebte.

Es gibt keinen Speck in die Bratwurst.

Es gibt keinen Vorteil ohne Mühe.

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unangepasste Kleidung.


Es gibt kein tödlicher Gift, denn einem Alten ein junges Weib.

Es gibt Mehl wie Korn.

Es gibt mehr als eine bunte Kuh.

Es gibt mehr als einen bunten Hund.

Es gibt mehr alte Weintrinker als alte Ärzte.

Es gibt mehr Diebe als Galgen.

Es gibt mehr Hasen als Jäger.


Es gibt mehr Narren als Pfundbrötlein.

Es gibt mehr Scheiden als Degen.

Es gibt nur eine böse Frau auf der Welt, aber jeder glaubt, er habe sie.

Es gibt nur ein böses Weib, aber ein jeder meint, er hätt' es.
(Sprichwort auch in Litauen)

Es gibt nur zwei gute Weiber auf der Welt: Die eine ist gestorben, die andere nicht zu finden.

Es gibt viel Büßer, aber wenig Lasser.

Es gibt viele Menschen, die bloß lesen, damit sie nicht zu denken brauchen.

Es gibt viel Hände; was die eine nicht kann, macht die andere.

Es gibt zweierlei Geschlechter der Menschen: Eins zürnt gern, das andere gibt nichts drauf.
Es gibt zwei Welten: Die eine zürnt, die andre achtet nicht drauf.

Es gilt der Katze um den Schwanz.

Es gilt gleich Vater oder Pater, sprach die Frau bei Nacht.

Es gilt ihm ein Mensch so viel als ein Hund.

Es gilt keine andere Ware, wo Witzbold die seine auslegt.

Es gilt keine Arglist, wo sich findet Merklist.

Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat.

Es gilt mir gleich, ob eine Hur mich lobt oder ein Dieb schilt.

Es gilt nicht überall die gleiche Münze.

Es gilt Schnaufen und Bartputzen.

Es glitzt wie Karfunkelstein im Ofenloch.

Es grüßt kein Wolf ein Lamm.

Es haben alle Tannen Ohren.

Es haben nicht alle Esel lange Ohren.

Es hält so lange geflickt als ganz.

Es hält von zwölf Uhr bis Mittag.

Es hängt kein Geldsack hundert Jahr vor der Tür, aber auch kein Bettelsack.

Es hat alles seinen Preis.

Es hat alles seine Ursache.


Es hat alles zwei Seiten.


Es hat dem Esel nie gutgetan, wenn er ist des Löwen Gesell gewesen.

Es hat der Letzte noch nicht geschoben.

Es hat ein jeder sein Päckchen zu tragen.

Es hat gewarnt – den Augenblick wird's schlagen.

Es hat ihm eine Hexe aufs Pulver gepisst.

Es hat jedermann freies Schürfen.

Es hat keine Nachtigall so vollauf im Käfig, sie sucht ihr Futter lieber draußen.

Es hat mancher mehr Glück als Recht.

Es hat nicht immer den besten Umgang, wer mit sich selber umgeht.

Es hat noch kein Wolf einen Winter gefressen.

Es hat noch nie ein gut Jungen- und Hundejahr gegeben.

Es hätt mancher keinen Zahn im Munde, wenn ihm jede Lüge einen Zahn ausstieße.

Es hat wohl mehr denn ein König gebettelt.

Es heckt kein Rab ein Zeislein.

Es heißt auch studiert, wenn man das Geld vertan hat.

Es heißt: Auf der hohen Wart, da isst man übel und liegt hart.

Es heißt immer: Wurst wider Wurst und der Magd ein Trinkgeld.
(Wenn früher Hausschlachtung war, haben alle Nachbarn geholfen. Zum Dank bekamen alle Wurst oder Fleisch geschenkt. Wenn der Nachbar seinerseits Hausschlachtung hatte, half man selbst und bekam ebenfalls etwas geschenkt. Daher das Sprichwort: Wurst wider Wurst, es bedeutet, man sollte Gleiches mit Gleichem vergelten.)

Es hemmt keine Schuld die andre.

Es hilft kein Bad am Raben.

Es hilft kein Wasser wider die Wassersucht.

Es hilft kein Zittern für den Frost.

Es hilft nicht Maul spitzen, sondern pfeifen.

Es hilft nicht spannen, man muss abschießen.
Es hilft nicht wohl spannen, sondern wohl schießen.

Es hinkt keiner an des andern Fuß.
Es isst sich am besten, wo der Kessel über dem Herde hängt.

Es ist alles beschert Ding.

Es ist alles eitel.

Es ist alles Gewinn, was man von bösen Schuldnern bekommt.

Es ist alles gut genug, was geschenkt wird.
Es ist alles gut genug, was man umsonst gibt.

Es ist alles verloren, was man dem Undankbaren tut.

Es ist alle Tage der dritte Teil der Welt feil.

Es ist alle Tage gut Geld annehmen.

Es ist alle Tag Jagetag, aber nicht alle Tag Fahetag.
Es ist allweg Jagetag, aber nicht allweg Fahetag.
(Das bedeutet, man kann alle Tage zur Jagd gehen, aber man wird nicht alle Tage Erfolg haben und etwas erjagen können. Wenn eine Sache einmal nicht gelingt, sollte man es weiter versuchen und man hat ein anderes Mal Erfolg.)

Es ist allezeit leichter den Schwanz als den Kopf zu schinden.

Es ist allzeit das Gerücht größer denn die Wahrheit.

Es ist am Polster zu sehen, wo der Fuß verletzt ist.

Es ist armer Jungfern Schade, dass sie schön sind.

Es ist auch der Frucht würdig, der die Arbeit tut.

Es ist auch dieses ein Streich des blinden Glückes, dass die gute Geschicklichkeit schimpflich belohnt und die Torheit bekrönt wird.

Es ist bald geendet, was lange schändet.

Es ist bald um einen Menschen geschehen, und kostet so viel, zu erziehen.

Es ist bald verzehrt, was man langsam erworben hat.

Es ist bei ihm verschlossen wie Wasser in ein Sieb gegossen.
(Das bedeute, wenn man ihm etwas erzählt, kann man es auch gleich in einer Zeitung drucken lassen und es der ganzen Welt verkünden. Geheimnisse bewahren ist nicht sein Ding, was man ihm heute sagt, wissen morgen alle.
Das Sprichwort unten behauptet sogar, dass Weiber, wie früher Frauen allgemein genannt wurden, ohne sie mit diesem Ausdruck herabzusetzen, generell nichts für sich behalten können und alles weitertratschen.)


Es ist beim Weibe verschlossen wie Wasser in ein Sieb gegossen.

Es ist besser arm mit Ehren, denn reich mit Schanden.

Es ist besser bei einem bösen Mann, als freundlichem Weibe zu sein.
(Ein altes Sprichwort, dass das Frauenbild der Männer in Deutschland in früheren Zeiten erahnen lässt. Bevor man die aber verurteilt, sollte in der Bibel nachgelesen werden. Bei Jesus Sirach steht es genauso im Kapitel 42,14 in der Lutherbibel von 1912: Es ist sicherer, bei einem bösen Mann zu sein, denn bei einem freundlichen Weibe, die einen (ihn) zu Hohn und Spott macht. Ebenso auch in Ausgaben von 1589 und anderen.)

Es ist besser bei Eulen gesessen, als mit Falken geflogen.

Es ist besser das Fenster, als das Haus verloren.

Es ist besser, das Kind weine denn der Vater.

Es ist besser, dass einem der Medikus als der Jurist das Leben abspricht.

Es ist besser das zu essen, was du hast, als das zu reden, was du weißt.

Es ist besser der Gewalt mit dem Recht widerstehen als mit dem Eisen.

Es ist besser, der Mann werde von seinem Weibe geliebt, als gefürchtet.


Es ist besser, die Armen sitzen vor deiner Tür, als du vor ihrer.


Es ist besser, die Kinder bitten dich als du sie.

Es ist besser, eine Feder in der Hand als ein Vogel in der Luft.

Es ist besser einem Herren dienen, der eine Herrschaft vertut, als der eine gewinnen will.

Es ist besser einen Bären loslassen als einen Bären anbinden.

Es ist besser, einen faulen Esel treiben, als das Holz selber tragen.

Es ist besser einen Finger als die Hand verloren.

Es ist besser eines haben, als zwei erwarten.

Es ist besser eine Unze Glück als ein Pfund Weisheit.

Es ist besser ein gutes Weib bei den Rocken*24, als hundert Böse bei dem Zepter.

Es ist besser, ein Pferd an einen fremden Zaun binden als an seinen eigenen.

Es ist besser ein Sack voll Gunst als ein Sack voll Geld.

Es ist besser etwas Gutes in der Weite, als das Übel in der Nähe.

Es ist besser Gewissen ohne Wissen, als Wissen ohne Gewissen.

Es ist besser ichts* denn nichts, sagte der Teufel und aß die Buttermilch mit der Heugabel.

Es ist besser ichts* denn nichts, sprach der Wolf, da verschlang er eine Mücke.

Es ist besser ichts* denn nichts, sagte die Frau und ruderte mit einer Nadel.

Es ist besser ichts* denn nichts, sagte die Mücke und pisste in den Rhein.
*(ichtwas, abgekürzt ichts = veraltet für etwas)

Es ist besser in Disteln und Dornen baden, denn mit falschen Zungen fein beladen.

Es ist besser lüderlich geritten als hoffärtig gefahren.

Es ist besser mit den Frommen stehlen, als den Gottlosen beten.

Es ist besser mitmachen, als ein Narr allein sein.
(Das ist ein Sprichwort, mit dem sich hinterher viele herauszureden versuchen. Wie ein anderes Sprichwort meint ist es besser: Durch fremden Schaden wird man klug., denn: Schaden macht zwar klug, aber nicht reich., besonders, wenn es der eigene Schaden sein sollte.  Alle Menschen sind klug, die einen vorher, die anderen nachher; aber besser ist das Sprichwort: Eine kluge Hand macht nicht alles, was eine närrische Zunge schwatzt.)

Es ist besser mit 'nem ganzen Narren handeln, denn mit 'nem halben.

Es ist besser, sich bei kleinem Feuer wärmen, als an einem großen zu brennen.

Es ist besser stehlen als zeihen.

Es ist besser Weiber begraben denn zur Kirche führen.
Es ist besser, Weiber zu begraben, denn zur Kirche zu führen.

Es ist besser weichen als zanken.

Es ist besser wohl reden als übel schweigen.

Es ist besser, zehn Kinder gemacht, als ein einziges umgebracht.

Es ist besser, zweien zu nützen, als hundert zu gefallen.

Es ist besser zweimal wohl als einmal übel.

Es ist bös arbeiten und Wasser trinken.

Es ist bös blasen mit vollem Munde.

Es ist bös dem Hund das Bein abjagen.

Es ist bös essen, wo kein Brot ist.

Es ist bös raufen, wo kein Haar ist.

Es ist bös schleifen ohne Wasser.

Es ist bös schmieden, eh man gemetzt hat.

Es ist bös wider die schreiben, die da mögen vertreiben.

Es ist Chrysam und Tauf an alten Hunden verloren.
(Chrisam ist ein in katholischen und orthodoxen Kirchen bei der Spendung verschiedener Sakramente verwendetes Salböl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Chrisam] )

Es ist dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Es ist dem einen Hunde leid, dass der andre in die Küche geht.

Es ist dem Schulzen genug, dass er den Bauern vorgeht.

Es ist den Schelmen nicht zu trauen.

Es ist der beste Hausrat, der ein fromm Weib hat.

Es ist dir gedroht wie einer fetten Gans.

Es ist Dockenwerk, auf Stäben reiten, es ist wohl halb zu Fuß gegangen.

Es ist eben Vieh wie Stall, Gurr wie Gaul, Mann wie Ross, Deckel wie Hafen*12, Maul wie Salat.

Es ist eben wie der Weg nach Rom.

Es ist ein albern Schaf, das dem Wolf beichtet.

Es ist ein armer Fuchs, der nur ein Loch hat.

Es ist ein bitter Kraut um den Tod.

Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden*11 schadet.

Es ist ein böses Handwerk, das seinen Meister an den Galgen bringt.

Es ist ein böses Land, wo der Dieb den Richter an der Kette schleppt.

Es ist ein bös Spiel, da der eine lacht und der andere weint.

Es ist ein Ding, wie man`s achtet.

Es ist eine böse Hand, die den Kopf nicht schützen mag.


Es ist eine böse Sau, die ihre eigenen Ferkel frisst.


Es ist eine ehrliche Schande, um Ehren willen sterben.

Es ist eine gefährliche Kaufmannschaft um die Heiraten, dazu mehr als ein paar Beine ins Bett gehören.

Es ist eine große Kunst, keine Kunst zu gebrauchen.

Es ist eine kühne Maus, die der Katz ein Nest ins Ohr darf machen.

Es ist ein elender Mann, der wegen seines Weibes muss kurze Hosen tragen.
(Und was ist mit den Frauen, die wegen ihrer Männer etwas tun müssen oder sollen, was sie sonst nie tun würden? Gegenseitige Rücksichtsnahme und Freiheiten für den anderen, die keinem von beiden schaden, sind besser, als Vorschriften und Zwang:)

Es ist eine Sache eher zerbrochen als gebaut.

Es ist eine Sau voll; sind sie alle voll, so fahren wir, sprach der Kutscher.

Es ist eine Schande, lange dienen und doch ungeschickt bleiben.

Es ist eine Schande, was der Pöbel lobt.

Es ist eine schlechte Maus, die nur ein Loch weiß.

Es ist eine Stadt wie sieben Häuser ein Dorf.

Es ist eine üble Prozession, bei der der Teufel die Kerzen hält.

Es ist eine verwegene Krähe, die einem lebendigen Rind ins Leder hackt.

Es ist ein falsches Geläute, wenn die Glocke der Zunge mit dem Zeiger des Herzens nicht überein kommt.

Es ist ein faules Schaf, das die Wolle nicht tragen mag.

Es ist ein gefährlich Glücke, so man an Stricke legt.

Es ist ein gering Mittel, wer wollt' es nicht brauchen?

Es ist ein grober Scherz, der die Taschen leert.

Es ist ein großer Unterschied zwischen dem König David und einem Hutmachergesellen.

Es ist ein großer Unterschied zwischen Venedig und Sempach: Venedig liegt im Wasser und Sempach im Kot.

Es ist ein gut Ding um den Tod, er hilft uns ja aus aller Not.

Es ist ein guter Gulden*11, der hundert erspart.

Es ist ein guter Heller*14, so einen Taler*30 bringt.

Es ist ein guter Pfennig, der einen Gulden*11 erspart.

Es ist ein guter Taler*30, mit dem man viel Taler*30 erwirbt.

Es ist ein gut Pfand, das seinen Herren löst.

Es ist ein Kind als ein ander Rind.

Es ist ein kleiner Ort, wo es gut schmeckt.

Es ist ein kluges Kind, das seinen Vater kennt.

Es ist ein Kraut, heißt mulier, davor hüt dich semper.
(Aus dem Lateinischen; mulier = Frau, Weib; semper = immer, stets, jederzeit)

Es ist ein magerer Braten, davon nichts tropft.

Es ist ein müßiger Prophet, der verkündet, was in allen Kalendern steht.

Es ist ein Narrenwerk, wenn der Esel will auf der Harfe spielen und die Sau will spinnen.

Es ist ein Sattel auf alle Gäule.

Es ist ein schlechter Arbeitsmann, der nicht vom Handwerk reden kann.

Es ist ein schlechter Bettler, der nicht eine Türe meiden kann.

Es ist ein schlimmer Brocken, daran man würgen muss.

Es ist ein schlimm Land, wo niemand Ehre findet.

Es ist ein schlimm Wasser, das den Durst nicht löscht.

Es ist ein schlimm Zeichen, wenn die Henne kräht und die Frau das Meisterlied singt.

Es ist ein seltener Mann, der im Feuer nicht verbrennt und unter den Bösen gut bleibt.

Es ist ein Stockfisch, lässt sich aber nicht klopfen.

Es ist ein teures Brot, das einen Kuchen kostet.

Es ist ein übler Bissen, daran man erstickt.

Es ist ein übler Trost, im Unglück nicht allein zu sein.

Es ist ein übles Ding, wenn man sich bei seinem abgebrannten Hause wärmen muss.

Es ist ein weniges, das die Kinder freut.

Es ist entweder was Närrisches oder was Herrisches.

Es ist Eselsweisheit, wieder auf das Eis zu gehen, auf dem man gefallen ist.

Es ist etwas Großes, Gottes Wort und ein Stück Brot haben.

Es ist gefährlich dem Teufel eine Handschrift zu geben, denn man muss die Quittung darauf in der Hölle holen.
Es ist kein gefährlichere Sach, als dem Teufel eine Handschrift zu geben, denn die Quittung muss in der Hölle abgeholt werden.

Es ist genug, so man sich genügen lässt.

Es ist geschehen, man kann nichts mehr daran verderben, sagte die Maid.

Es  ist  gleichviel,  wie  die  Kuh  heißt,  wenn  sie  nur  gute  Milch  gibt.
Es ist gleichviel, wie die Kuh heißt, wenn sie nur gute Milch gibt.
Es ist gut, dass der Schöffen sieben sind.

Es ist gut, dass die Leute das Wetter nicht machen.

Es ist gut, den Schnitt an fremdem Tuche lernen.
(Es ist zum eigenen Vorteil, sich auf anderer Leute Kosten Übung zu verschaffen.)

Es ist gut genug, bis es besser wird.

Es ist gut großer Herren müßig gehn.

Es ist gut hinter dem Buckler fechten.

Es ist gut Land und Leute einnehmen, wo kein Widerstand ist.

Es ist gut Narren fressen, aber bös verdauen.

Es ist gut, neben seinem Wagen gehen.

Es ist gut wohnen, wo fromme Leute sind.

Es ist hart, ein Besseres riechen und ein Schlechteres kriegen.

Es ist ihm ein Has über den Weg gelaufen.

Es ist ihm nicht um den Zaum, es ist ihm ums Ross.

Es ist ihm nicht ums Herz wie ums Maul.

Es ist ihm nicht ums Schaf, sondern um die Wolle.

Es ist ihm so geläufig wie das Vaterunser.

Es ist ihm so leid, als wenn dem Esel der Sack entfällt.

Es ist ihm wohl damit, wie dem Esel, dem der Sack entfiel.

Es ist in der Haut, wär's im Kleide, so könnte man's abwaschen (ausklopfen).

Es ist in der Welt keine größere Sünde als arm zu sein.

Es ist jeder blind für seinen eigenen Buckel.

Es ist kein Ämtlein, es hat sein Schlämplein.

Es ist kein Baum, der nicht zuvor ein Sträuchlein gewesen.

Es ist kein Baum so glatt, er hat einen Ast.

Es ist kein Baum so schön, dass man dran hängen möchte.

Es ist kein besserer Freund im Unglück als das Geld.

Es ist kein besserer Passport, als ein leerer Beutel.

Es ist kein besseres Mittel fürs Unglück, als selbst es vergessen.

Es ist kein besser Hausgerät als ein frommes Weib.
(Schon im 17. Jahrhundert (Winckler, 1685) wurden Frauen nicht als gleichwertig, sonder von den Männern oft nur als ein Hausgerät (Küchenmaschiene und Staubsauger in einem.) angesehen, das zu funktionieren hatte.)

Es ist kein besser Recht denn ein Mägdlein und ein Knecht.

Es ist keine Ehre, so man schlimmen Wege vorangehen muss.

Es ist keine Eule, die nicht schwüre, sie hätte die schönsten Jungen.

Es ist keine Herde so klein, sie hat ein räudiges Schaf.

Es ist keine Hure so bös, sie zöge gern ein fromm Kind.

Es ist keine Katze so glatt, sie hat scharfe Nägel.

Es ist keine Kirche so klein, es Jahrs muss einmal Kirmes drin sein.

Es ist keine Kunst, ein Ding zu tadeln: nachtun tut`s, wer`s könnte!

Es ist keine Lüge, oder sie hat einen Boden.

Es ist keine Mutter so bös, sie zöge gern ein fromm Kind.

Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will.

Es ist keiner ein Meister allein.

Es ist keiner noch so reich, mit Denken ist ihm der Arme gleich.

Es ist keiner so albern, er weiß seine Not zu klagen.

Es ist keiner so fein Gold, er hat einen Zusatz.

Es ist keiner so groß, er braucht Dienste.

Es ist keiner so stark, er findet einen Stärkeren.

Es ist keine Scheuer*28 so voll, es geht noch eine Garbe hinein.

Es ist keine Sünde denn Armut.

Es ist keine Suppe so teuer, als die man umsonst isst.
Es ist keine Suppe teurer als die, die man umsonst isst.

Es ist kein Fehl und Laster, es gibt dafür ein Pflaster.

Es ist kein Fuhrmann so gut, er fährt bisweilen aus dem Gleise.

Es ist kein Gelehrter, er hat einen Schiefer.

Es ist kein geringes Stück der Torheit, allen Leuten gefallen wollen.

Es ist kein Geschlecht, darin es nicht Huren und Buben gibt.

Es ist kein Gesetz, es hat ein Loch, wer's finden kann.

Es ist kein Granatapfel so schön, er hat ein böses Kernlein.

Es ist kein gut Spiel, das mit krummen Kolben schlägt.

Es ist kein Hafen*12 so schön, man findet einen so schönen Deckel.

Es ist kein Häuslein, es hat sein Kreuzlein.

Es ist kein Haus ohn' eine Maus.

Es ist kein Heiliger so klein, er will seine eigene Kerze haben.

Es ist kein Hühnchen noch so klein, übers Jahr will's eine Henne sein.

Es ist kein Kinderspiel, so ein alt Weib tanzt.

Es ist kein Kinderspiel, wenn alte Leute auf Stecken reiten.

Es ist kein Loch, er weiß einen Nagel dazu.

Es ist kein Mann, er hat einen Wolfszahn; es ist keine Frau, sie hat ihn au.

Es ist kein Mann so kleine, er hat der Teufelsadern eine.

Es ist kein Mann so klug vom Rat, der nichts von einem Gecken hat; jedoch ist der ein kluger Mann, der seinen Geck verbergen kann.

Es ist kein Meister geboren, er muss gemacht werden.

Es ist kein Meister so gut, er findet einen über sich.

Es ist kein Mensch, er hat einen Wandel, hat er sie nicht alle vier.

Es ist kein Mensch ohne ein Aber.

Es ist kein Messer, das schärfer schiert, als wenn der Bauer ein Edelmann wird.

Es ist kein Narr, der einem eine Narrheit zumutet: es ist ein Narr, der es tut.

Es ist kein Ort, er verrät den Mord.

Es ist kein Pfaff, er hat eine Platte.

Es ist kein Pfäfflein so klein, es steckt ein Päpstlein darein.

Es ist kein Sack so bös, er ist noch einer Bitte wert.

Es ist kein Schlag zu viel als der, der nebenbei geht.

Es ist kein so geringer Brand, der nicht seinen Rauch hat.

Es ist kein so schönes Schiff, es hat seine Pumpe.

Es ist kein Spiel, es ist ein Übersehens dabei.

Es ist kein Streich verloren, als der nebenbei fällt.

Es ist kein Strom, in den nicht trübe Bäche münden.

Es ist kein süßer Leiden als hoffen.

Es ist kein Tag, er bringt seinen Abend mit.

Es ist kein Tierlein so vergessen, es ruht ein Stündlein auf sein Essen.

Es ist kein Was ohne Weil.

Es ist kein Wässerchen so klar, es trübt sich doch einmal.

Es ist kein Wasser so tief, man findet den Grund.

Es ist kein Weib so krank, dass sie nicht könne, auf dem Rücken liegen.

Es ist kein wohlriechenderes Rauchwerk, als das vom Feuer böser Schriften aufgeht.
(Für Wander nur ein Sprichwort, bei dem er überlegte, welche Schriften gemeint wären. An diesem Sprichwort, belegt 1685, kann man aber erkennen, dass Bücherverbrennungen ein Relikt aus dem Mittelalter sind. Gleichzeitig wurden bis in die frühe Neuzeit Menschen wegen Hexerei verbrannt, zuletzt am 2. 4.1756 in Landshut (In der Schweiz wurde die letzte angebliche Hexe 1782 mit dem Schwert enthauptet, nachweislich ein geplanter Justizmord, und in Europa überhaupt fanden 1793 in Posen/Preußen die letzten Hinrichtungen statt.). Die nachweisliche Bücherverbrennung 1499 durch den Erzbischof von Toledo und späteren Großinquisitor veranlassten Heinrich Heine 1823 in der Tragödie „Almansor“ zur Äußerung „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“. Es hat sich nicht nur bis zur frühen Neuzeit, sondern auch im 20. Jahrhundert in Deutschland bewahrheitet und man sollte es bei diesem Sprichwort nicht vergessen.)
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Almansor_(Heine)  und  https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung